Kurz­check: Die Betriebs­haft­pflicht­ver­si­che­rung der VHV – HHD 2018

Der Tarif „Handel, Hand­werk, Dienst­leis­tungen (AVB FIRMENPROTECT) 2018“ der VHV ging am 01.09.2017 an den Start, ist aber immer noch ver­kaufs­offen und aktuell. Meist wird er kurz als „Handel, Hand­werk und Dienst­leis­tungen“ („HHD“) bezeichnet.

Ver­si­che­rungs­schutz besteht in Höhe von 5 Mil­lionen Euro pau­schal für Personen‑, Sach- und Ver­mö­gens­schäden ein­schließ­lich Bear­bei­tungs- und Lei­tungs­schäden. Eine Ver­si­che­rungs­sum­men­er­hö­hung auf 10 Mil­lionen Euro wird von der VHV auf Anfrage ange­boten.

Grund­sätz­lich bietet die VHV in der Betriebs­haft­pflicht­ver­si­che­rung eine zwei­fache Maxi­mie­rung der Ver­si­che­rungs­summe an.

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Ein­zelne Leis­tungen sind bran­chen­üb­lich mit Sub­li­mits ver­sehen, bei­spiels­weise Mietsach­schäden an Arbeits­ma­schinen, Arbeits­ge­räten, sons­tigen Kraft­fahr­zeugen und Was­ser­fahr­zeugen bis 300.000 Euro mit 500 Euro Selbst­be­halt oder Nach­bes­se­rungs­be­gleit­schäden bis 300.000 Euro, davon Nut­zungs­aus­fall maximal 100.000 Euro und jeweils mit 1.000 Euro Selbstbehalt.

Ein gene­reller Selbst­be­halt ist im Tarif für Handel, Hand­werk und Dienst­leis­tungen nicht vorgesehen.

Lauf­zeit­nach­lässe oder Rabatte zur Prä­mien­re­du­zie­rung sind im Tarif grund­sätz­lich nicht vorgesehen.

Der Leis­tungs­um­fang wird über die AVB sowie ergän­zende Zusatz­ver­ein­ba­rungen für bestimmte Bran­chen dar­ge­stellt. Optio­nale Zusatz­ver­ein­ba­rungen für die AVB Fir­men­pro­tect sind:

  • Zusatz­be­din­gungen für Heil­ne­ben­be­rufe, Körper- und Gesund­heits­pflege (ZB Heil­ne­ben­be­rufe) 2020, Stand 07.2019
  • Zusatz­be­din­gungen für Gas­tro­nomie- und Beher­ber­gungs­be­triebe (ZB Gas­tro­nomie) 2020, Stand 07.2019
  • Zusatz­be­din­gungen für die Betriebs-Haft­pflicht­ver­si­che­rung von Kfz-Dienst­leis­tern (ZB Kfz-Dienst­leister) 2018, Stand 09.2017

Der Ver­si­che­rungs­schutz kann optional um eine Pri­vate Haft­pflicht­ver­si­che­rung sowie eine Tier­hal­ter­haft­pflicht­ver­si­che­rung ergänzt werden.

Obwohl das Angebot der VHV für viele Betriebs­arten geeignet sein kann, wird bei­spiels­weise kein Ver­si­che­rungs­schutz für Akus­tiker (der Begriff ist als sol­ches für die VHV zu unbe­stimmt – die VHV hat aber bspw. Hör­ge­rä­te­a­kus­tiker als Ver­si­cherte Berufs­gruppe) oder Zwangs­ver­walter (diese gehören nach dem Ver­ständnis der VHV nicht in den Tarif für HDD, son­dern in VH) geboten. Meso­the­rapie werde laut VHV auf Anfrage gegen Zuschlag mit­ver­si­chert.  Micro­need­ling sei bereits bedin­gungs­gemäß ein­ge­schlossen. Vor­aus­set­zung sei aber, dass der Ver­si­che­rungs­nehmer diese Tätig­keiten auf­grund seiner Aus- und Fort­bil­dung aus­üben dürfe. Im Scha­den­fall sei dem Ver­si­cherer ein ent­spre­chender Aus- und/oder Fort­bil­dungs­nach­weis vor­zu­legen (ZB Heil­ne­ben­be­rufe I, 1.).

Die Prä­mi­en­kal­ku­la­tion bei der VHV für den HHD-Tarif erfolgt auf Basis der Zahl der beschäf­tigten Per­sonen ein­schließ­lich des Ver­si­che­rungs­neh­mers. Erzielt ein Unter­nehmen einen Jah­res­um­satz von über 2 Mil­lionen Euro, ist im Ein­zel­fall eine Prä­mi­en­be­stim­mung auf Basis des Brut­to­jah­res­um­satzes not­wendig. Dies wird jedoch nicht in dem für Makler ver­füg­baren Tarif­rechner VOKIS ausgewiesen. 

Betriebe aus dem Bereich der Kfz-Dienst­leister werden bei der VHV auf Grund­lage der Lohn- und Gehalts­summe policiert.

Die VHV bietet Versi­che­rungs­schutz nur für deut­sche Firmen mit im Inland zuläs­sigen Rechts­formen, also z.B. eine GmbH, UG, GbR und wei­tere Rechtsformen.

Eine all­ge­meine Bewer­tung des Leis­tungs­um­fangs für den HHD-Tarif wird dadurch erschwert, dass je nach Betriebsart unter­schied­liche Klau­seln vom System hin­zu­ge­wählt bzw. auto­ma­tisch als unver­si­chert ange­steuert werden. Das bedeutet zwar einen indi­vi­du­el­leren Ver­si­che­rungs­schutz für bestimmte Betriebs­arten, eine ins­ge­samt jedoch erschwerte Über­sicht für den Vermittler.

Der Brut­to­jah­res­beitrag für den HHD-Tarif liegt pau­schal für die ver­si­cher­baren Berufs­gruppen bei 119,00 Euro inklu­sive Versicherungssteuer.

Aus­ge­wählte Vor­teile für die AVB FIRMENPROTECT 2018 für Handel, Hand­werk und Gewerbe

  • Deckungs­summe 5 Mil­lionen Euro pau­schal für Personen‑, Sach- und Ver­mö­gens­schäden. Eine höhere Deckungs­summe ist auf Anfrage möglich
  • Mit­ver­si­chert sind Heiz­öl­tanks zur Behei­zung eigener Räume ohne Men­gen­be­gren­zung und Die­sel­tanks zur Betan­kung eigener Fahr­zeuge bis 10.000 Liter. Für Klein­ge­binde gilt eine Begren­zung auf 50.000 l / kg ins­ge­samt bzw. 1.000 l / kg je Einzelgebinde
  • Mietsach­schäden an zu betrieb­li­chen Zwe­cken gemie­teten oder gepach­teten Gebäuden, Räumen sowie deren Aus­stat­tung, deren wesent­li­chen Bestand­teilen sowie wesent­li­chen Bestand­teilen eines zu gewerb­li­chen Zwe­cken gemieteten/gepachteten Grund­stücks bis zur Deckungssumme
  • Be- und Ent­la­de­schäden an Land‑, Luft- und Was­ser­fahr­zeugen bzw. Con­tai­nern. Mit­ver­si­chert sind unter bestimmten Vor­aus­set­zungen auch Schäden an nicht für den Ver­si­che­rungs­nehmer bestimmter Ladung (Ziffer A1‑6.4.2.3)
  • Aus­drück­liche Mit­ver­si­che­rung von Bearbeitungs‑, Tätig­keits- und Obhuts­schäden. Dies gilt aller­dings nicht für alle ver­si­cher­baren Berufe und wird z.B. über die Klausel A 956 für Anti­qua­riate aus­ge­schlossen. Aus­ge­schlossen sind bei Anti­qua­riaten Bear­bei­tungs­schäden an Sachen, die sich beim VN zur Lohnbe- oder ‑ver­ar­bei­tung, Repa­ratur oder sons­tigen Zwe­cken (z. B. Verpackungs‑, Kom­mis­sio­nie­rungs­ar­beiten, Foto‑, Restau­ra­ti­ons­ar­beiten, Pro­duk­ti­ons­mittel) befinden, befunden haben oder von ihm über­nommen wurden

Tätig­keits­schaden: Schäden durch bewusste und gewollte Ein­wir­kung auf fremde Sachen im Rahmen einer gewollten gewerb­li­chen bzw. beruf­li­chen Tätig­keit durch den Ver­si­che­rungs­nehmer.  Nicht davon erfasst sind Erfüllungsschäden.

Bei­spiele:

Mit­ver­si­chert sind bei der VHV die Repa­ratur eines Fahr­rads oder Fern­se­hers im Kun­den­be­sitz, Schäden bei der Über­prü­fung der erfolg­rei­chen Repa­ratur von Kun­den­ei­gentum bzw. die War­tung einer Arbeits­ma­schine, z.B. eines Aufsitzrasenmähers.

Ein typi­scher Tätig­keits­schaden wäre auch die Lampe, die ein Hand­werker abmon­tieren muss, um eine andere Tätig­keit aus­üben zu können und die anschlie­ßend bei der Mon­tage beschä­digt oder zer­stört wird.

Für die in im Tarif ver­si­cher­bare Ziel­gruppe ein pas­sendes Bei­spiel wäre ein Restau­rant, dass einem Kunden Speisen mit einem Wär­me­rechaud anlie­fert und dieses auf den Tisch des Kunden stellt. Am nächsten Tag holt der Restau­rant­be­treiber als Ver­si­che­rungs­nehmer das Rechaud ab und stellt mit Schre­cken Seng­schäden auf dem Tisch fest. Da der Ver­si­che­rungs­nehmer keinen Auf­trag hatte, den Tisch zu bear­beiten (also mit einem Seng­schaden zu ver­sehen), liegt hier ein bei der VHV ver­si­cherter Tätig­keits­schaden vor.

Schwer­wie­gen­dere Folgen hätte ein Schaden, bei dem ein Hand­werker ver­se­hent­lich eine Was­ser­lei­tung anbohrt und dadurch einen erheb­li­chen Lei­tungs­was­serfol­ge­schaden verursacht.

  • Im Rahmen der Sub­un­ter­neh­mer­klausel erstreckt sich der Ver­si­che­rungs­schutz auch auf vom Sub­un­ter­nehmer aus­ge­führte Bau­tä­tig­keiten und ‑ver­rich­tungen, die über das Tätig­keits­feld des Ver­si­che­rungs­neh­mers hinausgehen.

Wer Gene­ral­unter- oder ‑über­nehmer ver­si­chern möchte, benö­tigt das Spe­zi­al­pro­dukt Bau­pro­tect, da im Tarif GDD Bau­tä­tig­keiten nicht zur Ziel­gruppe gehören. Hierzu die VHV: 

„Da GU/GÜ-Tätig­keiten auch die unmit­tel­bare Eigen­aus­füh­rung und ‑ver­ant­wor­tung des VN für diese Bau­tä­tig­keiten dar­stellen würde, gehört dies schlichtweg nicht in HHD“.

  • Ver­si­che­rungs­schutz für recht­lich selb­stän­dige Toch­ter­un­ter­nehmen besteht nur, sofern wei­tere Ver­si­che­rungs­orte gemäß Indi­vi­du­al­ver­ein­ba­rung bean­tragt wurden. Für unselb­stän­dige Filialen oder Zweig­nie­der­las­sungen besteht im Rahmen der Bedin­gungen Deckungs­schutz wie für den Versicherungsnehmer
  • Ver­lust fremder Schlüssel, Code­karten und Trans­ponder bis zur Ver­si­che­rungs­summe. Kein Ver­si­che­rungs­schutz für Schäden an Schlüs­seln zu Tre­soren, Möbel oder sons­tigen beweg­li­chen Sachen (z.B. Kfz). Fol­ge­schäden sind bis 300.000 Euro mitversichert.
  • Betrei­ber­haft­pflicht­ver­si­che­rung für Haft­pflicht­an­sprüche aus dem Betrieb von Block­heiz­kraft­werken, von Windkraft‑, Wasserkraft‑, Geo­thermie- und Pho­to­vol­ta­ik­an­lagen bis zu einer Gesamt­leis­tung kleiner 1 MW, die der Eigen- und/oder Fremd­ver­sor­gung (als betrieb­li­cher Neben­zweck) auf den ver­si­cherten Gebäuden, Gebäu­de­teilen und Grund­stü­cken inner­halb der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land, außer­halb ver­si­cherter Betriebs­grund­stücke nur auf­grund beson­derer Vereinbarung
  • Für Gas­tro­nomie- und Beher­ber­gungs­be­triebe gelten gene­rell auto­ma­tisch die ZB Gas­tro­nomie 2020 (H 398) ver­ein­bart. Mit­ver­si­chert ist die gesetz­liche Haft­pflicht aus Beschä­di­gung, Ver­nich­tung oder Abhan­den­kommen der von Restau­ra­ti­ons­gästen zur Auf­be­wah­rung über­ge­benen Sachen bis zu einer Höchs­ter­satz­leis­tung in Höhe von 10.000 Euro je Gast und Tag. Mit­ver­si­chert ist die gesetz­liche Haft­pflicht aus Ver­lust, Ver­wech­se­lung oder Beschä­di­gung von Gar­de­ro­ben­stü­cken, die von Gästen in einer ständig bewachten, nur dem Gar­de­ro­ben­per­sonal zugäng­li­chen Gar­de­robe abge­geben worden sind, in der Gar­de­ro­ben­scheine aus­ge­geben werden. Als Gar­de­ro­ben­stücke gelten auch Taschen und Schirme. Wei­terhin gibt es – wie all­ge­mein üblich – in 3.1.3 der ZB Haft­pflicht­an­sprüche, die nicht ver­si­chert gelten. Mit­ver­si­chert ist die gesetz­liche Haft­pflicht aus Beschä­di­gung, Ver­nich­tung oder Abhan­den­kommen der von beher­bergten Gästen ein­ge­brachten Sachen bis zu einer Höchs­ter­satz­leis­tung in Höhe von 10.000 Euro je Zimmer und Tag.
  • Mit­ver­si­chert sind Män­gel­be­sei­ti­gungs­kosten ohne Nach­bes­se­rungs­kosten, sofern ein Fol­ge­schaden ein­ge­treten ist und ohne die Kosten des Ver­si­che­rungs­neh­mers zur Besei­ti­gung des Man­gels an der Werk­leis­tung selbst. Ver­si­che­rungs­schutz besteht ohne Sub­limit oder Selbst­be­halt. Über A1-18 (Nach­bes­se­rungs­be­gleit­schäden) können Nach­bes­se­rungs­be­gleit­schäden optional mit einem Sub­limit und einem Selbst­be­halt als Teil der Kosten abge­si­chert werden. Dar­über hinaus gibt es für Händler in Fir­men­pro­tect die Klausel A 947, wenn ein Gerät schon bei Gefahr­über­gang man­gel­haft war.  In der Regel spielt die Mit­ver­si­che­rung sol­cher Schäden eher eine Rolle für Per­sonen, die hand­werk­lich z.B. im Bau­haupt- oder Neben­ge­werbe tätig sind.
  • Schäden durch elek­tro­ni­schen Daten­aus­tausch bis 1 Mil­lion Euro. Dem Ver­si­che­rungs­nehmer obliegt es, dass seine aus­zu­tau­schenden, zu über­mit­telnden, bereit­ge­stellten Daten durch z.B. Fire­wall und Viren­scanner gesi­chert und geschützt werden, die dem Stand der Technik ent­spre­chen. Der Ver­si­che­rungs­schutz besteht welt­weit, also auch, wenn die ver­si­cherten Haft­pflicht­an­sprüche nicht in euro­päi­schen Staaten und nicht nach dem Recht euro­päi­schen Staaten gel­tend gemacht werden
  • Mit­ver­si­chert ist die Ver­let­zung von Per­sön­lich­keits­rechts­ver­let­zungen und Namens­rechts­ver­let­zungen, nicht jedoch aus der Ver­let­zung von Urhe­ber­rechten. Die Mit­ver­si­che­rung von Haft­pflicht­an­sprü­chen infolge von Per­sön­lich­keits- und Namen­rechts­ver­let­zungen ist nicht beschränkt auf Schäden im Zusam­men­hang mit elek­tro­ni­schem Daten­ver­kehr bzw. der ver­si­cherten Ver­let­zung von Datenschutzgesetzen
  • Bau­her­ren­haft­pflicht für eigene Bau­vor­haben (Neu­bauten, Umbauten, Repa­ra­turen, Abbruch- und Erd­ar­beiten) bis zur Ver­si­che­rungs­summe eingeschlossen)
  • Mit­ver­si­che­rung von Ver­mö­gens­schäden durch die Ver­let­zung von Datenschutzgesetzen
  • Mit­ver­si­chert sind Haft­pflicht­an­sprüche aus der Teil­nahme an Betriebs­ver­an­stal­tungen (z.B. Betriebs­aus­flügen oder Betriebs­feiern). Betriebs­an­ge­hö­rige gelte als Mit­ver­si­cherte nach Ziffer A1‑2.1.2 mit den­selben Deckungs­rechten wie der Ver­si­che­rungs­nehmer selbst. Klar­ge­stellt ist die Mit­ver­si­che­rung der Bewir­tung der Gäste sowie den Vor­be­rei­tungen hierzu inner­halb und außer­halb der Betriebsräume.
  • Ver­si­che­rungs­schutz besteht für die gesetz­liche Haft­pflicht des Ver­si­che­rungs­neh­mers für die Beauf­tra­gung von Sub­un­ter­neh­mern.
  • Ver­si­che­rungs­schutz für Haft­pflicht­an­sprüche wegen Ver­stößen gegen das AGG bis in Höhe von 3 Mil­lionen Euro
  • Mit­ver­si­che­rung von Schäden an selbst­fah­renden und nicht selbst­fah­renden Arbeits­ma­schinen und Arbeits­ge­räten, an Anhän­gern sowie an sons­tigen nicht zulas­sungs­pflich­tigen Kraft­fahr­zeugen, die der Ver­si­che­rungs­nehmer aus Anlass von Arbeiten auf fremden Grund­stü­cken oder auf sons­tigem eigenen Betriebs­ge­lände von einem dort tätigen anderen Unter­nehmen gemietet, geliehen, gepachtet oder auf­grund eines beson­deren Ver­wah­rungs­ver­trages in Besitz hat bis 300.000 Euro mit 500 Euro Selbstbehalt
  • Mietsach­schäden an selbst­fah­renden und nicht selbst­fah­renden Arbeits­ma­schinen, Arbeits­ge­räten und Anhän­gern, die der Ver­si­che­rungs­nehmer von fremden Unter­nehmen bis maximal 3 Monaten gemietet, geliehen, gepachtet oder auf­grund eines beson­deren Ver­wah­rungs­ver­trages in Besitz hat bis 300.000 Euro mit 500 Euro Selbstbehalt
  • Ver­si­che­rungs­schutz für Schäden an ver­si­cherten Was­ser­fahr­zeugen, die der Ver­si­che­rungs­nehmer für betriebliche/berufliche Zwecke gemietet, geliehen, gepachtet oder auf­grund eines beson­deren Ver­wah­rungs­ver­trages in Besitz hat, bis 300.000 Euro mit 500 Euro Selbstbehalt
  • Ein­schluss der kon­ven­tio­nellen Pro­dukt­haft­pflicht bezogen auf den Pro­duk­tions- und Tätig­keits­um­fang der Betriebs­be­schrei­bung, die sich aus dem Ver­si­che­rungs­schein und seinen Nach­trägen ergibt. Ein­ge­schlossen ist die Pro­dukt­haft­pflicht für ver­ein­barte Eigen­schaften, das Umwelt­haft­pflicht-Pro­dukt­ri­siko sowie Schäden durch Strahlen.
  • Abwehr unbe­rech­tigter Ansprüche auch bis zur Höhe eines ggf. ver­ein­barten Selbst­be­halts (siehe Ziffer A‑1.5). Bei einigen Wett­be­wer­bern besteht bis zur Höhe eines Selbst­be­halts kein Ver­si­che­rungs­schutz, was auch Folgen haben kann, falls der Ver­si­che­rungs­nehmer gegen­über dem Schä­diger bereits ein Schuld­an­er­kenntnis abge­geben hat
  • Zusatz­bau­stein 1 zur Umwelt­scha­den­ver­si­che­rung ist je Ver­si­che­rungs­fall sowie für alle Ver­si­che­rungs­fälle eines Ver­si­che­rungs­jahres im Rahmen einer geson­derten Ver­si­che­rungs­summe in Höhe der für sons­tige Schäden (Sach- und Ver­mö­gens­schäden) ver­ein­barten Ver­si­che­rungs­summe, höchs­tens jedoch in Höhe von 5.000.000 Euro mit­ver­si­chert. Der Zusatz­bau­stein 2 (Schäden durch den Ver­si­che­rungs­nehmer als Ver­ur­sa­cher als Eigen­tümer, Mieter, Lea­sing­nehmer, Pächter oder Ent­leiher des Bodens) kann optional nach Risi­ko­prü­fung durch die VHV für die im Ver­si­che­rungs­schein dekla­rierten Grund­stücke mit­ver­si­chert werden.
  • Die erwei­terte Pro­dukt­haft­pflicht z.B. für durch den Ver­si­che­rungs­nehmer gelie­ferte Erzeug­nisse wird von der VHV gegen Zuschlag und auf Anfrage ange­boten. Sofern ver­ein­bart, gilt der Ver­si­che­rungs­schutz auch für Verbindungs‑, Ver­mi­schungs- und Ver­ar­bei­tungs­schäden, Wei­terver- oder ‑bear­bei­tungs­schäden, Aus- und Ein­bau­kosten, Ersatz­maß­nahmen inkl. Ein­zel­tei­le­aus­tausch bis 300.000 Euro je Ver­si­che­rungs­fall, Schäden durch man­gel­hafte Maschinen, Mess‑, Steuer- und Regel­technik, Formen und Werk­zeuge inkl. erwei­terter Maschi­nen­klausel, Prüf- und Sor­tie­rungs­kosten (neu bis zur Ver­si­che­rungs­summe), Man­gel­hafte Ver­pa­ckungs­ma­te­ria­lien mit/ohne EAN-Codie­rung sowie die Erwei­terte Pro­dukt­haft­pflicht bei lohn­be­ar­bei­teten Sachen
  • Bei voll­stän­diger Betriebs­auf­gabe Nach­haf­tung gemäß Ziffer A1‑3.2.3 bis 10 Jahre. Diese Frist kann im Ein­zel­fall wichtig sein, da aktuell für Bücher, Inven­tare, Jah­res­ab­schlüsse und sons­tige rele­vante Unter­legen in der Regel eine Auf­be­wah­rungs­frist von zehn Jahre zu beachten ist

Aus­ge­wählte Nach­teile für die AVB FIRMENPROTECT 2018 für Handel, Hand­werk und Dienstleistungen

  • Leis­tungs-Update-Garantie gilt nur, wenn durch ein Tari­f­up­date aus­schließ­lich Ver­bes­se­rungen vor­ge­nommen werden, d.h. es besteht kein Anspruch auf diese Leis­tung, wenn ein Tari­f­up­date neben bei­spiels­weise 20 Ver­bes­se­rungen eine ein­zige Stelle besitzt, die auch zum Nach­teil des Kunden führen könnte. In der Ver­gan­gen­heit hat die VHV die Inno­va­ti­ons­klausel abwei­chend sehr kun­den­freund­lich ausgelegt
  • Feh­lende Garantie, dass nicht zu Lasten des Ver­si­che­rungs­neh­mers von den unver­bind­li­chen Mus­ter­be­din­gungen des GDV abge­wi­chen wird (feh­lende GDV-Garantie)
  • Feh­lende Besitz­stands­ga­rantie (Vor­ver­si­che­r­er­ga­rantie)
  • Feh­lende Dif­fe­renz­de­ckung / Exzedentendeckung
  • Keine Mit­ver­si­che­rung der Hal­tung von Hunden für den ver­si­cherten Betrieb (z.B. als Wach­hunde). Über die optio­nale Tier­hal­ter­haft­pflicht­ver­si­che­rung kann nur das pri­vate Hun­de­halter- und hüter­ri­siko ver­si­chert werden
  • Ver­mie­tung des Betriebs­grund­stücks an Betriebs­fremde im Rahmen des Haus- und Grund­be­sit­zer­haft­pflich­t­ri­sikos nicht aus­drück­lich klar­ge­stellt, nach Ver­si­che­rer­aus­kunft aber eingeschlossen
  • Keine Mit­ver­si­che­rung berufs­ty­pi­scher Neben­tä­tig­keiten in anderen Hand­werken gemäß § 5 der Hand­werks­ord­nung, auch dann nicht, wenn sie mit dem aus­ge­übten Hand­werk tech­nisch oder fach­lich zusam­men­hängen oder es wirt­schaft­lich ergänzen. Eben­falls nicht ver­si­chert sind die Über­nahme und Aus­füh­rung selbst­stän­diger Auf­träge in fremden Hand­werken. Diese Leis­tung spielt nur für solche Betriebe eine Rolle, die neben der Han­dels­tä­tig­keit auch hand­werk­lich tätig sind (z.B. Musi­ka­li­en­handel, der auch Musik­in­stru­mente repa­riert). Grund­sätz­lich, so die VHV,

 „gehören Schäden aus Repa­ra­tur­ar­beiten hieraus zum Erfül­lungs­schaden und sind damit außer­halb der Deckung.

Wir haben jedoch in den AVB unter A1‑6.4.1.2 die Lohn­be­ar­bei­tungs­schäden mit­ver­si­chert – aller­dings mit einem Selbst­be­halt von 10%, min­des­tens 5.000 EUR.

Auch wen der recht hohe Selbst­be­halt eine prak­ti­sche Ein­schrän­kung bedeutet, haben wir damit als einer der wenigen Ver­si­cherer über­haupt eine Deckung eben für diesen sonst nicht gedeckten Erfül­lungs­be­reich bei Repa­ra­tur­ar­beiten etc.“

  • Es besteht Ver­si­che­rungs­schutz auch für die Ver­gabe von (Teil-)Leistungen aus selbst über­nom­menen Auf­trägen an fremde Unter­nehmen (Sub­un­ter­nehmer).  Der Ver­si­che­rungs­schutz erstreckt sich auch auf vom Sub­un­ter­nehmer aus­ge­führte Bau­tä­tig­keiten und ‑ver­rich­tungen, die über das Tätig­keits­feld des Ver­si­che­rungs­neh­mers hin­aus­gehen. Kein Ver­si­che­rungs­schutz kann her­ge­leitet werden für Arbeiten und Tätig­keiten des Sub­un­ter­neh­mers, die nicht der Betriebs­be­schrei­bung ent­spre­chen bzw. das der Betriebs­be­schrei­bung ent­spre­chende Hand­werk gemäß § 5 Hand­werks­ord­nung nicht ergänzen oder nicht mit diesem zusam­men­hängen, sofern diese weder Bau­tä­tig­keiten noch Bau­ver­rich­tungen sind.  Vom Ver­si­che­rungs­schutz aus­ge­schlossen bleibt in jedem Fall die per­sön­liche gesetz­liche Haft­pflicht dieser Unter­nehmen und ihrer Betriebsangehörigen)
  • Welt­weite Aus­lands­de­ckung aus Anlass von Geschäfts­reisen, aus Teil­nahme an Aus­stel­lungen, Kon­gressen, Messen und Märkten, für indi­rekte Exporte sowie welt­weite Direkt­im­porte. Für Erzeug­nisse, die der Ver­si­che­rungs­nehmer in die USA, US-Ter­ri­to­rien oder Kanada gelie­fert oder lie­fern lassen hat bzw. die dorthin gelangt sind, besteht Ver­si­che­rungs­schutz nur nach beson­derer Ver­ein­ba­rung. Eben­falls einer beson­deren Ver­ein­ba­rung bedarf die Ver­si­che­rung der Haft­pflicht für im Aus­land gele­gene selbst­stän­dige Betriebs­stätten (z.B. Pro­duk­tions- oder Ver­triebs­nie­der­las­sungen, Läger etc.) bzw. recht­lich unselbst­stän­dige Betriebs­stätten des ver­si­cherten Unter­neh­mens in den USA, US-Ter­ri­to­rien, Kanada sowie der Schweiz.
  • Keine Mit­ver­si­che­rung des Ver­triebs von Pro­dukten unter eigenem Namen als Qua­si­her­steller (z.B. bei Import von Waren aus dem Nicht-EWR-Raum wie China)
  • Kein Ver­si­che­rungs­schutz für die neben­be­ruf­liche Gut­ach­ter­tä­tig­keit von Hand­werks­meis­tern als Versicherungsnehmer
  • Keine aus­drück­liche Mit­ver­si­che­rung der Aus­lie­fe­rung von Waren (z.B. Home­ser­vice, Bring­dienst). Diese Leis­tung sei nach Aus­kunft der VHV aus­drück­lich mit­ver­si­chert, da die Bedin­gungen hierfür keinen Aus­schluss vorsehen
  • Nicht ver­si­chert ist der Besitz, das Halten, Ver­wenden, Ver­mieten oder Ver­leihen von selbst­fah­renden Arbeits­ma­schinen und Stap­lern mit einer Höchst­ge­schwin­dig­keit von über 20 km/h
  • „Ver­steckte“ Selbst­be­halte für Nach­bes­se­rungs­be­gleit­schäden (1.000 Euro), Mietsach­schäden an Arbeits­ma­schinen, Arbeits­ge­räten, sons­tigen Kraft­fahr­zeugen und Was­ser­fahr­zeugen (500 Euro) sowie im Rahmen der erwei­terten Pro­dukt­haft­pflicht (10% Selbst­be­halt, min. 2.500 Euro, bei Seri­en­schäden abwei­chend pau­schal 5.000 Euro). „Ver­steckt“ bezeichnet hier Selbst­be­halte, die zusätz­lich zu einem all­ge­mein zum Ver­trag gel­tenden Selbst­be­halt Anwen­dung finden.
  • Keine 24-Stunden-Home-Ser­vice (Orga­ni­sa­tions- und Ver­mitt­lungs­dienst­leis­tungen)
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