Tarifana­lyse: Haus­rat­ver­si­che­rung der Inter­Risk (12.2016)

Die aktu­elle Haus­rat­ver­si­che­rung der Inter­Risk Ver­si­che­rungs-AG Vienna Insurance Group (Deutsch­land) mit den Tarifen L (B26), XL (B27) und XXL (B28) ist gültig seit dem 19.12.2016, wurde jedoch ursprüng­lich bereits zu März 2011 ein­ge­führt. Zu diesen Tarifen gehören optio­nale Klau­seln mit Stand 18.06.2015 sowie die All­ge­meinen Bedin­gungen für das Pri­vat­ge­schäft (B 01) mit Stand 28.03.2019.

Die ein­zelnen Tarif­li­nien können durch optio­nale Bau­steine erwei­tert werden:

  • Schäden durch wei­tere Natur­ge­fahren (Über­schwem­mung, Rück­stau, Erd­beben, Erd­sen­kung, Erd­rutsch, Schnee­druck (ein­schließ­lich Dach­la­winen), Lawinen oder Vulkanausbruch)
  • Nur im Tarif XXL: Schäden durch unbe­nannte Gefahren (nur bei Ein­schluss auch der wei­teren Natur­ge­fahren)
  • Nur im Tarif XXL: OnTour-Schutz (Ver­lust von Rei­se­ge­päck sowie ein­fa­cher Dieb­stahl auf Reisen. Ver­si­che­rungs­summe 3.000 Euro bis 10.000 Euro. Gene­reller Unter­ver­si­che­rungs­ver­zicht für den Baustein)
  • Nur im Tarif XXL: Fahr­radPlus-Schutz (über die kos­ten­freie Mit­ver­si­che­rung des Dieb­stahls von Fahr­rä­dern oder Elek­tro­fahr­rä­dern hinaus Mit­ver­si­che­rung von Sach­schäden am Fahrrad durch einen Unfall, Dieb­stahl von Elek­tro­fahr­rä­dern bis 500 Watt inkl. Zubehör. Fahrrad-Kasko mit Ver­si­che­rungs­summe zwi­schen 1.000 Euro und 10.000 Euro. Gene­reller Unter­ver­si­che­rungs­ver­zicht für den Baustein)

Eine Haus­halts­glas­ver­si­che­rung wird von der Inter­Risk als sepa­rate Sparte ange­boten. Anders als üblich wird hier nur Geld‑, nicht jedoch Natu­ral­er­satz geleistet.

Ver­si­cherbar sind Woh­nungen bis zu Ver­si­che­rungs­summe von 300.000 Euro. Ab einer Ver­si­che­rungs­summe von 200.000 Euro ist dem Ver­si­cherer eine Zusatz­er­klä­rung zu vor­han­denen Siche­rungen bei­zu­bringen.

Ein Unter­ver­si­che­rungs­ver­zicht wird von der Inter­Risk ab einer Ver­si­che­rungs­summe von min­des­tens 600 Euro je Qua­drat­meter Wohn­fläche gewährt. Bei Unter­schrei­tung der Min­dest­summe im XL-Kon­zept zudem Ver­zicht bei Schäden bis 3.000 Euro und im XXL-Kon­zept bei Schäden bis 5.000 Euro. Der Ver­si­cherer defi­niert die Wohn- und Nutz­fläche wie folgt:

„Wohn­fläche ist die Grund­fläche aller zu Wohn­zwe­cken nutz­baren Räume auf dem Versicherungsgrundstück.

Dazu zählen auch Hobby- und Party-Räume (auch im Keller oder Dach­ge­schoss) sowie Win­ter­gärten, Schwimm­bäder und ähn­liche nach allen Seiten geschlos­sene Räume.

Flä­chen mit einer Decken­höhe von weniger als zwei Metern werden nur zur Hälfte gerechnet, Flä­chen mit einer Decken­höhe von weniger als einem Meter über­haupt nicht.

Nicht gerechnet werden:

• Ter­rassen, Dach­gärten, Log­gien, Balkone,

• Treppen und Abstell­räume (z.B. im Keller, auf dem Dach­boden oder in Nebengebäuden),

• Wasch­kü­chen, Trocken‑, Hei­zungs- und sons­tige Zube­hör­räume sowie

• Garagen und Carports,

• Räume, die nicht aus­schließ­lich zur ver­si­cherten Woh­nung gehören.

Alter­nativ akzep­tiert die Inter­Risk auch die Angabe der Gesamt­fläche entsprechend

• der Wohn­flä­chen­ver­ord­nung (WoFlV),

• der Nutz­fläche gemäß DIN 277,

• dem Miet- oder Kauf­ver­trag, sofern dieser den aktu­ellen Aus­bau­zu­stand wiedergibt,

• anderen gül­tigen Berech­nungs­me­thoden, sofern die Ermitt­lung durch einen sach­ver­stän­digen Dritten erfolgt.“

Gebäude, die bei Antrags­stel­lung mehr als 60 Tage im Jahr unbe­wohnt sind, sind anfra­ge­pflichtig. Bei Unbe­wohnt­sein nach Ver­trags­ab­schluss, ent­fällt die Anzei­ge­pflicht im L- und XL-Kon­zept bis 60 Tage, im XXL-Kon­zept für Zeit­räume bis zu 180 Tagen.

Anfra­ge­pflichtig sind auch Gebäude, in denen sich feu­er­ge­fähr­liche Betriebe befinden oder Gebäude, in deren Nach­bar­schaft (inner­halb 10 m) sich feu­er­ge­fähr­liche Betriebe oder Gebäude mit wei­cher Dachung befinden, ohne dass eine Tren­nung durch eine Brand­mauer besteht.

Für Gebäude, die in der ZÜRS—Zone 4 stehen ist kein Ver­si­che­rungs­schutz gegen wei­tere Natur­ge­fahren mög­lich. Sofern Schäden gegen wei­tere Natur­ge­fahren mög­lich sind, gilt der gege­be­nen­falls gene­rell zum Ver­trag ver­ein­barte Selbst­be­halt. Eine War­te­zeit ist bedin­gungs­seitig nicht vorgesehen.

Für eine unter­jäh­rige Zahl­weise ver­zichtet die Inter­Risk auf die Anrech­nung eines Raten­zah­lungs­zu­schlags. Der Min­dest­brut­to­bei­trag je Rate beträgt 4,99 Euro.

Der Ver­si­cherer bietet einen Deckungs­rabat von 5 %, 10 % bzw. 15 % bei 2, 3 bzw. mehr als 3 Deckungen (z. B. Privathaftpflicht‑, Hausrat‑, Glas oder Unfall­ver­si­che­rung). Vor­aus­set­zung für den Deckungs­ra­batt ist, dass sämt­liche Ver­träge zur aktu­ellen Tarif­ge­nera­tion gehören, den glei­chen Ver­si­che­rungs­nehmer, den glei­chen Ablauf und die gleiche Zahl­weise aufweisen.

Um den Zahl­bei­trag zu senken, besteht die Mög­lich­keit der Ver­ein­ba­rung einer Selbst­be­tei­li­gung für den Scha­den­fall. Die Grund-SB beträgt 300 Euro. Liegt jedoch eine min­des­tens fünf Jahre scha­den­freie Vor­ver­si­che­rungs­zeit seit der letzten Scha­den­zah­lung vor, redu­ziert sich dieser bis ein­schließ­lich zum nächsten ver­si­cherten Schaden auf 0 Euro. Alter­nativ kann auch eine höhere Grund-SB ver­ein­bart werden: 500 Euro (bei Scha­den­frei­heit redu­ziert auf 150 Euro, 10 % Nach­lass), 750 Euro (bei Scha­den­frei­heit redu­ziert auf 300 Euro, 20% Nach­lass) oder 1.000 Euro (bei Scha­den­frei­heit redu­ziert auf 500 Euro, 30 % Nach­lass). Die gerin­gere Selbst­be­tei­li­gung gilt jeweils, wenn eine min­des­tens fünf­jäh­rige scha­den­freie Vor­ver­si­che­rungs­zeit seit der letzten Scha­den­zah­lung vor­liegt. Dieser Selbst­be­halt und der damit ver­bun­dene Bei­trags­nach­lass beziehen sich auf alle ver­si­cherten Gefahren (also ggf. auch auf die wei­teren Natur­ge­fahren und im Tarif XXL auch auf die unbe­nannten Gefahren). Ein abwei­chender Selbst­be­halt für ein­zelnen Gefahren ist bei der Inter­Risk anders als bei vielen Wett­be­wer­bern nicht vorgesehen.

Anstelle der Vari­ante Selbst­be­halts­re­gu­lie­rung kann der Kunde auch die Vari­ante Bei­trags­re­gu­lie­rung wählen. Hier gilt ein höherer Bei­trag als in der Vari­ante Selbst­be­halts­re­gu­lie­rung. Liegt jedoch eine min­des­tens 5 Jahres scha­den­freie Vor­ver­si­che­rungs­zeit seit der letzten Scha­den­zah­lung vor, redu­ziert sich hier der Bei­trag um einen Nach­lass von 25 % (Scha­den­frei­heits­ra­batt).

Nach einer Scha­den­zah­lung fällt der Scha­den­frei­heits­ra­batt mit Wir­kung ab dem dar­auf­fol­genden Ver­si­che­rungs­jahr weg und wird anschlie­ßend auto­ma­tisch wieder gewährt, wenn über einen Zeit­raum von 5 Ver­si­che­rungs­jahren keine Ent­schä­di­gungs­leis­tung mehr erbracht wurde.

In der Vari­ante Selbst­be­halts­re­gu­lie­rung mit Grund-SB besteht für den Kunden nach einer Scha­den­zah­lung ferner die Mög­lich­keit zum Wechsel in die Vari­ante Bei­trags­re­gu­lie­rung. Auf diese Wech­sel­op­tion wird der Kunde bei der Aus­zah­lung der Ent­schä­di­gung auch hingewiesen.

Ist ein Ver­si­che­rungs­nehmer bei Antrags­stel­lung min­des­tens 60 Jahre alt (Beginn­jahr minus Geburts­jahr), so wird ein Senio­ren­ra­batt von 10 % gewährt. Nach Ver­trags­be­ginn findet keine auto­ma­ti­sche Rabat­tie­rung bei Errei­chen dieses Alters statt.

Die meisten Haus­rat­ver­si­cherer ver­si­chern nur Woh­nungen mit von außen bün­digen Zylin­der­schlös­sern und ohne von außen ver­schraubte Tür­be­schläge / Tür­schilder. Solche Min­dest­si­che­rungen sind bei der Inter­Risk erst ab einer Ver­si­che­rungs­summe von über 200.000 Euro zu erfüllen.

Der Ver­si­che­rungs­nehmer kann den ver­ein­barten Ver­si­che­rungs­schutz täg­lich ohne Ein­hal­tung einer Frist kün­digen, der Ver­si­cherer mit Frist von drei Monaten zum ver­ein­barten Ablauf­termin oder zum Ende jedes dar­auf­fol­genden Ver­si­che­rungs­jahres. Das täg­liche Kün­di­gungs­recht des Ver­si­che­rungs­neh­mers kann pro­ble­ma­tisch sein, wenn z. B. ein Kunde einen Ver­trag auf­grund einer Bei­trags­an­pas­sung kün­digt, nicht recht­zeitig einen geeig­neten Ersatz­ver­trag findet und der betreu­ende Makler zum Zeit­punkt der Kün­di­gung urlaubs­be­dingt keine zeit­nahe Kenntnis erlangt. Kommt es dann zu einem Schaden, kann es sein, dass der bis­he­rige Kunde unver­si­chert oder schlechter ver­si­chert ist.

Gegen­über dem Vor­gän­ger­tarif (VHB 2008) wurden die Hausrat-Geo­daten zur adress­ge­nauen Tari­fie­rung über­ar­beitet. Neu ein­ge­führt wurde unter anderem Ver­si­che­rungs­schutz für den ein­fa­chen Dieb­stahl von Elek­tro­fahr­rä­dern (max. 25 km / h bzw. 250 Watt), im Tarif XXL ein pau­schaler Unter­ver­si­che­rungs­ver­zicht für Schäden bis 5.000 Euro sowie optio­nale Leis­tungen wie der Bau­stein FahrradPlus-Schutz

Der aktu­elle Tarif XXL (B28) erfüllt die aktu­ellen Min­dest­an­for­de­rungen von Witte Finan­cial Ser­vices für eine Bewer­tung mit „WFS 1 (Gold)“.

Aus­ge­wählte Leis­tungen des Tarifs XXL der InterRisk

  • Kun­den­freund­liche Klar­stel­lung zur Inno­va­ti­ons­klausel:

„Wenn wir künftig geän­derte Bedin­gungen mit unver­än­derter Bedin­gungs­nummer (also z.B. neue „B01“) ein­führen, gelten diese auto­ma­tisch auch für Ihren Ver­trag. Wir können uns dann auf even­tu­elle Schlech­ter­stel­lungen der neuen Bedin­gungen nicht berufen. Neue Bedin­gungen unter geän­derter Bedin­gungs­nummer gelten nur im Falle aus­drück­li­cher Ver­ein­ba­rung, bei Anwen­dung des dann gül­tigen Tarifes und unter unein­ge­schränkter Wirk­sam­keit der neuen Bedingungsregelungen.“

Der Ver­si­cherer stellt hierzu ergän­zend klar:

„Für den aktu­ellen Haus­rattarif gelten immer noch die B26, B27 bzw. B28. Soweit in diesen Bedin­gungen seit deren Ein­füh­rung im März 2011 Ver­bes­se­rungen vor­ge­nommen wurden, gelten diese für Bestands­ver­träge somit eben­falls gene­rell, sofern es sich hierbei nicht um nur gegen Mehr­bei­trag abschließ­bare neue Zusatz­bau­steine (z.B. OnTour-Schutz, Fah­r­adPlus-Schutz) han­delt. Even­tu­elle Ver­schlech­te­rungen in diesen Bedin­gungen gelten hin­gegen nur für Ver­träge, die erst nach dem jewei­ligen Ände­rungs­zeit­punkt neu abge­schlossen wurden.“

  • Optio­nale Mit­ver­si­che­rung unbe­nannter Gefahren ohne abwei­chend ver­ein­barte Selbst­be­tei­li­gung zum Haupt­tarif. Aus­schlüsse zu benannten Gefahren bleiben erhalten. Aus­ge­schlossen sind Schäden an oder durch Tiere. Nicht zu den ver­si­cherten Sachen gehören Sachen aus Glas, Keramik und Por­zellan, Scheiben und Platten aus Kunst­stoff sowie Brillen und Kon­takt­linsen als auch mobile elek­tro­ni­sche Geräte (z.B. Mobil­te­le­fone oder Lap­tops). Da kein Ver­si­che­rungs­schutz für Schäden ohne äußere Ein­wir­kung besteht, sind auch Schäden durch Stehen- und Lie­gen­lassen aus­ge­schlossen. Keine aus­drück­liche Beweis­last­um­kehr zu Gunsten des Versicherungsnehmers.
  • Vor­sor­ge­de­ckung von 10 %. Wird eine Ver­si­che­rungs­summe von min­des­tens 700 Euro pro Qua­drat­meter Wohn­fläche ver­ein­bart, erhöht sich die Vor­sor­ge­de­ckung auf 30 %.
  • Um einen naht­losen Über­gang von Ver­si­che­rungs­schutz zu gewähren, beginnt der Ver­si­che­rungs­schutz abwei­chend von den Angaben im Ver­si­che­rungs­schein nicht um 12 Uhr, son­dern bereits um 0 Uhr, falls die Vor­ver­si­che­rung um 0 Uhr des glei­chen Tages bzw. um 24 Uhr des Vor­tages endet.
  • Bei Ver­si­cher­erwechsel Ver­si­che­rungs­schutz bei unklarer Zuständigkeit
  • Ver­zicht auf das außer­or­dent­liche Kün­di­gungs­recht des Ver­si­che­rers wegen Nicht­zah­lung eines Folgebeitrages
  • Ein­fa­cher Dieb­stahl von Fahr­rä­dern (auch Elek­tro­fahr­rä­dern) bis 750 Euro. Die Leis­tung erhöht sich seit dem 07.02.2022 im Neu­ge­schäft sowie in Bestands­ver­trägen auf 5.000 Euro (vorher auf 3.000 Euro), sofern der Fahr­rad­rahmen wurde durch ein eigen­stän­diges Fahr­rad­schloss mit anderen Gegen­ständen so ver­bunden, dass eine ein­fache Weg­nahme nicht mög­lich war und sofern nach been­detem Gebrauch das Fahrrad zudem in einem Gebäude unter­ge­bracht wurde. Eine Erhö­hung der Summe für ein­fa­chen Fahr­rad­dieb­stahl ist nicht möglich.
  • Ver­zicht auf Kür­zung der Leis­tung bei grob fahr­läs­siger Her­bei­füh­rung des Versicherungsfalles
  • Ver­zicht auf Kür­zung der Leis­tung bei Ver­let­zung behörd­li­cher Vor­schriften über Rückstausicherungen
  • Pau­schaler Ver­zicht auf Anrech­nung einer Unter­ver­si­che­rung bei Schäden bis 5.000 Euro
  • Mit­ver­si­chert sind Wert­sa­chen bis 40 % der Ver­si­che­rungs­summe. Eine Erhö­hung ist laut Tarif nicht möglich.
  • Mit­ver­si­chert sind Wert­sa­chen außer­halb defi­nierter Wert­schutz­schränke bis 1.500 Euro (u. a. Bar­geld), 20.000 Euro (u. a. Urkunden) bzw. 40.000 Euro (u. a. Schmuck). Für Bar­geld, das maximal eine Woche vor dem Ver­si­che­rungs­fall vom Konto des Ver­si­che­rungs­neh­mers oder dem Konto einer mit ihm in häus­li­cher Gemein­schaft lebenden Person abge­hoben wurde, beträgt die Ent­schä­di­gungs­grenze abwei­chend je Ver­si­che­rungs­fall 7.500,00 Euro.
  • Han­dels­waren und Mus­ter­kol­lek­tionen sind sowohl inner­halb des Ver­si­che­rungs­ortes ver­si­chert. Inner­halb des Ver­si­che­rungs­ortes besteht Ver­si­che­rungs­schutz bis zu Ver­si­che­rungs­summe, außer­halb des Ver­si­che­rungs­ortes im Rahmen der Außenversicherung.
  • Ein­fa­cher Dieb­stahl unter anderem von Gar­ten­mö­beln bis zur Ver­si­che­rungs­summe sowie von Gar­ten­in­ventar (z. B. Kin­der­spiel- und Sport­ge­räten) bis 10.000 Euro, jeweils außer­halb der Ver­si­che­rungs­räume auf dem Grund­stück. Gar­ten­möbel, Gar­ten­ge­räte und sons­tiges Gar­ten­in­ventar sind laut Inter­Risk als ver­si­cherter Hausrat anzu­sehen, da gemäß § 6 Nr. 1.2 der B28 zum Hausrat alle Sachen zählen, die dem Haus­halt des Ver­si­che­rungs­neh­mers zur pri­vaten Nut­zung (Gebrauch und Ver­brauch) dienen, zählen und sie hiervon gemäß § 6 Nr. 2 der B28 auch nicht explizit aus­ge­nommen sind. Gemäß § 8 Nr. 4 der B28 gilt für Gar­ten­möbel, Gar­ten­ge­räte und sons­tiges Gar­ten­in­ventar zudem das gesamte Ver­si­che­rungs­grund­stück als Ver­si­che­rungsort. Ver­si­chert sind somit neben dem ein­fa­chen Dieb­stahl bei­spiels­weise auch Brand‑, Sturm- oder Hagel­schäden sowie die bös­wil­lige Beschä­di­gung an diesen Sachen, solange sie sich inner­halb des Ver­si­che­rungs­grund­stü­ckes – auch außer­halb von Gebäuden – befinden. Die beson­dere Ent­schä­di­gungs­grenze für sons­tiges Gar­ten­in­ventar bezieht sich hierbei nur auf den ein­fa­chen Diebstahl.
  • Mit­ver­si­che­rung von Hausrat aus dem ver­schlos­senen Innen- oder Kof­fer­raum eines Kraft­fahr­zeugs oder Kraft­fahr­zeug­an­hän­gers, aus einer auf einem Kraft­fahr­zeug mon­tierten ver­schlos­senen Dachbox oder aus dem ver­schlossen Innen­raum eines Was­ser­fahr­zeugs bis in Höhe von 3.000 Euro. Nicht aus­drück­lich klar­ge­stellt sind Wohn­mo­bile (Kraft­fahr­zeuge) bzw. Wohn­wagen (Kfz-Anhänger). Da die Bedin­gungen jedoch keinen Aus­schluss vor­sehen, besteht auch für Ver­si­che­rungs­schutz bei Auf­bruch­dieb­stahl aus Wohn­mo­bilen und Wohn­wagen. Nicht ver­si­chert ist ledig­lich der darin befind­liche Hausrat (z. B. festes Mobi­liar). Ver­si­che­rungs­schutz besteht welt­weit. Wert­sa­chen sowie elek­tro­ni­sche Geräte und Foto­ap­pa­rate müssen so unter­ge­bracht werden, dass sie von außen nicht sichtbar sind. Der Ver­si­che­rungs­schutz für diese Sachen ist auf 1.500 Euro begrenzt. Nicht ver­si­chert ist der Dieb­stahl von Geld, Urkunden sowie Wert­pa­pieren sowie der Ver­lust von Hausrat aus Kraft­fahr- oder Was­ser­fahr­zeugen sowie Dach­boxen durch Relay Attack oder Jamming[1].
  • Schäden durch Wind­be­we­gungen unab­hängig von der Wind­stärke. Nicht ver­si­chert sind jedoch Schäden durch Durchzug infolge von Druck­un­ter­schieden zwi­schen ver­schie­denen Gebäudeteilen.
  • Mit­ver­si­chert ist das Ein­dringen von Regen oder Schmelz­wasser durch nicht sturm– / hagel­be­dingte Öff­nungen bis in Höhe von 3.000 Euro
  • Mit­ver­si­che­rung von Seng- und Schmorschäden
  • Mit­ver­si­che­rung von Schäden durch Rauch und Ruß, auch wenn diese nicht plötz­lich bestim­mungs­widrig aus Feuerungs‑, Heizungs‑, Koch- oder Trock­nungs­an­lagen auf dem Ver­si­che­rungs­grund­stück aus­ge­treten sind. Inwie­fern Schäden durch Fog­ging (Schwarz­staub) mit­ver­si­chert sind, geht aus den Bedin­gungen nicht ein­deutig hervor. Bei ungüns­tiger Aus­le­gung könnten diese als aus­ge­schlos­sener Schaden durch dau­ernde Ein­wir­kung (§ 2 Nr. 2 c) B28) bzw. All­mäh­lich­keits­schäden (Klausel 7280 Nr. 2.2 d)) ange­sehen werden und daher aus­ge­schlossen sein:

„In viele Fällen von Fog­ging in der Woh­nung wurde häufig gerade neu gestri­chen oder die Räum­lich­keiten frisch bezogen. Doch warum tritt Fog­ging über­haupt erst auf? Der Grund können schwer­flüch­tige Ver­bin­dungen (SVOC), wie Weich­ma­cher, sein, welche in die Raum­luft gelangen.

[…]

Das Fog­ging tritt nicht sofort auf. Das heißt, wenn Sie die Som­mer­tage für eine Reno­vie­rungs­ak­tion nutzen, wird dieses Phä­nomen womög­lich erst im Herbst mit der ersten Heiz­pe­riode auf­treten. Ein Grund dafür ist, dass mit sin­kenden Tem­pe­ra­turen, mehr geheizt und weniger gelüftet wird. Dadurch können sich die schwer­flüch­tigen Ver­bin­dungen (SVOC) aus Tep­pi­chen, der Rau­fa­ser­ta­pete oder Kunst­stoff­ober­flä­chen mit vor­han­denen Staub­par­ti­keln ver­binden und sich als schmie­riger Film inner­halb des Raums absetzen.“[2]

  • Mit­ver­si­chert sind Schäden durch Kurz­schluss und Strom­schwan­kungen, auch wenn es sich nicht um einen Blitz­fol­ge­schaden handelt.
  • Kosten für Mehr­ver­brauch von Gas und Wasser nach einem ver­si­cherten Scha­den­fall, nicht jedoch von Ölver­lust oder Strom­ver­lust aus Stromspeichern
  • Über­nahme der Stor­nie­rungs- und Rück­rei­se­mehr­kosten für Urlaubs- und Dienst­reisen. Ver­si­che­rungs­schutz besteht bei Schäden ab 5.000 Euro für den Ver­si­che­rungs­nehmer und für Ange­hö­rige des Haus­halts des Versicherungsnehmers.
  • Über­nahme der Kosten für Ver­kehrs­si­che­rungs­maß­nahmen
  • Hotel­kosten ohne zeit­liche Begren­zung, nicht jedoch von Neben­kosten (z. B. Kosten für Telefon, Internet oder Frühstück)
  • Über­nahme von Miet­fort­zah­lungs­kosten, wenn und solange trotz Unbe­wohn­bar­keit der Woh­nung Miet­kosten wei­ter­be­zahlt werden müssen
  • Lager­kosten in ange­mes­sener Höhe ohne zeit­liche Begrenzung
  • Über­nahme der Kosten für die Orga­ni­sa­tion und Durch­füh­rung einer psy­cho­lo­gi­schen Betreuung nach einem ver­si­cherten Scha­den­fall bis in Höhe von 1.000 Euro
  • Ver­si­chert sind Schloss­än­de­rungs­kosten für Woh­nungs- und Gemein­schafts­türen, für in der Woh­nung befind­liche Wert­schutz­schränke sowie für Schlösser von eigenen Kraft­fahr­zeugen, jeweils infolge von Ein­bruch­dieb­stahl oder infolge eines sons­tigen Versicherungsfalles.
  • Daten­ret­tungs­kosten bis 3.000 Euro
  • Mit­ver­si­chert sind Mehr­kosten durch Tech­no­lo­gie­fort­schritt und Preissteigerungen
  • Orga­ni­sa­tion eines Dol­met­schers oder alter­nativ Bereit­stel­lung eines tele­fo­ni­schen Dol­met­scher­ser­vices bei Aus­lands­reisen. Nicht ver­si­chert sind die Kosten für einen ent­spre­chenden Dolmetscher.
  • Bei der Durch­füh­rung eines Sach­ver­stän­di­gen­ver­fah­rens zur Fest­stel­lung der Scha­den­höhe wird ab einer fest­ge­stellten Scha­den­höhe von min­des­tens 5.000 Euro der Anteil des Ver­si­che­rungs­neh­mers an den Ver­fah­rens­kosten in voller Höhe über­nommen (§ 23 Nr. 5.2 der B 28). Beauf­tragt der Ver­si­che­rungs­nehmer einen Sach­ver­stän­digen indi­vi­duell, werden die Kosten nur dann über­nommen, sofern der Ver­si­che­rungs­nehmer vom Ver­si­cherer zur Hin­zu­zie­hung auf­ge­for­dert wurde (§ 10 Nr. 1.2 der B 28).
  • Mit­ver­si­chert sind Schäden durch Phis­hing bis 3.000 Euro. Nicht ver­si­chert sind Schäden durch sons­tigen Online-Betrug (z. B. Pharming).
  • Ver­si­che­rungs­schutz für aus­schließ­lich beruf­lich oder gewerb­lich genutzte Räume, auch, wenn diese nicht aus­schließ­lich durch die Woh­nung betreten werden können. Dies gilt jedoch nicht, wenn in diesen Räumen Publi­kums­ver­kehr statt­findet oder Ange­stellte beschäf­tigt werden.
  • Ver­si­che­rungs­schutz aus­drück­lich auch bei Ein­bruch­dieb­stahl über nicht ver­si­cherte Räume[3].
  • Ver­si­che­rungs­schutz bei Trick­dieb­stahl besteht inner­halb des Ver­si­che­rungs­ortes bis 10.000 Euro. Werden hierbei Kunden‑, Scheck- oder Kre­dit­karten gestohlen, so wird auch für die Folgen eines daraus resul­tie­renden Miss­brauchs geleistet. Eben­falls eine Ent­schä­di­gung bis 10.000 Euro wird bei Ent­wen­dung bzw. Weg­nahme infolge eines Ein­bruch­dieb­stahls oder Raubs geleistet.
  • Ver­si­che­rungs­schutz besteht auch in privat genutzten Garagen in der glei­chen oder angren­zenden Gemeinde.
  • Außen­ver­si­che­rung bis 6 Monate (maximal 40 % der Ver­si­che­rungs­summe). Für vor­über­ge­hende Berufs‑, Stu­dien- oder Urlaubs­auf­ent­halt im Aus­land besteht abwei­chend eine Außen­ver­si­che­rung von einem Jahr. Inwie­fern die Tätig­keit als AuPair als ver­si­cherter beruf­li­cher Auf­ent­halt gilt, ist bedin­gungs­seitig nicht klargestellt.

Der Ver­si­cherer stellt hierzu auf Nach­frage klar:

„Die Tätig­keit als AuPair wird von der Inter­rRisk als vor­über­ge­hende beruf­liche Tätig­keit im Aus­land aner­kannt und es gilt hierfür der auf 1 Jahr ver­län­gerte Außen­ver­si­che­rungs­schutz gemäß § 9 Nr. 2.2 der B28.“

  • Da Schäden durch Sturm oder Hagel inner­halb des Ver­si­che­rungs­ortes ver­si­chert sind und es keinen bedin­gungs­sei­tigen Aus­schluss von Sachen außer­halb von Gebäuden gibt, besteht Ver­si­che­rungs­schutz für sämt­liche ver­si­cherten Sachen (z. B. Blu­men­kübel, Stühle) auf den zur Woh­nung gehö­renden Log­gien, Bal­konen und unmit­telbar ans Gebäude anschlie­ßenden Ter­rassen. Für bestimmte ver­si­cherte Sachen (z. B. Gar­ten­möbel, Tram­po­line, Wäsche­spinnen, Fahr­räder, Kin­der­wagen) gilt gemäß § 8 Nr. 4 der B28 zudem das gesamte Ver­si­che­rungs­grund­stück als Ver­si­che­rungsort. Für diese Sachen besteht hier inner­halb des Ver­si­che­rungs­grund­stücks daher eben­falls Ver­si­che­rungs­schutz auch außer­halb von Gebäuden.
  • Sport­aus­rüs­tung (z. B. Reit­sättel, Golf­aus­rüs­tung) außer­halb des Ver­si­che­rungs­ortes ohne zeit­liche Begren­zung bis 40 % der Ver­si­che­rungs­summe. Die Begren­zung ergibt sich daraus, dass es sich trotz der feh­lenden Befris­tung um eine Leis­tung der Außen­ver­si­che­rung handelt.
  • Bei­trags­be­freiung bei Arbeits­lo­sig­keit bis 36 Monate bei gleich­zei­tigem Abschluss oder dem Bestehen einer aktuell ver­kaufs­of­fenen Unfall­ver­si­che­rung nach dem Tarif XXL (B 182). Vor­aus­set­zung ist u. a., dass der Ver­si­che­rungs­nehmer bei Ein­tritt der Arbeits­lo­sig­keit das 58. Lebens­jahr noch nicht voll­endet hat. Die Bei­trags­be­freiung gilt dann für alle ver­si­cherten Sparten.
  • Regress­ver­zicht gegen­über (grob) fahr­lässig han­delnden Ange­hö­rigen, die keinen Anspruch über eine etwaige Haft­pflicht­ver­si­che­rung gel­tend machen können
  • 24-Stunden-Not­ruf­te­lefon
  • Mög­lich­keit zur Ein­rich­tung eines Doku­men­ten­de­pots (z. B. Aus­weise, Rei­se­visa, Kre­dit­karten; max. 20 Seiten DIN A4) und Hilfe bei der Ersatz­be­schaf­fung von ent­spre­chenden Dokumenten

Aus­ge­wählte Ein­schrän­kungen des Tarifs XXL der InterRisk

  • Garantie hin­sicht­lich der unver­bind­li­chen Mus­ter­be­din­gungen des Gesamt­ver­bandes der Deut­schen Ver­si­che­rungs­wirt­schaft (GDV-Garantie) mit Stichtag 01.01.2013 anstelle des aktu­ellen Standes 26.05.2017 (VHB 2016 – Quadratmetermodell)
  • Garantie hin­sicht­lich der unver­bind­li­chen Emp­feh­lungen des Arbeits­kreises Bera­tungs­pro­zesse (Arbeits­kreis-Garantie) mit Stand Februar 2010 anstelle des aktu­ellen Standes 08.08.2018. Daraus ergibt sich eine Hei­lung für die benannte GDV-Garantie:

„Die vom Ver­si­cherer ver­wen­deten All­ge­meinen Ver­si­che­rungs­be­din­gungen, Beson­dere Bedin­gungen und Klau­seln für die Haus­rat­ver­si­che­rung dürfen in keinem ein­zigen Punkt Rege­lungen ent­halten, die aus Ver­brau­cher­sicht ungüns­tiger sind als die vom Gesamt­ver­band der Deut­schen Ver­si­che­rungs-wirt­schaft e.V. (GDV)  „emp­foh­lenen“ All­ge­meinen Hausrat-Ver­si­che­rungs­be­din­gungen VHB 2008 und Klau­seln 2008 und den Beson­deren Bedin­gungen für die Ver­si­che­rung wei­terer Ele­men­tar­schäden in der Haus­rat­ver­si­che­rung sowie jeweils neu her­aus­ge­ge­bene Mus­ter­be­din­gungen, Klau­seln und Ände­rungs­emp­feh­lungen. Sofern der­zeit noch Abwei­chungen vor­handen sind, garan­tiert der Ver­si­cherer, dass Schäden min­des­tens nach den vom GdV emp­foh­lenen Bedin­gungen regu­liert werden. Im Falle von Abwei­chungen wird der Ver­si­cherer seine Ver­trags­be­din­gungen inner­halb eines Jahres min­des­tens auf den Deckungs­um­fang des Ver­bands­mo­dells umstellen. Abwei­chungen, die den Ver­si­che­rungs­um­fang unbe­rührt lassen, sind zulässig.“

  • Keine Best-Leis­tungs-Garantie (Erwei­terte Vor­sorge) für Leis­tungen eines anderen, zum Scha­den­zeit­punkt ver­kaufs­of­fenen Versicherers
  • Feh­lende Summen- und oder Konditionsdifferenzdeckung
  • Feh­lende Besitz­stands­ga­rantie (Vor­ver­si­che­r­er­ga­rantie)
  • Kein Ver­zicht auf Kür­zung der Leis­tung bei grob fahr­läs­siger Ver­let­zung von Oblie­gen­heiten und Sicher­heits­vor­schriften aus­ge­nommen einer Ver­let­zung behörd­li­cher Vor­schriften über Rück­stau­si­che­rungen. Außerdem wird bei einer grob fahr­läs­sigen Ver­let­zung von Oblie­gen­heiten auf eine Leis­tungs­kür­zung ver­zichtet, sofern und solange die Oblie­gen­heits­ver­let­zung aus Unkenntnis einer Sicher­heits­vor­schrift oder Anzei­ge­pflicht erfolgte oder der Ver­si­che­rungs­nehmer ver­geb­lich ver­suchte, diese zu erfüllen.
  • Zu den ver­si­cherten Sachen gehören unter anderem Haus­tiere (z. B. Fischen, Katzen, Vögel), nicht jedoch Heim­tiere (z. B. Chin­chillas, Spinnen, Schlangen) oder Nutz­tiere
  • Nicht aus­drück­lich ver­si­chert sind Teile und Zubehör von Kraft- und Was­ser­fahr­zeugen und deren Anhän­gern, z. B. Felgen, Sommer- und Win­ter­reifen, Karos­se­rie­teile, Kin­der­sitze. Der Ver­si­cherer stellt hierzu klar:

„Teile und Zubehör von Kraft­fahr­zeugen, Kfz-Anhän­gern und Was­ser­er­fahr­zeugen sind gemäß § 6 Nr. 2.1 b) und c) der B28 nicht aus­ge­schlossen und daher ver­si­chert. (siehe hierzu auch den ent­spre­chenden Aus­schluss in den B26 und B27).“

  • Kein Ver­si­che­rungs­schutz für Dieb­stahl durch Hausangestellte
  • Kein aus­drück­li­cher Ver­si­che­rungs­schutz für den Dieb­stahl oder die Beschä­di­gung von Garten- und / oder Pool­ro­bo­tern. Der Ver­si­cherer stellt hierzu klar:

„Mäh­ro­boter sind wie ein Schiebe- oder Auf­sitz­ra­sen­mäher Gar­ten­ge­räte und als solche gemäß § 3 Nr. 5.1 b) inner­halb des Ver­si­che­rungs­grund­stü­ckes gegen ein­fa­chen Dieb­stahl ver­si­chert. Ver­si­che­rungs­schutz für Gar­ten­ge­räte besteht inner­halb des Ver­si­che­rungs­grund­stü­ckes über­dies auch im Rahmen der anderen ver­si­cherten Gefahren, da für Gar­ten­ge­räte gemäß § 8 Nr. 4 der B28 das gesamte Ver­si­che­rungs­grund­stück als Ver­si­che­rungsort gilt.“

  • Ohne Schäden am ver­si­cherten Hausrat bzw. Abhan­den­kommen von ver­si­chertem Hausrat durch Haus­tiere.
  • Ohne Schäden am ver­si­cherten Hausrat bzw. Abhan­den­kommen von ver­si­chertem Hausrat durch wild­le­bende Tiere (z. B. Scha­len­wild und Feder­wild im Sinne des Bun­des­jagd­ge­setzes).
  • Ohne Klar­stel­lung zum mög­li­chen Ver­si­che­rungs­schutz für Schäden durch Trans­port­mit­tel­un­fälle im Rahmen der optional ver­si­cher­baren unbe­nannten Gefahren (dort u. a. ohne Schäden an Sachen aus Glas, Keramik oder Por­zellan).
  • Mit­ver­si­che­rung von Schäden durch Ent­schär­fung von Blind­gän­gern nicht klar­ge­stellt. Ver­si­che­rungs­schutz für solche Schäden ggf. im Rahmen der optional ver­si­cher­baren unbe­nannten Gefahren. Gene­rell mit­ver­si­chert ist nur die Explo­sion von Blind­gän­gern (Kampf­mittel aus been­deten Kriegen). Der Ver­si­cherer stellt hierzu klar:

„es ist kor­rekt, dass Schäden am Hausrat infolge der Ent­schär­fung von Blind­gän­gern ohne damit ein­her­ge­hende Explo­sion im XXL-Kon­zept im Rahmen der benannten Gefahren nicht ver­si­chert sind.“

  • Keine aus­drück­liche Mit­ver­si­che­rung von Schäden an Kom­po­nenten einer Smart-Home-Über­wa­chung bzw. Gerä­te­steue­rung oder daraus resul­tie­renden Fol­ge­schäden. Im Ein­zel­fall Ver­si­che­rungs­schutz z. B. in Folge von Kurz­schluss, Strom­schwan­kungen oder optional mit­ver­si­cherten unbe­nannten Gefahren (hier u. a. ohne Schäden durch Bedie­nung oder an mobilen elek­tri­schen Geräten).
  • Ohne Cyber­bau­stein (z. B. Ver­si­che­rungs­schutz gegen Cyber-Atta­cken, Cyber-Mob­bing oder wider­recht­liche Ent­wen­dung von Kryptowährungen).
  • Nicht ver­si­chert sind Schäden durch Taschen­dieb­stahl.
  • Nicht ver­si­chert sind Schäden durch Phar­ming oder Skim­ming.
  • Ohne Mit­ver­si­che­rung von Schäden durch Plansch- und Rei­ni­gungs­wasser.
  • Kein auto­ma­ti­scher Ver­si­che­rungs­schutz im beruf­lich bedingten Zweit­wohn­sitz (Pend­ler­woh­nung). Eine ent­spre­chende Mit­ver­si­che­rung kann im Ein­zel­fall per Indi­vi­du­al­ver­ein­ba­rung getroffen werden.
  • Keine beson­dere Mit­ver­si­che­rung von nach­hal­tigen Ver­si­che­rungs­leis­tungen (z. B. Mehr­kosten für nach­hal­tige Wie­der­be­schaf­fung; Erhö­hung Hotel­kosten bei Unter­brin­gung in nach­haltig zer­ti­fi­zierten Hotels).
  • Ohne Über­nahme von Leck­or­tungs­kosten ohne einen ver­si­cherten Schadenfall.
  • Keine gene­relle Mit­ver­si­che­rung poli­zei­lich ange­zeigter Straf­taten (z.B. Dieb­stahl von Solar­zellen, Hacken von Smar­thome-Anlagen, ein­fa­cher Dieb­stahl von nicht aus­drück­lich benannten Sachen, Betrug)
  • Ohne Über­nahme der Betreu­ungs­kosten für infolge eines Ver­si­che­rungs­falles pfle­ge­be­dürf­tige Personen
  • Ohne Über­nahme der Betreu­ungs­kosten für infolge eines Ver­si­che­rungs­falles not­wen­dige Kinderbetreuung
  • Ohne aus­drück­liche Über­nahme von Feu­er­lösch­kosten. Der Ver­si­cherer stellt hierzu klar:

Feu­er­lösch­kosten werden als Auf­wen­dungen zur Abwen­dung und Min­de­rung des Scha­dens gemäß § 10 Nr. 1.1 der B28 ersetzt. Aus­ge­nommen sind hier ledig­lich Auf­wen­dungen für Leis­tungen der Feu­er­wehr oder anderer Insti­tu­tionen, sofern diese Leis­tungen im öffent­li­chen Inter­esse kos­ten­frei zu erbringen sind.“

  • Nicht ver­si­chert sind Schloss­än­de­rungs­kosten infolge von ein­fa­chem Diebstahl.
  • Ohne Fremd­kosten für Koor­di­na­tion der Wie­der­her­stel­lung ver­si­cherter Sachen.
  • Keine Über­nahme der Kosten für einen Erho­lungs­ur­laub nach Groß­schäden.
  • Ohne Mit­ver­si­che­rung unbe­nannter Kosten.
  • Ohne aus­drück­liche Ver­se­hens­klausel. Positiv gilt jedoch:

„Wir ver­zichten auf eine Leis­tungs­kür­zung wegen grober Fahr­läs­sig­keit, sofern und solange die Oblie­gen­heits­ver­let­zung aus Unkenntnis einer Sicher­heits­vor­schrift oder Anzei­ge­pflicht erfolgte oder Sie ver­geb­lich ver­suchten, diese zu erfüllen.“

  • Keine optio­nale Gegen­stands­ver­si­che­rung (Ver­si­che­rungs­schutz für Gegen­stände mit ideelen Werten).

[1] Siehe hierzu z. B. „Jamming und Relay Attack. Auto­ein­bruch per Funk oft kein Fall für die Ver­si­che­rung“ auf „test​.de“ vom 08.12.2020. Auf­zu­rufen unter https://www.test.de/Jamming-und-Relay-Attack-Autoeinbruch-per-Funk-oft-kein-Fall-fuer-die-Versicherung-4824449–0/, zuletzt auf­ge­rufen am 03.02.2022

[2] „Was ist Fog­ging? Und ist es gefähr­lich für mich?“ auf „isotec​.de“. Auf­zu­rufen unter https://​www​.isotec​.de/​r​a​t​g​e​b​e​r​/​s​c​h​i​m​m​e​l​/​w​a​s​-​i​s​t​-​f​o​g​g​i​n​g​.​h​tml, zuletzt auf­ge­rufen am 07.01.2022

[3] Siehe Ste­phan Witte „Nicht alle Ver­si­cherer bieten Leis­tungen nach GDV-Stan­dard. Besteht Ver­si­che­rungs­schutz bei Ein­bruch über nicht ver­si­cherte Räume?“ in „Risiko & Vor­sorge“, Aus­gabe 2/2018, S. 11–12. Auf­zu­rufen unter https://critical-news.de/risiko-und-vorsorge-heft?2–2018/, zuletzt auf­ge­rufen am 07.01.2022.

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