Erhö­hung der Bau­spar­för­de­rung ab 2021

Kunden, die finan­ziell für eine spä­tere Finan­zie­rung oder Moder­ni­sie­rung vor­sorgen wollen, denken gege­be­nen­falls an den Abschluss eines Bau­spar­ver­trages. Einen aktu­ellen Anreiz hierfür bieten die zum 01.01.2021 erhöhte Woh­nungs­bau­prämie. Diese beträgt zukünftig 10 Pro­zent anstatt bis­lang 8,8 Prozent.

Der maximal geför­derte Spar­be­trag wird auf 700 Euro pro Jahr (Allein­ste­hende) bzw. 1.400 Euro (Ver­hei­ra­tete) erhöht. Dadurch erhöht sich die maxi­male staat­liche För­de­rung auf 70 Euro pro Jahr für Allein­ste­hende bzw. 140,00 Euro pro Jahr für Verheiratete.

Pro­fi­tieren tun zukünftig Allein­ste­hende mit einem zu ver­steu­ernden Jah­res­ein­kommen bis 35.000 Euro bzw. Ver­hei­ra­tete bis 70.000 Euro.

Die staat­liche För­de­rung für die Arbeit­neh­mer­spar­zu­lage bleibt unverändert.

Jah­res­kon­to­auszug

Eine Zah­lung, die erst sehr spät im Jahr 2020 erfolgt, ist auf dem Jah­res­kon­to­auszug nicht ersicht­lich, wenn die Gut­schrift auf dem jewei­ligen Bau­spar­konto auf­grund des Zah­lungs­weges erst im neuen Jahr erfolgt. Auf jeden Fall ist sie jedoch im ent­spre­chenden Woh­nungs­bau­prä­mi­en­an­trag ent­halten, damit dem Kunden keine Zah­lung zur vollen Prämie fehlt.

Wohn­riester

Wer einen Wohn-Riester-Bau­spar­ver­trag abge­schlossen hat, erhält die Jah­res­un­ter­lagen für die Ries­ter­för­de­rung bis Anfang März 2021 zugesandt.

Ver­mö­gens­wirksam Leis­tungen und Arbeitnehmersparzulage

Viele Arbeit­nehmer ver­schenken Ihren Anspruch auf ver­mö­gens­wirk­same Leis­tungen (VL). Bevor dieses Geld ver­schenkt wird, sollten Kunden unbe­dingt einen ent­spre­chenden Antrag stellen. Eine Mög­lich­keit dazu bieten Bau­spar­ver­träge. Inter­es­sierte sollten ihren Arbeit­geber fragen, in wel­cher Höhe ihr Arbeit­geber sich finan­ziell an der Anspa­rung betei­ligt.  Die Alte Leip­ziger Bau­spar AG weist darauf hin, dass eine Arbeit­nehmer-Spar­zu­lage nur fest­ge­setzt wird, wenn der Kunde der Daten­über­mitt­lung an das Finanzamt nicht wider­spro­chen hat und der Bau­spar­kasse die ent­spre­chende Steuer-Iden­ti­fi­ka­ti­ons­nummer (IdNr.) bekannt ist.

Bau­sparen als Kapitalanlage

Auf­grund der schon länger wäh­renden Nied­rig­zins­phase ist Bau­sparen als Kapi­tal­an­lage aktuell eher unin­ter­es­sant. Hinzu kommt eine stark stei­gende Staats­ver­schul­dung mit vor­aus­sicht­lich erheb­li­chen Folgen für alle Kapi­tal­an­la­ge­formen, spe­ziell jedoch sol­chen in fest­ver­zins­li­chen Werten.

För­de­rungen und För­der­grenzen Bau­sparen im Überblick

Frei­stel­lungs­auf­trage: bis 801 Euro pro Person bzw. 1.602 Euro jähr­lich für Ver­hei­ra­tete / Ver­part­nerte. Dazu kommt ein Grund­frei­be­trag von 9.408 Euro (2020) bzw. 9.744 Euro (2021) je ver­an­lagter Person zzgl. eines etwaigen Alters­ent­las­tungs­be­trages sowie für Per­sonen ab dem voll­endeten 64. Lebens­jahr ein zusätz­li­cher Frei­be­trag auf Renteneinkünfte.
Abgel­tungs­steuer: 25% auf Zinsen > Frei­stel­lungs­auf­trag. Auf dieses abgel­tungs­steu­er­pflich­tige Ein­kommen (Quel­len­steu­er­grund­lage) noch einmal 5,5% der Quel­len­steuer als Soli­da­ri­täts­zu­schlag. Ggf. zusätz­li­cher Abzug der Kirchensteuer.
Sollte der per­sön­liche Steu­er­satz < als die Abgel­tungs­steuer sein, so besteht die Mög­lich­keit, die Kapi­tal­erträge in der Steu­er­erklä­rung anzu­geben und eine Wahl­ver­an­la­gung mit Güns­ti­ger­prü­fung zu verlangen
* WBP = Wohnungsbauprämie
** Maß­geb­lich für den För­der­an­spruch ist das zu ver­steu­ernde Ein­kommen im Kalen­der­jahr, in dem die Spar­bei­träge tat­säch­lich ange­legt wurden

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