Tarifana­lyse: Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung der rhion​.digital (Stand 03.2022)

Die rhion​.digital mit dem 2005 gegrün­deten Risi­ko­träger Rhion Ver­si­che­rung AG ist die Mak­ler­marke der Rhein­Land Ver­si­che­rungs­gruppe. Sie hat zum März 2022 ihre bis­he­rige Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung über­ar­beitet. Zur Aus­wahl stehen auf Basis der neuen VGB 2022 die Tarife Stan­dard, Plus und Pre­mium. Kal­ku­la­ti­ons­grund­lage ist für Ein- und Zwei­fa­mi­li­en­häuser jeweils das Qua­drat­me­ter­mo­dell. Für Mehr­fa­mi­li­en­häuser erfolgt eine Berech­nung nach Wohn­ein­heiten erfolgen. Ein Unter­ver­si­che­rungs­ver­zicht besteht, sofern die im Antrag benannte Wohn­fläche maximal um 15 Pro­zent von der tat­säch­li­chen Wohn­fläche abweicht.

Aus­ge­wählte Punkte des Tarifs Pre­mium im Überblick

  • Wohn­ge­bäu­de­tarif nach dem Wohn­flä­chen­mo­dell (Höchst­ent­schä­di­gung anstatt fester Ver­si­che­rungs­summe Wert 1914) für Ein- und Zwei­fa­mi­li­en­häuser bzw. nach Wohn­ein­heiten (Mehr­fa­mi­li­en­häuser)
  • Prämie gestaf­felt nach Gebäudealter
  • Optio­naler Bau­stein Stark­regen Plus (zur Erwei­te­rung der Elementarschadendeckung)
  • Viel­fäl­tige Erwei­te­rungs­op­tionen gegen Zuschlag
  • Mit­ver­si­che­rung von Schäden durch Lei­tungs­wasser aus eben­erdigen Duschen
  • Bei­trags­be­freiung bei Arbeitslosigkeit
  • Son­der­kün­di­gungs­rechte für Bausteine
  • Ein­zelne Leis­tungen nur mit Selbstbeteiligung
  • Unter­jäh­rige Zahl­weise nur mit Ratenzahlungszuschlag
  • Besitz­stands­ga­rantie (Vor­ver­si­che­r­er­ga­rantie) nur für fünf Jahre
  • Ver­zicht auf Ein­rede der groben Fahr­läs­sig­keit gilt nicht für den optio­nalen Ein­schluss der unbe­nannten Gefahren
  • Keine Mit­ver­si­che­rung von Schäden in Folge von wild­le­benden Kleintieren

Aufbau der Ana­lyse: Tarif­li­ches, Aus­ge­wählte Leis­tungen, Aus­ge­wählte Einschränkungen

Wahl­weise Bestim­mung der Wohnfläche

Die Wohn­fläche wird vom Ver­si­cherer im Ange­bots­rechner wie folgt definiert:

„Ein-/Zwei­fa­mi­li­en­häuser, auch Rei­hen­haus und Doppelhaushälfte:

Die Wohn- und Nutz­fläche kann den Bau­un­ter­lagen oder dem Kauf­ver­trag ent­nommen werden, sofern diese den aktu­ellen Aus­bau­zu­stand wie­der­geben. Falls ent­spre­chende Unter­lagen nicht vor­liegen, kann die Ermitt­lung der Wohn- und Nutz­fläche durch Sach­ver­stän­dige, Fach­be­triebe, Wohn­flä­chen­ver­ord­nung (WoFlV) oder Nut­zungs­fläche nach DIN 277 erfolgen.

Alter­nativ wird die Wohn- und Nutz­fläche als die zu Wohn- oder Gewer­be­zwe­cken nutz­bare Grund­fläche aller Räume des ver­si­cherten Objektes (Dach­schrägen redu­zieren diese Fläche nicht) defi­niert. Hierzu zählen auch Hob­by­räume (z. B. Par­ty­raum, Fit­ness­raum, Werk­statt), Win­ter­gärten, Saunen und zu gewerb­li­chen Zwe­cken genutzte Lagerräume.

Nicht zu dieser Wohn- und Nutz­fläche zählen:

• Treppen, Bal­kone, Log­gien, Ter­rassen, Dachgärten,

• Garagen und Carports,

• Abstell­räume,

• Wasch­kü­chen, Heizungs‑, Wirt­schafts- und Trockenräume,

•  nicht aus­ge­baute Dach- und Kellergeschosse.

Eine Misch­nut­zung der genannten Raum­flä­chen wird voll­um­fäng­lich der Wohn-/Nutz­fläche zugerechnet.

Mehr­fa­mi­li­en­häuser (Wohn­ein­hei­ten­mo­dell):

In Ergän­zung der Vor­gaben zur Ermitt­lung der Wohn-/Nutz­fläche für Ein-/Zwei­fa­mi­li­en­häuser gilt für Mehr­fa­mi­li­en­häuser im Wohn­ein­hei­ten­mo­dell zusätz­lich folgendes:

Jede Woh­nung und jedes Gewerbe wird dabei als eine Ein­heit betrachtet, sofern die durch­schnitt­liche Fläche je Wohnung/Gewerbe kleiner als 200 m² ist. Hierzu wird die gesamte Wohn- und Nutz­fläche durch die Anzahl der Wohnungen/Gewerbe geteilt. Liegt die durch­schnitt­liche Größe über 200 m² wird für das gesamte Objekt je ange­fan­gene 100 m² eine Ein­heit zugrunde gelegt“

Höchst­ent­schä­di­gung anstelle einer Ver­si­che­rungs­summe Wert 1914

Ver­ein­bart gilt eine pau­schale Höchst­ent­schä­di­gung von 2.500.000 Euro für Ein- und Zwei­fa­mi­li­en­häuser bzw. 10 Mil­lionen Euro für Mehrfamilienhäuser.

Ange­boten wird Ver­si­che­rungs­schutz von der rhion​.digital für ständig bewohnte Ein‑, Zwei- und Mehr­fa­mi­li­en­häuser (max. 25 Wohn­ein­heiten), sofern in diesen kein Gewerbe aus­geübt wird. Aus­ge­nommen davon ist eine Gewer­be­fläche von maximal 50 %, für die Ver­si­che­rungs­schutz geboten wird. Büro- und Pra­xis­räume können dabei ohne Zuschlag, sons­tige zei­chen­bare Betriebs­arten mit 25 % Zuschlag auf den Grund­bei­trag gezeichnet werden. Abwei­chend ent­fällt für Mehr­fa­mi­li­en­häuser in Zuschlag für teil­weise gewerb­liche Nutzung.

Vor­über­ge­hend voll­ständig unbe­wohnte Gebäude bedeuten nach dem Wort­laut der Bedin­gungen eine Gefah­rerhö­hung im Sinne der Bedin­gungen (siehe § 17 Nr. 1 b VGB 2022 Teil A). Eine aus­drück­liche Klar­stel­lung, wie lange ein Objekt maximal leer­ste­hend sein darf, bevor es nicht mehr als „ständig bewohnt“ ange­sehen wird, ist bedin­gungs­seitig nicht zu finden.

Positiv ist hier der Ange­bots­rechner der rhion​.digital zu erwähnen, in dem aus­drück­lich klar­ge­stellt wird, was unter „ständig bewohnt“ zu ver­stehen ist:

„Ständig bewohnt ist nicht gleich­zu­setzen mit unun­ter­bro­chen bewohnt. Auch die Nut­zung ständig bewohnter Gebäude wird immer wieder unter­bro­chen, z.B. wenn die Bewohner wegen Urlaub, Krank­heit oder aus anderen Anlässen vor­über­ge­hend abwe­send sind.

Als nicht ständig bewohnt sind viel­mehr solche Gebäude ein­zu­stufen, die von vorn­herein dazu bestimmt sind, nicht ständig bewohnt zu werden. Es han­delt sich dabei um Gebäude, bei denen die Zeit des Unbe­wohnt­seins über­wiegt. Typi­sche Bei­spiele sind Ferien- oder Wochenendhäuser.“

Nicht ständig bewohnte Objekte können auf Anfrage ver­si­chert werden.

Viel­fäl­tige Erweiterungsoptionen

Die Grund­ta­rife Stan­dard, Plus bzw. Pre­mium lassen sich optional wie folgt erweitern:

  • Glas (Schäden an der Gebäudeverglasung)
  • Wei­tere Ele­men­tar­ge­fahren (Schäden durch Über­schwem­mung, Rück­stau, Erd­beben, Erd­sen­kung, Erd­rutsch, Schnee­druck, Lawinen, Vul­kan­aus­bruch. Es gilt für den Bau­stein eine Selbst­be­tei­li­gung von 10 % des Scha­dens, min. 500 Euro, max. 5.000 Euro. Außerdem gilt eine War­te­zeit von einem Monat ab Ver­si­che­rungs­be­ginn. Die War­te­zeit ent­fällt, wenn bei der Antrags­un­ter­zeich­nung bereits gleich­ar­tiger Ver­si­che­rungs­schutz besteht. Für Mehr­fa­mi­li­en­häuser besteht eine Jah­res­höchst­ent­schä­di­gung von 5.000.000 Euro).

„Risiken in einem aus­ge­wie­senen Über­schwem­mungs­ge­biet erhalten keine Ver­si­che­rung gegen Über­schwem­mung und Rück­stau. In begrün­deten Ein­zel­fällen kann hiervon abge­wi­chen werden (z. B. auf­grund topo­gra­fi­scher Lage des Risikos) – Direktionsanfrage.“

Laut Annah­me­richt­li­nien ist kein Ver­si­che­rungs­schutz für Wohn­ge­bäude in der Über­schwem­mungs- oder Erd­be­ben­zone ZÜRS 4 möglich.

  • Stark­regen Plus (nur als Erwei­te­rung der Mit­ver­si­che­rung erwei­terte Ele­men­tar­ge­fahren und nur in den Ele­men­t­ar­zonen ZÜRS 1 bis 3, also nicht in ZÜRS 4. Es gilt für den Bau­stein eine Selbst­be­tei­li­gung von 10 % des Scha­dens, min. 500 Euro, max. 5.000 Euro. Außerdem gilt eine War­te­zeit von einem Monat ab Ver­si­che­rungs­be­ginn. Die War­te­zeit ent­fällt, wenn bei der Antrags­un­ter­zeich­nung bereits gleich­ar­tiger Ver­si­che­rungs­schutz besteht)
  • All­ge­fahren (nur mög­lich, falls auch die erwei­terten Ele­men­tar­ge­fahren mit­ver­si­chert werden. Es gelten eine Selbst­be­tei­li­gung von 250 Euro sowie ein Son­der­kün­di­gungs­recht jeder­zeit mit Frist von einer Woche. Im Tarif Stan­dard ist eine Mit­ver­si­che­rung nicht mög­lich).
  • Bau­stein Haus­technik (setzt die Mit­ver­si­che­rung der Gefahr „Feuer“ voraus. Im Tarif Stan­dard ist eine Mit­ver­si­che­rung nicht mög­lich)
  • Bau­stein Pho­to­vol­taik (Es können Pho­to­vol­ta­ik­an­lagen bis zu einer Anla­gen­leis­tung von max. 350 kWp mit einem Gesamt­wert von max. 500.000 Euro ver­si­chert werden. Die Anlagen müssen auf dem Haus­dach befes­tigt oder auch in den Bau­körper inte­griert sein. Um den Bau­stein Pho­to­vol­taik ein­zu­schließen, muss das bezugs­fer­tige Gebäude mit der Gefahr Feuer ver­si­chert sein. Ver­si­che­rungs­schutz besteht für Ertrags­aus­fall und Schäden an der Elektronik)
  • Bau­stein Solar / Geo­thermie (Ver­si­chert sind benannte betriebs­fer­tige Anlagen der rege­ne­ra­tiven Ener­gie­er­zeu­gung bis zu einer maxi­malen Leis­tung von 15 kW. Um den Bau­stein Solar-/Geo­thermie ein­zu­schließen, muss das bezugs­fer­tige Gebäude mit der Gefahr Feuer ver­si­chert sein. Vor­aus­set­zung für den Ein­schluss ist, dass die Solar­ther­mie­an­lage auf dem Haus- oder Gara­gen­dach befes­tigt ist. Die Ver­si­che­rungs­summe können Sie bis zu einem maxi­malen Anla­gen­wert von 25.000 Euro ver­ein­baren. Im Tarif Stan­dard ist eine Mit­ver­si­che­rung nicht mög­lich)
  • Wohn­ge­bäu­de­schutz­brief (nur für Ein- und Zwei­fa­mi­li­en­häuser, also nicht für Mehr­fa­mi­li­en­häuser. Im Tarif Stan­dard ist eine Mit­ver­si­che­rung nicht mög­lich)
  • Bau­stein Schutz­brief für Ver­mieter. Dieser bietet Assi­s­tance-Leis­tungen für Eigen­tümer von nicht selbst genutzten Woh­nungen (nur für Mehr­fa­mi­li­en­häuser. Im Tarif Stan­dard ist eine Mit­ver­si­che­rung nicht mög­lich)
  • Bau­stein Best-Leis­tungs­ga­rantie (in den Tarifen Stan­dard und Plus ist eine Mit­ver­si­che­rung nicht mög­lich)
  • Haus­ver­wal­ter­kon­zepte. Laut Bro­schüre „Bera­tungs-Infor­ma­tionen“ können Woh­nungs­un­ter­nehme und Haus­ver­walter auf Wunsch beson­dere Leis­tungs­er­wei­te­rungen bean­spru­chen. Ent­spre­chende Ange­bote werden indi­vi­duell erstellt, so dass an dieser Stelle hierzu keine näheren Angaben gemacht werden können.

Als eigen­stän­diger Ver­trag kann der Ver­si­che­rungs­schutz durch eine Miet­no­ma­den­ver­si­che­rung (Kos­ten­über­nahme für Sanie­rungs- und Reno­vie­rungs­maß­nahmen infolge ver­si­cherter Schäden durch Miet­no­maden) ergänzt werden.

Fle­xible Annahmerichtlinien

Ver­si­cherbar sind Gebäude der Bauart- und Fer­tig­bau­klassen I und II. Für Gebäude der Bau­art­klassen III bis V (z. B. Dachung aus Stroh oder Reet oder mit Wänden aus Holz­fach­werk mit Lehm­fül­lung) oder für Fer­tig­häuser der Fer­tig­haus­klasse III (Gebäude ohne feu­er­hem­mende Umman­te­lung bzw. Ver­klei­dung) ist eine Direk­ti­ons­an­frage erforderlich.

Der Anbieter unter­scheidet zwi­schen dem Wohn­flä­chen­mo­dell und dem Wohn­ein­hei­ten­mo­dell. Das Wohn­flä­chen­mo­dell gilt für Ein- und Zwei­fa­mi­li­en­häuser. Hierzu führt der Ver­si­cherer aus:

„Dieses Modell bietet umfas­sende Sicher­heit für Eigen­tümer von Ein- und Zwei­fa­mi­lien-häu­sern (auch Reihen-/Dop­pel­häuser) bis zu einer maxi­malen Wohn­fläche von 400 m².

Das Wohn­ein­hei­ten­mo­dell ist geeignet für Immo­bi­li­en­be­sitzer, Eigen­tü­mer­ge­mein­schaften oder Woh­nungs­ge­sell­schaften von Mehr­fa­mi­li­en­häu­sern bis zu max. 25 Wohneinheiten.“

Laut Ange­bots­rechner sind auch sehr alte Gebäude grund­sätz­lich ver­si­cherbar. Ein maxi­males Bau­jahr ist nicht erkennbar.

Bewer­tung von Vorschäden

Bei Antrags­stel­lung sind Feuer‑, Lei­tungs­wasser- und Sturm­schäden der letzten fünf Jahre vor Antrags­stel­lung bzw. Schäden durch erwei­terte Ele­men­tar­ge­fahren der letzten zehn Jahre vor Antrags­stel­lung anzugeben.

Ver­si­cherbar sind Ein- und Zwei­fa­mi­li­en­häuser bis maximal drei Vor­schäden wäh­rend der letzten fünf Jahre vor Antrags­stel­lung, bei Mehr­fa­mi­li­en­häu­sern bis maximal vier Vor­schäden. Für Lei­tungs­was­ser­schäden gilt eine Begren­zung auf einen Schaden (EFH / ZFH) bzw. zwei Schäden (MFH). Die maxi­male Zahl der Schäden ist abhängig von der kon­kreten Vor­scha­den­höhe. Bei einem Gesamt­scha­den­auf­wand von über 4.000 Euro (Ein- / Zwei­fa­mi­li­en­häu­sern) bzw. 8.000 Euro (Mehr­fa­mi­li­en­häu­sern) ist keine Annahme mög­lich. Ver­si­che­rungs­schutz für Gebäude mit einer Gesamt­scha­den­höhe ab 2.000 Euro (Ein- / Zwei­fa­mi­li­en­häuser) bzw. ab 4.000 Euro (Mehr­fa­mi­li­en­häuser) ist Ver­si­che­rungs­schutz nur bei Ver­ein­ba­rung eines Selbst­be­halts von 500 oder 1.000 Euro (EFH /ZFH) bzw. 1.000 oder 2.000 Euro (MFH) mög­lich. Die Annah­me­richt­li­nien sehen für Vor­schäden im Zusam­men­hang mit erwei­terten Ele­men­tar­ge­fahren keine abwei­chenden Bestim­mungen vor. Das Unter­nehmen ver­weist darauf, dass in jedem Fall eine Vor­ver­si­che­rer­an­frage gestellt wird.

Bestand ein Vor­ver­trag, der vom Vor­ver­si­cherer gekün­digt worden ist, ist eine Annahme nur nach Ein­zel­fall­an­frage mög­lich. Auch Ver­si­che­rungs­schutz für Gebäude ohne eine Vor­ver­si­che­rung ist nur auf Anfrage möglich.

Gar­ten­häuser bis maximal 50 Quadratmeter

Eine bei­trags­freie Mit­ver­si­che­rung für Neben­ge­bäude (z. B. Schuppen, Gewächs‑, Garten- und Gerä­te­häuser) besteht nur für solche bis maximal 15 Qua­drat­me­tern Grund­fläche (Stan­dard), 30 Qua­drat­meter (Plus) bzw. 50 Qua­drat­me­tern (Pre­mium). Zudem sind auch Garagen und Car­ports auto­ma­tisch mit­ver­si­chert. Für Ein- und Zwei­fa­mi­li­en­häuser gilt eine maxi­male Mit­ver­si­che­rung von 3 Garagen /Carports, für Mehr­fa­mi­li­en­häuser von bis zu 25.

Ver­si­che­rungs­schutz besteht bedin­gungs­gemäß nur für Neben­ge­bäude, die „der pri­vaten Haus­halts­füh­rung und / oder Frei­zeit­ge­stal­tung dienen“, dem­nach also nicht auch für gewerb­liche oder land­wirt­schaft­lich genutzte Gebäude.

Denk­mal­ge­schützte Gebäude sind bei Antrags­stel­lung als solche zu dekla­rieren. Gemäß Onlin­e­strecke sind sie grund­sätz­lich ver­si­che­rungs­fähig. Unter­schieden werden dabei drei Kate­go­rien (A‑C). Für Gebäude in der Kate­gorie B wird ein Zuschlag von 20 Pro­zent erhoben. Für Gebäude der Kate­gorie C wird Ver­si­che­rungs­schutz nur auf Grund­lage eines Wert­gut­ach­tens angeboten.

Für Wohn­ge­bäude in der Nähe (d. h. < 10 Metern) in der Nähe gefah­rer­hö­hender Betriebe (z. B. Bars, Mas­sa­ge­sa­lons oder Wohn­heimen) wird ein Zuschlag erhoben. In seinen Annah­me­richt­li­nien weist der Ver­si­cherer darauf hin, dass auch eine nur antei­lige gewerb­liche Nut­zung eines Gebäudes (auch kleiner 10 %) anzei­ge­pflichtig ist.

Neu­bau­nach­lass und Rabattstaffel

Bran­chen­üb­lich ist das Gebäu­de­alter prä­mi­en­er­heb­lich. Die rhion​.digital bietet für Ein- und Zwei­fa­mi­li­en­häuser einen Neu­bau­nach­lass von 60 % und für Mehr­fa­mi­li­en­häuser von 30 %. Dieser baut sich schritt­weise über einen Zeit­raum von 30 Jahren ab.

Quelle: rhion​.digital

Unab­hängig vom Gebäu­de­alter sind optio­nale Erwei­te­rungen zum Ver­si­che­rungs­schutz. Wurde ein Gebäude ent­spre­chend saniert, wird für das Gebäude bran­chen­üb­lich ein tech­nisch jün­geres Alter defi­niert. Hierzu heißt es im Tarifrechner:

„Eine güns­ti­gere Bei­trags­ein­stu­fung kann für Kunden erfolgen, die eine voll­stän­dige Sanie­rung risi­kore­le­vanter Teil­be­reiche des Gebäudes belegen können:

• Lei­tungs­was­ser­system (Zu- und Ablei­tungs­rohre inkl. Armaturen)

• Rohr­system der Hei­zung (Hei­zungs­rohre inkl. Heizkörper)

 • Elek­tro­in­stal­la­tionen (alle Kabel­lei­tungen, Schalter und Sicherungseinrichtungen)

 • Hei­zungs­an­lage (Heiz­kessel inkl. Brenner)

 • Dach (Erneue­rung der gesamten Dachfläche)

Als Nach­weis reicht ein Rech­nungs­beleg über die kom­plette Sanie­rung des Teil­ge­werkes aus. Alter­nativ gilt die Beschei­ni­gung eines Hand­wer­kers, der die kom­plette Erneue­rung des Teil­ge­werks bestätigt.

Die Ermitt­lung eines Tari­fie­rungs­jahres wird durch die Ange­bots­soft­ware voll­ma­schi­nell unter­stützt und das Jahr der Erneue­rung wird in der Ange­bots­soft­ware im Feld „Tari­fie­rungs­jahr“ eingesetzt.“

Bei Ver­ein­ba­rung einer unter­jäh­rigen Zahl­weise wird von der rhion​.digital ein Raten­zah­lungs­zu­schlag erhoben. Dieser beträgt 5 % (monat­lich bzw. vier­tel­jähr­lich bzw. halb­jähr­lich) bzw. 3 % (halb­jähr­lich). Eine monat­liche Zahl­weise ist nur per SEPA-Mandat mög­lich. Der Min­dest­bei­trag beträgt 80,00 Euro netto p. a.

Der Ver­si­cherer bietet einen Nach­lass bei Ver­ein­ba­rung einer Selbstbeteiligung.

Bei­trags­nach­lässe durch Bün­del­ra­batte oder die Zuge­hö­rig­keit zum Öffent­li­chen Dienst sind nicht möglich.

Die rhion​.digital bietet auf Anfrage auch Net­to­ta­rife an.

Ver­si­che­rungs­nehmer und Ver­si­cherer können den ver­ein­barten Ver­si­che­rungs­schutz jeweils mit Frist von drei Monaten zum Ende des lau­fenden Ver­si­che­rungs­jahres kün­digen.

Aus­ge­wählte Leis­tungen des Tarifs Pre­mium aus dem Hause rhion​.digital

  • Garantie hin­sicht­lich der unver­bind­li­chen Mus­ter­be­din­gungen des Gesamt­ver­bandes der Deut­schen Ver­si­che­rungs­wirt­schaft (GDV-Garantie) mit dem bei Redak­ti­ons­schluss aktu­ellen Stand 15.11.2018
  • Garantie hin­sicht­lich der unver­bind­li­chen Emp­feh­lungen des Arbeits­kreises Bera­tungs­pro­zesse (Arbeits­kreis-Garantie) mit dem bei Redak­ti­ons­schluss aktu­ellen Stand 13.12.2018
  • Kon­di­ti­ons­dif­fe­renz­de­ckung, nicht jedoch Sum­men­dif­fe­renz­de­ckung, für einen Zeit­raum von bis zu 15 Monaten. Nicht ver­si­chert sind Leis­tungs­arten, die im Vor­ver­trag nicht ver­si­chert waren (z. B. erwei­terte Ele­men­tar­ge­fahren). Inwie­fern eine im Vor­ver­trag bestehende Unter­ver­si­che­rung durch diese Dif­fe­renz­de­ckung aus­ge­gli­chen wird, wird bedin­gungs­seitig nicht klar­ge­stellt. Das Unter­nehmen posi­tio­niert sich hierzu so, dass eine etwaige Unter­ver­si­che­rung im Vor­ver­trag nicht geprüft würde und auch bei Bestehen keinen Ein­fluss au den Deckungs­schutz der Kon­di­ti­ons­dif­fe­renz­de­ckung hätte. Weiter heißt es:

im Rahmen der Sum­men­dif­fe­renz­de­ckung ver­zichten wir auf die Prü­fung einer Unter­ver­si­che­rung im Vor­ver­trag bzw. würden des­wegen den Sum­men­dif­fe­renz­schutz nicht ent­fallen lassen, sofern der Ver­trag bei uns zu den aktuell vor­han­denen Gege­ben­heiten (Wohn­fläche und Aus­bau­zu­stand) abge­schlossen wird.

  • Besitz­stands­ga­rantie (Leis­tungs­ga­rantie Vor­ver­si­cherer) bei unun­ter­bro­chenem Ver­si­che­rungs­schutz zwi­schen dem bis­he­rigen Ver­si­cherer und der rhion​.digital als neuem Ver­si­cherer bis in Höhe von 250.000 Euro. Die Vor­ver­si­che­r­er­ga­rantie gilt „längs­tens für einen Zeit­raum von 5 Jahren ab Ver­trags­be­ginn, längs­tens jedoch bis zur Umstel­lung des Ver­trages auf eine aktu­el­lere Tarifgeneration.“
  • Aus­drück­li­cher Ver­si­che­rungs­schutz für Scha­den­fälle bei unklarer Zustän­dig­keit nach Versichererwechsel.
  • Mit­ver­si­che­rung benannter Grund­stücks­be­stand­teile ohne Sub­limit (z. B. Klein­klär­an­lagen, Wind­kraft­an­lagen, Lade­sta­tionen für Elek­tro­fahr­zeuge (sofern die Vor­aus­set­zungen dafür erfüllt sind), Spiel­platz­ein­rich­tungen, Über­da­chungen, Wind­kraft­klein­an­lagen, Grund­stücks­ein­frie­dungen (z. B. Hecken, Mauern oder Zäune), sowie pri­vate oder der Frei­zeit­ge­stal­tung die­nende Neben­ge­bäude bis maximal 50 Qua­drat­me­tern Grund­fläche), nicht jedoch z. B.  Hun­de­zwinger, im Boden ver­an­kerte Wäsche­spinnen sowie unter­ir­di­sche Öl- und Gas­tanks).
  • Bei­trags­frei mit­ver­si­chert sind bis zu 3 Garagen (Ein- und Zwei­fa­mi­li­en­häuser) bzw. bis zu 25 Garagen (Mehr­fa­mi­li­en­häuser).
  • Ver­zicht auf Kür­zung der Leis­tung bei grob fahr­läs­siger Her­bei­füh­rung des Ver­si­che­rungs­falles.  Dies gilt nicht für den optio­nalen Ein­schluss der unbe­nannten Gefahren.
  • Ver­zicht auf Kür­zung der Leis­tung bei grob fahr­läs­siger Ver­let­zung von gesetz­li­chen, behörd­li­chen und ver­trag­lich ver­ein­barten Sicher­heits­vor­schriften und Oblie­gen­heiten bis zur Höhe von 50.000 Euro. Dies gilt nicht für ein­zel­ver­trag­lich ver­ein­barte Sicherheitsvorschriften.
  • Ver­zicht auf Anrech­nung einer Unter­ver­si­che­rung, sofern die kor­rekte Wohn­fläche ver­se­hent­lich oder grob fahr­lässig um maximal 15 % falsch abwei­chend zu niedrig ange­geben wurde.
  • Sub­si­diär mit­ver­si­chert sind nach­träg­lich vom Mieter ein­ge­fügte, also nicht ein­fach nur aus­ge­tauschte, Sachen (z. B. elek­tro­ni­sche Jalou­sien, Ein­bau­kü­chen), die fest mit dem Gebäude ver­bunden sind.  Vor­aus­set­zung ist, dass der Ver­si­che­rungs­nehmer als Mieter auf seine Kosten beschafft oder über­nommen hat und für diese die Gefahr trägt.
  • Optio­nale Mit­ver­si­che­rung unbe­nannter Gefahren mit einem Selbst­be­halt von 250 Euro. Der Bau­stein kann vom Ver­si­cherer jeder­zeit mit Frist von einer Woche gekün­digt werden. Eine aus­drück­liche Beweis­last­um­kehr zu Gunsten des Ver­si­che­rungs­neh­mers ist nicht ein­ge­schlossen. Aus­ge­schlossen sind u. a. Schäden durch Grund­wasser oder Meteo­ri­ten­ein­schlag. Eben­falls aus­ge­schlossen sind Schäden durch Gefahren, die an anderer Stelle in den Bedin­gungen aus­ge­schlossen sind oder gegen Zuschlag ein­ge­schlossen werden könnten.
  • Ver­si­chert sind Schäden durch das Ein­dringen von Nie­der­schlägen (z. B. Regen, Hagel, Schnee, Schmelz­wasser), nicht jedoch von Staub oder Schmutz, durch nicht sturm­be­dingte Öff­nungen (nicht ord­nungs­gemäß geschlos­sene Fenster, Außen­türen oder andere Öff­nungen) bis in Höhe von 3.000 Euro.
  • Wurde der Bau­stein „Stark­regen Plus“ gegen Zuschlag ein­ge­schlossen, so besteht Ver­si­che­rungs­schutz für ver­si­cherte Sachen, durch defi­nierten Stark­regen, der als Ober­flä­chen­wasser durch Türen, Schächte oder Wände bzw. durch Fenster im Keller, Erd­ge­schoss oder Sou­ter­rain beschä­digt werden. Glei­ches gilt, wenn das Ober­flä­chen­wasser durch Gara­gen­tore und ‑türen bzw. über Ter­rassen und Bal­kone ein­ge­drungen ist. Die Mit­ver­si­che­rung kann vom Ver­si­cherer jeder­zeit mit Frist von drei Monaten gekün­digt werden.
  • Mit­ver­si­chert sind Schäden durch die Explo­sion von unent­deckter Kriegs­mu­ni­tion (Blind­gän­ger­schäden). Dies gilt aller­dings sowohl dann, wenn dies im Zuge von Räu­mungs- bzw. Ent­schär­fungs­maß­nahmen geschieht als auch im Rahmen einer spon­tanen Explosion.
  • Mit­ver­si­che­rung von Seng- und Schmor­schäden, ohne dass es sich um einen Feu­er­fol­ge­schaden han­deln muss.
  • Mit­ver­si­che­rung von Schäden durch Rauch und Ruß, auch, aller­dings nur, wenn dieser plötz­lich bestim­mungs­widrig aus den am Ver­si­che­rungsort oder einem angren­zenden Nach­bar­grund­stück befind­li­chen Feuerungs‑, Heizungs‑, Koch- oder Trock­nungs­an­lagen aus­ge­treten und unmit­telbar auf ver­si­cherte Sachen ein­ge­wirkt haben. Aus­ge­schlossen ist das dau­er­hafte Ein­wirken von Rauch und Ruß auf ver­si­cherte Sachen. Eine Klar­stel­lung, inwie­fern auch Schäden durch Fog­ging (Schwarz­staub) ver­si­chert ist, ist bedin­gungs­seitig nicht vorhanden.
  • Mit­ver­si­chert ist der Anprall von Luft‑, Straßen‑, Wasser‑, Schie­nen­fahr­zeugen, nicht jedoch von selbst­fah­renden Arbeits­ma­schinen, an ver­si­chere Sachen. Eben­falls nicht ver­si­chert sind Schäden, wenn die benannten Land- oder Was­ser­fahr­zeuge vom Ver­si­che­rungs­nehmer, den Bewoh­nern oder Besu­chern des ver­si­cherten Gebäudes selbst gelenkt werden. Ebenso aus­ge­schlossen sind Schäden durch unbe­mannte Flug­körper (z. B. Drohnen oder Sil­ves­ter­ra­keten und ‑feu­er­werk). Nicht ver­si­chert sind Schäden an Fahr­zeugen, Zäunen und Wegen. Schäden an Mauern sind nur dann ver­si­chert, wenn es sich um ein­zel­ver­trag­lich ver­ein­barte Grund­stücks­be­stand­teile han­delt. Teil­weise lassen sich die hier benannten Eigen­schäden im Rahmen einer Kfz-Ver­si­che­rung mit­ver­si­chern, dort aller­dings meist mit einer Selbst­be­tei­li­gung an den Kosten.
  • Mit­ver­si­che­rung u. a. von Bruch­schäden an Rohren von Anlagen zur Regen­was­ser­auf­be­rei­tung für die Hausversorgung
  • Mit­ver­si­che­rung für Schäden durch Lei­tungs­wasser aus eben­erdigen Duschen
  • Mit­ver­si­che­rung von außer­halb von Gebäuden auf und außer­halb des Ver­si­che­rungs­grund­stücks ein­tre­tenden frost­be­dingten und sons­tigen Bruch­schäden an den Ablei­tungs­rohren der Was­ser­ver­sor­gung, die der Ent­sor­gung ver­si­cherter Gebäude oder Anlagen dienen. Für Rohre, die außer­halb des Ver­si­che­rungs­grund­stück ver­legt sind, gilt die Mit­ver­si­che­rung, sofern der Ver­si­che­rungs­nehmer die Gefahr trägt. Die Ent­schä­di­gung für Rohre außer­halb ver­si­cherter Gebäude ist auf 20.000 Euro je Scha­den­fall beschränkt. Schäden durch Muf­fen­ver­satz und Wur­zel­ein­wuchs fallen nicht unter den Ver­si­che­rungs­schutz.
  • Mit­ver­si­che­rung von frost­be­dingten und sons­tigen Bruch­schäden an Zulei­tungs­rohren der Was­ser­ver­sor­gung sowie an Rohren von Heizungs‑, Klima‑, Solar­hei­zungs­an­lagen sowie an Gas­rohren außer­halb des Gebäudes auf und außer­halb des Ver­si­che­rungs­grund­stücks. Für den Ver­si­che­rungs­schutz uner­heb­lich ist es, ob die auf dem Ver­si­che­rungs­grund­stück ver­si­cherten Rohre der Ver­sor­gung ver­si­cherter Gebäude oder Anlagen dienen (z. B. Ver­sor­gungs­rohre zu ver­si­cherten Neben­ge­bäuden und Gewächs­häu­sern auf dem Ver­si­che­rungs­grund­stück; Rohre von Solar­ther­mie­an­lagen auf dem Nach­bar­grund­stück; Rohre eines benach­barten Brun­nens zu einer Zis­terne für Wasch­ma­schinen oder eine Toi­let­ten­spü­lung) oder nicht der Ver­sor­gung dienen (z. B. Schleusen- und Kanal­rohre zur Ent­wäs­se­rung des Grund­stücks, um Ober­flä­chen­wasser bei Hang­lage auf­zu­fangen). Dies gilt aber nicht für Rohre, die außer­halb des Ver­si­che­rungs­grund­stücks liegen (z. B. Rohre einer externen Gar­ten­be­wäs­se­rung oder die oben benannten Schleusen- und Kanal­rohre zur Grund­stücks­ent­wäs­se­rung). Schäden durch Muf­fen­ver­satz und Wur­zel­ein­wuchs fallen nicht unter den Versicherungsschutz.
  • Mit­ver­si­chert sind Schäden durch Graf­fiti (nur Farben und Lacke, nicht jedoch Kratz- oder Farb­graf­fiti) an den Außen­seiten von ver­si­cherten Sachen. Die Klausel kann jeder­zeit mit Frist von min­des­tens drei Monaten zum Ende der lau­fenden Ver­si­che­rungs­pe­riode gekün­digt werden.
  • Schäden durch sons­tige mut- und bös­wil­lige Beschä­di­gung (Van­da­lismus) an den Außen­seiten – nicht jedoch an den Innen­seiten - des ver­si­cherten Gebäudes (z. B. Türen, Schlös­sern, Fens­tern, Roll­läden und Schutz­git­tern) infolge von Ein­bruch­dieb­stahl oder dessen Ver­such sind bis zur Ver­si­che­rungs­summe mit­ver­si­chert, durch ander­wei­tige mut­wil­lige Beschä­di­gung bis in Höhe von 25.000 Euro. Die Klausel kann jeder­zeit mit Frist von min­des­tens drei Monaten zum Ende der lau­fenden Ver­si­che­rungs­pe­riode gekün­digt werden. Sons­tige Schäden durch Van­da­lismus infolge eines Ein­bruch­dieb­stahls (z. B. an Hausrat des Ver­si­che­rungs­neh­mers) sind – wenn über­haupt – nur im Rahmen einer optio­nalen Haus­rat­ver­si­che­rung versichert.
  • Mit­ver­si­che­rung des Dieb­stahls von außen am Gebäude ange­brachten, fest mit diesem ver­bun­denen, Sachen (z. B. Brief­kästen, Lampen, Mar­kisen oder Schil­dern eines Gewer­be­be­triebs) bis in Höhe von 5.000 Euro.
  • Mit­ver­si­chert sind Biss­schäden, die durch wild­le­bende Klein­tiere / Klein­nager an elek­tri­schen Anlagen und Lei­tungen sowie an Däm­mungen und Unter­spann­bahnen inner­halb von ver­si­cherten Gebäuden ver­ur­sacht werden.  Nicht ver­si­chert sind Schäden durch Mäuse und Ratten sowie Schäden an Außen­wänden, Gebäu­de­zu­behör oder Kratz­schäden durch Tiere. Eben­falls nicht ver­si­chert sind Fol­ge­schäden aller Art (z. B. durch das Fehlen elek­tri­scher Span­nung, durch Nisten oder Uri­nieren wild­le­bender Säu­ge­tiere). Muss durch einen sol­chen Fol­ge­schaden im Ein­zel­fall das ganze Dach abge­rissen werden, so besteht also über den Tarif kein Ver­si­che­rungs­schutz. Da Wasch­bären nicht als wild­le­bende Klein­tiere, son­dern eher als „mit­tel­große Säu­ge­tiere[1] zu klas­si­fi­zieren sind, besteht auch für Schäden durch diese kein Versicherungsschutz.
  • Mit­ver­si­chert sind die Kosten für in Folge eines Ver­si­che­rungs­falls not­wen­dige Hotel­un­ter­brin­gung oder eine ähn­liche Unter­brin­gung für maximal ein Jahr und bis maximal 150 Euro Ent­schä­di­gung pro Tag. Nicht ver­si­chert sind Neben­kosten (z. B. Früh­stück, Telefon, Internet).
  • Mit­ver­si­chert sind die in Folge eines Ver­si­che­rungs­falles not­wen­digen Lager- und Trans­port­kosten für maximal 12 Monate.
  • Mit­ver­si­che­rung von Dekon­ta­mi­na­ti­ons­kosten von Erd­reich ohne Sublimit.
  • Mit­ver­si­chert sind die Kosten für die Besei­ti­gung von Schäden durch innere Unruhen.
  • Mit­ver­si­chert sind die Kosten für Miet­aus­fall oder orts­üb­li­cher Miet­wert von Wohn- oder Büro­räumen für die Dauer von höchs­tens 36 Monaten. Nicht mit­ver­si­chert ist zusätz­li­cher Miet­aus­fall bei Been­di­gung eines Miet­ver­hält­nisses wegen eines Ver­si­che­rungs­falles, wenn ein Miet­ver­hältnis auf­grund eines Ver­si­che­rungs­falles nicht ange­treten werden kann und der Miet­ver­trag zum Zeit­punkt des Ver­si­che­rungs­falles bereits geschlossen war.
  • Ersatz von lau­fenden, durch eine Bestä­ti­gung des Kre­dit­ge­bers nach­ge­wiesen, Dar­le­hens­zinsen nach voll­stän­diger Unbe­wohn­bar­keit für bis zu 10.000 Euro, maximal jedoch für einen Zeit­raum von 12 Monaten.
  • Über­nahme von Regie­kosten für die Wie­der­her­stel­lung ver­si­cherter Sachen bis in Höhe von 5.000 Euro. Vor­aus­set­zung ist eine Min­dest­scha­den­höhe von 20.000 Euro.
  • Über­nahme der Kosten für die Ver­pfle­gung von Pri­vat­per­sonen, die anläss­lich eines Ver­si­che­rungs­falls (z. B. eines Brand­scha­dens oder einer Über­schwem­mung) Hilfe geleistet haben. Die Leis­tung wird für maximal 48 Stunden erbracht.
  • Mit­ver­si­chert sind die Kosten für die Wie­der­stel­lung von Bepflan­zungen und Grün­an­lagen (z. B. Bäume. Hecken, Sträu­cher, Zier­pflanzen, nicht jedoch Topf­pflanzen) ein­schließ­lich Dach- und Fas­sa­den­be­grü­nung auf dem Ver­si­che­rungs­grund­stück bis in Höhe von 10.000 Euro. Ein­ge­schlossen ist das Ein­pflanzen junger Bäume bis maximal 1,50 m Höhe. Nicht mit­ver­si­chert ist die Wie­der­her­stel­lung gärt­ne­ri­scher Anlagen wie Tei­chen, Gar­ten­brunnen, Sand­kästen, Blume und Hoch­beeten Wegen etc.
  • Über­nahme von alters- und behin­der­ten­be­dingten Mehr­kosten (z. B. Roll­stuhl- und rol­la­tor­be­dingtem Umbau oder Einbau eines Trep­pen­lifts) bis in Höhe von 15.000 Euro ab 25.000 Euro Mindestschadenhöhe.
  • Mit­ver­si­chert sind die Mehr­kosten für eine behörd­lich nicht vor­ge­schrie­bene ener­ge­ti­sche Sanie­rung (ver­bes­serte Ener­gie­ef­fi­zienz), nicht jedoch für sons­tige nach­hal­tige Sanie­rung.
  • Über­nahme von Rück­rei­se­kosten einer vom Ver­si­che­rungs­nehmer getä­tigten Reise (z. B. Urlaubs‑, Bildungs‑, Dienst- oder Geschäfts­reise) ab 5.000 Euro Min­dest­scha­den­höhe.  Eine Klar­stel­lung, inwie­fern auch für mit­rei­sende Per­sonen, die im Haus­halt des Ver­si­che­rungs­neh­mers leben, Ver­si­che­rungs­schutz besteht, ist bedin­gungs­seitig nicht klar­ge­stellt. Hierzu stellt das Unter­nehmen klar:

„Rück­rei­se­kosten – gilt aus­schließ­lich für den VN und nicht für mit­rei­sende Personen“

  • Ab einer Min­dest­scha­den­höhe von 5.000 Euro Über­nahme von scha­den­be­dingten Kosten für die not­wen­dige Stor­nie­rung einer Urlaubs- oder Dienst­reise bis in Höhe von 10.000 Euro.
  • Über­nahme der Kosten für psy­cho­lo­gi­sche Betreuung / The­rapie nach einem erheb­li­chen Ver­si­che­rungs­fall, wenn das Wohn­ge­bäude zu mehr als 50 % zer­stört wurde. Ver­si­che­rungs­schutz besteht für bis zu 50 The­ra­pie­stunden (max. 3.000 Euro), sofern die The­rapie inner­halb von drei Monaten nach dem Ver­si­che­rungs­fall begonnen wurde.
  • Über­nahme der Kosten für den Mehr­ver­brauch von Frisch­wasser (nicht Abwasser) und Gas nach einem ver­si­cherten Schaden.
  • Mit­ver­si­che­rung der Kosten infolge des Fehl­alarms eines Rauch­warn­mel­ders, nicht jedoch eines Brand‑, Gas- oder Was­ser­mel­ders.
  • Mit­ver­si­che­rung von Mehr­kosten für Wie­der­her­stel­lungs­be­schrän­kungen für Rest­werte ver­si­cherter Sachen.
  • Mit­ver­si­che­rung der Mehr­kosten für Pri­mär­energie bis in Höhe von 1.000 Euro.
  • Mit­ver­si­chert sind die Kosten für eine qua­li­fi­zierte Ener­gie­be­ra­tung durch einen durch die BAFA (Bun­desamt für Wirt­schaft und Aus­fuhr­kon­trolle) zuge­las­senen Ener­gie­be­rater, nicht jedoch für einen bau­bio­lo­gi­schen Berater.
  • Sofern gegen Zuschlag ver­ein­bart, ist mit­ver­si­chert der Ertrags­aus­fall von Pho­to­vol­taik- und Solar­an­lagen nach einem Ver­si­che­rungs­fall (max. 6 Monate bis 1,5 bzw. 2,5 KWp)
  • Regress­ver­zicht gegen­über (grob) fahr­lässig han­delnden Ange­hö­rigen, Mit­ar­bei­tern und ander­weitig berech­tigten Nut­zern der ver­si­cherten Sache, die keinen Anspruch über eine etwaige Haft­pflicht­ver­si­che­rung gel­tend machen können. Aus­ge­nommen von diesem Ver­zicht sind Mit­ar­beiter von War­tungs- oder Repa­ra­tur­un­ter­nehmen.
  • Gemäß Pau­schal­de­kla­ra­tion Vor­sor­ge­de­ckung für wert­stei­gernde bau­liche Maß­nahmen (Um‑, An- oder Aus­bauten) bis zu einem Jahr nach Bau­be­ginn, bedin­gungs­seitig abwei­chend „bis zum Ende der Ver­si­che­rungs­pe­riode.
  • Ver­si­che­rungs­schutz für denk­mal­ge­schützte Gebäude auf Anfrage grund­sätz­lich mög­lich. Ent­spre­chende Mehr­kosten für behörd­liche Wie­der­her­stel­lungs­be­schrän­kungen sind als ver­si­chert anzu­sehen, bedin­gungs­seitig jedoch nicht aus­drück­lich klar­ge­stellt. Das Unter­nehmen stellt hierzu gegen­über dem Autor klar:

„Denk­mal­schutz – Mehr­kosten für behörd­liche Wie­der­her­stel­lungs­be­schrän­kungen sind mitversichert“

  • Bei­trags­be­freiung bei Arbeits­lo­sig­keit für bis zu 12 Monate, nicht jedoch für Selbst­stän­dige und Frei­be­rufler. Positiv ist, dass Ver­si­che­rungs­schutz auch für Aus­zu­bil­dende und Stu­denten gilt, die nach Aus­bil­dungs– bzw. Stu­di­en­dauer die erfor­der­li­chen Vor­aus­set­zungen für den Ver­si­che­rungs­schutz erfüllen.
  • Ein­schluss eines „Home Ser­vice“ (Hot­line zur Ver­mitt­lung von Hand­wer­kern und Dienstleistern).

Aus­ge­wählte Ein­schrän­kungen des Tarifs Pre­mium aus dem Hause rhion​.digital

  • Inno­va­ti­ons­klausel (Update-Garantie) gilt nur, wenn durch ein Tari­f­up­date aus­schließ­lich Ver­bes­se­rungen vor­ge­nommen werden, d.h. es besteht kein Anspruch auf diese Leis­tung, wenn ein Tari­f­up­date neben bei­spiels­weise 20 Ver­bes­se­rungen eine ein­zige Stelle besitzt, die auch zum Nach­teil des Kunden führen könnte.
  • Optional gegen Zuschlag ver­ein­bare Best-Leis­tungs-Garantie (Erwei­terte Vor­sorge) für Leis­tungen eines anderen, zum Scha­den­zeit­punkt ver­kaufs­of­fenen Ver­si­che­rers bis maximal 250.000 Euro. Aus­ge­schlossen sind u. a. „Risiken, für die kein Rück­ver­si­che­rungs­schutz besteht“. Diese Rege­lung kann als intrans­pa­rent ange­sehen werden, da weder Ver­mittler noch Ver­si­che­rungs­nehmer in der Lage sein dürften, dies im Ein­zel­fall zu über­prüfen. Die Klausel kann der Ver­si­cherer jeder­zeit mit Frist von einem Monat kündigen.
  • Für Gebäude im Rohbau kann eine kos­ten­freie Roh­bau­ver­si­che­rung gegen die Gefahren Feuer, Lei­tungs­wasser, Sturm / Hagel sowie (falls ver­ein­bart) Glas ver­ein­bart werden. Nicht ver­si­cherbar sind hier­über jedoch Schäden z. B. durch erwei­terte Ele­men­tar­ge­fahren (z. B. Über­schwem­mung, Erd­beben oder Erd­sen­kung) oder unbe­nannte Gefahren.
  • Bedin­gungs­seitig gene­relle Annahme einer mög­lich Gefah­rerhö­hung, wenn ein ansonsten ständig bewohntes Wohn­ge­bäude vor­über­ge­hend unbe­wohnt ist (z. B. wegen Urlaubs oder aus anderen Gründen).
  • Ver­si­che­rungs­be­ginn pau­schal um 00:00 Uhr. Somit kann es zu einer Unter­bre­chung des Ver­si­che­rungs­schutzes kommen, wenn der Vor­ver­trag statt um 00:00 Uhr schon um 12:00 Uhr geendet hat.
  • Keine aus­drück­liche Mit­ver­si­che­rung von Gebäu­de­zu­behör, das künftig in das Gebäude ein­ge­fügt werden soll (z.B. Vor­räte an Fliesen, Boden­be­lägen, Tapeten).
  • Keine Mit­ver­si­che­rung von beweg­li­chem Gebäu­de­zu­behör wie Kamin­holz oder Bau­stoffen (außer­halb der Roh­bau­phase) sowie daraus abge­leitet des ein­fa­chen Dieb­stahls sol­chen Zubehörs.
  • Nicht zu den ver­si­cherten Sachen gehört Zubehör der haus­wirt­schaft­li­chen Selbst­ver­sor­gung (u.a. Bie­nen­völker, die art­ge­recht gehalten werden; Rank­hilfen für Nutz­pflanzen und Hoch­beete; Kräuter, Obst- und Gemüsepflanzen).
  • Keine Mit­ver­si­che­rung von Schäden an Grund­stücks­zu­behör (z. B. einer Umwälz­pumpe), das der Nut­zung oder Instand­hal­tung eines Schwimm­be­ckens dient.
  • Keine aus­drück­liche Mit­ver­si­che­rung von Beschä­di­gungen oder Zer­stö­rung an Lüftlma­lerei (Gebäu­de­ma­lerei) sowie Schnit­ze­reien an Gebäuden. Ein Aus­schluss für solche Schäden ist bedin­gungs­seitig nicht erkennbar.
  • Nicht mit­ver­si­chert sind Schäden durch Wind­be­we­gungen unter­halb von Wind­stärke 8 oder infolge von Durchzug.
  • Mit­ver­si­che­rung von Schäden an ver­si­cherten Sachen durch Über­strom und Über­strom nur gegen Zuschlag im Rahmen der optio­nalen Mit­ver­si­che­rung haus­tech­ni­scher Anlagen (Haus­technik) oder als Blitzfolgeschaden.
  • Keine Mit­ver­si­che­rung von Schäden an ver­si­cherten Sachen durch Strom­schwan­kungen. Im Ein­zel­fall kann eine Mit­ver­si­che­rung im Rahmen der unbe­nannten Gefahren mit 250 Euro Selbst­be­halt her­ge­leitet werden.
  • Keine Mit­ver­si­che­rung von Schäden durch Ent­schär­fung von Blind­gän­gern, ohne damit ein­her­ge­hende Explosion.
  • Keine Mit­ver­si­che­rung für Schäden an ver­si­cherten Sachen durch Plansch- oder Rei­ni­gungs­wasser.
  • Keine bedin­gungs­sei­tige Mit­ver­si­che­rung von Näs­se­schäden auf­grund undichter Fugen oder Fliesen (z. B. undichte Sili­kon­fuge zwi­schen einer Dusch­wanne und einer angren­zenden Wand). Siehe hierzu das Urteil des BGH vom 20.10.2021 (Az. IV ZR 236 / 20)[2].
  • Kein Ver­si­che­rungs­schutz für Bruch­schäden an Zulei­tungs­rohren von ganz­jährig im Boden ein­ge­las­senen Schwimm­be­cken auf dem Versicherungsgrundstück.
  • Nicht ver­si­chert sind Bruch­schäden an unter­ir­disch auf dem Ver­si­che­rungs­grund­stück ver­legten Regen­was­ser­ab­fluss­rohren, son­dern nur solche an Regen­rohren inner­halb von Gebäuden. Die aus­ge­schlos­senen Schäden können in der Praxis recht teuer sein. Sofern die „Best Leis­tungs­ga­rantie“ ein­ge­schlossen wurde, könnte durch Ver­weis auf z. B. § 4 Nr. 4 c) der B382 aus dem Hause Inter­Risk (Tarif XXL, Stand 28.04.2021) die Mit­ver­si­che­rung zumin­dest auf unter­ir­disch ver­legte Rohre von Regen­was­ser­nut­zungs­an­lagen erwei­tert werden.
  • Wie bran­chen­üb­lich nicht ver­si­chert ist der Bruch oder das Zer­reißen von Press­luft- / Druck­luft­lei­tungen. Diese kommen z. B. zum Ein­satz, wenn eine zen­trale Kom­pres­sor­an­lage dazu ein­ge­setzt wird, um elek­tri­sche Werk­zeuge damit zu betreiben. Solche Rohre könnten aller­dings auch unter­ir­disch ver­legt werden, um damit Werk­zeuge im Garten zu betreiben. Wäh­rend ein Kom­pressor regel­mäßig als im Rahmen einer Haus­rat­ver­si­che­rung mit­ver­si­chert ange­sehen werden kann, fehlt nicht nur bei der rhion​.digital für die Druck­luft­lei­tungen regel­mäßig ein bedin­gungs­sei­tiger Ver­si­che­rungs­schutz. Solche Rohre müsste der Ver­si­che­rungs­nehmer also ein­zel­ver­trag­lich bei der rhion​.digital einschließen.
  • Kein Ver­si­che­rungs­schutz besteht für die auf dem Ver­si­che­rungs­grund­stück befind­li­chen elek­tri­schen Lei­tungen (z. B. zur Ver­sor­gung einer Wallbox, zur Ver­sor­gung von Spei­cher­me­dien, zur Elek­tri­fi­zie­rung von Garten- und Gewächs­häu­sern) gegen die ver­si­cherten Gefahren.
  • Keine Klar­stel­lung, inwie­fern Wasser aus Pools oder Whirl­pools bedin­gungs­seitig als Lei­tungs­wasser zählt.
  • Keine Mit­ver­si­che­rung von Buch­schäden an Rohren von Fäka­li­en­an­lagen / Klär­an­lagen inner­halb von Gebäuden oder auf dem Versicherungsgrundstück
  • Kein Ver­si­che­rungs­schutz für Rohre und Instal­la­tionen unter­halb der tra­genden oder nicht tra­genden Boden­platte.
  • Keine Mit­ver­si­che­rung von Bruch­schäden an Lüf­tungs­rohren.
  • Keine gene­relle Mit­ver­si­che­rung poli­zei­lich ange­zeigter Straf­taten (z.B. Dieb­stahl von Solar­zellen, Hacken von Smar­thome-Anlagen, Betrug).
  • Nicht ver­si­chert sind Schäden an ver­si­cherten Sachen durch wild­le­bende Tiere (z. B. durch Scha­len­wild wie Wild­schweine, Rehe oder Rothirsche).
  • Keine aus­drück­liche Mit­ver­si­che­rung von Schäden durch Ter­ro­rismus.
  • Keine Mit­ver­si­che­rung von Specht­schäden (z. B.  Pick- oder Kratz­schäden) an ver­si­cherten Sachen
  • Keine Über­nahme von Leck­or­tungs­kosten ohne Vor­liegen eines Ver­si­che­rungs­falles (Ursa­chen­suche bei an ver­si­cherten Gebäuden fest­ge­stellter Nässe)
  • Kein Ver­si­che­rungs­schutz für Schäden durch Ver­schleiß.
  • Mit­ver­si­chert sind die Kosten für das Ent­fernen, den Abtrans­port und die Ent­sor­gung von durch Sturm umge­stürzten (aber nicht dadurch abge­knickten oder ledig­lich beschä­digten) Bäumen und Hecken inklu­sive Stump­f­ent­sor­gung durch eine ver­si­cherte Gefahr. Ver­si­che­rungs­schutz besteht bis in Höhe von 10.000 Euro.
  • Über­nahme von Kosten für Daten­ret­tungs­kosten infolge eines ver­si­cherten Scha­dens bis 500 Euro, aller­dings nur, wenn gegen Zuschlag der Schutz­brief zur Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung ein­ge­schlossen wurde.
  • Keine Mit­ver­si­che­rung der Kosten für die Wie­der­her­stel­lung oder Repro­duk­tion von pri­vaten Unter­lagen (z.B. Notar­ver­träge, Urkunden, Zer­ti­fi­kate) sowie für elek­tro­nisch gespei­cherte Daten das ver­si­cherte Gebäude betreffend.
  • Keine Über­nahme der Kosten für die scha­den­be­dingte Neu­ein­stel­lung von Antennen und Satel­li­ten­schüs­seln nach einem ver­si­cherten Schadenfall.
  • Keine aus­drück­liche Über­nahme per­sön­li­cher Aus­lagen nach einem Schadenfall.
  • Nicht ver­si­chert sind Schäden an bzw. der Dieb­stahl von Garten- oder Teich­zu­behör (z. B. Gar­ten­möbel, Hän­ge­matten, Strand­körbe, Bas­ket­ball­körbe sowie Blu­men­kästen und ‑kübel) gegen ver­si­cherte Gefahren.
  • Nicht ver­si­chert sind Mehr­kosten für eine nach­hal­tige Gestal­tung des Gar­tens (z. B. Anlage einer Bienen- und Hummelwiese).
  • Nicht ver­si­chert sind die Kosten für die Pflege eines Gar­tens durch eine Fach­firma, wenn der Ver­si­che­rungs­nehmer wäh­rend der Ver­trags­lauf­zeit eine schwer­wie­gende und unvor­her­ge­se­hene Ver­let­zung oder Krank­heit erleidet, die ihn an der Pflege des Gar­tens hindert.
  • Nicht ver­si­chert sind nach­ge­wie­sener Kosten (z. B. für eine Online-Rechts­be­ra­tung oder das Zurück­schneiden einer Hecke) zur Bei­le­gung eines Nachbarschaftsstreites
  • Nicht aus­drück­lich ver­si­chert sind Trock­nungs­kosten ins­be­son­dere in Folge eines Lei­tungs­wasser- oder Über­schwem­mungs­scha­dens. In der Regel werden diese Kosten auch ohne Klar­stel­lung übernommen.
  • Keine Über­nahme der erfor­der­li­chen und nach­weis­lich tat­säch­lich ange­fal­lenen Kosten für das Auf­räumen, die Ent­sor­gung, Rei­ni­gung, Des­in­fek­tion und Schäd­lings­be­kämp­fung von durch Mes­sies gemie­teten Woh­nungen, soweit diese wegen eines zwang­haften Ver­hal­tens vor allem nutz­lose Gegen­stände unor­dent­lich und chao­tisch in der Woh­nung ange­sam­melt oder die Woh­nung dadurch ver­müllt haben. Glei­ches gilt für sons­tige Schäden durch Mes­sies oder Miet­van­dalen (z. B. eine her­aus­ge­ris­sene Türzarge).
  • Keine Mit­ver­si­che­rung von Schäden infolge von Gebäu­de­schäden durch den unbe­merkten Tod eines Mie­ters.
  • Keine Über­nahme der Kosten für sons­tige frei­wil­lige Zuwen­dungen an Per­sonen (z. B. im Zusam­men­hang mit der Brand­be­kämp­fung) nach einem Schadenfall.
  • Keine aus­drück­liche Über­nahme der Kosten von Gebäu­de­be­schä­di­gungen im Zusam­men­hang mit Ret­tungs­maß­nahmen (z. B. durch Polizei oder Feu­er­wehr) oder auf­grund des Alarms eines Haus­not­rufs. Kosten für Gebäu­de­be­schä­di­gungen Ein­bruch­dieb­stahl, Raub oder deren Ver­such sind nur für Zwei- und Mehr­fa­mi­li­en­häuser, nicht jedoch für Ein­fa­mi­li­en­häuser mit­ver­si­chert.
  • Bei der Durch­füh­rung eines Sach­ver­stän­di­gen­ver­fah­rens zur Fest­stel­lung der Scha­den­höhe wird erst ab einer fest­ge­stellten Scha­den­höhe von min­des­tens 20.000 Euro der Anteil des Ver­si­che­rungs­neh­mers an den Ver­fah­rens­kosten in voller Höhe über­nommen.  Beauf­tragt der Ver­si­che­rungs­nehmer einen Sach­ver­stän­digen indi­vi­duell, werden die Kosten nur dann über­nommen, sofern der Ver­si­che­rungs­nehmer vom Ver­si­cherer zur Hin­zu­zie­hung auf­ge­for­dert wurde (siehe A (GB)-3.2.1).
  • Keine Über­nahme der Kosten für die not­wen­dige Hotel­un­ter­brin­gung oder eine ähn­liche Unter­brin­gung, wenn eine eigen­ge­nutzte Feri­en­woh­nung oder ein eigen­ge­nutztes Feri­en­haus durch einen Ver­si­che­rungs­fall unbe­wohnbar wird.
  • Keine Über­nahme der Kosten für Miet­aus­fall bei Nach­bar­schafts­schäden.
  • Nicht ver­si­chert sind sons­tige Mehr­kosten für eine Gebäu­de­wie­der­her­stel­lung mit umwelt­freund­li­chen oder nach­hal­tigen Bau­stoffen.
  • Keine Über­nahme der Kosten für den Mehr­ver­brauch von Abwasser, Öl sowie für Strom bzw. Strom­ver­lust aus Stromspeichern.
  • Keine Über­nahme der Kosten für eine Gefah­ren­be­ra­tung nach Über­schwem­mungs­schäden.
  • Keine Kosten einer kli­ma­freund­li­chen CO2-Kom­pen­sa­tion bei einem Feuerschaden.
  • Keine Kosten für die Rekul­ti­vie­rung von begrünten Dächern.
  • Keine aus­drück­liche Mit­ver­si­che­rung der Auf­tau­kosten nach einem ver­si­cherten Frostschaden.
  • Sofern gegen Zuschlag der Schutz­brief für Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rungen ein­ge­schlossen wurde, werden die Kosten für die Besei­ti­gung oder Umsied­lung von Wespen‑, nicht jedoch Hor­nissen- oder Bie­nen­nes­tern, über­nommen.
  • Kein Ein­schluss einer Ver­se­hens­klausel bei ein­fa­chen (grob) fahr­lässig began­genen Oblie­gen­heits­ver­let­zungen.
  • Keine aus­drück­liche Anlage von Prä­mi­en­ein­nahmen in nach­hal­tigen Kapi­tal­an­lagen.
  • Wie­der­aufbau bei Total­schaden an einem anderen Ort inner­halb der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land nur dann, wenn die Wie­der­her­stel­lung des Wohn­ge­bäudes an der bis­he­rigen Stelle recht­lich nicht mög­lich oder wirt­schaft­lich nicht zu ver­treten ist (A1-17.6), also nicht z. B. wenn aus psy­cho­lo­gi­schen Gründen nach einer schweren Über­schwem­mung ein Wie­der­aufbau am bis­he­rigen Ver­si­che­rungsort nicht anzeigt sein sollte.
  • Keine Bei­trags­be­freiung bei Arbeits­un­fä­hig­keit.

[1] „Waschbär“ auf „Wiki​pedia​.org“. Auf­zu­rufen unter https://de.wikipedia.org/wiki/Waschb%C3%A4r, zuletzt auf­ge­rufen am 07.07.2022.

[2] Siehe https://​juris​.bun​des​ge​richtshof​.de/​c​g​i​-​b​i​n​/​r​e​c​h​t​s​p​r​e​c​h​u​n​g​/​d​o​c​u​m​e​n​t​.​p​y​?​G​e​r​i​c​h​t​=​b​g​h​&​A​r​t​=​e​n​&​D​a​t​u​m​=​A​k​t​u​e​l​l​&​S​o​r​t​=​3​&​n​r​=​1​2​3​9​4​5​&​p​o​s​=​2​1​&​a​n​z​=​822, zuletzt auf­ge­rufen am 05.01.2021

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