Tarif­ana­ly­se: Hun­de­kran­ken­ver­si­che­rung der Gotha­er (Stand 04.2020)

Zum 01.04.2020 hat die Gotha­er All­ge­mei­ne Ver­si­che­rung AG ihre aktu­el­le Tier­kran­ken­ver­si­che­rung (AVTK 2018) fr Hun­de auf den Markt gebracht. Der Tarif steht aus­schlie­lich online zum Abschluss zur Verfgung, dies sowohl direkt ber die Web­site des Unter­neh­mens als auch ber ange­bun­de­ne Vertriebspartner.

2021-08-18 Cri­ti­cal News Zu zweit ist man gesnder

Der Ver­si­che­rungs­schutz fr Hun­de steht zur Verfgung in den Tarif­va­ri­an­ten Ope­ra­tio­nen Basis, Ope­ra­tio­nen Plus sowie Ope­ra­tio­nen Pre­mi­um. Die­ser Grund­schutz beinhal­tet also zunchst nur eine rei­ne Hundeoperationskostenversicherung.

Die­ser Leis­tungs­um­fang kann durch den zuschlags­pflich­ti­gen Bau­stein Heil­be­hand­lun­gen auf die Tarif­va­ri­an­ten Tier­kran­ken Basis, Tier­kran­ken Plus und Tier­kran­ken Pre­mi­um auf­ge­stockt wer­den.

In der Tier­ope­ra­ti­ons­kos­ten- als auch Tier­kran­ken­ver­si­che­rung besteht eine Ver­si­che­rungs­sum­me von 2.500 Euro bzw. 5.000 Euro in den Tari­fen Basis bzw. Plus sowie in der Pre­mi­um-Vari­an­te eine unbe­grenz­te Versicherungssumme.

Im Online­rech­ner ist die Iden­ti­fi­ka­ti­ons­num­mer (Chip­num­mer) anzu­ge­ben. Besteht eine sol­che bei Antrags­stel­lung noch nicht, so ist folgt zu ver­mer­ken. Bedin­gungs­sei­tig ist nicht gere­gelt, was pas­siert, wenn Leis­tun­gen ohne eine dann bestehen­de Chip- oder Tto­wie­rungs­num­mer abge­rech­net wer­den sol­len. Der Ver­si­che­rer stellt hier­zu klar:

Grund­stzlich erfolgt sowohl eine Antrags­an­nah­me als auch eine regul­re Leis­tungs­prfung und erstat­tung auch, wenn der Hund (noch) nicht gechipt ist. Die Chip-Nr. (15-stel­lig und welt­weit nur ein­mal ver­ge­ben) ermglicht eine zwei­fels­freie Zuord­nung von tierrzt­li­chen Rech­nun­gen und Doku­men­ten. Name, Ras­se und Geburts­da­tum allei­ne sind hier bei Hun­den eher unprzi­se bzw. aus­tausch­bar. Wir ver­wei­sen bei Antrag­stel­lung, sptes­tens aber nach den ers­ten ein­ge­reich­ten Rech­nun­gen hier ger­ne auf die in man­chen Bun­desln­dern bestehen­de Chip-Pflicht (Ser­vice fr den Kun­den; vie­le sind sich des­sen gar nicht bewusst). Viel wich­ti­ger ist aber, dass wir den VN ger­ne dar­auf hin­wei­sen, dass in allen Tarif­klas­sen unge­ach­tet des Umfangs (auch rei­ne OP-Ver­si­che­rung) der Anspruch auf max. 25 fr den Chip besteht. Vor allem hilf­reich, wenn der Hund mal weg­luft und so schnel­ler wie­der­ge­fun­den wer­den kann. Im bri­gen die ein­zi­ge Leis­tung, die erstat­tungs­fhig ist, selbst wenn der Chip schon vor Ver­trags­be­ginn implan­tiert wur­de. Hier­fr muss uns nur die Ori­gi­nal­rech­nung, die auf den Besit­zer aus­ge­stellt sein muss, vor­ge­legt wer­den ( 12 AVTK).

War­te­zeit­zei­ten in Abhn­gig­keit des gewhl­ten Tarifes

Im Tarif Tier­kran­ken Basis besteht eine War­te­zeit von drei Mona­ten ab Ver­trags­be­ginn, in den Tari­fen Tier­kran­ken Plus und Tier­kran­ken Pre­mi­um von 30Tagen. Die­se ent­fllt bei Unfl­len sowie dann, wenn das Leben des Tie­res durch eine aku­te Kolik bedroht ist.

Der Ver­si­che­rungs­schutz in allen Tarif­va­ri­an­ten besteht inner­halb Deutsch­lands, dar­ber hin­aus in den Tarif­va­ri­an­ten Tier­kran­ken Basis und Tier­kran­ken Plus bis zu 12Monaten euro­pa­weit, im Tarif Tier­kran­ken Pre­mi­um abwei­chend fr vor­ber­ge­hen­de Aus­lands­auf­ent­hal­te bis zu 12Monate welt­weit.

Die Ver­g­tung im Aus­land erfolgt nach der im jewei­li­gen Land bli­chen Ver­g­tung fr Tierrzte, inner­halb Deutsch­lands tarif­abhn­gig bis zum 1‑fachen (Tier­kran­ken Basis), 2‑fachen (Tier­kran­ken Plus) bzw.3‑fachen Satz (Tier­kran­ken Pre­mi­um) der Gebh­ren­ord­nung fr Tierrzte (GOT). Laut Gotha­er mssen Tierrzte in Deutsch­land min­des­tens den 1‑fachen GOT-Satz und hchs­tens den 3‑fachen Satz GOT berech­nen. Dar­ber hin­aus stellt das Unter­neh­men klar:

Bis zum 4‑fachen darf nur abge­rech­net wer­den, wenn es sich um eine Leis­tung im Not­dienst han­delt, kei­nes­falls in der nor­ma­len Sprech­stun­de. Und auch die erhh­ten Stze im Not­dienst wer­den lngst nicht von allen Pra­xen genutzt.  [] Dies ist vor allem von regio­na­len Unter­schie­den und der Pra­xis­struk­tur abhn­gig. Zumeist bewe­gen sich Stan­dard­rech­nun­gen im Schnitt zwi­schen dem 1,7- und 2,5‑fachen GOT-Satz. Die Abstu­fun­gen (auch inner­halb der­sel­ben Rech­nung) drfen fr die erbrach­ten Leis­tun­gen inner­halb der genann­ten Span­ne bri­gens frei gewhlt wer­den, sozu­sa­gen flieend.

Ver­si­che­rungs­fhig sind gesun­de Hun­de, die bei Ver­trags­be­ginn zwi­schen neun Wochen und sie­ben Jah­ren alt sind. Hier­bei gilt:

Gesun­de Hun­de, d.h. kei­ne Ope­ra­ti­on in den letz­ten zwlf Mona­ten und kei­ne Diagnose/Behandlung einer schwe­ren Krank­heit in den letz­ten 24 Monaten

Laut Ange­bots­rech­ner wer­de fr lte­re Hun­de eine indi­vi­du­el­le Bera­tung ange­bo­ten. Ob die­se im Ein­zel­fall ver­si­che­rungs­fhig sind, geht aus der Inter­net­pr­senz des Ver­si­che­rers nicht her­vor. Hier­zu uert sich das Unter­neh­men wie folgt:

Eine Ein­zel­fall­prfung ber den 8. Geburts­tag hin­aus ist durch­aus mglich. Gene­rell soll­te ein Hund aber maxi­mal weni­ge Tage ber dem Hchst­an­nah­me­al­ter lie­gen und es soll­te gute Grn­de fr einen so spten Antrag auf Neu­ver­si­che­rung geben. Zudem ist bei sehr alten Hun­den ein sta­bi­ler Gesund­heits­zu­stand (kei­ner­lei Vor­er­kran­kun­gen) umso wich­ti­ger, um ange­nom­men zu wer­den. Ansons­ten neh­men wir bei Hun­den deut­lich ober­halb der Alters­gren­ze kei­ne Prfung vor, um eine Ungleich­be­hand­lung zu umge­hen und zudem unse­re Annah­me­richt­li­ni­en nicht unn­tig zu unterlaufen.

Alters­abhn­gi­ge Prmienstaffel

Der Bei­trag rich­tet sich nach dem Hun­de­al­ter bei Ver­trags­ab­schluss. Whrend der Ver­trags­lauf­zeit kommt es zu einer auto­ma­ti­schen Bei­trags­an­pas­sung:

Whrend der Ver­trags­lauf­zeit fin­det jeweils zur nchs­ten Haupt­fl­lig­keit eine Bei­trags­an­pas­sung auf­grund des aktu­el­len Alters des Tie­res statt. Die Ent­wick­lung des Bei­trags auf­grund des Alters ist im Antrag bzw. Ver­si­che­rungs­schein dargestellt.

Die Anpas­sung erfolgt jhr­lich zwi­schen dem 3. und dem 8. Lebens­jahr. Der zuletzt erreich­te Bei­trag bleib dann laut Unter­neh­mens­an­ga­ben bis zum Ver­trags­en­de (z. B. dem Tod des Hun­des) stabil.

Wer vor­ver­trag­lich die Infor­ma­tio­nen zur Bei­trags­an­pas­sung erhal­ten mchte, ist gezwun­gen, zunchst sei­ne persn­li­chen Daten inklu­si­ve Bank­ver­bin­dung anzugeben.

Die Gesund­heits­fra­gen der Gotha­er im Online­rech­ner soll­ten in der Regel pro­blem­los beant­wor­tet wer­den knnen:

Quel­le: https://​www​.gotha​er​.de/​p​r​i​v​a​t​k​u​n​d​e​n​/​t​i​e​r​v​e​r​s​i​c​h​e​r​u​n​g​/​t​i​e​r​k​r​a​n​k​e​n​v​e​r​s​i​c​h​e​r​u​n​g​/​r​e​c​h​n​e​r​.​htm, zuletzt auf­ge­ru­fen am 11.08.2021

Die hier abge­frag­ten schwe­ren Erkran­kun­gen wer­den auf der Web­site des Ver­si­che­rers abschlie­end definiert:

Als schwe­re Erkran­kun­gen gel­ten: Strung der Atem­we­ge, Herz­er­kran­kung, Nie­ren­er­kran­kung, neu­ro­lo­gi­sche Erkran­kung und – wenn Heil­be­hand­lung bean­tragt wird: Stoff­wech­sel­er­kran­kung und Allergien.

Bei unter­jh­ri­ger Zahl­wei­se erhebt die Gotha­er pau­schal einen Raten­zah­lungs­zu­schlag. Die­ser betrgt 3Prozent bei halb­jhr­li­cher, 5Prozent bei vier­tel­jhr­li­cher sowie 7Prozent bei monat­li­cher Zahlweise.

In der Theo­rie besteht ein Min­dest­bei­trag von 5,00 Euro je Rate, de fac­to liegt der Min­dest­bei­trag im Tarif Tier­kran­ken Basis bei 12,00 Euro im Monat, im Tarif Tier­kran­ken Pre­mi­um bei 20,00 Euro monatlich.

Auer bei Heil­be­hand­lung im Zusam­men­hang mit einer ver­si­cher­ten Ope­ra­ti­on wird die Leis­tung in allen Tari­fen um einen Selbst­be­halt von 20Prozent gekrzt. Dies bedeu­tet laut Gothaer,

dass auf Leis­tun­gen, bei denen die OP-Kri­te­ri­en erfllt sind, nie­mals ein Selbst­be­halt anfllt. Weder bei einer rei­nen OP-Ver­si­che­rung, noch bei einer OP im Rah­men eines Kran­ken­voll­schut­zes (OP+HB). Und dies ber die gesam­te Lauf­zeit, unab­hn­gig vom Alter des Hun­des. Ein sel­te­nes Leis­tungs­merk­mal in allen Tari­fen am Markt mit einem deut­li­chen Mehr­wert fr den Kunden.

Gren­pro­gno­se bei Misch­lin­gen unabdingbar

Der Bei­trag rich­tet sich nach der Ras­se, dem Alter und der Gre des zu ver­si­chern­den Tie­res. Bei Misch­lin­gen wird unter­schie­den zwi­schen sol­chen bis 44 cm Schul­terhhe und sol­chen ab 45 cm Schul­terhhe. Gem Infor­ma­ti­on des Ver­si­che­rers bezie­he sich dies auf die durch­schnitt­li­che Schul­terhhe eines aus­ge­wach­se­nen Hun­des. So mag ein rein­ras­si­ger Schfer­hund bei Geburt z. B. nur 7 bis 15 cm Schul­terhhe haben, als aus­ge­wach­se­nes Tier aber etwa 60 bis 65 cm Schul­terhhe errei­chen. Die durch­schnitt­li­che Schul­terhhe eines Labra­dor-Schfer­hund-Misch­lings drf­te regel­mig auch 45 cm Schul­terhhe bersteigen.

Im Online­rech­ner der Gotha­er ist Ver­si­che­rungs­schutz nur mit SEPA-Man­dat mglich, wobei sowohl eine deut­sche als auch eine sons­ti­ge euro­pi­sche IBAN ange­ge­ben wer­den kann. Gleich­zei­tig heit es, dass dies nur fr ein deut­sches Bank­in­sti­tut gel­te. Laut Pro­dukt­in­for­ma­ti­ons­blatt ist abwei­chend auch eine ber­wei­sung der Bei­trge durch den Kun­den mglich. Ist dies also nur nach Ver­trags­ab­schluss mglich?

Quel­le: https://​www​.gotha​er​.de/​p​r​i​v​a​t​k​u​n​d​e​n​/​t​i​e​r​v​e​r​s​i​c​h​e​r​u​n​g​/​t​i​e​r​k​r​a​n​k​e​n​v​e​r​s​i​c​h​e​r​u​n​g​/​r​e​c​h​n​e​r​.​htm, zuletzt auf­ge­ru­fen am 16.08.2021

Der Ver­si­che­rer stellt hier­zu klar:

Die IBAN muss ange­ge­ben bzw. es muss ein SEPA-Man­dat erteilt wer­den, sofern monat­li­che Zahl­wei­se gewnscht ist (wie im vor­lie­gen­den Bei­spiel). Bei monat­li­cher Zahl­wei­se knnen die Bei­trge nicht ber­wie­sen wer­den. Fr alle ande­ren Zahl­wei­sen ist auch die ber­wei­sung mglich.

Bei Ver­ein­ba­rung einer monat­li­chen Zah­lungs­wei­se betrgt der Bei­trag fr einen rein­ras­si­gen Labra­dor Retrie­ver im Tarif Tier­kran­ken Pre­mi­um je nach Eintrittsalter:

AlterOpe­ra­tio­nen BasisOpe­ra­tio­nen PlusOpe­ra­tio­nen Premium
014,01 18,00 22,00
114,01 18,00 22,00
214,01 18,00 22,00
314,01 18,00 22,00
416,01 20,00 24,00
518,00 24,00 28,00
620,00 26,00 30,00
722,00 28,00 32,00
Ab 824,00 30,00 38,00
Alle Anga­ben auf Basis einer monat­li­chen Zahl­wei­se inklu­si­ve 7 Pro­zent Ratenzahlungszuschlag

Die Tari­fe Easy und Best knnen durch den Bau­stein Heil­be­hand­lun­gen erwei­tert werden:

AlterTier­kran­ken BasisTier­kran­ken PlusTier­kran­ken Premium
033,61 67,20 70,51
133,61 67,20 70,51
233,61 67,20 70,51
333,61 67,20 70,51
437,21 73,10 77,41
544,64 87,71 92,88
653,56 105,27 111,46
764,27 126,31 133,74
Ab 890,00 176,84 187,25
Alle Anga­ben auf Basis einer monat­li­chen Zahl­wei­se inklu­si­ve 7 Pro­zent Ratenzahlungszuschlag

Ins­ge­samt unter­schei­det die Gotha­er drei Ras­se­klas­sen (RK): klei­ne Ras­sen, groe Ras­sen und spe­zi­el­le Ras­sen und die Alters­klas­sen bis 3 Jah­re, bis 4 Jah­re, bis 5 Jah­re, bis 6 Jah­re, bis 7 Jah­re sowie ab 8 Jah­ren. Ein Labra­dor Retrie­ver zhlt dabei zu den gro­en Rassen.

Bei­trags­vor­teil bei gleich­zei­tig bestehen­der Bewegungsjagdversicherung

Bedin­gun­gen und Ange­bots­rech­ner tref­fen kei­ne Unter­schei­dung, ob ein Hund pri­vat als Haus­tier, als Wach­hund, Zuchth­n­din, Blin­den­fhr­hund, Ret­tungs­hund oder The­ra­pie­hund gehal­ten wird oder ob ein VDH-Hun­defh­rer­schein bzw. eine Begleit­hun­de­prfung bestan­den wur­de. Wer­den Hun­de aller­dings auch nur gele­gent­lich zur Jagd ein­ge­setzt (z. B. zum Auf­su­chen oder Nach­stel­len von Wild), erhebt der Ver­si­che­rer grund­stzlich einen Zuschlag. Seit Frhjahr 2021 ent­fllt die­ser 10%-ige Zuschlag in der Hun­de­kran­ken­ver­si­che­rung, sofern bei der Gotha­er gleich­zei­tig eine Jagd­haft­pflicht­ver­si­che­rung mit Hun­de-Unfall­schutz (Klau­sel 144) besteht. Der Jger zahlt dann fr den Tier­kran­ken­schutz sei­nes Hun­des trotz jagd­li­cher Nut­zung den Nor­mal­bei­trag. Bei Antrag­stel­lung ist auf den bestehen­den Jagd­haft­pflicht­ver­trag zu ver­wei­sen; dann wird manu­ell der Nor­mal­bei­trag vorgegeben.

Ergnzen­de Hun­de­hal­ter­haft­pflicht in den meis­ten Bun­desln­dern Pflicht

Die Hun­de­kran­ken­ver­si­che­rung wird auf unbe­fris­te­te Zeit geschlos­sen. Die Kndi­gung kann mit Frist von drei Mona­ten zur jewei­li­gen Haupt­fl­lig­keit gekndigt wer­den. Optio­nal knnen eine Ver­trags­lauf­zeit von einem Jahr oder fnf Jah­ren ver­ein­bart wer­den. In letz­te­rem Fall wird ein Lauf­zeit­nach­lass von 5Prozent gewhrt. Der Ver­si­che­rer weist zurecht dar­auf hin, dass Ver­trge mit fnf­jh­ri­ger Ver­trags­lauf­zeit bereits zum Ablauf des drit­ten Jah­res gekndigt wer­den knnen. Ein Ver­zicht auf das ordent­li­che Kndi­gungs­recht besteht nicht.

Die Haupt­fl­lig­keit rich­tet sich nach dem Ver­si­che­rungs­be­ginn des Ver­tra­ges. Das Ver­si­che­rungs­jahr weicht somit regel­mig vom Kalen­der­jahr ab.

Neben der Hun­de­kran­ken­ver­si­che­rung bie­tet die Gotha­er auch eine Hun­de­hal­ter-Haft­pflicht­ver­si­che­rung an, fr Jagd­hun­de ergnzend auch eine Jagd­haft­pflicht­ver­si­che­rung mit optio­na­le Bewe­gungs­jagd­ver­si­che­rung (Hun­de­un­fall­klau­sel). Hier­fr muss die tierrzt­li­che Behand­lung a) bei der Jagd pas­siert sein und es mssen b) die gngi­gen Unfall­kri­te­ri­en (pltz­lich, von auen) erfllt werden.

Der Tarif­rech­ner erstellt anstel­le einer indi­vi­du­el­len Bedarfs­er­mitt­lung und Bera­tungs­do­ku­men­ta­ti­on nach 6 Abs.1VVGeinen auto­ma­ti­schen Bera­tungs­ver­zicht nach 6Abs.3, wobei Name des Ver­mitt­lers und des­sen Ver­mitt­ler­num­mer offenbleiben:

Quel­le: Zum Down­load zur Verfgung gestell­tes Ange­bots­do­ku­ment der Gotha­er vom 16.08.2021

Inwie­fern ein gene­rel­ler Ver­zicht auf Bera­tung und Doku­men­ta­ti­on zuls­sig ist, gilt als durch­aus umstrit­ten. So schreibt etwa Prof. Dr. Mat­thi­as Been­ken hier­zu unter ande­rem wie folgt:

Ganz anders aber bei dem umfas­sen­den Bera­tungs­ver­zicht per Klick. Hier ver­zich­tet der Kun­de auf sein Recht, dass der Anbie­ter zunchst ein­mal durch geeig­ne­te Fra­gen in Erfah­rung bringt, was der Kun­de wirk­lich braucht, und ihm dann ein verstnd­lich begrn­de­tes Ange­bot unter­brei­tet sowie das Gan­ze doku­men­tiert. Ob die Ver­si­che­rung zum Bedarf des Kun­den passt, wird nicht mehr geprft. Der Kun­de ist damit allein gelas­sen. Die­ser Bedeu­tung wird er sich kaum bewusst sein, wenn er das von Online-Kufen bekann­te Anklick­feld ange­bo­ten erhlt.[1].

Anstel­le eine rein pro­dukt­spe­zi­fi­sche Bera­tung zumin­dest optio­nal anzu­bie­ten, gibt es fr Kun­den ledig­lich die Mglich­keit, eine sehr umfang­rei­che Wer­be- und Kon­takt­op­ti­on anzukreuzen:

Quel­le: https://​www​.gotha​er​.de/​p​r​i​v​a​t​k​u​n​d​e​n​/​t​i​e​r​v​e​r​s​i​c​h​e​r​u​n​g​/​t​i​e​r​k​r​a​n​k​e​n​v​e​r​s​i​c​h​e​r​u​n​g​/​r​e​c​h​n​e​r​.​htm, zuletzt auf­ge­ru­fen am 16.08.2021

Infor­ma­tio­nen dar­ber, wel­che Nach­tei­le mit einem Bera­tungs- und Doku­men­ta­ti­ons­ver­zicht ver­bun­den sind, erhlt der geneig­te Kun­de erst, wenn er zuvor alle sei­ne pri­va­ten Daten wie Anschrift und Bank­ver­bin­dung sowie die Anga­ben zum zu ver­si­chern­den Tier ein­ge­ge­ben hat.

Aus­ge­whl­te Leis­tun­gen des Tarifs Gotha­er Tier­kran­ken Premium

  • Ver­si­che­rungs­schutz grund­stzlich bis zur Ver­si­che­rungs­sum­me, bei ope­ra­ti­ven Heil­be­hand­lun­gen ohne Anrech­nung einer Selbstbeteiligung
  • Freie Tier­arzt­wahl, hier­zu aller­dings kei­ne bedin­gungs­sei­ti­ge Klar­stel­lung. Das Unter­neh­men best­tigt jedoch das Recht auf freie Wahl des Tierarztes:

Der Hundebesitzer/VN darf zu jedem appro­bier­ten Tier­arzt bzw. Tier­arzt mit Recht auf Berufs­aus­bung in der Bun­des­re­pu­blik gehen und dort Leis­tun­gen in Anspruch neh­men, die dann ja nach GOT abge­rech­net werden.

Bei vor­ber­ge­hen­den Aus­lands­auf­ent­hal­ten gilt dies ana­log fr Tierrzte gem den Vor­ga­ben im jewei­li­gen Land, die Rech­nun­gen wer­den nach Abgleich mit Rech­nun­gen fr glei­che Leis­tun­gen nach GOT inner­halb Deutsch­lands erstattet.

Der Ver­si­che­rer schliet weder eine Praxis/Klinik aus, noch wird aktiv eine Praxis/Klinik emp­foh­len oder von die­ser abge­ra­ten. Abge­se­hen davon, dass dies recht­lich schwie­rig wre, ist es auch weder erwnscht noch notwendig.

  • Erstat­tet wer­den Leis­tun­gen bis zum drei­fa­chen Satz der Gebh­ren­ord­nung fr Tierrzte (GOT), in Not­dienst­zei­ten bis zum vier­fa­chen Satz. Der Ver­si­che­rer stellt hier­zu klar:

Hier muss dif­fe­ren­ziert wer­den. Es fin­det kei­ne Erstat­tung von Leis­tun­gen ber den 3‑fachen Satz hin­aus statt. Auch in der­ar­ti­gen Not­dienst-Fllen wrde die Rech­nung auf den 3‑fachen Satz gekrzt werden.

Die Erstat­tung von Not­dienst­gebh­ren bezieht sich (vor­erst) aus­schlie­lich auf die 50 – Not­dienst­pau­schau­le gem 3a GOT, die vom Tier­arzt seit Beginn 2020 auer­halb der regul­ren Zei­ten erho­ben wer­den muss. Bei zwei­fels­frei lebens­be­droh­li­chen Behand­lun­gen wird dies erstat­tet, bei unkla­ren Fllen (z.B. Behand­lun­gen, die ohne Schwie­rig­kei­ten auch bis zum nchs­ten Tag htten war­ten knnen), wird geprft und ggf. nach­ge­fragt. Die allei­ni­ge Einscht­zung des VN ist hier nicht aus­schlag­ge­bend, es wird nach objek­ti­ven medi­zi­ni­schen Grn­den geprft (i.d.R. aus der Diagnose/Rechnung ersichtlich).

  • Inno­va­ti­ons­klau­sel fr prmi­en­neu­tra­le Leistungsverbesserungen
  • Mit­ver­si­chert sind ope­ra­ti­ons­vor­be­rei­ten­de Unter­su­chun­gen, um zu einer Dia­gno­se und Behand­lungs­me­tho­de zu kommen.
  • Medi­zi­nisch not­wen­di­ge Nach­be­hand­lun­gen nach einer ver­si­cher­ten Ope­ra­ti­on wer­den bis zum 15.Kalendertag nach einer ver­si­cher­ten Ope­ra­ti­on ber­nom­men. Ein­ge­schlos­sen sind die Kos­ten fr eine Phy­sio­the­ra­pie (zum Bei­spiel Lauf­band, Aqua­trai­ner) nach einer Ope­ra­ti­on. Die ber­nah­me der­ar­ti­ger Kos­ten ist auf eine Behand­lung pro Tag begrenzt. Auer­halb einer ver­si­cher­ten Nach­be­hand­lung fal­len Kos­ten fr eine Phy­sio­the­ra­pie nicht unter den Versicherungsschutz.
  • Kos­ten fr die medi­zi­nisch not­wen­di­ge Unter­brin­gung in einer Tier­kli­nik nach einer Operation
  • Ver­si­che­rungs­schutz sowohl bei Voll- als auch Teil­nar­ko­se. Ent­spre­chend drf­ten auch Sedie­rung und Lokal­ansthe­sie als Schmerz­aus­schal­tung unter den Begriff Teil­nar­ko­se fal­len, auch wenn dies nicht klar­ge­stellt wird. Das Unter­neh­men uert sich hier­zu wie folgt:

Eine Przi­sie­rung ist nicht zwin­gend not­wen­dig. Sobald das OP-Kri­te­ri­um ( 4 AVTK) erfllt ist, sind die Leis­tun­gen erstat­tungs­fhig als OP. Die Art der Nar­ko­se spielt eine unter­ge­ord­ne­te Rol­le. Die aller­meis­ten OPs fin­den in der Tier­me­di­zin aller­dings unter Voll­nar­ko­se statt, da alles ande­re meist nicht prak­ti­ka­bel ist. 

  • Ope­ra­tio­nen infol­ge von Hft­ge­lenks­dys­pla­sie oder Ell­bo­gen­ge­lenks­dys­pla­sie und Vor­stu­fen die­ser Erkran­kung (z. B. Iso­lier­ter Pro­ces­sus Anco­neus (IPA), Frag­men­tier­ter Pro­ces­sus coro­no­ide­us media­lis ulnae (FPC), Osteo chon­dro­sis Dis­se­cans (OCD), Radi­us cur­vus) sind fr maxi­mal zwei Ver­si­che­rungs­fl­le fr das ver­si­cher­te Tier ver­si­chert, hchs­tens jedoch bis 1.000 Euro je Versicherungsfall.
  • Sofern der Bau­stein Heil­be­hand­lun­gen gegen Zuschlag ver­ein­bart wur­de, Zuschuss der Kos­ten fr Zahn­pro­phy­la­xe bis 100 Euro pro Jahr.
  • ber­nah­me der Kos­ten fr aku­te Zahn­be­hand­lung. Dies gilt aus­drck­lich nicht fr Zahn­ersatz (Pro­the­tik) sowie eine Kor­rek­tur von Zahn- und Kie­fer­an­oma­lien. Inwie­fern die Kos­ten fr Zahn­fleischer­satz (Ging­vio­plas­tik) ber­nom­men wer­den, ist bedin­gungs­sei­tig nicht klar­ge­stellt. Die Gotha­er schreibt hierzu:

Auch hier zuvor­derst Ver­weis auf die OP-Kri­te­ri­en gem 4 AVTK. Sind die­se erfllt, wer­den die Kos­ten ber­nom­men. Han­delt es sich nicht um eine OP (wre bei durch­gefhr­ter Gin­giv­o­plas­tik eher unty­pisch), wrde ggf. als Heil­be­hand­lung mit 20% SB erstat­tet wer­den. Die Gin­giv­o­plas­tik als sol­che erfllt erst ein­mal nicht den Tat­be­stand einer ‑anoma­lie.

Und aus rein kos­me­ti­schen Grn­den wie in der Human­me­di­zin wird so etwas in der Tier­me­di­zin nicht durch­gefhrt, son­dern i.d.R. nach Ein­grif­fen an Zhnen/Maulschleimhaut zur ver­bes­ser­ten Wundheilung. 

  • Mit­ver­si­che­rung der Kos­ten fr einen tier­me­di­zi­nisch not­wen­di­gen Kai­ser­schnitt infol­ge von Kom­pli­ka­tio­nen bei der Geburt
  • Zuschuss fr die Kos­ten einer nicht­che­mi­schen (sie­he Aus­schluss 20) Kas­tra­ti­on bis 100Euro
  • Kein Aus­schluss fr Ope­ra­tio­nen, die im Zusam­men­hang mit dem Decken oder der Schein­trch­tig­keit des ver­si­cher­ten Hun­des stehen.
  • Aus­drck­li­che ber­nah­me der Kos­ten fr Dia­gnos­tik wie z.B. CT, MRT, Rnt­gen oder Ultra­schall. Wenn ein ver­si­cher­ter Hund etwa wegen eines Band­schei­ben­vor­falls ope­riert wer­den muss (ca. 2.000 bis 3.000Euro), so kos­tet allein der MRT hier­zu je nach Quel­le zwi­schen 300 und 330 Euro oder sogar ab 1.200Euro zustzlich. Sofern der Bau­stein Heil­be­hand­lun­gen ver­si­chert ist, wer­den auer­halb der GO Kos­ten fr MRT und CT bis in Hhe von 400,00Euro ber­nom­men. Zu beach­ten ist, dass die nicht in der GOT erfass­ten bild­ge­ben­den Ver­fah­ren (CR/MRT) nicht voll ber­nom­men, son­dern ledig­lich zuschussfhig sind, sofern Heil­be­hand­lun­gen mit­ver­si­chert sind.

Die Nen­nung von CT/MRT dient hier vor allem der bei­spiel­haf­ten Dar­stel­lung mgli­cher Dia­gnos­tik ( 5 AVTK).

  • Kein Aus­schluss fr nicht­in­va­si­ve Operationsmethoden
  • Aus­drck­lich mit­ver­si­chert sind auch Ope­ra­tio­nen unter Anwen­dung von mini­mal­in­va­si­ven Ope­ra­ti­ons­me­tho­den mit Endo­skop. Zum Teil wer­den mini­mal-inva­si­ve Metho­den etwa zur Ent­fer­nung von Harn­stei­nen ver­wen­det[2]. Idea­ler­wei­se mssen fr die Erstat­tungs­fhig­keit die OP-Kri­te­ri­en nach 4 AVTK erfllt sein. Ist dies nicht der Fall (rein diagnostische/explorative Endo­sko­pie ohne Bepro­bung etc.) wer­den die Kos­ten laut Gotha­er i.d.R. als Heil­be­hand­lung gewertet.

Mini­mal-inva­si­ve Ope­ra­tio­nen beinhal­ten chir­ur­gi­sche Ein­grif­fe, die ber klei­ne Ein­schnit­te durch die Haut in eine Krperhh­le (wie etwa in den Bauch- oder Brust­raum, Gelen­ke) erfol­gen. Die Bil­der wer­den ver­grert auf einem Moni­tor im OP dar­ge­stellt.[3]

Kei­ne Klar­stel­lung zum Ver­si­che­rungs­schutz fr sons­ti­ge endo­sko­pi­sche Ein­grif­fe. Die­se stel­len kei­ne Ope­ra­ti­on dar. Im Rah­men ver­si­cher­ter, nicht­ope­ra­ti­ver Heil­be­hand­lun­gen, ist Ver­si­che­rungs­schutz auch fr endo­sko­pi­sche Behand­lun­gen anzunehmen:

Mit­hil­fe eines Endo­skops inspi­ziert der Tier­arzt inne­re Krperhh­len und Orga­ne, die sich durch eine Ultra­schall-Unter­su­chung oder Rnt­gen-Unter­su­chung nicht aus­rei­chend beur­tei­len las­sen. Ohne die Endo­sko­pie wre es sonst nur durch eine Ope­ra­ti­on mglich, das Inne­re des Krpers zu betrach­ten.[4]

Die­se Einscht­zung der Mit­ver­si­che­rung wird vom Unter­neh­men aus­drck­lich besttigt.

  • Aus­drck­li­che ber­nah­me der Kos­ten fr Arz­nei­mit­tel (z. B.  Medi­ka­men­te im Zusam­men­hang mit ver­si­cher­ten Ope­ra­tio­nen) sowie ange­wand­te Ver­brauchs­ma­te­ria­li­en.
  • Zuschuss zur elek­tro­ni­schen Tier­mar­kie­rung (Chip­kos­ten) nach ISO-Norm bis in Hhe von 25,00 Euro
  • Sofern der Bau­stein Heil­be­hand­lun­gen ver­ein­bart wur­de, besteht Anspruch auf einen Vor­sor­ge­zu­schuss (z.B. fr Imp­fun­gen, Wurm­ku­ren) in Hhe von 100,00Euro. Nicht ver­si­chert ist aller­dings die Behand­lung von Endo- und Ekto­p­a­ra­si­ten, ins­be­son­de­re Floh- und Zecken­bekmp­fung sowie Ent­wur­mung. Nicht ver­si­chert sind auch para­sit­re Erkran­kun­gen bei unter­las­se­nen Vor­sor­ge­ma­nah­men.
  • Sofern der Bau­stein Heil­be­hand­lun­gen ver­ein­bart wur­de, besteht Anspruch auf eine Leis­tung bei Unfall­tod bis in Hhe von 250,00Euro, dies ohne Anrech­nung einer Selbst­be­tei­li­gung. Der Tod muss dafr inner­halb von 72Stunden nach dem Unfall ein­ge­tre­ten sein. Dabei sind unmit­tel­ba­re Fol­gen von Ver­gif­tun­gen oder Infek­tio­nen ausgeschlossen.
  • ber­nah­me der not­wen­di­gen Kos­ten fr Ein­schl­fe­rung durch Injek­ti­on. Bedin­gungs­sei­tig wird hier der in der Tier­me­di­zin gebruch­li­che Fach­be­griff Eutha­na­sie bei Unfall oder unheil­ba­ren Krank­hei­ten gebraucht.
  • Im Rah­men der ver­ein­bar­ten Ser­vice­leis­tun­gen ber­nah­me der Kos­ten fr eine tele­fo­ni­sche Rechts­be­ra­tung oder eine tele­fo­ni­sche Aus­kunft zu Rechts­fra­gen, sofern deut­sches Recht anwend­bar ist (Jur­Line). Hier­zu stellt die Gotha­er eine spe­zi­el­le Hot­line zur Verfgung
  • Im Rah­men der ver­ein­bar­ten Ser­vice­leis­tun­gen Orga­ni­sa­ti­on der Unter­brin­gung von Hun­den inner­halb Deutsch­lands im Notfall
  • Im Rah­men der ver­ein­bar­ten Ser­vice­leis­tun­gen optio­na­les Doku­men­ten- und Daten­de­pot (max. 20 DIN A4-Sei­ten, z. B. Kauf­ver­trag, Abstam­mungs­ur­kun­de, EU-Heim­tier­aus­weis). Auf Wunsch des Ver­si­che­rungs­neh­mers wer­den die hin­ter­leg­ten Infor­ma­tio­nen unverzglich per E‑Mail, Post oder Fax zur Verfgung gestellt.
  • Ver­mitt­lung von Hand­wer­kern und Ser­vice­dienst­leis­tern (z. B. Dach­de­ckern und Raum­aus­stat­tern bzw. Haush­tern, Sach­verstndi­gen und Hotels)
  • Der Ver­si­che­rungs­schutz bleibt unab­hn­gig vom Alter des ver­si­cher­ten Tie­res in vol­lem Umfang bestehen.

Aus­ge­whl­te Ein­schrn­kun­gen des Tarifs Gotha­er Tier­kran­ken Premium

  • Ver­si­che­rungs­schutz nur mit Anga­ben zum Gesundheitszustand
  • Kein Ver­zicht auf das ordent­li­che Kndigungsrecht
  • Kei­ne ber­nah­me der Kos­ten fr einen Rei­serck­tritt, die ent­ste­hen, wenn der Ver­si­che­rungs­neh­mer eine gebuch­te Urlaubs­rei­se auf­grund einer unfall­be­dingt erfor­der­li­chen Ope­ra­ti­on des ver­si­cher­ten Hun­des nicht antre­ten kann
  • Kein Ver­si­che­rungs­schutz fr Ope­ra­tio­nen infol­ge des brachy­ce­pha­len obstruk­ti­ven Syn­droms (Kurz- oder Rundkpfig­keit). Typi­sche Sym­pto­me sind z.B. Kurz­at­mig­keit oder lau­tes Schnar­chen sowohl im Schlaf- oder Wachzustand.
  • Kein Ver­si­che­rungs­schutz fr Zahn­ersatz (Pro­the­tik) sowie eine Kor­rek­tur von Zahn- und Kieferanomalien
  • Kein Ver­si­che­rungs­schutz fr eine medi­zi­nisch not­wen­di­ge che­mi­sche Kas­tra­ti­on, fr eine Ste­ri­li­sa­ti­on sowie fr hor­mo­nell durch­gefhr­te strus­ver­schie­bun­gen bei weib­li­chen Tieren
  • Ver­si­che­rungs­schutz fr nicht­ope­ra­ti­ve Heil­be­hand­lung nur unter Anrech­nung eines Selbst­be­halts von 20Prozent
  • Kein Ver­si­che­rungs­schutz fr die ope­ra­ti­ve Behand­lung von vor Beginn der Ver­si­che­rung bestehen­de Krank­hei­ten oder ange­bo­re­ne Fehl­ent­wick­lun­gen, auch wenn die­se dem Ver­si­che­rungs­neh­mer bei Antrags­stel­lung nicht bekannt oder die­se nicht behand­lungs­be­drf­tig waren. Kon­kret aus­ge­schlos­sen sind unab­hn­gig von der Ursa­che Heilbehandlungen.wegen Patell­a­lu­xa­ti­on (Knie­ge­lenks­ver­let­zung), Ektro­pi­um (Aus­wrts­stl­bung des Lid­ran­des), per­sis­ten­ten Milch­ca­ni­ni, Lip­pen-Kie­fer-Gau­men­spal­te, Kryptor­chis­mus (Lage­an­oma­lie des Hodens), Nabel- und Ein­ge­wei­de­bruch, Brachy­urie und Anurie sowie Ura­ch­us per­sis­tens (Fehl­bil­dung im Nabel- / Bla­sen­be­reich). Der Ver­si­che­rer schrnkt die Anwend­bar­keit des Aus­schlus­ses wie folgt ein:

Fr Ope­ra­tio­nen infol­ge von Kryptor­chis­mus (ein- oder beid­sei­ti­ge Lage­an­oma­lie des Hodens) besteht Anspruch auf den Kas­tra­ti­ons­zu­schuss je nach Tarif. Eigent­lich wiegt der Leis­tungs­aus­schluss schwe­rer, als der Anspruch auf den Zuschuss. Im Inter­es­se des VN leis­ten wir aber den Kas­tra­ti­ons­zu­schuss, da die OP rein tech­nisch nichts ande­res als eine wenn­gleich etwas auf­wen­di­ge­re Kas­tra­ti­on darstellt.

  • Nicht ver­si­chert sind Ope­ra­tio­nen, die der Her­stel­lung des jewei­li­gen Ras­se­stan­dards die­nen und sthe­ti­schen Cha­rak­ter haben. Dies gilt auch fr Manah­men am Gebiss des Hundes.
  • Ver­si­che­rungs­schutz nur fr Ope­ra­tio­nen, sofern die Haut oder dar­un­ter lie­gen­des Gewe­be mehr als punkt­frmig durch­trennt wer­den. Dies bedeu­tet aller­dings auch, dass z.B. ein Aus­schluss fr die Punk­ti­on von Fls­sig­keits­an­samm­lun­gen (demen) bestehen wrde. Es ist anzu­neh­men, dass bei Wahl des Bau­steins Heil­be­hand­lun­gen Punk­tie­run­gen unter Anrech­nung einer Selbst­be­tei­li­gung von 20Prozent als ambu­lan­te und sta­ti­on­re Behand­lun­gen nach 7 mit­ver­si­chert sind. Die­se Einscht­zung wird vom Ver­si­che­rer besttigt.
  • Kei­ne Klar­stel­lung, inwie­fern eine Ope­ra­ti­on zur Fremd­krper­ent­fer­nung (z.B. Gran­nen) oder eine Fremd­krper­ent­fer­nung ohne Endo­skop unter den Ver­si­che­rungs­schutz fal­len. Es ist anzu­neh­men, dass benann­te Fremd­krper­ent­fer­nun­gen im Rah­men der Mit­ver­si­che­rung von Heil­be­hand­lun­gen gegen Zuschlag unter Anrech­nung einer Selbst­be­tei­li­gung von 20Prozent als ambu­lan­te und sta­ti­on­re Behand­lun­gen nach 7 mit­ver­si­chert sind. Die­se Einscht­zung wird vom Ver­si­che­rer besttigt.
  • Kei­ne bedin­gungs­sei­ti­ge ber­nah­me der Kos­ten fr Tel­e­dia­gnos­tik und Tele­be­ra­tung in Bezug auf eine ver­si­cher­te Ope­ra­ti­on durch einen Tierarzt.
  • Aus­schluss fr kom­ple­ment­re bzw. alter­na­ti­ve Behand­lungs­me­tho­den (z. B. Homo­pa­thie, Laser- und Magnet­feld-The­ra­pie, Neu­ral­the­ra­pie, Osteo­pa­thie, Chi­ro­prak­tik, Blut­egel­the­ra­pie). Abwei­chend wer­den jedoch bis zu fnf Aku­punk­tur­be­hand­lun­gen pro Jahr ber­nom­men.
  • Kei­ne Mit­ver­si­che­rung fr vom Tier­arzt durch­gefhr­te rege­ne­ra­ti­ve The­ra­pien (z.B. Auto­lo­ges Kon­di­tio­nier­tes Plas­ma, Serum-Eigen­blut­the­ra­pie (IRAP), Ortho­kin-Ver­fah­ren, Platel­e­let Rich Plas­ma (PRP) oder Stamm­zel­len­the­ra­pie), die z.B. im Rah­men einer Ope­ra­ti­on vor­ge­nom­men werden
  • Nicht ver­si­chert ist die Dia­gno­se und Behand­lung von Viren- und Infek­ti­ons­er­kran­kun­gen (z. B. Stau­pe, Hepa­ti­tis (HCC), Lep­tos­pi­ro­se, Par­vo­vi­ro­se, und Toll­wut) sowie Para­si­ten­er­kran­kun­gen. Die Gotha­er leis­tet aller­dings bei ver­ein­bar­tem Bau­stein Heil­be­hand­lun­gen, wenn das Bestehen eines Impf­schut­zes fr das ver­si­cher­te Tier durch einen inter­na­tio­na­len Impf­pass nach­ge­wie­sen wer­den kann oder Vor­sor­ge­ma­nah­men nicht unter­las­sen wurden.
  • Nicht ver­si­chert sind Ope­ra­tio­nen von Krank­hei­ten und Unfl­len durch Kriegs­er­eig­nis­se jeder Art, Auf­ruhr, Auf­stand und Gewalt anls­s­lich einer ffent­li­chen Ansamm­lung oder Kund­ge­bung ent­ste­hen.
  • Nicht ver­si­chert sind Ope­ra­tio­nen von Krank­hei­ten und Unfl­len, die durch Erd­be­ben, ber­schwem­mun­gen und Kern­ener­gie entstehen.
  • Kei­ne ber­nah­me der Kos­ten fr Tra­ge­vor­rich­tun­gen, Geh­hil­fe und Geschirr.
  • Kein Ver­si­che­rungs­schutz fr eine Ope­ra­ti­on wegen medi­zi­nisch not­wen­di­ger Pro­the­sen (knst­li­che Glied­maen, knst­li­che Gelen­ke, knst­li­che Orga­ne und Organ­tei­le, so z.B. ein knst­li­ches Hft­ge­lenk), Gold­im­plan­ta­te sowie Zahn­pro­the­sen.
  • Im Rah­men der Grund­ver­si­che­rung nur fr Ope­ra­tio­nen kein Ver­si­che­rungs­schutz fr nicht­in­va­si­ve Behand­lun­gen, da es sich um kei­ne Ope­ra­tio­nen im Sin­ne der Bedin­gun­gen han­delt. Feh­len­de Klar­stel­lung, inwie­fern die­se ber den Bau­stein Heil­be­hand­lun­gen gegen Zuschlag mit­ver­si­chert sind. Der Ver­si­che­rer stellt klar, dass es um die Grund­fra­ge gehe, ob nach 4 AVTK die Defi­ni­ti­on einer Ope­ra­ti­on besteht.

Sofern es sich ansons­ten um kei­nen Leis­tungs­aus­schluss han­delt, wird ein­zig auf medi­zi­ni­sche Not­wen­dig­keit und GOT-Satz geprft, dann wrde eine sol­che Leis­tung als Heil­be­hand­lung mit 20% SB gewer­tet werden.

Im Rah­men der Grund­ver­si­che­rung nur fr Ope­ra­tio­nen kein Ver­si­che­rungs­schutz fr eine unblu­ti­ge Repo­si­ti­on luxier­ter Gelen­ke, da es sich um kei­ne Ope­ra­tio­nen im Sin­ne der Bedin­gun­gen han­delt. Feh­len­de Klar­stel­lung, inwie­fern die­se ber den Bau­stein Heil­be­hand­lun­gen gegen Zuschlag mit­ver­si­chert sind. Der Ver­si­che­rer stellt klar:

Sofern OP-Kri­te­ri­en nicht erfllt, kei­ne Erstat­tung im rei­nen OP-Kos­ten­schutz mglich. Alles dar­ber hin­aus nach vor­ge­nann­ter Prfung mit groer Wahr­schein­lich­keit dann als Heil­be­hand­lung zu wer­ten. Bei einer unblu­ti­gen Repo­si­ti­on einer Luxa­ti­on sehe ich momen­tan kei­nen Grund, war­um dies nicht als HB zu wer­ten sei.

  • Kei­ne aus­drck­li­che Mit­ver­si­che­rung von Biop­sien (Gewe­be-Pro­be-Ent­nah­men). Um eine Biop­sie zu ent­neh­men, ist unter ande­rem eine rtli­che Betu­bung erfor­der­lich und es wer­den ent­we­der Gewe­be­pro­ben oder auch Pro­ben von inne­ren Orga­nen bzw. Kno­chen ent­nom­men.[5] Im Rah­men ver­si­cher­ter, nicht­ope­ra­ti­ver Heil­be­hand­lun­gen, ist Ver­si­che­rungs­schutz auch fr Biop­sien anzu­neh­men. Die Gotha­er stellt dar­ber hin­aus klar:

Biop­sie­ent­nah­men erfl­len i.d.R. die OP-Kri­te­ri­en nach 4 AVTK du wrden dann sowohl unter Voll- als auch bei Teil­nar­ko­se (inkl. Lokal­ansthe­sie, wenn­gleich sel­ten) ohne SB ber­nom­men wer­den. Hier muss man ein­deu­tig dif­fe­ren­zie­ren zwi­schen Punk­ti­on mit­tels nor­ma­ler Nadel/Kanle und Biop­sie (zumeist per Biop­sie-Stan­ze oder Skal­pell­schnitt, so oder so ist die mehr als punkt­frmi­ge Durch­tren­nung erfllt). Dies hand­ha­ben lngst nicht alle Mit­be­wer­ber so, Biop­sien wer­den lngst nicht ber­all als OP gewertet.

  • Kei­ne Ver­sor­gung des Hun­des bei medi­zi­nisch not­wen­di­gem Kran­ken­haus­auf­ent­halt des Hun­de­hal­ters. Nach 15AVTK Unter­brin­gung von Hun­den im Not­fall wer­den jedoch die Kos­ten fr die Orga­ni­sa­ti­on einer Unter­brin­gung bei unfall­be­ding­tem Kran­ken­haus­auf­ent­halt oder Tod des Besit­zers bernommen.
  • Kei­ne ber­nah­me von Rck­rei­se­kos­ten fr das ver­si­cher­te Tier bei Scha­den­fl­len im Ausland
  • Kei­ne ber­nah­me von Wege­geld, Rei­se­kos­ten oder Ver­weil­geld fr Haus­be­su­che des Tier­arz­tes von nach­ge­wie­se­ner­maen trans­port­unfhi­gen Tieren
  • Kein Ver­si­che­rungs­schutz fr die Behand­lung von Krank­hei­ten, die infol­ge von Epi­de­mien oder Pan­de­mien ent­ste­hen. Unklar bleibt, ob dies auch fr eine zuknf­ti­ge Impf­pflicht von Haus­tie­ren gilt, die dadurch impf­be­ding­te Impfschden erlei­den. Der Ver­si­che­rer uert sich hier­zu wie folgt:

Es besteht bereits eine ein­ge­schrnk­te Impf­pflicht hin­sicht­lich Toll­wut (z.B. bei Grenz­ber­tritt mit dem Hund). Fr ande­re Erkran­kun­gen wie z.B. Covid19 gibt es weder Impf­stof­fe noch die unmit­tel­ba­re Not­wen­dig­keit, Tie­re gegen dies zu imp­fen. Impfschden sind gene­rell sel­ten, noch dazu schwie­rig nach­zu­wei­sen. Im Fal­le von gesund­heit­li­chen Pro­ble­men nach einer Imp­fung kann davon aus­ge­gan­gen wer­den, dass die not­wen­di­gen Behand­lun­gen anstands­los als sym­ptom­be­zo­ge­ne Heil­be­hand­lung mit 20% SB erstat­tet werden.

  • Kei­ne Kos­ten­ber­nah­me fr die Erst­be­hand­lung der Wel­pen einer ver­si­cher­ten Hndin bzw. Ope­ra­tio­nen von Wel­pen, die kurz nach der Nie­der­kunft des ver­si­cher­ten Mut­ter­tiers erfor­der­lich wer­den. Laut Gotha­er sei die

Erst- bzw. Not­fall­be­hand­lung von ein­zel­nen Wel­pen direkt nach Kai­ser­schnitt mglich, dies dann aber kulan­ter­wei­se, weil zumeist kei­ne hohen Kos­ten anfal­len. Ansons­ten aber grund­stzlich korrekt.

  • Kein Ver­si­che­rungs­schutz fr wis­sen­schaft­lich nicht aner­kann­te Dia­gno­se- und The­ra­pie-Manah­men. Ein­zel­ne Ein­schls­se gren­zen ein, dass es um den aktu­el­len und all­ge­mein aner­kann­ten Stand der vete­rinr-medi­zi­ni­schen Wis­sen­schaft in Deutsch­land gehe. Kri­tisch ist, dass vie­le medi­zi­ni­sche Behand­lungs­me­tho­den (so z.B. die Wirk­sam­keit von Imp­fun­gen) nicht all­ge­mein wis­sen­schaft­lich aner­kannt sind, son­dern nur von einer Aus­wahl der Wis­sen­schaft­ler. Wis­sen­schaft bedeu­tet einen wis­sen­schaft­li­chen Dis­kurs und wird nicht durch eine (angeb­li­che) Mehr­heits­mei­nung begrn­det. Somit ist eine sol­che Rege­lung ten­den­zi­ell streitanfllig.

Bezo­gen auf das Bei­spiel der Imp­fun­gen grei­fe das Bei­spiel laut Gotha­er zu kurz:

Auch Impf­stof­fe der Vete­rinr­me­di­zin durch­lau­fen viel­schich­ti­ge Prfun­gen und Wirk­sam­keits­stu­di­en. Und eben­so wie bei Schmerz- oder Nar­ko­se­me­di­ka­men­ten gibt es immer mal Flle mit Neben­wir­kun­gen oder aus­blei­ben­der Wir­kung. Die Wir­kung ist aber mess­bar und die zugrun­de­lie­gen­den Mecha­nis­men sind medi­zi­nisch begrndbar. Dass durch die zuge­las­se­nen und regel­mig ange­wen­de­ten Impf­stof­fe wie z.B. gegen Toll­wut, Stau­pe und Lep­tos­pi­ro­se eine Wirk­sam­keit erzielt wird, ist u.a. durch quan­ti­ta­ti­ve Anti­krper-Titer-Mes­sun­gen erwiesen.

Wei­ter weist das Unter­neh­men die geu­er­te Kri­tik zurck:

Glei­ches gilt fr klas­si­sche schul­me­di­zi­ni­sche Medi­ka­men­te oder eta­blier­te Dia­gno­se­ver­fah­ren. Grund­la­ge ist hier­fr vor allem die Gebh­ren­ord­nung GOT, aber auch das inter­ne Qua­litts­si­che­rungs­sys­tem der Tierrzte­kam­mern, die ihren Mit­glie­dern kla­re Vor­ga­ben fr die beruf­li­che Fort- und Wei­ter­bil­dung machen (Nach­wei­se sind zu erbrin­gen). Eben genau damit alle prak­ti­zie­ren­den Tierrzte immer up to date sind was die Dia­gnos­tik und The­ra­pie angeht.

Dass expe­ri­men­tel­le oder (noch) nicht aus­rei­chend erforsch­te Dia­gno­se- und The­ra­pie­me­tho­den nicht vom Ver­si­che­rungs­schutz gedeckt sind, drf­te ange­sichts der oft nicht vor­han­de­nen oder recht drf­ti­gen Wirk­sam­keits­nach­wei­se nach­voll­zieh­bar sein. Stich­wort: Evi­denz-basier­te Medi­zin. Dies unter­schei­det uns bri­gens nicht von der huma­nen Kran­ken­ver­si­che­rung, auch hier wird bei neu­en, noch nicht aus­rei­chend erprob­ten bis expe­ri­men­tel­len Anst­zen nicht erstat­tet oder der Ein­zel­fall genau geprft. Und dies bei deut­lich gre­rem finan­zi­el­len Spiel­raum (maxi­mal abwei­chen­de Monats­bei­trge bei teils gleich hohen Behand­lungs­kos­ten in Human- und Tiermedizin).

Es sei ergnzend ange­merkt, dass es sich bei der tierrzt­li­chen Behand­lung um einen klas­si­schen Dienst­ver­trag han­delt, fr den (wie in der Human­me­di­zin) auch juris­tisch gilt, dass der Tier­arzt kei­nen Behand­lungs­er­folg schul­det, son­dern eine gewis­sen­haf­te Unter­su­chung nach aktu­el­len medi­zi­ni­schen Kennt­nis­sen. Selbst wenn das Tier anschlie­end nicht geheilt wird oder sogar ver­stirbt. Auch die eher dem Werk­ver­trag hnli­che­re Rege­lung bei z.B. einer Kas­tra­ti­on setzt grund­stzlich vor­aus, dass man dem Tier­arzt ein Ver­schul­den bzw. einen Versto nur vor­wer­fen kann, sofern er den gesam­ten Ein­griff nicht nach den vor­lie­gen­den aktu­el­len medi­zi­ni­schen Stan­dards vor­ge­nom­men hat.

Die Medi­zin unter­liegt einem ste­ti­gen Wan­del bzw. ent­wi­ckelt sich immer wei­ter. Die­sem mssen alle Schritt hal­ten, allen vor­an die im Beruf akti­ven Tierrzte. Eine Fest­le­gung auf wis­sen­schaft­lich aner­kann­te The­ra­pie- und Dia­gno­se­ma­nah­men steht in kei­nem Gegen­satz hier­zu, son­dern ent­spricht dem hohen Anspruch der Tier­me­di­zin hier­zu­lan­de vor allem im Inter­es­se des Tie­res. Wrde man eine der­ar­ti­ge Klau­sel nicht ein­fgen, wrden ein­ge­reich­te Rech­nun­gen und Leis­tungs­er­stat­tung in vie­len Fllen eher dem Prin­zip Zufall unterliegen.

  • Aus­drck­lich kein Ver­si­che­rungs­schutz Osteo­pa­thie (Druck­be­hand­lung des Bewe­gungs­ap­pa­ra­tes, inne­rer Orga­ne oder von Schdel­plat­ten, Kreuz­bein sowie Hirn- und Rcken­marks­hu­ten). Inwie­fern Behand­lun­gen mit Phy­to­the­ra­pie (Pflan­zen­heil­kun­de) ver­si­chert sind, ist nicht klar­ge­stellt. Im Zwei­fel greift hier der Aus­schluss fr kom­ple­ment­re und alter­na­ti­ve Behand­lungs­me­tho­den.
  • Kein aus­drck­li­ches Recht des Ver­si­che­rungs­neh­mers auf Direkt­ab­rech­nung mit dem Tier­arzt. Der Ver­si­che­rer stellt jedoch klar:

Das Recht bzw. die Mglich­keit, eine Direkt­ab­rech­nung mit dem Ver­si­che­rer vor­zu­neh­men, besteht selbst­verstnd­lich. Hier­fr kann der VN uns eine Abtre­tungs­er­kl­rung vor­le­gen, die­se wre recht­lich bindend.

Wir bewer­ben die­se Opti­on aller­dings nicht aktiv und raten auf Nach­fra­ge auch eher davon ab und dies aus meh­re­ren Grn­den: Sicher ist es fr vie­le VN ver­lo­ckend, wenn Sie fr die Behand­lungs­kos­ten nicht in Vor­leis­tung tre­ten mssen. Aber sofern es zu Krzun­gen in der Rech­nung kommt (zumeist auf­grund des GOT-Sat­zes, weil es sich um eine Heil­be­hand­lung und kei­ne OP han­delt oder nicht-ver­si­cher­te Leis­tun­gen abge­rech­net wur­den (Homo­pa­thie)) luft der Tier­arzt dann hin­ter der Rest­sum­me beim VN hin­ter­her. Inso­fern ist fr den Ver­si­che­rer und auch den Tier­arzt die direk­te Beglei­chung der Rech­nung durch den VN die unkom­pli­zier­tes­te Lsung. Unser Rat ist gene­rell, jede Rech­nung so schnell wie mglich (sozu­sa­gen direkt nach dem Bezah­len vom Pra­xis­tre­sen weg) an uns zu sen­den, denn es gilt: Je schnel­ler wir die­se vor­lie­gen haben, umso schnel­ler knnen wir sie bearbeiten/erstatten.


[1] Mat­thi­as Been­ken Haf­tungs­fal­le: Bera­tungs­ver­zicht im Online-Ver­trieb auf ass​com​pact​.de vom 15.02.2019. Auf­zu­ru­fen unter https://​www​.ass​com​pact​.de/​n​a​c​h​r​i​c​h​t​e​n​/​h​a​f​t​u​n​g​s​f​a​l​l​e​-​b​e​r​a​t​u​n​g​s​v​e​r​z​i​c​h​t​-​i​m​-​o​n​l​i​n​e​-​v​e​r​t​r​ieb, zuletzt auf­ge­ru­fen am 16.08.2021

[2] Rafa­el Nickel Endo­sko­pi­sche Laser­li­tho­trip­sie in der Klein­tier­me­di­zin auf hundkat​ze​pferd​.com. Auf­zu­ru­fen unter http://​www​.hundkat​ze​pferd​.com/​a​r​c​h​i​v​e​/​7​8​6​7​4​7​/​E​n​d​o​s​k​o​p​i​s​c​h​e​-​L​a​s​e​r​l​i​t​h​o​t​r​i​p​s​i​e​-​i​n​-​d​e​r​-​K​l​e​i​n​t​i​e​r​m​e​d​i​z​i​n​.​h​tml, zuletzt auf­ge­ru­fen am 23.06.2021

[3] MINIMAL-INVASIVE OPERATIONEN IN DER TIERKLINIK NEANDERTAL auf tier​kli​nik​-nean​der​tal​.de. Auf­zu­ru­fen unter https://​www​.tier​kli​nik​-nean​der​tal​.de/​l​e​i​s​t​u​n​g​e​n​/​c​h​i​r​u​r​g​i​e​/​m​i​n​i​m​a​l​-​i​n​v​a​s​i​v​e​-​o​p​e​r​a​t​i​o​n​e​n​.​h​tml, zuletzt auf­ge­ru­fen am 23.06.2021

[4] Endo­sko­pien (Spie­gel­un­ter­su­chun­gen) bei Tie­ren auf tier​me​di​zin​por​tal​.de. Auf­zu­ru­fen unter https://​www​.tier​me​di​zin​por​tal​.de/​d​i​a​g​n​o​s​e​/​e​n​d​o​s​k​o​p​i​e​n​-​s​p​i​e​g​e​l​u​n​t​e​r​s​u​c​h​u​n​g​e​n​-​b​e​i​-​t​i​e​r​e​n​/​2​3​5​123, zuletzt auf­ge­ru­fen am 23.06.2021

[5] Gewe­be­pro­ben-Ent­nah­me (Biop­sie) bei Tie­ren auf tier​me​di​zin​por​tal​.de. Auf­zu­ru­fen unter https://​www​.tier​me​di​zin​por​tal​.de/​d​i​a​g​n​o​s​e​/​g​e​w​e​b​e​p​r​o​b​e​n​-​e​n​t​n​a​h​m​e​-​b​i​o​p​s​i​e​-​b​e​i​-​t​i​e​r​e​n​/​3​6​3​236, zuletzt auf­ge­ru­fen am 23.06.2021.

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