Kurz­check: Tier­kran­ken­ver­si­che­rung der Adcuri und Barmenia

Zum 01.08.2020 hat die Bar­menia ihre aktu­elle Tier­kran­ken­ver­si­che­rung (AVB Tier-Kran­ken­ver­si­che­rung) für Hunde und Katzen auf den Markt gebracht, wobei hier nur der der Tarif für Hunde näher bespro­chen werden soll.

Je nach gewünschtem Leis­tungs­be­darf bietet das Unter­nehmen die Tief­va­ri­anten Basis, Top und Pre­mium an.  Der Ver­si­che­rungs­schutz setzt sich aus den fol­genden Leis­tungs­arten zusammen:

  • Ope­ra­ti­ons­kosten
  • Zahn­be­hand­lung
  • Sons­tige Behandlungskosten

Die Bedin­gungs­werke stehen im iden­ti­schen Umfang auch für Makler über das Adcuri-Portal zur Verfügung.

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Ver­si­che­rungs­schutz nur für gechippte oder täto­wierte Tiere

Eine wich­tige Vor­aus­set­zung für den Ver­si­che­rungs­schutz in der Hun­de­kran­ken­ver­si­che­rung ist, dass der zu ver­si­chernde Hund

„zum Zeit­punkt der Behand­lung durch einen Chip mit Chip­nummer oder durch eine ein­tä­to­wierte Nummer ein­deutig gekenn­zeichnet und ent­spre­chend in der von Ihnen ein­ge­reichten Rech­nung des behan­delnden Tier­arztes durch die Angabe der iden­ti­schen Nummer iden­ti­fi­ziert ist, oder,

– wenn eine bis­lang noch nicht erfolgte ein­deu­tige Kenn­zeich­nung des behan­delten Tieres mit­tels einer Chip­nummer oder einer ein­tä­to­wierten Nummer auf unsere Anfor­de­rung nach­ge­holt und von Ihnen nach­ge­wiesen wird.“

Im Rahmen der Hun­de­kran­ken­ver­si­che­rung gilt für den Ver­si­che­rungs­schutz auf­grund von Krank­heit eine all­ge­meine War­te­zeit von 30 Tagen ab Ver­trags­be­ginn. Eine ver­län­gerte War­te­zeit von 18 Monaten besteht für den ver­si­cherten Kos­ten­zu­schuss für Pro­thesen. Für bestimmte Dia­gnosen besteht im Rahmen des Bau­steins Ope­ra­ti­ons­kos­ten­ver­si­che­rung eine ver­län­gerte War­te­zeit von 6 Monaten (Entro­pium, Nabel­bruch, defi­nierte Kas­tra­tion / Ste­ri­li­sa­tion) bzw. 18 Monaten (Ektro­pium, Ell­bo­gen­ge­lenks­dys­plasie (ED), Frag­men­tierter Pro­cessus coro­no­ideus, medi­alis ulnae, Hüft­ge­lenks­dys­plasie (HD), Iso­lierter Pro­cessus anco­naeus (IPA), Kryptor­chismus, Patell­a­lu­xa­tion, Radius curvus).

Die War­te­zeiten ent­fallen bei Not­wen­dig­keit einer vete­ri­när­me­di­zi­ni­schen Ope­ra­tion infolge eines Unfalls. Glei­ches gilt, wenn ent­spre­chende Vor­ver­si­che­rungs­zeiten ange­rechnet werden können.

Der Ver­si­che­rungs­schutz gilt welt­weit für einen Zeit­raum von bis zu 12 Monaten, aller­dings sind die Leis­tungen im Aus­land maximal auf die Ver­gü­tungen beschränkt, die ein Tier­arzt in Deutsch­land nach der Gebüh­ren­ord­nung für Tier­ärzte (GOT) in Rech­nung stellen würde. In der Regel werden Leis­tungen inner­halb Deutsch­lands nicht über den drei­fa­chen Satz GOT hinaus in Rech­nung gestellt.

Bei jähr­li­cher Zahl­weise gewährt die Bar­menia einen Skonto von 4 Pro­zent, bei halb­jähr­li­cher Zahl­weise von 2 Prozent.

Leicht anstei­gende Prä­mien für ältere Hunde

Der Ver­si­che­rungs­schutz kostet für einen zwei­jäh­rigen Labrador mit voller Kos­ten­de­ckung 45,73 Euro (Basis), 60,40 Euro (Top) bzw. 71,78 Euro (Pre­mium) pro Monat bzw. 526,84 Euro (Basis), 695,72 Euro (Top) bzw. 826,91 Euro (Pre­mium) pro Jahr.

Der Bei­trag kann redu­ziert werden, in dem sich der Ver­si­che­rungs­nehmer ent­scheidet, dass nur 80 Pro­zent bzw. 90 Pro­zent der Kosten über­nommen werden.

Mit Errei­chen des dritten, fünften bzw. siebten Geburts­tages des ver­si­cherten Hundes steigen die Bei­träge deut­lich an, so im Pre­mium-Tarif auf 71,78 Euro monat­lich, 78,97 Euro monat­lich bzw. 141,86 Euro monat­lich. Die kon­kreten Zahlen ergeben sich aus dem Angebot. Bedin­gungs­seitig wird auf die alters­be­dingte Anpas­sung in Ziffer 7.6 hin­ge­wiesen, diese der Höhe nach aber nicht weiter spe­zi­fi­ziert. Damit sind die Prä­mi­en­an­pas­sungen der Bar­menia den­noch eher durch­schnitt­lich im Ver­gleich zu ihren Wettbewerbern.

Der Bei­trag in der Tier­kran­ken­ver­si­che­rung ist abhängig von der Zuge­hö­rig­keit des zu ver­si­chernden Tieres zu einer von drei Bei­trags­gruppen.

Zur Prä­mien­re­du­zie­rung kann ein Selbst­be­halt von 20 Pro­zent (max. 250 Euro) ver­ein­bart werden. Der Ver­si­che­rungs­schutz für die Hun­de­kran­ken­ver­si­che­rung mit 20 % Selbst­be­halt und voller Kos­ten­über­nahme kostet für Hunde vor ihrem 3. Geburtstag 45,73 Euro (Basis), 60,40 Euro (Top) bzw. 71,78 Euro (Pre­mium) pro Monat bzw. 526,84 Euro (Basis), 695,72 Euro (Top) bzw. 826,91 Euro (Pre­mium).

Eben­falls besteht die Mög­lich­keit, den Ver­si­che­rungs­schutz auf einen Hun­de­ope­ra­ti­ons­kos­ten­schutz oder sogar nur unfall­be­dingte Ope­ra­tionen ein­zu­schränken. Dies kann auch mit einem Selbst­be­halt von 20 Pro­zent (max. 250 Euro) kom­bi­niert werden.

Ver­si­che­rungs­fähig sind Hunde ab einem Alter von 2 Monaten bis höchs­tens zum voll­endeten 10. Lebensjahr.

Damit ver­si­cherte Leis­tungen erstattet werden, ist die jewei­lige Rech­nung inner­halb eines Monats nach Been­di­gung der Behand­lung nach­zu­weisen. Die damit ver­bun­denen Oblie­gen­heiten können Ziffer 4.2.1 der Bedin­gungen ent­nommen werden.

Die Kün­di­gung kann wäh­rend des ersten Ver­si­che­rungs­jahrs jeder­zeit zum Ablauf, anschie­ßend täg­lich ohne Ein­hal­tung einer Frist gekün­digt werden. Wäh­rend der ersten drei Jahre steht Ver­si­che­rungs­nehmer als auch Ver­si­cherer ein scha­den­be­dingtes Son­der­kün­di­gungs­recht (siehe Ziffer 6.3) zur Ver­fü­gung, anschlie­ßend kann der Ver­si­che­rungs­nehmer von seinem ordent­li­chen Kün­di­gungs­recht Gebrauch machen, der Ver­si­cherer muss jedoch im Fall einer Kün­di­gung das Angebot für eine Umstel­lung auf eine Hun­de­ope­ra­ti­ons­kos­ten­ver­si­che­rung ohne Gesund­heits­prü­fung anbieten (Ziffer 6.2.4).

Ver­si­che­rungs­jahr und somit Haupt­fäl­lig­keit ist bei der Bar­menia das jewei­lige Kalen­der­jahr, bei unter­jäh­rigem Ver­trags­be­ginn der 31.12. des ent­spre­chend fol­genden Jahres (bei Beginn am 01.06.2021 also ent­spre­chend zum 31.12.2022).

Vor­aus­set­zungen für den Ver­si­che­rungs­schutz ist, dass das zu ver­si­chernde Tier bei Antrag­stel­lung nicht chro­nisch krank ist (Sym­ptome länger als 8 Wochen bestehend oder vor­aus­sicht­lich bestehend), keine ärzt­liche Behand­lung ange­raten oder emp­fohlen ist. Außerdem darf in den letzten sechs Monaten vor Antrags­stel­lung / Ange­bots­er­stel­lung kein ope­ra­tiver Ein­griff vor­ge­nommen worden sein (aus­ge­nommen einer medi­zi­nisch nicht indi­zierten Kas­tra­tion / Ste­ri­li­sa­tion) und dass auch aktuell kein ope­ra­tiver Ein­griff geplant oder ärzt­lich ange­raten ist. Davon aus­ge­nommen sind kon­kret benannte Behand­lungen oder Ope­ra­tionen (z.B. unfall­be­dingte Zahnextraktion).

Nicht ver­si­cherbar sind Hunde, die bei Antrags­stel­lung u. a. unter Epi­lepsie, Hüft­ge­lenks- oder Ellen­bo­gen­ge­lenks­dys­plasie bzw. unter kör­per­liche Behin­de­rungen leiden.

Aus­ge­wählte Leis­tungen des Tarifs Tier-Kranken Pre­mium der Barmenia

  • Freie Tier­arzt­wahl.
  • Not­wen­dige Ope­ra­ti­ons­kosten durch einen Tier­arzt ein­schließ­lich Wund­ver­sor­gung durch Nähen, Zahn­ex­trak­tionen, Zahn­wur­zel­be­hand­lungen, Richten von Frak­turen, Bän­dern und Kap­sel­rissen sowie ope­ra­tiver Ent­fer­nung von Gift- /Schadkörpern.
  • Kosten für eine ope­ra­ti­ons­vor­be­rei­tende Unter­su­chung. Diese werden nur über­nommen, wenn es anschlie­ßend auch zur Ope­ra­tion des ver­si­cherten Tieres kommt oder das Tier nach Beginn der Nar­kose / Ope­ra­tion verstirbt.
  • Kos­ten­über­nahme für medi­zi­nisch not­wen­dige Heil­be­hand­lungen oder Ope­ra­tionen wegen per­sis­tie­render Milchca­nini, Zahn­fül­lungen, unfall­be­dingte Kor­rek­turen von Zahn- und Kie­fer­ano­ma­lien, Gin­gi­yo­plastik (Zahn­fleischer­satz) sowie Zahn­ersatz
  • Mit­ver­si­che­rung von Zahn­rei­ni­gung ein­schließ­lich Zahn­stein­ent­fer­nung im Rahmen der 500-Euro-Pau­schale für Gesundheitsleistungen
  • Über­nahme für kon­ser­va­tive Behandlungsmethoden
  • Kos­ten­über­nahme für tier­ärzt­liche Tele­dia­gnostik und -the­rapie (ohne Über­nahme der Not­dienst­ge­bühr nach GOT)
  • Phy­sio­the­rapie (max. 10 Behand­lungen à 30 Minuten)
  • Über­nahme der Kosten für Ver­hal­tens­the­rapie (max. 7 Behand­lungen à 1,5 Stunden)
  • Jähr­liche Heil­kos­ten­pau­schale von 500 Euro für z.B. Vor­sor­ge­un­ter­su­chungen, Imp­fungen, Wurm­kuren, Implan­ta­tion eines Trans­ponders bzw. Mikro­chips, manu­elle Ent­lee­rung des Anal­beu­tels, Kürzen der Krallen und diverse andere Behandlungen/Untersuchungen
  • Keine Höchst­ent­schä­di­gung der Leis­tungen je Ver­si­che­rungs­jahr, aus­ge­nommen davon ist die jähr­liche Heil­kos­ten­pau­schale von maximal 500 Euro
  • Ver­si­che­rungs­schutz auch bei Lokal­an­äs­thesie (ört­liche Betäu­bung oder Teil­nar­kose), sofern die Haut oder dar­unter lie­gendes Gewebe mehr als punkt­förmig durch­trennt werden. Dies bedeutet aller­dings auch, dass z. B. ein Aus­schluss für die Punk­tion von Flüs­sig­keits­an­samm­lungen (Ödemen) bestehen würde.
  • Ver­si­che­rungs­schutz auch für Ellen­bo­gen­ge­lenks­dys­plasie (ED) sowie für Hüft­ge­lenks­dys­plasie (HD) aller­dings jeweils nur ein­malig wäh­rend der Ver­trags­lauf­zeit und erst nach einer War­te­zeit von 18 Monaten.
  • Erstattet werden Leis­tungen bis zum 2fachen Satz der Gebüh­ren­ord­nung für Tier­ärzte (GOT), mit ent­spre­chender Begrün­dung des Tier­arztes auch bis zum drei­fa­chen Satz GOT. Erfolgt die Ope­ra­tion im Rahmen eines tier­ärzt­li­chen Not­dienstes erhöht sich die Kos­ten­er­stat­tung auf den 4fachen Satz GOT. Zusätz­lich werden die Not­dienst­ge­bühren über­nommen Kosten für Nach­be­hand­lung bis zum 15. Kalen­dertag nach der ver­si­cherten Ope­ra­tion inkl. kom­ple­men­tärer Behand­lungs­me­thoden (z. B. Aku­punktur, Homöo­pa­thie, Phy­sio­the­rapie, Laser­the­rapie, Magnet­feldthe­rapie und Neu­ral­the­rapie). Der Ver­si­che­rungs­schutz für ver­si­cherte Nach­be­hand­lungen besteht auch über ein vor­zei­tiges Ver­trags­ende hinaus.
  • Kos­ten­be­tei­li­gung bis 500 Euro für tier­ärzt­lich ver­ord­nete oder ver­schrie­bene Pro­thesen (künst­liche Glied­maßen, künst­liche Gelenke, künst­liche Organe und Organ­teile, so z. B. ein künst­li­ches Hüft­ge­lenk). Diese Leis­tung kann nur einmal wäh­rend der Ver­trags­lauf­zeit in Anspruch genommen werden.
  • Bei nach­ge­wie­se­ner­maßen trans­port­un­fä­higen Tieren werden Wege­geld und Rei­se­kosten für Haus­be­suche des Tier­arztes übernommen.
  • Ein­ma­lige Kos­ten­über­nahme wäh­rend der Ver­trags­lauf­zeit für Ope­ra­ti­ons­kosten im Zusam­men­hang mit einem Kai­ser­schnitt, der wegen Kom­pli­ka­tionen bei der Geburt tier­me­di­zi­nisch not­wendig ist.
  • Ein­ma­lige Kos­ten­über­nahme wäh­rend der Ver­trags­lauf­zeit für sons­tige Behand­lungs­kosten im Zusam­men­hang mit Träch­tig­keit (ein­schließ­lich aller vete­ri­när­me­di­zi­nisch emp­foh­lener Vor­sor­ge­un­ter­su­chungen) und Ent­bin­dung (ein­schließ­lich eines vete­ri­när­me­di­zi­nisch not­wen­digen Kai­ser­schnitts)
  • Mit­ver­si­che­rung von Kas­tra­tionen und Ste­ri­li­sa­tionen wegen medi­zi­nisch not­wen­diger Ope­ra­tion gynä­ko­lo­gi­scher, andro­lo­gi­scher oder onko­lo­gi­scher Erkran­kungen (Ent­zün­dungen oder tumo­röse Ver­än­de­rungen der Geschlechts­or­gane, hor­mon­ab­hän­gige sons­tige Tumore) mit 6 Monaten War­te­zeit sowie bis 500 Euro pro Jahr ohne medi­zi­ni­sche Indi­ka­tion im Rahmen der jähr­li­chen Heilkostenpauschale
  • Kosten von Medi­ka­menten, Ver­brauchs­ma­te­rial und Hilfs­mit­teln, wenn diese vom Tier­arzt ver­ordnet oder ver­schrieben wurden.
  • Ab Beginn des 4. Ver­si­che­rungs­jahres Ver­zicht auf das voll­stän­dige ordent­liche Kün­di­gungs­recht des Ver­si­che­rers, statt­dessen muss dieser im Rahmen einer Ände­rungs­kün­di­gung eine Hun­de­ope­ra­ti­ons­kos­ten­ver­si­che­rung ohne Gesund­heits­prü­fung anbieten.
  • Der Ver­si­che­rungs­schutz bleibt unab­hängig vom Alter des ver­si­cherten Tieres in vollem Umfang bestehen.
  • Auf Wunsch des Ver­si­che­rungs­neh­mers Direkt­ab­rech­nung mit dem Tier­arzt / der Tierklinik.
  • Ver­si­che­rungs­schutz für Krank­heiten oder ange­bo­rene, gene­tisch bedingte oder erwor­bene Fehl­ent­wick­lungen, die dem Ver­si­che­rungs­nehmer bei Antrags­stel­lung nicht bekannt waren.
  • Inno­va­ti­ons­klausel für prä­mi­en­neu­trale Leis­tungs­ver­bes­se­rungen (Ziffer 13).
  • Ver­si­che­rungs­schutz auch für gewerb­lich ein­ge­setzte Hunde.
  • Not­wen­dige Kosten für Ein­schlä­fe­rung durch Injektion.
  • Kein Aus­schluss für alter­na­tive Heil­me­thoden, aus­ge­nommen davon sind Gold­im­plan­tate sowie Gold­aku­punktur. Aus­drück­lich benannt ist die Mit­ver­si­che­rung von z. B. Homöo­pa­thie sowie Osteo­pa­thie im Rahmen der Nach­be­hand­lung (Ziffer 2.3.3).  Die Bar­menia stellt hierzu klar:

„Vor­aus­set­zung ist aller­dings immer, dass deren Wirk­sam­keit und Wir­kungs­weise vete­ri­när­wis­sen­schaft­lich über­prüft und doku­men­tiert sind und sie ent­spre­chend dem aktu­ellen und all­ge­mein aner­kannten Stand der vete­ri­när­me­di­zi­ni­schen Wis­sen­schaft in Deutsch­land von einem Tier­arzt ange­wandt, ver­ordnet oder ver­schrieben werden.“

  • Mit­ver­si­che­rung der Kosten für die Unter­brin­gung eines ver­si­cherten Tieres in einer Tier­klinik. Bedin­gungs­seitig schreibt der Versicherer:

Ziffer A1‑2.1.1: „Kon­ser­va­tive Behand­lungen ein­schließ­lich Arz­nei­mit­teln, Ver­brauchs­ma­te­ria­lien, Labor- und Röntgen-Dia­gnostik,  Kli­nik­auf­ent­halt, soweit es sich nicht um Therapien/Behandlungen gemäß Vor­sor­ge­pau­schale (A1 – 3) han­delt.“

Aus­ge­wählte Ein­schrän­kungen des Tarifs Tier-Kranken Pre­mium der Barmenia

  • Ver­si­che­rungs­schutz für Ope­ra­tionen mit der ver­län­gerten krank­heits­be­dingten War­te­zeit von 18 Monaten besteht für je nur einen Ver­si­che­rungs­fall wäh­rend der gesamten Ver­trags­lauf­zeit. Pro­ble­ma­tisch ist dies z. B. bei Hüft­dys­pla­sien, die bei Hunden zu den häu­figsten Krank­heiten über­haupt gehören. Sehr oft wird erst das erste und zu einem spä­teren Zeit­punkt das zweite Hüft­ge­lenk betroffen. Inso­fern ist die Mit­ver­si­che­rung der bei vielen Wett­be­wer­bern ganz aus­ge­schlos­senen Hüft­dys­plasie positiv zu bewerten, die nur ein­ma­lige Leis­tung jedoch eine Ein­schrän­kung, auf die hin­zu­weisen wäre.
  • Keine Leis­tungen über die GOT bzw. den 3- oder 4‑fachen Satz der GOT hinaus.
  • Keine Dia­gnose oder Behand­lung von Staupe, Hepa­titis (HCC), Lep­to­s­pi­rose, Par­vo­vi­rose und Tollwut, sofern das Bestehen eines Impf­schutzes für das ver­si­cherte Tier durch einen inter­na­tio­nalen Impf­pass nicht nach­ge­wiesen werden kann
  • Kein Ver­si­che­rungs­schutz für wis­sen­schaft­lich nicht aner­kannte Dia­gnose- und Therapiemaßnahmen.
  • Keine Mit­ver­si­che­rung von Ope­ra­tionen, die der Her­stel­lung des jewei­ligen Ras­se­stan­dards dienen.
  • Keine Mit­ver­si­che­rung von Ope­ra­tionen auf Grund des Brachy­ce­phalen Syn­droms (z. B. Ope­ra­tion eines zu langen Gaumensegels).
  • Keine Mit­ver­si­che­rung von erdbeben‑, überschwemmungs‑, epi­demie- oder pan­de­mie­be­dingten Krank­heiten oder Operationen.
  • Keine Mit­ver­si­che­rung von Ope­ra­tionen, die im Zusam­men­hang mit dem Decken oder der Schein­träch­tig­keit des ver­si­cherten Hundes stehen (zur ein­ma­ligen Kos­ten­über­nahme wäh­rend der Ver­trags­lauf­zeit für Träch­tig­keit siehe oben)
  • Kein Ver­si­che­rungs­schutz für Krank­heiten, Unfälle oder ange­bo­rene, gene­tisch bedingte oder erwor­bene Fehl­ent­wick­lungen, die dem Ver­si­che­rungs­nehmer bei Antrags­stel­lung bekannt waren.
  • Keine Ver­sor­gung des Hundes bei medi­zi­nisch not­wen­digem Kran­ken­haus­auf­ent­halt des Hundehalters.
  • Kein Ver­si­che­rungs­schutz für Krank­heiten, deren Behand­lung nicht dem aktu­ellen und all­ge­mein aner­kannten Stand der vete­ri­när­me­di­zi­ni­schen Wis­sen­schaft in Deutsch­land ent­spre­chen (siehe u.a. Begriffs­de­fi­ni­tionen des Versicherers).
  • Der Ver­si­che­rungs­schutz kann nur bean­tragt werden und besteht nur, solange Bei­träge durch ein SEPA-Last­schrift­mandat, durch Über­las­sung von Kre­dit­kar­ten­daten oder durch Anwei­sungen an den Zahl­dienst PayPal ermög­licht werden.
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