Kurz­check: Hun­de­ope­ra­ti­ons­kos­ten­ver­si­che­rung der HanseMerkur

Zum 01.07.2020 hat die Han­se­Merkur All­ge­meine Ver­si­che­rung AG ihre aktu­elle Tier­ope­ra­ti­ons­kos­ten­ver­si­che­rung (Tier-OP-Ver­si­che­rung) für Katzen und Hunde auf den Markt gebracht. An dieser Stelle soll nur der der Tarif für Hunde näher bespro­chen werden.

Der Ver­si­che­rungs­schutz für Hunde steht zur Ver­fü­gung in den Tarif­va­ri­anten Tier-OP-Ver­si­che­rung Smart, Tier-OP-Ver­si­che­rung Easy und Tier-OP-Ver­si­che­rung Best.

Im Antrag ist wahl­weise die Chip­nummer oder die Täto­wie­rungs­nummer anzu­geben. Daraus kann abge­leitet werden, dass nur gechippte oder täto­wierte Hunde ver­si­chert werden können. Bedin­gungs­seitig ist klar­ge­stellt, dass eine „neue oder sich geän­derte Chip­nummer oder Iden­ti­fi­ka­ti­ons­merkmal des ver­si­cherten Tieres“ zwin­gend zu melden ist.

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War­te­zeit­zeiten in Abhän­gig­keit des gewählten Tarifes

Im Rahmen der „Hunde-OP-Ver­si­che­rung“ gilt eine all­ge­meine War­te­zeit von einem Monat (Smart, Easy) bzw. einer Woche (Best). In den Tarifen Easy sowie Best ent­fällt diese für unfall­be­dingte Behand­lungen.

Früher Ver­trags­ab­schluss kon­ser­viert Prämienniveau

Der Ver­si­che­rungs­schutz gilt in der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land. Wäh­rend eines vor­über­ge­henden Auf­ent­halts im Aus­land besteht bis zu 12 Monate welt­weit Versicherungsschutz.

Die Ent­schä­di­gung erfolgt gemäß der im jewei­ligen Land gel­tenden übli­chen Ver­gü­tungen der Tier­ärzte, ist also anders als bei vielen Wett­be­wer­bern nicht auf den Umfang der in der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land gel­tenden Gebüh­ren­ord­nung für Tier­ärzte (GOT) begrenzt. Der Ver­si­cherer bestätigt:

„Es gibt bewusst keine Begren­zung auf die deut­sche GOT.“

Ver­si­che­rungs­fähig sind Hunde ab dem ersten Lebenstag bis zum voll­endeten 9. Lebens­jahr bei Ver­trags­be­ginn. Der Bei­trag richtet sich nach dem Hun­de­alter bei Ver­trags­ab­schluss. Eine auto­ma­ti­sche Bei­trags­an­pas­sung mit höherem Alter ver­si­cherte Hunde findet nicht statt.

Zur Prä­mien­re­du­zie­rung bietet die Han­se­Merkur abwei­chend zur stan­dard­mäßig ein­ge­stellten monat­li­chen Zah­lungs­weise einen Nach­lass bei jähr­li­cher Zah­lung. Ein wei­terer Rabatt ist durch Ver­ein­ba­rung einer Selbst­be­tei­li­gung von 250 Euro des Ver­si­che­rungs­neh­mers an jedem Scha­den­fall mög­lich. Im Tarif Smart ist die Ver­ein­ba­rung eines Selbst­be­halts obli­ga­to­risch. Glei­ches gilt für Hunde, die bei Ver­si­che­rungs­be­ginn älter als 5 Jahre sind.

Grö­ßen­pro­gnose bei Misch­lingen unabdingbar

Der Bei­trag richtet sich nach der Rasse und dem Ein­tritts­alter des zu ver­si­chernden Tieres. Bei Misch­lingen wird unter­schieden zwi­schen sol­chen bis 44 cm Schul­ter­höhe und sol­chen ab 45 cm Schul­ter­höhe. Gemäß tele­fo­ni­scher Aus­kunft des Ver­si­che­rers beziehe sich dies auf die durch­schnitt­liche Schul­ter­höhe eines aus­ge­wach­senen Hundes. So mag ein rein­ras­siger Schä­fer­hund bei Geburt z. B. nur 7 bis 15 cm Schul­ter­höhe haben, als aus­ge­wach­senes Tier aber etwa 60 bis 65 cm Schul­ter­höhe errei­chen. Die durch­schnitt­liche Schul­ter­höhe eines Labrador-Schä­fer­hund-Misch­lings dürfte regel­mäßig auch 45 cm Schul­ter­höhe übersteigen.

Die Bei­trags­zah­lung bei der Han­se­Merkur ist per Rech­nung (außer bei monat­li­cher Zahl­weise) oder per SEPA-Mandat möglich.

Bei Ver­ein­ba­rung einer monat­li­chen Zah­lungs­weise beträgt der Bei­trag bei­spiel­haft für einen rein­ras­sigen Labrador im Tarif Best je nach Eintrittsalter:

Alterohne Selbst­be­haltmit 250 Euro Selbstbehalt
015,47 €20,17 €
116,27 €21,24 €
216,80 €21,96 €
317,33 €22,66 €
418,04 €23,62 €
518,87 €24,74 €
619,83 €nicht mög­lich
720,84 €nicht mög­lich
821,88 €nicht mög­lich

Die Tarife Easy und Best können durch den Bau­stein „Zahn­zu­satz­op­tion für Ihren Hund“ erwei­tert werden. Der Bau­stein kostet 1,50 Euro monat­lich bei Ver­ein­ba­rung eines Selbst­be­halts von 250 Euro bzw. 2,50 Euro monat­lich ohne Selbstbehalt.

Bedin­gungen und Ange­bots­rechner treffen keine Unter­schei­dung, ob ein Hund privat als Haus­tier, als Jagd- oder Wach­hund, Zucht­hündin, Blin­den­führ­hund, Ret­tungs­hund, The­ra­pie­hund gehalten wird oder ob ein VDH-Hun­de­füh­rer­schein bzw. eine Begleit­hun­de­prü­fung ein­ge­setzt wird.

Ver­si­che­rungs­schutz ab Geburt

Quelle: https://​www​.han​se​merkur​.de/​h​u​n​d​e​-​o​p​-​v​e​r​s​i​c​h​e​r​u​n​g​/​o​n​l​i​n​e​-​a​n​t​rag, Aufruf vom 22.06.2021

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Ergän­zende Hun­de­hal­ter­haft­pflicht in den meisten Bun­des­län­dern Pflicht

Die Hun­de­ope­ra­ti­ons­kos­ten­ver­si­che­rung wird auf unbe­fris­tete Zeit geschlossen. Die Kün­di­gung kann wäh­rend der ursprüng­lich ver­ein­barten Ver­trags­lauf­zeit mit Frist von drei Monaten zum Ablauf, anschie­ßend täg­lich gekün­digt werden. Der Ver­si­cherer kann den Ver­trag mit Frist von drei Monaten zum Ende der ursprüng­lich abge­schlos­senen Lauf­zeit kün­digen, anschlie­ßend mit Frist von drei Monaten zur jewei­ligen Haupt­fäl­lig­keit. Die regu­läre Ver­trags­lauf­zeit beträgt ein Jahr. Ein Ver­zicht auf das ordent­liche Kün­di­gungs­recht besteht nicht.

Die Haupt­fäl­lig­keit richtet sich nach dem Ver­si­che­rungs­be­ginn des Ver­trages. Das Ver­si­che­rungs­jahr weicht somit regel­mäßig vom Kalen­der­jahr ab.

Neben der Hunde-OP-Ver­si­che­rung bietet die Han­se­Merkur auch eine Hun­de­halter-Haft­pflicht­ver­si­che­rung an.

Aus­ge­wählte Leis­tungen des Tarifs Hunde-OP-Ver­si­che­rung Best der HanseMerkur

  • Freie Tier­arzt­wahl.
  • Erstattet werden Leis­tungen bis zum drei­fa­chen Satz der Gebüh­ren­ord­nung für Tier­ärzte (GOT), in Not­dienst­zeiten bis zum vier­fa­chen Satz. Meist erfolgt in der Praxis eine Abrech­nung zum zwei- bis drei­fa­chen Satz GOT, ver­ein­zelt auch zum vier­fa­chen Satz.
  • Mit­ver­si­chert sind ope­ra­ti­ons­vor­be­rei­tende Unter­su­chungen, um zu einer Dia­gnose und Behand­lungs­me­thode zu kommen.
  • Medi­zi­nisch not­wen­dige Nach­be­hand­lungen nach einer ver­si­cherten Ope­ra­tion werden bis zu sechs Wochen nach dem Ein­griff erstattet.
  • Kosten für die Unter­brin­gung in einer Tier­klinik oder einer Tier­arzt­praxis, um die Gene­sung des Hundes medi­zi­nisch sicher­zu­stellen, werden bis zu sechs Wochen nach einer ver­si­cherten Ope­ra­tion übernommen.
  • Die Kosten für einen Rei­se­rück­tritt, die ent­stehen, wenn der Ver­si­che­rungs­nehmer eine gebuchte Urlaubs­reise auf­grund einer unfall­be­dingt erfor­der­li­chen Ope­ra­tion des ver­si­cherten Hundes nicht antreten kann, werden bis zu 1.000 Euro übernommen.
  • Mit­ver­si­chert sind die Kosten für eine nach einer ver­si­cherten Ope­ra­tion durch­ge­führte Phy­sio­the­rapie (zum Bei­spiel Lauf­band, Aqua­trainer) für bis zu vier Wochen danach
  • Ver­si­che­rungs­schutz sowohl bei Nar­kose als auch Schmer­zaus­schal­tung. Ent­spre­chend dürften auch Sedie­rung und Lokal­an­äs­thesie unter den Begriff „Schmer­zaus­schal­tung“ fallen, auch wenn dies nicht klar­ge­stellt wird.
  • Ver­si­chert sind Ope­ra­tionen auf­grund einer Ell­bo­gen­ge­lenks­dys­plasie (ED) oder Hüft­ge­lenks­dys­plasie (HD). Dies gilt auch für alle im Zusam­men­hang ste­henden Behand­lungen unab­hängig von der Ursache (zum Bei­spiel ange­boren, erworben, gene­tisch- oder unfall­be­dingt). Trotz feh­lender Klar­stel­lung mit­ver­si­chert sind Ope­ra­tionen infolge des brachy­ce­phalen obstruk­tiven Syn­droms (Kurz- oder Rund­köp­fig­keit). Typi­sche Sym­ptome sind z. B. Kurz­at­mig­keit oder lautes Schnar­chen sowohl im Schlaf- oder Wach­zu­stand. Der Ver­si­cherer stellt klar, dass die Mit­ver­si­che­rung „für alle Erkran­kungen“ gelte. Auch gelte:

„Ope­ra­tionen, die nicht explizit aus­ge­schlossen sind, sind versichert.“

Vor­aus­set­zung für die Mit­ver­si­che­rung ist, dass die gesund­heit­li­chen Ein­schrän­kungen bei Antrags­stel­lung noch nicht bekannt waren und zu diesem Zeit­punkt auch noch kein Behand­lungs­be­darf bestand.“

  • Sofern die „Zahn­zu­satz­op­tion für Ihren Hund“ mit­ver­si­chert ist, werden die Kosten für die vete­rinär-medi­zi­nisch not­wen­dige Kor­rektur von Zahn- und Kie­fer­ano­ma­lien und Zahn­ex­trak­tionen und Wur­zel­be­hand­lungen über­nommen. Nicht ver­si­chert bleiben Ope­ra­tionen zur (kosmetischen/ästhetischen) Kor­rektur von Zahn- und Kie­fer­ano­ma­lien, Zahn­ersatz (Pro­thetik), pro­phy­lak­ti­sche Zahn­rei­ni­gung und -politur sowie Zahn­stein­ent­fer­nung.
  • Kein Aus­schluss für einen medi­zi­nisch not­wen­digen Kai­ser­schnitt
  • Kein Aus­schluss für eine medi­zi­nisch not­wen­dige Kas­tra­tion bzw. Ste­ri­li­sa­tion
  • Kein Aus­schluss für Ope­ra­tionen, die im Zusam­men­hang mit dem Decken oder der Schein­träch­tig­keit des ver­si­cherten Hundes stehen.
  • Aus­drück­liche Über­nahme der Kosten für Dia­gnostik wie z. B. CT, MRT oder Ultra­schall. Wenn ein ver­si­cherter Hund etwa wegen eines Band­schei­ben­vor­falls ope­riert werden muss (ca. 2.000 bis 3.000 Euro), so kostet allein der MRT hierzu je nach Quelle zwi­schen 300 und 330 Euro oder sogar ab 1.200 Euro zusätzlich.
  • Ver­si­che­rungs­schutz für die ope­ra­tive Behand­lung von Krank­heiten oder ange­bo­rene Fehl­ent­wick­lungen, die dem Ver­si­che­rungs­nehmer bei Antrags­stel­lung nicht bekannt und zu diesem Zeit­punkt auch nicht behand­lungs­be­dürftig waren
  • Der Ver­si­che­rungs­schutz bleibt unab­hängig vom Alter des ver­si­cherten Tieres in vollem Umfang bestehen.
  • Aus­drück­li­ches Recht des Ver­si­che­rungs­neh­mers auf Direkt­ab­rech­nung mit dem Tierarzt 

Aus­ge­wählte Ein­schrän­kungen des Tarifs Hunde-OP-Ver­si­che­rung Best der HanseMerkur

  • Ver­si­che­rungs­schutz nur mit Angaben zum Gesundheitszustand
  • Keine Inno­va­ti­ons­klausel für prä­mi­en­neu­trale Leistungsverbesserungen
  • Kein Ver­zicht auf das ordent­liche Kündigungsrecht
  • Ver­si­che­rungs­schutz nur für Ope­ra­tionen, sofern die Haut oder dar­unter lie­gendes Gewebe mehr als punkt­förmig durch­trennt werden. Dies bedeutet aller­dings auch, dass z. B. ein Aus­schluss für die Punk­tion von Flüs­sig­keits­an­samm­lungen (Ödemen) bestehen würde.
  • Keine aus­drück­liche Über­nahme der Kosten für Tele­dia­gnostik und Tele­be­ra­tung in Bezug auf eine ver­si­cherte Ope­ra­tion durch einen Tier­arzt. Der Ver­si­cherer stellt klar:

„Tele­dia­gnostik und Tele­be­ra­tung sind nicht aus­ge­schlossen und somit grund­sätz­lich ver­si­chert, wenn es sich um ope­ra­ti­ons­vor­be­rei­tende Unter­su­chungen han­delt. (Im Fall der Ope­ra­tions-kos­ten­ver­si­che­rung aller­dings prak­tisch schwer vor­stellbar – wohl eher im Bereich der Tierkrankenversicherung).“

  • Keine aus­drück­liche Über­nahme der Kosten für Laser­the­rapie. Laut Ver­si­cherer seien solche Kosten im Zusam­men­hang mit einer ver­si­cherten Ope­ra­tion jedoch versichert.
  • Keine Mit­ver­si­che­rung der Ent­fer­nung von Gift-/Schadkörpern, sofern diese nicht im Ein­zel­fall eine ver­si­cherte Ope­ra­tion darstellen
  • Nicht ver­si­chert sind Ope­ra­tionen durch Krank­heiten, Unfälle oder ange­bo­rene, gene­tisch bedingte oder erwor­bene ana­to­mi­sche Fehl­ent­wick­lungen, die dem Ver­si­che­rungs­nehmer bei Antrag­stel­lung bekannt, ange­raten oder erfor­der­lich waren.
  • Nicht ver­si­chert sind Ope­ra­tionen, die der Her­stel­lung des jewei­ligen Ras­se­stan­dards dienen und ästhe­ti­schen Cha­rakter haben. Dies gilt auch für Maß­nahmen am Gebiss des Hundes.
  • Nicht ver­si­chert sind Ope­ra­tionen zur Kor­rektur von Zahn- und Kie­fer­ano­ma­lien sowie Zahn­ersatz (Pro­thetik).
  • Nicht ver­si­chert sind Ope­ra­tionen von Krank­heiten und Unfällen durch Krieg, kriegs­ähn­liche Ereig­nisse, Bür­ger­krieg, Revo­lu­tion, Rebel­lion oder Auf­stand, hoheit­liche Ein­griffe, innere Unruhen, Streik oder Aus­sper­rung, Erd­beben, Über­schwem­mung, Kern­energie, nukleare Strah­lung oder radio­ak­tive Sub­stanzen. Das gilt ohne Berück­sich­ti­gung mit­wir­kender Ursachen.
  • Keine Über­nahme der Kosten für eine tier­ärzt­liche Kenn­zeich­nung durch einen Iden­ti­fi­zie­rungschip nach ISO-Norm. Der Ver­si­cherer stellt klar, dass es sich hierbei um keine Ope­ra­tion im Sinne der Bedin­gungen handele.
  • Keine aus­drück­liche Über­nahme der Kosten für Pfle­ge­mittel und Hilfs­mittel (z.B. Tra­ge­vor­rich­tungen, Geh­hilfen, Geschirr). Der Ver­si­cherer stellt jedoch klar:

„Wenn es zur Nach­be­hand­lung der Ope­ra­tion zählt, dann versichert.“

  • Keine aus­drück­liche Über­nahme der Kosten für Medi­ka­mente im Zusam­men­hang mit ver­si­cherten Ope­ra­tionen. Das Unter­nehmen stellt jedoch klar:

„Medi­ka­mente sind ver­si­chert im Rahmen der Nachbehandlung“

  • Kein aus­drück­li­cher Ver­si­che­rungs­schutz für eine Fremd­kör­per­ent­fer­nung ohne Endo­skop. Der Ver­si­cherer stellt jedoch klar, dass Ver­si­che­rungs­schutz bestünde, wenn dies durch eine Ope­ra­tion im Sinne der Bedin­gungen erfolge.
  • Kein aus­drück­li­cher Ver­si­che­rungs­schutz für eine Ope­ra­tion wegen medi­zi­nisch not­wen­diger Pro­thesen (künst­liche Glied­maßen, künst­liche Gelenke, künst­liche Organe und Organ­teile, so z. B. ein künst­li­ches Hüft­ge­lenk).  Laut Ver­si­cherer bestehe hierfür jeweils Ver­si­che­rungs­schutz, da kein Aus­schluss bestehe. Zahn­pro­thesen sind jedoch aus­ge­schlossen, da sie als her­aus­nehm­barer Zahn­ersatz unter den Aus­schluss nach Ziffer 2.3 für „Ope­ra­tionen zur Kor­rektur von Zahn- und Kie­fer­ano­ma­lien sowie Zahn­ersatz (Pro­thetik)“ fallen.
  • Kein Ver­si­che­rungs­schutz für nicht­in­va­sive Behand­lungen, da es sich um keine Ope­ra­tionen im Sinne der Bedin­gungen handelt.
  • Keine Klar­stel­lung, inwie­fern Ope­ra­tionen unter Anwen­dung von minimal-inva­siven Ope­ra­ti­ons­me­thoden mit­ver­si­chert sein sollen. Zum Teil werden minimal-inva­sive Methoden etwa zur Ent­fer­nung von Harn­steinen ver­wendet[1].

„Minimal-inva­sive Ope­ra­tionen beinhalten chir­ur­gi­sche Ein­griffe, die über kleine Ein­schnitte durch die Haut in eine Kör­per­höhle (wie etwa in den Bauch- oder Brust­raum, Gelenke) erfolgen. Die Bilder werden ver­grö­ßert auf einem Monitor im OP dar­ge­stellt.“[2]

Der Ver­si­cherer stellt klar:

„Minimal-invasiv“ erfüllt nicht die bedin­gungs­ge­mäße Defi­ni­tion einer Ope­ra­tion. Sollte die OP aller­dings mit meh­reren inva­siven Geräten durch­ge­führt werden, wird dies als Ope­ra­tion anerkannt.“

  • Kein Ver­si­che­rungs­schutz für endo­sko­pi­sche Ein­griffe, da diese keine Ope­ra­tion beinhalten.

„Mit­hilfe eines Endo­skops inspi­ziert der Tier­arzt innere Kör­per­höhlen und Organe, die sich durch eine Ultra­schall-Unter­su­chung oder Röntgen-Unter­su­chung nicht aus­rei­chend beur­teilen lassen. Ohne die Endo­skopie wäre es sonst nur durch eine Ope­ra­tion mög­lich, das Innere des Kör­pers zu betrachten.“[3]

  • Keine aus­drück­liche Mit­ver­si­che­rung von Biop­sien (Gewebe-Probe-Ent­nahmen). Um eine Biopsie zu ent­nehmen, ist unter anderem eine ört­liche Betäu­bung erfor­der­lich und es werden ent­weder Gewe­be­proben oder auch Proben von inneren Organen bzw. Kno­chen ent­nommen.[4] Der Ver­si­cherer stellt mit E‑Mail vom 13.07.2021 klar:

„Biop­sien sind nicht ver­si­chert, da keine Ope­ra­tion im Sinne der Definition.“

  • Keine Ver­sor­gung des Hundes bei medi­zi­nisch not­wen­digem Kran­ken­haus­auf­ent­halt des Hundehalters.
  • Keine Über­nahme von Rück­rei­se­kosten für das ver­si­cherte Tier bei Scha­den­fällen im Ausland
  • Keine Über­nahme von Wege­geld, Rei­se­kosten oder Ver­weil­geld für Haus­be­suche des Tier­arztes von nach­ge­wie­se­ner­maßen trans­port­un­fä­higen Tieren
  • Keine Über­nahme der not­wen­digen Kosten für Ein­schlä­fe­rung durch Injektion
  • Keine Kos­ten­über­nahme für die Erst­be­hand­lung der Welpen einer ver­si­cherten Hündin bzw. Ope­ra­tionen von Welpen, die kurz nach der Nie­der­kunft des ver­si­cherten Mut­ter­tiers erfor­der­lich werden
  • Kein Ver­si­che­rungs­schutz für medi­zi­ni­sche Maß­nahmen, deren Behand­lung nicht nach dem aktu­ellen und all­ge­meinen Stand der vete­rinär-medi­zi­ni­schen Wis­sen­schaft als geeignet erscheinen ent­spre­chen. Ent­spre­chend sind „wis­sen­schaft­lich nicht all­ge­mein aner­kannte Dia­gnose- und The­ra­pie­maß­nahmen wie die Gold­im­plan­ta­tion sowie Ope­ra­tionen und Heil­be­hand­lungen durch Nicht­tier­ärzte“ (z. B. Heil­prak­tiker) ausgeschlossen.
  • Keine Mit­ver­si­che­rung für vom Tier­arzt durch­ge­führte alter­na­tive Heil­me­thoden (z. B. Homöo­pa­thie oder Aku­punktur) oder rege­ne­ra­tive The­ra­pien (z. B. Auto­loges Kon­di­tio­niertes Plasma, Orthokin-Ver­fahren, Platel­elet Rich Plasma oder Stamm­zel­len­the­rapie) die im Rahmen einer Ope­ra­tion vor­ge­nommen werden
  • Kein Ver­si­che­rungs­schutz für Behand­lungen mit Phy­to­the­rapie (Pflan­zen­heil­kunde) oder Osteo­pa­thie (Druck­be­hand­lung des Bewe­gungs­ap­pa­rates, innerer Organe oder von Schä­del­platten, Kreuz­bein sowie Hirn- und Rückenmarkshäuten).
  • Kein Ver­si­che­rungs­schutz für eine unblu­tige Repo­si­tion luxierter Gelenke.
  • Da es sich um eine Tier­ope­ra­ti­ons­kosten- und keine Tier­kran­ken­ver­si­che­rung han­delt, keine Kos­ten­über­nahme u. a. für Vor­sor­ge­un­ter­su­chungen, Imp­fungen, Wurm­kuren, Para­si­ten­mittel, Zahn­be­hand­lungen (über den Umfang des optio­nalen Bau­steins „Zahn­zu­satz­op­tion für Ihren Hund“ hinaus), Zahn­fleischer­satz (Ging­vio­plastik) oder rein kos­me­ti­sche Kor­rek­turen von Zahn- und Kie­fer­ano­ma­lien.

[1] Rafael Nickel „Endo­sko­pi­sche Laser­li­tho­tripsie in der Klein­tier­me­dizin“ auf „hund​kat​ze​pferd​.com“. Auf­zu­rufen unter http://​www​.hund​kat​ze​pferd​.com/​a​r​c​h​i​v​e​/​7​8​6​7​4​7​/​E​n​d​o​s​k​o​p​i​s​c​h​e​-​L​a​s​e​r​l​i​t​h​o​t​r​i​p​s​i​e​-​i​n​-​d​e​r​-​K​l​e​i​n​t​i​e​r​m​e​d​i​z​i​n​.​h​tml, zuletzt auf­ge­rufen am 23.06.2021

[2] „MINIMAL-INVASIVE OPERATIONEN IN DER TIERKLINIK NEANDERTAL“ auf „tier​klinik​-nean​dertal​.de“. Auf­zu­rufen unter https://​www​.tier​klinik​-nean​dertal​.de/​l​e​i​s​t​u​n​g​e​n​/​c​h​i​r​u​r​g​i​e​/​m​i​n​i​m​a​l​-​i​n​v​a​s​i​v​e​-​o​p​e​r​a​t​i​o​n​e​n​.​h​tml, zuletzt auf­ge­rufen am 23.06.2021

[3] „Endo­sko­pien (Spie­gel­un­ter­su­chungen) bei Tieren“ auf „tier​me​di​zin​portal​.de“. Auf­zu­rufen unter https://​www​.tier​me​di​zin​portal​.de/​d​i​a​g​n​o​s​e​/​e​n​d​o​s​k​o​p​i​e​n​-​s​p​i​e​g​e​l​u​n​t​e​r​s​u​c​h​u​n​g​e​n​-​b​e​i​-​t​i​e​r​e​n​/​2​3​5​123, zuletzt auf­ge­rufen am 23.06.2021

[4] „Gewe­be­proben-Ent­nahme (Biopsie) bei Tieren“ auf „tier​me​di​zin​portal​.de“. Auf­zu­rufen unter https://​www​.tier​me​di​zin​portal​.de/​d​i​a​g​n​o​s​e​/​g​e​w​e​b​e​p​r​o​b​e​n​-​e​n​t​n​a​h​m​e​-​b​i​o​p​s​i​e​-​b​e​i​-​t​i​e​r​e​n​/​3​6​3​236, zuletzt auf­ge­rufen am 23.06.2021.

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