Tarif­ana­ly­se: Haus­rat­ver­si­che­rung der Ammer­län­der (02.2022)

Die aktu­el­le Haus­rat­ver­si­che­rung der Ammer­län­der Ver­si­che­rung VVaG mit den Basis-Schutz, Eco­no­mic-Schutz, Clas­sic-Schutz, Com­fort-Schutz, Exclu­siv-Schutz und Excel­lent-Schutz ist gül­tig seit dem 01.02.2022.

Die ein­zel­nen Tarif­li­ni­en kön­nen durch optio­na­le Bau­stei­ne erwei­tert werden:

  • Fahr­rad­dieb­stahl (bis 5.000 Euro oder 10.000 Euro, im Tarif Excel­lent auto­ma­ti­scher Ein­schluss von 1 % der Ver­si­che­rungs­sum­me. Sie­he unten)
  • Fahr­rad-Voll­kas­ko­ver­si­che­rung für Pedelecs / E‑Bikes (laut Online­rech­ner bis 10.000 Euro Ver­si­che­rungs­sum­me, laut pdf-Antrag abwei­chend bis 5.000 Euro Versicherungssumme)
  • Über­schwem­mung durch Stark­re­gen (im Excel­lent-Schutz bei­trags­frei enthalten)
  • Ele­men­tar­scha­den­ver­si­che­rung (inklu­si­ve Über­schwem­mung durch Stark­re­gen. Ver­si­che­rung gegen Schä­den durch Über­schwem­mung, Erd­be­ben, Erd­sen­kun­gen, Erd­rutsch, Schnee­druck, Lawi­nen und Vulkanausbruch)
  • Glas­ver­si­che­rung (für Ein- /Zwei– bzw. für eine Woh­nung im Mehrfamilienhaus)
  • WoMo­Bil-Ver­si­che­rung (Ver­si­chert ist der mit­ge­führ­te Inhalt im Wohn­mo­bil, Wohn­wa­gen, Cam­per oder PKW. Ver­si­che­rungs­sum­me bis 10.000 Euro)
  • Rei­se­ge­päck­ver­si­che­rung (wahl­wei­se 2.000 oder 4.000 Euro Versicherungssumme)
  • Kon­di­ti­ons­dif­fe­renz­de­ckung (nur im Excel­lent-Schutz gegen Zuschlag von 25 Euro net­to möglich)

Ver­si­cher­bar sind Woh­nun­gen bis zu Ver­si­che­rungs­sum­me von 250.000 Euro. Beträgt der Wert­sa­chen­an­teil min­des­tens 75.000 Euro oder die Gesamt­ver­si­che­rungs­sum­me min­des­tens 200.000 Euro, gel­ten erwei­ter­te Siche­rungs­richt­li­ni­en. Liegt der Wert­sa­chen­an­teil bei über 100.000 Euro, ist der Ein­bau / das Vor­han­den­sein einer VdS aner­kann­ten Ein­bruch­mel­de­an­la­ge mit Auf­schal­tung zu einem Sicher­heits­dienst oder zur Poli­zei zwin­gend vorgeschrieben.

Ein Unter­ver­si­che­rungs­ver­zicht wird von der Ammer­län­der ab einer Ver­si­che­rungs­sum­me von min­des­tens 650 Euro je Qua­drat­me­ter Wohn­flä­che gewährt. Der Ver­si­che­rer defi­niert die Wohn- und Nutz­flä­che wie folgt:

„Die Wohn­flä­che ist die Grund­flä­che aller Räu­me einer Woh­nung ein­schließ­lich Win­ter­gär­ten und Hob­by­räu­me. Nicht zu berück­sich­ti­gen sind Trep­pen, Bal­ko­ne, Log­gi­en und Ter­ras­sen sowie Keller‑, Speicher/Bodenräume, die nicht zu Wohn- oder Hob­by­zwe­cken genutzt wer­den. Die Flä­che aller Arbeits­zim­mer von Selbst­stän­di­gen und Frei­be­ruf­lern, die sich inner­halb der pri­vat genutz­ten Woh­nung befin­den, ist zusätz­lich zu berück­sich­ti­gen, wenn die­se Arbeits­zim­mer gemäß den beson­de­ren Bedin­gun­gen mit­ver­si­chert wer­den sollen.“

Gebäu­de, die bei Antrags­stel­lung mehr als 60 Tage im Jahr unbe­wohnt sind, sind anfra­ge­pflich­tig. Bei Unbe­wohnt­sein nach Ver­trags­ab­schluss, besteht Ver­si­che­rungs­schutz für Zeit­räu­me bis zu 60 Tagen, im Tarif Excel­lent abwei­chend bis zu 12 Monaten.

Nicht versicher­bar sind Woh­nun­gen mit mehr als drei Schä­den in den letz­ten fünf Jah­ren, Risi­ken mit einer Ver­si­che­rungs­sum­me über 250.000 Euro, nicht vom Ver­si­che­rungs­neh­mer selbst bewohn­te Risi­ken sowie Risi­ken in Gebäu­den der Bau­art­klas­sen IV und V sowie der Fer­tig­haus­grup­pe III (z. B. mit Reet­dach oder Fer­tig­häu­ser ohne feu­er­hem­men­de Ver­klei­dung).  Nicht ver­si­cher­bar sind des Wei­te­ren insol­ven­te Antrags­stel­ler. Außer im Mak­ler­ge­schäft oder bei Papier­an­trä­gen sind wei­ter­hin nicht ver­si­cher­bar u. a. Woh­nun­gen in Gebäu­den ohne mas­si­ve Außen­wän­de.

Für Gebäu­de, die in den ZÜRS—Zonen 3 und 4 ste­hen, ist kein Ver­si­che­rungs­schutz gegen wei­te­re Ele­men­tar­ge­fah­ren mög­lich. Glei­ches gilt für Gebäu­de mit Ele­men­tar­schä­den in den letz­ten 10 Jah­ren vor Antrags­stel­lung, bei Über­schwem­mun­gen des Grund­stücks in den letz­ten fünf Jah­ren vor Antrags­stel­lung sowie für Risi­ken, die sich in einem Bereich befin­den, wel­cher in den letz­ten fünf Jah­ren vor Antrags­stel­lung von einer Über­schwem­mung betrof­fen war. Anzu­ge­ben sind aus­drück­lich auch nicht ver­si­cher­te Schä­den.

Wer sich im Febru­ar 2022 vor­ver­trag­lich über eine erwei­ter­te Ele­men­tar­scha­den­de­ckung bei der Ammer­län­der infor­mie­ren möch­te, muss fest­stel­len, dass der Link zu den ent­spre­chen­den Bedin­gun­gen ins Lee­re führt.

Quel­le: https://www.ammerlaender-versicherung.de/Downloads/Hausrat/Kundeninformation%20zur%20Elementarversicherung.pdf, Screen­shot vom 14.02.2022

Folgt man hin­ge­gen der Antrags­stre­cke, so las­sen sich die Bedin­gun­gen unter https://www.ammerlaender-versicherung.de/Downloads/Hausrat/Kundeninformation%20zur%20Elementarschadenversicherung.pdf her­un­ter­la­den. Hier­nach gel­ten für die erwei­ter­ten Ele­men­tar­ge­fah­ren eine War­te­zeit von einem Monat sowie eine Selbst­be­tei­li­gung von 10 % der Scha­den­hö­he, min­des­tens 250 Euro, maxi­mal 1.500 Euro.

Bei unter­jäh­ri­ger Zahl­wei­se wird ein Raten­zah­lungs­zu­schlag in Höhe von 3 % (halb­jähr­li­che Zahl­wei­se), 5 % (vier­tel­jähr­li­che Zahl­wei­se) bzw. 6 % (monat­li­che Zahl­wei­se) erho­ben. Der Min­dest­brut­to­bei­trag bei Last­schrift beträgt 20,00 Euro net­to je Rate. Mah­nun­gen für rück­stän­di­ge Bei­trä­ge wer­den jeweils mit je 2,50 Euro, qua­li­fi­zier­te Mah­nun­gen mit 5,00 Euro in Rech­nung gestellt.

Bei Ein­schluss der Bau­stei­ne Fahr­rad-Voll­kas­ko­ver­si­che­rung oder WoMo­Bil-Ver­si­che­rung wird jeweils ein Nach­lass von 10 % auf die Haus­rat­ver­si­che­rungs­sum­me gewährt.

Die Ver­ein­ba­rung einer Selbst­be­tei­li­gung, eines Scha­den­frei­heits­ra­batts, eines Bün­del­nach­las­ses oder eines Senio­ren­ra­batts zur Bei­trags­re­du­zie­rung wer­den von der Ammer­län­der nicht ange­bo­ten.

Die meis­ten Haus­rat­ver­si­che­rer ver­si­chern nur Woh­nun­gen mit von außen bün­di­gen Zylin­der­schlös­sern und ohne von außen ver­schraub­te Tür­be­schlä­ge / Tür­schil­der. Die Anga­be zu sol­chen und ande­ren Min­dest­si­che­run­gen ist bei der Ammer­län­der erst ab einer Ver­si­che­rungs­sum­me von über 200.000 Euro oder einem Wert­sa­chen­an­teil von über 75.000 Euro zu machen.

Der Ver­si­che­rungs­neh­mer kann den ver­ein­bar­ten Ver­si­che­rungs­schutz in den Pro­duk­ten Basis-Schutz, Eco­no­mic- und Clas­sic-Schutz mit Frist von drei Mona­ten zur Haupt­fäl­lig­keit bzw. in den Tari­fen Com­fort-Schutz, Exclu­siv-Schutz sowie Excel­lent-Schutz täg­lich ohne Ein­hal­tung einer Frist kün­di­gen, der Ver­si­che­rer jeweils mit Frist von drei Mona­ten zur jewei­li­gen Haupt­fäl­lig­keit. Das unter Umstän­den täg­li­che Kün­di­gungs­recht des Ver­si­che­rungs­neh­mers kann pro­ble­ma­tisch sein, wenn z. B. ein Kun­de einen Ver­trag auf­grund einer Bei­trags­an­pas­sung kün­digt, nicht recht­zei­tig einen geeig­ne­ten Ersatz­ver­trag fin­det und der betreu­en­de Mak­ler zum Zeit­punkt der Kün­di­gung urlaubs­be­dingt kei­ne zeit­na­he Kennt­nis erlangt. Kommt es dann zu einem Scha­den, kann es sein, dass der bis­he­ri­ge Kun­de unver­si­chert oder schlech­ter ver­si­chert ist.

Wesent­li­che Kri­tik­punk­te am Vor­gän­ger­ta­rif (ins­be­son­de­re die beson­de­ren Oblie­gen­hei­ten im Zusam­men­hang mit der Ver­si­che­rung von Wert­sa­chen) haben sich auch durch die Aktua­li­sie­rung der Bedin­gun­gen nicht geän­dert.

Aus­ge­wähl­te Leis­tun­gen des Tarifs Excel­lent-Schutz der Ammerländer

  • Best-Leis­tungs-Garan­tie (hier: Erwei­ter­te Leis­tungs­ga­ran­tie) bis zur Ver­si­che­rungs­sum­me ohne ver­kürz­te Kün­di­gungs­frist. Wie üblich ist u.a. eine Leis­tungs­er­wei­te­rung hin­sicht­lich unbe­nann­ter Gefah­ren nicht mög­lich. Der Aus­schluss für „Ein­schlüs­se von Ele­men­tar­ge­fah­ren“ ist unspe­zi­fisch und könn­te ent­we­der so aus­ge­legt wer­den, dass damit auch z.B. Schä­den durch Wind­be­we­gun­gen unter Wind­stär­ke 8 gemeint sein sol­len oder aber, dass es sich kon­kret nur auf die in den Bedin­gun­gen benann­ten Ele­men­tar­ge­fah­ren (z.B. Erwei­te­rung von Lawi­nen auch um Dach­la­wi­nen) bezie­hen soll.
  • Besitz­stands­ga­ran­tie (Vor­ver­si­che­rer­ga­ran­tie). Die­se gilt u. a. nicht für eine bei­trags­frei höhe­re Mit­ver­si­che­rung von Fahr­rad­dieb­stahl beim Vor­ver­si­che­rer und nur bei einem unun­ter­bro­che­nen Versicherungsschutz.
  • Sofern ver­ein­bart, besteht eine Kon­di­ti­ons­dif­fe­renz­de­ckung, nicht jedoch eine Sum­men­dif­fe­renz­de­ckung, für bis zu 12 Mona­te. Unklar ist, ob z.B. erwei­ter­te Ele­men­tar­ge­fah­ren oder Glas­schä­den mit­ver­si­chert sind, die bei der Ammer­län­der als neu­em Ver­si­che­rer mit­ver­si­chert sind, beim bis­he­ri­gen Ver­si­che­rer jedoch nicht aus­ge­schlos­sen waren. Unklar ist auch, ob ein Unter­ver­si­che­rungs­ver­zicht gewährt wird, wenn ein sol­cher beim alten Ver­si­che­rer trotz Mög­lich­keit dazu, nicht ein­ge­schlos­sen war (Zif­fer 97 Nr. 1 d) VHB 2022 könn­te dagegensprechen).
  • Bei­trags­be­frei­ung bei Arbeits­lo­sig­keit bis maxi­mal 12 Mona­te. Der Anspruch auf Bei­trags­be­frei­ung setzt ins­be­son­de­re vor­aus, dass der Arbeit­neh­mer vor Ein­tritt der Arbeits­lo­sig­keit min­des­tens 18 Mona­te unun­ter­bro­chen in einem sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­ti­gen, unge­kün­dig­ten und nicht befris­te­ten Arbeits­ver­hält­nis mit einer Arbeits­zeit von min­des­tens 15 Wochen­stun­den stand und das 55. Lebens­jahr noch nicht voll­endet hat. Das schließt eine Bei­trags­be­frei­ung für Selbst­stän­di­ge aus.
  • gene­rel­ler Unter­ver­si­che­rungs­ver­zicht bis 1 Pro­zent der ver­ein­bar­ten Versicherungssumme
  • Vor­sor­ge­de­ckung von 30 %. Für die ver­si­cher­ten Kos­ten­po­si­tio­nen gilt abwei­chend nur eine Vor­sor­ge­de­ckung von 10 % über die Ver­si­che­rungs­sum­me hinaus.
  • Ver­zicht auf Kür­zung der Leis­tung bei grob fahr­läs­si­ger Her­bei­füh­rung des Versicherungsfalles
  • Ver­zicht auf Kür­zung der Leis­tung bei grob fahr­läs­si­ger Ver­let­zung gesetz­li­cher und behörd­li­cher Sicherheitsvorschriften
  • Ver­zicht auf die Kür­zung der Leis­tung bei grob fahr­läs­si­ger Nicht­ein­hal­tung der Heiz­ob­lie­gen­heit wäh­rend der kal­ten Jahreszeit
  • Ver­si­che­rungs­schutz für Wert­sa­chen besteht bis in Höhe der Ver­si­che­rungs­sum­me. Außer­halb defi­nier­ter Wert­schutz­schrän­ke besteht eine maxi­ma­le Ver­si­che­rungs­sum­me von 3.500 Euro (Bar­geld, auf Geld­kar­ten gela­de­ne Beträ­ge mit Aus­nah­me von Mün­zen, deren Ver­si­che­rungs­wert den Nenn­be­trag über­steigt), 25.000 Euro (Urkun­den ein­schließ­lich Spar­bü­cher und sons­ti­ge Wert­pa­pie­re) bzw. 50.000 Euro (Schmuck­sa­chen, Edel­stei­ne, Per­len, Brief­mar­ken, Mün­zen und Medail­len sowie alle Sachen aus Gold und Pla­tin). Es gel­ten eheb­li­che Ein­schrän­kun­gen für Wert­sa­chen ab 1.000 Euro (sie­he „aus­ge­wähl­te Ein­schrän­kun­gen“). Beson­de­re Sicher­heits­vor­schrif­ten gel­ten ab einem Wert­sa­chen­an­teil von 75.000 Euro.
  • Mit­ver­si­che­rung von Han­dels­wa­ren und Mus­ter­kol­lek­tio­nen bis 15.000 Euro. Die Mit­ver­si­che­rung gilt aller­dings nur inner­halb des Ver­si­che­rungs­or­tes, also nicht auch im Rah­men der Außenversicherung.
  • Mit­ver­si­chert sind sämt­li­che Smart-Home-Gerä­te, die zur Über­wa­chung des ver­si­cher­ten Haus­ra­tes die­nen und sich auf dem Grund­stück der ver­si­cher­ten Woh­nung befinden.
  • Tech­ni­sche, opti­sche sowie akus­ti­sche Siche­rungs­an­la­gen, die zum Schutz des ver­si­cher­ten Haus­ra­tes auf dem Grund­stück, auf dem die ver­si­cher­te Woh­nung liegt, exis­tie­ren, gel­ten als ver­si­cher­te Sachen, sind aber nicht gegen Dieb­stahl versichert.
  • Mit­ver­si­chert sind Schä­den an nicht am Fahr­zeug mon­tier­ten Win­ter-/Som­mer­rei­fen inklu­si­ve der Fel­gen bei Ein­bruch­dieb­stahl und Brand. Das Glei­che gilt für nicht mon­tier­te Kin­der­sit­ze und Dach­bo­xen. Nicht ver­si­chert ist sons­ti­ges Kfz-Zube­hör (z.B. Ersatz­tei­le für die Karos­se­rie eines Old­ti­mers oder Auto­ra­di­os) oder Tei­le und Zube­hör von Luft- oder Was­ser­fahr­zeu­gen. Der beschrie­be­ne Ver­si­che­rungs­schutz besteht auch in ver­si­cher­ten Garagen
  • Mit­ver­si­chert im Rah­men der ver­ein­bar­ten Ver­si­che­rungs­sum­me des Ver­si­che­rungs­neh­mers gilt der Haus­rat einer Pfle­ge­kraft oder eines Au-Pair, die wäh­rend der Aus­übung ihrer Tätig­keit die Woh­nung des Ver­si­che­rungs­neh­mers mit­be­wohnt. Da die­se Per­so­nen nor­ma­ler­wei­se nicht zum Haus­halt des Ver­si­che­rungs­neh­mers im Sin­ne von Zif­fer A 8.1 VHB 2016 des GDV gehö­ren, kann dies als tat­säch­li­che Bes­ser­stel­lung ange­se­hen werden.
  • Mit­ver­si­chert sind Sport­ge­rä­te (z. B. Lauf­bän­der, Step­per oder Ruder­ge­rä­te), die sich dau­er­haft außer­halb der ver­si­cher­ten Woh­nung befin­den, bis in Höhe von 10.000 Euro.
  • Ver­si­che­rungs­schutz besteht in pri­vat genutz­ten Gara­gen am sowie in der Nähe des Ver­si­che­rungs­or­tes. Außer­dem ver­si­chert sind auch pri­vat genutz­ten Gara­gen außer­halb des Ver­si­che­rungs­grund­stücks, dies ohne eine kon­kre­te räum­li­che Ein­schrän­kung. In Letz­te­ren nicht ver­si­chert sind Wertsachen.
  • Ver­si­che­rungs­schutz besteht für Haus­rat an einem beruf­lich beding­ten Zweit­wohn­sitz (Pend­ler­woh­nung) bis in Höhe von 20 Pro­zent der Ver­si­che­rungs­sum­me, maxi­mal jedoch bis 20.000 Euro, für Wert­sa­chen maxi­mal 2.500 Euro. Gegen­über vie­len Wett­be­wer­bern gel­ten nicht nur Anti­qui­tä­ten als ver­si­cher­te Wertsachen
  • Außen­ver­si­che­rung bis 12 Monate.
  • Ver­si­che­rungs­schutz für aus­schließ­lich beruf­lich oder gewerb­lich genutz­te Räu­me, auch, wen die­se nicht aus­schließ­lich durch die Woh­nung betre­ten wer­den kön­nen. Dies gilt jedoch nicht, wenn in die­sen Räu­men Publi­kums­ver­kehr statt­fin­det oder Ange­stell­te beschäf­tigt werden.
  • Mit­ver­si­che­rung unbe­nann­ter Gefah­ren mit 10 Pro­zent Selbst­be­tei­li­gung, min­des­tens 500 Euro. Aus­schlüs­se zu benann­ten Gefah­ren blei­ben erhal­ten. Nicht ver­si­chert sind ergän­zend Schä­den u.a. an Glas, Kera­mik, elek­tro­ni­schen Gerä­ten, Sport­ge­rä­ten sowie an oder durch Per­so­nen oder Tie­re aller Art. Eben­falls aus­ge­schlos­sen sind Schä­den u. a. durch ein­fa­chen Dieb­stahl, Ste­hen- und Lie­gen­las­sen. Kei­ne aus­drück­li­che Beweis­last­um­kehr zu Guns­ten des Versicherungsnehmers.
  • Ein­fa­cher Dieb­stahl von Fahr­rä­dern bis 1 % der Ver­si­che­rungs­sum­me. Die Leis­tung kann gegen Zuschlag auf bis zu 103 % der Ver­si­che­rungs­sum­me, maxi­mal auf 5.000 Euro (pdf-Antrag) bzw. 10.000 Euro (Online­rech­ner) erhöht werden.
  • Mit­ver­si­che­rung von Haus­rat aus dem ver­schlos­se­nen Innen- oder Kof­fer­raum eines Kraft­fahr­zeugs oder Kraft­fahr­zeug­an­hän­gers, aus einer auf einem Kraft­fahr­zeug mon­tier­ten ver­schlos­se­nen Dach­box, nicht jedoch aus Wasser(sport)fahrzeugen, Luft­fahr­zeu­gen, Wohn­mo­bi­len oder Wohn­wa­gen. Ver­si­che­rungs­schutz besteht welt­weit. Nicht ver­si­chert ist der Dieb­stahl von Wert­sa­chen sowie Schä­den durch Relay Attack oder Jamming[1].
  • Mit­ver­si­chert ist der ein­fa­che Dieb­stahl von Hör- und Seh­hil­fen (nur geschlif­fe­ne Glä­ser), Zäh­nen und Gebis­sen sowie der Taschen­dieb­stahl, aller­dings nur für Per­so­nen ab Voll­endung des 60. Lebens­jah­res bis 1 Pro­zent der Ver­si­che­rungs­sum­me, max. 1.500 Euro mit 250 Euro Selbst­be­halt und bei Taschen­dieb­stahl mit Ent­schä­di­gung zum Zeit- anstatt zum Neu­wert. Bei Taschen­dieb­stahl kei­ne Mit­ver­si­che­rung von Wertsachen.
  • Ein­fa­cher Dieb­stahl unter ande­rem von Gar­ten­mö­beln, Gar­ten­ge­rä­ten und Rasen­mäh­ro­bo­tern, jeweils aus gemein­schaft­lich genutz­ten Räu­men sowie vom ein­ge­frie­de­ten Grund­stück, nicht jedoch von Schä­den durch Zer­stö­rung oder Van­da­lis­mus an die­sen. Da die­se kei­ne ver­si­cher­ten Sachen im Sin­ne von § 6 Nr. 2 VHB 2022 sind, lässt sich hier auch kei­ne Erwei­te­rung des Ver­si­che­rungs­schut­zes im Rah­men der optio­nal mit­ver­si­cher­ten unbe­nann­ten Gefah­ren her­lei­ten. Auch, wer sei­ne Gar­ten­mö­bel auf einem nicht voll­stän­dig umfrie­de­ten Grund­stück hat, etwa, weil die Zufahrt zum Grund­stück kein Tor besitzt, geht im Zwei­fel leer aus.
  • Ver­si­che­rungs­schutz bei Trick­dieb­stahl besteht inner­halb des Ver­si­che­rungs­or­tes bis 10.000 Euro. Wer­den hier­bei Kunden‑, Scheck- oder Kre­dit­kar­ten gestoh­len, so wird auch für die Fol­gen eines dar­aus resul­tie­ren­den Miss­brauchs geleistet.
  • Ein­fa­cher Dieb­stahl von Gepäck­stü­cken und deren Inhalt bis 3 Pro­zent der Ver­si­che­rungs­sum­me mit 100 Euro Selbst­be­halt. Nicht ver­si­chert ist der Dieb­stahl von Wert­sa­chen, Mobil­te­le­fo­nen, elek­tro­ni­schen Gerä­ten, Com­pu­tern sowie der Inhalt von Hand- oder Tragetaschen.
  • Mit­ver­si­che­rung der Beschä­di­gun­gen an Fahr­rä­dern, die als Rei­se­ge­päck eines öffent­li­chen Nah­ver­kehrs­mit­tels auf­ge­ge­ben wur­den.
  • Mit­ver­si­chert bis in Höhe von 3.500 Euro sind Schä­den durch Phis­hing oder Phar­ming im Zusam­men­hang mit Online-Ban­king-Aktio­nen, wel­che der Ver­si­che­rungs­neh­mer in der ver­si­cher­ten Woh­nung oder über ein eige­nes, geeig­ne­tes elek­tro­ni­sches Gerät (z. B. Lap­top, por­ta­bler PC, Smart­phone) durchführt.
  • Mit­ver­si­chert bis in Höhe von 3.500 Euro mit 50 Euro Selbst­be­tei­li­gung sind Schä­den durch Betrug beim Online­han­del (Kauf pri­va­ter Waren durch das Inter­net), sofern der Ver­käu­fer mit sei­ner Pri­vat- oder Geschäfts­adres­se in Deutsch­land gemel­det ist. Dabei gel­ten diver­se Aus­schlüs­se, z. B. Brief­mar­ken, Gut­schei­ne oder Klein­an­zei­gen zur Kauf­an­bah­nung.
  • Mit­ver­si­chert bis in Höhe von 3.500 Euro sind Schä­den durch Skim­ming infol­ge der Mani­pu­la­ti­on von Geldautomaten).
  • Ver­si­che­rungs­schutz aus­drück­lich auch bei Ein­bruch­dieb­stahl über nicht ver­si­cher­te Räu­me[2].
  • Mit­ver­si­chert sind Fol­ge­schä­den durch die Mani­pu­la­ti­on / das Hacken von Smart-Home-Kom­po­nen­ten bis 3.500 Euro, nicht jedoch Schä­den durch die Bedie­nung oder den Gebrauch ver­si­cher­ter Smart-Home-Gerä­te durch den Ver­si­che­rungs­neh­mer bzw. Schä­den durch Unacht­sam­keit des Ver­si­che­rungs­neh­mers oder den Dieb­stahl ver­si­cher­ter Smart-Home-Gerä­te durch Dritte.
  • Bis 10.000 Euro mit­ver­si­chert ist inner­halb des Ver­si­che­rungs­orts die Beschä­di­gung, Zer­stö­rung oder das Abhan­den­kom­men von Haus­rat durch wild leben­des Scha­len- oder Feder­wild gemäß Bun­des­jagd­ge­setz. Aus­ge­schlos­sen sind Schä­den an ver­si­cher­ten Sachen auf Bal­ko­nen oder Ter­ras­sen. Kein ent­spre­chen­der Ver­si­che­rungs­schutz besteht zudem im Rah­men der Außenversicherung.
  • Inner­halb ver­si­cher­ter Räu­me sind Sturm­schä­den unab­hän­gig von der Wind­stär­ke mit­ver­si­chert. Dies ist wider­sprüch­lich, da Sturm gemäß § 5 Nr. 2 VHB 2022 der Ammer­län­der eine Min­dest­wind­stär­ke 8 vor­aus­setzt. Es fehlt eine Klar­stel­lung, inwie­fern Durch­zug infol­ge von Druck­un­ter­schie­den zwi­schen ver­schie­de­nen Gebäu­de­tei­len mit­ver­si­chert oder aus­ge­schlos­sen ist. Da die Bedin­gun­gen von „Sturm“ spre­chen, ist an die­ser Stel­le von einer feh­len­den Mit­ver­si­che­rung aus­zu­ge­hen. In der Regel lässt sich ein Han­deln, das zu Durch­zug führt, vor­her­se­hen, womit eine Her­lei­tung von Ver­si­che­rungs­schutz über die unbe­nann­ten Gefah­ren ten­den­zi­ell eher aus­zu­schlie­ßen ist.
  • Auf dem Ver­si­che­rungs­grund­stück auf dem sich die ver­si­cher­te Woh­nung (inkl. Bal­kon und Ter­ras­se) befin­det, jedoch außer­halb ver­si­cher­ter Räu­me, sind Schä­den durch Sturm ab Wind­stär­ke 8 ver­si­chert
  • Ver­si­che­rungs­schutz bis 3 % der Ver­si­che­rungs­sum­me mit 250 Euro Selbst­be­halt besteht für das Ein­drin­gen von Regen- oder Schmelz­was­ser durch nicht sturm- bzw. hagel­be­ding­te Gebäu­de­öff­nun­gen und den hier­aus ent­stan­de­nen Scha­den durch die unmit­tel­ba­re Ein­wir­kung auf ver­si­cher­te Sachen.
  • Auch ohne Ver­ein­ba­rung der Mit­ver­si­che­rung erwei­ter­ter Ele­men­tar­ge­fah­ren sind Über­schwem­mung durch Stark­re­gen bei­trags­frei ein­ge­schlos­sen. Es gilt eine Selbst­be­tei­li­gung von 10 % der Scha­den­sum­me, min­des­tens 250 Euro, maxi­mal 1.500 Euro. Es gilt eine War­te­zeit von einem Monat ab Ver­trags­be­ginn.
  • Auch ohne Ver­ein­ba­rung der Mit­ver­si­che­rung erwei­ter­ter Ele­men­tar­ge­fah­ren sind Rückstau­schä­den bis in Höhe von 5 Pro­zent der Ver­si­che­rungs­sum­me mit 250 Euro Selbst­be­halt ver­si­chert, sofern eine funk­ti­ons­fä­hi­ge Rück­stau­si­che­rung besteht.
  • Sub­si­di­är zum Netz­be­trei­ber sind Schä­den an ver­si­cher­ten elek­tri­schen Gerä­ten durch Span­nungs­schwan­kun­gen (Strom­schwan­kun­gen) mit­ver­si­chert. Vor­aus­set­zung für den Ver­si­che­rungs­schutz ist, dass die Strom­schwan­kung nach­weis­lich vor dem Haus­an­schluss­kas­ten auf­ge­tre­ten ist.
  • Mit­ver­si­chert sind Schmor- und Seng- sowie Rauch- und Ruß­schä­den, die nicht Fol­ge eines Bran­des sind. Nicht ver­si­chert sind Schmor- und Seng­schä­den an elek­tri­schen Geräten.
  • Mit­ver­si­chert ist die Explo­si­on von Blind­gän­gern (Kampf­mit­tel aus been­de­ten Krie­gen), nicht jedoch sons­ti­ge Schä­den durch die Ent­schär­fung von Blindgängern.
  • Schä­den durch Trans­port­mit­tel­un­fäl­le (Unfäl­le mit Bus, Bahn, Taxi oder Miet-Pkw). Vor­aus­set­zung für den Ver­si­che­rungs­schutz ist, dass die zu trans­por­tie­ren­den Sachen ord­nungs­ge­mäß ver­staut, sach­ge­mäß gela­den und gesi­chert wer­den, nicht jedoch auf dem Dach trans­por­tiert werden.
  • Über­nah­me der Rück­rei­se­mehr­kos­ten für den Abbruch von Urlaubs- und Dienst­rei­sen. Ver­si­che­rungs­schutz besteht bei Schä­den ab 5.000 Euro für den Ver­si­che­rungs­neh­mer. Kein Ver­si­che­rungs­schutz besteht für Ange­hö­ri­ge des Haus­halts des Versicherungsnehmers.
  • Bis zu 3.500 Euro Rei­se­rück­tritts­kos­ten (Stor­no­kos­ten) für eine Urlaubs-, nicht jedoch Dienst­rei­se, ab einer Min­dest­scha­den­hö­he von 10.000 Euro. Vor­aus­set­zung ist unter ande­rem, dass der Ver­si­che­rungs­fall inner­halb einer Woche vor Rei­se­an­tritt ein­ge­tre­ten ist.
  • Mit­ver­si­che­rung von Hotel­kos­ten ohne Neben­kos­ten (z.B. Früh­stück, Tele­fon, TV) ohne zeit­li­che Begrenzung
  • Lager­kos­ten für einen Zeit­raum von bis zu 12 Monaten
  • Bei der Durch­füh­rung eines Sach­ver­stän­di­gen­ver­fah­rens zur Fest­stel­lung der Scha­den­hö­he wird ab einer fest­ge­stell­ten Scha­den­hö­he von min­des­tens 5.000 Euro der Anteil des Ver­si­che­rungs­neh­mers an den Ver­fah­rens­kos­ten in vol­ler Höhe.
  • Mit­ver­si­chert sind Datenrettungskosten.
  • Mit­ver­si­chert sind Mehr­kos­ten durch Tech­no­lo­gie­fort­schritt und Preissteigerungen
  • Instand­set­zungs­kos­ten bei Beschä­di­gun­gen von behin­der­ten­ge­rech­ten Ein­bau­ten in gemie­te­ten, in Son­der­ei­gen­tum befind­li­chen Woh­nun­gen sowie in Einfamilienhäusern.
  • Kos­ten für Mehr­ver­brauch von Gas und Was­ser nach einem ver­si­cher­ten Scha­den­fall, nicht jedoch von Ölver­lust oder Strom­ver­lust aus Stromspeichern.
  • Über­nah­me der Betreu­ungs­kos­ten für infol­ge eines Ver­si­che­rungs­fal­les not­wen­di­ge Kin­der­be­treu­ung bis 350 Euro. Vor­aus­set­zung ist eine Min­dest­scha­den­hö­he von 1.500 Euro.
  • Über­nah­me der Kos­ten des Ver­si­che­rungs­neh­mers oder einer mit ihm in häus­li­cher Gemein­schaft leben­den Per­son für eine psy­cho­lo­gi­sche Betreu­ung nach einem ver­si­cher­ten Ein­bruch­dieb­stahl, Raub oder Brand bis in Höhe von 500 Euro.
  • Ent­fer­nung von Wespen‑, Hor­nis­sen- und Bie­nen­nes­tern bis 300 Euro. Die Ent­fer­nung und Umsied­lung des Nests muss durch den Ver­si­che­rungs­neh­mer bean­tragt und von der Natur­schutz­be­hör­de oder einer ande­ren zustän­di­gen Behör­de der Stadt oder des Land­krei­ses geneh­migt werden.
  • Nach­hal­tig­keits­klau­sel: Über­nah­me der Mehr­kos­ten bis 25 % für die Anschaf­fung eines öko­lo­gisch höher­wer­ti­gen Ersat­zes glei­cher Art und Güte für benann­te Sachen (z. B. Möbel, Haus­halts­ge­rä­te), nicht jedoch erhöh­te Hotel­kos­ten bei Unter­brin­gung in nach­hal­tig zer­ti­fi­zier­ten Hotels.
  • nach min­des­tens drei Jah­ren Ver­trags­lauf­zeit Bei­trags­re­du­zie­rung um 25 Pro­zent bei Umzug in ein Senio­ren­heim, nicht jedoch auf unter 29,00 Euro net­to p. a.

Aus­ge­wähl­te Ein­schrän­kun­gen des Tarifs Excel­lent-Schutz der Ammerländer

  • Bedin­gungs­sei­ti­ge Garan­tie hin­sicht­lich der unver­bind­li­chen Mus­ter­be­din­gun­gen des Gesamt­ver­ban­des der Deut­schen Ver­si­che­rungs­wirt­schaft (GDV-Garan­tie) bezieht sich nur auf die unter­neh­mens­ei­ge­nen VHB 2014, nicht auf die beson­de­ren Bedin­gun­gen. Das ist ent­schei­dend, da erheb­li­che Ein­schrän­kun­gen zur Mit­ver­si­che­rung von Wert­sa­chen bei der Ammer­län­der nicht in den VHB, son­dern in den Beson­de­ren Bedin­gun­gen benannt wer­den.
  • Kei­ne Garan­tie, dass nicht zum Nach­teil des Ver­si­che­rungs­neh­mers von den unver­bind­li­chen Emp­feh­lun­gen des Arbeits­krei­ses Bera­tungs­pro­zes­se abge­wi­chen wird.
  • Inno­va­ti­ons­klau­sel gilt nur, wenn durch ein Tari­f­up­date aus­schließ­lich Ver­bes­se­run­gen vor­ge­nom­men wer­den, d.h. es besteht kein Anspruch auf die­se Leis­tung, wenn ein Tari­f­up­date neben bei­spiels­wei­se 20 Ver­bes­se­run­gen eine ein­zi­ge Stel­le besitzt, die auch zum Nach­teil des Kun­den füh­ren könnte.
  • Ohne Ver­se­hens­klau­sel bei ein­fa­chen fahr­läs­sig began­ge­nen Obliegenheitsverletzungen
  • Kein Regress­ver­zicht gegen­über fahr­läs­sig han­deln­den Ange­hö­ri­gen (z. B. auch sol­chen in häus­li­cher Gemeinschaft).
  • Kein Ver­zicht auf Kür­zung der Leis­tung bei grob fahr­läs­si­ger Ver­let­zung ver­trag­li­cher Oblie­gen­hei­ten mit Aus­nah­me der Heiz­ob­lie­gen­heit oder gesetz­li­cher und behörd­li­cher Sicherheitsvorschriften.
  • Zu den ver­si­cher­ten Sachen gehö­ren unter ande­rem Haus­tie­re (z. B. Fischen, Kat­zen, Vögel), nicht jedoch Heim­tie­re (z. B. Chin­chil­las, Spin­nen, Schlan­gen) oder Nutz­tie­re z. B. Scha­fe, Ziegen).
  • Im Zusam­men­hang mit der Mit­ver­si­che­rung von Wert­sa­chen gilt:

Im Ver­si­che­rungs­fall ist bei Wert­sa­chen, ins­be­son­de­re Schmuck­stü­cken und Uhren dar­auf zu ach­ten, dass Ein­zel­stü­cke mit einem Wert von über 1.000,- EURO mit Nach­wei­sen in Bezug auf Her­stel­ler, Fabri­kat, Typen­be­zeich­nung, Ver­käu­fer, Anschaf­fungs­preis zu bele­gen sind. Anga­ben zu Spe­zi­fi­ka­tio­nen kön­nen unter ande­rem Fotos und Exper­ti­sen sein.“

Da sich die bedin­gungs­sei­ti­ge GDV-Garan­tie nur auf die All­ge­mei­nen Bedin­gun­gen bezieht, ist hier kei­ne Hei­lung möglich.

  • Kein Ver­si­che­rungs­schutz für den Dieb­stahl von Pool­ro­bo­tern oder die Beschä­di­gung von Gar­ten- und / oder Pool­ro­bo­tern.
  • Nicht mit­ver­si­chert ist Sport­aus­rüs­tung (z. B. Reit­sät­tel, Golf­aus­rüs­tung), die sich dau­er­haft außer­halb der ver­si­cher­ten Woh­nung befindet.
  • Kein Ver­si­che­rungs­schutz besteht für Dieb­stahl von Haus­rat durch Auf­bre­chen von Luft- oder Was­ser­fahr­zeu­gen sowie von Wohn­mo­bi­len und Wohnwagen.
  • Nicht ver­si­chert sind Schä­den durch die Her­aus­ga­be des PIN des Ver­si­che­rungs­neh­mers infol­ge räu­be­ri­scher Erpressung
  • Im Rah­men der ver­si­cher­ten Cyber-Leis­tun­gen kein Ver­si­che­rungs­schutz gegen Cyber-Mob­bing oder wider­recht­li­che Ent­wen­dung von Kryp­to­wäh­run­gen.
  • Nicht ver­si­chert sind Schä­den durch Taschen­dieb­stahl für Per­so­nen, die das 60. Lebens­jahr noch nicht voll­endet haben.
  • Nicht ver­si­chert ist der Dieb­stahl tech­ni­scher, opti­scher oder akus­ti­schen Siche­rungs­an­la­gen auf dem Ver­si­che­rungs­grund­stück, die zum Schutz der ver­si­cher­ten Woh­nung gehören.
  • Kein Ver­si­che­rungs­schutz für Dieb­stahl durch Haus­an­ge­stell­te (z. B. einer Pflegekraft).
  • Nicht ver­si­chert sind Schä­den an ver­si­cher­ten Sachen außer­halb ver­si­cher­ter Räu­me, wenn kei­ne Min­dest­wind­stär­ke 8 erreicht wird. Im Ein­zel­fall kann hier Ver­si­che­rungs­schutz über die unbe­nann­ten Gefah­ren her­ge­lei­tet wer­den, da nach Zif­fer 93 Nr. 2 a) mit Ver­weis auf die VHB kein Aus­schluss für Sturm­schä­den unter Wind­stär­ke 8 defi­niert ist, son­dern ledig­lich defi­niert ist, dass ein Sturm erst ab Wind­stär­ke 8 vorliege.
  • Ver­si­che­rungs­schutz für Schä­den durch Kurz­schluss nur, sofern es sich um einen Blitz­fol­ge­scha­den handelt.
  • Nicht mit­ver­si­chert ist der Anprall von selbst­fah­ren­den Arbeits­ma­schi­nen, sofern es sich bei die­sen weder um Stra­ßen- noch Schie­nen­fahr­zeu­ge handelt.
  • Nicht mit­ver­si­chert sind Schä­den durch sowie für die Ent­seu­chung radio­ak­ti­ve Iso­to­pe (z.B. in Rauchmeldern).
  • Ohne Mit­ver­si­che­rung von Schä­den durch Plansch- und Rei­ni­gungs­was­ser.
  • Ohne Schä­den am ver­si­cher­ten Haus­rat bzw. Abhan­den­kom­men von ver­si­cher­tem Haus­rat durch Haus­tie­re.
  • Kei­ne Über­nah­me der Kos­ten für Ver­kehrs­si­che­rungs­maß­nah­men.
  • Kei­ne Über­nah­me von Dekon­ta­mi­na­ti­ons­kos­ten.
  • Ohne vor­über­ge­hen­de Anmie­tung von Haus­halts­ge­rä­ten nach einem Versicherungsfall.
  • Nicht ver­si­chert sind Miet­fort­zah­lungs­kos­ten, wenn und solan­ge trotz Unbe­wohn­bar­keit der Woh­nung Miet­kos­ten wei­ter­be­zahlt wer­den müssen.
  • Nicht ver­si­chert sind Schloss­än­de­rungs­kos­ten für Woh­nungs- und Gemein­schafts­tü­ren sowie für Schlös­ser von eige­nen Kraftfahrzeugen.
  • Ohne Über­nah­me von Feu­er­lösch­kos­ten.
  • Ohne Über­nah­me von Leck­or­tungs­kos­ten ohne einen ver­si­cher­ten Schadenfall.
  • Ohne Fremd­kos­ten für Koor­di­na­ti­on der Wie­der­her­stel­lung ver­si­cher­ter Sachen.
  • Ohne Über­nah­me der Betreu­ungs­kos­ten für infol­ge eines Ver­si­che­rungs­fal­les pfle­ge­be­dürf­ti­ge Per­so­nen.
  • Kei­ne Über­nah­me der Kos­ten für einen Erho­lungs­ur­laub nach Groß­schä­den.
  • Kei­ne gene­rel­le Mit­ver­si­che­rung poli­zei­lich ange­zeig­ter Straf­ta­ten (z.B. Dieb­stahl von Solar­zel­len, ein­fa­cher Dieb­stahl von nicht aus­drück­lich benann­ten Sachen).
  • Nicht mit­ver­si­chert sind unbe­nann­te Kos­ten.
  • Kei­ne Über­nah­me von Dol­met­scher­kos­ten oder der Kos­ten für die Orga­ni­sa­ti­on eines geeig­ne­ten Dol­met­schers oder eines tele­fo­ni­schen Dol­met­scher­ser­vices bei Auslandsreisen.
  • Kei­ne Über­nah­me der Kos­ten für ein Not­ruf­te­le­fon.
  • Kein optio­na­les Doku­men­ten­de­pot für z. B. Aus­wei­se, Rei­se­vi­sa oder Kreditkarten.
  • Ohne Bei­trags­be­frei­ung bei Arbeits­un­fä­hig­keit.
  • Kein Ver­si­che­rungs­schutz für vor­über­ge­hen­de Berufs‑, Stu­di­en- oder Urlaubs­auf­ent­hal­te oder die Tätig­keit als Au-pair im Aus­land.
  • Kein bedin­gungs­sei­tig naht­lo­ser Über­gang von Ver­si­che­rungs­schutz, falls Vor­ver­trag nicht um 0 Uhr, son­dern bereits um 12 Uhr des Vor­ta­ges enden sollte.
  • Kein bedin­gungs­ge­mä­ßer Ver­si­che­rungs­schutz, wenn unklar ist, ob der Ein­tritt eines Scha­dens bei gedehn­ten Ver­si­che­rungs­fäl­len in die Ver­trags­lauf­zeit des alten oder in die des neu­en Ver­si­che­rers fällt.
  • Kein Ver­zicht auf das außer­or­dent­li­che Kün­di­gungs­recht des Ver­si­che­rers wegen Nicht­zah­lung eines Folgebeitrages.
  • Kei­ne Mit­ver­si­che­rung von erwei­ter­ten Ele­men­tar­ge­fah­ren in den ZÜRS-Zonen 3 und 4.
  • Kei­ne optio­na­le Gegen­stands­ver­si­che­rung (Ver­si­che­rungs­schutz für Gegen­stän­de mit ideelen Wer­ten, z. B. Foto­zu­be­hör, Jagd­aus­rüs­tun­gen oder Autogrammsammlungen).
  • Raten­zah­lungs­zu­schlag bei unter­jäh­ri­ger Zahl­wei­se, in Höhe von 6 Pro­zent (monat­lich), 5 Pro­zent (vier­tel­jähr­lich) bzw. 3 Pro­zent (halb­jähr­lich).

Hin­weis:

Die Ammer­län­der schrieb am 29.04.2022

eine Über­prü­fung und Frei­ga­be Ihrer Ana­ly­se durch uns erfolgt nicht.

Des­halb kön­nen wir die Rich­tig­keit Ihrer Anga­ben nicht bestätigen.“

Hin­wei­se zu etwa­igen Feh­lern sind daher beson­ders willkommen.


[1] Sie­he hier­zu z. B. „Jamming und Relay Attack. Auto­ein­bruch per Funk oft kein Fall für die Ver­si­che­rung“ auf „test​.de“ vom 08.12.2020. Auf­zu­ru­fen unter https://www.test.de/Jamming-und-Relay-Attack-Autoeinbruch-per-Funk-oft-kein-Fall-fuer-die-Versicherung-4824449–0/, zuletzt auf­ge­ru­fen am 03.02.2022

[2] Sie­he Ste­phan Wit­te „Nicht alle Ver­si­che­rer bie­ten Leis­tun­gen nach GDV-Stan­dard. Besteht Ver­si­che­rungs­schutz bei Ein­bruch über nicht ver­si­cher­te Räu­me?“ in „Risi­ko & Vor­sor­ge“, Aus­ga­be 2/2018, S. 11–12. Auf­zu­ru­fen unter https://critical-news.de/risiko-und-vorsorge-heft‑2–2018/, zuletzt auf­ge­ru­fen am 07.01.2022.

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