Inter­view mit Herrn Sinan Acar von Haus Wäch­ter GmbH

Am 08.12.2025 führ­te Ste­phan Wit­te ein Inter­view mit Herrn Sinan Acar, dem Geschäfts­füh­rer der Haus Wäch­ter GmbH aus Han­no­ver. Das Unter­neh­men betreut Kun­den in der Regi­on Han­no­ver sowie im angren­zen­den Umland. Herr Acar ist staat­lich geprüf­ter Schäd­lings­be­kämp­fer und spe­zia­li­siert auf die Bekämp­fung u. a. von Rat­ten, Mäu­sen, Mar­dern und Siebenschläfern.

© 2026 Cri­ti­cal News — Sinan Acar, Geschäfts­füh­rer der Haus Wäch­ter GmbH 

Ste­phan Wit­te: Mir gegen­über sitzt Herr Sinan Acar von der Haus Wäch­ter GmbH. Kön­nen Sie etwas über Ihre Fir­ma erzäh­len, was machen Sie und mit wem arbei­ten Sie zusammen?

Sinan Acar: Ger­ne. Ich bin Sinan Acar, Geschäfts­füh­rer der Haus Wäch­ter GmbH. Wir sind im Bereich der pro­fes­sio­nel­len Schäd­lings­be­kämp­fung tätig und decken nahe­zu alle klas­si­schen Berei­che ab – von Schad­na­gern wie Rat­ten und Mäu­sen bis hin zu Insek­ten­be­fall. Aktu­ell sind wir noch nicht auf Wasch­bä­ren und den Eichen­pro­zes­si­ons­spin­ner spe­zia­li­siert, pla­nen jedoch, unser Leis­tungs­spek­trum in Zukunft ent­spre­chend zu erweitern.

Wir arbei­ten unter ande­rem mit Ver­si­che­run­gen wie der HUK-Coburg und der VGH zusam­men. In bestimm­ten Fäl­len, bei­spiels­wei­se bei Rohr­schä­den mit dar­aus resul­tie­ren­dem Rat­ten­be­fall, über­neh­men Ver­si­che­run­gen die Kos­ten oder ver­mit­teln ent­spre­chen­de Fach­be­trie­be wie uns.

Ste­phan Wit­te: Was sind so die typi­schen Scha­den­fäl­le, zu denen Sie geru­fen werden?

© 2026 Cri­ti­cal News — Schäd­lings­be­fall durch Mäuse

Sinan Acar: Typi­sche Fäl­le sind häu­fig Rohr­schä­den, ins­be­son­de­re bei älte­ren Gebäu­den mit porö­sen Guss­lei­tun­gen. Die­se wer­den von Rat­ten genutzt, um sich Zugang zum Gebäu­de zu ver­schaf­fen – im Extrem­fall sogar über die Toi­let­te. Das sind klas­si­sche Akut­fäl­le, bei denen schnel­les Han­deln gefragt ist.

Dar­über hin­aus tre­ten Schä­den an Fas­sa­den oder Däm­mun­gen auf, durch die sich Schad­na­ger bis in Dach­be­rei­che vor­ar­bei­ten. Unse­re Auf­ga­be ist es dann, neben der Bekämp­fung auch eine umfas­sen­de Schwach­stel­len­ana­ly­se am Gebäu­de durchzuführen.

Ste­phan Wit­te: Was sind typi­sche Schwach­stel­len bei Gebäuden?

Sinan Acar: Sehr häu­fig fin­den wir offe­ne Lüf­tungs- oder Deh­nungs­fu­gen. Die­se sind kon­struk­ti­ons­be­dingt vor­han­den, bie­ten aber auch idea­le Ein­tritts­stel­len für Schäd­lin­ge. Wir ver­schlie­ßen die­se mit spe­zi­el­len Edel­stahl­ele­men­ten, soge­nann­ten „Bie­nen­bei­ßern“. Die­se sind lang­le­big, rost­frei und sor­gen dafür, dass weder Schad­na­ger noch Insek­ten ein­drin­gen kön­nen. Damit haben wir sehr gute Erfah­run­gen gemacht.

Ste­phan Wit­te: Was war der teu­ers­te oder spe­zi­ells­te Scha­den, den Sie bis­her erlebt haben?

Sinan Acar: Ein beson­ders gra­vie­ren­der Fall war ein Rat­ten­be­fall in einem kaum genutz­ten Kel­ler. Durch einen Rohr­scha­den konn­ten sich die Tie­re über einen lan­gen Zeit­raum unge­stört aus­brei­ten. Dabei wur­den Möbel, Tep­pi­che und sogar Kabel mas­siv beschä­digt. Gera­de bei Kabeln ent­ste­hen schnell Fol­ge­schä­den, etwa durch Aus­fäl­le von Inter­net oder Tech­nik. Der Gesamt­scha­den lag in die­sem Fall im fünf­stel­li­gen Bereich.

© 2026 Cri­ti­cal News — Mau­se­fal­le schlägt zu

Ste­phan Wit­te: Vie­le Ver­si­che­rer über­neh­men in ihren Wohn­ge­bäu­de­ta­ri­fen Biss­schä­den durch Mar­der oder ande­re Nage­tie­re bis in Höhe von etwa 5.000 Euro, meist jedoch kei­ne Fol­ge­schä­den. Sind die­se Sum­men aus­rei­chend und wel­che Fol­ge­schä­den kom­men in der Pra­xis vor?

Sinan Acar: In der Pra­xis rei­chen die­se Sum­men häu­fig nicht aus. Die eigent­li­chen Biss­schä­den sind oft nur ein Teil des Pro­blems. Deut­lich kos­ten­in­ten­si­ver sind die Fol­ge­schä­den, etwa durch beschä­dig­te Lei­tun­gen, Feuch­tig­keit oder tech­ni­sche Aus­fäl­le. Gera­de bei Däm­mun­gen, Kabeln oder Rohr­sys­te­men ent­ste­hen schnell deut­lich höhe­re Kos­ten. Des­halb ist es ent­schei­dend, früh­zei­tig zu handeln.

Ste­phan Wit­te: Was soll­ten Kun­den tun, wenn sie Schäd­lings­be­fall fest­stel­len, und was sind die häu­figs­ten Fehler?

Wiki­pe­dia: „Bei ent­spre­chen­dem Nah­rungs­an­ge­bot ist die Haus­maus das gan­ze Jahr über fort­pflan­zungs­fä­hig und wirft bis zu acht Mal jähr­lich durch­schnitt­lich drei bis acht Junge.“

Sinan Acar: Das Wich­tigs­te ist, früh­zei­tig zu reagie­ren. Vie­le ver­su­chen zunächst, das Pro­blem selbst zu lösen, was oft dazu führt, dass sich der Befall wei­ter aus­brei­tet. Ein häu­fi­ger Feh­ler ist auch, die Ursa­chen nicht zu besei­ti­gen – also Zugän­ge oder Nah­rungs­quel­len bestehen zu las­sen. Wir emp­feh­len immer eine fach­li­che Ana­ly­se vor Ort, um gezielt und nach­hal­tig vorzugehen.

© 2026 Cri­ti­cal News — Mau­se­fal­le schlägt zu

Ste­phan Wit­te: Mit wel­chen Kos­ten muss man für eine Schäd­lings­be­kämp­fung rechnen?

Sinan Acar: Die Kos­ten sind immer objekt­be­zo­gen und hän­gen von Befalls­stär­ke, Objekt­grö­ße und den Gege­ben­hei­ten ab. Im pri­va­ten Bereich bewe­gen sich Maß­nah­men bei Mäu­sen bei­spiels­wei­se zwi­schen ca. 200 und 450 Euro und bei Rat­ten zwi­schen ca. 280 und 700 Euro. Wich­tig ist uns Trans­pa­renz – der Kun­de erhält vor­ab eine kla­re Ein­schät­zung. Eine Erst­be­sich­ti­gung ist in der Regel unverbindlich.

© 2026 Cri­ti­cal News — „Schlacht­feld“ nach Gift­kö­der­ein­satz gegen Mäusebefall
© 2026 Cri­ti­cal News —  lee­re Mauseköder

Ste­phan Wit­te: In wel­chem Gebiet sind Sie tätig?

Sinan Acar: Unser Schwer­punkt liegt in der Regi­on Han­no­ver und Umge­bung, bei­spiels­wei­se Lehr­te, Garb­sen, Burg­dorf oder Wede­mark. Für grö­ße­re Pro­jek­te oder Gewer­be­kun­den sind wir auch über­re­gio­nal tätig.

Ste­phan Wit­te: Gibt es noch etwas, das Sie ergän­zen möchten?

Sinan Acar: Ja, uns ist wich­tig, dass Schäd­lings­be­kämp­fung nach­hal­tig gedacht wird. Es geht nicht nur um die aku­te Bekämp­fung, son­dern auch dar­um, Ursa­chen zu erken­nen und dau­er­haft zu besei­ti­gen. Gera­de im gewerb­li­chen Bereich set­zen wir zusätz­lich auf struk­tu­rier­te Moni­to­ring- und Dokumentationssysteme.

Ste­phan Wit­te: Wie kann man Sie erreichen?

Sinan Acar: Am bes­ten tele­fo­nisch oder per E‑Mail. Gera­de bei aku­ten Fäl­len reagie­ren wir schnell und ver­ein­ba­ren kurz­fris­tig einen Ter­min zur Besich­ti­gung, um eine pas­sen­de Lösung zu finden.

Ste­phan Wit­te: Herz­li­chen Dank für das Interview.

0 0 Stimmen
Article Rating
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
0 Comments
Älteste
Neueste Meist bewertet
Inline Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen