Süßes für die Kleinsten:
Son­der­zu­las­sung ohne Haf­tungs­über­nahme der Verantwortlichen 

Seit einigen Wochen werden an man­chen Schulen und Kin­der­gärten den Eltern frei­wil­lige Lol­lytests ange­boten. Bei­spiel­haft hierzu eine Pres­ser­klä­rung der Stadt Lehrte vom 20.05.2021, in der die Stadt dieses Angebot als Teil einer neuen Test­stra­tegie beschreibt:

© 2021 Cri­tical News — Wat­mind mit Ethy­len­oxid statt Zucker!?

„Pres­se­mit­tei­lung

Stadt Lehrte orga­ni­siert kurz­fristig Lolly-Tests für Kindergartenkinder

 Der Rat der Stadt Lehrte hat in seiner gest­rigen Sit­zung die Anschaf­fung und Bereit­stel­lung von Corona-Test­kits durch die Stadt Lehrte für Kin­der­gar­ten­kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren in Kin­der­ta­ges­stätten und Kin­der­ta­ges­pflege beschlossen und hierfür 120.000 Euro zur Ver­fü­gung gestellt. Pro Kind können für jede Woche maximal zwei Test­kits von den Kin­der­ta­ges­stätten aus­ge­geben werden. Die Kosten werden voll­ständig durch die Stadt Lehrte getragen.

 Das Angebot zur Nut­zung der Test­kits ist den Erzie­hungs­be­rech­tigten frei­ge­stellt. „Den­noch dienen die Test­kits im Inter­esse aller dazu, die Ver­brei­tung des Corona-Virus weiter ein­zu­schränken und somit auch die Betreuung sicher zu stellen,“ betont Bür­ger­meister Frank Prüße.

 Die Stadt hat heute bereits 6.000 „SARS-CoV‑2 Antigen Lolly-Lai­en­tests“ zu einem Gesamt­preis von 20.634,60 Euro (brutto) bestellt. Die Lie­fe­rungen sollen bereits Anfang kom­mender Woche direkt an die Kin­der­ta­ges­stätten erfolgen und die Test­kits sogleich an inter­es­sierte Eltern ver­teilt werden. Die Tes­tung erfolgt in der Regel zweimal wöchent­lich durch die Eltern zuhause. „Nachdem die Erzieher*innen ihre erste Schutz­imp­fung Mitte April erhalten hatten, konnte die Wie­der­auf­nahme des ein­ge­schränkten Betriebs nun auch mit der Umset­zung der Test­stra­tegie für die KiGa-Kinder ergänzt werden“, sagt Prüße.

 „Zudem ist die zweite Schutz­imp­fung für die Erzieher*innen für Anfang Juni 2021 geplant, die genauen Ter­mine müssen jedoch noch vom Impf­zen­trum bestä­tigt werden“ ergänzt der zustän­dige Sach­ge­biets­leiter Markus Lechelt.

 Mit freund­li­chen Grüßen
Markus Lechelt

- Sach­ge­biets­lei­tung Kinderbetreuung -“

Die Stadt Lehrte wurde zu den Tests ange­schrieben und zunächst um Beant­wor­tung von nur zwei Fragen gebeten:

  • Über­nimmt die Stadt Lehrte die unein­ge­schränkte Haf­tung für etwaige Gesund­heits­schäden infolge der Tests?
  • Welche Inhalts­stoffe sind genau enthalten?

Die Ant­worten fielen ernüch­ternd aus:

„die Stadt Lehrte über­nimmt für etwaige Gesund­heits­schäden infolge der Tests keine Haf­tung. Die Tests werden Ihnen durch Stadt Lehrte über die Kin­der­ta­ges­stätten ledig­lich bei Inter­esse zur Ver­fü­gung gestellt. Die Ver­wen­dung und Anwen­dung ist aus­drück­lich frei­willig und erfolgt aus­schließ­lich durch Sie als Eltern bzw. Erziehungsberechtigte.“

Die Frage nach den Inhalts­stoffen wurde nicht beant­wortet. Her Lechelt als Ver­ant­wort­li­cher der Stadt Lehrte wurde daher noch einmal ange­schrieben und um Beant­wor­tung fol­gender Fragen gebeten:

  • Welche kon­kreten Inhalts­stoffe ent­halte die von der Stadt Lehrte ange­bo­tenen Lollytest?
  • Sind diese Tests CE-zer­ti­fi­ziert und regulär für Kinder zugelassen?

Auch diese Fragen wurden nicht kon­kret beantwortet:

„bei dem beschafften Test han­delt es sich um den „WATMIND SARS-CoV‑2 Antigen-Schnell­test zur Selbst­an­wen­dung“. Wei­tere Infor­ma­tionen zu dem Test finden Sie per Google.“

Mit dieser Infor­ma­tion konnte nur ein Teil der offenen Fragen beant­wortet werden, so dass Herr Lechelt erneut um eine Infor­ma­tion zu den kon­kreten Inhalts­stoffen der ange­bo­tenen Tests ange­schrieben wurde – diesmal ohne eine Reaktion.

Offen­kundig weiß die Stadt Lehrte ent­weder selbst nicht, welche Inhalts­stoffe die durch die Stadt in Ver­kehr gebrachten Tests besitzen oder möchte sich aus Gründen des Selbst­schutzes nicht dazu äußern.

Hat die Stadt Lehrte etwas zu verbergen?

Eine anwalt­liche Anfrage mit Frist­set­zung zum 20.06.2021 blieb bis Redak­ti­ons­schluss unbe­ant­wortet. Neben den bereits benannten Fragen (z. B. zu den Inhalts­stoffen) wurde Herr Markus Lechelt, darum gebeten, mit­zu­teilen, falls die beiden nach­fol­gend auf­ge­stellten Behaup­tungen unzu­tref­fend sein sollten:

„7) Eine wis­sen­schaft­liche Studie, die belegt, dass die von der Stadt Lehrte in Umlauf gebrachten Tests in der Lage sind, eine Infek­tio­sität oder eine akute Infek­tion nach­zu­weisen, exis­tiert nicht.

8) Den­noch ver­tritt die Stadt Lehrte die Ansicht, dass sich mit einem Lol­lytest eine Infek­tion mit dem SARS-CoV2-Virus sowie eine daraus resul­tie­rende Infek­tio­sität nach­weisen lässt, die eine mit einem posi­tiven Test­ergebnis ver­knüpfte Qua­ran­täne auch ohne rich­ter­liche Anord­nung und ohne den Nach­weis von Krank­heits­sym­ptomen rechtfertigt.“

Fol­gende Fakten ließen sich durch die eigene Recherche klären:

  • Die ange­bo­tenen Tests sind in Deutsch­land nach § 11 Abs. 1 MPG vom BfArM nur bedingt zuge­lassen[1]
  • Das Inver­kehr­bringen erfolgt nur ohne CE-Zulas­sung[2]
  • Gemäß § 3 Nr. 11 Abs. 1 MPG (Medi­zin­pro­duk­te­ge­setz) gilt: „Inver­kehr­bringen ist jede ent­gelt­liche oder unent­gelt­liche Abgabe von Medi­zin­pro­dukten an andere.“
  • Her­steller des WAT­MIND-Tests ist die 2014 in China gegrün­dete Shen­zhen Wat­mind Medical Co., Ltd. [3], [4]

Regu­läre Zulas­sung möglich?

Zum Thema Son­der­zu­las­sung führt das Bun­des­in­stitut für Arz­nei­mittel und Medi­zin­pro­dukte (BfArM) fol­gendes aus:

„Das BfArM hat die Mög­lich­keit, das Inver­kehr­bringen von Medi­zin­pro­dukten, die kein regu­läres Kon­for­mi­täts­be­wer­tungs­ver­fahren zur CE-Kenn­zeich­nung durch­laufen haben, aus­nahms­weise in Deutsch­land befristet zu erlauben, wenn dies im Inter­esse des Gesund­heits­schutzes liegt. Dies kann dann der Fall sein, wenn eine alter­na­tiv­lose Bedarfs­si­tua­tion vor­liegt, der ent­spre­chend drin­gende medi­zi­ni­sche Bedarf also nicht ander­weitig gedeckt und inso­fern aus Sicht des Gesund­heits­schutzes der Abschluss eines regu­lären Kon­for­mi­täts­be­wer­tungs­ver­fah­rens für das Medi­zin­pro­dukt nicht abge­wartet werden kann.“[5]

Die bedingte Zulas­sung sagt also nicht dar­über aus, ob der Test auch eine regu­läre Zulas­sung bestanden hätte. Das Paul-Ehr­lich-Institut hat am 15.01.2021 Min­dest­stan­dards für die Zulas­sung neuer Anti­gen­schnell­tests fest­ge­legt[6] (hier ver­kürzt zusammengefasst):

  • Dia­gnos­ti­sche Sen­si­ti­vität min. „>80% von unse­lek­tierten PCR-posi­tiven Proben positiv im SARS-CoV‑2 Antigenschnelltest“
  • Dia­gnos­ti­sche Spe­zi­fität >97%
  • Kreuz­re­ak­ti­vität: „Nen­nung der unter­suchten Marker und Angabe etwaiger ermit­telter Kreuz­re­ak­ti­vi­täten in der Packungsbeilage.“
  • Inter­fe­renz: „Nen­nung der unter­suchten Marker und Angabe etwaiger ermit­telter Inter­fe­renz in der Packungsbeilage.“
  • Angaben zum Test­de­sign: „Der Antrag­steller muss Angaben zu den spe­zi­fi­schen SARS-CoV-2-Pro­te­inen (Anti­genen) machen, die durch den jewei­ligen Test nach­ge­wiesen werden.“
  • Ange­mes­sene Tes­t­an­zahl in Deutsch­land ist zuzusichern
  • Recht von Robert-Koch‑, Paul-Ehr­lich-Institut u.a. zur ver­glei­chenden Evaluierung

Die Kri­te­rien für eine Son­der­zu­las­sung erfor­dern also keine Vor­gaben, wonach die ein­ge­setzten Tests risi­ko­frei für die Getes­teten sind. Die feh­lende, sonst bei­spiels­weise von der Dekra oder dem TÜV ver­ge­bene, CE-Kenn­zeich­nung bedeutet, dass die in Europa gel­tenden Schutz- und Qua­li­täts­stan­dards ein­ge­halten werden. Ent­spre­chend ist nicht gesi­chert, dass dieser Umstand auch auf den Test von Wat­mind zutrifft. Für den Lol­lytest von Wat­mind exis­tiert ein Zer­ti­fikat gemäß ISO 13485 (mehr dazu im wei­teren Textverlauf).

Ein der Redak­tion bekannter Insider gibt fol­gende Information:

„ISO 13485-Zer­ti­fikat ist kein CE-Zertifikat

Schnell­tests benö­tigen kein CE-Zer­ti­fikat, wenn sie für den pro­fes­sio­nellen Gebrauch bestimmt sind. Wenn sie für den nicht-pro­fes­sio­nellen Gebrauch, wie z. B. für Schule, bestimmt sind, dann benö­tigen sie ein CE-Zertifikat […].

Bei der Son­der­zu­las­sung von BfArm muss die ent­spre­chende Zulas­sungs­nummer auf das Eti­kett geschrieben werden, die in der Regel ein Jahr gültig ist, damit es in Deutsch­land ver­kauft werden kann, ansonsten kann es nicht als Laien-Pro­dukt ver­kauft werden.

Ohne das CE-Zer­ti­fikat kann es als Pro­dukt für den pro­fes­sio­nellen Ein­satz ver­kauft werden“

Ent­spre­chend darf es zwar an z. B. Ärzte ver­kauft werden, nicht aber an Eltern oder gar Schüler, da es sich hier um keinen pro­fes­sio­nellen Ein­satz han­deln würde.

Gemäß cer​ti​pedia​.com han­delt es sich um ein Zer­ti­fikat, das über­prüft, ob defi­nierte „Anfor­de­rungen an ein Qua­li­täts­ma­nage­ment“ kor­rekt umge­setzt wurden:

„Kom­pe­tente Audi­toren ana­ly­sieren und bewerten das Qua­li­täts­ma­nage­ment­system des Kunden. Wenn alle zutref­fenden Anfor­de­rungen erfüllt werden, wird dessen Qua­li­täts­ma­nage­ment­system nach EN ISO 13485 zer­ti­fi­ziert.“[7]

Poten­ti­elles Krebs­ri­siko bil­li­gend in Kauf genommen?

Wenn also etwaige Gesund­heits­ri­siken nicht aus­ge­schlossen werden können, die Behörden keine Haf­tung über­nehmen wollen und die zur Ver­fü­gung gestellten Tests nur für den pro­fes­sio­nellen Ein­satz ver­kauft werden dürfen, stellt sich die berech­tigte Frage, wes­halb Eltern ihre Kinder zweimal in der Woche auf einem poten­tiell gesund­heits­schäd­li­chen Test­stäb­chen her­um­lut­schen lassen sollten. Damit bestünde hin­rei­chend Zeit, um durch den Spei­chel mög­liche bedenk­liche Inhalts­stoffe in den Körper auf­zu­nehmen. Hierzu heißt es etwa auf einer Händ­ler­seite wie folgt:

„Anstatt Spei­chel aus­zu­spu­cken, wird beim Lolly Test nur ein Tupfer benö­tigt und für ca. 10 Sekunden unter die Zunge gelegt, um die Spei­chel­pro­ben­ent­nahme abzu­schließen.“[8]

Ver­schie­dene Lol­lytests sollen mit Ethy­len­oxid ste­ri­li­siert worden sein[9].  Diese Sub­stanz gilt als poten­tiell krebs­er­re­gend und ist in der Lebens­mit­tel­ver­ar­bei­tung seit Jahr­zehnten ver­boten:

„Ethy­len­oxid ist ein farb­loses, hoch­ent­zünd­li­ches und süß­lich rie­chendes Gas, wel­ches in der Lage ist Bak­te­rien, Viren und Pilze abzu­töten. Auf­grund dieser Eigen­schaft wird Ethy­len­oxid gerne zur Bega­sung bzw. zur Keim­re­du­zie­rung von hit­ze­emp­find­li­chen Lebens­mit­teln wie z. B. Gewürzen ver­wendet. Da Ethy­len­oxid und sein Abbau­pro­dukt 2‑Chlorethanol als krebs­er­re­gend gelten, wurde diese Behand­lungsart in der Euro­päi­schen Union 1990 ver­boten. In anderen Län­dern wird die Bega­sung mit Ethy­len­oxid, bei­spiels­weise vor dem Schiffs­ver­sand, jedoch nach wie vor prak­ti­ziert.“[10]

Grenz­wert­über­schrei­tung als Verschwörungspraxis

Dass eine uner­laubte Über­schrei­tung von Grenz­werten in der Rea­lität vor­kommen kann, zeigt ein aktu­eller Fall aus dem Jahre 2020:

„In Pro­dukten mit Sesam­samen aus Indien wie Rie­geln, Snacks oder Salat-Top­pings haben die Über­wa­chungs­be­hörden der Länder in einigen Fällen Rück­stände des Wirk­stoffes Ethy­len­oxid gemessen. Die Pro­dukte waren nicht ver­kehrsfähig, da Ethy­len­oxid-Rück­stände in der EU nicht zulässig sind.“[11]

Hierzu ergän­zend Bericht­erstat­tung aus anderer Quelle:

„Nur ein paar Wochen nach dem Rückruf bei HOMANN Fein­kost, bei Aldi und bei Lorenz Snack-World der nächste Skandal, ein Mittel das schon fast 40 Jahre bei uns ver­boten ist wird in meh­reren in Deutsch­land ver­kauften Lebens­mit­teln nach­ge­wiesen.“[12]

Das Bun­des­in­stitut für Risi­ko­be­wer­tung (BfR) führt weite aus:

„In der EU gilt ein voll­stän­diges Anwen­dungs­verbot für Ethy­len­oxid in Pflan­zen­schutz­mit­teln. In Bio­zid­pro­dukten ist der Wirk­stoff zur Des­in­fek­tion erlaubt, aller­dings ohne Lebens­mit­tel­kon­takt. Ethy­len­oxid ist erb­gut­ver­än­dernd und krebs­er­zeu­gend.“ [13]

Die Regu­la­rien zur Son­der­zu­las­sung und damit eine feh­lende Sicher­heit, dass die gel­tenden Grenz­werte zur Ethy­len­oxid-Ste­ri­li­sie­rung von Medi­zin­pro­dukten ein­ge­halten wurden, legen eine mög­liche Man­gel­haf­tig­keit des Pro­dukts nach § 434 Abs. 1 und 2 BGB nahe. Umso bedenk­li­cher erscheint es, dass trotz ent­spre­chender Nach­fragen weder die Stadt Lehrte noch der Kin­der­garten Sie­vers­hausen kon­kret dazu bereit waren, nähere Angaben zu den Inhalts­stoffen zu mache oder aus­drück­lich etwaige Gesund­heits­ri­siken auszuschließen.

Wenn nun also die selbst­er­nannten Fak­ten­che­cker des ZDF alle gesund­heit­li­chen Risiken im Zusam­men­hang mit Ethy­len­oxid aus­schließen, scheint etwa der oben benannte Skandal ent­weder nicht bekannt gewesen oder wis­sent­lich ver­schwiegen worden sein:

„Tat­säch­lich wird Ethy­len­oxid im Gefahr­stoff­in­for­ma­ti­ons­system der Deut­schen Gesetz­li­chen Unfall­ver­si­che­rung als krebs­er­re­gend ange­sehen. Auch die US-Umwelt­schutz­be­hörde kommt zu diesem Ergebnis. Es ist auch kor­rekt, dass Ethy­len­oxid zum Ste­ri­li­sieren von Tup­fern ver­wendet wird. Die Schluss­fol­ge­rung, dass die Tupfer im fer­tigen Pro­dukt damit „beschichtet“ seien, trifft aller­dings nicht zu.

[…]

Ein großer Teil des Ste­ri­li­sa­ti­ons­pro­zesses besteht daraus, sicher­zu­stellen, dass das Ethy­len­oxid wieder aus dem Pro­dukt ent­fernt wird und dass alle mög­li­chen Rück­stände unter den inter­na­tional fest­ge­legten Sicher­heits­stan­dards liegen.“[14]

Eine andere Fak­ten­che­ckerin, die sich mit Test­stäb­chen aus­ein­an­der­setzt, führt unter anderem aus:

„Ent­schei­dend ist: Anschlie­ßend wird das Ethy­len­oxid wieder abge­saugt, sodass ein Vakuum ent­steht. Mög­liche EO-Reste werden durch Spülen mit Stick­stoff ent­fernt. Wenn der Her­steller das kor­rekt aus­führt, ist das Ethy­len­oxid hin­terher also wieder weg.“[15]

Das bedeutet aber letzt­lich, dass es sein kann, dass der Her­steller (z.B. aus Gründen der Kos­ten­er­sparnis) nicht alles kor­rekt aus­führt und daher Rück­stände ver­bleiben. Das wird auch von der Fak­ten­che­ckerin ein­ge­räumt. Das Risiko wird aber im Text deut­lich als sehr theo­re­tisch dar­ge­stellt, wobei auch fol­gendes Argu­ment gebracht wird:

„Ob die Grenz­werte und die nötige Ent­gasungs­zeit bei der Ste­ri­li­sa­tion ein­ge­halten werden, prüft der Her­steller selbst und muss es pro­to­kol­lieren. Und er kann sein Pro­dukt von einer soge­nannten „Benannten Stelle“ testen und zer­ti­fi­zieren lassen, zum Bei­spiel dem TÜV oder der DEKRA.“ [16]

Da aber bei den hier bei­spiel­haft bespro­chenen Lol­lytests keine CE-Zer­ti­fi­zie­rung vor­liegt, ist es frag­lich, ob es über­haupt eine unab­hän­gige Stelle gibt, die die gesund­heit­liche Unbe­denk­lich­keit – auch im Hin­blick auf andere, zum gegen­wär­tigen Zeit­punkt unbe­kannte, Sub­stanzen beschei­nigen könnte.

Wenn ein so genanntes Medi­zin­pro­dukt oral zum Testen von so genannten asym­pto­ma­tisch kranken (also gesunden) Kin­dern ein­ge­setzt wird, die zweimal in der Woche mög­liche gif­tige Rück­stände in ihren Stoff­wechsel auf­nehmen, so sollte doch anzu­nehmen sein, dass bei einer hier nicht vor­han­denen CE-Zer­ti­fi­zie­rung die Maß­stäbe für Lebens­mittel zwin­gend eben­falls ein­zu­halten wären.

Hierzu sei auch auf § 4 Abs. 1 MPG verwiesen:

„(1) Es ist ver­boten, Medi­zin­pro­dukte in den Ver­kehr zu bringen, zu errichten, in Betrieb zu nehmen, zu betreiben oder anzu­wenden, wenn

1. der begrün­dete Ver­dacht besteht, dass sie die Sicher­heit und die Gesund­heit der Pati­enten, der Anwender oder Dritter bei sach­ge­mäßer Anwen­dung, Instand­hal­tung und ihrer Zweck­be­stim­mung ent­spre­chender Ver­wen­dung über ein nach den Erkennt­nissen der medi­zi­ni­schen Wis­sen­schaften ver­tret­bares Maß hin­aus­ge­hend unmit­telbar oder mit­telbar gefährden“

Auch § 4 Abs. 2 MPG sei zu bedenken gegeben:

„(2) 1 Es ist ferner ver­boten, Medi­zin­pro­dukte in den Ver­kehr zu bringen, wenn sie mit irre­füh­render Bezeich­nung, Angabe oder Auf­ma­chung ver­sehen sind. 2 Eine Irre­füh­rung liegt ins­be­son­dere dann vor, wenn

1. Medi­zin­pro­dukten eine Leis­tung bei­gelegt wird, die sie nicht haben,

2. fälsch­lich der Ein­druck erweckt wird, dass ein Erfolg mit Sicher­heit erwartet werden kann oder dass nach bestim­mungs­ge­mäßem oder län­gerem Gebrauch keine schäd­li­chen Wir­kungen eintreten,“

Wer ist der Her­steller der Lollytests?

Wenn man sich näher mit der Shen­zhen Wat­mind Medical Co. Ltd. als Her­steller der Tests beschäf­tigt, stößt man im Wesent­li­chen auf fol­gende Informationen:

  • Die Firma ist ansässig unter fol­gender Anschrift: 8th Floor, Buil­ding A, No. 16–1, Jinhui Road, Jinha Com­mu­nity Kengzi sub­district, Pingshan District, 518118 Shen­zhen, Volks­re­pu­blik China
  • Gemäß eines online abruf­baren Zer­ti­fi­kates der TÜV Rhein­land LGA Pro­ducts GmbH aus Nürn­berg sei die Firma zer­ti­fi­ziert für das Design, die Ent­wick­lung und den Ver­trieb von In-vitro-dia­gnos­ti­schen Medi­zin­pro­dukten. Als kon­krete Pro­dukte, au die sich die ISO-Zer­ti­fi­zie­rung bezieht, werden benannt:

„In-vitro dia­gnostic ana­ly­zers and in-vitro dia­gnostic test kits used in the dia­gnosis and quan­ti­tive detec­tion of car­diac mar­kers, immune status, Thy­roid Func­tions, Auto-Immune Dise­ases, Fer­ti­lity tes­tings, Coagu­la­tion and Infec­tious Dise­ases inclu­ding point of care in-vitro dia­gnostic medical devices“[17]

Hier die Über­set­zung der kos­ten­losen Ver­sion des DeepL​.com/​T​r​a​n​s​l​a​tor:

„In-vitro-Dia­gnostik-Ana­ly­se­ge­räte und In-vitro-Dia­gnostik-Test­kits für die Dia­gnose und den quan­ti­ta­tiven Nach­weis von Herz­mar­kern, Immun­status, Schild­drü­sen­funk­tionen, Auto­im­mun­erkran­kungen, Frucht­bar­keits­tests, Gerin­nung und Infek­ti­ons­krank­heiten, ein­schließ­lich In-vitro-Dia­gnostik-Medi­zin­pro­dukte für den Point of Care“

  • Das benannte Zer­ti­fikat wird auf einer Seite mit einem Aus­stel­lungs­datum vom 30.12.2020[18], auf einer anderen Seite mit 17.12.2019 ange­geben. In beiden Fällen wird eine Gül­tig­keit des Testats bis zum 03.07.2022[19] ange­geben. Beide Zer­ti­fi­kate werden mit einem anderen Rahmen dar­ge­stellt, so als ob sie tat­säch­lich aus zwei ver­schie­denen Häu­sern kommen würden. Laut einer chi­ne­si­schen Quelle sei es aller­dings in China durchaus üblich, sich jeweils einen eigenen Rahmen zu gestalten. Auf­fällig ist auch, dass das auf 2020 datierte Zer­ti­fikat eine Zer­ti­fi­zie­rungs­nummer (Cer­ti­fi­cate Regis­tra­tion No.) „SX 60150107 0001“ sowie ein Audit mit der Berichts­nummer (Report No.) 17054604 003 durch­ge­führt wurde[20]. Im Zer­ti­fikat auf 2019 sind die Num­mern geschwärzt und somit nicht abgleichbar.

Eine Anfrage beim TÜV-Rhein­land vom 11.06.2021 nach der Echt­heit der drei bekannten Zer­ti­fi­kate blieb bis zum ursprüng­li­chen Redak­ti­ons­schluss unbe­ant­wortet, wurde jedoch am 25.06.2021 von Herrn Fabian Hülbig (Markenüberwachung/ Trade Mark Sur­veil­lance vom Unter­neh­mens­be­reich Produkte/Business Divi­sion Pro­ducts) wie folgt beantwortet:

„Für Ver­brau­cher, Ein­führer und sons­tige inter­es­sierte Kreise haben wir (der TÜV Rhein­land) unter www​.cer​ti​pedia​.com eine Internet Datei ein­ge­richtet, wo nach gül­tigen oder ggf. ungül­tigen Zer­ti­fi­zie­rungen von uns recher­chiert werden kann.

Hier kann man zwi­schen Pro­dukt­zer­ti­fi­katen , Sys­tem­zer­ti­fi­katen, Func­tional Safety Zer­ti­fi­katen und Per­so­nen­zer­ti­fi­katen aus­wählen. Unter Pro­dukt­zer­ti­fi­katen kann durch Ein­gabe eines Fir­men­na­mens, Bezeich­nung, Han­dels­namen etc.  recher­chiert werden ob zu diversen Pro­dukten gül­tige Zer­ti­fi­zie­rungen unserer Orga­ni­sa­tion vor­liegen oder nicht. Des Wei­teren kann man bei bekannter ID Nr. oder der Zer­ti­fi­kats-Nr. fest­stellen ob eine Zer­ti­fi­zie­rung noch Gül­tig­keit hat oder ggf. ungültig ist.

Nach Abschluss unserer Daten­re­cherche können wir Ihnen mit­teilen, dass das Zer­ti­fikat Nr.: SX 60139616 (Aus­stel­lungs­datum 17.12.2019) mitt­ler­weile ungültig ist, siehe: https://​www​.cer​ti​pedia​.com/​c​e​r​t​i​f​i​c​a​t​e​s​/​6​0​1​3​9​6​1​6​l​o​c​a​l​e​=de. Das Zer­ti­fikat Nr.: SX 60150107 (Aus­stel­lungs­datum: 30.12.2020) ist hin­gegen gültig, siehe: https://​www​.cer​ti​pedia​.com/​c​e​r​t​i​f​i​c​a​t​e​s​/​6​0​1​5​0​1​0​7​?​l​o​c​a​l​e​=de und ent­spricht dem aus­ge­stelltem Original.

Als benannte/ akkre­di­tierte Stelle dürfen wir Ihnen aus Gründen der Ver­trau­lich­keits­wah­rung gegen­über Dritten keine detail­lierten Infor­ma­tionen geben und bitten um Ihr Verständnis.“

Dass das Zer­ti­fikat SX 60150107 echt war, wurde bereits im Vor­feld durch eigene Recherche bestä­tigt[21]. Laut Insi­der­infor­ma­tionen sei es üblich, dass jedes neue Pro­dukt eine eigene ISO-Nummer bekomme. Da die Erst­prü­fung sehr auf­wendig sei, bleibe die Nummer auch für ein aktua­li­siertes Zer­ti­fikat erhalten, immerhin hat sich an dem Pro­dukt selbst nicht geän­dert. Da es sich bei der Neu­aus­stel­lung eines Zer­ti­fi­kates nur um eine Teil­prü­fung han­dele, bleibe das ursprüng­liche Gül­tig­keits­datum für den Ablauf unverändert.

Von Frei­wil­lig­keit zu Zwang?

Auch, wenn die Lol­lytests zunächst frei­willig ange­boten werden, erwächst dadurch doch bei tat­säch­lich oder falsch positiv getes­teten Kin­dern der glei­chen Kohorte oder Gruppe eine mög­liche PCR-Test­pflicht für die eigenen Kin­dern, deren Eltern und sogar deren Umfeld. Hinzu kommt, dass auch die ursprüng­lich vie­ler­orten ein­ge­führten Tests frei­willig waren und mitt­ler­weile an immer mehr Orte (z.B. an Schulen, in Alten- und Pfle­ge­heimen sowie Kran­ken­häu­sern) ver­pflich­tend gemacht wurden.  Allein durch den Grup­pen­druck liegt die Befürch­tung nicht fern, dass auch hier eine Test­pflicht durch die Hin­tertür ein­ge­führt werden soll – ohne dass jemand die Haf­tung für etwaige Gesund­heits­ri­siken über­nehmen möchte.

Wenn in diesem Bei­spiel die Stadt Lehrte vom „Teil einer neuen Test­stra­tegie“ spricht, stellt sich die Frage, ob auch die anste­henden mRNA-Gen-Nicht-The­ra­pien mit dem Vakzin von Bio­N­Tech / Pfizer Teil dieser Stra­tegie werden sollen und eine Zwei­klas­sen­ge­sell­schaft von Geimpften und Unge­impften nun auch in de Kin­der­gärten und Schulen getragen werden soll. Schon jetzt sind Schüler, die sich dem wöchent­li­chen Testen ver­wei­gern Außen­seiter und dürfen nicht mehr am Prä­senz­un­ter­richt teilnehmen.

An dieser Stelle sei auf die bereits vor­han­dene inter­na­tio­nale Recht­spre­chung hin­ge­wiesen, wonach PCR-Tests nicht in der Lage sind, den Nach­weis zu erbringen, ob eine Person infi­ziert oder infek­tiös ist (z.B.  Amts­ge­richt Weimar, Beschluss vom 08.04.2021, Az.: 9 F 14821; OLG Nord­rhein-West­falen, Urteil vom 25.11.2020, Az. Az. 13 B 1780 / 20​.NE; Beru­fungs­ge­richt Lis­sabon / Por­tugal (Tri­bunal da Relação de Lisboa, Az. Proc. Nº 178320. 7T8PDL.L1; Ver­wal­tungs­ge­richt Wien / Öster­reich, Ent­schei­dung vom 24.03.2021, GZ: VGW-103/048/3227/2021–2). Auch sei auf Schweden ver­wiesen, wo die Anwen­dung von PCR-Tests bereits ver­boten wurde, da diese noch Monate nach dem „Infek­ti­ons­ge­schehen“ positiv sein können und somit als Nach­weis für ein Covid-19-Infek­tion unzu­lässig sind. Statt­dessen muss in Schweden eine indi­vi­du­elle Beur­tei­lung kon­kreter Sym­ptome durch einen Arzt erfolgen.

In seinem Buch „Fal­sche Pan­de­mien“ schrieb Dr. Wol­gang Wodarg:

„Selbst ein per­fekter, höchst spe­zi­fi­scher und sen­si­tiver PCR-Test ist also für den Nach­weis einer Infek­tion nicht geeignet und sagt erst recht nichts über die Anwe­sen­heit von ver­meh­rungs­fä­higen Vire. Er fällt ja bei Virus­trüm­mern positiv aus.“[22]

Mitt­ler­weile sind diese Erkennt­nisse auch im Main­stream ange­kommen. So ver­weist etwa der Sender RTL in einem Bei­trag vom 21.06.2021 auf eine aktu­elle Studie der Uni­ver­sität Duis­burg / Essen zu den PCR-Tests:

„Eine Studie der Uni­ver­sität Essen/Duisburg fand heraus, dass viele positiv Getes­tete das Corona-Virus gar nicht wei­ter­geben. […] 50–75 Pro­zent der posi­tiven PCR-Tests sind wahr­schein­lich post­in­fek­tiös. Somit sollten der Studie zufolge die Ergeb­nisse der PCR-Tests nicht als Grund­lage für die Bekämp­fung der Pan­demie genommen werden.“[23]

Wenn also schon die PCR-Tests als „Gold­stan­dard“ nicht in der Lage sind, fest­zu­stellen, ob jemand infek­tiös oder zumin­dest infi­ziert ist, wie viel weniger soll dies dann ein Lol­lytest als Spei­chel­test leisten können? Wer kommt für die Trau­mata auf, die bereits kleinsten Kin­dern zuge­mutet werden, wenn sie von ihren Eltern erfahren müssen, dass sie unter einer ver­meint­lich für jeder­mann tod­brin­genden Seuche erkrankt seien und nun­mehr zwei Wochen lang keine Freunde mehr treffen dürfen? Wer ent­scheidet über die Ver­schwen­dung von Steu­er­gel­dern für nichts­sa­gende, poten­ziell gesund­heits­schäd­liche Test­kits zulasten dieser und der kom­menden Generationen?

Besteht Ver­si­che­rungs­schutz für etwaige Ver­gif­tungen im Rahmen der Unfallversicherung?

Bei­spiel­haft ange­fragt wurden die Unter­nehmen Bar­menia, Inter­Risk, Kon­zept & Mar­ke­ting sowie VHV, inwie­fern in deren Unfall­ver­si­che­rungen Ver­si­che­rungs­schutz für Schäden durch etwaige Ver­gif­tungen infolge des beschrie­benen Lol­lytests bestehen würde. Kon­krete Ant­worten lie­ferten bis­lang nur die Bar­menia und die VHV, wäh­rend die beiden Wett­be­werber den Ein­gang der Anfrage bestä­tigten, sich aber nicht inhalt­lich äußerten. Kon­zept & Mar­ke­ting teilte ledig­lich mit:

Ihrer Anfrage können wir leider nicht nach­kommen. Viele Fak­toren spielen hier eine Rolle. Um Ihre Anfrage beant­worten zu können, bedarf es einer Absprache mit den Risi­ko­trä­gern und es ist nicht mög­lich dies kurz­fristig durch­zu­führen.

Die Bar­menia äußerte sich hin­gegen auch inhaltlich:

„Dieses Risiko wäre über die nor­male Unfall­ver­si­che­rung nicht mit­ver­si­chert, da der Unfall­be­griff in allen 3 Tarif­va­ri­anten nicht erfüllt wäre. Es han­delt sich um keine der in den AVB auf­ge­führten Infek­tionen, es ist keine Ver­gif­tung und ein „nor­maler“ Unfall ist es auch nicht.

 Um ein sol­ches Risiko absi­chern zu können, müsste bei uns eine Kinder-Inva­li­di­täts­ver­si­che­rung KISS abge­schlossen werden. Hier gilt ein (durch Krank­heit oder/und Unfall fest­ge­stellter) Grad der Behin­de­rung von min­des­tens 50 als Leis­tungs­aus­löser für eine Rentenzahlung.“

Auch die VHV bezieht Stellung:

„Grund­sätz­lich muss immer der kon­krete Ein­zel­fall betrachtet werden, daher kann es keine ver­bind­liche, pau­schale Aus­sage dazu geben, in wel­chem Umfang der von Ihnen skiz­zierte Fall tat­säch­lich zu einem unfall­be­dingten Dau­er­schaden führen kann.

Für mög­li­chen Ver­si­che­rungs­schutz käme ein Ein­schluss in Frage:

  • Ver­gif­tung durch Ein­at­mung schäd­li­cher Stoffe oder Säuren etc. durch unab­wend­bare Umstände. (Die voll­stän­digen Anspruchs­vor­aus­set­zungen ent­nehmen Sie bitte den kon­kreten Versicherungsbedingungen).

Es ist hierbei darauf hin­zu­weisen, dass der Ver­si­cherte, wie bei allen Unfall­schäden, ein bedin­gungs­ge­mäßes Unfall­ereignis nach dem Beweismaß des § 286 ZPO zu beweisen hat, d.h. der Streng­be­weis der Unfall­ur­säch­lich­keit. Dabei sind medi­zi­nisch objek­ti­vier­bare Befund­er­he­bungen zu berücksichtigen.

Sollte dies gegeben sein, dann könnte hieraus ein Anspruch auf eine Leis­tung in dem u.g. Sze­nario gel­tend gemacht werden.

Unab­hängig davon besteht natür­lich immer die Mög­lich­keit zivil­recht­lich gegen den Inver­kehr­bringer der zitierten Tests haf­tungs­recht­lich vor­zu­gehen, um Gesund­heits­schäden gel­tend zu machen.“

In den Bedin­gungen des Tarifs Klassik-Garant der VHV (Stand 01.2021) gibt es fol­gende Pas­sage, auf die Bezug genommen wird:

„1.4.2 Ver­gif­tungen

Als Unfall gilt auch, wenn die ver­si­cherte Person auf­grund von

  • Ver­gif­tungen infolge Ein­nahme fester oder flüs­siger Stoffe durch den Schlund (Ein­gang der Spei­se­röhre), z. B. durch Alkohol,
  • Nah­rungs­mit­tel­ver­gif­tungen,
  • Pflan­zen­ver­gif­tungen, die durch Berühren, Schlu­cken, Kauen und/oder Aus­spu­cken von Pflanzen oder Pflanzenteilen

her­vor­ge­rufen werden, wenn deren Schäd­lich­keit der ver­si­cherten Person nicht bewusst war,

  • Ver­gif­tungen durch Ein­at­mung schäd­li­cher Stoffe, – wenn die ver­si­cherte Person plötz­lich aus­strö­menden Gasen, Dämpfen, Dünsten, Staub­wolken oder Säuren etc. durch unab­wend­bare Umstände bis zu 7 Tage lang aus­ge­setzt ist –,
  • unfrei­willig eine Gesund­heits­schä­di­gung erleidet.

Berufs­krank­heiten bleiben jedoch ausgeschlossen.“


[1] „Antigen-Tests zur Eigen­an­wen­dung („Selbst­tests“), deren Inver­kehr­bringen ohne CE-Kenn­zeich­nung vom BfArM nach § 11 Abs.1 MPG der­zeit befristet zuge­lassen wird (Son­der­zu­las­sung des BfArM)“ auf „bfam​.de“. Auf­zu­rufen unter https://​www​.bfarm​.de/​D​E​/​M​e​d​i​z​i​n​p​r​o​d​u​k​t​e​/​A​n​t​i​g​e​n​t​e​s​t​s​/​A​n​t​i​g​e​n​-​T​e​s​t​s​_​z​u​r​_​E​i​g​e​n​a​n​w​e​n​d​u​n​g​.​h​tml, zuletzt auf­ge­rufen am 21.05.2021

[2] „Antigen-Tests zur Eigen­an­wen­dung („Selbst­tests“), deren Inver­kehr­bringen ohne CE-Kenn­zeich­nung vom BfArM nach § 11 Abs.1 MPG der­zeit befristet zuge­lassen wird (Son­der­zu­las­sung des BfArM)“ auf „bfam​.de“. Auf­zu­rufen unter https://​www​.bfarm​.de/​D​E​/​M​e​d​i​z​i​n​p​r​o​d​u​k​t​e​/​A​n​t​i​g​e​n​t​e​s​t​s​/​A​n​t​i​g​e​n​-​T​e​s​t​s​_​z​u​r​_​E​i​g​e​n​a​n​w​e​n​d​u​n​g​.​h​tml, zuletzt auf­ge­rufen am 21.05.2021

[3] „Antigen-Tests zur Eigen­an­wen­dung („Selbst­tests“), deren Inver­kehr­bringen ohne CE-Kenn­zeich­nung vom BfArM nach § 11 Abs.1 MPG der­zeit befristet zuge­lassen wird (Son­der­zu­las­sung des BfArM)“ auf „bfam​.de“. Auf­zu­rufen unter https://​www​.bfarm​.de/​D​E​/​M​e​d​i​z​i​n​p​r​o​d​u​k​t​e​/​A​n​t​i​g​e​n​t​e​s​t​s​/​A​n​t​i​g​e​n​-​T​e​s​t​s​_​z​u​r​_​E​i​g​e​n​a​n​w​e​n​d​u​n​g​.​h​tml, zuletzt auf­ge­rufen am 21.05.2021

[4] „wat​mind​.com“ auf https://​en​.wat​mind​.com/, zuletzt auf­ge­rufen am 01.06.2021

[5] „Antigen-Tests zur Eigen­an­wen­dung („Selbst­tests“), deren Inver­kehr­bringen ohne CE-Kenn­zeich­nung vom BfArM nach § 11 Abs.1 MPG der­zeit befristet zuge­lassen wird (Son­der­zu­las­sung des BfArM)“ auf „bfarm​.de“. Auf­zu­rufen unter https://​www​.bfarm​.de/​D​E​/​M​e​d​i​z​i​n​p​r​o​d​u​k​t​e​/​A​n​t​i​g​e​n​t​e​s​t​s​/​_​n​o​d​e​.​h​tml, zuletzt auf­ge­rufen am 31.05.2021

[6] „Min­dest­kri­te­rien für SARS-CoV‑2 Anti­gen­tests im Sinne von § 1 Abs. 1 Satz 1 TestVO: Anti­gen­schnell­tests“ auf „pei​.de“ vom 15.01.2021. Auf­zu­rufen unter https://www.pei.de/SharedDocs/Downloads/DE/newsroom/dossiers/mindestkriterien-sars-cov-2-antigentests-01–12-2020.pdf?__blob=publicationFile&v=6, zuletzt auf­ge­rufen am 01.06.2021

[7] „Zer­ti­fi­katsnr. 60150107“ auf „cer​ti​pedia​.com“. Auf­zu­rufen unter https://​www​.cer​ti​pedia​.com/​c​e​r​t​i​f​i​c​a​t​e​s​/​6​0​1​5​0​1​0​7​?​l​o​c​a​l​e​=de, zuletzt auf­ge­rufe am 11.06.2021

[8] „Lolly-Test“ auf „healt​mask​.de“. Auf­zu­rufen unter https://​health​mask​.de/​b​l​o​g​s​/​n​e​w​s​/​a​n​t​i​g​e​n​-​t​e​s​t​-​m​i​t​-​b​f​a​r​m​-​l​i​s​t​u​n​g​-​g​e​l​i​s​t​e​t​e​-​s​c​h​n​e​l​l​t​e​sts, zuletzt auf­ge­rufen am 01.06.2021

[9] Siehe hierzu z. B. ZDF / Reu­ters „Check zu Gerücht im Netz – Corona-Test­stäb­chen sind nicht krebs­er­re­gend“ auf „zdf​.de“ vom 27.03.2021 um 17:18 Uhr. Auf­zu­rufen unter https://​www​.zdf​.de/​n​a​c​h​r​i​c​h​t​e​n​/​p​a​n​o​r​a​m​a​/​c​o​r​o​n​a​-​e​t​h​y​l​e​n​o​x​i​d​-​p​c​r​-​t​e​s​t​s​-​1​0​0​.​h​tml, zuletzt auf­ge­rufen am 31.05.2021

[10] „Ethy­len­oxid“ auf „gba​-group​.com“. Auf­zu­rufen unter https://​www​.gba​-group​.com/​f​o​o​d​/​a​n​a​l​y​s​e​n​/​k​o​n​t​a​m​i​n​a​n​t​e​n​/​e​t​h​y​l​e​n​o​x​id/, zuletzt auf­ge­rufen am 01.06.2021

[11] „Gesund­heit­liche Bewer­tung von Ethy­len­oxid-Rück­ständen in Sesam­samen. Stel­lung­nahme Nr. 0562020 des BfR vom 23. Dezember 2020“  auf „bfr​.bund​.de“. Auf­zu­rufen unter https://​www​.bfr​.bund​.de/​c​m​/​3​4​3​/​g​e​s​u​n​d​h​e​i​t​l​i​c​h​e​-​b​e​w​e​r​t​u​n​g​-​v​o​n​-​e​t​h​y​l​e​n​o​x​i​d​-​r​u​e​c​k​s​t​a​e​n​d​e​n​-​i​n​-​s​e​s​a​m​s​a​m​e​n​.​pdf, zuletzt auf­ge­rufen am 01.06.2021

[12] Josef Schuh­bauer „Rück­rufe bei vielen Lebens­mit­teln – Ethy­len­oxid ist seit 40 Jahre in der EU ver­boten“ auf „modernder​-land​wirt​.de“ vom 27.12.2020. Auf­zu­rufen unter https://​moderner​-land​wirt​.de/​r​u​e​c​k​r​u​f​e​-​b​e​i​-​v​i​e​l​e​n​-​l​e​b​e​n​s​m​i​t​t​e​l​n​-​e​t​h​y​l​e​n​o​x​i​d​-​i​s​t​-​s​e​i​t​-​4​0​-​j​a​h​r​e​-​i​n​-​d​e​r​-​e​u​-​v​e​r​b​o​t​en/, zuletzt auf­ge­rufen am 01.06.2021

[13] „Gesund­heit­liche Bewer­tung von Ethy­len­oxid-Rück­ständen in Sesam­samen. Stel­lung­nahme Nr. 0562020 des BfR vom 23. Dezember 2020“  auf „bfr​.bund​.de“. Auf­zu­rufen unter https://​www​.bfr​.bund​.de/​c​m​/​3​4​3​/​g​e​s​u​n​d​h​e​i​t​l​i​c​h​e​-​b​e​w​e​r​t​u​n​g​-​v​o​n​-​e​t​h​y​l​e​n​o​x​i​d​-​r​u​e​c​k​s​t​a​e​n​d​e​n​-​i​n​-​s​e​s​a​m​s​a​m​e​n​.​pdf, zuletzt auf­ge­rufen am 01.06.2021

[14] ZDF / Reu­ters „Check zu Gerücht im Netz – Corona-Test­stäb­chen sind nicht krebs­er­re­gend“ auf „zdf​.de“ vom 27.03.2021 um 17:18 Uhr. Auf­zu­rufen unter https://​www​.zdf​.de/​n​a​c​h​r​i​c​h​t​e​n​/​p​a​n​o​r​a​m​a​/​c​o​r​o​n​a​-​e​t​h​y​l​e​n​o​x​i​d​-​p​c​r​-​t​e​s​t​s​-​1​0​0​.​h​tml, zuletzt auf­ge­rufen am 31.05.2021

[15] Eli­sa­beth Kager­meier „#Fak­ten­fuchs: Selbst­test-Stäb­chen sind nicht krebs­er­re­gend“ auf „br​.de“ vom 23.04.2021 um 05:09 Uhr. Auf­zu­rufen unter https://​www​.br​.de/​n​a​c​h​r​i​c​h​t​e​n​/​w​i​s​s​e​n​/​f​a​k​t​e​n​f​u​c​h​s​-​s​e​l​b​s​t​t​e​s​t​-​s​t​a​e​b​c​h​e​n​-​s​i​n​d​-​n​i​c​h​t​-​k​r​e​b​s​e​r​r​e​g​e​n​d​,​S​V​I​c​pmr, zuletzt auf­ge­rufen am 31.05.2021

[16] Eli­sa­beth Kager­meier „#Fak­ten­fuchs: Selbst­test-Stäb­chen sind nicht krebs­er­re­gend“ auf „br​.de“ vom 23.04.2021 um 05:09 Uhr. Auf­zu­rufen unter https://​www​.br​.de/​n​a​c​h​r​i​c​h​t​e​n​/​w​i​s​s​e​n​/​f​a​k​t​e​n​f​u​c​h​s​-​s​e​l​b​s​t​t​e​s​t​-​s​t​a​e​b​c​h​e​n​-​s​i​n​d​-​n​i​c​h​t​-​k​r​e​b​s​e​r​r​e​g​e​n​d​,​S​V​I​c​pmr, zuletzt auf­ge­rufen am 31.05.2021

[17] „Cer­ti­fi­cate” des TÜV Rhein­land vom 30.12.2020 auf „hms24​.eu“. Auf­zu­rufen unter https://​www​.hms24​.eu/​w​p​-​c​o​n​t​e​n​t​/​u​p​l​o​a​d​s​/​2​0​2​1​/​0​4​/​W​a​t​m​i​n​d​-​T​U​E​V​-​Z​e​r​t​i​f​i​k​a​t​.​pdf, zuletzt auf­ge­rufen am 08.06.2021.

[18] „Cer­ti­fi­cate” des TÜV Rhein­land vom 30.12.2020 auf „hms24​.eu“. Auf­zu­rufen unter https://​www​.hms24​.eu/​w​p​-​c​o​n​t​e​n​t​/​u​p​l​o​a​d​s​/​2​0​2​1​/​0​4​/​W​a​t​m​i​n​d​-​T​U​E​V​-​Z​e​r​t​i​f​i​k​a​t​.​pdf, zuletzt auf­ge­rufen am 08.06.2021.

[19] „Cer­ti­fi­cate” des TÜV Rhein­land vom 17.12.2019 auf „wat​mind​.com“. Auf­zu­rufen unter https://​www​.wat​mind​.com/​n​e​w​s​_​v​i​e​w​.​a​s​p​x​?​n​i​d​=​2​&​t​y​p​e​i​d​=​4​&​i​d​=​458, zuletzt auf­ge­rufen am 08.06.2021.

[20] Das gleiche Zer­ti­fikat mit etwas anderem Rand findet sich unter https://www.clendo.de/media/pdf/eb/0f/63/1‑ISO13485-Watmind.pdf, dort zuletzt am 08.06.2021 aufgerufen

[21] Siehe „Zer­ti­fi­katsnr. 60150107“ auf „cer​ti​pedia​.com“. Auf­zu­rufen unter https://​www​.cer​ti​pedia​.com/​c​e​r​t​i​f​i​c​a​t​e​s​/​6​0​1​5​0​1​0​7​?​l​o​c​a​l​e​=de, zuletzt auf­ge­rufen am 21.06.2021

[22] Wolf­gang Wodarg „Fal­sche Pan­de­mien. Argu­mente gegen die Herr­schaft der Angst.“ Mün­chen (Rubikon), 1. Auf­lage, 2021, S. 178

[23] „Viele positiv Getes­tete sind nicht infek­tiös. Studie: PCR-Tests als Grund­lage zur Pan­de­mie­be­kämp­fung nicht sinn­voll“ auf „rtl​.de“ vom 21.06.2021 um 14:07 Uhr. Auf­zu­rufen unter https://​www​.rtl​.de/​c​m​s​/​s​t​u​d​i​e​-​p​c​r​-​t​e​s​t​s​-​a​l​s​-​g​r​u​n​d​l​a​g​e​-​z​u​r​-​p​a​n​d​e​m​i​e​b​e​k​a​e​m​p​f​u​n​g​-​n​i​c​h​t​-​s​i​n​n​v​o​l​l​-​4​7​8​1​8​8​8​.​h​tml, zuletzt auf­ge­rufen am 21.06.2021.

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Weber
Weber
1 Monat zuvor

Danke für den Beitrag!
Ich stelle mir die Frage, in wie­weit Stadt­räte Aus­gaben beschließen, für soge­nannte Tests ohne ordent­liche Prü­fungen vor der Aus­gabe zu tätigen! Solche Summen für Kinder können doch wohl besser ein­ge­setzt werden!
Unsere gewählten Stadt­räte haften durchaus auch für den Schwach­sinn den diese beschließen! 

@ auf bes­sere Zeiten zu hoffen heißt han­deln , hoffe Eltern lesen hier mit