Tarifana­lyse: Haus­rat­ver­si­che­rung der Haft­pflicht­kasse (01.2022)

Die aktu­elle Haus­rat­ver­si­che­rungHausrat Ein­fach“ aus dem Hause Die Haft­pflicht­kasse VVaG für das Mak­ler­ge­schäft trägt den Bedin­gungs­stand 01.2022. Zur Aus­wahl stehen die Tarife Ein­fach Besser und Ein­fach Kom­plett.

Der Ver­si­che­rungs­schutz lässt sich optional um fol­gende Bau­steine erweitern:

  • Mobi­liar- und Gebäudeglasversicherung
  • Unbe­nannte Gefahren
  • Ele­men­tar­schäden (Über­schwem­mung, wit­te­rungs­be­dingter Rück­stau, Erd­beben, Erd­sen­kung, Erd­rutsch, Schnee­druck, Lawinen, Vulkanausbruch)

Für den Bau­stein gilt eine War­te­zeit von einem Monat nach Antrags­stel­lung. Frü­hes­tens tritt der Ver­si­che­rungs­schutz zum ver­ein­barten Ver­trags­be­ginn in Kraft. Es gilt eine Selbst­be­tei­li­gung von 10 % des Scha­dens, min­des­tens 500 Euro, maximal 5.000 Euro.

„Die War­te­zeit ent­fällt, wenn nach­weis­lich bei einem anderen Ver­si­cherer ein gleich­ar­tiger Ver­si­che­rungs­schutz bestand und der bean­tragte Ver­si­che­rungs­schutz sich ohne Unter­bre­chung unmit­telbar anschließt.

Beson­der­heit: Regen- und Schmelzwasser

Der Ver­si­che­rungs­nehmer hat bei der­ar­tigen Ereig­nissen von jedem ent­schä­di­gungs­pflich­tigen Schaden 250 EUR selbst zu tragen“

  • Fahrrad-Schutz­brief

Ver­si­cherbar ist der Hausrat in ständig bewohnten Woh­nungen und Ein­fa­mi­li­en­häu­sern (Erst­woh­nung). Es han­delt sich um einen Tarif, der nach dem Qua­drat­me­ter­mo­dell kal­ku­liert. Unter­ver­si­che­rungs­ver­zicht besteht, sofern die ver­ein­barte Ver­si­che­rungs­summe min­des­tens 650 Euro je Qua­drat­meter Wohn­fläche beträgt.

Die Wohn­fläche wird vom Ver­si­cherer in den Bedin­gungen wie folgt definiert:

„Die Wohn­fläche ist die Grund­fläche aller Räume einer Woh­nung ein­schließ­lich der Hob­by­räume (siehe Mietvertrag/Baubeschreibungen etc.; falls nicht vor­handen, bitte aus­messen). Unbe­rück­sich­tigt bleiben Treppen, Bal­kone, Log­gien und Ter­rassen sowie Keller‑, Spei­cher-/Bo­den­räume, wenn diese nicht zu Wohn- oder Hob­by­zwe­cken genutzt werden.“

Bei Antrags­stel­lung sind nur ständig bewohnten Risiken ver­si­cherbar. Nach Antrags­stel­lung wird eine Gefah­rerhö­hung erst dann ange­nommen, wenn der Ver­si­che­rungsort (Woh­nung oder Ein­fa­mi­li­en­haus) länger als 12 Monate unbe­wohnt ist.

Maximal mög­lich ist eine Ver­si­che­rungs­summe von 250.000 Euro.

Nicht ver­si­cherbar ist Hausrat in Gebäuden der Bau­art­klassse V:

„Defi­ni­tion BAK V: Holz‑, Holz­fach­werk mit Lehm­fül­lung; Stahl‑, Holz oder Stahl­be­ton­kon­struk­tion mit raum­sei­tiger Wand­pa­let­ten­be­klei­dung aus brenn­baren Stoffen (Holz oder Holz­werk­stoffe, Kunst­stoffe) sowie wei­cher Dachung (voll­ständig oder teil­weise Holz, Reet­dach, Schilf, Stroh, u.a.).“

Eben­falls nicht ver­si­cherbar sind Risiken mit zwei oder mehr Vor­schäden inner­halb eines Jahres oder drei oder mehr Schäden in den letzten drei Jahren vor Ver­trags­be­ginn. Eben­falls nicht abge­schlossen werden können Risiken, deren Ver­trag vom Vor­ver­si­cherer gekün­digt wurden.

Für die Ele­men­tar­ver­si­che­rung gilt: wenn inner­halb der letzten 5 Jahre ein Schaden durch wit­te­rungs­be­dingten Rück­stau ent­standen ist oder das Ver­si­che­rungs­grund­stück durch Über­schwem­mung oder Stark­nie­der­schlag über­flutet wurde, ist Ver­si­che­rungs­schutz nicht möglich.

Im Unter­schied zu vielen Wett­be­wer­bern ist Ver­si­che­rungs­schutz gegen erwei­terte Ele­men­tar­ge­fahren unab­hängig von einer ZÜRS-Zone mög­lich. Es wird ein pau­schaler Zuschlag von der­zeit 26,00 Euro netto p. a. erhoben.

Bei unter­jäh­riger Zahl­weise wird ein Raten­zah­lungs­zu­schlag in Höhe von 5% (vier­tel­jähr­lich) bzw. 3% (halb­jähr­lich) erhoben.

Wer bei der Haft­pflicht­kasse zusätz­lich eine Pri­vat­haft­pflicht- oder Unfall­ver­si­che­rung bzw. eine Pri­vat­haft­pflicht- und eine Unfall­ver­si­che­rung abschließt, erhält einen Bün­del­nach­lass von 5 bzw. 10 Pro­zent (Kom­bi­na­tions-Nach­lass). Der Min­dest­jah­res­bei­trag beträgt 30,00 Euro netto (zuzüg­lich Ver­si­che­rungs­steuer). Bei unter­jäh­riger Zah­lungs­weise beträgt die Min­dest­rate 10,00 Euro netto zuzüg­lich Ver­si­che­rungs­steuer (nur in Ver­bin­dung mit Bank­einzug).

Eine wei­tere Bei­trags­re­du­zie­rung um 10 % bietet der Ver­si­cherer bei Ver­ein­ba­rung eines Papierlos-Nach­lasses. In diesem Fall erfolgt die gesamte Kom­mu­ni­ka­tion mit dem Ver­si­cherer auf elek­tro­ni­schem Wege über die ange­ge­bene E‑Mail-Adresse.

20 % Nach­lass werden eben­falls gewährt, falls der Ver­si­che­rungs­nehmer ent­weder das 60. Lebens­jahr voll­endet hat (Senio­ren­ra­batt) oder wenn ein Selbst­be­halt von 250 Euro für jeden Scha­den­fall ver­ein­bart wird.

Wie bei den meisten Wett­be­wer­bern sieht auch die Haft­pflicht­kasse defi­nierte Min­dest­si­che­rungen vor:

„Sämt­liche Außen­türen und Woh­nungs­ein­gangs­türen besitzen Zylin­der­schlösser, bei dem der Schließ­zy­linder max. 2 mm über­steht und der Sicher­heits­be­schlag nicht von außen abschraubbar ist. Fens­ter­türen werden Fens­tern gleich­ge­setzt. Abwei­chungen oder Ände­rungen dieser Min­dest­si­che­rung sind nicht zulässig und können gege­be­nen­falls den Ver­si­che­rungs­schutz gefährden.

• Je nach Ein­zel­be­wer­tung des Risikos können wei­tere Siche­rungs­an­for­de­rungen erfor­der­lich sein.“

Ver­si­cherbar sind Risiken bis zu einer maxi­malen Ver­si­che­rungs­summe von 250.000 Euro unab­hängig von der Wohn­fläche. Bestand ein Vor­ver­trag, der vom Vor­ver­si­cherer gekün­digt worden ist, ist eine Annahme nicht mög­lich.

Ver­si­che­rungs­nehmer und Ver­si­cherer können den ver­ein­barten Ver­si­che­rungs­schutz jeweils mit Frist von drei Monaten zum Ablauf des jewei­ligen Ver­si­che­rungs­jahres kün­digen.

Aus­ge­wählte Leis­tungen des Tarifs Ein­fach Kom­plett der Haftpflichtkasse

  • Garantie hin­sicht­lich der unver­bind­li­chen Mus­ter­be­din­gungen des Gesamt­ver­bandes der Deut­schen Ver­si­che­rungs­wirt­schaft (GDV-Garantie) zum jeweils aktu­ellen Stand.
  • Besitz­stands­ga­rantie (Vor­ver­si­che­r­er­ga­rantie) bei naht­losem Über­gang vom Vor­ver­si­cherer zum Ver­trag bei der Haftpflichtkasse
  • aus­drück­li­cher Ver­si­che­rungs­schutz für Scha­den­fälle bei unklarer Zustän­dig­keit nach Ver­si­cher­erwechsel
  • Best-Leis­tungs-Garantie (Erwei­terte Vor­sorge) für Leis­tungen, die im ver­ein­barten Ver­si­che­rungs­ver­trag nicht ein­ge­schlossen, zum Zeit­punkt des Scha­den­ein­tritts jedoch Bestand­teil eines anderen dann aktuell wähl­baren Haus­ratta­rifs am deut­schen Markt sind. Diese gelten dann im Scha­den­fall – ent­spre­chend den Bedin­gungen des Mit­be­wer­bers – grund­sätz­lich mit­ver­si­chert. Dabei gilt bedin­gungs­seitig eine pro-aktive Schadenregulierung.
  • Summen- und Kon­di­ti­ons­dif­fe­renz­de­ckung für bis zu 12 Monate.

„Die Haft­pflicht­kasse gewährt eine Sum­men­dif­fe­renz­de­ckung in Höhe von 20 % über der bei dem anderen Ver­si­cherer beur­kun­deten Ver­si­che­rungs­summe hinaus. Diese ent­fällt ersatzlos, wenn eine höhere Ver­si­che­rungs­summe erfor­der­lich ist.“

Eine etwaige Unter­ver­si­che­rung beim Vor­ver­si­cherer werde laut Haftpflichtkasse

„bis zu der genannten Grenze (20 %) ausgeglichen.“

Unklar bleibt nach dem Wort­laut, ob es sich allein um die Ver­si­che­rungs­summe für den Gesamt­ver­trag oder ob sich die 20 %-Grenze auch auf etwaige Sub­li­mits beziehen soll. Fern­münd­lich wurde klar­ge­stellt, dass es um die Ver­si­che­rungs­summe gehe. Hierzu führt der Ver­si­cherer aus:

„Für Ihren Hin­weis auf die Nen­nung (inner­halb der VI´s) zur mög­li­chen Absi­che­rung über ein Betei­li­gungs­ver­hältnis (> 20 % der VSU) bedanken wir uns.

Bei z.B. einer Aktua­li­sie­rung der Ver­brau­cher­infor­ma­tionen werden wir diesen gerne diskutieren.“

  • Ver­zicht auf Kür­zung der Leis­tung bei grob fahr­läs­siger Her­bei­füh­rung des Versicherungsfalles
  • Pau­schaler Ver­zicht auf Anrech­nung einer Unter­ver­si­che­rung bei Schäden bis 1 % der Versicherungssumme
  • Aus­schließ­lich beruf­lich und gewerb­lich genutzte Räume gehören ent­spre­chend den Mus­ter­be­din­gungen des GDV zur Woh­nung, sofern diese aus­schließ­lich über die Woh­nung zu betreten sind. Dar­über hinaus gelten bei der Haft­pflicht­kasse auch solche Räume zum Ver­si­che­rungsort, die über einen wei­teren oder sepa­raten Ein­gang zu betreten sind. Vor­aus­set­zung ist, dass sich diese Räume auf dem Grund­stück der ver­si­cherten Woh­nung befinden. In diesem Fall gilt aller­dings eine Ent­schä­di­gungs­grenze von 20.000 Euro für ver­si­cherte Sachen.
  • Klar­stel­lung zu Ver­si­che­rungs­schutz auch bei Ein­bruch­dieb­stahl über nicht ver­si­cherte Räume[1].
  • Außen­ver­si­che­rung für bis zu 12 Monate bis in Höhe der ver­ein­barten Versicherungssumme
  • Mit­ver­si­chert sind Sport­ge­räte (z. B. Lauf­bänder, Stepper oder Ruder­ge­räte), die sich dau­er­haft außer­halb der ver­si­cherten Woh­nung befinden, bis 10.000 Euro. Zum Thema Sport­aus­rüs­tung siehe unten.
  • Sub­si­diärer Ver­si­che­rungs­schutz für ver­si­cherte Sachen in Bank­schließ­fä­chern inner­halb der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land ohne zeit­liche Befristung.
  • Nur sub­si­diär zum ver­si­cherten Hausrat gehören Teile und Zubehör von Kraft­fahr­zeugen und Anhän­gern, die zum Zeit­punkt des Scha­den­ein­tritts nicht fest mit dem Fahr­zeug ver­bunden sind(z. B.  Karos­se­rie­teile, Kin­der­sitze), sowie gela­gerte Sommer- bzw. Win­ter­be­rei­tung inklu­sive Felgen. Das heißt: Ver­si­che­rungs­schutz besteht nur, soweit kein Ver­si­che­rungs­schutz aus einer anderen Ver­si­che­rung bean­tragt werden kann. Die Mit­ver­si­che­rung besteht bis in Höhe von 2.500 Euro und nur inner­halb des Ver­si­che­rungs­ortes.
  • Optio­nale Mit­ver­si­che­rung unbe­nannter Gefahren mit einer Selbst­be­tei­li­gung von 250 Euro. Aus­schlüsse zu benannten Gefahren bleiben erhalten. Aus­ge­schlossen sind Schäden an oder durch Haus­tiere, nicht jedoch durch Insekten (sons­tiges Tier). Nicht zu den ver­si­cherten Sachen gehören u. a. Sachen aus Glas, Keramik und Por­zellan, Brillen und Kon­takt­linsen, mobile elek­tro­ni­sche Geräte (z.B. Mobil­te­le­fone oder Lap­tops) als auch Sport­ge­räte, Fahr­räder und Fahr­rad­an­hänger außer­halb des ver­ein­barten Ver­si­che­rungs­ortes. Nicht ver­si­chert sind u. a. Schäden durch Stehen- und Lie­gen­lassen. Keine aus­drück­liche Beweis­last­um­kehr zu Gunsten des Versicherungsnehmers.
  • Ein­fa­cher Dieb­stahl von Fahr­rä­dern (auch Pedelecs und E‑Bikes, sofern nicht ver­si­che­rungs­pflichtig) und Fahr­rad­an­hän­gern ohne Zuschlag bis in Höhe von 10.000 Euro.
  • Mit­ver­si­chert ist der ein­fache Dieb­stahl unter anderem von Wäsche, Beklei­dung, Gar­ten­mö­beln, Gar­ten­ge­räten (inkl. Auf­sitz­ra­sen­mä­hern und Mäh­ro­bo­tern) sowie Kin­der­spiel- und Sport­ge­räten auf dem Grund­stück, auf dem sich die ver­si­cherte Woh­nung befindet, bis in Höhe von 5 % der Versicherungssumme.
  • Im Rahmen der Ver­si­che­rungs­summe mit­ver­si­chert ist der Dieb­stahl von Kin­der­wagen, Steh- und Geh­hilfen sowie Kran­ken­fahr­stühlen auf und außer­halb des Grund­stücks, auf dem die ver­si­cherte Woh­nung liegt.
  • Mit­ver­si­che­rung des Dieb­stahls von Hausrat aus dem ver­schlos­senen Innen- oder Kof­fer­raum eines Kraft­fahr­zeugs, Anhän­gers oder einer auf dem Kraft­fahr­zeug mon­tierten Dachbox bzw. dem min­des­tens durch ein Sicher­heits­schloss ver­schlos­senen Innen­raum eines Was­ser­fahr­zeugs, Anhän­gers bzw. einer Dachbox. Vor­aus­set­zung für den Ver­si­che­rungs­schutz ist, dass die genannten Räum­lich­keiten fest umschlossen sind. Eine Abde­ckung mit Planen, Per­sen­ningen oder Ähn­li­ches reicht nicht. Die Ent­schä­di­gung ist jeweils auf 2 % der Ver­si­che­rungs­summe begrenzt. Da Die Haft­pflicht­kasse bedin­gungs­seitig keinen Auf­bruch der ver­si­cherten Fahr­zeuge, son­dern ledig­lich den Dieb­stahl als sol­chen vor­aus­setzt, könnte trotz feh­lender Klar­stel­lung Ver­si­che­rungs­schutz auch für Dieb­stahl infolge von Relay Attack oder Jamming[2] erwartet werden.

Der Ver­si­cherer stellt zu „Relay Attack“ klar:

„Ver­si­che­rungs­schutz inner­halb der zugrunde lie­genden Bedin­gungen besteht, sofern der VN den Voll­be­weis erbringen kann, dass das Fahr­zeug ver­schlossen war und die Tat durch das Aus­lesen eines Schlüs­sel­codes oder mit einem „fal­schen Schlüssel“ erfolgte.“

Zu „Jamming“ posi­tio­niert sich das Unter­nehmen wie folgt:

„Es besteht im Rahmen unseres Tarifs Hausrat Ein­fach Kom­plett kein bedin­gungs­ge­mäßer Ver­si­che­rungs­schutz bei einem soge­nannten „Jamming“, unge­achtet dessen, ob der VN dies nach­weisen kann, da in letzter Kon­se­quenz das Fahr­zeug zum Zeit­punkt der Tat nicht ver­schlossen war. Neben dem Aus­schluss von fremdem Eigentum, gelten auch Bar­geld und Wert­sa­chen ausgeschlossen.“

Aus­ge­schlossen ist der Dieb­stahl von Wert­sa­chen (z. B. Bar­geld, Schmuck) sowie fremdem Eigentum.

  • Mit­ver­si­chert ist der ein­fache Dieb­stahl von Hand‑, Schulter- und ähn­li­chen Taschen (Taschen­dieb­stahl) bis in Höhe von 1.000 Euro, die unmit­telbar am Körper getragen werden ein­schließ­lich des Inhaltes dieser Taschen
  • Ver­si­che­rungs­schutz bei Trick­dieb­stahl besteht inner­halb des Grund­stücks, auf dem sich die ver­si­cherte Woh­nung befindet, bis in Höhe von 3 % der Ver­si­che­rungs­summe. Werden hierbei Kunden‑, Scheck- oder Kre­dit­karten ent­wendet, wird in diesem Rahmen sub­si­diär auch für den daraus ent­stan­denen Miss­brauch geleistet.
  • Ver­si­che­rungs­schutz bei Schäden durch Miss­brauch von Kunden‑, Scheck- oder Kre­dit­karten nach einem Ein­bruch­dieb­stahl oder Raub, sub­si­diär ein­schließ­lich der bei Raub erzwun­genen Her­aus­gabe der per­sön­li­chen Iden­ti­fi­ka­ti­ons­nummer (PIN), bis in Höhe von 5% der Ver­si­che­rungs­summe. Ver­si­che­rungs­schutz besteht auch dann, wenn diese Sachen erst auf Ver­langen des Täters an den Ort der Weg­nahme oder Her­aus­gabe hin­ge­schafft werden. Nicht ver­si­chert sind jedoch Schäden durch das Aus­spähen von Bank- oder Kre­dit­karten im Zusam­men­hang mit Skim­ming.
  • Mit­ver­si­che­rung von Seng- und Schmor­schäden, ohne dass es sich um einen Feu­er­fol­ge­schaden han­deln muss. Nicht ver­si­chert sind Schäden, die an elek­tri­schen Ein­rich­tungen oder Geräten durch die Wir­kung des elek­tri­schen Stromes ent­stehen.
  • Mit­ver­si­che­rung von Schäden durch Rauch und Ruß, auch, wenn dieser nicht plötz­lich bestim­mungs­widrig aus Feuerungs‑, Heizungs‑, Koch- oder Trock­nungs­an­lagen auf dem Ver­si­che­rungs­grund­stück aus­ge­treten ist. Inwie­fern Schäden durch Fog­ging (Schwarz­staub) mit­ver­si­chert sind, geht aus den Bedin­gungen nicht ein­deutig hervor. Der Ver­si­cherer stellt hierzu klar, dass kein Ver­si­che­rungs­schutz dafür besteht.
  • Mit­ver­si­chert sind Schäden durch innere Unruhen, Streik und Aussperrung.
  • Mit­ver­si­che­rung von Schäden durch die Explo­sion von Kampf­mit­teln aus been­deten Kriegen (Blind­gän­gern)
  • Über­nahme der Rück­rei­se­mehr­kosten für Urlaubs oder Dienst­reisen. Ver­si­che­rungs­schutz besteht bei Schäden ab 5.000 Euro für den Ver­si­che­rungs­nehmer, nicht jedoch für Ange­hö­rige des Haus­halts des Versicherungsnehmers.
  • Hotel­kosten infolge eines Ver­si­che­rungs­falles ohne zeit­liche Begren­zung bis 2,5 Pro­mille pro Tag, nicht jedoch von Neben­kosten (z. B. Kosten für Telefon, Internet oder Frühstück).
  • Ver­si­chert sind die Kosten werden für die Unter­brin­gung von Haus­tieren in einer Tier­pen­sion oder einer ähn­li­chen Unter­brin­gung infolge eines Ver­si­che­rungs­falles bis in Höhe von 2 Pro­zent der Versicherungssumme.
  • Lager­kosten für bis zu 12 Monate
  • Daten­ret­tungs­kosten bis 2 % der Versicherungssumme
  • Mit­ver­si­chert sind Mehr­kosten durch Preissteigerungen
  • Kosten für Wasser- und Gas­ver­lust infolge eines ver­si­cherten Sach­scha­dens, nicht jedoch von Ölver­lust bzw. von Strom­ver­lust aus Stromspeichern
  • Aus­drück­liche Mit­ver­si­che­rung von Feuerlöschkosten
  • Bei der Durch­füh­rung eines Sach­ver­stän­di­gen­ver­fah­rens zur Fest­stel­lung der Scha­den­höhe wird ab einer fest­ge­stellten Scha­den­höhe von min­des­tens 10.000 Euro der Anteil des Ver­si­che­rungs­neh­mers an den Ver­fah­rens­kosten zu 80 % (d. h. 20 % Selbst­be­tei­li­gung), bis maximal in Höhe von 10.000 Euro, übernommen.
  • Vor­sor­ge­ver­si­che­rung bis in Höhe von 20 % der Ver­si­che­rungs­summe (z. B. bei Umzug, An- oder Ausbau)
  • Im Rahmen der Ser­vice- und Assi­s­tance-Leis­tungen 24-Stunden-Not­ruf­te­lefon (Tele­fon­hot­line) zuzüg­lich Leis­tungen aus dem optio­nalen Fahrrad-Schutz­brief (ROLAND 24-Stunden-Service).

Aus­ge­wählte Ein­schrän­kungen des Tarifs Ein­fach Kom­plett der Haftpflichtkasse

  • Da sich die GDV-Garantie aus­schließ­lich auf die Haus­rat­be­din­gungen und Zusatz­leis­tungen zur Haus­rat­ver­si­che­rung bezieht, können Schlech­ter­stel­lungen im Rahmen der Glas­ver­si­che­rung nicht geheilt werden:

? keine wahl­weise Geld­leis­tung, sondern nur Natu­ral­er­satz (Abschnitt C3 Nr. 6)

? feh­lende Mit­ver­si­che­rung beson­derer Auf­wen­dungen zum Errei­chen des Scha­den­ortes (z. B. Gerüste, Kräne)

? Kosten im Zusam­men­hang mit dem Ein­setzen der Scheibe (z. B. Anstriche, De- und Remon­tage von Vergitterungen)

? Kosten für die Erneue­rung von Anstrich, Male­reien, Schriften, Ver­zie­rungen, Licht­fil­ter­la­cken und Folien auf den ver­si­cherten Sachen

? Ent­sor­gungs­kosten

  • Keine Garantie hin­sicht­lich der unver­bind­li­chen Emp­feh­lungen des Arbeits­kreises Bera­tungs­pro­zesse (Arbeits­kreis-Garantie)
  • Inno­va­ti­ons­klausel (Leis­tungs-Update-Garantie) gilt nach dem Wort­laut der Bedin­gungen nur, wenn durch ein Tari­f­up­date aus­schließ­lich Ver­bes­se­rungen vor­ge­nommen werden, d.h. es besteht kein Anspruch auf diese Leis­tung, wenn ein Tari­f­up­date neben bei­spiels­weise 20 Ver­bes­se­rungen eine ein­zige Stelle besitzt, die auch zum Nach­teil des Kunden führen könnte.

Der Ver­si­cherer stellt hierzu abwei­chend klar, dass die Haft­pflicht­kasse die Inno­va­ti­ons­ga­rantie „lebe“ und gibt hierzu ein Beispiel:

„Der Kunde hat den „Alt­tarif“ VARIO Plus abge­schlossen. Auf­grund der Inno­va­ti­ons­ga­rantie besitzt dieser im Scha­dens­fall Anspruch auf Leis­tungen nach Hausrat Ein­fach Besser.

In der Pro­dukt­linie Ein­fach Besser sind Wert­sa­chen bis 50 % der Ver­si­che­rungs­summe (VSU) mit­ver­si­chert. Im „Alt­tarif“ VARIO Plus gelten diese jedoch bis 100 % der VSU versichert.

Der Kunde pro­fi­tiert durch die Inno­va­ti­ons­ga­rantie zum einen von den wei­ter­ge­henden Leis­tungen aus Ein­fach Besser und zum anderen von der bes­seren Leis­tungen aus VARIO Plus.“

  • Der Ver­si­che­rungs­schutz beginnt regulär um 00:00 Uhr, frü­hes­tens am Tag der Antrags­auf­nahme. Dies kann zu einer Unter­bre­chung des Ver­si­che­rungs­schutzes führen. Der Ver­si­cherer stellt hierzu klar:

„Indi­vi­du­elle Lösungen sind möglich.

Bei­spiel:

Vor­ver­trag endet am 03.03.2022 um 12:00 -> Ver­trag bei uns beginnt dann am 03.03.2022 00:00 Uhr, sodass keine Lücke für die Kunden entsteht“

  • Kein Ver­zicht auf Kür­zung der Leis­tung bei grob fahr­läs­siger Ver­let­zung von Oblie­gen­heiten und Sicher­heits­vor­schriften. Der Ver­si­cherer ver­weist an dieser Stelle auf die Erwei­terte Vorsorge:

„Über den Bau­stein „Erwei­terte Vor­sorge“ im Tarif Hausrat Ein­fach Kom­plett ist eine Prü­fung im Scha­den­fall mög­lich, so dass ggf. kein Deckungs­nach­teil gegen­über einem Mit­be­werber besteht.“

  • Keine Mit­ver­si­che­rung von Han­dels­waren und Mus­ter­kol­lek­tionen
  • Bedin­gungs­seitig nicht ein­deutig ver­si­chert ist Sport­aus­rüs­tung (z. B. Reit­sättel, Golf­aus­rüs­tung), die sich dau­er­haft außer­halb der ver­si­cherten Woh­nung befindet. Abschnitt C1 Nr. 2 der Bedin­gungen sieht eine Erwei­te­rung des Ver­si­che­rungs­schutzes nur für „Sport­ge­räte“ vor. Der Ver­si­cherer ver­weist auf Ziffer C 1.2 der aktu­ellen Ver­brau­cher­info­ma­tionen. Hier­nach bestehe Ver­si­che­rungs­schutz für „Haus­rat­sa­chen nach § 6 VHB 2016, die der Aus­übung eines Sports dienen“.  Dazu stellt der Ver­si­cherer klar:

„Zwei­fels­frei ist der Reit­sattel oder auch die Golf­aus­rüs­tung als ver­si­cherte Sachen gemäß des genannten Para­gra­phen anzuerkennen.“

  • Zu den ver­si­cherten Sachen gehören unter anderem Haus­tiere (z. B. Katzen[3], Fischen, Vögel), nicht jedoch Heim­tiere (z. B. Chin­chillas[4], Spinnen, Schlangen) oder Nutz­tiere (z. B. Hühner, Schafe, Ziegen oder Schweine). In der Praxis ist die Abgren­zung von Haus- und Heim­tieren oft schwierig[5]. Bedin­gungs­seitig sind Haus­tiere[6] analog zu den Mus­ter­be­din­gungen des GDV wie folgt definiert:

„Tiere, die regel­mäßig art­ge­recht in Woh­nungen […] gehalten werden (z. B. Fische, Katzen, Vögel).“

Die Haft­pflicht­kasse führt aus:

„Hierbei han­delt es sich um eine bei­spiel­hafte Auf­zäh­lung von Haustieren.

Wir ori­en­tieren uns bei unserer Argu­men­ta­tion an der kun­den­freund­li­chen Kom­men­tie­rung zu Haus­tieren (VHB 2010, A § 6 IX) von Bruck / Möller 9. Auf­lage Band 7 Sachversicherung.“

Weiter ver­weist der Ver­si­cherer darauf, dass es ihm nur wichtig sei, dass es sich um eine „art­ge­rechte pri­vate Tier­hal­tung“ han­dele:

„Nutz­tiere (z.B. Schaf, Huhn, Ziege) sind bei pri­vater und art­ge­rechter Hal­tung unseres Erach­tens den Haus­tieren zuzu­ordnen, so dass eine abwei­chende Rege­lung zum Wor­ding inner­halb der Bedin­gungen obsolet ist.“

  • Nicht aus­drück­lich mit­ver­si­chert sind Schäden am ver­si­cherten Hausrat bzw. Abhan­den­kommen von ver­si­chertem Hausrat durch wild­le­bende Tiere (z. B. Scha­len­wild und Feder­wild im Sinne des Bun­des­jagd­ge­setzes). Ver­si­che­rungs­schutz kann her­ge­leitet werden im Rahmen der optional mit­ver­si­cher­baren unbe­nannten Gefahren mit 250 Euro Selbst­be­halt. Dabei gelten die dort benannten Einschränkungen.
  • Ver­si­che­rungs­schutz für Schäden durch Wind­be­we­gungen oder Sturm unter Wind­stärke 8 nur, sofern gegen Zuschlag die unbe­nannten Gefahren ein­ge­schlossen wurden. Dabei gilt ein Selbst­be­halt von 250 Euro. Ob in diesem Zusam­men­hang auch Schäden durch Durchzug infolge von Druck­un­ter­schieden zwi­schen meh­reren Räumen ver­si­chert wären, ist unklar, da der Ver­si­cherer im Zweifel ein­wenden könnte, dass der Ver­si­che­rungs­nehmer oder sein Reprä­sen­tant den Schaden hätte vor­her­sehen müssen. Auf Nach­frage stellt die Haft­pflicht­kasse klar, dass Schäden an ver­si­cherten Sachen infolge von Durchzug nicht ver­si­chert wären.
  • Sofern die erwei­terte Ele­men­tar­scha­den­de­ckung ein­ge­schlossen wurde, besteht auch Ver­si­che­rungs­schutz für das Ein­dringen von Regen- oder Schmelz­wasser durch Gebäu­de­öff­nungen und den hieraus ent­stan­denen Schaden an ver­si­cherten Sachen. Ver­si­che­rungs­schutz besteht bis in Höhe von 3 % der Ver­si­che­rungs­summe mit 250 Euro Selbst­be­halt.
  • Für Schäden durch Sturm oder Hagel besteht Außen­ver­si­che­rungs­schutz nur inner­halb von Gebäuden.
  • Gegen­über dem Vor­gän­ger­tarif mit Stand 01.2016 wurde Ziffer C4 Nr.1.11 gering­fügig umfor­mu­liert. Bei Ver­ein­ba­rung der erwei­terten Ele­men­tar­ge­fahren sind vor­han­dene Rück­stau­si­che­rungen nun­mehr unab­hängig von der jeweils gel­tenden Lan­des­bau­ord­nung stets funk­ti­ons­be­reit zu halten.
  • Keine Mit­ver­si­che­rung von Schäden durch Kurz­schluss, sofern es sich nicht um einen Blitz­fol­ge­schaden han­delt. Laut Ver­si­cherer erfolge hier eine Prü­fung der Mit­ver­si­che­rung im Rahmen der Erwei­terte Vor­sorge gemäß B2 Ziffer 1.
  • Keine Mit­ver­si­che­rung von Schäden durch Strom­schwan­kungen. Laut Ver­si­cherer erfolge hier eine Prü­fung der Mit­ver­si­che­rung im Rahmen der Erwei­terte Vor­sorge gemäß B2 Ziffer 1.
  • Keine Mit­ver­si­che­rung von Schäden durch Ent­schär­fung von Blind­gän­gern, ohne damit ein­her­ge­hende Explo­sion. Laut Ver­si­cherer erfolge hier eine Prü­fung der Mit­ver­si­che­rung im Rahmen der Erwei­terte Vor­sorge gemäß B2 Ziffer 1.
  • Keine Mit­ver­si­che­rung von Schäden durch radio­ak­tive Iso­tope (z. B. aus Rauch­mel­dern). Laut Ver­si­cherer erfolge hier eine Prü­fung der Mit­ver­si­che­rung im Rahmen der Erwei­terte Vor­sorge gemäß B2 Ziffer 1.
  • Keine Mit­ver­si­che­rung von Trans­port­mit­tel­un­fällen. Laut Ver­si­cherer erfolge hier eine Prü­fung der Mit­ver­si­che­rung im Rahmen der Erwei­terte Vor­sorge gemäß B2 Ziffer 1.
  • Keine Mit­ver­si­che­rung von Schäden an Kom­po­nenten einer Smart-Home-Über­wa­chung bzw. Gerä­te­steue­rung oder daraus resul­tie­renden Fol­ge­schäden, z. B. Schäden durch Bedie­nung von deren Kom­po­nente oder an mobilen elek­tri­schen Geräten. Laut Ver­si­cherer erfolge hier eine Prü­fung der Mit­ver­si­che­rung im Rahmen der Erwei­terte Vor­sorge gemäß B2 Ziffer 1.
  • Kein Ver­si­che­rungs­schutz für Dieb­stahl durch Haus­an­ge­stellte (z. B. Pfle­ge­kräfte, Au-pair). Laut Ver­si­cherer erfolge hier eine Prü­fung der Mit­ver­si­che­rung im Rahmen der Erwei­terte Vor­sorge gemäß B2 Ziffer 1.
  • Kein Ver­si­che­rungs­schutz für den Dieb­stahl oder die Beschä­di­gung von Pool­ro­bo­tern bzw. die Beschä­di­gung von Gar­ten­ro­bo­tern. Eine Erwei­te­rung des Ver­si­che­rungs­schutzes sei im Rahmen der Erwei­terten Vor­sorge mög­lich. Mit­ver­si­chert ist jedoch im oben benannten Umfang der ein­fache Dieb­stahl von Mährobotern.
  • Nicht ver­si­chert ist der ein­fache Dieb­stahl von ver­si­cherten Sachen am Arbeits­platz. Laut Ver­si­cherer erfolge hier eine Prü­fung der Mit­ver­si­che­rung im Rahmen der Erwei­terte Vor­sorge gemäß B2 Ziffer 1.
  • Keine gene­relle Mit­ver­si­che­rung poli­zei­lich ange­zeigter Straf­taten (z.B. Dieb­stahl von Solar­zellen, Hacken von Smar­thome-Anlagen, ein­fa­cher Dieb­stahl von nicht aus­drück­lich benannten Sachen, Betrug). Laut Ver­si­cherer erfolge hier eine Prü­fung der Mit­ver­si­che­rung im Rahmen der Erwei­terte Vor­sorge gemäß B2 Ziffer 1.
  • Ohne Schäden am ver­si­cherten Hausrat bzw. Abhan­den­kommen von ver­si­chertem Hausrat durch Haus­tiere. Laut Ver­si­cherer erfolge hier eine Prü­fung der Mit­ver­si­che­rung im Rahmen der Erwei­terte Vor­sorge gemäß B2 Ziffer 1.
  • Nicht ver­si­chert sind Schäden durch Phis­hing oder Phar­ming. Laut Ver­si­cherer erfolge hier eine Prü­fung der Mit­ver­si­che­rung im Rahmen der Erwei­terte Vor­sorge gemäß B2 Ziffer 1.
  • Nicht ver­si­chert sind Schäden durch Cyber-Mob­bing im Internet. Laut Ver­si­cherer erfolge hier eine Prü­fung der Mit­ver­si­che­rung im Rahmen der Erwei­terte Vor­sorge gemäß B2 Ziffer 1.
  • Kein Ver­si­che­rungs­schutz bezogen auf die wider­recht­liche Ent­wen­dung von Kryp­to­wäh­rungen (z. B. Bit­coins). Laut Ver­si­cherer erfolge hier eine Prü­fung der Mit­ver­si­che­rung im Rahmen der Erwei­terte Vor­sorge gemäß B2 Ziffer 1.
  • Nicht ver­si­chert sind Schäden durch Kon­flikte mit Online-Händ­lern. Laut Ver­si­cherer erfolge hier eine Prü­fung der Mit­ver­si­che­rung im Rahmen der Erwei­terte Vor­sorge gemäß B2 Ziffer 1.
  • Nicht ver­si­chert sind Schäden durch Abmah­nung auf Grund einer (angeb­li­chen) Urhe­ber­rechts­ver­let­zung. Laut Ver­si­cherer erfolge hier eine Prü­fung der Mit­ver­si­che­rung im Rahmen der Erwei­terte Vor­sorge gemäß B2 Ziffer 1.
  • Keine Mit­ver­si­che­rung von Regie­kosten. Ver­si­cherer erfolge hier eine Prü­fung der Mit­ver­si­che­rung im Rahmen der Erwei­terte Vor­sorge gemäß B2 Ziffer 1.
  • Nicht ver­si­chert sind die Kosten für Schloss­än­de­rungen nach einem ein­fa­chen Dieb­stahl von Schlüs­seln zu den Zugangs­türen der ver­si­cherten Woh­nung oder zu eigenen Kraft­fahr­zeugen. Hier sei bezogen auf Haus- und Woh­nungs­schlüssel keine Erwei­te­rung des Ver­si­che­rungs­schutzes durch Ver­weis auf die Erwei­terte Vor­sorge mög­lich, da diese Leis­tung als Assi­s­tance ange­sehen werde da diese Leis­tung als Assi­s­tance ange­sehen werde und im Rahmen der Assi­s­tance-Leis­tungen ver­si­chert sei. Für Kfz-Schlüssel erfolge laut Ver­si­cherer hier eine Prü­fung der Mit­ver­si­che­rung im Rahmen der Erwei­terte Vor­sorge gemäß B2 Ziffer 1.
  • Ohne Mit­ver­si­che­rung von Schäden durch Plansch- und Rei­ni­gungs­wasser. Laut Ver­si­cherer erfolge hier eine Prü­fung der Mit­ver­si­che­rung im Rahmen der Erwei­terte Vor­sorge gemäß B2 Ziffer 1.
  • Kein auto­ma­ti­scher Ver­si­che­rungs­schutz im beruf­lich bedingten Zweit­wohn­sitz (Pend­ler­woh­nung).
  • Keine beson­dere Mit­ver­si­che­rung von nach­hal­tigen Ver­si­che­rungs­leis­tungen (z. B. Mehr­kosten für nach­hal­tige Wie­der­be­schaf­fung; Erhö­hung Hotel­kosten bei Unter­brin­gung in nach­haltig zer­ti­fi­zierten Hotels). Laut Ver­si­cherer erfolge hier eine Prü­fung der Mit­ver­si­che­rung im Rahmen der Erwei­terte Vor­sorge gemäß B2 Ziffer 1.
  • Ohne Über­nahme von Leck­or­tungs­kosten ohne einen ver­si­cherten Scha­den­fall. Laut Ver­si­cherer erfolge hier eine Prü­fung der Mit­ver­si­che­rung im Rahmen der Erwei­terte Vor­sorge gemäß B2 Ziffer 1.
  • Ohne Über­nahme der Betreu­ungs­kosten für infolge eines Ver­si­che­rungs­falles pfle­ge­be­dürf­tige Per­sonen. Laut Ver­si­cherer erfolge hier eine Prü­fung der Mit­ver­si­che­rung im Rahmen der Erwei­terte Vor­sorge gemäß B2 Ziffer 1.
  • Ohne Über­nahme der Betreu­ungs­kosten für infolge eines Ver­si­che­rungs­falles not­wen­dige Kin­der­be­treuung. Laut Ver­si­cherer erfolge hier eine Prü­fung der Mit­ver­si­che­rung im Rahmen der Erwei­terte Vor­sorge gemäß B2 Ziffer 1.
  • Keine Über­nahme der scha­den­be­dingten Stor­nie­rungs­kosten für Urlaubs- oder Dienst­reisen. Laut Ver­si­cherer erfolge hier eine Prü­fung der Mit­ver­si­che­rung im Rahmen der Erwei­terte Vor­sorge gemäß B2 Ziffer 1.
  • Keine Über­nahme der Kosten für einen Erho­lungs­ur­laub nach Groß­schäden. Laut Ver­si­cherer erfolge hier eine Prü­fung der Mit­ver­si­che­rung im Rahmen der Erwei­terte Vor­sorge gemäß B2 Ziffer 1.
  • Keine bedin­gungs­sei­tige Über­nahme der Kosten für Ver­kehrs­si­che­rungs­maß­nahmen. Laut Ver­si­cherer seien diese als Scha­den­min­de­rungs­kosten nach § 31 VHB anzu­sehen, wes­halb eine Erwei­te­rung mit Ver­weis auf die Erwei­terte Vor­sorge nicht mög­lich sei.
  • Nicht ver­si­chert sind die Kosten für die Orga­ni­sa­tion eines Dol­met­schers, die Bereit­stel­lung eines tele­fo­ni­schen Dol­met­scher­ser­vices bei Aus­lands­reisen oder die Kosten für einen ent­spre­chenden Über­setzer. Laut Ver­si­cherer erfolge hier eine Prü­fung der Mit­ver­si­che­rung im Rahmen der Erwei­terte Vor­sorge gemäß B2 Ziffer 1.
  • Keine Über­nahme der Koste für eine psy­cho­lo­gi­sche Erst­be­ra­tung nach einem ver­si­cherten Schaden. Laut Ver­si­cherer erfolge hier eine Prü­fung der Mit­ver­si­che­rung im Rahmen der Erwei­terte Vor­sorge gemäß B2 Ziffer 1.
  • Keine Über­nahme von Miet­fort­zah­lungs­kosten, wenn und solange trotz Unbe­wohn­bar­keit der Woh­nung Miet­kosten wei­ter­be­zahlt werden müssen. Laut Ver­si­cherer erfolge hier eine Prü­fung der Mit­ver­si­che­rung im Rahmen der Erwei­terte Vor­sorge gemäß B2 Ziffer 1.
  • Ohne Fremd­kosten für Koor­di­na­tion der Wie­der­her­stel­lung ver­si­cherter Sachen. Laut Ver­si­cherer erfolge hier eine Prü­fung der Mit­ver­si­che­rung im Rahmen der Erwei­terte Vor­sorge gemäß B2 Ziffer 1.
  • Nicht mit­ver­si­chert sind Mehr­kosten durch Tech­no­lo­gie­fort­schritt. Laut Ver­si­cherer erfolge hier eine Prü­fung der Mit­ver­si­che­rung im Rahmen der Erwei­terte Vor­sorge gemäß B2 Ziffer 1.
  • Ohne Mit­ver­si­che­rung unbe­nannter Kosten. Laut Ver­si­cherer erfolge hier eine Prü­fung der Mit­ver­si­che­rung im Rahmen der Erwei­terte Vor­sorge gemäß B2 Ziffer 1.
  • Kein optio­nales Doku­men­ten­depot (z. B. Aus­weise, Rei­se­visa, Kre­dit­karten), dessen Inhalt dem Ver­si­che­rungs­nehmer im Scha­den­fall oder auf­grund sons­tigen Bedarfs zur Ver­fü­gung gestellt wird.
  • Ohne Ver­se­hens­klausel. Laut Ver­si­cherer erfolge hier eine Prü­fung der Mit­ver­si­che­rung im Rahmen der Erwei­terte Vor­sorge gemäß B2 Ziffer 1.
  • Kein Regress­ver­zicht gegen­über (grob) fahr­lässig han­delnden Ange­hö­rigen, die keinen Anspruch über eine etwaige Haft­pflicht­ver­si­che­rung gel­tend machen können. Hier komme eine Prü­fung im Rahmen der Erwei­terten Vor­sorge in Frage.
  • Kein Ver­zicht auf das außer­or­dent­liche Kün­di­gungs­recht des Ver­si­che­rers wegen Nicht­zah­lung eines Fol­ge­bei­trages. Ein Ver­weis auf die Erwei­terte Vor­sorge sei hier nicht möglich.
  • Keine optio­nale Gegen­stands­ver­si­che­rung (Ver­si­che­rungs­schutz für Gegen­stände mit ideelen Werten). Ein Ver­weis auf die Erwei­terte Vor­sorge sei hier nicht möglich.
  • Keine Bei­trags­be­freiung bei Arbeits­lo­sig­keit oder Arbeits­un­fä­hig­keit.

[1] Siehe Ste­phan Witte „Nicht alle Ver­si­cherer bieten Leis­tungen nach GDV-Stan­dard. Besteht Ver­si­che­rungs­schutz bei Ein­bruch über nicht ver­si­cherte Räume?“ in „Risiko & Vor­sorge“, Aus­gabe 2/2018, S. 11–12. Auf­zu­rufen unter https://critical-news.de/risiko-und-vorsorge-heft?2–2018/, zuletzt auf­ge­rufen am 07.01.2022.

[2] Siehe hierzu z. B. „Jamming und Relay Attack. Auto­ein­bruch per Funk oft kein Fall für die Ver­si­che­rung“ auf „test​.de“ vom 08.12.2020. Auf­zu­rufen unter https://www.test.de/Jamming-und-Relay-Attack-Autoeinbruch-per-Funk-oft-kein-Fall-fuer-die-Versicherung-4824449–0/, zuletzt auf­ge­rufen am 03.02.2022

[3] Siehe z. B. Hugel, Carmen „Haft­pflicht­ver­si­che­rung“, Karls­ruhe (Verlag Ver­si­che­rungs­wirt­schaft), 3. Auf­lage, 2008, S. 192

[4] Siehe z. B. „Chin­chillas“ auf „wiki​pedia​.org“. Auf­zu­rufen unter https://​de​.wiki​pedia​.org/​w​i​k​i​/​C​h​i​n​c​h​i​l​las, zuletzt auf­ge­rufen am 19.02.2022

[5] Vgl. „Heim­tier“ auf „wiki​pedia​.org“. Auf­zu­rufen unter https://​de​.wiki​pedia​.org/​w​i​k​i​/​H​e​i​m​t​ier, zuletzt auf­ge­rufen am 19.02.2022

[6] Vgl. „Haus­tier“ auf „wiki​pedia​.org“. Auf­zu­rufen unter https://​de​.wiki​pedia​.org/​w​i​k​i​/​H​a​u​s​t​ier, zuletzt auf­ge­rufen am 19.02.2022

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