Eines der fhrenden Lnder fr Nasenoperationen ist der Iran
Risiko & Vorsorge im Interview mit Dr. Mehdi Dormiani von Cosmopolitan Aesthetics in Hannover
Risiko & Vorsorge: Es ist schn, dass Sie sich die Zeit fr ein Interview nehmen konnten. Herr Dr. Dormiani. Sie besitzen eine breite Ausbildung, die in dieser Form fr einen Schnheitschirurgen nicht reprsentativ ist. Bevor sie bei Cosmopolitan Aesthetics in Hannover begonnen haben, haben Sie bereits sechs Jahre in der Unfallchirurgie gearbeitet und hier auch Thoraxchirurgie als Facharzt fr allgemeine Chirurgie geleistet. Weitere zwei Jahre waren Sie als Oberarzt in einem Krankenhaus ttig, bevor Sie an der Klinik fr Plastische‑, sthetische‑, Hand- und Wiederherstellungschirurgie der Medizinischen Hochschule Hannover ttig wurden. Seit zwei Jahren sind Sie Facharzt fr plastische Chirurgie. Sie haben jedoch auch zwei Jahre in den USA studiert.

Die meisten rzte, die im Bereich der Schnheitschirurgie praktizieren, haben lediglich eine Ausbildung von 6 Jahren in den vier Hauptfchern hinter sich. Diese sind rekonstruktive, Verbrennungs‑, Hand- und sthetische Chirurgie.
Nach 5 Nr. 2 MB/KK 2009 sind Schnheitsoperationen ohne medizinische Indikation nicht erstattungsfhig. Was sind die hufigsten Probleme, die Ihnen als Behandler in diesem Zusammenhang begegnen?
Dormiani: Das hufigste Problem ist, dass Patientinnen ihre Brustoperation mit der gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung abrechnen lassen wollen. Zum Teil fhlen sie sich durch eine zu groe Brust stigmatisiert. Beim ersten Antrag werden sie meist abgelehnt. Begrndet wird dies meist mit einer angeblich fehlenden medizinischen Indikation. Dabei ist dies stets ein sehr subjektiver Begriff. Im Einzelfall kann dies durchaus sehr unterschiedlich gesehen werden. Sehr heikel und kritisch ist es, wenn Patienten Prozesse fhren, Widersprche erheben und manchmal Recht bekommen. Das zieht sich dann oft ber mehrere Jahre. Viele Patienten geben daher auf oder zahlen aufgrund der Kenntnis solcher Probleme lieber gleich selbst.
Risiko & Vorsorge: Wie oft werden Sie mit dem Wunsch nach geschlechtsangleichenden Operationen konfrontiert?
Dormiani: Solche Operationen finden meist in speziellen Zentren (z.B. in Berlin oder Frankfurt am Main) statt. Hierfr gibt es klare Prozesse. Gesprche mit einem Psychiater oder Psychologen sind vorgeschrieben, um sicherzustellen, dass es um keine Laune geht. Fr die Hormontherapie kommt ein Team aus Chirurgen und Endokrinologen ins Spiel. Eine Operation erfolgt erst, wenn klar ist, dass es auch nach der ersten Hormongabe und psychologischen Gesprchen bei dieser Entscheidung bleibt. Erst wenn dieser ganze Prozess durchlaufen ist, kommt es zur Kostenzusage durch den zustndigen Krankenversicherungstrger.
Bei geschlechtsangleichenden Operationen handelt es sich stets um sehr langwierige, komplikationstrchtige Operationen. Dazu gehrt etwa die Rekonstruktion des Lustempfindens. Fhrend sind hier die Thailnder. Gerade bei Operationen Mann zu Frau werden immer wieder Teams dorthin geschickt.
Eines der fhrenden Lnder fr Nasenoperationen ist der Iran. Aufgrund der Schleierpflicht spielt das Gesicht bei der Partnerwahl eine besonders groe Rolle. Eine schne Nase oder eine angehobene Augenbraue sind gngige Operationswnsche. Im Alltag ist das Gesicht die Visitenkarte Nr. 1.
Auch Sdkorea ist extrem weit, was die Gesichtschirurgie betrifft. Das Schnheitsideal dort ist oft sehr europisch geprgt. Daher kommt es oft zu Operationen, bei denen die asiatischen Oberlider entfernt werden. Auch wollen viel Frauen eine Falte am Oberlid, damit die Augen grer erscheinen. Einen groen Einfluss auf die dortige Schnheitschirurgie haben Schauspieler und YouTube-Stars.
Risiko & Vorsorge: Was sind die hufigsten Grnde, weshalb Sie kosmetische Operationen durchfhren sollen?
Dormiani: Hauptschlich geht es um die Korrektur der weiblichen Brust, gefolgt von Bauchdeckenstraffungen und Gesichtseingriffe wie an der Nase oder den Lidern. Dann folgen posttraumatische Probleme (z.B. bei Verbrennungen, einer frhkindlichen Verbrhung am Rumpf mit spterer Vernarbung, oder der Zerstrung einer kindlich angelegten Brustdrse).
Risiko & Vorsorge: Einige Unfallversicherer werben damit, dass sie kosmetische Operationen infolge Brustkrebses bernehmen. Viel hufiger ist die Kostenbernahme fr unfallbedingte kosmetische Operationen. Wie sehen Sie den Mehrwert in der Praxis?
Dormiani: Unfallbedingte Operationen und kosmetische Operationen infolge Brustkrebses werden fast immer vollstndig von den Krankenversicherern bernommen, etwa eine Muskellappenentnahme, um damit an anderer Stelle eine neue Brust aufzubauen. Den Mehrwert einer solchen Versicherung sehe ich daher als eher gering an.
Risiko & Vorsorge: Was ist der bisher teuerste Fall fr eine von Ihnen durchgefhrte kosmetische Operation?
Dormiani: Der bislang teuerste Fall, der mir einfllt, ist ein Verbrennungsvorfall als Kleinkind mit betroffener Schulter, Oberarm und Rumpf sowie Beteiligung der Brust auf der betroffenen Seite. Erforderlich waren narbenauflsende Eingriffe (zum Teil Plastiken), narbenaufweichende Eingriffe (medizinisches Needling) mit mehreren Sitzungen, rekonstruktive Eingriffe zur Wiederherstellung der Brust. Die Kosten der Operation beliefen sich insgesamt auf etwa 80.000 Euro ohne die Kosten der Intensivstation mit einzubeziehen.
Risiko & Vorsorge: Bei der Gestaltung privater Krankenversicherungsvertrge werden die Kosten teilweise bis zum Regelhchstsatz GO, teilweise bis zum Hchstsatz (3,5fach GO) und mitunter auch darber hinaus bernommen. Gibt es hier nach Ihrer Erfahrung Unterschiede zwischen ambulanten und stationren Eingriffen?
Dormiani: In der Regel ist eine ambulante Behandlung gnstiger. Eine Berechnung ber dem 3,5fachen Satz der Gebhrenordnung ist eher die Ausnahme. Nur selten haben wir Flle, bei denen wir mehr als den 3,5fachen Satz geltend machen.
Risiko & Vorsorge: Welche Rolle spielt die Kostenbernahme durch die gesetzlichen Krankenversicherer fr Sie als Arzt und wie sehen Sie die aktuelle Gestaltung der GO und wie stehen Sie zu den Unterschieden in der Abrechnung nach GO oder im Rahmen der GKV?
Dormiani: In dieser Klinik wird fast alles privat bezahlt, sodass das fr uns keine Rolle spielt. In den groen Kliniken ist die GO in vielen Fllen nicht mehr den aktuellen Bedrfnissen der Patienten und Behandler gerecht. Wir haben viele sehr kranke Patienten, die sehr viel Zuwendung brauchen. Vieles sind multimorbide Patienten, davon teilweise zustzlich wegen des Alters pflegebedrftig.
Eine normale Hausarztpraxis im Jahre 2019 und vor 30 Jahren ist sehr unterschiedlich. Heute gibt es dort sehr viele Personen mit multiplen Erkrankungen, unabhngig von gesenkten Schwellenwerten bei z.B. Diabetes und Cholesterol. Auch ist mehr Zeitaufwand erforderlich als aktuell zur Verfgung steht.
Fr eine gute Arbeit braucht man grere Zeitfenster fr die Patienten. Einem Orthopden stehen heute zum Teil nur 5 bis 7 Minuten fr eine komplizierte Erstanamnese zur Verfgung. Hier wird oft schier bermenschliches von den Kollegen erwartet.
Das aktuelle Gesundheitssystem frdert 1,0‑Schler, die nicht unbedingt empathisch sind, um mit besonders problematischen Patienten umzugehen. Die jungen rzte werden nach dem Studium auf die Menschen losgelassen. Dabei fehlt ihnen nicht nur Lebenserfahrung, sondern ggf. auch das erforderliche Einfhlungsvermgen.
Risiko & Vorsorge: In der privaten Krankenversicherung werden regelmig die Kosten fr stationre Vor- und Nachuntersuchungen bernommen. Welcher Zeitraum sollte in einem leistungsstarken Tarif vereinbart werden?
Dormiani: Voruntersuchungen, auch Untersuchungsbefunde und klinische Befunde sollten wiederholt werden, wenn seit der Untersuchung sechs Monate oder mehr vergangen sind. Laborwerte und klinische Befunde knnen sich auch verndern.
Durchschnittlich vergehen zwischen der Vorstellung bei uns und der Operation etwa 6 bis 8 Wochen. Das hngt natrlich auch vom Zeitpunkt an. Ende Oktober / November lassen sich viele Patienten operieren.
Bei den Nachuntersuchungen ist der Zeitraum sehr breitgefchert. Bei posttraumatischen Problemen sind mitunter noch Jahre oder Jahrzehnte spter Nachbehandlungen erforderlich. Das Spektrum ist nach oben ganz offen.
Bei einer Brustoperation ist in aller Regel nach 6 bis 12 Wochen alles O.K, auer bei seelischen Problemen, Fllen von Verkapselungen etc.
Eine frhkindliche Verbrhung kann noch in hohem Alter zu hohen Problemen fhren. Aus einer Narbe kann sich noch Jahre spter ein Narbenkarzinom bilden, also eine bsartige Entartung zu einem sogenannten malignen Tumor.
Risiko & Vorsorge: Wie bewerten Sie substitutive ambulante Operationen als Ersatz fr einen stationren Aufenthalt mit wahlrztlichen Leistungen? Manche private Krankenversicherer leisten hier nicht. Wie relevant ist eine solche Leistung?
Dormiani: Aufgrund des Kostendrucks werden Brustoperationen in den USA oft ambulant durchgefhrt. Das gilt dort auch fr Gallenblasenentfernungen, die in Deutschland meist einen stationren Aufenthalt von 2 bis 3 Tagen bedingen. Ich spreche ber Eingriffe, die ich schon mehrere 100-mal durchgefhrt habe.
Aufgrund des Kostendrucks ist alles relevant. Leistenbrche wurden frher fast immer stationr, heute oft ambulant behandelt. Damit verbunden ist ein deutlich hheres Risiko, Komplikationen zu entwickeln.
Risiko & Vorsorge: Welche Relevanz hat Ihres Erachtens die Kostenbernahme fr ambulante Operationen, wenn diese nicht in 115 b Abs. 1 SGB V benannt sind? Es geht also um regelstations-ersetzende Eingriffe gem dem Vertrag durch den GKV-Spitzenverband, DKG und KBV.
Dormiani: Bestimmte Eingriffe, z.B. Leistenbrche, Prothesenimplantationen, Handfrakturen, Sehnenverletzungen an der Hand, fallen jetzt hufiger unter 115 b. Dies gilt auch fr Vernderungen an der Haut.
Risiko & Vorsorge: Im Rahmen ambulanter Vor- und Nachuntersuchungen gibt es teilweise eine Begrenzung auf bestimmte GO-Stze. Wie relevant ist dies und welche Auswirkungen haben Fallpauschalen (DRG = Diagnosis Related Groups) auf die Leistungspraxis der behandelnden rzte?
Dormiani: Die Relevanz hngt deutlich von der Schwere des Eingriffs ab. GO-Stze und Fallpauschalen verfhren rzte eher dazu, sich die Rosinen rauszupicken. Dies gilt insbesondere fr Unternehmen, die Dividenden an Anteilseigner ausschtten mssen.
Lieber verweisen viele rzte daher problematische Flle an Hochschulen, um ihre eigenen Gewinne zu maximieren. Hochschulkliniken fhlen sich vor diesem Hintergrund dann oft als Recyclingcenter.
Risiko & Vorsorge: Kostenpauschalen fhren zum Trend krzerer Liegezeiten, mitunter auch zu einer anschlieenden Reha-Behandlung. Es heit, dass vor allem Kassenpatienten von rcklufigen Verweildauern betroffen seien. Fhren die 2004 in Deutschland eingefhrten Fallpauschalen als Grundlage fr eine blutige Entlassung zu Unterschieden in der Behandlung von gesetzlich und privat Versicherten?
Dormiani: Die frheren Liegedauern waren zum Teil sehr extrem. Da man muss man sich auch an die eigene Nase fassen. Mglicherweise geht die Tendenz heute in die andere Richtung. Kein Arzt ist meines Erachtens so schlecht, das er einen Patienten vorstzlich in einem nicht stabilen, allgemeinen Zustand entlassen wird.
In der Chirurgie fallen Fehler und Folgefehler sehr schnell auf. Das mag in der inneren Medizin, zum Beispiel in der Nephrologie (Wissenschaft von den Nierenkrankheiten) oder anderen medizinischen Bereichen Anders sein und wird dort gegebenenfalls leichter vertuscht werden knnen.
Risiko & Vorsorge: Sie arbeiten fr eine Privatklinik. Steht diese allen Versicherten zur Verfgung?
Dormiani: Wir haben keine Kassenzulassung und zum grten Teil alles Selbstzahler. Zum Teil wird ber die private Krankenversicherung an uns herangetreten, seltener ber die GKV.
Risiko & Vorsorge: Wenn eine Versicherung fr die Kostenbernahme privat rztlicher Leistungen besteht, bedeutet dies auch die freie Wahl z.B. eines Chef-Ansthesisten?
Dormiani: Ja, allerdings gibt es auch hier unterschiedliche Tarife. Am meisten bestellt wird der Chefarzt, dann ein oder zwei Vertretungsrzte, die fr Privatpatienten zugelassen wren. Diese sind in der Regel Vertreter aus dem Kreis der Oberrzte.
Risiko & Vorsorge: Mssen Versicherte selbst darauf kommen, dass die Chefarztbehandlung ihnen die Mglichkeit bietet, das Behandlungsteam komplett zusammenzustellen.
Dormiani: Das Liquidittsrecht liegt meist bei den Chefs.
Risiko & Vorsorge: Welchen Einfluss hat die Einkommensvariabilitt qua GO auf die rzte selbst? Wird hiermit vor allem das rztliche Einkommen erhht oder erzielen rzte durch Wahlleistungen Vorteile gegenber der Klinik, in der sie behandeln (z.B. durch Kauf neuer Behandlungsmaschinen)?
Dormiani: Bei einer Behandlung komplett ber die GO wrde ich weniger Geld verdienen, htte aber auch deutlich weniger Zeit fr meine Patienten. Meine besonderen Expertisen wrde ich dann sicher unter Wert verkaufen. Um gleich viel zu verdienen, msste ich dann deutlich mehr arbeiten, was zu Lasten der Qualitt gehen wrde.
Risiko & Vorsorge: Wo sehen Sie zuknftiges Potenzial fr PKV-Versicherte gegenber GKV-Versicherten durch Zusatzversicherungen von privat rztlichen Leistungen zu profitieren?
Dormiani: Wir meckern aktuell auf sehr hohem Niveau, gerade im internationalen Vergleich. In der Intensivmedizin gibt es keine Unterscheidung zwischen GKV und PKV. Natrlich gibt es mehr Komfort fr Privatpatienten (z.B. Zeitung, Marmorbad). Nachteile fr Privatpatienten gibt es bei der Diagnostik da oft auch unntige Untersuchungen mit Nebenwirkungen und Strahlbelastung vorgenommen werden, z.B. ein CT.
Risiko & Vorsorge: Welche Unterschiede zum Gesundheitssystem in Deutschland sind gegenber dem Iran besonders hervorzuheben und welche Unterschiede gibt es zwischen der persischen und der westlichen Schulmedizin?
Dormiani: In vielen westlichen Lndern spielt die medicolegale Vorgehensweise (= aufpassen, dass man sich juristisch nichts zuschulden kommen lsst), eine groe Rolle. In anderen Lndern steht man als Arzt nicht sofort mit einem Bein im Knast, sodass man auch Zeit fr die medizinische Betreuung hat und nicht nur fr die Dokumentation.
Risiko & Vorsorge: 4 Abs. 6 MB/KK 2009 setzt fr einen Leistungsanspruch voraus, dass Untersuchungs- und Behandlungsmethoden und Arzneimittel, die von der Schulmedizin berwiegend anerkannt sind.
Der Film Zensur die organisierte Manipulation der Wikipedia und anderer Medien (ab ca. 01.29 h) von Markus Fiedler und Frank Michael Speer zeigt auf, wie die Wikipedia dazu genutzt wird, die Interessen von Schulmedizin und Pharmalobby einseitig als unumstritten darzustellen und die Alternativmedizin einseitig zu verunglimpfen. Andere Medien berichten von mangelhafter Kenntnis einer berwiegenden Zahl von rzten in der Krebstherapie hinsichtlich alternativer Heilmethoden (siehe Interview KenFM im Gesprch mit Lothar Hinreise Chemotherapie heilt Krebs und die Erde ist eine Scheibe). Inwiefern lernen rzte im Rahmen ihrer Ausbildung, sich kritisch mit Schul- als auch Alternativmedizin auseinanderzusetzen?
Dormiani: Ich bin ein reiner Befrworter der evidenzbasierten Medizin mit Doppel-Blind-Studien.
Ich habe eher das Gegenteil erlebt, dass rzte versucht haben, das Leben zu verlngern bzw. das Leben ertrglicher zu vereinbaren. Viele dieser Patienten haben dann nach dem letzten Strohhalm gegriffen und wurden zum Teil in Holland von sogenannten Wunderheilern finanziell ber den Tisch gezogen.
Ich bin Untersttzer von Phytotherapie (Pflanzenheilkunde) und traditioneller chinesischer Medizin, wenn evidenzbasiert wissenschaftlich nachgewiesen.
Meine erste Anlaufstelle wre die Schulmedizin. Ich wrde aber nie mich oder einen Angehrigen homopathisch behandeln lassen.
Risiko & Vorsorge: Herzlichen Dank fr das Interview.
Der Text wurde ursprnglich am 19.10.2019 verffentlicht in „Risiko & Vorsorge“ 2 – 2019, S. 17 – 19