Auf­klä­rung? Wozu?
Wie Senioren unter Druck gesetzt werden

An dieser Stelle möchten wir einen anonymen Gast­autor zu Wort kommen lassen.

© 2020 Cri­tical News – Im Seniorenheim

Hallo, ich möchte euch meine Ein­drücke schil­dern, um momentan meine Groß­mutter (89, auf­grund Schlag­an­fall halb­seitig gelähmt, bett­lä­gerig und mit­tel­schwer dement) im Alten­heim zu besuchen:

  1. Man kommt nur nach Anmel­dung mit nega­tiven Schnell­test (der aus Rachen und beiden Nasen­lö­chern ent­nommen wird, sehr ekel­haft, warum muss das so tief rein?) rein (täg­lich neu). 1 Person pro Tag für 1h
  2. Die Heim­be­wohner, die noch mobil sind dürfen dann ihre Ange­hö­rigen in der Cafe­teria sehen, Abstand und FFP2 Maske der Ange­hö­rigen (trotz nega­tiven Test) ver­steht sich
  3. Ich darf dann auf das Zimmer (eigent­lich dort auch mit Maske, was ich im Zimmer ver­wei­gere), meine Oma liegt also da alleine und wartet, dass ein Ange­hö­riger für eine Stunde kommt, sonst sieht sie nur ab und an einen Pfleger, der ihr die Windel wech­selt und sie füttert…
  4. Ich wollte mal meinen 2‑jährigen Sohn nochmal mit­nehmen, damit sie ihn nochmal sieht, wäre nur nach Test (mit Rachen und Nasen­ab­strich) mög­lich, was wir dann ablehnten
  5. Und nun der Hammer zu den Imp­fungen: heute 15:30 kam die Schwester rein und fragte mich, dass morgen geimpft wird und ob sie geimpft werden solle… ich sagte, dass ich das nicht ent­scheiden darf, weil ich nicht der gesetz­liche Ver­treter bin, aber bei meiner Mutter nach­frage… 20 Minuten später gleiche Frage, ich sagte, dass die Ent­schei­dung noch nicht gefallen ist, ich aber schonmal die Ein­wil­li­gungs­be­schei­ni­gung und den ärzt­li­chen Auf­klä­rungs­bogen mit­nehme und auf Basis dessen meine Mutter ent­scheiden lasse. Sie sagten, dass sie noch nichts wissen, keine Infor­ma­tionen haben und dem Gesund­heitsamt heute melden müssen, wie­viel Impf­dosen diese morgen 08:00 mit­bringen sollen… Meine Frage, wie das orga­ni­sa­to­risch ablaufen soll mit ärzt­li­cher Auf­klä­rung, Ein­ver­ständnis usw. quit­tierten sie nur mit Schul­ter­zu­cken und “…es wäre wohl gut, wenn morgen 8:00 jemand von Ihnen da wäre…” (wohl­ge­merkt nur mit Anmel­dung und nega­tiven Test, Test­sta­tion hat aber dann noch nicht offen). Auch beim warten auf mein Test­ergebnis stellte eine Ange­hö­rige eine ähn­liche Frage…

Ich bin erschüt­tert, wie das abläuft , das hat nichts mit Gesund­heits­für­sorge und Ori­en­tie­rung am Men­schen zu tun, ein­fach nur durch­boxen das Ganze…

Meine Mutter hat tele­fo­nisch eingewilligt 

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