Kli­ma­wan­del und Kli­ma­ak­ti­vis­mus – Kön­nen wir die Welt noch retten?

Gast­au­tor: Andy Pop­pen­berg

Dan­ke für die freund­li­che Erlaub­nis von Andy Pop­pen­berg, die­sen Bei­trag auch bei uns ver­öf­fent­li­chen zu dür­fen, mit dem wir unse­ren Lesern einen alter­na­ti­ven Blick auf ein The­ma ermög­li­chen wol­len. Auf Grund­la­ge die­ses Arti­kels ent­stand auch sein Video, auf­zu­fin­den u. a. hier.

Wir benö­ti­gen Ihre Zustim­mung um den Inhalt von You­Tube laden zu können.

Mit dem Klick auf das Video wer­den durch den mit uns gemein­sam Ver­ant­wort­li­chen You­tube [Goog­le Ire­land Limi­t­ed, Irland] das Video abge­spielt, auf Ihrem End­ge­rät Skrip­te gela­den, Coo­kies gespei­chert und per­so­nen­be­zo­ge­ne Daten erfasst. Damit kann Goog­le Akti­vi­tä­ten im Inter­net ver­fol­gen und Wer­bung ziel­grup­pen­ge­recht aus­spie­len. Es erfolgt eine Daten­über­mitt­lung in die USA, die­se ver­fügt über kei­nen EU-kon­for­men Daten­schutz. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen fin­den Sie hier.

Jmx0O2lmcmFtZSB0aXRsZT0mcXVvdDtLbGltYXdhbmRlbCB1bmQgS2xpbWFha3RpdmlzbXVzICZuZGFzaDsgSyZvdW1sO25uZW4gd2lyIGRpZSBXZWx0IG5vY2ggcmV0dGVuPyZxdW90OyB3aWR0aD0mcXVvdDs3ODAmcXVvdDsgaGVpZ2h0PSZxdW90OzU4NSZxdW90OyBzcmM9JnF1b3Q7aHR0cHM6Ly93d3cueW91dHViZS5jb20vZW1iZWQvOXNCVnFQRTc0djg/ZmVhdHVyZT1vZW1iZWQmcXVvdDsgZnJhbWVib3JkZXI9JnF1b3Q7MCZxdW90OyBhbGxvdz0mcXVvdDthY2NlbGVyb21ldGVyOyBhdXRvcGxheTsgY2xpcGJvYXJkLXdyaXRlOyBlbmNyeXB0ZWQtbWVkaWE7IGd5cm9zY29wZTsgcGljdHVyZS1pbi1waWN0dXJlOyB3ZWItc2hhcmUmcXVvdDsgYWxsb3dmdWxsc2NyZWVuJmd0OyZsdDsvaWZyYW1lJmd0Ow==

1. Alle glau­ben, die glo­ba­le Kli­ma­er­wär­mung wür­de gene­rell und über­all aus­schließ­lich nega­ti­ve und kata­stro­pha­le Aus­wir­kun­gen haben. Es wird dabei ver­drängt, dass Wär­me Leben ist und fast alle Pflan­zen, Tie­re und Men­schen bes­ser leben, wenns warm ist[1]. Die Sterb­lich­keit ist im Win­ter stets viel höher als im Som­mer[2]. Hun­gers­nö­te gab es immer bei gro­ßer Käl­te und lan­gen Win­tern[3]. Län­ge­re Som­mer füh­ren zu mehr Pflan­zen­wachs­tum, mit­hin bes­se­ren Ern­ten und mehr Nah­rung. Die Wikin­ger haben Grön­land 985 zu Beginn der mit­tel­al­ter­li­chen Warm­zeit besie­delt und bei Ein­bruch der klei­nen Eis­zeit um 1350 wie­der ver­las­sen. Sie waren ech­te Kli­ma­flücht­lin­ge, als sie wegen der Dau­er­käl­te ihre Hei­mat nach über 300 Jah­ren und zehn Gene­ra­tio­nen auf­ge­ben muss­ten[4]. Auch wenn es in man­chen Regio­nen der Erde zu heiß und tro­cken für Mensch und Tier wür­de, wer­den ande­re Regio­nen von der Erwär­mung pro­fi­tie­ren. Nörd­lich der Alpen wird eine Erwär­mung vor allem posi­ti­ve Effek­te für das Leben haben, die jedoch in der poli­ti­schen Debat­te nie the­ma­ti­siert werden.

Neben­bei stellt sich die Fra­ge, wie sinn­voll es über­haupt ist, eine glo­ba­le Durch­schnitts­tem­pe­ra­tur zum allei­ni­gen Richt­wert zu neh­men, die doch nur der errech­ne­te Mit­tel­wert dut­zen­der Mes­sun­gen in ganz Deutsch­land an jedem Tag des Jah­res zusam­men mit den Mit­tel­wer­ten aller ande­ren Län­der und Regio­nen welt­weit pro Tag, gemit­telt über alle Wochen und Mona­te, wie­der­um gemit­telt über eine Zeit­span­ne von 30 Jah­ren ist. Mit­tel- und Durch­schnitts­wer­te sind unbrauch­bar, weil sie hohe und nied­ri­ge Wer­te gegen­ein­an­der auf­rech­nen und regio­na­le Unter­schie­de glät­ten. Viel wich­ti­ger ist das lang- und mit­tel­fris­ti­ge Wet­ter in den ein­zel­nen Regio­nen und Öko­sys­te­men der Erde.

2. Kli­ma­ti­sche Ver­än­de­run­gen, Kli­ma­fluk­tua­ti­on gab es, seit­dem die Erde eine Atmo­sphä­re hat. Der ste­te Wech­sel von Warm- und Kalt­zei­ten prägt das Leben auf der Erde seit Jahr­tau­sen­den und gehört zu ihrem Cha­rak­ter. Der natür­li­che Kli­ma­wan­del führ­te in der erd­ge­schicht­lich jüngs­ten Ver­gan­gen­heit dazu, dass Wein in Eng­land ange­baut wur­de[5], Bäu­me in den Alpen ober­halb der heu­ti­gen Baum­gren­ze wuch­sen, wo es bis vor kur­zem nur Eis gab[6], dass Wikin­ger Grön­land besie­deln und ihre Ver­stor­be­nen beer­di­gen konn­ten, wo bis eben noch Per­ma­frost war[7], dass die Ant­ark­tis in ihren fes­ten Land­küs­ten kar­to­gra­fiert wer­den konn­te, die seit Jahr­tau­sen­den unter meter­di­ckem Eis ver­steckt sind[8]. Es muss also zumin­dest in bestimm­ten Brei­ten der Erde noch wär­mer gewe­sen sein als heu­te. Sowohl die­se Erwär­mung als auch sämt­li­che Abküh­lun­gen und Eis­zei­ten sind allein durch natür­li­che Ursa­chen ein­ge­tre­ten, ohne dass der Mensch irgend­was dazu bei­trug. Die 350 Jah­re lan­ge mit­tel­al­ter­li­che Warm­zeit war nicht men­schen­ge­macht, son­dern natür­lich. Die klei­ne Eis­zeit ab 1350 war auch nicht men­schen­ge­macht, son­dern natür­lich, eben­so ihr Ende um 1850, das wie jedes Ende einer Kalt­zeit durch eine Erwär­mung und den Rück­gang der Glet­scher gekenn­zeich­net ist. Der Beginn der Indus­tria­li­sie­rung und das Ende der klei­nen Eis­zeit fal­len nur zufäl­lig zeit­lich zusam­men. Die ab 1800 zum Ende der Eis­zeit füh­ren­den, also die Atmo­sphä­re erwär­men­den natür­li­chen Ursa­chen[9] sind aber nicht irgend­wann aus­ge­schal­tet, durch unser CO₂ ersetzt oder über­la­gert wor­den, sie bra­chen nicht um das Jahr 1850, 1910 oder 2000 ein­fach ab, son­dern sie fin­den unab­hän­gig vom Men­schen wei­ter­hin, auch jetzt gera­de aktu­ell statt. Es gibt kei­nen Grund anzu­neh­men, dass mit Beginn der Indus­tria­li­sie­rung nur noch und allein der Mensch für den Kli­ma­wan­del ver­ant­wort­lich ist, er die tota­le Kon­trol­le über die Natur über­nom­men hat. Aber genau das behaup­ten die Kli­ma­for­scher[10]: Seit 1850 ist der CO2 Gehalt um 45 % ange­stie­gen. Die­ser Anstieg ist allein men­schen­ge­macht, ohne mensch­li­che Ein­flüs­se wäre der CO2 Anteil seit Jahr­tau­sen­den abso­lut kon­stant. Seit 1850 ist die Tem­pe­ra­tur um 1 – 1,2 °C ange­stie­gen, die­ser Anstieg ist die direk­te Fol­ge des men­schen­ge­mach­ten CO₂. Wäre die Mensch­heit kul­tu­rell und in der Welt­be­völ­ke­rung auf dem Stand von 1850 ste­hen geblie­ben, hät­ten wir auch heu­te noch den­sel­ben CO2 Gehalt in der Luft und die­sel­be Tem­pe­ra­tur wie 1850 zum Ende der klei­nen Eis­zeit. Die gesam­te kli­ma­ti­sche Ent­wick­lung seit­dem, ins­be­son­de­re die Erwär­mung nach der Eis­zeit auf das Niveau von davor ist also kom­plett men­schen­ge­macht, die seit Jahr­tau­sen­den wir­ken­den natür­li­chen Ursa­chen spie­len seit 1850 kei­ne Rol­le mehr. Die natür­li­chen Fak­to­ren, die ab etwa 1650 eine zum Ende der klei­nen Eis­zeit füh­ren­de Erwär­mung bewirk­ten, bra­chen 1850 ein­fach ab, denn ab da kann die wei­te­re Erwär­mung allein auf den Men­schen und das von ihm frei­ge­setz­te CO₂ zurück­ge­führt wer­den. Und weil 1,2 °C 45 % CO₂ Anstieg ent­spre­chen, bewir­ken 100 %, also eine Ver­dop­pe­lung des Gehalts von 1850 ca. 3 °C Tem­pe­ra­tur­an­stieg. So ein­fach ist das. Die mas­sen­haf­te Ver­wen­dung von koh­len­be­trie­be­nen Dampf­ma­schi­nen setz­te erst 1860 und vor allem in Eng­land ein, wäh­rend der Groß­teil der Welt auch hun­dert Jah­re spä­ter noch völ­lig unin­dus­tria­li­siert war. Auch wenn das durch den Men­schen frei­ge­setz­te CO₂ eine Wir­kung auf die kli­ma­ti­sche Ent­wick­lung der Erde haben soll­te, ist es nur eine von vie­len teil­wei­se noch unbe­kann­ten und uner­forsch­ten Fak­to­ren in die­sem kom­ple­xen Sys­tem[11]. Die Fra­ge ist, wie groß sein Anteil ist.

3. Was wir wis­sen, ist, wie groß heu­te der CO2 Anteil in der Atmo­sphä­re ist, näm­lich durch­schnitt­lich 0,04 %. Er lag aber auch schon vor über hun­dert Jah­ren etwa dort. Lexi­kon­ein­trä­ge schwan­ken von 0,03 – 0,06 %.[12] Das Argu­ment, man hät­te damals nicht so genau mes­sen kön­nen, trifft aber auch auf die Tem­pe­ra­tur­mes­sun­gen zu. Was für Ther­mo­me­ter gab es 1850 in Deutsch­land und wie vie­le davon und wie vie­le in der gan­zen Welt, ins­be­son­de­re in nicht bewohn­ten Regio­nen? Sind die Mes­sun­gen damals über­haupt mit den heu­ti­gen ver­gleich­bar, wo es doch nur um Bruch­tei­le eines Gra­des Tem­pe­ra­tur bzw. Hun­derts­tel Pro­zent CO₂ geht? Der Anteil von CO₂ an der Luft liegt bei nur 0,04 %. Sein Anstieg in den letz­ten hun­dert Jah­ren beträgt, je nach­dem, auf wel­che Wer­te für 1900 man sich bezieht, 0 bis 0,01 %. Von den 0,04 % CO₂ in der Luft sind aber nur 3 % men­schen­ge­macht, 97 % sind natür­li­chen Ursprungs[13], auf die hat der Mensch kei­nen Ein­fluss. An den 0,0012 % anthro­po­ge­nen CO₂ in der Erd­at­mo­sphä­re hat Deutsch­land einen Anteil von 1,8 %[14], also 0,0000216 %. Auch wenn man den kom­plet­ten CO2 Anstieg seit hun­dert Jah­ren von 0,01 % auf das Kon­to des Men­schen bucht, liegt der deut­sche Anteil aktu­ell nur bei 0,00018 %. Selbst wenn das vom Men­schen frei­ge­setz­te CO₂ der Haupt­ver­ur­sa­cher des Kli­ma­wan­dels wäre, wäre Deutsch­lands Anteil dar­an ver­schwin­dend gering. Die Aus­wir­kun­gen einer völ­li­gen und tota­len Deindus­tria­li­sie­rung Deutsch­lands wären mar­gi­nal und nicht mess­bar. Die Aktio­nen der Kli­ma­ak­ti­vis­ten in Deutsch­land sind also genau­so sinn­los wie Regen­tän­ze oder ande­re eso­te­ri­sche Wetterrituale.

4. Wer aber aktiv wer­den und gesell­schaft­li­che Ver­än­de­run­gen erwir­ken will, der braucht mög­lichst vie­le Men­schen auf sei­ner Sei­te, die sowohl von der Not­wen­dig­keit als auch der Wirk­sam­keit der gefor­der­ten Maß­nah­men über­zeugt sind. Die Aktio­nen der Kli­ma­ak­ti­vis­ten erzeu­gen aber in der Bevöl­ke­rung kein Ver­ständ­nis, son­dern Unmut, Ärger und Frust, sie machen die Men­schen nicht ein­sich­tig, son­dern wütend und brin­gen sie nicht nur gegen die Akti­vis­ten auf, son­dern auch deren Anlie­gen in Ver­ruf. Die Aktio­nen sind nicht dazu geeig­net, daß sich die Men­schen mehr für das The­ma Kli­ma­wan­del inter­es­sie­ren und enga­gie­ren, son­dern es zusam­men mit den Aktio­nen als nega­tiv und läs­tig anse­hen und ableh­nen. Sie errei­chen damit das Gegen­teil des­sen, was angeb­lich beab­sich­tigt ist, abge­se­hen davon, daß Deutsch­land über­haupt kei­nen Ein­fluß aufs Welt­kli­ma hat, die deut­schen Bür­ger, die deut­sche Indus­trie und Regie­rung die fal­schen Adres­sa­ten sind[15][16]. Fal­len Ihnen kei­ne bes­se­ren Aktio­nen ein oder ist ihr Schei­tern viel­leicht ein­kal­ku­liert, damit sie sich immer wei­ter radi­ka­li­sie­ren, weil in Zukunft noch radi­ka­le­re Maß­nah­men durch­ge­setzt wer­den sollen?

5. Die Vor­stel­lung, wir müß­ten einen Kampf gegen den Kli­ma­wan­del füh­ren, müß­ten ihn abstel­len und umkeh­ren, ansons­ten geht die Welt unter und es fin­den glo­bal Kata­stro­phen statt, ist einer­seits ver­mes­se­ne Hybris in der Annah­me, der Mensch könn­te die Natur voll­stän­dig kon­trol­lie­ren und steu­ern, ande­rer­seits ver­bohr­te Ein­sei­tig­keit. Was ist, wenn der aktu­el­le genau­so wie alle ver­gan­ge­nen Kli­ma­wan­del vor allem eine Fol­ge von natür­li­chen Ursa­chen ist und das men­schen­ge­mach­te CO2 dabei nur eine Neben­rol­le spielt? Ange­nom­men, es wäre so. Dann wäre der gan­ze Aktio­nis­mus zur Ver­hin­de­rung des Kli­ma­wan­dels, die aus­schließ­li­che Kon­zen­tra­ti­on auf eine Ursa­che ver­geb­lich, alle Res­sour­cen, Aus­ga­ben von Bil­li­ar­den, Ent­beh­run­gen und Anstren­gun­gen umsonst und nutz­los und die Mensch­heit stün­de vor den unaus­weich­lich ein­tre­ten­den Fol­gen unvor­be­rei­tet da. Wie gehen wir aber mit allen ande­ren Natur­er­eig­nis­sen um? Soll der Blitz­ab­lei­ter ver­hin­dern, daß es blitzt? Ver­hin­dern Dei­che Hoch­was­ser und Sturm­flu­ten? Benut­zen wir Regen­schir­me im Kampf gegen den Regen oder als Schutz vorm Naß­wer­den, also vor den Aus­wir­kun­gen des Regens? Es gibt kei­nen ande­ren Bereich in der moder­nen, auf­ge­klär­ten, wis­sen­schaft­lich agie­ren­den Welt, in dem wir wie eine an Magie glau­ben­de Sek­te ver­su­chen, Natur­phä­no­me­ne zu ver­hin­dern, anstatt uns auf die Fol­gen ein­zu­stel­len und deren schad­haf­te und nega­ti­ve Wir­kung für Umwelt, Mensch und Tier zu mil­dern. Nur beim Kli­ma­wan­del set­zen wir alles auf eine Kar­te und bil­den uns ein, wir könn­ten die Kata­stro­phe, mit der uns bestimm­te NGOs und Regie­run­gen Angst machen[17], ver­hin­dern, indem wir das tun, was die­se NGOs und Regie­run­gen wol­len[18]. Daß es wei­ter­hin unbe­wie­sen ist, wel­che Ursa­chen in wel­chen Antei­len für den Kli­ma­wan­del ver­ant­wort­lich sind, ist eine unbe­strit­te­ne Tat­sa­che. Genau des­halb wird mit der Angst, daß es bald zu spät und die gro­ße Kata­stro­phe nicht mehr auf­zu­hal­ten ist, Druck auf die jun­ge Gene­ra­ti­on aus­ge­übt, jetzt sofort aktiv zu wer­den, nicht aber in der Erfor­schung des Umgangs und der Nut­zung von regio­na­len Erwär­mun­gen, son­dern im Kampf gegen die glo­ba­le Klimakatastrophe.

6. Seit­dem es Men­schen gibt, erwar­ten sie den Welt­un­ter­gang oder ande­re Kata­stro­phen, weil, seit­dem es Men­schen gibt, die herr­schen­de Klas­se ver­sucht, ihren Wil­len gegen die Inter­es­sen der Mas­sen durch­zu­set­zen, wenn nicht mit direk­ter Gewalt, dann mit Bedro­hun­gen durch Natur­ka­ta­stro­phen, Son­nen­fins­ter­nis­se, Krank­hei­ten, gött­li­che Stra­fen und Pla­gen. Dabei wird nicht sach­lich und lösungs­ori­en­tiert der Umgang mit den Fol­gen der Kata­stro­phen the­ma­ti­siert, son­dern die Pro­ble­ma­tik auf eine emo­tio­na­le und mora­li­sche Ebe­ne ver­scho­ben, ihre ver­meint­li­chen Ursa­chen mit dem Ver­hal­ten der Men­schen ver­knüpft und ihnen so Angst und Schuld ein­ge­re­det. Das sind ganz deut­li­che Kenn­zei­chen für Macht- und Mani­pu­la­ti­ons­me­cha­nis­men. Ein wei­te­res Kenn­zei­chen die­ser Mecha­nis­men ist, dass es kei­ne Kri­te­ri­en und kein Maß gibt, wann die Anstren­gun­gen aus­rei­chend sind und den Zweck erfül­len. Ver­hält­nis­mä­ßig­keit spielt kei­ne Rol­le mehr, (Ver­hält­nis­mä­ßig­keit, Bil­lio­nen Aus­ga­ben), die Bedro­hung besteht im Prin­zip unend­lich und prak­tisch so lan­ge, wie sie im Sin­ne der Herr­schen­den funk­tio­niert, wir also tun, was sie wol­len. Was ist, wenn die Kli­ma­ka­ta­stro­phe nicht ein­tritt, wenn das Wet­ter in allen Regio­nen der Erde auch in den nächs­ten zwan­zig oder drei­ßig Jah­ren so bleibt, wie es in den letz­ten zwan­zig oder drei­ßig Jah­ren war? Was ist, wenn zwar Deutsch­land sei­ne Kli­ma­zie­le erreicht, unse­re Anstren­gun­gen, CO₂ zu redu­zie­ren, inso­fern erfolg­reich sind, als zwar der indus­tri­el­le Aus­stoß stark ver­min­dert wird, sein Anteil in der Atmo­sphä­re aber trotz­dem nicht abnimmt oder die Tem­pe­ra­tur trotz Rück­gang des CO₂ Anteils wei­ter steigt?

Ab wel­chem Punkt, bei Errei­chen wel­cher Kri­te­ri­en kön­nen wir den Kampf gegen den Kli­ma­wan­del denn ein­stel­len, wann haben wir gewon­nen und die dro­hen­de Kata­stro­phe abge­wen­det? Was ist, wenn die­se Bedro­hung nie­mals endet und die Ziel­mar­ken stän­dig wei­ter ver­scho­ben wer­den, weil es in Wirk­lich­keit dar­um geht, die Bedro­hung ewig am Lau­fen zu hal­ten, durch die nie­mals enden­de Angst vor der Kata­stro­phe, die nie abzu­bü­ßen­de Schuld[19] und das ewi­ge schlech­te Gewis­sen, die Men­schen dazu zu brin­gen, immer wei­te­re Ein­schrän­kun­gen ihrer Frei­hei­ten[20] und Ver­zicht auf Wohl­stand hin­zu­neh­men[21], wäh­rend bestimm­te Krei­se immer mehr Reich­tum und Kon­trol­le gewin­nen, Kon­trol­le über unser Den­ken und Ver­hal­ten[22], unse­ren Kon­sum[23], unse­re Mobi­li­tät, Ernäh­rung und Gesund­heit[24] – über unser gesam­tes Leben? Was ist, wenn die gan­ze Erzäh­lung von der men­schen­ge­mach­ten Kli­ma­ka­ta­stro­phe nicht nur so aus­sieht wie ein typi­scher Macht- und Mani­pu­la­ti­ons­me­cha­nis­mus, son­dern wenn sie auch nichts ande­res als das ist?

„Wer die Frei­heit auf­gibt, um Sicher­heit zu gewin­nen, wird am Ende bei­des ver­lie­ren.“ Ben­ja­min Franklin

AP, 16.1.2023


[1] https://​www​.tages​spie​gel​.de/​w​i​s​s​e​n​/​k​a​l​t​e​-​t​o​t​e​t​-​m​e​h​r​-​m​e​n​s​c​h​e​n​-​a​l​s​-​h​i​t​z​e​-​5​4​5​4​5​1​7​.​h​tml

[2] https://​www​.swr​.de/​w​i​s​s​e​n​/​1​0​0​0​-​a​n​t​w​o​r​t​e​n​/​i​n​-​w​e​l​c​h​e​m​-​m​o​n​a​t​-​s​t​e​r​b​e​n​-​d​i​e​-​m​e​i​s​t​e​n​-​m​e​n​s​c​h​e​n​-​1​0​0​.​h​tml

[3] https://​www​.welt​.de/​w​i​s​s​e​n​s​c​h​a​f​t​/​p​l​u​s​2​2​4​9​6​5​6​2​9​/​E​i​s​z​e​i​t​-​I​m​-​1​4​-​J​a​h​r​h​u​n​d​e​r​t​-​a​s​s​e​n​-​M​e​n​s​c​h​e​n​-​i​h​r​e​-​H​u​n​d​e​-​u​n​d​-​P​f​e​r​d​e​.​h​tml

[4] https://​www​.scin​exx​.de/​n​e​w​s​/​g​e​o​w​i​s​s​e​n​/​k​l​i​m​a​-​v​e​r​t​r​i​e​b​-​w​i​k​i​n​g​e​r​-​f​r​u​e​h​e​r​-​a​u​s​-​g​r​o​e​n​l​a​nd/

[5] https://​www​.fr​.de/​w​i​s​s​e​n​/​w​e​i​n​a​n​b​a​u​-​n​o​r​d​e​n​-​1​1​5​1​7​4​1​4​.​h​tml

[6] https://​www​.tages​spie​gel​.de/​w​i​s​s​e​n​/​d​e​r​-​r​i​t​t​-​u​b​e​r​s​-​e​i​s​-​6​5​8​0​6​7​5​.​h​tml

[7] https://​www​.archaeo​lo​gie​-online​.de/​n​a​c​h​r​i​c​h​t​e​n​/​d​a​s​-​k​l​i​m​a​-​s​c​h​r​e​i​b​t​-​g​e​s​c​h​i​c​h​t​e​-​9​04/

[8] https://​www​.focus​.de/​w​i​s​s​e​n​/​v​i​d​e​o​s​/​n​o​c​h​-​v​o​r​-​i​h​r​e​r​-​e​n​t​d​e​c​k​u​n​g​-​s​e​e​f​a​h​r​e​r​-​z​e​i​c​h​n​e​t​e​-​1​5​1​3​-​a​n​t​a​r​k​t​i​s​-​i​n​-​w​e​l​t​k​a​r​t​e​-​e​i​n​_​i​d​_​7​2​5​6​3​1​2​.​h​tml

[9] https://​www​.welt​.de/​d​i​e​w​e​l​t​b​e​w​e​g​e​n​/​a​r​t​i​c​l​e​1​3​5​6​3​1​4​4​/​S​o​n​n​e​n​w​i​n​d​e​-​b​e​f​o​e​r​d​e​r​n​-​w​o​m​o​e​g​l​i​c​h​-​d​e​n​-​K​l​i​m​a​w​a​n​d​e​l​.​h​tml

[10] https://​sci​logs​.spek​trum​.de/​k​l​i​m​a​l​o​u​n​g​e​/​d​e​r​-​g​l​o​b​a​l​e​-​c​o​2​-​a​n​s​t​i​e​g​-​d​i​e​-​f​a​k​t​e​n​-​u​n​d​-​d​i​e​-​b​a​u​e​r​n​f​a​e​n​g​e​r​t​r​i​c​ks/

[11] IPCC, Third assess­ment Report 2001, Sec­tion 14.2.2.2., S.774

[12] http://www.zeno.org/Meyers-1905/A/Kohlens%C3%A4ure, http://www.zeno.org/Pierer-1857/A/Kohlens%C3%A4ure, http://www.zeno.org/Brockhaus-1911/A/Kohlens%C3%A4ure

[13] https://de.wikipedia.org/wiki/Kohlenstoffdioxid_in_der_Erdatmosph%C3%A4re

[14] https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_gr%C3%B6%C3%9Ften_Kohlenstoffdioxidemittenten

[15] https://​de​.sta​tis​ta​.com/​s​t​a​t​i​s​t​i​k​/​d​a​t​e​n​/​s​t​u​d​i​e​/​2​2​7​5​/​u​m​f​r​a​g​e​/​h​o​e​h​e​-​d​e​r​-​c​o​2​-​e​m​i​s​s​i​o​n​e​n​-​i​n​-​d​e​u​t​s​c​h​l​a​n​d​-​s​e​i​t​-​1​9​90/

[16] https://​de​.sta​tis​ta​.com/​s​t​a​t​i​s​t​i​k​/​d​a​t​e​n​/​s​t​u​d​i​e​/​3​7​1​8​7​/​u​m​f​r​a​g​e​/​d​e​r​-​w​e​l​t​w​e​i​t​e​-​c​o​2​-​a​u​s​s​t​o​s​s​-​s​e​i​t​-​1​7​51/

[17] https://​www​.stern​.de/​p​a​n​o​r​a​m​a​/​u​m​f​r​a​g​e​-​d​e​s​-​w​e​l​t​w​i​r​t​s​c​h​a​f​t​s​f​o​r​ums – die-groessten-globalen-bedrohungen-33088702.html

[18] https://​www​.focus​.de/​f​i​n​a​n​z​e​n​/​e​i​n​m​a​l​i​g​e​-​g​e​l​e​g​e​n​h​e​i​t​-​w​e​l​t​w​i​r​t​s​c​h​a​f​t​s​f​o​r​u​m​-​f​o​r​d​e​r​t​-​s​t​a​a​t​l​i​c​h​e​-​e​i​n​g​r​i​f​f​e​-​f​u​e​r​-​n​a​c​h​h​a​l​t​i​g​e​-​w​i​r​t​s​c​h​a​f​t​_​i​d​_​1​8​2​8​5​4​7​4​0​.​h​tml

[19] https://​www​.rnd​.de/​p​o​l​i​t​i​k​/​g​r​e​t​a​-​t​h​u​n​b​e​r​g​-​d​e​u​t​s​c​h​l​a​n​d​-​h​a​t​-​h​i​s​t​o​r​i​s​c​h​e​-​s​c​h​u​l​d​-​b​e​i​-​k​l​i​m​a​k​r​i​s​e​-​v​i​e​r​-​g​r​u​e​n​d​e​-​3​M​A​J​W​M​2​M​F​J​A​K​B​I​T​5​T​F​G​N​D​O​6​4​3​A​.​h​tml

[20] https://​deut​sche​-wirt​schafts​-nach​rich​ten​.de/​5​0​9​7​4​1​/​K​l​i​m​a​-​D​e​b​a​t​t​e​-​D​r​o​h​e​n​-​b​a​l​d​-​s​c​h​a​e​r​f​e​r​e​-​F​r​e​i​h​e​i​t​s​b​e​s​c​h​r​a​e​n​k​u​n​g​e​n​-​a​l​s​-​w​a​e​h​r​e​n​d​-​d​e​r​-​P​a​n​d​e​mie

[21] https://​www​.rnd​.de/​w​i​r​t​s​c​h​a​f​t​/​e​i​n​k​a​u​f​-​u​n​d​-​r​e​i​s​e​n​-​v​i​e​l​e​-​v​e​r​b​r​a​u​c​h​e​r​-​w​u​r​d​e​n​-​i​h​r​-​v​e​r​h​a​l​t​e​n​-​f​u​r​-​d​e​n​-​k​l​i​m​a​s​c​h​u​t​z​-​a​n​d​e​r​n​-​S​N​M​P​X​X​J​W​P​D​A​L​P​S​E​S​F​7​U​U​S​J​V​F​F​I​.​h​tml

[22] https://​www​.mer​kur​.de/​l​e​b​e​n​/​s​o​-​v​i​e​l​e​-​m​e​n​s​c​h​e​n​-​h​a​b​e​n​-​i​h​r​-​v​e​r​h​a​l​t​e​n​-​f​u​e​r​s​-​k​l​i​m​a​-​g​e​a​e​n​d​e​r​t​-​z​r​-​1​3​4​8​2​2​3​3​.​h​tml

[23] https://​www​.ard​al​pha​.de/​w​i​s​s​e​n​/​u​m​w​e​l​t​/​k​l​i​m​a​/​k​l​i​m​a​w​a​n​d​e​l​/​k​l​i​m​a​w​a​n​d​e​l​-​k​l​i​m​a​s​c​h​u​t​z​-​e​n​e​r​g​i​e​s​p​a​r​e​n​-​t​i​p​p​s​-​1​0​0​.​h​tml

[24] https://​www​.ard​al​pha​.de/​w​i​s​s​e​n​/​g​e​s​u​n​d​h​e​i​t​/​e​r​n​a​e​h​r​u​n​g​/​e​r​n​a​e​h​r​u​n​g​-​z​u​k​u​n​f​t​-​a​l​g​e​n​-​w​u​e​r​m​e​r​-​k​l​i​m​a​w​a​n​d​e​l​-​f​l​e​i​s​c​h​-​1​0​0​.​h​tml

0 0 votes
Article Rating
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
0 Comments
Oldest
Newest Most Voted
Inline Feedbacks
View all comments