Ukrai­ne Dekret №117 / 2021: Kriegs­er­klä­rung ein Mythos, oder Realität?

Dis­clai­mer:

Cri­ti­cal News ver­ur­teilt jede krie­ge­ri­sche Hand­lung aufs Schärfste.

Claus Schre­er mach­te bereits 2014 in einer Rede dar­auf auf­merk­sam, dass „Deutsch­land und die EU in der Ukrai­ne eine brand­ge­fähr­li­che Poli­tik betrei­ben“, sie­he auch hier Prof. Dr. Gabrie­le Kro­ne-Schmalz. Schre­er sagte:

„Schon im Ers­ten Welt­krieg spiel­te die Ukrai­ne in den Plä­nen zur Schaf­fung eines von Deutsch­land beherrsch­ten „Mit­tel­eu­ro­pa“ eine wesent­li­che Rol­le. Heu­te 100 Jah­re spä­ter betrei­ben Deutsch­land und die EU in der Ukrai­ne eine brand­ge­fähr­li­che Poli­tik. Erneut wird ver­sucht, in dem von ihnen geschür­ten natio­na­lis­ti­schen Kon­flikt eige­ne wirt­schaft­li­che und geo­stra­te­gi­sche Inter­es­sen auf Kos­ten der ukrai­ni­schen Bevöl­ke­rung durch­zu­set­zen. Am Beginn der Mai­dan-Pro­tes­te in der Ukrai­ne stand der Unmut über die sozia­len Miss­stän­de und gegen die Kor­rup­ti­on zuguns­ten einer klei­nen Cli­que von Olig­ar­chen. „Gangs­ter weg“ hat­ten die Demons­tran­ten gefor­dert, als der Mai­dan noch nicht in der Hand der Natio­na­lis­ten und Faschis­ten war. Die­se Pro­tes­te waren legi­tim. Dass sich dar­aus ein inter­na­tio­na­ler Kon­flikt ent­wi­ckel­te, hängt vor allem mit dem Asso­zi­ie­rungs- Abkom­men zusam­men, mit dem die Ukrai­ne öko­no­misch und mili­tä­risch in die EU inte­griert wer­den sollte.“

Es war nur eine Fra­ge der Zeit, wann ein grö­ße­rer mili­tä­ri­scher Kon­flikt zwi­schen der Ukrai­ne und Russ­land als Stell­ver­tre­ter­krieg begin­nen wür­de, der im schlimms­ten Fal­le in einem mili­tä­risch geführ­ten Drit­ten Welt­krieg mün­den kann, also über die bereits jetzt spür­bar zuneh­men­den wirt­schaft­li­chen Aus­wir­kun­gen hin­aus geht.

Prof. Dr. Gabrie­le Kro­ne-Schmalz ver­wies bereits 2015 dar­auf­hin (sie­he hier), dass „unter Miss­ach­tung rus­si­scher Sicher­heits­in­ter­es­sen“ der Wes­ten sei­ne Ein­fluss­sphä­re erwei­tert und „oran­ge­ne Revo­lu­tio­nen“ finan­ziert habe. „Nato-Ost­erwei­te­rung, Rake­ten­schild, Regime­wech­sel – die Angst [Russ­lands] vor der Ein­krei­sung sei berech­tigt gewe­sen.

Dass sich über­haupt ein der­ar­ti­ger inter­na­tio­na­ler Kon­flikt ent­wi­ckeln konn­te, hängt vor allem mit dem Asso­zi­ie­rungs­ab­kom­men zusam­men, mit dem die Ukrai­ne öko­no­misch und mili­tä­risch 2013 in die EU inte­griert wer­den soll­te. Das Asso­zi­ie­rungs­ab­kom­men mit der Ukrai­ne kann somit als Instru­ment impe­ria­ler Macht ver­stan­den wer­den, mit dem Russ­land geschwächt wer­den soll­te. Wir emp­feh­len unse­ren Lesern daher eine inten­si­ve Aus­ein­an­der­set­zung mit die­sem The­ma, lesen Sie daher bit­te hier die Rede bei der Kund­ge­bung “100 Jah­re Beginn des 1. Welt­kriegs – Stoppt den Griff nach der Ukrai­ne” am 1. August 2014 in Mün­chen von Claus Schre­er mit dem Titel „Das Asso­zi­ie­rungs-Abkom­men mit der Ukrai­ne – Instru­ment impe­ria­ler Macht­po­li­tik“, die beim isw (sozi­al-öko­lo­gi­sche Wirt­schafts­för­de­rung) ver­öf­fent­licht wurde.

Joe Biden, seit 2020 amtie­ren­der US-Prä­si­dent, war von 2009 bis 2017 unter Barack Oba­ma der 47. Vize-Prä­si­dent der Ver­ei­nig­ten Staa­ten. Bereits 1997 war ihm bewusst, dass eine NATO-Ost­erwei­te­rung zu einer Eska­la­ti­on mit Russ­land füh­ren wür­de und den­noch wur­de die­se ent­ge­gen der Zusa­ge Bak­ers bei der Wie­der­ver­ei­ni­gung Deutsch­lands vor­an­ge­trie­ben. Sehen Sie hier­zu den fol­gen­den Video-Bei­trag sei­ner Rede vor dem Atlan­tic Coun­cil der USA am 18.06.1997, in der Joe Biden sagte:

I think the one place whe­re the grea­test con­s­ter­na­ti­on would be cau­sed in the short-term for admis­si­on [to NATO], having not­hing to do with the merit and pre­pared­ness of the coun­try to come in, would be to admit Bal­tic sta­tes now in terms of NATO-Rus­si­an, US-Rus­si­an rela­ti­ons. If the­re was ever any­thing that was going to tip the balan­ce, were it to be tip­ped, in terms of a vigo­rous and hosti­le reac­tion in Rus­sia, I don’t mean mili­ta­ry, it would be that.

Eine Über­set­zung mit­hil­fe der kos­ten­lo­sen App deepL ergibt:

Ich den­ke, dass die Auf­nah­me der bal­ti­schen Staa­ten im Hin­blick auf die Bezie­hun­gen zwi­schen der NATO und Russ­land bzw. den USA und Russ­land auf kur­ze Sicht die größ­te Bestür­zung her­vor­ru­fen wür­de, und zwar unab­hän­gig von den Ver­diens­ten und der Bereit­schaft des Lan­des, in die NATO auf­ge­nom­men zu wer­den. Wenn es irgend­et­was gäbe, das das Gleich­ge­wicht im Hin­blick auf eine hef­ti­ge und feind­se­li­ge Reak­ti­on Russ­lands – und damit mei­ne ich nicht die mili­tä­ri­sche – zum Kip­pen brin­gen wür­de, dann wäre es das.

Quel­le: „Joe Biden 1997 C‑Span Pro­vo­king Rus­sia by expan­ding NATO“, You­Tube-Kanal „Jeff Mas­sey“, 07.03.2022, https://​www​.you​tube​.com/​w​a​t​c​h​?​v​=​i​V​n​u​Y​i​a​w​hTk

Wer für Diplo­ma­tie ist, legi­ti­miert kei­ne krie­ge­ri­schen Hand­lun­gen. Sie ist ein not­wen­di­ges Instru­men­ta­ri­um, um wie­der in einen Dia­log zu kom­men, und für Befrie­dung zu sorgen.

Unser Ziel ist es im Sin­ne eines nam­haf­ten His­to­ri­kers und Frie­dens­for­schers, alle Men­schen zu stär­ken, die sich acht­sam für den Frie­den und eine intak­te Umwelt engagieren.


Vie­len Men­schen ist das Dekret №117 / 2021 vom 24.03.2021 des ukrai­ni­schen Prä­si­den­ten Wolo­dym­yr Selen­skyj unbe­kannt, was wohl dar­an lie­gen mag, dass es in ukrai­ni­scher Spra­che ver­fasst wur­de und die Ver­brei­tung des Inhalts auf­grund sei­ner Spreng­kraft nicht jedem gele­gen ist. Eini­ge zwei­feln sogar an des­sen Exis­tenz, ins­be­son­de­re dann, wenn ihnen mit­ge­teilt wird, dass die­ses de-fac­to eine Kriegs­er­klä­rung der Ukrai­ne gegen Russ­land dar­stel­le (sie­he gelb unter­leg­ten Text). 

Direkt im Anschluss an das Dekret des ukrai­ni­schen Prä­si­den­ten Wolo­dym­yr Selen­skyj hat­te die Regie­rung in Kiew mit einer mas­si­ven Ver­le­gung schwe­rer Artil­le­rie und Pan­zer­ver­bän­de an die Gren­ze zur Krim und an die soge­nann­te „Kon­takt­li­nie“ begon­nen, sodass kein Zwei­fel dar­an bestehen soll­te, dass es der ukrai­ni­schen Regie­rung und sei­nem Prä­si­den­ten ernst damit war, sich mit Russ­land auch mili­tä­risch anzu­le­gen. Es muss­te davon aus­ge­gan­gen wer­den, dass Russ­land auf die eine bzw. ande­re Art und Wei­se pro­vo­ziert wird, um die im Hin­ter­grund lau­ern­de NATO und EU mit in ihr „Kriegs-Spiel“ ein­brin­gen zu kön­nen, zumal die Ukrai­ne selbst nicht den Hauch einer Chan­ce hat, Russ­land gefähr­lich zu wer­den, auch wenn der­zeit gegen­tei­li­ges ver­kün­det wird. Die Fol­gen lie­gen aktu­ell auf der Hand. 

Mit­hil­fe des kos­ten­lo­sen Über­set­zungs­tools von Goog­le habe ich das ukrai­ni­sche Dekret ins Deut­sche über­setzt, damit Sie sich es selbst durch­le­sen kön­nen. Soll­ten Über­set­zungs­feh­ler ent­hal­ten sein, die ein Mut­ter­sprach­ler leicht erken­nen kann, bit­te ich um einen Hinweis.

Eine kri­ti­sche Wür­di­gung und Ein­ord­nung des Dekrets sind angedacht.


DEKRET DES PRÄSIDENTEN DER UKRAINE №117 / 2021[1]

Zum Beschluss des Natio­na­len Sicher­heits- und Ver­tei­di­gungs­ra­tes der Ukrai­ne vom 11. März 2021 „Über die Stra­te­gie der Deok­ku­pa­ti­on und Wie­der­ein­glie­de­rung des vor­über­ge­hend besetz­ten Ter­ri­to­ri­ums der Auto­no­men Repu­blik Krim und der Stadt Sewastopol“

Gemäß Arti­kel 107 der Ver­fas­sung der Ukrai­ne ver­fü­ge ich :

1. Umset­zung des Beschlus­ses des Natio­na­len Sicher­heits- und Ver­tei­di­gungs­ra­tes der Ukrai­ne vom 11. März 2021 „Über die Stra­te­gie der Deok­ku­pa­ti­on und Wie­der­ein­glie­de­rung des vor­über­ge­hend besetz­ten Ter­ri­to­ri­ums der Auto­no­men Repu­blik Krim und der Stadt Sewas­to­pol“ (bei­gefügt) .

2. Bil­li­gung der Stra­te­gie zur Auf­lö­sung und Wie­der­ein­glie­de­rung des vor­über­ge­hend besetz­ten Ter­ri­to­ri­ums der Auto­no­men Repu­blik Krim und der Stadt Sewas­to­pol (bei­gefügt).

3. Die Kon­trol­le über die Umset­zung des Beschlus­ses des Natio­na­len Sicher­heits- und Ver­tei­di­gungs­ra­tes der Ukrai­ne, der durch die­sen Erlass erlas­sen wur­de, obliegt dem Sekre­tär des Natio­na­len Sicher­heits- und Ver­tei­di­gungs­ra­tes der Ukraine.

4. Die­se Ver­ord­nung tritt am Tag ihrer Ver­öf­fent­li­chung in Kraft.

Prä­si­dent der Ukrai­ne V. ZELENSKY

24. März 2021

In Betrieb nehmen

Per Dekret des Prä­si­den­ten der Ukraine

vom 24. März 2021 Nr. 117/2021


ENTSCHEIDUNG

Natio­na­ler Sicher­heits- und Ver­tei­di­gungs­rat der Ukraine

vom 11. März 2021

Über die Stra­te­gie der Deok­ku­pa­ti­on und Wie­der­ein­glie­de­rung des vor­über­ge­hend besetz­ten Ter­ri­to­ri­ums der Auto­no­men Repu­blik Krim und der Stadt Sewastopol

In Über­ein­stim­mung mit den Bestim­mun­gen von Arti­kel 4 des Geset­zes der Ukrai­ne „Über den Natio­na­len Sicher­heits- und Ver­tei­di­gungs­rat der Ukrai­ne“ prüft der Natio­na­le Sicher­heits- und Ver­tei­di­gungs­rat der Ukrai­ne den Ent­wurf einer Stra­te­gie zur Deok­ku­pa­ti­on und Wie­der­ein­glie­de­rung des vor­über­ge­hend besetz­ten Ter­ri­to­ri­ums der Auto­no­men Repu­blik Krim und Sewas­to­pol, beschlos­sen :

1. Den Ent­wurf einer Stra­te­gie zur Auf­lö­sung und Wie­der­ein­glie­de­rung des vor­über­ge­hend besetz­ten Ter­ri­to­ri­ums der Auto­no­men Repu­blik Krim und der Stadt Sewas­to­pol zu billigen.

2. Dem Prä­si­den­ten der Ukrai­ne vor­zu­schla­gen, die Stra­te­gie zur Auf­lö­sung und Wie­der­ein­glie­de­rung des vor­über­ge­hend besetz­ten Ter­ri­to­ri­ums der Auto­no­men Repu­blik Krim und der Stadt Sewas­to­pol zu billigen.

3. Das Minis­ter­ka­bi­nett der Ukrai­ne muss inner­halb von drei Mona­ten einen Maß­nah­men­plan zur Umset­zung der Stra­te­gie der Deok­ku­pa­ti­on und Wie­der­ein­glie­de­rung des vor­über­ge­hend besetz­ten Ter­ri­to­ri­ums der Auto­no­men Repu­blik Krim und der Stadt Sewas­to­pol ent­wi­ckeln und genehmigen.

Sekre­tär des Natio­na­len Sicher­heits- und Ver­tei­di­gungs­ra­tes der Ukrai­ne O. DANILOV


ZUGELASSEN

Per Dekret des Prä­si­den­ten der Ukraine

vom 24. März 2021 Nr. 117/2021

STRATEGIE

der Auf­lö­sung und Wie­der­ein­glie­de­rung des vor­über­ge­hend besetz­ten Ter­ri­to­ri­ums der Auto­no­men Repu­blik Krim und der Stadt Sewastopol

Prä­am­bel

Die 2014 begon­ne­ne bewaff­ne­te Aggres­si­on der Rus­si­schen Föde­ra­ti­on gegen die Ukrai­ne führ­te zur vor­über­ge­hen­den Beset­zung wesent­li­cher Tei­le der Ukrai­ne durch die Rus­si­sche Föde­ra­ti­on – der Auto­no­men Repu­blik Krim und der Stadt Sewas­to­pol, eini­ger Bezir­ke in den Gebie­ten Donezk und Luhansk Teil des Ter­ri­to­ri­ums eines Staa­tes in einen anderen.

Die Rus­si­sche Föde­ra­ti­on hat als Ver­trags­par­tei des Memo­ran­dums über Sicher­heits­ga­ran­tien im Zusam­men­hang mit dem Bei­tritt der Ukrai­ne zum Ver­trag über die Nicht­ver­brei­tung von Kern­waf­fen von 1994 ihre inter­na­tio­na­len Ver­pflich­tun­gen aus die­sem inter­na­tio­na­len Ver­trag grob miss­ach­tet und eines der Grund­prin­zi­pi­en des Völ­ker­rechts ver­letzt über die Unver­letz­lich­keit der Gren­zen Archi­tek­tur des euro­päi­schen Sicherheitssystems.

Durch die Umset­zung aggres­si­ver außen­po­li­ti­scher Stra­te­gien mili­ta­ri­siert die Rus­si­sche Föde­ra­ti­on aktiv das vor­über­ge­hend besetz­te Gebiet der Auto­no­men Repu­blik Krim und der Stadt Sewas­to­pol und schafft einen mili­tä­risch-stra­te­gi­schen Brü­cken­kopf für die Aus­wei­tung des bewaff­ne­ten Kon­flikt­ge­biets von der Halb­in­sel Krim bis zum Mit­tel­meer. Mitt­le­rer Osten und Mitt­le­rer Osten.

Die Halb­in­sel Krim wird all­mäh­lich zu einem Mili­tär­stütz­punkt der Rus­si­schen Föde­ra­ti­on, zu einer Gefah­ren­quel­le und Bedro­hung für die Sta­bi­li­tät Euro­pas und der Welt. Und wenn sich tak­ti­sche Atom­waf­fen und ihre Trä­ger­mit­tel auf der Halb­in­sel Krim befin­den, wird die Rus­si­sche Föde­ra­ti­on das inter­na­tio­na­le Nicht­ver­brei­tungs­re­gime zer­stö­ren und das vor­über­ge­hend besetz­te Gebiet der Auto­no­men Repu­blik Krim und die Stadt Sewas­to­pol in ein poten­zi­el­les mili­tä­ri­sches Ziel ver­wan­deln , und die Sicher­heit der Ukrai­ne gefährden.

In dem vor­über­ge­hend besetz­ten Gebiet der Auto­no­men Repu­blik Krim und der Stadt Sewas­to­pol ver­let­zen die Rus­si­sche Föde­ra­ti­on und ihre Besat­zungs­ver­wal­tung sys­te­ma­tisch die Men­schen­rech­te und Grund­frei­hei­ten, ein­schließ­lich des Rechts auf Rede­frei­heit, fried­li­che Ver­samm­lung, Gedan­ken- und Reli­gi­ons­frei­heit, Ver­bre­chen gegen die Mensch­lich­keit, Kriegs­ver­bre­chen und ande­re Ver­stö­ße, huma­ni­tä­res und inter­na­tio­na­les Straf­recht, poli­tisch moti­vier­te Straf­ver­fol­gung, sys­te­ma­ti­sche Ver­fol­gung von Per­so­nen, die die Beset­zung des Ter­ri­to­ri­ums der Ukrai­ne durch die Rus­si­sche Föde­ra­ti­on ver­ur­tei­len, Ein­be­ru­fung der loka­len Bevöl­ke­rung zum Mili­tär­dienst des Besat­zungs­staa­tes, Durch­su­chun­gen, Fol­ter, Ver­let­zung des Rechts auf ein fai­res Verfahren.

Seit Beginn der vor­über­ge­hen­den Beset­zung der Rus­si­schen Föde­ra­ti­on in der Auto­no­men Repu­blik Krim und der Stadt Sewas­to­pol sys­te­ma­ti­sche und mas­sen­haf­te Sper­rung des Zugangs zu ukrai­ni­schen Infor­ma­ti­ons­quel­len, ein­schließ­lich der Medi­en, offi­zi­el­len Web­sites ukrai­ni­scher und loka­ler Behör­den, ande­rer Macht­sub­jek­te , Web­sites ein­zel­ner öffent­li­cher Ver­ei­ni­gun­gen im Inter­net, wodurch rus­si­sche Pro­pa­gan­da-Infor­ma­ti­ons­quel­len manch­mal die ein­zi­gen ver­füg­ba­ren Infor­ma­ti­ons­quel­len für Bür­ger der Ukrai­ne in den vor­über­ge­hend besetz­ten Gebie­ten der Ukrai­ne sind.

Die Rus­si­sche Föde­ra­ti­on und ihre Besat­zungs­ver­wal­tung ver­let­zen die Rech­te der indi­ge­nen Völ­ker und natio­na­len Min­der­hei­ten der Ukrai­ne im vor­über­ge­hend besetz­ten Gebiet der Auto­no­men Repu­blik Krim und der Stadt Sewas­to­pol, ein­schließ­lich des Rechts auf eth­ni­sche Iden­ti­tät, kul­tu­rel­le und sprach­li­che Iden­ti­tät und Gedan­ken­frei­heit und Reli­gi­on, Ver­ei­ni­gungs­frei­heit und das Recht auf Bil­dung, Unter­drü­ckung und sys­te­mi­sche Dis­kri­mi­nie­rung aus eth­ni­schen und reli­giö­sen Grün­den beob­ach­tet und eine geziel­te Poli­tik zur Ver­än­de­rung der demo­gra­fi­schen Zusam­men­set­zung der Bevöl­ke­rung ein­ge­lei­tet wird. Ukrai­ner, Ver­tre­ter indi­ge­ner Völ­ker, wer­den aus dem vor­über­ge­hend besetz­ten Gebiet der Auto­no­men Repu­blik Krim und der Stadt Sewas­to­pol ver­trie­ben und Zei­chen ihrer natio­na­len Iden­ti­tät zerstört.

Die Rus­si­sche Föde­ra­ti­on, die Besat­zungs­ver­wal­tung der Rus­si­schen Föde­ra­ti­on ergrei­fen Maß­nah­men zur rechts­wid­ri­gen Beschlag­nah­me, Nut­zung und Ver­äu­ße­rung von Eigen­tum, ein­schließ­lich Land, das sich auf dem vor­über­ge­hend besetz­ten Gebiet der Ukrai­ne befin­det und im Besitz des Staa­tes Ukrai­ne, der Auto­no­men Repu­blik Krim, von Gebiets­kör­per­schaf­ten ist, ein­schließ­lich Sewas­to, sowie Bür­ger und juris­ti­sche Per­so­nen der Ukraine.

Um Bedin­gun­gen für die Deok­ku­pa­ti­on und siche­re Wie­der­ein­glie­de­rung des vor­über­ge­hend besetz­ten Ter­ri­to­ri­ums der Auto­no­men Repu­blik Krim und der Stadt Sewas­to­pol zu schaf­fen, Neu­tra­li­sie­rung von Bedro­hun­gen der natio­na­len und inter­na­tio­na­len Sicher­heit, Gewähr­leis­tung der Men­schen­rech­te und Grund­frei­hei­ten auf der Grund­la­ge der Staats­er­klä­rung Sou­ve­rä­ni­tät der Ukrai­ne und die Erklä­rung über die Grund­sät­ze des Völ­ker­rechts über freund­schaft­li­che Bezie­hun­gen und Zusam­men­ar­beit zwi­schen Staa­ten in Über­ein­stim­mung mit der Char­ta der Ver­ein­ten Natio­nen vom 24. Okto­ber 1970, der Schluss­ak­te der Kon­fe­renz über Sicher­heit und Zusam­men­ar­beit in Euro­pa vom 1. August 1975, und die Reso­lu­ti­on der Gene­ral­ver­samm­lung der Ver­ein­ten Natio­nen „Über die ter­ri­to­ria­le Inte­gri­tät der Ukrai­ne“ vom 27. März 2014 Nr. 68/262, Bestim­mun­gen von Akten ande­rer inter­na­tio­na­ler Orga­ni­sa­tio­nen, denen die Ukrai­ne ange­hört, unter Berück­sich­ti­gung des Geset­zes der Ukrai­ne „Über die Gewähr­leis­tung der Rech­te und Frei­hei­ten der Bür­ger und Rechts­ord­nung im vor­über­ge­hend besetz­ten Gebiet der Ukrai­ne“, Stra­te­gien der Natio­na­len Sicher­heit der Ukrai­ne, geneh­migt durch das Dekret des Prä­si­den­ten der Ukrai­ne vom 14. Sep­tem­ber 2020 Nr. 392, Beschluss der Wer­chow­na Rada der Ukrai­ne vom 22. Sep­tem­ber 2016 Nr. 1602 – VIII „Über Emp­feh­lun­gen der par­la­men­ta­ri­schen Anhö­run­gen zur Stra­te­gie der Wie­der­ein­glie­de­rung in die Ukrai­ne Sewas­to­pol: pro­ble­ma­ti­sche Fra­gen, Wege, Metho­den und Wege“. Die Ukrai­ne bestimmt die Stra­te­gie der Deok­ku­pa­ti­on und Wie­der­ein­glie­de­rung des vor­über­ge­hend besetz­ten Ter­ri­to­ri­ums der Auto­no­men Repu­blik Krim und der Stadt Sewastopol.

Bedin­gun­gen

1. Die Umset­zung einer Rei­he von Maß­nah­men diplo­ma­ti­scher, mili­tä­ri­scher, wirt­schaft­li­cher, infor­ma­ti­ons­be­zo­ge­ner, huma­ni­tä­rer und ande­rer Art ist ein Quer­schnitts­ele­ment der Poli­tik der Auf­lö­sung und Wie­der­ein­glie­de­rung des vor­über­ge­hend besetz­ten Ter­ri­to­ri­ums der Auto­no­men Repu­blik Krim und der Stadt Krim Sewas­to­pol (im Fol­gen­den – das vor­über­ge­hend besetz­te Gebiet).

2. Eines der wich­tigs­ten Ele­men­te der Poli­tik der Wie­der­ein­glie­de­rung des vor­über­ge­hend besetz­ten Gebiets ist die Durch­füh­rung eines inklu­si­ven öffent­li­chen Dia­logs unter Betei­li­gung zivil­ge­sell­schaft­li­cher Insti­tu­tio­nen, ihre Ein­be­zie­hung in den Pro­zess der Vor­be­rei­tung und Umset­zung von Stra­te­gien und Mecha­nis­men für die Ein­rich­tung und Auf­recht­erhal­tung Frieden.

3. Die Gestal­tung einer Poli­tik der Deok­ku­pa­ti­on und Wie­der­ein­glie­de­rung des vor­über­ge­hend besetz­ten Ter­ri­to­ri­ums in der Ukrai­ne wird mit Maß­nah­men zur Frie­dens­bil­dung, zur Stär­kung der Ver­tei­di­gungs­fä­hig­keit des Staa­tes, zur Gewähr­leis­tung der wei­te­ren gesell­schafts­po­li­ti­schen und sozio­öko­no­mi­schen Ent­wick­lung der Ukrai­ne auf der Grund­la­ge der euro­päi­schen und Euroat­lan­ti­sche Integration.

4. Die Zie­le der staat­li­chen Poli­tik zur Gewähr­leis­tung der Auf­lö­sung des vor­über­ge­hend besetz­ten Ter­ri­to­ri­ums und sei­ner siche­ren Wie­der­ein­glie­de­rung sind:

Wie­der­her­stel­lung der ter­ri­to­ria­len Inte­gri­tät der Ukrai­ne inner­halb ihrer inter­na­tio­nal aner­kann­ten Staats­gren­ze, Gewähr­leis­tung der staat­li­chen Sou­ve­rä­ni­tät der Ukraine;

Gewähr­leis­tung der natio­na­len Ein­heit, Sta­bi­li­tät und des Zusam­men­halts der ukrai­ni­schen Gesell­schaft und des ukrai­ni­schen Staates;

Been­di­gung der Nut­zung des vor­über­ge­hend besetz­ten Ter­ri­to­ri­ums für Akti­vi­tä­ten, die die natio­na­le Sicher­heit der Ukrai­ne bedro­hen und / oder dar­auf abzie­len, die inter­na­tio­na­le Sicher­heit und den Frie­den zu untergraben;

Bestim­mung der Rechts­grund­la­ge der Übergangsjustiz;

Gestal­tung und Umset­zung von Poli­tik in den Berei­chen Recht, Sozia­les, Bil­dung, Infor­ma­ti­on, huma­ni­tä­re und ande­re Berei­che zur Erhö­hung und Stär­kung des Ver­trau­ens­ni­veaus, Gewähr­leis­tung der Rech­te und legi­ti­men Inter­es­sen der von der vor­über­ge­hen­den Beset­zung betrof­fe­nen ukrai­ni­schen Bürger;

Gewähr­leis­tung einer nach­hal­ti­gen sozio­po­li­ti­schen, huma­ni­tä­ren und wirt­schaft­li­chen Ent­wick­lung der Ukrai­ne in Über­ein­stim­mung mit bestimm­ten Grund­sät­zen der Innen- und Außen­po­li­tik, des stra­te­gi­schen Kur­ses des Staa­tes zur Erlan­gung der Voll­mit­glied­schaft der Ukrai­ne in der Euro­päi­schen Uni­on und der Nordatlantikpakt-Organisation.

Leit­prin­zi­pi­en

5. Das Ter­ri­to­ri­um der Auto­no­men Repu­blik Krim und der Stadt Sewas­to­pol ist ein inte­gra­ler Bestand­teil des Ter­ri­to­ri­ums der Ukraine.

6. Die Ukrai­ne wider­setzt sich kon­se­quent und mit allen Mit­teln der Legi­ti­ma­ti­on durch die Rus­si­sche Föde­ra­ti­on des Ver­suchs, das vor­über­ge­hend besetz­te Gebiet zu annek­tie­ren und die­ses Gebiet in den recht­li­chen, poli­ti­schen, sozio­öko­no­mi­schen, huma­ni­tä­ren und Infor­ma­ti­ons­raum der Rus­si­schen Föde­ra­ti­on zu integrieren.

7. Die Ukrai­ne erkennt die Ergeb­nis­se der soge­nann­ten „Refe­ren­den und Wah­len“, die in den vor­über­ge­hend besetz­ten Gebie­ten unter Ver­let­zung des ukrai­ni­schen Rechts und des Völ­ker­rechts abge­hal­ten wur­den, nicht an und wird dies auch nicht tun.

8. Die Ukrai­ne betont die Prio­ri­tät poli­ti­scher und diplo­ma­ti­scher Mit­tel bei der Lösung des von der Rus­si­schen Föde­ra­ti­on bei­geleg­ten bewaff­ne­ten Kon­flikts, der Wie­der­her­stel­lung und dem Auf­bau des Friedens.

9. Die Ukrai­ne behält sich das Recht vor, alle Mit­tel zum Schutz der Men­schen­rech­te und Frei­hei­ten, der natio­na­len Inter­es­sen, der Wie­der­her­stel­lung der ter­ri­to­ria­len Inte­gri­tät der Ukrai­ne inner­halb ihrer inter­na­tio­nal aner­kann­ten Staats­gren­ze und der Gewähr­leis­tung der staat­li­chen Sou­ve­rä­ni­tät anzu­wen­den, die durch das Völ­ker­recht und die natio­na­le Gesetz­ge­bung vor­ge­se­hen sind .

10. Die Ukrai­ne macht alle Trans­ak­tio­nen ungül­tig, die von natür­li­chen und juris­ti­schen Per­so­nen im vor­über­ge­hend besetz­ten Gebiet unter Ver­let­zung der Anfor­de­run­gen der Gesetz­ge­bung der Ukrai­ne began­gen wurden.

11. Die Ukrai­ne erkennt den erzwun­ge­nen oder auto­ma­ti­schen Erwerb der Staats­bür­ger­schaft der Rus­si­schen Föde­ra­ti­on durch Bür­ger der Ukrai­ne, die in dem vor­über­ge­hend besetz­ten Gebiet leben, nicht an, da sie dies als Akt der Nöti­gung gegen Bür­ger der Ukrai­ne und als Ver­stoß gegen das huma­ni­tä­re Völ­ker­recht betrachtet.

12. Die Ukrai­ne führt Maß­nah­men im Bereich der Über­gangs­jus­tiz durch, ein­schließ­lich Ent­schä­di­gung für Schä­den, die durch die bewaff­ne­te Aggres­si­on der Rus­si­schen Föde­ra­ti­on, bewaff­ne­te Kon­flik­te, vor­über­ge­hen­de Beset­zung der Ukrai­ne, Schutz und Wie­der­her­stel­lung ver­letz­ter Rech­te, Ver­fol­gung von Tätern und Gewähr­leis­tung des Rechts auf Gerech­tig­keit über bewaff­ne­te Kon­flik­te, Ver­hin­de­rung bewaff­ne­ter Kon­flik­te in der Zukunft.

13. Die Ukrai­ne hält am Grund­satz der Denu­kle­a­ri­sie­rung und Ent­mi­li­ta­ri­sie­rung der Halb­in­sel Krim fest, der Umwand­lung der Schwarz­meer­re­gi­on in ein Ter­ri­to­ri­um des Frie­dens und der Sicherheit.

14. Die Ukrai­ne bil­det die Beweis­grund­la­ge für inter­na­tio­na­le Ver­bre­chen, die von der Rus­si­schen Föde­ra­ti­on und ihrer Besat­zungs­ver­wal­tung in den vor­über­ge­hend besetz­ten Gebie­ten began­gen wur­den, dar­un­ter Men­schen­rechts­ver­let­zun­gen, Kriegs­ver­bre­chen und Ver­bre­chen gegen die Mensch­lich­keit, das huma­ni­tä­re Völ­ker­recht und das inter­na­tio­na­le Straf­recht, und sam­melt Infor­ma­tio­nen über die Moral und Sach­schä­den und Schä­den, die dem Staat der Ukrai­ne, sei­nen Bür­gern und juris­ti­schen Per­so­nen im Zusam­men­hang mit der bewaff­ne­ten Aggres­si­on der Rus­si­schen Föde­ra­ti­on, dem bewaff­ne­ten Kon­flikt, der vor­über­ge­hen­den Beset­zung des Ter­ri­to­ri­ums der Ukrai­ne zuge­fügt wurden.

15. Die Ukrai­ne ent­wi­ckelt Rechts­grund­la­gen und ergreift Maß­nah­men zur Unter­stüt­zung von Bür­gern der Ukrai­ne, die infol­ge einer bewaff­ne­ten Aggres­si­on der Rus­si­schen Föde­ra­ti­on, eines bewaff­ne­ten Kon­flikts, einer vor­über­ge­hen­den Beset­zung der Ukrai­ne gelit­ten haben, Scha­dens­er­satz, schafft Rechts­grund­la­gen für die Straf­ver­fol­gung der dar­an betei­lig­ten Per­so­nen Völ­ker­recht zur Durch­füh­rung der bewaff­ne­ten Aggres­si­on der Rus­si­schen Föde­ra­ti­on gegen die Ukrai­ne, zur Errich­tung von Regi­men der vor­über­ge­hen­den Beset­zung und Kon­trol­le eines Teils des Ter­ri­to­ri­ums der Ukrai­ne durch die Rus­si­sche Föde­ra­ti­on, ins­be­son­de­re bestimmt die Grün­de für Amnes­tie, Lustration.

16. Die Ukrai­ne ver­tei­digt ihre Posi­ti­on zur Ver­hin­de­rung der Abschwä­chung (Redu­zie­rung der Zahl, des Umfangs und der For­men der Kon­trol­le über die tat­säch­li­che Situa­ti­on) per­sön­li­cher beson­de­rer wirt­schaft­li­cher und ande­rer restrik­ti­ver Maß­nah­men (Sank­tio­nen), die von der Ukrai­ne, aus­län­di­schen Staa­ten, inter­na­tio­na­len (zwi­schen­staat­li­chen) Orga­ni­sa­tio­nen ver­hängt wer­den ( Ver­bän­de) in der Rus­si­schen Föde­ra­ti­on, ihren natür­li­chen und juris­ti­schen Per­so­nen, um das Ziel ihrer Ein­füh­rung zu errei­chen, sowie die Not­wen­dig­keit, den Sank­ti­ons­druck auf die Rus­si­sche Föde­ra­ti­on zu erhö­hen, ein­schließ­lich der Ein­füh­rung neu­er Sank­tio­nen, um die Deok­ku­pa­ti­on der Auto­no­men Repu­blik Krim sicher­zu­stel­len und die Stadt Sewastopol.

17. Die Ukrai­ne wen­det eine Son­der­re­ge­lung für die Ein­rei­se in das und die Aus­rei­se aus dem vor­über­ge­hend besetz­ten Gebiet an, um die Sicher­heit der Bür­ger zu gewähr­leis­ten, kri­ti­sche Infra­struk­tu­ren zu schüt­zen und die Aus­brei­tung ter­ro­ris­ti­scher und ande­rer Bedro­hun­gen aus dem vor­über­ge­hend besetz­ten Gebiet zu verhindern.

18. Die Ukrai­ne über­wacht stän­dig das Über­schrei­ten ihrer Staats­gren­ze und das Über­schrei­ten der Ver­wal­tungs­gren­ze mit dem vor­über­ge­hend besetz­ten Gebiet und ergreift Maß­nah­men gemäß der Gesetz­ge­bung der Ukrai­ne, um Per­so­nen zu ver­fol­gen, die ille­gal in das vor­über­ge­hend besetz­te Gebiet einreisen.

19. Die Ukrai­ne ergreift alle erfor­der­li­chen sozia­len, huma­ni­tä­ren, erzie­he­ri­schen, kom­mu­ni­ka­ti­ven, recht­li­chen, medi­zi­ni­schen und sons­ti­gen Maß­nah­men, um sicher­zu­stel­len, dass ukrai­ni­sche Bür­ger, die in den vor­über­ge­hend besetz­ten Gebie­ten leben, ihre Rech­te und legi­ti­men Inter­es­sen in dem von der Ukrai­ne kon­trol­lier­ten Gebiet wahrnehmen.

20. Die Ukrai­ne schafft Bedin­gun­gen für die Erhö­hung und Stär­kung des Ver­trau­ens der ukrai­ni­schen Bür­ger, die in den vor­über­ge­hend besetz­ten Gebie­ten leben, in die staat­li­chen Behör­den der Ukrai­ne und ande­re Machthaber.

21. Die Ukrai­ne ent­wi­ckelt Unter­stüt­zungs­maß­nah­men im sozia­len, huma­ni­tä­ren, wirt­schaft­li­chen, erzie­he­ri­schen und medi­zi­ni­schen Bereich, die dar­auf abzie­len, die Rech­te und legi­ti­men Inter­es­sen der ukrai­ni­schen Bür­ger wie­der­her­zu­stel­len, die von der bewaff­ne­ten Aggres­si­on der Rus­si­schen Föde­ra­ti­on, dem bewaff­ne­ten Kon­flikt, der vor­über­ge­hen­den Beset­zung der Ukrai­ne, ein­schließ­lich der­je­ni­gen, die in den vor­über­ge­hend besetz­ten Gebie­ten leben.

22. Die Ukrai­ne erklärt jeden Import / Export von Mili­tär- und Gütern mit dop­pel­tem Ver­wen­dungs­zweck in / aus dem vor­über­ge­hend besetz­ten Gebiet für ille­gal, der gegen die Gesetz­ge­bung der Ukrai­ne im Bereich der Export­kon­trol­le verstößt.

Schwer­punkt­be­rei­che

23. Vor­aus­set­zun­gen für die Wie­der­ein­glie­de­rung des vor­über­ge­hend besetz­ten Gebie­tes sind:

Ent­wick­lung demo­kra­ti­scher Insti­tu­tio­nen, Mecha­nis­men zur Gewähr­leis­tung des Schut­zes von Men­schen- und Bür­ger­rech­ten, Freiheiten;

Ent­wick­lung der ukrai­ni­schen Wirt­schaft, die die schritt­wei­se Annä­he­rung der Lebens­qua­li­tät in der Ukrai­ne an euro­päi­sche Stan­dards gewähr­leis­ten soll;

Stei­ge­rung der Effi­zi­enz der öffent­li­chen Ver­wal­tung, Stär­kung der Ver­tei­di­gungs­fä­hig­kei­ten des Staa­tes, Ver­bes­se­rung der Fähig­kei­ten und der Ent­wick­lung der Streit­kräf­te der Ukrai­ne, ande­rer Mili­tär­for­ma­tio­nen, der nach den Geset­zen der Ukrai­ne gebil­de­ten Straf­ver­fol­gungs­be­hör­den, Ent­wick­lung der Verteidigungsindustrie;

Erhö­hung der natio­na­len Resi­li­enz, Ver­mei­dung poten­zi­el­ler Konflikte;

Lösung der Pro­ble­me von Bin­nen­ver­trie­be­nen, die unter der bewaff­ne­ten Aggres­si­on der Rus­si­schen Föde­ra­ti­on, dem bewaff­ne­ten Kon­flikt und der vor­über­ge­hen­den Beset­zung des Ter­ri­to­ri­ums der Ukrai­ne gelit­ten haben;

stän­di­ge Unter­stüt­zung und Ent­wick­lung von Kon­tak­ten sozi­al-huma­ni­tä­rer, kul­tu­rel­ler und infor­ma­ti­ver Art mit den Bür­gern der Ukrai­ne, die in den vor­über­ge­hend besetz­ten Gebie­ten leben;

För­de­rung der Kon­so­li­die­rung der ukrai­ni­schen Gesell­schaft, der Bil­dung einer patrio­ti­schen, staat­li­chen Welt­an­schau­ung, der Bewah­rung und Ent­wick­lung der spi­ri­tu­el­len und mora­li­schen Wer­te des ukrai­ni­schen Volkes;

Kon­so­li­die­rung der inter­na­tio­na­len Bemü­hun­gen zur Erleich­te­rung des Pro­zes­ses der Auf­lö­sung des vor­über­ge­hend besetz­ten Ter­ri­to­ri­ums, Lösung von Fra­gen im Zusam­men­hang mit der vor­über­ge­hen­den Beset­zung eines Teils der Ukrai­ne durch die Rus­si­sche Föde­ra­ti­on, ein­schließ­lich Ver­mitt­lung bei Ver­hand­lun­gen in ver­schie­de­nen inter­na­tio­na­len For­ma­ten, Über­wa­chung, Unter­stüt­zung der Ukrai­ne in mili­tär­tech­ni­scher Hin­sicht , wirt­schaft­li­che, huma­ni­tä­re und ande­re Bereiche;

Sicher­stel­lung der Ver­wirk­li­chung des Rechts auf Bil­dung durch Bür­ger der Ukrai­ne, die in den vor­über­ge­hend besetz­ten Gebie­ten leben, garan­tiert durch die Ver­fas­sung der Ukraine.

Schutz der Men­schen­rech­te und Freiheiten

24. Die staat­li­che Poli­tik gegen­über dem vor­über­ge­hend besetz­ten Gebiet basiert auf der Prio­ri­tät der Gewähr­leis­tung der mensch­li­chen Sicher­heit, der Ergrei­fung aller erfor­der­li­chen Maß­nah­men zur Gewähr­leis­tung ihrer Rech­te und Grund­frei­hei­ten, des Zugangs zu Bil­dung und Gesund­heits­ver­sor­gung, der Aus­übung des Rechts auf Gedan­ken- und Reli­gi­ons­frei­heit und sozio­öko­no­mi­sche Rech­te, kul­tu­rel­le, infor­ma­tio­nel­le und ande­re Bereiche.

25. Die Ukrai­ne regis­triert alle Tat­sa­chen der Ver­let­zun­gen der Rech­te und Frei­hei­ten und legi­ti­men Inter­es­sen der ukrai­ni­schen Bür­ger im vor­über­ge­hend besetz­ten Gebiet durch die Rus­si­sche Föde­ra­ti­on, die Besat­zungs­ver­wal­tung der Rus­si­schen Föde­ra­ti­on, ergreift Maß­nah­men, um ihnen eine ange­mes­se­ne recht­li­che Bewer­tung, Schutz und Wie­der­her­stel­lung zu bie­ten von Rech­ten, Frei­hei­ten und berech­tig­ten Interessen.

26. Eine der Prio­ri­tä­ten ihrer Poli­tik in Bezug auf das vor­über­ge­hend besetz­te Gebiet besteht dar­in, alle erfor­der­li­chen Maß­nah­men zum Schutz der Rech­te und legi­ti­men Inter­es­sen der Bür­ger der Ukrai­ne sowie der Aus­län­der und Staa­ten­lo­sen, die sich legal in die­sem Gebiet auf­hal­ten, zu ergreifen.

27. Die Ukrai­ne besteht auf der Not­wen­dig­keit, alle Gei­seln und rechts­wid­rig inhaf­tier­ten Per­so­nen in dem vor­über­ge­hend besetz­ten Gebiet oder Gebiet der Rus­si­schen Föde­ra­ti­on frei­zu­las­sen, alle Bür­ger der Ukrai­ne, die von den rus­si­schen Behör­den, der Besat­zungs­ver­wal­tung der Rus­si­schen Föde­ra­ti­on aus poli­ti­schen Grün­den rechts­wid­rig ver­folgt wer­den, und eine objek­ti­ve Unter­su­chung aller Fäl­le des Ver­schwin­dens ukrai­ni­scher Staats­bür­ger in den vor­über­ge­hend besetz­ten Gebie­ten unter Ein­be­zie­hung von Exper­ten inter­na­tio­na­ler Organisationen.

28. Die Ukrai­ne über­wacht stän­dig Ent­schei­dun­gen und Maß­nah­men der Rus­si­schen Föde­ra­ti­on, der Besat­zungs­ver­wal­tung der Rus­si­schen Föde­ra­ti­on in Bezug auf das vor­über­ge­hend besetz­te Gebiet, die die Rech­te und legi­ti­men Inter­es­sen von juris­ti­schen Per­so­nen und Bür­gern der Ukrai­ne sowie von Aus­län­dern und Staa­ten­lo­sen, die sich recht­mä­ßig auf­hal­ten, ver­let­zen im vor­über­ge­hend besetz­ten Gebiet, und bie­tet eine recht­li­che Bewer­tung sol­cher Ent­schei­dun­gen und Maßnahmen.

29. Die Ukrai­ne unter­stützt Initia­ti­ven zum Schutz der Men­schen­rech­te und Frei­hei­ten in den vor­über­ge­hend besetz­ten Gebie­ten und zur Über­wa­chung der Ein­hal­tung des Völ­ker­rechts durch die Rus­si­sche Föde­ra­ti­on , die Besat­zungs­ver­wal­tung der Rus­si­schen Föde­ra­ti­on, ins­be­son­de­re im Bereich der Men­schen­rech­te und Frei­hei­ten und des huma­ni­tä­ren Völkerrechts .

30. Die Ukrai­ne geht von der Not­wen­dig­keit einer brei­ten Betei­li­gung und umfas­sen­den Unter­stüt­zung der Akti­vi­tä­ten inter­na­tio­na­ler Orga­ni­sa­tio­nen und öffent­li­cher Men­schen­rechts­or­ga­ni­sa­tio­nen auf Dau­er aus, um die Men­schen­rech­te und Frei­hei­ten in den vor­über­ge­hend besetz­ten Gebie­ten zu schützen.

31. Die Ukrai­ne arbei­tet wei­ter­hin mit inter­na­tio­na­len Orga­ni­sa­tio­nen zusam­men, um die inter­na­tio­na­le Ver­ur­tei­lung von Men­schen­rechts­ver­let­zun­gen und Grund­frei­hei­ten in den vor­über­ge­hend besetz­ten Gebie­ten vor­zu­be­rei­ten und dar­über zu ent­schei­den und geeig­ne­te Maß­nah­men gegen­über der Rus­si­schen Föde­ra­ti­on und ihrer Besat­zungs­ver­wal­tung anzu­wen­den, um sol­che Ent­schei­dun­gen durchzusetzen.

Rechts­schutz für Bür­ger der Ukrai­ne und juris­ti­sche Per­so­nen der Ukrai­ne, deren Rech­te und legi­ti­me Inter­es­sen infol­ge des bewaff­ne­ten Angriffs der Rus­si­schen Föde­ra­ti­on und der vor­über­ge­hen­den Beset­zung des Ter­ri­to­ri­ums der Ukraine

32. Die Ukrai­ne hilft bei der Aus­übung des Rechts­schut­zes und der Ver­tre­tung der Rech­te und legi­ti­men Inter­es­sen von Bür­gern und juris­ti­schen Per­so­nen der Ukrai­ne, die infol­ge einer bewaff­ne­ten Aggres­si­on durch die Rus­si­sche Föde­ra­ti­on, eines bewaff­ne­ten Kon­flikts, einer vor­über­ge­hen­den Beset­zung der Ukrai­ne, von ukrai­ni­schen und inter­na­tio­na­len Gerich­ten ver­letzt wur­den Gerichte.

33. Die Ukrai­ne bie­tet eine recht­li­che Bewer­tung der Hand­lun­gen oder Unter­las­sun­gen von Beam­ten und Beam­ten staat­li­cher Stel­len, loka­ler Regie­run­gen, Mili­tär­ver­bän­de und Straf­ver­fol­gungs­be­hör­den der Ukrai­ne, die wäh­rend der rus­si­schen Aggres­si­on gegen die Ukrai­ne und der vor­über­ge­hen­den Beset­zung der Ukrai­ne gegen den Eid ver­sto­ßen und Hoch­ver­rat began­gen haben Auto­no­me Repu­blik Krim der Stadt Sewastopol.

34. Die Ukrai­ne ergreift Maß­nah­men nach dem Gesetz der Ukrai­ne „Über Sank­tio­nen“ und ande­re recht­li­che Maß­nah­men gegen soge­nann­te „Beam­te und Beam­te“ der Besat­zungs­ver­wal­tung der Rus­si­schen Föde­ra­ti­on und der Streit­kräf­te der Rus­si­schen Föde­ra­ti­on, Beam­te und Beam­te der Rus­si­schen Föde­ra­ti­on Rus­si­sche Föde­ra­ti­on, die direkt an der vor­über­ge­hen­den Beset­zung des Ter­ri­to­ri­ums der Auto­no­men Repu­blik Krim und der Stadt Sewas­to­pol betei­ligt ist, juris­ti­sche Per­so­nen der Rus­si­schen Föde­ra­ti­on und ande­re Staa­ten, die an ille­ga­len Akti­vi­tä­ten auf dem vor­über­ge­hend besetz­ten Gebiet betei­ligt sind.

35. Die Ukrai­ne nutzt alle ver­füg­ba­ren inter­na­tio­na­len Rechts­me­cha­nis­men zum Schutz der Eigen­tums­rech­te und Inter­es­sen des ukrai­ni­schen Staa­tes, sei­ner Bür­ger und juris­ti­schen Per­so­nen, wirft in der vor­ge­schrie­be­nen Wei­se vor den Gerich­ten der Ukrai­ne und inter­na­tio­na­len Gerich­ten die Fra­ge der Ent­schä­di­gung für durch Beschrän­kun­gen ver­ur­sach­te Schä­den auf über das Eigen­tum an Eigen­tum, das sich auf dem vor­über­ge­hend besetz­ten Gebiet befin­det, die Zer­stö­rung oder Beschä­di­gung die­ses Eigen­tums im Zusam­men­hang mit dem bewaff­ne­ten Angriff der Rus­si­schen Föde­ra­ti­on, dem bewaff­ne­ten Kon­flikt, der vor­über­ge­hen­den Beset­zung des Ter­ri­to­ri­ums der Ukraine.

36. Die Ukrai­ne ergreift alle recht­li­chen Maß­nah­men, um das Eigen­tum des Staa­tes Ukrai­ne, sei­ner Bür­ger und juris­ti­schen Per­so­nen, das im Zusam­men­hang mit dem bewaff­ne­ten Angriff der Rus­si­schen Föde­ra­ti­on, dem bewaff­ne­ten Kon­flikt, der vor­über­ge­hen­den Beset­zung der Ukrai­ne rechts­wid­rig beschlag­nahmt wur­de, zurück­zu­ge­ben oder für die­ses Eigen­tum und ent­gan­ge­ne Gewin­ne zu ent­schä­di­gen .ille­ga­le Entfremdung.

37. Die Ukrai­ne stellt der Bevöl­ke­rung der vor­über­ge­hend besetz­ten Gebie­te Ver­wal­tungs­diens­te zur Ver­fü­gung, indem sie geeig­ne­te Zen­tren in der Nähe der Ver­wal­tungs­gren­ze zu den vor­über­ge­hend besetz­ten Gebie­ten errich­tet, auf die gemäß ukrai­ni­schem Recht über Aus­weis­do­ku­men­te zuge­grif­fen wer­den kann, und Online-Diens­te ent­wi­ckelt, um ent­spre­chen­de Dienst­leis­tun­gen zu erbrin­gen Priorität.

38. Die Ukrai­ne unter­nimmt Schrit­te, um die Grund­sät­ze der Über­gangs­jus­tiz ein­zu­füh­ren, ein­schließ­lich der Ein­füh­rung von Wie­der­gut­ma­chungs­me­cha­nis­men im Zusam­men­hang mit bewaff­ne­ter Aggres­si­on durch die Rus­si­sche Föde­ra­ti­on, bewaff­ne­ten Kon­flik­ten, vor­über­ge­hen­der Beset­zung der Ukrai­ne, Schutz und Wie­der­her­stel­lung ver­letz­ter Rech­te, straf­recht­li­che Ver­fol­gung von Tätern gegen den Frie­den, Sicher­heit der Mensch­heit und inter­na­tio­na­les Recht und Ordnung.

39. Die Ukrai­ne führt ein Aus­bil­dungs­pro­gramm durch, um den Pro­zess der Deok­ku­pa­ti­on und Wie­der­ein­glie­de­rung sowie die Ver­wal­tung des besetz­ten Gebiets sicherzustellen.

Wirt­schafts­po­li­tik

40. Die Ukrai­ne wen­det per­sön­li­che beson­de­re wirt­schaft­li­che und ande­re restrik­ti­ve Maß­nah­men (Sank­tio­nen) gegen Bür­ger und juris­ti­sche Per­so­nen der Rus­si­schen Föde­ra­ti­on und ande­re aus­län­di­sche Ein­hei­ten an, die ille­gal in dem vor­über­ge­hend besetz­ten Gebiet tätig sind.

41. Die Ukrai­ne wird dar­auf bestehen, bestehen­de und neue inter­na­tio­na­le Sank­tio­nen gegen die Rus­si­sche Föde­ra­ti­on, ihre natür­li­chen und juris­ti­schen Per­so­nen bis zur voll­stän­di­gen Deok­ku­pa­ti­on des vor­über­ge­hend besetz­ten Ter­ri­to­ri­ums fort­zu­set­zen und die staat­li­che Sou­ve­rä­ni­tät der Ukrai­ne sowie den Scha­dens­er­satz für die Ukrai­ne, ihre Bür­ger und juris­ti­sche Per­so­nen im Zusam­men­hang mit der bewaff­ne­ten Aggres­si­on der Rus­si­schen Föde­ra­ti­on, dem bewaff­ne­ten Kon­flikt, der vor­über­ge­hen­den Beset­zung des Ter­ri­to­ri­ums der Ukraine.

42. Die Ukrai­ne ermit­telt und bestä­tigt unter Betei­li­gung inter­na­tio­na­ler Wirt­schafts­prü­fungs­ge­sell­schaf­ten den Scha­den, der dem Staat der Ukrai­ne, sei­nen Bür­gern und juris­ti­schen Per­so­nen im Zusam­men­hang mit der bewaff­ne­ten Aggres­si­on der Rus­si­schen Föde­ra­ti­on, dem bewaff­ne­ten Kon­flikt, der vor­über­ge­hen­den Beset­zung und den ille­ga­len Akti­vi­tä­ten der Ukrai­ne zuge­fügt wur­de Rus­si­sche Föde­ra­ti­on in den vor­über­ge­hend besetz­ten Gebie­ten und in den Gewäs­sern des Asow­schen und Schwar­zen Meeres.

43. Die Ukrai­ne unter­nimmt Schrit­te, um der geo­lo­gi­schen Erkun­dung der Rus­si­schen Föde­ra­ti­on in den vor­über­ge­hend besetz­ten Gebie­ten, ein­schließ­lich des angren­zen­den Teils des ukrai­ni­schen Fest­land­so­ckels, entgegenzuwirken.

44. Die Ukrai­ne ver­klagt aktiv den Aggres­sor­staat der Rus­si­schen Föde­ra­ti­on, ihre Ver­tre­ter vor inter­na­tio­na­len Gerich­ten, unter­stützt Bür­ger und juris­ti­sche Per­so­nen der Ukrai­ne bei der Ein­rei­chung von Kla­gen zum Schutz ver­letz­ter, nicht aner­kann­ter oder umstrit­te­ner Rech­te, Frei­hei­ten oder legi­ti­mer Inter­es­sen im Zusam­men­hang mit bewaff­ne­ten Angrif­fen der Rus­si­schen Föde­ra­ti­on, bewaff­ne­ter Kon­flikt, vor­über­ge­hen­de Beset­zung und Unter­stüt­zung sol­cher Klagen.

45. Die Ukrai­ne setzt eine Stra­te­gie der fort­ge­schrit­te­nen Ent­wick­lung um, die dar­auf abzielt, die Kapa­zi­tä­ten loka­ler Gemein­schaf­ten zu stär­ken, Arbeits­plät­ze zu schaf­fen und nega­ti­ve demo­gra­fi­sche Trends zu überwinden.

46. ​​​​Die Ukrai­ne über­wacht stän­dig die Tat­sa­chen des ille­ga­len Besit­zes, der Nut­zung und der Ver­fü­gung durch die Rus­si­sche Föde­ra­ti­on, ihre Besat­zungs­ver­wal­tung von Eigen­tum, ein­schließ­lich Land, ver­schie­de­ner Eigen­tums­for­men im vor­über­ge­hend besetz­ten Gebiet und bil­det die Beweis­grund­la­ge zum Schutz ver­letz­ter Rech­te und berech­tig­te Inter­es­sen vor Gericht, Stär­kung der Sanktionen.

47. Die Ukrai­ne gewähr­leis­tet die sozio­öko­no­mi­sche Ent­wick­lung der an das vor­über­ge­hend besetz­te Gebiet angren­zen­den Gebie­te, in denen die Orga­ne der Staats­ge­walt und der loka­len Selbst­ver­wal­tung der Ukrai­ne ihre Befug­nis­se ausüben.

48. Die Ukrai­ne ergreift Maß­nah­men zur Über­win­dung der Fol­gen der vor­über­ge­hen­den Beset­zung, for­mu­liert lang­fris­ti­ge Stra­te­gien und Model­le der wirt­schaft­li­chen Ent­wick­lung der Regio­nen unter Berück­sich­ti­gung der Not­wen­dig­keit, sozia­le Inno­va­tio­nen zu unter­stüt­zen und Res­sour­cen von Part­ner­län­dern anzu­zie­hen, um das vor­über­ge­hend besetz­te Gebiet wiederherzustellen.

49. Die Ukrai­ne ent­wi­ckelt viel­ver­spre­chen­de Maß­nah­men zur Wie­der­her­stel­lung und zum Auf­bau wirt­schaft­li­cher Bezie­hun­gen, die nach der Wie­der­her­stel­lung der ter­ri­to­ria­len Inte­gri­tät der Ukrai­ne inner­halb ihrer inter­na­tio­nal aner­kann­ten Staats­gren­ze und der Gewähr­leis­tung der staat­li­chen Sou­ve­rä­ni­tät der Ukrai­ne in dem vor­über­ge­hend besetz­ten Gebiet umge­setzt werden.

50. Die Ukrai­ne erstellt ein Regis­ter der Schä­den, die dem ukrai­ni­schen Staat, sei­nen Bür­gern und juris­ti­schen Per­so­nen im Zusam­men­hang mit der bewaff­ne­ten Aggres­si­on der Rus­si­schen Föde­ra­ti­on, dem bewaff­ne­ten Kon­flikt und der vor­über­ge­hen­den Beset­zung des Ter­ri­to­ri­ums der Ukrai­ne zuge­fügt wurden.

Sozia­le und huma­ni­tä­re Politik

51. Die Ukrai­ne garan­tiert den Schutz der Rech­te, Frei­hei­ten und legi­ti­men Inter­es­sen von Bin­nen­ver­trie­be­nen gemäß der Ver­fas­sung der Ukrai­ne, dem Gesetz der Ukrai­ne „Über die Gewähr­leis­tung der Rech­te und Frei­hei­ten von Bin­nen­ver­trie­be­nen“ und ande­ren Geset­zen der Ukraine.

52. Die Ukrai­ne för­dert den Zugang zu Bil­dung für ukrai­ni­sche Bür­ger, die in den vor­über­ge­hend besetz­ten Gebie­ten leben, um sicher­zu­stel­len, dass sie ihr Recht auf Bil­dung wahr­neh­men, führt ins­be­son­de­re einen Mecha­nis­mus für ver­ein­fach­te Bil­dung für Men­schen ein, die in den vor­über­ge­hend besetz­ten Gebie­ten leben, und ermu­tigt die­je­ni­gen, die eine Aus­bil­dung erhal­ten haben das vor­über­ge­hend besetz­te Gebiet, bis zur Fort­set­zung des Bil­dungs­ni­veaus in dem von der Ukrai­ne kon­trol­lier­ten Gebiet.

53. Die Ukrai­ne för­dert die Betei­li­gung von Ath­le­ten aus dem vor­über­ge­hend besetz­ten Gebiet zur Teil­nah­me an Kör­per­kul­tur- und Gesund­heits- und Sport­ak­ti­vi­tä­ten, die im Ein­heit­li­chen Kalen­der­plan für Körperkultur‑, Gesund­heits- und Sport­ak­ti­vi­tä­ten der Ukrai­ne ent­hal­ten sind.

54. Die Ukrai­ne über­wacht die Ein­hal­tung des Völ­ker­rechts und der ukrai­ni­schen Gesetz­ge­bung zur Erhal­tung des kul­tu­rel­len Erbes in den vor­über­ge­hend besetz­ten Gebie­ten, ein­schließ­lich des Erbes des Vol­kes der Krim­ta­ta­ren, und ergreift im Fal­le einer Ver­let­zung geeig­ne­te Maß­nah­men, in ers­ter Linie durch die Ein­rei­chung von Kla­gen vor inter­na­tio­na­len Gerichten .

55. Die Ukrai­ne för­dert und leis­tet die not­wen­di­ge Unter­stüt­zung für die Durch­füh­rung huma­ni­tä­rer Initia­ti­ven und Pro­gram­me für Bür­ge­rin­nen und Bür­ger, die in den vor­über­ge­hend besetz­ten Gebie­ten leben, und bezieht zivil­ge­sell­schaft­li­che Insti­tu­tio­nen in die Durch­füh­rung sol­cher Initia­ti­ven ein.

56. Die Ukrai­ne trägt zur Bewah­rung der eth­ni­schen und reli­giö­sen Iden­ti­tät der in den vor­über­ge­hend besetz­ten Gebie­ten leben­den ukrai­ni­schen Bür­ger bei und schafft – auch insti­tu­tio­nel­le – Bedin­gun­gen für die Ent­wick­lung der Kul­tur der Krim­ta­ta­ren und ande­rer indi­ge­ner Völ­ker und natio­na­ler Minderheiten.

57. Die Ukrai­ne ergreift zusätz­li­che Maß­nah­men im Bereich der sozia­len Sicher­heit für ukrai­ni­sche Bür­ger, die in den vor­über­ge­hend besetz­ten Gebie­ten leben, um ihre legi­ti­men Inter­es­sen zu befriedigen.

58. Die Ukrai­ne schafft die not­wen­di­gen Bedin­gun­gen, damit die Bevöl­ke­rung huma­ni­tä­re Hil­fe, ein­schließ­lich inter­na­tio­na­ler Hil­fe, aus dem vor­über­ge­hend besetz­ten Gebiet erhal­ten kann.

59. Die Ukrai­ne führt Refor­men im Gesund­heits- und Bil­dungs­be­reich durch und berück­sich­tigt dabei die Bedürf­nis­se der ukrai­ni­schen Bür­ger, die in den vor­über­ge­hend besetz­ten Gebie­ten leben .

60. Die Ukrai­ne ergreift Maß­nah­men zur Erhal­tung des kul­tu­rel­len Erbes in den vor­über­ge­hend besetz­ten Gebie­ten, ins­be­son­de­re durch die Erstel­lung eines Regis­ters der kul­tu­rel­len Wer­te und Muse­ums­samm­lun­gen der Ukrai­ne in den vor­über­ge­hend besetz­ten Gebie­ten und eines Regis­ters der ver­lo­re­nen kul­tu­rel­len Werte.

61. Die Ukrai­ne rich­tet an den Grenz­kon­troll­stel­len in das vor­über­ge­hend besetz­te Gebiet moder­ne Ser­vice­be­rei­che ein, um den im vor­über­ge­hend besetz­ten Gebiet leben­den Bür­gern der Ukrai­ne admi­nis­tra­ti­ve und ande­re Dienst­leis­tun­gen zu erbrin­gen, ein­schließ­lich der Erlan­gung einer qua­li­fi­zier­ten elek­tro­ni­schen Signa­tur und der Mög­lich­keit, Ver­trä­ge mit Haus­ärz­ten abzu­schlie­ßen und Nut­zung staat­li­cher Pro­gram­me für den Zugang zu Arzneimitteln.

Umwelt­po­li­tik

62. Die Ukrai­ne unter­nimmt Schrit­te, um die Umwelt in den vor­über­ge­hend besetz­ten Gebie­ten wei­ter zu über­wa­chen, ein­schließ­lich Land, Unter­grund, Ober­flä­chen- und Grund­was­ser, Luft, Wäl­der und ande­re Vege­ta­ti­on, wild leben­de Tie­re, Mee­res­um­welt und natür­li­che Res­sour­cen der Hoheits­ge­wäs­ser, des Fest­land­so­ckels und der aus­schließ­li­che (See-)Wirtschaftszone der Ukrai­ne, Natur­ge­bie­te und ‑objek­te, die einem beson­de­ren Schutz unter­lie­gen, den Zustand der Umwelt und die Erfas­sung der Tat­sa­chen von Umwelt­de­lik­ten und ‑ver­bre­chen.

63. Die Ukrai­ne nutzt alle mög­li­chen Mecha­nis­men der inter­na­tio­na­len Zusam­men­ar­beit auf dem Gebiet des Umwelt­schut­zes, ins­be­son­de­re im Rah­men der Umwelt­ak­ti­vi­tä­ten der Ver­ein­ten Natio­nen und ihrer Mit­glieds­or­ga­ni­sa­tio­nen, ande­rer staat­li­cher und nicht­staat­li­cher inter­na­tio­na­ler Orga­ni­sa­tio­nen, um die Umwelt zu schüt­zen, zu ana­ly­sie­ren und zu über­wa­chen .vor­über­ge­hend besetz­tes Gebiet.

64. Die Ukrai­ne erstellt ein Regis­ter der Schä­den, die dem ukrai­ni­schen Staat , sei­nen Bür­gern und juris­ti­schen Per­so­nen infol­ge von Maß­nah­men der Rus­si­schen Föde­ra­ti­on und ihrer Besat­zungs­ver­wal­tung ent­stan­den sind, die zu Umwelt­ver­schmut­zung und ande­ren nega­ti­ven Aus­wir­kun­gen auf die Umwelt in dem vor­über­ge­hend besetz­ten Gebiet geführt haben , orga­ni­siert und führt ein­schlä­gi­ge Kla­gen in inter­na­tio­na­len Jus­tiz­in­sti­tu­tio­nen und Schieds­ver­fah­ren zur Fra­ge der Ent­schä­di­gung für sol­che Schä­den durch.

65. Die Ukrai­ne ergreift in Über­ein­stim­mung mit ihren inter­na­tio­na­len Ver­pflich­tun­gen Maß­nah­men, um die Umset­zung inter­na­tio­na­ler Ver­ein­ba­run­gen im Bereich des Umwelt­schut­zes in dem vor­über­ge­hend besetz­ten Gebiet sicher­zu­stel­len, ins­be­son­de­re durch die Teil­nah­me an der Ent­wick­lung und Durch­füh­rung rele­van­ter zwi­schen­staat­li­cher Pro­jek­te (Pro­gram­me), Inspek­tio­nen Akti­vi­tä­ten, ein­schließ­lich Fra­gen im Zusam­men­hang mit der Erhal­tung der Umwelt im Schwar­zen und im Asow­schen Meer, der Zer­stö­rung der Über­res­te che­mi­scher und ande­rer Waf­fen im Schwar­zen Meer.

66. Die Ukrai­ne gewähr­leis­tet die Schaf­fung von Bedin­gun­gen für die Orga­ni­sa­ti­on der Was­ser­ver­sor­gung der Halb­in­sel Krim nach der Befrei­ung des vor­über­ge­hend besetz­ten Gebiets und der Wie­der­her­stel­lung der ver­fas­sungs­mä­ßi­gen Ord­nung der Ukrai­ne in die­sem Gebiet.

Infor­ma­ti­ons­po­li­tik

67. Die Ukrai­ne ergreift alle mög­li­chen Maß­nah­men, um das Recht der in den vor­über­ge­hend besetz­ten Gebie­ten leben­den ukrai­ni­schen Bür­ger auf Zugang zu voll­stän­di­gen, objek­ti­ven, unpar­tei­ischen und aktu­el­len Infor­ma­tio­nen über Ent­wick­lun­gen in der Ukrai­ne und der Welt zu gewährleisten.

68. Die Ukrai­ne wen­det eine Infor­ma­ti­ons­po­li­tik an, die auf eine objek­ti­ve und ver­läss­li­che Bericht­erstat­tung über die Lage in dem vor­über­ge­hend besetz­ten Gebiet in den Medi­en, ein­schließ­lich aus­län­di­scher Medi­en, abzielt.

69. Die Ukrai­ne führt eine Rei­he von Maß­nah­men durch, die dar­auf abzie­len, stän­di­ge Kanä­le zur Infor­ma­ti­on ukrai­ni­scher Bür­ger, die in den vor­über­ge­hend besetz­ten Gebie­ten leben, über aktu­el­le gesell­schafts­po­li­ti­sche Ereig­nis­se in der Ukrai­ne und der Welt zu schaf­fen, und orga­ni­siert zu die­sem Zweck die Pro­duk­ti­on und Ver­brei­tung von adap­ti­ven Inhal­ten für die vor­über­ge­hend besetz­ten ins­be­son­de­re durch die Ent­wick­lung der neu­es­ten digi­ta­len Kom­mu­ni­ka­ti­ons­mit­tel, des Fern­se­hens und des Hörfunks.

70. Die Ukrai­ne baut und pflegt Feed­back mit Bür­gern der Ukrai­ne, die in den vor­über­ge­hend besetz­ten Gebie­ten leben, ins­be­son­de­re unter Ver­wen­dung moder­ner Informationstechnologien.

71. Die Ukrai­ne wider­setzt sich der Ver­brei­tung von Fehl­in­for­ma­tio­nen über das vor­über­ge­hend besetz­te Gebiet auf der Welt­büh­ne durch die akti­ve Zusam­men­ar­beit ukrai­ni­scher und loka­ler Behör­den, ande­rer Behör­den mit der Zivil­ge­sell­schaft im Rah­men natio­na­ler, regio­na­ler oder inter­na­tio­na­ler For­ma­te, ins­be­son­de­re durch die Ver­brei­tung ukrai­ni­scher Medi­en­in­hal­te außer­halb der Ukraine .

72. Die Ukrai­ne nimmt den Hör­funk­be­trieb mit­tel­fris­tig wie­der auf, auch um die Ver­brei­tung ukrai­ni­scher Hör­funk­pro­gram­me in den vor­über­ge­hend besetz­ten Gebie­ten der Auto­no­men Repu­blik Krim und der Stadt Sewas­to­pol sicherzustellen.

73. Die Ukrai­ne leis­tet sys­te­ma­ti­sche Unter­stüt­zung für die Medi­en, die auf­grund der vor­über­ge­hen­den Beset­zung zwangs­wei­se in das von der Ukrai­ne kon­trol­lier­te Gebiet umge­sie­delt wur­den und wei­ter­hin tätig sind, sowie für die Medi­en, Orga­ni­sa­tio­nen und ande­re Medi­en, ein­schließ­lich sozia­ler Medi­en, die auf a stän­di­ge Basis decken objek­tiv und zuver­läs­sig das Krim-The­ma ab.

74. Die Ukrai­ne för­dert die Ein­rich­tung natio­na­ler Mecha­nis­men zur Ermitt­lung der Wahr­heit über die bewaff­ne­te Aggres­si­on der Rus­si­schen Föde­ra­ti­on und die vor­über­ge­hen­de Beset­zung der Auto­no­men Repu­blik Krim und der Stadt Sewas­to­pol und ergreift Maß­nah­men, um eine objek­ti­ve und zuver­läs­si­ge doku­men­ta­ri­sche Rekon­struk­ti­on rele­van­ter Ereig­nis­se zu gewähr­leis­ten. Men­schen­rech­te und Grund­frei­hei­ten, Nor­men des huma­ni­tä­ren Völ­ker- und Straf­rechts zur Ver­hin­de­rung von Mani­pu­la­tio­nen der Geschich­te in poli­ti­schen, erzie­he­ri­schen und ande­ren Interessen.

Stär­kung der natio­na­len Stabilität

75. Die Ukrai­ne führt Refor­men im Bereich der Dezen­tra­li­sie­rung, der Ent­wick­lung und des Kapa­zi­täts­auf­baus von Gebiets­kör­per­schaf­ten durch, stärkt die natio­na­le Sta­bi­li­tät und ent­wi­ckelt Maß­nah­men zur Wie­der­her­stel­lung der Arbeit der Auto­no­men Repu­blik Krim, der loka­len Regie­run­gen in der Auto­no­men Repu­blik Krim und der Stadt Sewas­to­pol die Befrei­ung des vor­über­ge­hend besetz­ten Gebiets die­ses Gebiet von der ver­fas­sungs­mä­ßi­gen Ord­nung der Ukraine.

76. Die Ukrai­ne führt huma­ni­tä­re und sozia­le Pro­jek­te durch, die dar­auf abzie­len, das Niveau der sozia­len Inter­ak­ti­on und Part­ner­schaft zu erhö­hen, die natio­na­le Sta­bi­li­tät, die öffent­li­che Sicher­heit und den Kata­stro­phen­schutz zu stärken.

77. Die Ukrai­ne unter­stützt Pro­jek­te und Pro­gram­me der inter­re­gio­na­len Zusam­men­ar­beit von Gebiets­kör­per­schaf­ten auf der Grund­la­ge eines inklu­si­ven öffent­li­chen Dia­logs, der Ent­wick­lung zivil­ge­sell­schaft­li­cher Insti­tu­tio­nen und öffent­li­cher Initia­ti­ven, die dar­auf abzie­len, das Niveau des sozia­len Ver­trau­ens und des sozia­len Kapi­tals zu erhö­hen und zu stärken.

78. Die Ukrai­ne wider­setzt sich Ver­su­chen, eth­ni­sche und reli­giö­se Fak­to­ren her­an­zu­zie­hen, um die Beset­zung der Rus­si­schen Föde­ra­ti­on, ihre Besat­zungs­ver­wal­tung in den vor­über­ge­hend besetz­ten Gebie­ten oder die künst­li­che Schaf­fung von Spal­tun­gen in der ukrai­ni­schen Gesell­schaft zu legitimieren.

79. Die Ukrai­ne bie­tet den Streit­kräf­ten der Ukrai­ne und ande­ren Mili­tär­ver­bän­den und Straf­ver­fol­gungs­be­hör­den, die nach dem Recht der Ukrai­ne vor­ge­se­hen sind, eine spe­zi­el­le Aus­bil­dung zur Erfül­lung ihrer Auf­ga­ben an, wobei die Beson­der­hei­ten von Ent­las­sungs- und Wie­der­ein­glie­de­rungs­pro­zes­sen und die Erfah­rung ukrai­ni­scher Bür­ger berück­sich­tigt wer­den, die an inter­na­tio­na­len Frie­dens­si­che­rungs­ein­sät­zen teil­ge­nom­men haben und Sicherheit.

80. Die Ukrai­ne för­dert den For­schungs­pro­zess zur Kon­flikt­bei­le­gung, Wie­der­ein­glie­de­rung und innen- und außen­po­li­ti­schen For­schung in der Rus­si­schen Föderation.

inter­na­tio­na­le Kooperation

81. Die Ukrai­ne grün­det und ent­wi­ckelt die Krim-Platt­form als ein wich­ti­ges außen­po­li­ti­sches Instru­ment zur Kon­so­li­die­rung der inter­na­tio­na­len Bemü­hun­gen zur Deok­ku­pa­ti­on und Wie­der­her­stel­lung der ter­ri­to­ria­len Inte­gri­tät der Ukrai­ne und zur Über­win­dung der Aus­wir­kun­gen der vor­über­ge­hen­den Beset­zung der Auto­no­men Repu­blik Krim und der Stadt Sewas­to­pol durch die Rus­si­sche Föderation.

82. Die Ukrai­ne unter­nimmt Schrit­te, um das Pro­blem der vor­über­ge­hen­den Beset­zung und der Ver­su­che der Rus­si­schen Föde­ra­ti­on, die Auto­no­me Repu­blik Krim und die Stadt Sewas­to­pol an die euro­päi­sche und die Welt­po­li­tik anzu­glie­dern, auf­recht­zu­er­hal­ten und einen der Grund­prin­zi­pi­en des Völ­ker­rechts zur Unver­letz­lich­keit zu ver­let­zen von Grenzen.

83. Die Ukrai­ne nutzt aktiv inter­na­tio­na­le Sicher­heits­me­cha­nis­men, um den Druck auf die Rus­si­sche Föde­ra­ti­on zu erhö­hen, um die Deok­ku­pa­ti­on des vor­über­ge­hend besetz­ten Gebiets sicher­zu­stel­len, ins­be­son­de­re den Mecha­nis­mus des Memo­ran­dums der Sicher­heits­ga­ran­tien im Zusam­men­hang mit dem Bei­tritt der Ukrai­ne zum Ver­trag über die Nicht­ver­brei­tung von Atomwaffen.

84. Die Ukrai­ne ergreift alle mög­li­chen außen­po­li­ti­schen Maß­nah­men, um Ver­stö­ße gegen die inter­na­tio­na­le Poli­tik der Nicht­an­er­ken­nung des Ver­suchs der Rus­si­schen Föde­ra­ti­on, das Ter­ri­to­ri­um der Auto­no­men Repu­blik Krim und der Stadt Sewas­to­pol zu annek­tie­ren, die in den ein­schlä­gi­gen Akten der Ver­ein­ten Natio­nen ver­an­kert ist, zu ver­hin­dern und ihnen ent­ge­gen­zu­wir­ken , ande­re inter­na­tio­na­le Orga­ni­sa­tio­nen, Ent­schei­dun­gen ukrai­ne­freund­li­cher Staa­ten. Zusam­men mit inter­na­tio­na­len Part­nern ent­wi­ckelt und imple­men­tiert die Ukrai­ne Maß­nah­men zur Neu­tra­li­sie­rung der Akti­vi­tä­ten der Rus­si­schen Föde­ra­ti­on, die dar­auf abzie­len, den Ver­such der Rus­si­schen Föde­ra­ti­on, die Auto­no­me Repu­blik Krim und die Stadt Sewas­to­pol zu annek­tie­ren, inter­na­tio­nal zu legitimieren.

85. Die Ukrai­ne wen­det per­sön­li­che beson­de­re wirt­schaft­li­che und ande­re restrik­ti­ve Maß­nah­men (Sank­tio­nen) gegen die Rus­si­sche Föde­ra­ti­on, ihre Bür­ger und juris­ti­schen Per­so­nen, ande­re aus­län­di­sche Ein­hei­ten an, die an der bewaff­ne­ten Aggres­si­on der Rus­si­schen Föde­ra­ti­on gegen die Ukrai­ne und der vor­über­ge­hen­den Beset­zung der Auto­no­men Repu­blik Krim betei­ligt sind Sewas­to­pol, koope­riert mit inter­na­tio­na­len Part­nern, um den inter­na­tio­na­len Sank­ti­ons­druck auf die Rus­si­sche Föde­ra­ti­on zu erhö­hen, um die ter­ri­to­ria­le Inte­gri­tät der Ukrai­ne wiederherzustellen.

86. Im Rah­men der inter­na­tio­na­len Aus­fuhr­kon­troll­re­ge­lun­gen, der Nicht­ver­brei­tung von Mas­sen­ver­nich­tungs­waf­fen und ihrer Trä­ger­mit­tel ergreift die Ukrai­ne Maß­nah­men zur Bekämp­fung der ille­ga­len Ver­brin­gung von Mili­tär­gü­tern und Gütern mit dop­pel­tem Ver­wen­dungs­zweck aus/in das vor­über­ge­hend besetz­te Gebiet.

87. Die Ukrai­ne nutzt Mög­lich­kei­ten zur inter­na­tio­na­len Zusam­men­ar­beit und inter­na­tio­na­le Rechts­in­stru­men­te, um die nega­ti­ven Aus­wir­kun­gen der vor­über­ge­hen­den Beset­zung der Auto­no­men Repu­blik Krim und der Stadt Sewas­to­pol durch die Rus­si­sche Föde­ra­ti­on und ihrer Mili­ta­ri­sie­rung auf die regio­na­le und inter­na­tio­na­le Sicher­heit und die Frei­heit der Schiff­fahrt in den Schwar­zen und Mee­ren zu mini­mie­ren Asow­sches Meer.

88. Die Ukrai­ne betei­ligt sich aktiv an der inter­na­tio­na­len Zusam­men­ar­beit zur Ver­hin­de­rung von Men­schen­rechts­ver­let­zun­gen und zum Schutz der Men­schen­rech­te und Frei­hei­ten, der Rech­te indi­ge­ner Völ­ker und natio­na­ler Min­der­hei­ten in den vor­über­ge­hend besetz­ten Gebie­ten, ins­be­son­de­re durch die Zusam­men­ar­beit in inter­na­tio­na­len Über­wa­chungs­me­cha­nis­men, inter­na­tio­na­len Men­schen­rechts- und huma­ni­tä­ren Orga­ni­sa­tio­nen, und huma­ni­tä­re Mis­sio­nen frem­der Staaten.

89. Die Ukrai­ne unter­nimmt in Zusam­men­ar­beit mit inter­na­tio­na­len Part­nern Schrit­te, um eine wirk­sa­me Über­wa­chung und Doku­men­ta­ti­on von Ver­stö­ßen gegen das Völ­ker­recht durch die Rus­si­sche Föde­ra­ti­on zu gewähr­leis­ten und sie für die bewaff­ne­te Aggres­si­on gegen die Ukrai­ne, die vor­über­ge­hen­de Beset­zung der Auto­no­men Repu­blik Krim und die inter­na­tio­na­le Ver­ant­wor­tung zu über­neh­men Sewastopol.

Ver­tei­di­gungs- und Sicherheitspolitik

90. Die Ukrai­ne gewähr­leis­tet die Reform und Ent­wick­lung des Sicher­heits- und Ver­tei­di­gungs­sek­tors in Über­ein­stim­mung mit dem Gesetz der Ukrai­ne „Über die natio­na­le Sicher­heit der Ukrai­ne“, der natio­na­len Sicher­heits­stra­te­gie der Ukrai­ne und ande­ren Rechts­vor­schrif­ten der Ukraine.

91. Gemäß Arti­kel 51 der Char­ta der Ver­ein­ten Natio­nen behält sich die Ukrai­ne das Recht vor, alle Mit­tel zum Schutz der Men­schen- und Bür­ger­rech­te und ‑frei­hei­ten, der Unab­hän­gig­keit, der staat­li­chen Sou­ve­rä­ni­tät und der ter­ri­to­ria­len Inte­gri­tät anzu­wen­den, die durch das Völ­ker­recht und die Gesetz­ge­bung der Ukrai­ne vor­ge­se­hen sind.

Merk­ma­le der staat­li­chen Poli­tik zur Sicher­stel­lung der Deok­ku­pa­ti­on des Ter­ri­to­ri­ums der Auto­no­men Repu­blik Krim und der Stadt Sewastopol

92. Die Ukrai­ne lei­tet einen inter­na­tio­na­len Ver­hand­lungs­pro­zess ein, um die Moda­li­tä­ten für die Befrei­ung des vor­über­ge­hend besetz­ten Gebiets und die Wie­der­her­stel­lung der ver­fas­sungs­mä­ßi­gen Ord­nung der Ukrai­ne fest­zu­le­gen, ins­be­son­de­re auf der Grund­la­ge der Bestim­mun­gen des Memo­ran­dums über Sicher­heits­ga­ran­tien im Zusam­men­hang mit dem Bei­tritt der Ukrai­ne zum Ver­trag über die Nicht­ver­brei­tung von Kern­waf­fen, die Ergeb­nis­se der Krim-Plattform.

93. Die Ukrai­ne garan­tiert und gewähr­leis­tet den Schutz der Rech­te, Frei­hei­ten und legi­ti­men Inter­es­sen ukrai­ni­scher Staats­bür­ger, Aus­län­der und Staa­ten­lo­ser, die sich nach der Deok­ku­pa­ti­on recht­mä­ßig im Hoheits­ge­biet der Auto­no­men Repu­blik Krim und der Stadt Sewas­to­pol aufhalten.

94. Die Ukrai­ne wird Wah­len in der Auto­no­men Repu­blik Krim und der Stadt Sewas­to­pol in Über­ein­stim­mung mit den Stan­dards der Orga­ni­sa­ti­on für Sicher­heit und Zusam­men­ar­beit in Euro­pa und der ukrai­ni­schen Gesetz­ge­bung nach der Befrei­ung und voll­stän­di­gen Wie­der­her­stel­lung der ver­fas­sungs­mä­ßi­gen Ord­nung der Ukrai­ne in dem vor­über­ge­hend besetz­ten Gebiet gewähr­leis­ten, voll­stän­di­ge und end­gül­ti­ge Wie­der­ein­glie­de­rung des Krim‑, Kul­tur- und Infor­ma­ti­ons­fel­des der Ukraine.

95. Das Ver­fah­ren zur Rück­ga­be des vor­über­ge­hend besetz­ten Gebiets an die all­ge­mei­ne Gerichts­bar­keit der Ukrai­ne wird in Über­ein­stim­mung mit der Ver­fas­sung und den Geset­zen der Ukrai­ne durchgeführt.

M- Imple­men­tie­rungs­me­cha­nis­mus

96. Das Minis­ter­ka­bi­nett der Ukrai­ne ent­wi­ckelt und geneh­migt einen Akti­ons­plan für die Umset­zung der Stra­te­gie zur Auf­lö­sung und Wie­der­ein­glie­de­rung des vor­über­ge­hend besetz­ten Ter­ri­to­ri­ums der Auto­no­men Repu­blik Krim und Sewas­to­pols, auf des­sen Grund­la­ge die zustän­di­gen staat­li­chen Stel­len ent­wi­ckeln und umset­zen Aktionspläne

Erwar­te­te Ergebnisse

97. Die erwar­te­ten Ergeb­nis­se der Umset­zung der Stra­te­gie sind:

Wie­der­her­stel­lung der ter­ri­to­ria­len Inte­gri­tät der Ukrai­ne inner­halb ihrer inter­na­tio­nal aner­kann­ten Staats­gren­ze, Gewähr­leis­tung der staat­li­chen Sou­ve­rä­ni­tät der Ukrai­ne und Schaf­fung von Frie­den und Sicherheit;

vol­le Sicher­heit, recht­li­che, poli­ti­sche, wirt­schaft­li­che, öko­lo­gi­sche, infor­ma­tio­nel­le, huma­ni­tä­re und sozia­le Wie­der­ein­glie­de­rung des vor­über­ge­hend besetz­ten Gebiets;

Wie­der­auf­bau und Ent­wick­lung des wirt­schaft­li­chen, sozia­len und huma­ni­tä­ren Bereichs des besetz­ten Gebiets;

Stei­ge­rung der sozia­len Sta­bi­li­tät und des Zusam­men­halts der ukrai­ni­schen Gesellschaft;

Bil­dung von Rechts­grund­la­gen der Über­gangs­jus­tiz, ins­be­son­de­re Ein­füh­rung von Ent­schä­di­gungs­me­cha­nis­men im Zusam­men­hang mit bewaff­ne­ter Aggres­si­on der Rus­si­schen Föde­ra­ti­on, bewaff­ne­ten Kon­flik­ten, vor­über­ge­hen­der Beset­zung des Ter­ri­to­ri­ums der Ukrai­ne, Schutz und Wie­der­her­stel­lung ver­letz­ter Rech­te, Ver­fol­gung von Ver­bre­chen für Frie­den, Sicher­heit und inter­na­tio­na­les Recht zur Ver­ant­wor­tung, Gewähr­leis­tung des Rechts auf Wahr­heit über den bewaff­ne­ten Kon­flikt, Ver­hin­de­rung der Ent­ste­hung bewaff­ne­ter Kon­flik­te in der Zukunft;

Wie­der­her­stel­lung und Gewähr­leis­tung der Rech­te der Ver­tre­ter der Krim­ta­ta­ren und ande­rer indi­ge­ner Völ­ker, natio­na­ler Minderheiten;

Stär­kung der natio­na­len Sta­bi­li­tät der Ukraine;

Stär­kung der Kapa­zi­tät des Sicher­heits- und Ver­tei­di­gungs­sek­tors der Ukraine;

Ein­füh­rung eines Modells der sozio­öko­no­mi­schen Ent­wick­lung des besetz­ten Gebiets;

nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung von Gebie­ten, die zum Gegen­stand bewaff­ne­ter Aggres­sio­nen der Rus­si­schen Föde­ra­ti­on gegen die Ukrai­ne gewor­den sind.

Lei­ter des Büros des Prä­si­den­ten der Ukrai­ne A. YERMAK


[1] „DEKRET DES PRÄSIDENTEN DER UKRAINE №117 / 2021“, 24.03.2021, https://www.president.gov.ua/documents/1172021–37533


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