Inter­view: Daniel Fed­der­mann aus dem Hause NV-Ver­si­che­rungen im Gespräch mit „Risiko & Vorsorge“

Zur Mit­ver­si­che­rung von Impf­schäden durch Imp­fungen gegen Covid-19 im Rahmen der Unfallversicherung

Risiko & Vor­sorge: Im Rahmen Ihrer Unfall­pro­dukt­li­nien Unfall „NV Unfallmax. 4.0“ und „NV Unfallmax. 4.0 bes­sergrün“ sind gemäß Infor­ma­tion an Ihre Makler vom 09.04.2021 nun­mehr Impf­schäden gegen SarsCoV‑2 bedin­gungs­gemäß ein­ge­schlossen. Die expe­ri­men­tellen Gen­the­ra­pien von Bio­N­Tech bzw. Moderna wurden in Deutsch­land bis­lang NICHT zuge­lassen, son­dern not­zu­ge­lassen bzw. bedingt zuge­lassen (siehe hierzu z.B. https://critical-news.de/moderna-nebenwirkungen-und-oeffentliche-erwartungen-teil‑1/). Besteht bedin­gungs­gemäß unein­ge­schränkter Ver­si­che­rungs­schutz für Impf­re­ak­tionen und Impf­fol­ge­schäden für alle bei Ihnen in der Unfall­ver­si­che­rung ver­si­cher­baren Leis­tungs­arten auch bei Ein­satz dieser so genannten Impfstoffe?

© NV-Ver­si­che­rungen

Daniel Fed­der­mann: Wenn eine ver­si­cherte Person nach einer erfolgten Schutz­imp­fung gegen Infek­tionen eine Gesund­heits­schä­di­gung erleidet, gilt diese Imp­fung eben­falls als Unfall­ereignis. Dies gilt bei unserer Gesell­schaft für alle Impf­stoffe, welche für die Schutz­imp­fung gegen Infek­tionen (z. B. Sars-CoV‑2) ein­ge­setzt werden.

Somit besteht Ver­si­che­rungs­schutz für alle ver­si­cherten Leis­tungen von Kran­ken­haus­ta­ge­geld bis Todesfallleistung.

Risiko & Vor­sorge: Ist der Leis­tungs­fall nach­ge­wiesen, ohne dass ein Impf­schaden durch eine dritte Stelle (z. B. den deut­schen Staat oder den Impf­her­steller) aner­kannt sein muss?

Daniel Fed­der­mann: Als Nach­weis erwarten wir eine Bestä­ti­gung durch einen Arzt, dass durch diese Imp­fung eine über das nor­male Ausmaß einer Impf­re­ak­tion hin­aus­ge­hende Gesund­heits­schä­di­gung ein­ge­treten ist.

Risiko & Vor­sorge: Kann der Leis­tungs­fall durch einen Teil­be­weis im Sinne von § 287 ZPO mit Beweis­erleich­te­rungen erbracht werden oder ist für die Aner­ken­nung eines Leis­tungs­falls ein Voll­be­weis erfor­der­lich? Sofern Sie Beweis­erleich­te­rungen zulassen sollten: welche Nach­weise hat Ihnen der Kunde min­destes zu erbringen (z. B. Impf­charge, Auf­klä­rungs­fra­ge­bogen, Unter­schrift des Imp­fenden / des auf­klä­renden Arztes)?

Daniel Fed­der­mann: Wie bereits mit­ge­teilt, muss der Kunde einen Nach­weis, in Form von einer schrift­li­chen Bestä­ti­gung durch einen Arzt, erbringen.

Risiko & Vor­sorge: Mitt­ler­weile ist aus ver­schie­denen Län­dern eine große Zahl von Impf­schäden sowie Todes­fällen bekannt, die sicher oder mög­li­cher­weise mit den Imp­fungen im Kon­text stehen. Däne­mark hat sogar die Imp­fungen mit Astra­Ze­neca sowie Johnson & Johnson ver­boten. Moderna war zumin­dest  zeit­weise in Kali­for­nien ver­boten. Siehe z. B. https://​cri​tical​-news​.de/​m​o​d​e​r​n​a​-​t​e​i​l​-​5​-​n​e​u​d​e​f​i​n​i​t​i​o​n​-​i​m​p​f​s​t​o​pp/.

Lang­zeit­folgen der neu­ar­tigen Covid-19-Impf­stoffe sind ver­ständ­li­cher­weise noch nicht bekannt. Hieraus ergeben sich viel­fäl­tige Fragen, zunächst einmal: Über­nehmen Sie Ver­si­che­rungs­schutz auch für den Fall, dass eine ver­si­cherte Person in Folge einer Imp­fung / Gen­the­rapie nach­ge­wie­se­ner­maßen zeu­gungs­un­fähig bzw. unfruchtbar werden sollte?

Daniel Fed­der­mann: Wenn die Zeu­gungs­un­fä­hig­keit bzw. Unfrucht­bar­keit nach­ge­wie­sener Maßen auf die Imp­fung zurück­zu­führen ist, besteht Ver­si­che­rungs­schutz. Dies gilt, wie in unserer Ergän­zung beschrieben, für Schutz­imp­fungen gegen Infektionen.

Risiko & Vor­sorge: Inner­halb wel­cher Frist ab Imp­fung ist der Leis­tungs­fall per Teil­be­weis bzw. Voll­be­weis nachzuweisen?

Daniel Fed­der­mann: Hierfür gelten die bedin­gungs­ge­mäßen Fristen, welche vom jewei­ligen Pro­dukt abhängig sind. Es gibt keine spe­zi­ellen Fristen für die Impfschäden.

Risiko & Vor­sorge: Wer ist der Rück­ver­si­cherer der NV-Ver­si­che­rungen, sofern es zu einer uner­wartet hohen Zahl an Leis­tungs­fällen kommen sollte oder tragen Sie als Ver­si­cherer dieses Risiko voll­ständig ohne Rück­griff auf einen Rückversicherer?

Daniel Fed­der­mann: Die Rück­ver­si­che­rung der NV-Ver­si­che­rungen ist die E+S, welche bei einer uner­wartet hohen Zahl an Leis­tungs­fällen aufkommt.

Risiko & Vor­sorge: Wie oft haben Sie in der Ver­gan­gen­heit Kunden Leis­tungen wegen anderer Impf­schäden erbracht und wie lange hat es durch­schnitt­lich zwi­schen Scha­den­mel­dung und Scha­den­aus­zah­lung gedauert?

Daniel Fed­der­mann: Nach Rück­sprache mit dem Abtei­lungs­leiter der Scha­den­ab­tei­lung ist uns bisher kein Schaden bekannt, der auf Impf­re­ak­tionen zurück­zu­führen ist.

Risiko & Vor­sorge: Welche Vor­teile sehen Sie in Ihrer bedin­gungs­sei­tigen Mit­ver­si­che­rung von Impf­schäden gegen Covid-19 im Ver­gleich zu Ihren Wettbewerbern?

Daniel Fed­der­mann: In unserem Fokus steht immer die best­mög­liche Absi­che­rung unserer Kunden. Wir, die NV-Ver­si­che­rungen VVaG, haben den Ver­si­che­rungs­schutz zu Schutz­imp­fungen in der Unfall­ver­si­che­rung erwei­tert, um damit auf die Bedürf­nisse am Markt ein­zu­gehen und unsere Kunden damit fairen und kos­ten­güns­tigen Schutz zu bieten. Die Prä­mien für die Unfall­ver­si­che­rung bleiben unver­än­dert. Die Ergän­zung zur Klausel „Schutz­imp­fungen“ gilt auch für alle bestehenden Unfall­ver­si­che­rungs­ver­träge, bei denen die Klausel „Schutz­imp­fungen“ bereits mit­ver­si­chert war.

Risiko & Vor­sorge: Herz­li­chen Dank für das Interview.

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