Kurz­check: Hun­de­kran­ken­ver­si­che­rung der Deut­schen Familienversicherung

Seit dem 01.10.2019 bietet die DFV Deut­sche Fami­li­en­ver­si­che­rung AG ihren Kunden eine Tier­kran­ken­ver­si­che­rung für Hunde und Katzen an. An dieser Stelle soll ledig­lich die Ver­si­che­rungs­lö­sung für Hunde näher betrachtet werden. 

© 2021-08-11 Cri­tical News – Spa­zier­gänge halten gesund

Der DFV-Tier­kran­ken­Schutz steht in den Aus­prä­gungen Kom­fort, Pre­mium bzw. Exklusiv zur Ver­fü­gung. Allen Tarifen gemein ist eine Redu­zie­rung der ver­si­cherten Leis­tungen mit zuneh­mendem Alter der ver­si­cherten Tiere. Hier die Leis­tungen für vete­ri­när­me­di­zi­nisch not­wen­dige Heil­be­hand­lungen, aus­schließ­lich schmerz­stil­lende Zahn­be­hand­lungen inkl. Extrak­tion, Unter­brin­gung in einer Tier­klinik in Abhän­gig­keit von Tarif und Hundealter:

 Kom­fortPre­miumExklusiv
ab Alter 8 Wochen bis 6 Jahre60%80%100%
ab Alter 7 Jahre bis 9 Jahre50%70%90%
ab Alter 10 Jahre40%60%80%

Spä­tes­tens mit der Bear­bei­tung des ersten Ver­si­che­rungs­falles ist dem Ver­si­cherer die 15-stel­lige Kenn­zeich­nungs­nummer (Trans­ponder-Code) aus dem EU-Heim­tier­aus­weis anzu­zeigen. Bei Antrag­stel­lung wird trans­pa­rent auf diesen Umstand hingewiesen

Leis­tungs­staffel mit Ver­zicht auf Wartezeiten

Anders als am Markt üblich ver­zichtet die Deut­sche Fami­li­en­ver­si­che­rung auf all­ge­meine oder spe­zi­elle War­te­zeiten. Statt­dessen sind die Leis­tungen in den ersten 12 Monaten (1. Leis­tungs­ab­schnitt) bzw. 24 Monaten (2. Leis­tungs­ab­schnitt) eingeschränkt:

Kom­fort:             300 Euro bzw. 600 Euro

Pre­mium:           400 Euro bzw. 800 Euro

Exklusiv:              500 Euro bzw. 1.000 Euro

Liegt Israel in Europa?

Der Ver­si­che­rungs­schutz außer­halb Europas ist auf eine Dauer von maximal 6 Monaten begrenzt, inner­halb Europas gilt der Ver­si­che­rungs­schutz ohne wei­tere Begren­zungen. Bemer­kens­wert ist die Defi­ni­tion von Europa:

„Wir defi­nieren als Europa die Staaten der Euro­päi­schen Union (EU), die Ver­trags­staaten des Abkom­mens über den euro­päi­schen Wirt­schafts­raum (EWR), die Schweiz sowie Israel.

Die in aus­län­di­scher Wäh­rung ent­stan­denen Kosten werden zum Kurs des Tages, an dem die Belege bei uns ein­gehen, in Euro umge­rechnet. Kosten für Über­set­zungen von aus­län­di­schen Belegen ziehen wir von den Ver­si­che­rungs­leis­tungen ab.“

Prä­mi­en­nach­lässe für jähr­liche Zahl­weise oder den gleich­zei­tigen Abschluss meh­rerer Ver­träge sind bei der Deut­schen Fami­li­en­ver­si­che­rung nicht vorgesehen.

Bei erst­ma­ligem Abschluss der Tarif­va­ri­anten Pre­mium und Exklusiv bietet der Ver­si­cherer aktuell einen zusätz­li­chen Amazon-Gut­schein in Höhe von 15 Euro per E‑Mail. Dieser Gut­schein werde zwei Monate ach Ver­si­che­rungs­be­ginn ausgehändigt,

„sofern der Ver­trag bis dahin nicht gekün­digt und der Bei­trag regel­mäßig gezahlt wurde. Eine Bar­aus­zah­lung des Gut­scheins ist ausgeschlossen.“

Angebot für Hunde ab 8 Wochen und mit gül­tigem EU-Heimtierpass

Ver­si­che­rungs­fähig sind Hunde, die bei Antrag­stel­lung nicht jünger als 8 Wochen und nicht älter als 9 Jahre waren, die bei Antrag­stel­lung nicht an akuten oder chro­ni­schen Erkran­kungen litten, für die ein gül­tiger EU-Heim­tier­aus­weis erstellt wird und bei denen die Grund­im­mu­ni­sie­rung durch­ge­führt wurde. Hierbei weist der Anbieter an geeig­neter Stelle im Antrag deut­lich auf die Folgen einer vor­ver­trag­li­chen Anzei­ge­pflicht­ver­let­zung hin:

Web­site des Ver­si­che­rers vom 22.06.2021

Der Bei­trag richtet sich nach dem gewählten Tarif. Eine auto­ma­ti­sche Bei­trags­an­pas­sung mit höherem Alter ver­si­cherte Hunde findet nicht statt.  Der Bei­trag beträgt 29,90 Euro monat­lich (Kom­fort), 39,90 Euro monat­lich (Pre­mium) bzw. 49,90 Euro monat­lich (Exklusiv). Wäh­rend andere Anbieter alters­be­dingte Mehr­prä­mien erheben, sieht die Deut­sche Fami­li­en­ver­si­che­rung die ein­gangs beschrie­bene Redu­zie­rung der Ver­si­che­rungs­leis­tung für Hunde ab einem Alter von 7 Jahren vor. Der Bei­trag ist unab­hängig von der Rasse des zu ver­si­chernden Tieres und gilt in glei­cher Höhe auch für z. B.

„Hunde, die bei Hob­by­züch­tern leben und […] auch auf Gebrauchs- und Arbeits­hunde, die zu bestimmten Zwe­cken gehalten werden, wie z. B. Polizei‑, Dienst‑, Wach- und Therapiehunde“.

Die Bei­trags­zah­lung kann wahl­weise per SEPA-Mandat, Ama­zonpay oder paypal erfolgen. Eine Zah­lung per Rech­nung ist aus­ge­schlossen. Obwohl eine monat­liche Zahl­weise ohne Zuschlag mög­lich ist, stehen auch eine vier­tel­jähr­liche, halb­jähr­liche bzw. jähr­liche Zahl­weise zur Verfügung.

Die Hun­de­kran­ken­ver­si­che­rung wird auf unbe­fris­tete Zeit geschlossen. Eine Kün­di­gung durch den Ver­si­che­rungs­nehmer ist ohne Ein­hal­tung einer Frist mög­lich. Es gilt jedoch fol­gende Einschränkung:

„Nehmen Sie aller­dings inner­halb der ersten 24 Monate nach Ver­trags­be­ginn eine Leis­tung in Anspruch, gilt eine Sperr­zeit von maximal 12 Monaten, längs­tens bis zum Ablauf des 30. Monats nach Ver­si­che­rungs­be­ginn, in der die täg­liche Kün­di­gungs­mög­lich­keit aus­ge­schlossen ist.“

Ein Ver­zicht auf das ordent­liche Kün­di­gungs­recht besteht nicht. Der Ver­trag kann also vom Ver­si­cherer jeder­zeit mit Frist von einem Monat zum Ende der Ver­si­che­rungs­pe­riode gekün­digt werden.

Aus­ge­wählte Leis­tungen des Tarifs DFV-Tier­kran­ken­Schutz Exklusiv

  • Freie Tier­arzt­wahl.
  • Erstattet werden Leis­tungen inner­halb der Gebüh­ren­ord­nung für Tier­ärzte (GOT). Meist erfolgt in der Praxis eine Abrech­nung zum zwei- bis drei­fa­chen Satz GOT, ver­ein­zelt auch zum vier­fa­chen Satz. Positiv ist, dass die Deut­sche Fami­li­en­ver­si­che­rung hier keine Ein­schrän­kungen vorsieht.
  • Über­nahme von Kosten für die Behand­lung nicht aus­ge­schlos­sener Krank­heiten und Unfall­folgen inklu­sive Arznei‑, Ver­band- und Heilmittel
  • Über­nahme der Kosten für Hilfs­mittel, nicht jedoch für Tra­ge­vor­rich­tungen, Geh­hilfen oder Geschirr, auch wenn diese vom Tier­arzt ver­ordnet oder ver­schrieben wurden.
  • Kein Aus­schluss für Ope­ra­tionen unter Anwen­dung von nicht­in­va­sive Ope­ra­ti­ons­me­thoden, Biopsie, Punk­tion (z. B. wegen Flüs­sig­keits­ent­fer­nung / Ödem), endo­sko­pi­sche Ein­griffe und Fremd­kör­per­ent­fer­nung ohne Endo­skop. Da die Bedin­gungen keine Klar­stel­lung vor­nehmen, ist die Vor­aus­set­zung, dass es sich um eine ver­si­cherte Behand­lung infolge von Krank­heit oder Unfall handelt.
  • Über­nahme der Unter­brin­gungs­kosten in einer Tierklinik
  • Ein­ma­lige Gesund­heits­pau­schale in Höhe von 100 Euro ohne War­te­zeit. Diese steht zur Ver­fü­gung für fol­gende Leis­tungen: Aus­stel­lung eines EU-Heim­tier­aus­weises inklu­sive Implan­ta­tion eines Trans­pon­ders bzw. Mikro­chips nach der jeweils zum Zeit­punkt des Ver­trags­ab­schlusses gül­tigen ISO-Norm, Gesund­heits­check, Schutz­imp­fungen, Wurmkur, Floh- und Zecken­vor­sorge, Zahn­pro­phy­laxe sowie für Kas­tra­tion oder Ste­ri­li­sa­tion oder Tier­arzt­praxis, Arznei‑, Verband‑, Heil- und Hilfsmittel.
  • Ver­zicht auf War­te­zeiten
  • Mög­liche Inan­spruch­nahme einer Video­sprech­stunde (FirstVet). Auf der Web­site schreibt der Ver­si­cherer hierzu:

„Der Haupt­ser­vice von FirstVet ist die Buchung von Ter­minen für Video-Kon­sul­ta­tionen mit appro­bierten Tier­ärzten mit­tels einer App für Android und iOS.“

Aus­drück­lich nicht geboten werde eine Beant­wor­tung medi­zi­ni­scher Fragen auch per E‑Mail. Behand­lungen oder Über­wei­sungen, die sich aus der Video­sprech­stunde sind nicht in jedem Ein­zel­fall versichert:

„Bei der Video­sprech­stunde han­delt es sich um eine tele­me­di­zi­ni­sche Bera­tungs­leis­tung. Bei einer Über­wei­sung an einen Tier­arzt oder eine Tier­klinik mit wei­ter­füh­render Behand­lung gelten unsere Versicherungsbedingungen.“

Bedin­gungs­seitig und auch im Pro­dukt­in­for­ma­ti­ons­blatt finden sich keine Klar­stel­lungen zur Videosprechstunde.

  • Keine aus­drück­liche Mit­ver­si­che­rung von Vor- und Nach­be­hand­lungen. Da die Bedin­gungen keinen kon­kreten Aus­schluss erkennen lassen, sind diese dann als ver­si­chert anzu­sehen, wenn sie im Zusam­men­hang mit einer ver­si­cherten Krank­heit oder ver­si­cherten Unfall­folgen stehen.

Aus­ge­wählte Ein­schrän­kungen des Tarifs DFV-Tier­kran­ken­Schutz Exklusiv

  • Keine Inno­va­ti­ons­klausel für prä­mi­en­neu­trale Leistungsverbesserungen
  • Der Ver­si­che­rungs­schutz redu­ziert sich in Abhän­gig­keit vom Alter des ver­si­cherten Tieres von anfäng­lich 100 Pro­zent auf nur noch 80 Pro­zent für Hunde ab 10 Jahren
  • Ein­ge­schränkte Leis­tungen in den ersten 24 Monaten ab Vertragsbeginn
  • Kein Ver­zicht auf das ordent­liche Kündigungsrecht
  • Keine aus­drück­liche Über­nahme der Kosten für eine behand­lungs­be­dingte (Teil-)Narkose, Lokal­an­äs­thesie bzw. Sedie­rung
  • Keine aus­drück­liche Über­nahme der Kosten für Dia­gnostik wie z. B. CT, MRT oder Ultra­schall. Wenn ein ver­si­cherter Hund etwa wegen eines Band­schei­ben­vor­falls ope­riert werden muss (ca. 2.000 bis 3.000 Euro), so kostet allein der MRT hierzu je nach Quelle zwi­schen 300 und 330 Euro oder sogar ab 1.200 Euro zusätzlich
  • Kosten für eine chir­ur­gi­sche Kas­tra­tion / Ste­ri­li­sa­tion nur im Rahmen der ein­ma­ligen Gesund­heits­pau­schale bis maximal 100 Euro, dies auch dann, wenn eine solche z. B. auf­grund bös­ar­tiger Zubil­dungen der Geschlechts­or­gane erfor­der­lich sei sollte. Bereits die ein­fache Kas­tra­tion eines Rüden kostet oft zwi­schen 100 und 150 Euro, für eine Hündin zwi­schen etwa 320 und 480 Euro. Hinzu kommen ggf. Kosten für die not­wen­dige Vor- und Nach­un­ter­su­chung, für Ver­bands­ma­te­rial und Arz­nei­mittel, so dass die Kosten leicht zwi­schen 200 und 400 Euro für einen Rüden sowie bis zu 600 Euro für eine Hündin betragen können[1]. Die Gesund­heits­pau­schale ist daher – sofern sie nicht schon für andere Leis­tungen in Anspruch genommen wurde – bes­ten­falls eine Teil­kas­ko­ab­si­che­rung. In diesem Zusam­men­hang zu erwähnen ist, dass unge­deckte Hün­dinnen unter Schein­schwan­ger­schaft leiden können. Diese kann vor­über­ge­hend medi­ka­mentös, dau­er­haft aber nur durch eine Kas­tra­tion behan­delt werden. Da eine Schein­schwan­ger­schaft nicht zwin­gend einer Behand­lung bedarf, stellt sich die Frage, ob eine etwaig durch­ge­führte Behand­lung den Krank­heits­be­griff des Ver­si­che­rers erfüllt.
  • Keine Mit­ver­si­che­rung der Kosten für einen Kai­ser­schnitt einer Hündin. Da eine Träch­tig­keit weder eine Krank­heit noch ein Unfall im Sinne von Ziffer 2.1 der Bedin­gungen ist, besteht für damit im Zusam­men­hang ste­hende Rou­ti­ne­be­hand­lungen kein Ver­si­che­rungs­schutz. Da die Not­wen­dig­keit eines Kai­ser­schnitts übli­cher­weise nicht krank­heits­be­dingt erfolgt, sind ent­spre­chende Kosten vom Ver­si­che­rungs­nehmer selbst zu tragen. 
  • Keine Kos­ten­über­nahme für die Erst­be­hand­lung der Welpen einer ver­si­cherten Hündin bzw. Ope­ra­tionen von Welpen, die kurz nach der Nie­der­kunft des ver­si­cherten Mut­ter­tiers erfor­der­lich werden.
  • Keine aus­drück­liche Mit­ver­si­che­rung von Laser- und Phy­sio­the­rapie. Eine Mit­ver­si­che­rung, sofern diese durch einen Tier­arzt erfolgt und Folge einer nicht aus­ge­schlos­senen Behand­lung wegen Krank­heit oder Unfall ist, ist anzunehmen.
  • Keine Über­nahme der Kosten für Gold­im­plan­ta­tion, Heil­prak­ti­ker­be­hand­lungen, Homöo­pa­thie, Osteo­pa­thie, Phy­to­the­rapie, rege­ne­ra­tive The­ra­pien (z. B. Auto­loges Kon­di­tio­niertes Plasma, Orthokin-Ver­fahren, Platel­elet Rich Plasma oder Stamm­zel­len­the­rapie) oder alter­na­tive Heil­me­thoden. Ver­si­che­rungs­schutz besteht nur, wenn eine „Behand­lung nach dem aktu­ellen und all­ge­mein aner­kannten Stand der vete­ri­när­me­di­zi­ni­schen Wis­sen­schaft erfolgt.“ Da Wis­sen­schaft vom Dis­kurs lebt und es immer sein kann, dass eine bestimmte Heil­me­thode in ein­zelnen Län­dern als Stan­dard gilt, in anderen hin­gegen als (noch) umstritten, ist eine solche Rege­lung ten­den­ziell streitanfällig
  • Keine Mit­ver­si­che­rung der Ent­fer­nung von Gift - / Schad­kör­pern, sofern diese nicht im Ein­zel­fall eine ver­si­cherte Ope­ra­tion darstellen
  • Zahn­ärzt­liche Leis­tungen sind beschränkt auf schmerz­stil­lende Zahn­be­hand­lung inklu­sive Extrak­tion. Hinzu kommen mög­liche Leis­tungen für Zahn­pro­phy­laxe aus der eima­ligen Gesund­heits­pau­schale. Aus­ge­schlossen bleiben somit ins­be­son­dere Zahn­ersatz, nicht rein schmerz­stil­lende Zahn­wur­zel­be­hand­lungen, Zahn­fleischer­satz (Ging­vio­plastik), Zahn­pro­thesen inklu­sive Kor­rektur von Zahn- oder Kie­fer­ano­ma­lien, Über­kro­nung als auch die zahn­ärzt­liche Behand­lung und Medi­ka­tion wegen Milchca­nini. Außerdem aus­ge­schlossen sind Ope­ra­tionen am Gebiss des ver­si­cherten Hundes, die der Her­stel­lung des jewei­ligen Zucht- oder Ras­se­stan­dards dienen.
  • Keine Mit­ver­si­che­rung von Ope­ra­tionen des ver­si­cherten Hundes, die der Her­stel­lung des jewei­ligen Zucht- oder Ras­se­stan­dards dienen.
  • Kein Ver­si­che­rungs­schutz für die Behand­lung oder Ope­ra­tion zur Kor­rektur von ange­bo­renen, im Erbgut ange­legten bzw. gene­ti­schen oder auf ent­wick­lungs­be­dingten Ano­ma­lien beru­henden Fehl­ent­wick­lungen (z. B. Lage­ano­malie des Hodens (Kryptor­chismus), Erwei­te­rung Spei­se­röhre (Mega­ö­so­phagus), Ver­bin­dung Kör­per­schlag­ader und Lun­gen­schlag­ader (per­sis­tie­render Ductus arte­riosus (PDA)), Ein­engung Lun­gen­schlag­ader (Pul­mo­nals­tenose), Stö­rung der Leber­durch­blu­tung (Lebers­hunt), Harn­leiter Fehl­bil­dung (Ekto­pi­scher Ureter), Nick­haut­drü­sen­vor­fall, Miss­bil­dung Anus (Atresia ani), Her­nien (Nabel‑, Leisten‑, Zwerch­fell­bruch), Wolfskrallen)
  • Kein aus­drück­li­cher Ver­si­che­rungs­schutz für eine Ope­ra­tion wegen medi­zi­nisch not­wen­diger Pro­thesen (künst­liche Glied­maßen, künst­liche Gelenke, künst­liche Organe und Organ­teile, so z. B. ein künst­li­ches Hüft­ge­lenk). Kon­krete Aus­schlüsse betreffen z. B. die Behand­lung einer krank­heits­be­dingten Hüft­dys­plasie oder Ellen­bo­gen­dys­plasie, so dass zwei beson­ders häu­fige Krank­heits­bilder pau­schal aus­ge­schlossen sind.
  • Für eine Reihe von Erkran­kungen besteht Ver­si­che­rungs­schutz nur, wenn diese auf Unfällen beruhen: Wob­bler-Syn­drom (Zer­vi­kale Spon­dy­lose), Fehl­bil­dung des Ellen­bo­gen­ge­lenkes (Ell­bo­gen­dys­plasie (ED)), Absto­ßung des Kno­chens mit dem dar­über­lie­genden Knorpel (Osteo­chon­drosis dis­se­cans (OCD)), Wachs­tums­stö­rung des Unter­arms (Radius curvus), Fehl­bil­dung der Hüft­ge­lenks­pfanne (Hüft­dys­plasie (HD)), Aus­wärts­ge­drehtes Lid (Ektro­pium), Roll-Lid (Entro­pium), pro­gres­sive Reti­naatro­phie (PRA), Ver­klei­nertes Auge (Mikro­ph­thalmos), Brachy­ce­phales Syn­drom (und alle damit im Zusam­men­hang ste­henden Beschwerden und Erkran­kungen z. B. zu langes Gau­men­segel, zu große Lid­spalte), Was­ser­kopf (Hydro­ce­phalus), Ano­malie der hin­teren Schä­del­re­gion (Chiari Mal­for­ma­tion) sowie Knie­ge­lenks­ver­let­zung (Knie­scheibe springt aus Füh­rung; Patellaluxation)
  • Nicht ver­si­chert sind Behand­lungen von Erkran­kungen, die durch unter­las­sene Vor­sor­ge­maß­nahmen ver­ur­sacht wurden. Ob damit auch etwaige Imp­fungen gemeint sind, die emp­fohlen, aber nicht ver­pflich­tend sind, bleibt unklar.
  • Keine Mit­ver­si­che­rung von erdbeben‑, überschwemmungs‑, epi­demie- oder pan­de­mie­be­dingten Krank­heiten oder Ope­ra­tionen sowie sol­chen als Folge von Terror, Kriegs­er­eig­nissen, Auf­ruhr, Auf­stand und Gewalt anläss­lich einer öffent­li­chen Ansamm­lung oder Kund­ge­bung. Im Ein­zel­fall dürfte dies auch einen Aus­schluss für Behand­lungen infolge innerer Unruhen bedeuten.
  • Keine Über­nahme der Kosten für Pfle­ge­mittel (z. B. zur Haut- oder Fellpflege)
  • Keine Ver­sor­gung des Hundes bei medi­zi­nisch not­wen­digem Kran­ken­haus­auf­ent­halt des Hundehalters.
  • Keine Über­nahme von Rück­rei­se­kosten für das ver­si­cherte Tier bei Scha­den­fällen im Ausland
  • Keine Über­nahme von Wege­geld, Rei­se­kosten oder Ver­weil­geld für Haus­be­suche des Tier­arztes von nach­ge­wie­se­ner­maßen trans­port­un­fä­higen Tieren
  • Keine Über­nahme der not­wen­digen Kosten für Ein­schlä­fe­rung durch Injektion.
  • Kein aus­drück­li­ches Recht des Ver­si­che­rungs­neh­mers auf Direkt­ab­rech­nung mit dem Tier­arzt / der Tierklinik.

Hin­weis: Die DFV wurde bereits am 21.06.2021 ange­schrieben und darum gebeten, etwaige Ände­rungs- oder Kor­rek­tur­wün­sche mit­zu­teilen. Nach erneuter Erin­ne­rung teilte das Unter­nehmen am 11.08.2021 fol­gendes mit:

„Unser DFV-Tier­kran­ken­Schutz ist bereits in ver­schie­denen Ver­gleichs­rech­nern inte­griert. Vor diesem Hin­ter­grund sind wir an einer wei­teren Ana­lyse der Hun­de­kran­ken­ver­si­che­rung nicht inter­es­siert. Bitte haben Sie Ver­ständnis dafür, dass wir Ihre Unter­lage vor diesem Hin­ter­grund keiner wei­teren Prü­fung unterziehen.“


[1] Siehe z. B. „Hund kas­trieren: Kosten für Rüden und Hün­dinnen“ auf „finanzen​.de“. Auf­zu­rufen unter https://​www​.finanzen​.de/​m​a​g​a​z​i​n​/​t​i​e​r​a​r​z​t​-​k​o​s​t​e​n​/​k​a​s​t​r​i​e​ren, zuletzt auf­ge­rufen am 21.06.2021

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