Kurz­check: Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung der InterRisk

Seit Juli 2021 (laut Druck­stück abwei­chend 28.04.2021) bietet die Inter­Risk Ver­si­che­rungs-AG Vienna Insurance Group (Deutsch­land) ihren Kunden die aktu­elle Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung „L“, Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung „XL“ sowie Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung „XXL“.

Die ein­zelnen Tarif­li­nien können durch optio­nale Bau­steine erwei­tert werden:

Schäden durch wei­tere Natur­ge­fahren (Über­schwem­mung, Rück­stau, Erd­beben, Erd­sen­kung, Erd­rutsch, Schnee­druck (ein­schließ­lich Dach­la­winen), Lawinen oder Vulkanausbruch)

Nur im Tarif XXL: Schäden durch unbe­nannte Gefahren (nur bei Ein­schluss auch der wei­teren Naturgefahren)

© 2021-08-15 Cri­tical News – hoch­wer­tiger Schutz für beson­dere Gebäude

Zur Kon­zep­tion der aktu­ellen Tarif­ge­nera­tion stellt die Inter­Risk klar,

„dass die Bedin­gungen zu unserem neuen Wohn­ge­bäu­de­tarif auf Basis der aktu­ellen Mus­ter­be­din­gungen des GDV zur Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung (VGB 2016 – Wohn­flä­chen­mo­dell) mit Stand 15.11.2018 kon­zi­piert wurden. Die VGB 2016 unter­scheiden sich sehr stark von den vor­he­rigen VGB 2010. Zum einen wurden die Mus­ter­be­din­gungen sprach­lich kom­plett über­ar­beitet. Auch gibt es Unter­schiede im Leis­tungs­um­fang. So sind in den VGB 201dass die Bedin­gungen zu unserem neuen Wohn­ge­bäu­de­tarif auf Basis der aktu­ellen Mus­ter­be­din­gungen des GDV zur Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung (VGB 2016 – Wohn­flä­chen­mo­dell) mit Stand 15.11.2018 kon­zi­piert wurden. Die VGB 2016 unter­scheiden sich sehr stark von den vor­he­rigen VGB 2010. Zum einen wurden die Mus­ter­be­din­gungen sprach­lich kom­plett über­ar­beitet. Auch gibt es Unter­schiede im Leis­tungs­um­fang. So sind in den VGB 2016 bei­spiels­weise bei der Gefahr Feuer nun Nutz­wär­me­schäden und Über­span­nungs­schäden durch Blitz gene­rell und nicht mehr nur über Klau­sel­ein­schluss mit­ver­si­chert. Bei der Gefahr Lei­tungs­wasser ist in den VGB 2016 nun bei­spiels­weise die Rede von Rohren von Hei­zungs- oder Kli­ma­an­lagen. In den VGB 2010 waren es hin­gegen Rohre der Warm­wasser- oder Dampf­hei­zung sowie Klima‑, Wär­me­pumpen- oder Solar­hei­zungs­an­lagen (= abschlie­ßende Auf­zäh­lung). Ferner stehen hier in den VGB 2016 nun sämt­liche Betriebs­flüs­sig­keiten aus Hei­zungs- oder Kli­ma­an­lagen (aus­ge­nommen Flüs­sig­keiten, die zur Ener­gie­er­zeu­gung bestimmt sind) dem Lei­tungs­wasser gleich. In den VGB 2010 waren es hin­gegen Sole, Öle, Kühl- und Käl­te­mittel aus Klima‑, Wär­me­pumpen- oder Solar­hei­zungs­an­lagen (= abschlie­ßende Auf­zäh­lung). Die wesent­lichste Ände­rung ist aller­dings die Inklu­sion der Mehr­kosten durch behörd­liche Wie­der­her­stel­lungs­be­schrän­kungen sowie durch Preis­stei­ge­rungen nach Ein­tritt des Ver­si­che­rungs­falles in das Neu­bau­ver­spre­chen. In den Muster-VGB 2010 waren diese hin­gegen aus dem Neu­wert­ver­spre­chen aus­ge­schlossen (Exklu­sion) und zum Teil fakul­tativ als ggf. gede­ckelte Kos­ten­po­si­tion wieder eingeschlossen.“

Ver­si­cherbar sind bezugs­fer­tige Wohn­ge­bäude bis zu einer Wohn­fläche von 999 Qua­drat­me­tern Wohn­fläche, die zu höchs­tens 50 % zu gewerb­li­chen Zwe­cken genutzt werden. Der Ver­si­cherer defi­niert die Wohn- und Nutz­fläche wie folgt:

„Als Wohn- und Nutz­fläche gilt die Grund­fläche aller zu Wohn­zwe­cken und gewerb­li­chen Zwe­cken nutz­baren Räume auf dem Ver­si­che­rungs­grund­stück. Dazu zählen auch Hobby- und Party-Räume (auch im Keller oder Dach­ge­schoss) sowie Win­ter­gärten, Schwimm­bäder und ähn­liche nach allen Seiten geschlos­sene Räume.

Flä­chen mit einer Decken­höhe von weniger als zwei Metern werden nur zur Hälfte gerechnet, Flä­chen mit einer Decken­höhe von weniger als einem Meter über­haupt nicht.

Nicht gerechnet werden:

• Ter­rassen, Dach­gärten, Log­gien, Balkone,

• Treppen,

• Wasch­kü­chen, Trocken‑, Hei­zungs- und sons­tige Zubehörräume,

• Garagen und Carports.

Nur bei gewerb­li­cher Nut­zung gerechnet werden:

• Abstell- und Lager­räume (auch im Keller, auf dem Dach­boden oder in Nebengebäuden).

Alter­nativ akzep­tieren wir auch die Angabe der Gesamt­fläche entsprechend

• der Wohn­flä­chen­ver­ord­nung (WoFlV),

• der Nutz­fläche nach DIN 277,

• den Bau­plänen (bei Ein­fa­mi­li­en­häu­sern auch dem Miet- oder Kauf­ver­trag), sofern diese den aktu­ellen Aus­bau­zu­stand wiedergeben,

• anderen gül­tigen Berech­nungs­me­thoden, sofern die Ermitt­lung durch einen sach­ver­stän­digen Dritten erfolgt.“

Der bis­he­rige Rabatt für nicht unter­kel­lerte Gebäude ist gegen­über dem Vor­gän­ger­tarif weggefallen.

Die Ver­si­cher­bar­keit ist unab­hängig vom Gebäu­de­alter und besteht grund­sätz­lich auch für denk­mal­ge­schützte Gebäude. Sind Gebäude bei Antrags­stel­lung über 30 Jahre alt, so können deren Ablei­tungs­rohre, die außer­halb von Gebäuden ver­legt sind, nur dann ver­si­chert werden, wenn die Klausel 7263 ver­ein­bart wird. Diese ver­langt zur Leis­tungs­er­brin­gung einen Dich­tig­keits­nach­weis nach DIN 1986, der vor dem Zeit­punkt eines etwaigen Scha­den­ein­tritts vor­ge­legen haben muss.

Für Gebäude, die mehr als 90 Tage im Jahr unbe­wohnt sind oder bei denen mehr als 50 % der Wohn- und Nutz­fläche unge­nutzt sind, sind anfra­ge­pflichtig. Dies gilt auch für Gebäude, bei denen z. B. die elek­tri­schen Anlagen und Ein­rich­tungen nicht den gesetz­li­chen und behörd­li­chen Sicher­heits­vor­schriften entsprechen.

Anfra­ge­pflichtig sind auch Neben­ge­bäude, die ent­weder mehr­ge­schossig und / oder eine Grund­fläche von mehr als 25 Qua­drat­me­tern aufweisen.

Ver­schie­dene Risiken sind nur gegen Zuschlag ver­si­cherbar. Dazu gehören z. B. Mehr­fa­mi­li­en­häuser (Objekte mit mehr als 2 Wohn­ein­heiten), Saunen, Schwimm­bäder und Whirl­pools, die sich im Gebäude befinden sowie Außen­wände aus Holz, Holz­fach­werk mit Lehm­fül­lung, Holz­kon­struk­tion mit Ver­klei­dung jeg­li­cher Art.

Für Gebäude, die in der ZÜRS—Zone 4 stehen ist kein Ver­si­che­rungs­schutz gegen wei­tere Natur­ge­fahren mög­lich. Für diese Schäden gilt der gege­be­nen­falls gene­rell zum Ver­trag ver­ein­barte Selbst­be­halt. Eine War­te­zeit ist bedin­gungs­seitig nicht vor­ge­sehen; mit Stand 20.08.2021 gilt jedoch auf­grund der jüngsten Hoch­was­ser­ka­ta­strophe vor­über­ge­hend eine War­te­zeit von vier Wochen als vereinbart.

Je nach Gebäu­de­alter sieht die Inter­Risk einen Zuschlag in Form eines Alters­fak­tors vor. Dies führt bei Gebäuden von z. B. 10 oder 20 Jahren zu einem Zuschlag von 28 % bzw. 63,8 %. Der maxi­male Alters­faktor beträgt 2,096 und führt bei Gebäuden ab einem Alter von 30 Jahren zu einem Zuschlag von 109,6 %.

Wurde ein Gebäude nach Fer­tig­stel­lung kern­sa­niert, richtet sich der Alters­faktor nach dem Zeit­punkt der letzten Kern­sa­nie­rung. Eine solche wird vom Ver­si­cherer wie folgt definiert:

„Der Ver­trag kam auf­grund der Angabe zustande, dass das Gebäude in dem im Antrag genannten Jahr kern­sa­niert wurde.

Kern­sa­nie­rung bedeutet, dass Dach­stuhl, Mauern, Decken, Böden, Putz, Fenster und Türen in einen neu­wer­tigen Zustand ver­setzt wurden. Grund­vor­aus­set­zung ist zudem die kom­plette Erneue­rung des Rohr­lei­tungs­sys­tems (Zu- und Ablei­tungen), der Hei­zungs­ein­rich­tungen, der sani­tären Anlagen, der elek­tri­schen Lei­tungen und der Dacheindeckung.

Falls der Sanie­rungs­zu­stand nicht diesen Vor­gaben ent­spricht, besteht für darauf zurück­zu­füh­rende Schäden kein Versicherungsschutz.“

Für eine unter­jäh­rige Zahl­weise ver­zichtet die Inter­Risk auf die Anrech­nung eines Raten­zah­lungs­zu­schlags. Der Min­dest­brut­to­bei­trag je Rate beträgt 4,99 Euro.

Der Ver­si­cherer bietet einen Deckungs­rabat von 5 %, 10 % bzw. 15 % bei 2, 3 bzw. mehr als 3 Deckungen (z. B. Privathaftpflicht‑, Hausrat‑, Glas oder Unfall­ver­si­che­rung). Vor­aus­set­zung für den Deckungs­ra­batt ist, dass sämt­liche Ver­träge zur aktu­ellen Tarif­ge­nera­tion gehören, den glei­chen Ver­si­che­rungs­nehmer, den glei­chen Ablauf und die gleiche Zahl­weise aufweisen.

Um den Zahl­bei­trag zu senken, besteht die Mög­lich­keit der Ver­ein­ba­rung einer Selbst­be­tei­li­gung für den Scha­den­fall. Zur Aus­wahl stehen die Selbst­be­halts­va­ri­anten 500 Euro (10% Nach­lass), 1.200 Euro (20% Rabatt) bzw. 2.500 Euro (30% Rabatt). Dieser Selbst­be­halt und der damit ver­bun­dene Bei­trags­nach­lass beziehen sich auf alle ver­si­cherten Gefahren (also ggf. auch auf die wei­teren Natur­ge­fahren und im Tarif XXL auch auf die unbe­nannten Gefahren). Die Option besteht nur, sofern die Wohn- und Nutz­fläche weniger als 250 Qua­drat­meter beträgt. Ein abwei­chender Selbst­be­halt für ein­zelnen Gefahren ist bei der Inter­Risk anders als bei vielen Wett­be­wer­bern nicht vorgesehen.

Die Inter­Risk gewährt einen Scha­den­frei­heits­ra­batt in Höhe von 25 %, sofern für das Gebäude seit min­des­tens 5 Jahren scha­den­freie Vor­ver­si­che­rungen bei der Inter­Risk und/oder einer anderen Gesell­schaft bis zum Beginn des neuen Ver­trages unun­ter­bro­chen bestanden und die glei­chen Gefahren abge­si­chert waren. Bei Gebäuden, die vor weniger als 5 Jahren erstellt oder kern­sa­niert wurden, muss Scha­den­frei­heit ab Bezugs­fer­tig­keit gegeben sein.

Nach Zah­lung einer Ent­schä­di­gung fällt der Scha­den­frei­heits­ra­batt mit Wir­kung ab dem dar­auf­fol­genden Ver­si­che­rungs­jahr weg. Anders als in der bis­he­rigen Tarif­ge­nera­tion bleibt die ver­ein­barte Selbst­be­tei­li­gung auch nach einem Scha­den­un­fall unver­än­dert. Hierzu führt die Inter­Risk fol­gendes aus:

„Im alten Tarif musste man sich bei der Antrag­stel­lung zwi­schen der Vari­ante Bei­trags­re­gu­lie­rung und der Vari­ante Selbst­be­halts­re­gu­lie­rung ent­scheiden. In dem neuen Tarif ist der Scha­den­frei­heits­ra­batt nun als gene­relle Klausel fester Bestand­teil. Der SFR in Höhe von 25% wird auto­ma­tisch gewährt, sobald die Vor­aus­set­zungen für die Gewäh­rung vor­liegen (auch wenn die Vor­aus­set­zungen bei Antrag­stel­lung noch nicht vor­lagen). Des Wei­teren gibt es in dem neuen Tarif nun die Mög­lich­keit der Ver­ein­ba­rung eines starren Selbst­be­halts gegen Bei­trags­nach­lass. Tritt ein Schaden ein, fällt ggf. der SFR mit Wir­kung ab dem dar­auf­fol­genden Ver­si­che­rungs­jahr weg und wird dann auto­ma­tisch wieder gewährt, sobald die Vor­aus­set­zungen für die Gewäh­rung wieder erfüllt sind. Der ver­ein­barte Selbst­be­halt hin­gegen wird bei diesem Schaden und auch beim nächsten Schaden in glei­cher Höhe abgezogen.“

Der Ver­si­che­rungs­nehmer kann den ver­ein­barten Ver­si­che­rungs­schutz täg­lich ohne Ein­hal­tung einer Frist kün­digen, der Ver­si­cherer mit Frist von drei Monaten zur jewei­ligen Haupt­fäl­lig­keit. Das täg­liche Kün­di­gungs­recht des Ver­si­che­rungs­neh­mers kann pro­ble­ma­tisch sein, wenn z. B. ein Kunde einen Ver­trag auf­grund einer Bei­trags­an­pas­sung kün­digt, nicht recht­zeitig einen geeig­neten Ersatz­ver­trag findet und der betreu­ende Makler zum Zeit­punkt der Kün­di­gung urlaubs­be­dingt keine zeit­nahe Kenntnis erlangt. Kommt es dann zu einem Schaden, kann es sein, dass der bis­he­rige Kunde unver­si­chert oder schlechter ver­si­chert ist.

Der Tarif XXL (B382) erfüllt wie auch der alte Tarif XXL (B38) die aktu­ellen Min­dest­an­for­de­rungen von Witte Finan­cial Ser­vices für eine Bewer­tung mit „WFS 2 (Silber)“. Für eine Bewer­tung mit „Gold“ wäre eine Erhö­hung der Leis­tungs­dauer für Hotel- und sons­tige Unter­kunfts­kosten von 200 Tagen auf min­des­tens 12 Monate erfolgen.

Aus­ge­wählte Leis­tungen des Tarifs Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung XXL der InterRisk

  • Der Ver­si­cherer garan­tiert, dass die dem Ver­trag zugrunde lie­genden Bedin­gungen den Kunden nicht schlechter stellen als die unver­bind­li­chen Mus­ter­be­din­gungen des Gesamt­ver­bandes der Deut­schen Ver­si­che­rungs­wirt­schaft (GDV) mit Stichtag 28.04.2021 (GDV-Garantie).
  • Der Ver­si­cherer garan­tiert, dass die dem Ver­trag zugrunde lie­genden Bedin­gungen den Kunden nicht schlechter stellen als die unver­bind­li­chen Emp­feh­lungen des Arbeits­kreises Bera­tungs­pro­zesse mit Stichtag 13.12.2018 (Arbeits­kreis-Garantie).
  • Inno­va­ti­ons­klausel. Hierzu stellt der Ver­si­cherer unter anderem klar:

„Wenn wir künftig geän­derte Bedin­gungen mit unver­än­derter Bedin­gungs­nummer (also z.B. neue „B01“) ein­führen, gelten diese auto­ma­tisch auch für Ihren Ver­trag. Wir können uns dann auf even­tu­elle Schlech­ter­stel­lungen der neuen Bedin­gungen nicht berufen.“

  • Da es sich um einen Wohn­flä­chen­tarif han­delt, besteht ein gene­reller Unter­ver­si­che­rungs­ver­zicht. Dieser wird jedoch nicht aus­drück­lich klar­ge­stellt. Die Bedin­gungen lassen kein Recht des Ver­si­che­rers erkennen, die ver­ein­barte Leis­tung bei ver­se­hent­li­cher Falsch­an­gabe der Wohn­fläche zu kürzen.
  • Optio­nale Mit­ver­si­che­rung unbe­nannter Gefahren bei gleich­zeitig bestehender Mit­ver­si­che­rung wei­terer Natur­ge­fahren. Für Objekte in der ZÜRS-Zone 4 ist daher eine Mit­ver­si­che­rung sowohl der unbe­nannten Gefahren als auch aller erwei­terten Natur­ge­fahren aus­ge­schlossen. Nicht zu den ver­si­cherten Sachen gehören Sachen aus Glas, Keramik, Por­zellan sowie Scheiben und Platen aus Kunststoff.
  • Ver­zicht auf Kür­zung der Leis­tung bei grob fahr­läs­siger Her­bei­füh­rung des Versicherungsfalles
  • Ver­zicht auf Kür­zung der Leis­tung bei grob fahr­läs­siger Ver­let­zung von Obliegenheiten

„sofern und solange die Oblie­gen­heits­ver­let­zung aus Unkenntnis einer Sicher­heits­vor­schrift oder Anzei­ge­pflicht erfolgte oder Sie ver­geb­lich ver­suchten, diese zu erfüllen.“

Kein Berufen auf Ver­let­zung einer gesetz­li­chen bzw. behörd­li­chen Sicher­heits­vor­schrift bei Ver­stoß gegen eine lan­des­recht­liche Rauch­warn­mel­der­pflicht (Instal­la­tion, War­tung und Betrieb) oder der Nicht­ein­hal­tung behörd­li­cher Vor­schriften über Rückstausicherungen

  • Ver­zicht auf Regress gegen den Reprä­sen­tanten des Ver­si­che­rungs­neh­mers bei grob fahr­läs­siger (abge­leitet aus § 1 Nr. 3 B01 sowie den ver­bind­li­chen Erläu­te­rungen zu den B01), nicht jedoch bei vor­sätz­li­cher Her­bei­füh­rung des Ver­si­che­rungs­falles (abge­leitet aus § 1 Nr. 3 B 01 sowie § 16 B 382).
  • Mit­ver­si­che­rung benannter bau­li­cher Grund­stücks­be­stand­teile ohne Sub­limit (Anten­nen­an­lagen, Bänke, Beleuch­tungs­an­lagen, elek­tri­sche Lei­tungen, Frei­lei­tungen; Gar­ten­häuser und ‑kamine, Gewächs­häuser, Grund­stücks­ein­frie­dungen, Hof- und Geh­weg­s­be­fes­ti­gungen, Hun­de­hütten und ‑zwinger, Mar­kisen, Masten, Pavil­lons, Per­golen, Schuppen, Schutz- und Trenn­wände, Schwimm­bäder, Über­da­chungen sowie Wäschespinnen).
  • Optio­nale Bei­trags­be­freiung bei Arbeits­lo­sig­keit bis max. 36 Monate, sofern gleich­zeitig eine Unfall­ver­si­che­rung nach dem ver­kaufs­of­fenen Tarif XXL besteht. Bei gebün­delten Ver­trägen gilt die Bei­trags­be­freiung gleich­zeitig für alle wei­teren Ver­si­che­rungen nach den ver­kaufs­of­fenen XXL-Kon­zepten, die min­des­tens drei Monate vor Beginn der Arbeits­lo­sig­keit ein­ge­schlossen wurden. Die Arbeits­lo­sig­keit ist auch für Frei­be­rufler und Selbst­stän­dige ver­si­chert (dies jedoch ohne aus­drück­liche Klar­stel­lung) und ohne ein Höchst­alter des Ver­si­che­rungs­neh­mers zum Zeit­punkt des Ein­tritts der Arbeitslosigkeit.
  • Mit­ver­si­che­rung von Schäden unmit­telbar durch Rauch und Ruß. Nicht ver­si­chert sind Schäden durch Schäden durch die dau­ernde Ein­wir­kung von Rauch oder Ruß. Nicht klar­ge­stellt ist, inwie­fern all­mäh­lich durch Rauch und Ruß auf ver­si­cherte Sachen ein­wir­kende Schäden unter den Ver­si­che­rungs­schutz fallen.
  • Mit­ver­si­che­rung von Seng- und Schmor­schäden an ver­si­cherten Sachen
  • Ver­si­chert sind Schäden durch Kurz­schluss und Strom­schwan­kungen
  • Mit­ver­si­chert ist der Anprall von Luft‑, Straßen‑, Wasser‑, Schie­nen­fahr­zeugen sowie sons­tigen Flut­kör­pern an ver­si­chere Gebäude. Ein­ge­schlossen ist der Anprall Fahr­zeugen, die vom Ver­si­che­rungs­nehmer, von Ange­hö­rigen, Ange­stellten oder Mie­tern des ver­si­cherten Gebäudes gelenkt wurden. Eben­falls ver­si­chert sind Schäden an ver­si­cherten Grund­stücks­ein­frie­dungen (z. B. Mauern, Zäunen), nicht jedoch an Fahr­zeugen auf dem eigenen Grund­stück. Teil­weise lassen sich solche Eigen­schäden im Rahmen einer Kfz-Ver­si­che­rung mit­ver­si­chern, dort aller­dings meist mit einer Selbst­be­tei­li­gung an den Kosten. Schäden durch sons­tige Land­fahr­zeuge, z. B. Arbeits­ma­schinen, fallen nur dann unter den Ver­si­che­rungs­schutz, sofern gegen Zuschlag unbe­nannte Gefahren mit­ver­si­chert wurden.
  • Mit­ver­si­chert sind Biss­schäden durch wild­le­bende Tiere an elek­tri­schen Lei­tungen und Anlagen auf dem Ver­si­che­rungs­grund­stück (dies auch außer­halb ver­si­cherter Gebäude), die der Ver­sor­gung ver­si­cherter Sachen dienen. Dar­über hinaus ver­si­chert sind auch Biss­schäden durch wild­le­bende Tiere an Däm­mungen und Unter­spann­bahnen von Dächern und Außen­wänden. Anders als üblich bezieht sich die Mit­ver­si­che­rung nicht nur auf den Ver­biss von Mar­dern, son­dern auch auf sons­tige wild­le­bende Tiere wie z. B. Mäuse, Ratten, sons­tige Nage­tiere, Marder und Wasch­bären. Die Bedin­gungen lassen sich so lesen, dass kein Aus­schluss für Fol­ge­schäden eines ver­si­cherten Biss­scha­dens besteht (z. B. Schäden durch das Fehlen elek­tri­scher Spannung).
  • Mit­ver­si­che­rung sons­tiger Schäden an ver­si­cherten Sachen durch Wasch­bären und Haar­wild nach dem Bun­des­jagd­ge­setz (z. B. Wild­schweine, Rehe, Marder) bis in Höhe von 2.500 Euro. Nicht ver­si­chert sind daher z. B. Schäden, die dadurch ent­stehen, dass z. B. ein anderes Tier, das nicht im Bun­des­jagd­ge­setz benannt wird, zunächst einen ver­si­cherten Biss­schaden ver­ur­sacht und sich anschlie­ßend durch die gesamte Däm­mung durch­wühlt, dort Gänge baut und überall Kot hin­ter­lässt. Muss durch einen solche Fol­ge­schaden das ganze Dach abge­rissen werden, so besteht über den Tarif kein Versicherungsschutz.
  • Mit­ver­si­chert sind die Kosten für die Umsied­lung von Wespen, Hor­nissen oder Bienen. Im Rahmen einer Online­schu­lung vom 01.07.2021 stellte das Unter­nehmen klar, dass man bereits das Ent­de­cken etwa eines Wes­pen­nestes als Ver­si­che­rungs­fall werte.
  • Ver­si­che­rungs­schutz für Schäden durch wet­ter­be­dingte Wind­be­we­gungen unab­hängig von der kon­kreten Wind­stärke.  Nicht ver­si­chert sind Schäden z. B. der Durchzug durch Druck­un­ter­schiede zwi­schen meh­reren Gebäudeöffnungen.
  • Mit­ver­si­chert sind frost­be­dingte und sons­tige Bruch­schäden an außer­halb von Gebäuden lie­genden Zulei­tungs­rohren auf und außer­halb des Ver­si­che­rungs­grund­stücks. Auf, nicht jedoch außer­halb des Ver­si­che­rungs­grund­stücks, sind diese auch dann ver­si­chert, wenn sie nicht der Ver­sor­gung ver­si­cherter Gebäude oder Anlagen dienen.  Nicht ver­si­chert sind Schäden durch Wur­zel­ein­wuchs oder Muf­fen­ver­satz.
  • Mit­ver­si­chert sind frost­be­dingte und sons­tige Bruch­schäden an außer­halb von Gebäuden lie­genden Ablei­tungs­rohren auf und außer­halb des Ver­si­che­rungs­grund­stücks. Kein Ver­si­che­rungs­schutz besteht für Ablei­tungs­rohre, die nicht der Ent­sor­gung ver­si­cherter Gebäude oder Anlagen dienen.  Vor­aus­set­zung ist, dass der Ver­si­che­rungs­nehmer die Gefahr trägt. Ist ein Gebäude bei Antrags­stel­lung über 30 Jahre alt, so gilt die Erwei­te­rung nur, wenn zum Zeit­punkt des Scha­dens der vor dem Scha­den­ein­tritt aus­ge­stellte Nach­weis einer Druck­prü­fung mit Dich­tig­keits­nach­weis nach DIN 1986 vor­liegt. Nicht ver­si­chert sind Schäden durch Wur­zel­ein­wuchs oder Muf­fen­ver­satz.
  • Mit­ver­si­chert sind bis in Höhe von 3.000 Euro die not­wen­digen Kosten für die Besei­ti­gung von Schäden an ver­si­cherten Sachen, die durch unmit­tel­bare Ein­wir­kung von Regen- oder Schmelz­wasser infolge von Nie­der­schlägen durch nicht ord­nungs­gemäß geschlos­sene Fenster, Außen­türen oder andere Öff­nungen, die nicht durch Wind oder Hagel ent­standen sind, ver­ur­sacht worden sind. Schäden durch Rück­stau oder sons­tige Über­schwem­mungen sind nicht mitversichert.
  • Mit­ver­si­chert sind Graf­fi­ti­schäden durch Farben und Lacke sowohl an den Innen- als auch Außen­seiten ver­si­cherter Sachen. Da auch sons­tige Schäden durch bös­wil­lige Beschä­di­gungen mit­ver­si­chert sind, sind dar­über auch Schäden durch Kratz-Graf­fiti (Scratchiti) mit­ver­si­chert. Nicht ver­si­chert sind Schäden an Laden- und Schau­fens­ter­scheiben sowie Schäden an sons­tigen Glasscheiben.
  • Mit­ver­si­chert ist die Beschä­di­gung oder Zer­stö­rung ver­si­cherter Sachen durch Ein­bruch oder Ein­bruchs­ver­such. Im Unter­schied zu den bis­he­rigen B38 ist jetzt aus­drück­lich klar­ge­stellt, dass kein Ver­si­che­rungs­schutz für das Abhan­den­kommen ver­si­cherter Sachen besteht.
  • Mit­ver­si­chert sind die Kosten für in Folge eines Ver­si­che­rungs­falls not­wen­dige Hotel­un­ter­brin­gung oder eine ähn­liche Unter­brin­gung bis maximal 200 Tage ohne Begren­zung der Ent­schä­di­gung pro Tag. Nicht ver­si­chert sind Neben­kosten (z. B. Früh­stück, Telefon). Ange­rechnet werden ein Miet­wert­er­satz nach § 8 der Bedin­gungen sowie etwaige Ent­schä­di­gungs­leis­tungen einer Hausratversicherung.
  • Mit­ver­si­che­rung von Dekon­ta­mi­na­ti­ons­kosten von Erd­reich ohne Höchstentschädigung
  • Erstat­tung von Fahrt­mehr­kosten ab einer Min­dest­scha­den­höhe von 5.000 Euro, falls eine Urlaub- oder Dienst­reise vom Ver­si­che­rungs­nehmer oder mit­rei­sender Ange­hö­riger des Haus­haltes vor­zeitig abge­bro­chen werden muss.
  • Mit­ver­si­chert sind Regie­kosten für die Koor­di­na­tion, Beauf­sich­ti­gung und Betreuung der Wie­der­her­stel­lung ver­si­cherter Gebäude bis in Höhe von 5.000 Euro
  • Bei der Durch­füh­rung eines Sach­ver­stän­di­gen­ver­fah­rens zur Fest­stel­lung der Scha­den­höhe wird ab einer fest­ge­stellten Scha­den­höhe von min­des­tens 5.000 Euro der Anteil des Ver­si­che­rungs­neh­mers an den Ver­fah­rens­kosten in voller Höhe über­nommen (§ 22 Nr. 5 der B382). Beauf­tragt der Ver­si­che­rungs­nehmer einen Sach­ver­stän­digen indi­vi­duell, werden die Kosten nur dann über­nommen, sofern der Ver­si­che­rungs­nehmer vom Ver­si­cherer zur Hin­zu­zie­hung auf­ge­for­dert wurde (§ 7 Nr. 2 der B382).
  • Mit­ver­si­chert sind Mehr­kosten durch Tech­no­lo­gie­fort­schritt ohne Sub­limit. Der Ver­si­cherer stellt hierzu klar:

„Hierbei han­delt es sich in dem neuen Tarif zudem nicht mehr um eine Kos­ten­po­si­tion, son­dern um einen Bestand­teil des Neu­wert­ver­spre­chens. Glei­ches gilt für Mehr­kosten durch öffent­lich-recht­liche Wie­der­her­stel­lungs­be­schrän­kungen sowie für Preis­stei­ge­rungen zwi­schen dem Ein­tritt des Ver­si­che­rungs­falles und der unver­züg­lich ver­an­lassten Wie­der­her­stel­lung. Dies ist eine der essen­ti­ellen Ände­rungen in den aktu­ellen Mus­ter­be­din­gungen des GDV, die von uns in unseren neuen Bedin­gungen eben­falls umge­setzt wurde und ent­spre­chend erwähnt werden sollte.“

  • Über­nahme der infolge eines Ver­si­che­rungs­falles erfor­der­li­chen Daten­ret­tungs­kosten
  • Mit­ver­si­chert sind die Kosten für ein durch ein ver­si­chertes Scha­de­n­er­eignis umge­stürzten, abge­knickten oder derart beschä­digten Bäume, dass sie ent­fernt werden müssen, und eine natür­liche Rege­ne­ra­tion dieser Bäume nicht zu erwarten ist. Nicht ver­si­chert sind bereits abge­stor­bene Bäume. Der Ver­si­che­rungs­schutz gilt somit auch für eine etwaige Mit­ver­si­che­rung erwei­terter Natur­ge­fahren oder unbe­nannter Gefahren.
  • Mit­ver­si­chert sind die Kosten für die Wie­der­auf­fors­tung gärt­ne­ri­scher Anlagen (Bäume, Hecken, sons­tige Sträu­cher und Zier­pflanzen) bis in Höhe von 10.000 Euro, nicht jedoch von bereits abge­stor­benen Pflanzen, Topf- und Kübel­pflanzen. Ersetzt werden die not­wen­digen Kosten für die Wie­der­be­pflan­zung durch Jung­pflanzen glei­cher Art und Güte, bei Bäumen und Hecken gilt dies (als Bes­ser­stel­lung gegen­über den bis­he­rigen B38) für Jung­pflanzen bis zu einer Höhe von 1,50 m. Die fest mit dem Grund und Boden des Ver­si­che­rungs­grund­stücks ver­bun­denen Sachen (z. B. Geh­weg­s­be­fes­ti­gungen, Sand­kästen, Spiel­ge­räte, Teich­an­lagen) gemäß § 6 Nr. 6.2 der B382 gehören als sons­tige Grund­stücks­be­stand­teile zu den ver­si­cherten Sachen. Die Kosten für die Wie­der­her­stel­lung werden daher bereits im Rahmen der ori­gi­nären Sach­ent­schä­di­gung ersetzt. Nicht hierzu zählt gemäß § 6 Nr. 6.2 B382 die Bepflan­zung des Grund­stücks. Für diese besteht Ver­si­che­rungs­schutz aus­schließ­lich im Rahmen der oben benannten Kostenpositionen.
  • Mit­ver­si­chert sind die Kosten für Miet­aus­fall oder Miet­wert für die Dauer von höchs­tens 36 Monaten. Ver­si­chert ist dieser auch für gewerb­lich genutzte Räume. Vor­aus­set­zung hierfür ist jedoch, dass das Gebäude zu min­des­tens 50 % für Wohn­zwecke genutzt wurde.
  • Der Ersatz des Miet­aus­falls gilt über die ver­ein­barte Dauer für bis zu 6 Monate (max. bis zur Neu­ver­mie­tung) fort, wenn das Miet­ver­hältnis auf­grund eines Scha­den­falls beendet wurde und die Woh­nung zum Zeit­punkt der Wie­der­her­stel­lung trotz Anwen­dung der im Ver­kehr erfor­der­li­chen Sorg­falt nicht neu ver­mietet werden kann (Markt­ri­siko). Ersetzt wird zudem der Miet­aus­fall für ein wegen des Scha­den­falls nicht antret­bares Miet­ver­hältnis, sofern der Miet­ver­trag zum Scha­den­zeit­punkt bereits geschlossen war.
  • Kosten für Miet­aus­fall / Miet­wert auch dann, wenn sich auf einem Nach­bar­grund­stück ein Scha­den­fall ereignet, in dessen Folge die Räu­mung des ver­si­cherten Gebäudes durch eine zustän­dige Behörde ange­ordnet wird. Vor­aus­set­zung hierfür ist jedoch, dass der Scha­den­fall nach den Bedin­gungen des vor­lie­genden Ver­si­che­rungs­ver­trages ver­si­chert wäre.
  • Es besteht eine Vor­sor­ge­de­ckung für wert­stei­gernde bau­liche Maß­nahmen, deren Merk­male der Bei­trags­er­mitt­lung zugrunde liegen, ab der Ver­än­de­rung für die Dauer eines Jahres
  • Scha­den­über­nahme bei unklaren Zustän­dig­keiten wegen eines Versicherungswechsels
  • Mit­ver­si­chert sind die Kosten für eine psy­cho­lo­gi­sche Betreuung infolge eines Ver­si­che­rungs­falles bis in Höhe von 1.000 Euro je Versicherungsfall.
  • Ist ein Gebäude bei Antrag­stel­lung mehr als 90 Tage unbe­wohnt, so behält sich der Ver­si­cherer eine genauere Prü­fung vor (Direk­ti­ons­an­frage). Wäh­rend der Ver­trags­lauf­zeit liegt gemäß § 14 Nr. 1.2 b) der B382 eine anzei­ge­pflich­tige Gefah­rerhö­hung erst dann vor, wen ein ver­si­chertes Gebäude oder der über­wie­gende Teil des Gebäudes länger als 180 Tage nicht genutzt wird.

Aus­ge­wählte Ein­schrän­kungen des Tarifs Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung XXL der InterRisk

  • Keine Besitz­stands­ga­rantie (Vor­ver­si­che­r­er­ga­rantie)
  • Keine Best-Leis­tungs-Garantie (Erwei­terte Vorsorgedeckung)
  • Kein Ein­schluss einer Summen- und Konditionsdifferenzdeckung
  • Zu den ver­si­cherten Sachen gehören u. a. auch Pho­to­vol­ta­ik­an­lagen, nicht jedoch der Ertrags­aus­fall, wenn diese infolge eines Scha­dens aus­fallen sollten
  • Für Gebäude im Rohbau kann eine optio­nale Feu­er­roh­bau­ver­si­che­rung mit Ver­si­che­rungs­schutz wäh­rend der Bau­phase für maximal 24 Monate ver­ein­bart werden. Nicht ver­si­cherbar sind hier­über jedoch Schäden durch Lei­tungs­wasser, Sturm / Hagel oder erwei­terte Ele­men­tar­ge­fahren (z. B. Über­schwem­mung, Erd­beben oder Erd­sen­kung). Wahl­weise kann die Roh­bau­ver­si­che­rung bei­trags­frei mit anschlie­ßender Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung bei der Inter­Risk oder ohne auto­ma­ti­schen Anschluss­ver­trag, dann aber bei­trags­pflichtig, mit­ver­si­chert werden

Neben der Feu­er­roh­bau­ver­si­che­rung bietet die Inter­Risk auch den Abschluss einer Bau­leis­tungs­ver­si­che­rung (All­ge­fah­ren­de­ckung) an. Bei sich anschlie­ßender Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung bei der Inter­Risk umfasst diese (anstelle der Feu­er­roh­bau­ver­si­che­rung) auch das Feu­er­ri­siko sowie bei Ein­schluss der wei­teren Natur­ge­fahren in die Anschluss­ver­si­che­rung auch Schäden durch unge­wöhn­li­ches Hochwasser.

  • Mit­ver­si­chert sind Schäden durch die Explo­sion von Kampf­mit­teln aus been­deten Kriegen.  Dies gilt auch dann, wenn der Ent­schär­fungs­ver­such zu einer gewollten ode unge­wollten Deto­na­tion des Kampf­mit­telts führt. Nicht ver­si­chert sind jedoch Schäden, die durch das Ent­schärfen von Blind­gän­gern ent­stehen, ohne dass diese die Folge einer ver­si­cherten Explo­sion sind. Mit­ver­si­che­rung mög­lich durch Ver­weis auf gegen Zuschlag ein­ge­schlos­sene unbe­nannte Gefahren.
  • Keine Über­nahme der Kosten für den Mehr­ver­brauch von Öl
  • Ohne Über­nahme der Kosten von Gebäu­de­be­schä­di­gungen im Zusam­men­hang mit Ret­tungs­maß­nahmen (z. B. durch Polizei oder Feuerwehr)
  • Keine Über­nahme von Leck­or­tungs­kosten, wenn ein Ver­si­che­rungs­fall ledig­lich ver­mutet wurde, dieser aber tat­säch­lich nicht vorlag.
  • Ohne Mehr­kosten für behörd­liche Auf­lagen zum Denkmalschutz
  • Ohne alters- und behin­der­ten­be­dingte Mehrkosten
  • Ohne Über­nahme von Dar­le­hens­kosten bei Unbe­wohn­bar­keit des ver­si­cherten Wohnhauses
  • Keine bedin­gungs­sei­tige Klar­stel­lung hin­sicht­lich eines Ver­zichts auf Anrech­nung von Rest­werten, wenn diese auf­grund behörd­li­cher Wie­der­her­stel­lungs­be­schrän­kungen nicht wieder ver­wertet werden können. Hierzu abwei­chend eine Klar­stel­lung in den bis­he­rige § 7 Nr. 2.6 des bis­he­rigen XXL-Tarifs (B38). Der Ver­si­cherer äußert sich hierzu wie folgt:

Unsere neuen Bedin­gungen zur Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung basieren auf den aktu­ellen Mus­ter­be­din­gungen des GDV zur Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung (VGB 2016 – Wohn­flä­chen­mo­dell, Stand 15.11.2018). Hier wurde die The­matik „Mehr­kosten wegen öffent­lich-recht­li­cher Wie­der­her­stel­lungs­be­schrän­kungen“ kom­plett neu gere­gelt. In den bis­he­rigen Mus­ter­be­din­gungen waren Mehr­kosten wegen öffent­lich-recht­li­cher Wie­der­her­stel­lungs­be­schrän­kungen aus dem Neu­wert­ver­spre­chen aus­ge­schlossen (Exklu­sion) und zum Teil fakul­tativ als ggf. gede­ckelte Kos­ten­po­si­tion wieder ein­ge­schlossen. In den neuen Mus­ter­be­din­gungen sind diese Mehr­kosten nun Bestand­teil des Neu­wert­ver­spre­chens (Inklu­sion). Hierbei han­delt es sich um eine der essen­zi­ellen Ände­rungen der Mus­ter­be­din­gungen. Bezüg­lich auf­grund der Beschrän­kungen nicht wieder ver­wend­barer Reste sehen die Mus­ter­be­din­gungen nun eben­falls bereits eine Rege­lung vor. Diese wurde von uns in unsere neuen Bedin­gungen über­nommen. So ist in § 19 Nr. 1.2 der B382 fol­gendes gere­gelt: „Wenn wegen öffent­lich-recht­li­cher Vor­schriften tech­nisch noch brauch­bare Sach­sub­stanz der ver­si­cherten Sachen für die Wie­der­her­stel­lung nicht ver­wendet werden darf, dann erhalten Sie eine ent­spre­chende Ent­schä­di­gung nach Nr. 1.1. Vor­aus­set­zung hierfür ist jedoch, dass die behörd­li­chen Anord­nungen nicht vor Ein­tritt des Ver­si­che­rungs­falles erteilt wurden und die Nut­zung der Sachen zum Zeit­punkt des Ver­si­che­rungs­falles nicht auf­grund öffent­lich-recht­li­cher Vor­schriften ganz oder teil­weise unter­sagt war.“. Der VN erhält somit für die auf­grund der Beschrän­kungen nicht wieder ver­wend­baren Reste nun eben­falls eine Ent­schä­di­gung was dem bis­he­rigen Ver­zicht auf deren Berück­sich­ti­gung bei der Rest­wert­an­rech­nung gleich­kommt. Diese neue Rege­lung zu den Rest­werten gilt übri­gens für alle 3 unserer Kon­zepte. Die bis­he­rige Rege­lung galt hin­gegen nur für XXL und XL.

  • Ohne frei­wil­lige Zuwen­dungen an Per­sonen der Brand­be­kämp­fung nach Schadenfall
  • Keine Über­nahme der Kosten für die Besei­ti­gung von Specht­schäden (auch über die unbe­nannten Gefahren nicht erweiterbar)
  • Kein Ver­si­che­rungs­schutz für Kosten durch Ver­mül­lung nach Auszug von Mes­sies oder Miet­no­maden
  • Kein Ver­si­che­rungs­schutz für Schäden durch sämt­liche poli­zei­lich ange­zeigte Straftaten
  • Keine Klar­stel­lung, inwie­fern eine Neu­wert­er­stat­tung auch dann erfolgt, wenn kein Wie­der­aufbau an Ort und Stelle erfolgt. Das Unter­nehmen stellt hierzu klar:

„Eine Ver­pflich­tung zum Wie­der­aufbau des Hauses am selben Ort besteht nicht. Wird das Haus an anderer Stelle wieder auf­ge­baut, hat der VN aber nur Anspruch auf die Ent­schä­di­gung des Zeit­wert­scha­dens (§ 20 Nr. 6.1 der B382). Ist die Wie­der­her­stel­lung an der bis­he­rigen Stelle jedoch recht­lich nicht mög­lich oder wirt­schaft­lich nicht zu ver­treten, genügt es, das Gebäude an anderer Stelle inner­halb der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land zu errichten, um auch den Neu­wert­an­teil bean­spru­chen zu können (§ 20 Nr 6.2 der B382). Dies ent­spricht den Mus­ter­be­din­gungen des GDV und ist Marktstandard.“

  • Ohne Kosten für die Neu­ein­stel­lung von Antennen und Satellitenschüsseln
  • Ohne Kosten für die Rekul­ti­vie­rung von begrünten Dächern
  • Ohne Klar­stel­lung zur etwaigen Mit­ver­si­che­rung von Schäden durch Lei­tungs­wasser über undichte Sili­kon­fugen der Bade­wanne oder Duschtasse
  • Weit­ge­hend keine Ver­si­che­rung für Sachen auf fremden Grund­stü­cken (z. B. Geh­wege, gemein­same Zaun­an­lagen), soweit diese zuge­hörig zum ver­si­cherten Grund­stück sind. Mit­ver­si­chert sind jedoch Buch­schäden an Zulei­tungs­rohren der Wasser- oder Gas­ver­sor­gung, Ablei­tungs­rohren der Was­ser­ver­sor­gung, Rohren von Hei­zungs- oder Kli­ma­an­lage und Rohren von Regen­was­ser­nut­zungs­an­lagen, sofern diese der Ver- bzw. Ent­sor­gung ver­si­cherter Gebäude oder Anlagen dienen und der Ver­si­che­rungs­nehmer für diese de Gefahr trägt.
  • Ohne aus­drück­liche Mit­ver­si­che­rung der Auf­tau­kosten nach einem ver­si­cherten Frostschaden
  • Im Unter­schied zu § 9 Nr. 2.5 der bis­he­rigen B38 ist das Recht des Ver­si­che­rungs­neh­mers zum Wider­spruch im Fall einer Prä­mi­en­an­pas­sung gestri­chen. Mög­lich sind nun­mehr ent­weder die Annahme der Anpas­sung oder eine Kün­di­gung des Ver­trages. Die Inter­Risk weist darauf hin, dass die den aktu­ellen Mus­ter­be­din­gungen ent­spricht und inso­fern keine Schlech­ter­stel­lung des Ver­si­che­rungs­neh­mers gegen­über den unver­bind­li­chen Emp­feh­lungen des GDV darstellt.
  • Im Unter­schied zu den bis­he­rigen B38 sind nun­mehr Schäden nur mit­telbar durch Über­schall­druck­wellen (§ 2 Nr. 7 e) ver­si­chert, nicht mehr jedoch solche unmit­telbar durch Über­schall­druck­wellen mit­ver­si­chert (ver­bind­liche Erklä­rung zu § 2 Nr. 4 c)
  • Nach § 2 Nr. 9.1 B38 schließen Schäden durch innere Unruhen auch solche an Laden- und Schau­fens­ter­scheiben sowie sons­tigen Glas­schäden ein. Nach den aktu­ellen Bedin­gungen der Inter­Risk besteht nach § 3 Nr. 7.1 B382 in diesem Fall ein Aus­schluss für Schäden an Laden- und Schau­fens­ter­scheiben. Schäden an sons­tigen Glas­scheiben als Folge innerer Unruhen sind hin­gegen ver­si­chert. Mit­ver­si­chert ist jeweils auch die Weg­nahme ver­si­cherter Sachen bei Plünderungen.
  • Kein Ein­schluss einer Ver­se­hens­klausel
  • Keine Mit­ver­si­che­rung von Schäden infolge von Gebäu­de­schäden durch Lei­chen im Haus
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