Ich weiß zwar nicht mehr als Sie, bin aber dafür! — Teil 2

Am heu­tigen Dienstag in der Früh erhielten die Ange­hö­rigem erneut Post eines in pri­vater Trä­ger­schaft ste­henden Senio­ren­heims, dass am Montag, 28.12.2020 eben­falls von K. ver­fasst wurde. Das vor­he­rige Schreiben stammte vom 18.12.2020 und hatte die Ange­hö­rigen tags drauf am Samstag früh in der Vor­weih­nachts­zeit erreicht und in große Besorgnis gestürzt, lesen Sie hier:

Das aktu­elle Schreiben möchten wir Ihnen nicht vor­ent­halten. Es ist um die Kon­takt­daten berei­nigt. Warum dieses Schreiben so bedeutsam ist, kann man gleich erahnen, ins­be­son­dere wenn man um den Aspekt weiß, dass die Imp­fung in diesem Seno­ren­heim bereits in den letzten Tagen hätte los­gehen können und sollen bzw. anderswo bereits statt­ge­funden hat.

Zum Ver­gleich sehen Sie die Unter­lagen aus dem ersten Anschreiben im vor­he­rigen Artikel vom 18.12.2020, klicke Sie hier, dann öffnet sich ein wei­terer Tab.

Herr K. schreibt also am 28.12.2020 an die Ange­hö­rigen und “Betreuer*innen” [4]:

“… leider haben wir vom nie­der­säch­si­schen Minis­te­rium für Soziales, Gesund­heit und Gleich­stel­lung die Auf­lage bekommen, das “Auf­klä­rungs­merk­blatt” der Imp­fung gegen Covid-19 noch­mals in aktua­li­sierter Form an Sie zu versenden.”

Nun müssen wir zu unserem Leid­wesen gestehen, dass wir — ent­gegen unserer Gewohn­heit — nicht damit gerechnet haben, dass das am 18.12.2020 bei­gefügte Auf­klä­rungs­merk­blatt (im Schreiben mit Ver­sion 001 bezeichnet) inner­halb so kurzer Zeit aktua­li­siert werden könnte bzw. würde. Offenbar müssen wir wohl in der nächsten Zeit mit vielen wei­teren Aktua­li­sie­rungen rechnen; bei einer drei­stel­ligen Ziffer ist immerhin noch Luft nach oben. 

Wir haben nun Ver­sion 001 des Auf­klä­rungs­merk­blatts mit Ver­sion 002 voll­ständig Wort für Wort ver­gli­chen, wir freuen uns auf Unter­stüt­zung unserer Leser, falls wir etwas über­sehen haben sollten oder sich Fehler ein­ge­schli­chen haben. Wichtig war uns, Men­schen etwas an die Hand zu geben, zumal auf die Ange­hö­rigen, Betreuer und Betreue­rinnen und ins­be­son­dere die Men­schen im Senio­ren­heim offen­kundig emo­tio­naler Druck aus­geübt wurde und wird. Wie Cri­tical News zu dieser Ein­schät­zung kommt, können Sie hier am Bei­spiel eines anderen Falles nachlesen:

https://​cri​tical​-news​.de/​a​u​f​k​l​a​e​r​u​n​g​-​w​o​z​u​-​w​i​e​-​s​e​n​i​o​r​e​n​-​u​n​t​e​r​-​d​r​u​c​k​-​g​e​s​e​t​z​t​-​w​e​r​d​en/

“Schnellst­mög­lich” soll es also am Besten ablaufen, wenn es nach Herrn K. geht, der diesmal sogar einen Frei­um­schlag bei­gefügt hat, damit man das Auf­klä­rungs­merk­blatt wieder unter­schrieben (auf Vorder- und Rück­seite) “schnellst­mög­lich” zurück­senden kann. Es werden sogar Alter­na­tiven auf­ge­zeigt, wie eine mög­liche Abgabe an der Rezep­tion oder in den Brief­kasten des Hauses.[5]

Eile mit Weile. Oder doch nicht?

Aber warum diese Eile? Herr K. teilt auch das mit [6]:

“Erst wenn alle Unter­lagen bei uns vor­liegen, können wir die Ein­rich­tung zur Imp­fung anmelden.

Ob bewusst oder unbe­wusst fügt Herr K. noch an, dass “viele […] von Ihnen” haben “uns das erste Auf­klä­rungs­blatt (Ver­sion 001) schon unter­schrieben zukommen lassen”[7]. “Dafür möchten “wir” uns sehr bei Ihnen bedanken”. Da ist es wieder, dieses “wir”, bei dem man nicht weiß, wer damit gemeint sein könnte, zumal Herr K. nur allein schreibt[8].

Aus wel­chem Grund jemand das Auf­klä­rungs­merk­blatt unbe­dingt unter­zeichnen soll, auch wenn er keine Imp­fung wünscht, lässt Mut­ma­ßungen auf­kommen. Letzt­end­lich werden diese Infor­ma­tionen irgendwo gehortet. Man fragt sich, wozu? Wieso sollte jemand frei­willig unter­schreiben und die Unter­lagen zurück­senden, wenn er selbst die Mei­nung ver­treten sollte, dass die aktu­ellen Imp­fungen etwa unver­ant­wort­lich wären oder gar gegen gel­tendes Recht ver­stoßen würden? Wieso sollte jemand den Frei­um­schlag zurück­senden, wenn er selbst erst Bedenk­zeit brau­chen sollte, um sich zu ent­scheiden, ob seine Ange­hö­rigen über­haupt schon geimpft werden sollen? Kommt viel­leicht wenige Tage später noch eine Ver­sion 003?

Sündenregister für vermeintliche Impfverweigerer?

Eine kleine Ahnung warum man auch von Men­schen Unter­lagen unter­zeichnet haben möchte, die sich oder ihre Ange­hö­rigen bzw. Betreuten nicht geimpft haben wollen, erhält man, wenn man einen Blick auf unseren EU-Partner Spa­nien wirft. In Die Presse vom 28.12.2020 um 18:44 Uhr konnte man lesen, dass Spa­nien ein Register mit “Impf-Ver­wei­geren” plane[9]. Es sei nicht öffent­lich zugäng­lich, werde aber nach Mit­tei­lung des spa­ni­schen Gesund­heits­mi­nis­ters Sal­vador Illa an andere euro­päi­sche Länder wei­ter­ge­geben; der Artikel kann hier gelesen werden. Es muss somit davon aus­ge­gangen werden, dass es bereits Regu­la­rien zu einem euro­päi­schen Aus­tausch der­ar­tiger Daten auch in die ent­ge­gen­ge­setze Rich­tung gibt. Mit Daten­spar­sam­keit und Daten­mi­ni­mie­rung im Sinne von Artikel 5 Nr. 1 c) DSGVO hat der Aufbau einer Daten­bank von Impf­ver­wei­ge­rern wenig zu tun, es sei denn, es werde geplant, in die Per­sön­lich­keits­rechte von Impf­ver­wei­ge­rern ein­zu­greifen und dass man etwaige Ein­schrän­kungen für diese Per­so­nen­gruppe beabsichtige.

Sollen Oma und Opa, deren Ange­hö­rige bzw. deren Betreuer und Betreue­rinnen des­wegen unter­schreiben, damit man sie gleich alle erfassen und in das Sün­den­re­gister der ver­meint­li­chen Impf­ver­wei­gerer ablegen kann? Die Zukunft wird uns diese Frage noch beant­worten. Mit Daten­spar­sam­keit hat das Ganze hin­gegen nichts zu tun.

Ein Kom­men­tator weist unter dem Artikel in Die Presse am 29.12.2020 um ca. 11 Uhr dar­aufhin[10]:

Hat nicht lange gedauert und der Artikel ver­schwindet von der Haupt­seite. Zu heikles Thema und zu viele kri­ti­sche Wortmeldungen.

Inwie­weit das Per­sonal selbst bzw. Herr K. die Pati­enten auf­klärt bzw. moti­viert, sind wei­tere Fragen wert, denn hierzu konnte man bis­lang nichts in Erfah­rung bringen. Auf jeden Fall hat Herr K. es nicht für erfor­der­lich gehalten, von sich aus auf ent­spre­chende Ände­rungen im Auf­klä­rungs­merk­blatt hin­zu­weisen, die nicht uner­heb­lich sind.

Unterschiede zwischen Version 001 und Version 002

Hier stellt sich die berech­tigte Frage, wes­halb den Impf­ärzten, Ange­hö­rigen, Betreuern und Betreue­rinnen und Betreuten sowie den zu Imp­fenden keine Syn­opse zwi­schen altem und neuen Text des Auf­klä­rungs­merk­blatts zwi­schen den Ver­sionen 001 und 002 zur Ver­fü­gung gestellt wird und wes­halb die Behörde die Auf­for­de­rung gegeben hat, den Text zu ändern.

Hin­weise darauf, warum offenbar geschwiegen wird, lie­fert ein aktu­elles Video der Anwälte für Auf­klä­rung vom 29.12.2020[11], das Sie sich unbe­dingt ansehen sollten, unab­hängig davon ob Sie sich, Ihre Ange­hö­rigen oder Betreuten impfen lassen wollen oder nicht. Es geht immerhin nicht um Impf­ver­wei­ge­rung, son­dern eine Risiko-Nutzen-Abwä­gung für jeden ein­zelnen Men­schen. Die dor­tigen Hin­weise sind von einer gewissen Bri­sanz auch für die Haf­tung der Ärzte, die bereits auf Basis einer älteren Ver­sion des Auf­klä­rungs­bo­gens Imp­fungen durch­ge­führt haben. Bitte lesen Sie in diesem Zusam­men­hang auch fol­genden Cri­ti­cial News-Artikel, in dem es um eine neue Arzt­haft­pflicht­ver­si­che­rung des HDI und Ver­si­che­rungs­schutz nun auch für Imp­fung gegen Covid-19 geht[12]:

Impfarzt und Impfende? Zwei Personen?

Auf den Auf­klä­rungs­bögen wird zwar der Impf­arzt zum Unter­schreiben auf­ge­for­dert, nicht jedoch Der­je­nige, der das Auf­klä­rungs­ge­spräch geführt hat. Warum dieser Hin­weis: Offenbar sind Auf­klä­rende und Imp­fende nicht immer die gleiche Person, so dass es hierbei bereits zu einer Dele­gie­rung von Haf­tung kommen könnte. Soll viel­leicht auch der auf­klä­rende Arzt oder auf­klä­rende Nicht-Arzt aus der Ver­ant­wor­tung genommen werden?

Comirnaty?

Im 2. Absatz “Um wel­chen Impf­stoff han­delt es sich?” heißt es im 1. Anschreiben noch “Der hier bespro­chene mRNA-Impf­stoff”, im neuen Anschreiben ist in Klam­mern von “Comirnaty[21]die Rede. Hier wird also nun­mehr kon­kret auf den Impf­stoff von Bio­N­tech ein­ge­gangen. War etwa das erste Schreiben schon soweit fer­tig­ge­stellt, ohne dass die finalen Daten vor­lagen und dies auf Basis eines noch nicht zuge­lassen Impf­stoffes? Gibt es einen Grund für diese beson­dere Eile? Steht hiermit auch das weit­ge­hende Demons­tra­ti­ons­verbot von regie­rungs­kri­ti­schen Men­schen jed­weder Cou­leur in den Wochen vor Weih­nachten in engerem Zusam­men­hang? Wollte man unter allen Umständen eine Auf­klä­rung der im Main­stream gefan­genen Massen ver­hin­dern? Siehe dazu hier.

In beiden Ver­sionen wird offen­sicht­lich die Unwahr­heit vor­ge­tragen. Es heißt: 

“Wei­tere mRNA-Impf­stoffe werden geprüft, sind aber der­zeit noch nicht zugelassen.” 

Zunächst einmal gibt es mitt­ler­weile in anderen Län­dern bereits eine Not­zu­las­sung des mRNA-Impf­stoffes von Moderna, zum anderen fehlt ein Hin­weis darauf, dass es auch andere Impf­stoffe gibt, die im Aus­land bereits per Not­zu­las­sung ein­ge­setzt werden dürfen und abwei­chend nicht auf mRNA-Basis ent­wi­ckelt wurden (z.B. Sputnik‑V in Russ­land, hierzu siehe unseren Cri­tical News Artikel “Zwei­erlei Maß bei Impf­stoffen”, aber auch hier und hier). Eben­falls fehlt ein deut­li­cher Hin­weis darauf, dass auch der hier bespro­chene Impf­stoff von Bio­N­Tech nur per Not­zu­las­sung, nicht also regulär zuge­lassen wurde und dass es sich um eine tele­sko­pierte, stark ver­kürzte Not­zu­las­sung han­delt. Auch wäre ein Hin­weis ange­bracht, dass bis­lang noch nie ein mRNA-Impf­stoff regulär für das Impfen von Men­schen zuge­lassen wurde und dass im kon­kreten Fall sogar Tier­ver­suche über­sprungen wurden.

Impfung in der Schwangerschaft?

Bisher hieß es im Auf­klä­rungs­merk­blatt vom 09.12.2020:

Da noch nicht aus­rei­chende Erfah­rungen vor­liegen, ist die Imp­fung in der Schwan­ger­schaft und Still­zeit der­zeit nicht empfohlen.

Neu heißt es im Auf­klä­rungs­merk­blatt vom 22.12.2020:

Da noch nicht aus­rei­chende Erfah­rungen vor­liegen, ist die Imp­fung in der Schwan­ger­schaft und Still­zeit der­zeit nur nach indi­vi­du­eller Risiko-Nutzen-Abwä­gung empfohlen.

Auf der 2. Seite heißt es: 

“Aber es spricht nichts gegen eine Impfung.” 

Hier stellt sich die Frage: wes­halb? Wo ist die Risiko-Nutzen-Abwä­gung? In Groß­bri­tan­nien sollen bereits Schwan­gere und sogar Babys geimpft worden sein. Sind Impf­stoffe für diese Per­so­nen­gruppe ander­orts etwa not­zu­ge­lassen worden? Wer über­nimmt die Haf­tung, wenn sowas auch in Deutsch­land pas­sieren sollte, wo für den Bio­N­Tech-Impf­stoff keine der­ar­tige Not­zu­las­sung vorliegt?

Auch auf der 2. Seite wurde neu der Name des Impf­stoffes “Comirnaty” eingefügt.

Gesichtslähmung als mögliche Impfreaktion vergessen?

Deut­lich geän­dert wurde der Text zu den mög­li­chen Impf­re­ak­tionen (auch im Aufbau). Bisher war von einer mehr­mo­na­tigen Beob­ach­tungs­zeit, nun­mehr ist von einer zwei­mo­na­tigen Beob­ach­tungs­zeit die Rede. Daraus ergibt sich dann auch, dass Lang­zeit­folgen, etwa auf die Frucht­bar­keit der Geimpften zwangs­weise unbe­kannt sein müssen. Schmerzen an der Ein­stich­stelle waren bisher mit “bis zu 83 % der Geimpften” ange­geben, nun sind es “mehr als 80 %”.“Abge­schla­gen­heit bis zu 59 %”, neu sind es “mehr als 60 %”, Kopf­schmerzen bisher “bis zu 52 %”, neu “Kopf­schmerzen und Frös­teln (mehr als 30 %)”. “Mus­kel­schmerzen (bis zu 37 %)” wurden gestri­chen. Das bis­he­rige “Frös­teln (bis zu 35 %)” wurde wie bereits beschrieben mit “Kopf­schmerzen und Frös­teln (mehr als 30 %)” zusam­men­ge­fasst. “Gelenk­schmerzen (bis zu 22 %)” wurde durch “Gelenk­schmerzen (mehr als 20 %)” ersetzt. “Fieber (bis zu 16 %)” wurde ersetzt durch “Fieber und Schwel­lung der Ein­stich­stelle (mehr als 10 %)”. “Durch­fall (bis zu 11 %)” und “Erbre­chen tritt häufig auf (bis zu 2%)” wurde ersetzt durch “Häufig (zwi­schen 1 % und 10 %) traten Übel­keit und Rötung der Ein­stich­stelle auf.“Anstatt “Lymph­no­ten­schwel­lungen gele­gent­lich (weniger als 1 %)” heißt es nun „Gele­gent­lich (zwi­schen 0,1 % und 1 % traten Lymph­kno­ten­schwel­lungen, Schlaf­lo­sig­keit, Schmerzen in Arm oder Bein, Unwohl­sein und Juck­reiz an der Ein­stich­stelle auf.“

Lockdown für Impfstoff?

Im nächsten Absatz geht es um “Sind Impf­kom­pli­ka­tionen mög­lich?” Auch hier wird neu der kon­krete Impf­stoff benannt. Bisher habe es keine rele­vanten Kom­pli­ka­tionen gegeben. Nun­mehr heißt es weniger positiv:

“In den umfang­rei­chen kli­ni­schen Prü­fungen vor der Zulas­sung wurden nach Gabe des hier bespro­chenen mRNA-Impf­stoffes (Comirnaty®) 4 Fälle (zwi­schen 0,1% und 0,01%) von akuter Gesichts­läh­mung beob­achtet. Ob diese im ursäch­li­chen Zusam­men­hang mit der Imp­fung stehen, wird weiter unter­sucht. Wei­tere schwer­wie­gende Kom­pli­ka­tionen wurden in den kli­ni­schen Stu­dien nicht beob­achtet. Seit Ein­füh­rung der Imp­fung wurden in sehr sel­tenen Fällen Über­emp­find­lich­keits­re­ak­tionen berichtet. Diese traten kurz nach der Imp­fung auf und mussten ärzt­lich behan­delt werden. Grund­sätz­lich können – wie bei allen Impf­stoffen – andere Kom­pli­ka­tionen nicht aus­ge­schlossen werden.”

Hier wurde offenbar eine kon­krete Zahl ein­fach in den Kor­ridor für “sel­tene” Neben­wir­kungen (s.u.) zugeordnet.

Die Gesichtspa­rese (akute Gesichts­läh­mung) wurde in Ver­sion 001 des Auf­klä­rungs­merk­blattes nicht beschrieben, war aber bereits vor den ersten Imp­fungen am Weih­nachts­wo­chen­ende bekannt. Hierzu kur­sierten zuvor Fotos und Videos im Internet. 

© Cri­tical News — Häu­fig­keits­amn­gabem von Nebenwirkungen

Bei einer Häu­fig­keits­an­gabe als Neben­wir­kung “zwi­schen 0,1 % und 0,01 %” liegt die Wahr­schein­lich­keit eine Gesichtspa­rese zu erleiden, im Bereich “selten”, also 1 bis 10 Behan­delte von 10.000 bzw. 10 bis 100 Behan­delte von 100.000 müssen mit einer Gesichtspa­rese rechnen. Bei 83.000.000 Men­schen in Deutsch­land müssten wir letzt­ent­lich aber damit rechnen, dass 8.300 bis 83.000 Men­schen eine Gesichtspa­rese erleiden könnten. 

Keine Gleichbehandlung für Nicht-Geimpfte?

Dr. Hugo Müller-Vogg (Pro­fil­an­gabe: “Publi­zist, Ex-FAZ-Her­aus­geber, twit­tert vor allem über Politik. Motto: Nur tote Fische schwimmen mit dem Strom.”) twit­tert am Dienstag früh[13]:

“Wer sich nicht gegen #Corona impfen lässt, ris­kiert seine Gesund­heit, gefährdet andere, belastet im Fall einer Erkran­kung das Gesund­heits­system. Und diese Impf­gegner sollen durch Gleich­be­hand­lung mit Geimpften belohnt werden?”

Das Risiko, an Covid-19 schwer zu erkranken bzw. zu versterben, betrifft vor allem die so genannten Risi­ko­gruppen. Dies sind z. B. ältere Men­schen mit schweren Vor­er­kran­kungen. Ange­sichts der mög­li­chen Neben­wir­kungen (z. B. Krebs) durch die Imp­fung aller Geimpften, erscheinen solche Kom­men­tare zynisch. Men­schen werden — offen­sicht­lich auch mit finan­zi­eller Anschub­hilfe — medial zu Impf­geg­nern sti­li­siert, eine Nutzen-Risiko-Abwä­gung ist offenbar nicht mehr opportun, wie es noch vor einem Jahr üblich war. Auch stellt sich hier die Frage, wie es mit dem mehr­fach von der Politik voll­mun­digen Ver­spre­chen, dass es keine Impf­pflicht geben werde, bestellt sei. Wie soll eine freie Imp­f­ent­schei­dung mög­lich sein, wenn Unge­impfte damit zu rechnen haben, dass sie ihren Pfle­ge­platz ver­lieren dürften oder ihnen der Zutritt in Theater, Frei­zeit­parks und Gas­tro­nomie ver­wehrt werden könnte? Genau dieser Impf­zwang durch die Hin­tertür, vulgo, durch sozialen Druck, wurde bereits Anfang des Jahres von den angeb­li­chen “Ver­schwö­rungs­theo­re­ti­kern” belä­chelt und als unbe­gründet zurückgewiesen.

Bereits zwei Todesfälle?

Nach­trag am 30.12.2020: Muss nun das Merk­blatt wieder aktua­li­siert werden? Am Dienstag, 29.12.2020, in der Früh meldet Finanz­treff: “Ein erster Todes­fall auf­grund der Covid-19-Imp­fung in der Schweiz — Der Geimpfte reagierte bereits früher negativ auf Grip­pe­imp­fungen”. Dort heißt es[14]:

V‑Safe, das Mel­de­system für Neben­wir­kungen von Impf­stoffen der ame­ri­ka­ni­schen Seu­chen­schutz­be­hörde CDC (Cen­ters for Disease Con­trol) weist für die Imp­fung mit dem Wirk­stoff von Pfizer/Biontech nach fünf Tagen eine Toxi­zi­täts­rate von 2,8 Pro­zent auf. Bei 112’807 Imp­fungen ereig­neten sich 3150 sog. “Health Impact Events”, die die Arbeit ver­un­mög­lichten und ärzt­liche Behand­lung erfor­derten (Stand 18. Dez. 2020).

Bestä­tigt sich der Anteil von 2,8 Pro­zent Neben­wir­kungen, die ärzt­liche Behand­lung erfor­dern, würde dies bei einer Durch­imp­fung der Schweizer Bevöl­ke­rung zu 240’000 zusätz­li­chen Krank­heits­fällen führen, mehr als drei­zehnmal mehr als mit SarsCoV‑2 hos­pi­ta­li­siert wurden (Stand 23. Dezember: 17504 Hos­pi­ta­li­sie­rungen). Die Zahl der Covid-19-Fälle mit Behand­lungs­be­darf aus­ser­halb der Spi­täler wird in der Schweiz aller­dings nicht erhoben. Bei derart häu­figen Neben­wir­kungen ist frag­lich, ob der Nutzen des Impf­stoffs seine Risiken tat­säch­lich über­wiegt, wie die Swiss­medic — “nach minu­tiöser Prü­fung” — in ihrer Medi­en­mit­tei­lung vom 19. Dezember festhält.

Die Stutt­garter Nach­richten hatten am 30.12.2020 hierzu auch einen Artikel mit dem Titel “Coro­na­virus in der Schweiz: Erster Todes­fall auf­grund der Covid-19-Imp­fung[15] zu diesem Todes­fall in der Schweiz eingestellt. 

[16] 30.12.2020, Siche­rung Vor­an­sicht des Arti­kels in den Stutt­garter Nachrichten

Man kann die Vor­an­sicht und den ersten Satz des Arti­kels noch in den Such­ma­schinen finden[17], der Link selbst führt aber mitt­ler­weile zu einer leeren Seite dieser Zeitschrift. 

Such­ma­schine, Vor­an­sicht des gelöschten Artikels

Hier kommen natür­lich wei­tere Fragen auf, denn es heißt dort[17]:

Das Impf­team kon­tak­tierte den zustän­digen Hei­m­arzt nicht. Sonst hätte es erfahren, dass einer der Bewohner eines Pfle­ge­heims in Luzern bereits früher negativ auf eine Grip­pe­imp­fung reagiert hatte.

Ist dies nicht der Grund, wes­halb die Impf­stoff­ent­wick­lung nor­ma­ler­weise Jahre dauert und noch nie ein mRNA-Impf­stoff zur Ver­imp­fung an Men­schen ohne Not­zu­las­sung frei­ge­geben wurde?

Die Men­schen haben bei einer so wich­tigen Ent­schei­dung für ihr Leben, die ins­be­son­dere nicht umkehrbar ist, ein beson­deres Infor­ma­ti­ons­recht, so dass wir uns fragen, aus wel­chen Gründen der Artikel zurück­ge­zogen wurde. Sind es Haf­tungs­gründe, die sich für dieses Impf­team und dieses Pfle­ge­heim ergeben könnten? Sowie es auch für viele andere Impf­teams und Pfle­ge­heime der Fall sein kann, die hoppla hopp ab dem 26.12.2020 Ange­hö­rige, Berufs­be­treuer und Berufs­be­treuer und die Pfle­ge­heim­be­wohner allein durch die Termin­set­zung sowie eine man­gelnden Rück­spra­che­mög­lich­keit mit dem zustän­digen Haus­arzt in Bedrängnis brachten? Was wird geschehen, wenn die jetzt Geimpften die zweite Imp­fung erhalten bzw. sich zuvor anste­cken? Heißt es dann, eine neue Muta­tion des Covid-19 Virus sei ver­ant­wort­lich oder können wir mit fak­ten­ba­sierter, trans­pa­renter Auf­klä­rung rechnen? Wir hegen Zweifel, zumal es in Ver­sion des Auf­klä­rungs­merk­blatts heißt: “In den umfang­rei­chen kli­ni­schen Prü­fungen vor der Zulas­sung wurden nach Gabe des hier bespro­chenen mRNA-Impf­stoffes (Comirnaty®) 4 Fälle (zwi­schen 0,1% und 0,01%) von akuter Gesichts­läh­mung beob­achtet. Ob diese im ursäch­li­chen Zusam­men­hang mit der Imp­fung stehen, wird weiter unter­sucht.

Die The Jeru­salem Post berichtet eben­falls zu einem Todes­fall im zeit­li­chen Zusam­men­hang mit einer Pfizer-Imp­fung unter dem Titel “Man’s fatal heart attack likely unlinked to vac­cine he took 2 hours before” in Israel. Dort heißt es [18]:

A 75-year-old man from Beit She’an died of a heart attack about two hours after being vac­ci­nated against the novel coro­na­virus on Monday morning, the Health Ministry reported.The man had pre­exis­ting con­di­tions and had suf­fered from heart attacks in the past, it said.

Auch Israel National News berichtet im Artikel 75-year-old Israeli man dies 2 hours after get­ting Covid-19 vac­cine zu seinem Tod.

Ent­spre­chend des übli­chen Gebahres könnte man nun fragen: ist er mit oder an der Imp­fung gestorben, zumal diese eben­falls kör­per­liche Reak­tionen auslöst?

Corona-Ampel im Vergleich

Mit dem Kenn­zah­len­system „Inzi­denz­wert“ werden die Land­kreise und kreis­freien Städte abge­bildet, der Zustand Grün mit einem Sieben-Tage-Inzi­denz­wert Iw(7 Tage)  < 35 Neu­in­fek­tionen / 100.000 Ein­wohner stellt den ange­peilten Soll­zu­stand dar. Für den Inzi­denz­wert[20] im 7‑Tages-Mittel gibt es hierbei fol­gende Abstu­fungen in den Land­kreisen / den kreis­freien Städten:

  • Grün: Inzi­denz­wert < 35 Neu­in­fek­tionen / 100.000 Einwohnern,
  • Orange: Inzi­denz­wert > = 35 bis < 50 Neu­in­fek­tionen / 100.000 Einwohnern,
  • Rot: Inzi­denz­wert > = 50 bis < 100 Neu­in­fek­tionen / 100.000 Ein­woh­nern und
  • Dun­kelrot: Inzi­denz­wert > = 100 Neu­in­fek­tionen / 100.000 Einwohnern.

Die Inzi­denz­werte der Corona-Ampel für Orange und Rot liegen somit im Bereich der Kate­gorie der sel­tenen Erkran­kungen, die für Dun­kelrot im untersten Bereich der Kate­gorie für “gele­gent­lich”.. Unter der Kate­gorie „Selten“ gibt es nur noch die Kate­gorie „sehr selten“ bzw. „Ein­zel­fall“.

Für meist in der Kate­gorie „Selten“ bzw. im untersten Bereich der Kate­gorie „Gele­gent­lich lie­gende Ereig­nisse wird in Deutsch­land der Lock­down bzw. Teil-Lock­down aus­ge­löst. Hier stellt sich nun die Frage: wann gibt es den Lock­down für diesen Impfstoff?

Wei­tere Infor­ma­tionen zum Thema erhalten Sie in der Son­der­sen­dung “Kla­ge­paten TV ? LIVE SONDERSENDUNG ? Die Imp­fungen haben begonnen! Was nun?”, in der diesmal Rechts­an­walt und Berufs­be­treuer Holger Fischer durch Tas­silo Wik inter­viewt wird und als einer von den Anwälten für Auf­klä­rung über die neu­esten Ent­wick­lungen berichtet.


[1] Anschreiben von K. vom 28.12.2020 an eine Angehörige

[2] Schreiben von K. vom 28.12.2020, Anlage (Seite 1): Auf­klä­rungs­merk­blatt zur Schutz­imp­fung gegen COVID-19 (Corona Virus Disease 2019) – mit mRNA-Impf­stoff –Stand: 22. Dezember 2020 (dieser Auf­klä­rungs­bogen wird lau­fend aktua­li­siert, 22.12.2020,siehe auch https://​www​.rki​.de/​D​E​/​C​o​n​t​e​n​t​/​I​n​f​e​k​t​/​I​m​p​f​e​n​/​M​a​t​e​r​i​a​l​i​e​n​/​D​o​w​n​l​o​a​d​s​-​C​O​V​I​D​-​1​9​/​A​u​f​k​l​a​e​r​u​n​g​s​b​o​g​e​n​-​d​e​.​p​d​f​;​j​s​e​s​s​i​o​n​i​d​=​C​4​9​A​3​4​0​6​F​5​B​4​C​8​D​9​7​5​E​A​1​B​E​8​5​3​4​A​7​4​6​9​.​i​n​t​e​r​n​e​t​0​8​1​?​_​_​b​l​o​b​=​p​u​b​l​i​c​a​t​i​o​n​F​ile, zuletzt auf­ge­rufen am 29.12.2020

[3] Schreiben von K. vom 28.12.2020, Anlage (Seite 2): Auf­klä­rungs­merk­blatt zur Schutz­imp­fung gegen COVID-19 (Corona Virus Disease 2019) – mit mRNA-Impf­stoff –Stand: 22. Dezember 2020 (dieser Auf­klä­rungs­bogen wird lau­fend aktua­li­siert, 22.12.2020, siehe auch https://​www​.rki​.de/​D​E​/​C​o​n​t​e​n​t​/​I​n​f​e​k​t​/​I​m​p​f​e​n​/​M​a​t​e​r​i​a​l​i​e​n​/​D​o​w​n​l​o​a​d​s​-​C​O​V​I​D​-​1​9​/​A​u​f​k​l​a​e​r​u​n​g​s​b​o​g​e​n​-​d​e​.​p​d​f​;​j​s​e​s​s​i​o​n​i​d​=​C​4​9​A​3​4​0​6​F​5​B​4​C​8​D​9​7​5​E​A​1​B​E​8​5​3​4​A​7​4​6​9​.​i​n​t​e​r​n​e​t​0​8​1​?​_​_​b​l​o​b​=​p​u​b​l​i​c​a​t​i​o​n​F​ile, zuletzt auf­ge­rufen am 29.12.2020

[4] Anschreiben von K. vom 28.12.2020 an eine Angehörige

[5] Ebenda.

[6] Ebenda.

[7] Ebenda.

[8] Ebenda.

[9] Imp­fung, Spa­nien plant Register mit Impf-Ver­wei­ge­rern, Die Presse, APA, 28.12.2020 18:44 Uhr, https://​www​.diepresse​.com/​5​9​1​6​5​5​3​/​s​p​a​n​i​e​n​-​p​l​a​n​t​-​r​e​g​i​s​t​e​r​-​m​i​t​-​i​m​p​f​-​v​e​r​w​e​i​g​e​r​ern, zuletzt auf­ge­rufen am 29.12.2020

[10] Ebenda.

[11] Kla­ge­paten TV ? LIVE SONDERSENDUNG ? Die Imp­fungen haben begonnen! Was nun?, Kla­ge­paten, You­Tube, 29.12.2020, https://​www​.you​tube​.com/​w​a​t​c​h​?​v​=​T​s​K​Q​m​0​E​N​LEU, zuletzt auf­ge­rufen am 29.12.2020

[12] Ste­phan Witte, Neue Arzt­haft­pflicht­ver­si­che­rung des HDI und Ver­si­che­rungs­schutz nun auch für Imp­fung gegen Covid-19
Bio­N­Tech weist in Jah­res­ab­schluss­be­richt auf mög­liche Neben­wir­kungen hin, 11.12.2020, https://​cri​tical​-news​.de/​n​e​u​e​-​a​r​z​t​h​a​f​t​p​f​l​i​c​h​t​v​e​r​s​i​c​h​e​r​u​n​g​-​d​e​s​-​h​d​i​-​u​n​d​-​v​e​r​s​i​c​h​e​r​u​n​g​s​s​c​h​u​t​z​-​n​u​n​-​a​u​c​h​-​f​u​e​r​-​i​m​p​f​u​n​g​-​g​e​g​e​n​-​c​o​v​i​d​-​19/

[13] Hugo Müller-Vogg, Twitter, 29.12.2020 09:06 Uhr, https://​twitter​.com/​h​u​g​o​m​u​e​l​l​e​r​v​o​g​g​/​s​t​a​t​u​s​/​1​3​4​3​8​3​0​7​3​0​0​9​5​4​1​9​3​9​2​?​s​=21, zuletzt auf­ge­rufen am 29.12.2020

[14] Ein erster Todes­fall auf­grund der Covid-19-Imp­fung in der Schweiz — Der Geimpfte reagierte bereits früher negativ auf Grip­pe­imp­fungen, Finanz­treff, 30.12.2020 — 10:31 | Quelle: Dow Jones News­ware, http://www.finanztreff.de/news/ein-erster-todesfall-aufgrund-der-covid-19-impfung-in-der-schweiz+der-geimpfte-reagierte‑b/22954274, zuletzt auf­ge­rufen am 30.12.2020

[15]

[16]

[17]

[18] Maayan Jaffe-Hoffman, Man’s fatal heart attack likely unlinked to vac­cine he took 2 hours before, 28.12.2020 23:23 Uhr, https://m.jpost.com/breaking-news/israel-nears-100000-coronavirus-vaccinations-per-day-goal-653461?fbclid=IwAR3v4HK3lhqnwKmBgW_ItMMkwCAtcjWtVknPuBqN3TcdFCoJJ52pVdOUEDo, zuletzt auf­ge­rufen am 30.12.2020

[19] Arutz Sheva Staff , 75-year-old Israeli man dies 2 hours after get­ting Covid-19 vac­cine, Israel National News, 28.12.2020 1:10 PM, https://​www​.israel​na​tio​nal​news​.com/​N​e​w​s​/​N​e​w​s​.​a​s​p​x​/​2​9​3​865, zuletzt auf­ge­rufen am 30.12.2020

[20] Der Sieben-Tage-Inzi­denz­wert beschreibt, wie viele Men­schen in einem Land­kreis oder einer kreis­freien Stadt inner­halb von sieben Tagen bezogen auf je 100.000 Ein­wohner einen posi­tiven COVID-19-PCR-Test erhalten haben.

[21] Der Impf­stoff Comirnaty (BNT162b2, Bio­n­tech / Pfizer) zur Imp­fung gegen Corona, zuletzt auf­ge­rufen am 29.12.2020

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