Umfas­sende Impf­auf­klä­rung in 5 Minuten.
DEVK bietet frei­wil­lige Imp­fung mit Astra­Ze­neca an 

Die DEVK Ver­si­che­rungen sind nach eigenen Angabe nach Zahl der Ver­träge Deutsch­lands viert­größter Hausrat‑, fünft­größter Pkw- und siebt­größter Haft­pflicht­ver­si­cherer. Für das Unter­nehmen mit seinen über 4 Mil­lionen Kunden arbeiten rund 6.000 Mit­ar­beiter. Am 11.05.2021 berich­teten das Unter­nehmen in einer Pres­se­mit­tei­lung, dass man allen ihren Beschäf­tigten im Innen- und Außen­dienst auf frei­wil­liger Basis Corona-Imp­fungen anbiete. Ange­stellte, die sich wäh­rend der Arbeits­zeit impfen lassen, erhalten hierfür von der DEVK eine Zeit­gut­schrift von bis zu einer Stunde je Impftermin.

© 2021 Cri­tical News — Zwei­klas­sen­ge­sell­schaft für Geimpfte und Ungeimpfte

Zur Impf­ak­tion erklärte der DEVK-Chef, Herr Gott­fried Rüß­mann (59), dass er sich am 14.05.2021 selbst mit Astra­Ze­neca impfen lassen werde. Dies könnte so ver­standen werden, dass doch auch andere Mit­ar­beiter dem Vor­bild Rüß­manns nach­folgen sollten. Auf Rück­frage nach der Frei­wil­lig­keit der Aktion hieß es von Seiten der Pres­se­spre­cherin des Unter­neh­mens, Frau Maschamay Poß­ekel, am 14.05.2021 wie folgt:

„Es ist für uns selbst­ver­ständ­lich, dass sowohl die Impf­an­ge­bote als auch die Testan­ge­bote für die Beleg­schaft der DEVK Ver­si­che­rungen nicht ver­pflich­tend sind, son­dern frei­willig. Durch mehr­fache schrift­liche und mediale Kom­mu­ni­ka­tion haben wir dies den Mit­ar­bei­tenden mitgeteilt.“

Im Intranet der DEVK sei eben­falls aus­drück­lich auf die Frei­wil­lig­keit der Impf­ak­tion hin­ge­wiesen worden:

„Rein arbeits­recht­lich haben Sie selbst­ver­ständ­lich keine Nach­teile, wenn Sie auf eine Imp­fung ver­zichten wollen.“

Das Unter­nehmen bestä­tigte mit Mail vom 12.05.201 auch, dass es

„keine finan­zi­ellen oder sons­tigen Anreize für Beschäf­tigte [gäbe], sich impfen zu lassen. Unsere Mit­ar­bei­tenden sind gut infor­miert, können sich über die Medien jeder­zeit selbst eine Mei­nung bilden und eigen­ver­ant­wort­lich eine Ent­schei­dung treffen.“

Eigen­ver­ant­wort­liche Impf­auf­klä­rung möglich?

Inwie­fern eine eigen­ver­ant­wort­liche Mei­nungs­bil­dung oder Impf­auf­klä­rung über die öffent­li­chen Medien tat­säch­lich mög­lich ist, muss zumin­dest kri­tisch hin­ter­fragt werden, seitdem euro­pa­weit offenbar immer mehr Zen­sur­maß­nahmen ergriffen werden, um eine poli­tisch gewünschte „Mei­nungs­bil­dung“ zu for­cieren. Bei­spiel­haft sei auf die 52. Sit­zung des von Anwälten geführten Corona-Unter­su­chungs­aus­schusses „Zucker­brot und Peit­sche“[1] hin­ge­wiesen, die kurz nach Ver­öf­fent­li­chung bereits auf You­Tube gesperrt wurde.  Hier finden sich unter anderem kri­ti­sche Infor­ma­tionen sowohl zu den Tes­tungen an Schulen als auch zu den aktu­ellen Imp­fungen gegen Covid-19.

Auch das Sperren des Twit­ter­ka­nals des letzten US-Prä­si­denten Donald Trump kann als Unter­drü­ckung von poli­tisch uner­wünschten Mei­nungen ver­standen werden. Dass auch diverse Videos von Kri­ti­kern der aktu­ellen Covid-19-Vak­zine wie Dr. Wolf­gang Wodarg oder Prof. Dr. Sucharit Bhakdi auf Face­book und Google gesperrt wurden, spricht gleich­falls nicht für einen bar­rie­re­freien Zugang zu einer regie­rungs­kri­ti­schen Impfaufklärung.

Zwar wurde die Medi­en­zensur 2020 / 2021 massiv ver­stärkt, ist aber nichts grund­le­gend Neues. So berich­tete bei­spiel­haft die „Süd­deut­sche Zei­tung“ bereits 2016 am Bei­spiel der öster­rei­chi­schen Schrift­stel­lerin Ste­fanie Spren­gnagel über Medi­en­zensur:

„Man kann der öster­rei­chi­schen Schrift­stel­lerin zwar eine Nach­richt über Face­book schreiben, aber Spren­gnagel schreibt nicht zurück. Weil sie es nicht kann, denn sie ist auf Face­book gesperrt. Spren­gnagel, besser bekannt unter ihrem Pseud­onym Ste­fanie Sarg­nagel, ist eine iro­ni­sche Person, ihre Texte sind oft Satire, ihre Hal­tung ist poli­tisch in aller Regel links. […] Anders als in einem Gerichts­ver­fahren, ist die Öffent­lich­keit nicht zuge­lassen, wenn Face­book seine Urteile fällt.“[2]

DEVK bietet Imp­fungen mit Astra­Ze­neca an

Gemeinsam mit der Haus­arzt­praxis des Fach­arztes für All­ge­mein­me­dizin und ehe­ma­ligen Gesell­schafts­arztes der DEVK, Herrn Anselm Oster­mann-Myrau, aus Köln-Bay­en­thal, biete man am 14.05.2021, einem Brü­ckentag, auch gut 330 Beschäf­tigten im bar­rie­re­freien Impf­zen­trum der DEVK-Zen­trale in Köln die Erst­imp­fung mit Astra­Ze­neca an.

Das Impf­zen­trum lieg im Erd­ge­schoss der Zen­trale zwi­schen Rhein­ufer und dem Kölner Zoo. Das Unter­nehmen hebt das Vor­han­den­sein von War­te­be­rei­chen, medi­zi­ni­schen Müll­ei­mern, eine Ein­bahn­straßen-Beschil­de­rung sowie einen Fern­seher in der Ruhe­zone hervor.

© 2021 Cri­tical News — Besuch des Kölner Doms nach Imp­fung wieder ohne Abstand möglich?

Um Orga­ni­sa­tion und Ter­min­ver­gabe küm­mere sich die DEVK. Für die Imp­fungen sei ein Fünf­mi­nu­ten­takt geplant. Auf ent­spre­chende Rück­fragen nach einer umfas­senden Impf­auf­klä­rung unter Berück­sich­ti­gung des Nürn­berger Kodex von 1947 sowie der Reso­lu­tion 2361 des Euro­pa­rates vom Januar 2021 äußerte sich Frau Poß­ekel als Pres­se­spre­cherin wie folgt:

„Selbst­ver­ständ­lich werden alle Mit­ar­bei­tenden, die sich impfen lassen wollen, umfas­send über bestehende Impf­ri­siken auf­ge­klärt. Geimpft werden vor­zugs­weise Männer sowie Frauen nach den Wechseljahren.

Die ärzt­liche Auf­klä­rung besteht aus zwei Teilen: der Vor­ab­infor­ma­tion (siehe Anlagen) und einem per­sön­li­chen Gespräch wäh­rend der Impfaktion.“

Bei den zitierten Anlagen han­delt es sich um fol­gende Dokumente:

  • Ana­mnese. Schutz­imp­fung gegen COVID-19 (Corona Virus Disease 2019) mit Vektor-Impf­stoff (Vax­ze­vria®, ehe­mals COVID-19 Vac­cine Astra­Ze­neca von Astra­Ze­neca und COVID-19 Vac­cine Janssen® von Johnson & Johnson), Stand 01.04.2021“
  • RKI- „AUFKLÄRUNGSMERKBLATT Zur Schutz­imp­fung gegen COVID-19 (Corona Virus Disease 2019) – mit Vektor-Impf­stoffen – (Vax­ze­vria, ehe­mals COVID-19 Vac­cine Astra­Ze­neca von Astra­Ze­neca und COVID-19 Vac­cine Janssen® von Johnson & Johnson)“, Stand 23.04.2021
  • Ein Anschreiben des Impf­arztes zur Imp­fung mit Vax­zervia (hier zum Download)
Vax­zervia-Imp­fung

Es lässt sich gut erkennen, dass der Stand der Infor­ma­tionen einen meh­rere Wochen ver­al­teten Stand berück­sich­tigt, so dass seither bekannt gewor­dene Erkennt­nisse Bestand­teil einer indi­vi­du­ellen Impf­auf­klä­rung sein sollten.

Eine Impf­ärztin berich­tete hierzu auf Twitter aus der Praxis:

„Wir sind ja schließ­lich Men­schen und ich pflege mich vor­zu­stellen und kurz zu fragen, ob es noch Fragen gibt und viel­leicht auch noch einen Satz ver­lieren. Mit Des­in­fek­tion, 4 Unzer­schriften [sic], Hand­schuh­wechsel und Wechsel der Impf­ka­bine liege ich mit 4,5 Minuten ganz gut“.

Siehe https://​cri​tical​-news​.de/​p​r​e​s​s​e​m​i​t​t​e​i​l​u​n​g​-​d​a​s​-​v​e​r​h​u​e​t​u​n​g​s​i​m​p​l​a​n​t​a​t​-​j​a​d​e​l​l​e​-​v​o​n​-​b​a​y​e​r​-​h​e​a​l​t​h​c​a​r​e​-​p​r​o​t​e​s​t​-​g​e​g​e​n​-​b​e​v​o​e​l​k​e​r​u​n​g​s​p​o​l​i​t​i​s​c​h​-​m​o​t​i​v​i​e​r​t​e​-​v​e​r​m​a​r​k​t​u​n​g​s​o​f​f​e​n​s​i​ve/.

Eine deut­lich län­gere Zeit je Impf­kan­didat sieht man offenbar auch im Hause DEVK nicht als nötig an.

Umfas­sende Impf­auf­klä­rung im 5‑Mi­nuten-Takt möglich?

Berück­sich­tigt man, dass ein Fünf-Minuten-Takt vor­ge­sehen ist, die zur Ver­fü­gung gestellten Doku­mente den Wis­sens­stand vor fast einem Monat wie­der­geben, das Impfen selbst auch Zeit kostet und eine umfas­sende Auf­klä­rung im Sinne von Nürn­berger Kodex und Reso­lu­tion des Euro­pa­rates in so kurzer Zeit mög­lich sein dürfte, stellt sich die berech­tigte Frage nach der Haf­tung für die DEVK als Initiator der Aktion oder für den Impf­arzt als durch­füh­rende und somit medi­zi­nisch ver­ant­wort­liche Person.

Das Unter­nehmen selbst ver­weist darauf, dass es „keine Haf­tung für etwaige Impf­schäden“ über­nehme und ver­weist für die gesetz­liche Haf­tung auf die Web­site der Bun­des­re­gie­rung[3].

Auf der benannten Seite heißt es einführend:

„Der Impf­stoff von Astra­Ze­neca soll über­wie­gend für die Corona-Schutz­imp­fung von Älteren ein­ge­setzt werden. Nach ärzt­li­chem Ermessen und bei indi­vi­du­eller Risi­ko­ab­wä­gung kann der Impf­stoff weiter auch bei unter 60-Jäh­rigen ver­wendet werden.“

Zur Haf­tung findet sich im Text kein rele­vanter Passus, jedoch fol­gender Hinweis:

„Der Impf­stoff von Astra­Ze­neca kommt zum Ein­satz bei Per­sonen aus den Prio­ri­sie­rungs­gruppen 1 und 2 („höchste und hohe Prio­rität“), die das 60. Lebens­jahr noch nicht voll­endet haben und die gemeinsam mit dem imp­fenden Arzt nach ärzt­li­chem Ermessen und bei indi­vi­du­eller Risi­ko­ana­lyse nach sorg­fäl­tiger Auf­klä­rung ent­scheiden, mit Astra­Ze­neca geimpft werden zu wollen. Dies soll grund­sätz­lich in den Praxen der nie­der­ge­las­senen Ärz­tinnen und Ärzte erfolgen.“

Nach inter­na­tio­nalem Recht auf­ge­klärte Imp­f­ent­schei­dung maßgeblich

Aus­drück­lich wurden die DEVK Ver­si­che­rungen dazu befragt, in wel­chem Umfang ihre Mit­ar­beiter im Sinne des Nürn­berger Kodex und der Reso­lu­tion des Euro­pa­rates auf­ge­klärt würden. Hierzu äußerte sich Frau Poß­ekel aus dem Hause des Ver­si­che­rers am 14.05.2021 wie folgt:

„Der Beschluss der Reso­lu­tion 2361 des Euro­pa­rates vom 27.01.2021, wel­cher die Mit­glieds­staaten auf­for­dert sicher­zu­stellen, dass Imp­fungen nicht ver­pflich­tend sind und nie­mand poli­tisch, sozial, gesell­schaft­lich unter Druck gesetzt werden darf, sich impfen zu lassen, wird voll­ständig umge­setzt. Bei den DEVK Ver­si­che­rungen wird nie­mand dis­kri­mi­niert, der sich nicht impfen oder im Rahmen der Arbeit­ge­ber­pflicht testen lassen will.

Dem­nach stellt sich für uns nicht die Frage, ob Impf­wil­lige aus­drück­lich im Sinne der Reso­lu­tion des Euro­pa­rates und des Nürn­berger Kodex beraten werden. Natür­lich werden die Beschäf­tigten allein aus der Für­sor­ge­pflicht und der Arbeit­ge­ber­ver­ant­wor­tung heraus beraten. Bitte haben Sie Ver­ständnis dafür, dass wir die Reso­lu­tion des Euro­pa­rates und den Nürn­berger Kodex nicht aus­dru­cken und uns den Emp­fang ein­zeln schrift­lich bestä­tigen lassen können.“

Das Unter­nehmen betont in einer Mail vom 11.05.2021:

„Selbst­ver­ständ­lich werden alle Mit­ar­bei­tenden, die sich impfen lassen wollen, umfas­send über bestehende Impf­ri­siken auf­ge­klärt. Geimpft werden vor­zugs­weise Männer sowie Frauen nach den Wechseljahren.“

Maß­geb­lich für die DEVK Ver­si­che­rungen seien

„die Emp­feh­lungen von Bun­des­re­gie­rung Corona-Imp­fung: Astra­ze­neca-Impf­stoff für Per­sonen ab 60 Jahren (bun​des​re​gie​rung​.de) und Robert-Koch-Institut.“

Das Auf­klä­rungs­blatt geht zwar darauf ein, dass die Stän­dige Impf­kom­mis­sion (STIKO) die Imp­fung mit Astra­Ze­neca nur für Per­sonen ab 60 Jahren emp­fehle, führt jedoch aus, dass sich auch jün­gere Per­sonen damit impfen lassen könnten,

„sofern keine Gründe dagegen spre­chen und diese Imp­fung aus­drück­lich, unter dem Wissen der sel­tenen, aber mög­li­chen oben genannten Neben­wir­kungen, gewünscht ist.“

Inwie­fern das Risiko schwer an Covid-19 zu erkranken und ggf. zu versterben, das Risiko einer der als „selten“ dekla­rierten Neben­wir­kungen (ins­be­son­dere „Hirn­ven­en­throm­bosen, tiefe Bein­ven­en­throm­bosen oder ähn­liche throm­bo­ti­sche Ereig­nisse sowie Embo­lien und Gerin­nungs­stö­rungen“) über­steigt, wird nicht benannt und bleibt im Zweifel der per­sön­li­chen Ein­schät­zung des Impf­wil­ligen überlassen.

Werden die Impf­linge dar­über auf­ge­klärt, welche Folgen es für ihren Ver­si­che­rungs­schutz haben kann, sich einer Imp­fung zu unter­ziehen, die für ihr jewei­liges Alter nicht aus­drück­lich von der STIKO emp­fohlen wird? So heißt es bei­spiels­weise in den Unfall­be­din­gungen von Con­ceptIF zu den Tarifen mit dem Risi­ko­träger Zurich als Vor­aus­set­zung für die Über­nahme des Ver­si­che­rungs­schutzes wie folgt:

„die Imp­fung wurde gesetz­lich vor­ge­schrieben bzw. von einer zustän­digen Behörde ange­ordnet oder emp­fohlen.“[4]

Folgen des Nürn­berger Kodex für eine umfas­sende Impfaufklärung

Wer Per­sonen im Sinne des Nürn­berger Kodex umfas­send infor­mieren will, sollte unter anderem auf fol­gende Umstände hin­weisen bzw. diese berücksichtigen:

Auf­klä­rung, dass es sich bei dem Vek­tor­i­mpf­stoff von Astra­Ze­neca um eine bedingte Zulas­sung han­delt, jeder Impf­ling sich also an einer expe­ri­men­tellen Impf­studie betei­ligt. Nach Ziffer 1 des Nürn­berger Kodex ist die zu imp­fende Person also über das Wesen, die Länge und de Zweck des Ver­su­ches auf­zu­klären.  Umfas­send ist auch auf mög­liche Risiken hin­zu­weisen. Dazu gehören über die offi­zi­ellen Merk­blätter zur Impf­auf­klä­rung offen­kundig auch die Inhalte des aktu­ellen Sicher­heits­be­richtes des Paul-Ehr­lich-Insti­tutes vom 07.05.2021, wonach zum Stichtag bereits 26.206 Ver­dachts­fälle auf Neben­wir­kungen zum Impf­stoff Vax­ze­vria gemeldet worden seien[5].

Da die zu erwar­tenden Ergeb­nisse die Durch­füh­rung des „Ver­suchs“ recht­fer­tigen müssen, dürfte dies bedeuten, dass eine mög­lichst hohe abso­lute Wirk­sam­keit der ein­ge­setzten Impf­stoffe besteht. Am Bei­spiel der mRNA-Gen-Nicht-The­rapie von Moderna wurde bereits auf­ge­zeigt, dass hier zwar eine hohe rela­tive, nicht jedoch eine hohe abso­lute Wirk­sam­keit auf­zeigen ließ. Siehe https://​cri​tical​-news​.de/​m​o​d​e​r​n​a​-​t​e​i​l​-​7​-​h​a​f​t​u​n​g​s​f​r​e​i​s​t​e​l​l​u​n​g​-​u​n​d​-​w​i​r​k​s​a​m​k​e​it/.  

Die DEVK wurde befragt, inwie­fern den Impf­lingen der Unter­schied zwi­schen abso­luter und rela­tiver Wirk­sam­keit im Auf­klä­rungs­ge­spräch mit­ge­teilt würde; diese Frage blieb unbe­ant­wortet, und eine Ant­wort geht aus den aus­ge­wie­senen Merk­blät­tern zur Impf­ak­tion nicht hervor.

Die Imp­fung ist so durch­zu­führen, dass kör­per­liche und see­li­sche Leiden und Schä­di­gungen mög­lichst ver­mieden werden. Dies dürfte eine umfas­sende kör­per­liche Unter­su­chung ebenso ein­schließen wie eine aktive Über­prü­fung, inwie­fern bereits eine Infek­tion mit Covid-19 über­standen wurde und infol­ge­dessen mög­liche Anti­körper vor­handen und zu berück­sich­tigen sind. Die DEVK ver­weist an dieser Stelle auf Nach­frage ledig­lich auf die Frage 4 des Ana­mnese-Bogens, in dem abge­fragt wird, ob der Impf­wil­lige bereits eine Corona-Erkran­kung über­standen habe.

Um mög­liche Schä­di­gungen unbe­dingt zu ver­meiden, dürfte es auch erfor­der­lich sein, für jeden Ein­zel­fall zu prüfen, ob mög­liche all­er­gi­sche Reak­tionen auf die Inhalts­stoffe des Vak­zins zu erwarten wären.

Folgt man dem letzten Sicher­heits­be­richt des Paul-Ehr­lich-Insti­tuts wurden bis­lang bereits 48 Fälle gemeldet, in denen Per­sonen nach Imp­fung von Vax­ze­vria ver­storben sind[6]. Am 10.05.2021 berichtet n‑tv, dass die slo­wa­ki­sche Arz­nei­mit­tel­be­hörde die Erst­imp­fung mit Astra­Ze­neca wegen eines mit der Imp­fung im Zusam­men­hang ste­henden Todes­falles eines 47jährigen aus­ge­setzt habe[7]. In Bra­si­lien folgten die dor­tigen Bun­des­staaten Sao Paulo und Rio de Janeiro den Emp­feh­lungen der Natio­nalen Gesund­heits­auf­sichts­be­hörde (Anvisa), den Corona-Impf­stoff von Astra­Ze­neca bei schwan­geren Frauen aus­zu­setzen. Zuvor sei eine schwan­gere Frau in Rio de Janeiro nach der Ver­ab­rei­chung des Vak­zins ums Leben gekommen[8]. Inso­fern wäre zu prüfen, ob keine andere Behand­lungs­me­thode (z.B. eine Stär­kung des Immun­sys­tems durch Vit­amin D und Magne­sium oder optio­nale Medi­ka­mente für bereits Erkrankte) eine ebenso hohe rela­tive sowie abso­lute Wirk­sam­keit haben könnte, die nicht das Risiko eines Impf­todes mit sich bringt.

Ziffer 7 des Nürn­berger Kodex setzt voraus, dass für die Ver­suchs­person auch nicht die geringste Mög­lich­keit bestehe, durch die Teil­nahme am Expe­ri­ment einen blei­benden Schaden zu erleiden oder gar zu versterben. Allein dieser Punkt dürfte kaum erfüllbar sein. So sollte hier auf die Exper­ten­emp­feh­lung aus Nor­wegen ver­wiesen werden, die Impf­stoffe von Astra­Ze­neca sowie Johnson & Johnson nicht mehr ein­zu­setzen[9]. Aus Nor­wegen seien auch meh­rere Fälle gemeldet worden, bei denen junge Geimpfte Haut­blu­tungen oder blaue Fle­cken bekommen hätten. „Das könne ein Hin­weis auf eine nied­rige Anzahl an Blut­plätt­chen (Throm­bo­zyten) sein, was wie­derum innere Blu­tungen aus­lösen könne“[10].

Die EMA selbst hat bereits ein­ge­räumt hat, dass „dass Vax­ze­vria (AZD1222) in sel­tenen Fällen venöse Throm­bosen im Gehirn und im Bauch­bereich aus­lösen kann.[11] Hier­nach gehe auch die bri­ti­sche Arz­nei­mit­tel­zu­las­sungs­be­hörde von einem kau­salen Zusam­men­hang aus und emp­fiehlt für unter 30jährige, eher einen anderen Impf­stoff ein­zu­setzen.  Auch aus Däne­mark gibt es ent­spre­chende Warnungen: 

„Es bestehe ein Zusam­men­hang zwi­schen dem Impf­stoff von Astra­zenca und sehr sel­tenen Fällen unge­wöhnlicher Blut­ge­rinnsel, Blu­tungen und nied­riger Blut­plätt­chen­zahlen, teilte Brostrøms Behörde mit.“[12]  

Wie es sich ver­trägt, dieses Risiko aus­drück­lich zu benennen (siehe Auf­klä­rungs­blatt), die Imp­fung aber den­noch durch­zu­führen, bleibt vor dem Hin­ter­grund des Nürn­berger Kodex offen.

Aus­wahl des Impf­stoffs der Ver­füg­bar­keit geschuldet

Das Unter­nehmen selbst führt zur aktu­ellen Impf­ak­tion weiter aus:

„Ins­ge­samt drei Ärzte und wei­teres medi­zi­ni­sches Per­sonal immu­ni­sieren nach ärzt­li­cher Auf­klä­rung Mit­ar­beiter der DEVK Zen­trale, der Regio­nal­di­rek­tion Köln sowie Ver­triebs­partner der Region.“ 

Wei­teren Mit­ar­bei­tern werde man ein Impf­an­gebot unter­breiten, sobald für das Unter­nehmen andere Impf­stoffe ver­fügbar seien.

Die aktu­elle Wahl auf Astra­Ze­neca sei nur des­halb gefallen,

„um einen Bei­trag zu leisten, die Pan­demie zu bewäl­tigen. Als der Impf­stoff letzte Woche bestellt wurde, war Astra­ze­neca der ein­zige frei ver­füg­bare Impf­stoff. In Zukunft wird es auch Impf­ak­tionen mit Vak­zinen anderer Her­steller geben“,

so das Unter­nehmen mit Mail vom 11.05.2021.

„Wir hoffen, dass wir im Juni in engem Aus­tausch mit dem betriebs­ärzt­li­chen Dienst auch Pfizer/Biontech ver­impfen können“,

so der Vor­stands­vor­sit­zende Gott­fried Rüßmann.“

Die zweite Imp­fung mit Astra­Ze­neca sei laut DEVK Ver­si­che­rungen für den 25.05.2021 vor­ge­sehen.

In den bun­des­weit 19 Regio­nal­di­rek­tionen von Ham­burg bis Mün­chen und von Essen bis Dresden soll es eben­falls Ange­bote für den Innen- und Außen­dienst geben. An allen Stand­orten hat die DEVK bereits ihre Betriebs­ärzte sen­si­bi­li­siert. Falls mög­lich, ist die DEVK auch bereit, Ange­hö­rige von Mit­ar­bei­tern zu impfen und Anwohner ebenso zuzulassen.

Es bleibt positiv zu erwähnen, dass die DEVK sich sehr darum bemüht hat, diverse Rück­fragen zu beantworten.

Nach­trag: Ergän­zungen des DEVKs nach dem Impftermin

Ins­ge­samt waren 334 Impf­ter­mine geplant. Von diese wurden drei nicht von den ursprüng­lich geplanten Per­sonen, son­dern von Per­sonen auf der War­te­liste wahr­ge­nommen. Imp­fe­ben­wir­kungen seien per 17.05.2021 noch nicht bekannt geworden.

Die DEVK stellt zur Dauer der Auf­klä­rungs­ge­spräche mit Mail vom 17.05.2021 fol­gendes klar:

„Die Tat­sache, dass die Imp­fungen im 5‑Mi­nuten-Takt erfolgt sind, heißt nicht, dass die ärzt­liche Auf­klä­rung nur fünf Minuten in Anspruch genommen hat. Tat­säch­lich haben teil­weise deut­lich län­gere Gespräche zwi­schen Arzt und Pati­enten statt­ge­funden. Eine Ärztin und zwei Ärzte haben die Imp­fungen durch­ge­führt, unter­stützt von acht Arzthelferinnen/medizinischen Fachangestellten.“


[1] Auf­zu­rufen unter https://​corona​-aus​schuss​.de/

[2] Johannes Boie „Wie Face­book Men­schen zum Schweigen bringt“ auf „Süd­deut­sche Zei­tung“ vom 22. August 2016, 10:17 Uhr. Auf­zu­rufen unter https://www.sueddeutsche.de/digital/zensur-in-sozialen-medien-wie-facebook-menschen-zum-schweigen-bringt‑1.3130204, zuletzt auf­ge­rufen am 15.05.2021

[3] Beschluss der Gesund­heits­mi­nister Astra­Ze­neca-Impf­stoff über­wie­gend für Per­sonen ab 60 Jahren vom 02.02.2021. Auf­zu­rufen unter https://​www​.bun​des​re​gie​rung​.de/​b​r​e​g​-​d​e​/​t​h​e​m​e​n​/​c​o​r​o​n​a​v​i​r​u​s​/​a​s​t​r​a​z​e​n​e​c​a​-​f​u​e​r​-​a​e​l​t​e​r​e​-​1​8​8​3​168, zuletzt auf­ge­rufen am 15.05.2021

[4] Side­letter zu „Ver­si­che­rungs­schutz von Impf­schäden in der Unfall­ver­si­che­rung“ vom 29.04.2021

[5] „SICHERHEITSBERICHT. Ver­dachts­fälle von Neben­wir­kungen und Impf­kom­pli­ka­tionen nach Imp­fung zum Schutz vor COVID-19″ auf „pei​.de“ vom 07.05.2021, S. 1. Auf­zu­rufen unter https://www.pei.de/SharedDocs/Downloads/DE/newsroom/dossiers/sicherheitsberichte/sicherheitsbericht-27–12-bis-30–04-21.pdf?__blob=publicationFile&v=5, zuletzt auf­ge­rufen am 15.05.2021

[6] „SICHERHEITSBERICHT. Ver­dachts­fälle von Neben­wir­kungen und Impf­kom­pli­ka­tionen nach Imp­fung zum Schutz vor COVID-19″ auf „pei​.de“ vom 07.05.2021, S. 12. Auf­zu­rufen unter https://www.pei.de/SharedDocs/Downloads/DE/newsroom/dossiers/sicherheitsberichte/sicherheitsbericht-27–12-bis-30–04-21.pdf?__blob=publicationFile&v=5, zuletzt auf­ge­rufen am 15.05.2021

[7] „+++ 18:10 Nach Todes­fall: Slo­wakei setzt Astra-Imp­fungen aus +++“ auf „n‑tv.de“ vom 10.05.2021 um 18:10 Uhr. Auf­zu­rufen unter https://www.n‑tv.de/panorama/18–45-Verstoesse-gegen-Corona-Regeln-Stadt-schuettet-Skaterpark-zu–article21626512.html, zuletzt auf­ge­rufen am 11.05.2021

[8] Siehe Sant­iago Serna Duque „Estados bra­si­leños de Sao Paulo y Río de Janeiro sus­pen­dieron la apli­cación de Astra­Ze­neca en mujeres emba­ra­zadas“ auf  „aa​.com​.tr“  vom 11.05.2021. Auf­zu­rufen unter https://www.aa.com.tr/es/mundo/estados-brasile%C3%B1os-de-sao-paulo-y‑r%C3%ADo-de-janeiro-suspendieron-la-aplicaci%C3%B3n-de-astrazeneca-en-mujeres-embarazadas/2237597, zuletzt auf­ge­rufen am 15.05.2021. Siehe auch „+++ 13:47 Schwan­gere in Bra­si­lien stirbt nach Astra­ze­neca-Imp­fung +++“ auf „n‑tv.de“ vom 10.05.2021 um 13:47 Uhr. Auf­zu­rufen unter https://www.n‑tv.de/panorama/13–47-Schwangere-stirbt-nach-Astrazeneca-Impfung–article21626512.html, zuletzt auf­ge­rufen am 11.05.2021

[9] Siehe „Nor­we­gi­sche Experten emp­fehlen Regie­rung, nicht weiter auf Johnson & Johnson und Astra­ze­neca zu setzen“ auf „rnd​.de“ vom 10.05.2021 um 13:31 Uhr. Auf­zu­rufen unter https://​www​.rnd​.de/​p​o​l​i​t​i​k​/​j​o​h​n​s​o​n​-​u​n​d​-​j​o​h​n​s​o​n​-​u​n​d​-​a​s​t​r​a​z​e​n​e​c​a​-​n​o​r​w​e​g​i​s​c​h​e​-​e​x​p​e​r​t​e​n​-​r​a​t​e​n​-​v​o​n​-​i​m​p​f​s​t​o​f​f​e​n​-​a​b​-​Z​2​5​A​7​Z​O​Z​I​K​B​B​F​P​4​5​M​C​J​Y​Q​K​T​G​J​Q​.​h​tml, zuletzt auf­ge­rufen am 15.05.2021

[10] „Astra-Zeneca-Vakzin : Neue Fälle von Blut­ge­rinn­seln nach Imp­fung in Nor­wegen“ auf „faz​.net“, aktua­li­siert  am 13.03.2021 um 18:14 Uhr. Auf­zu­rufen unter https://​www​.faz​.net/​a​k​t​u​e​l​l​/​g​e​s​e​l​l​s​c​h​a​f​t​/​g​e​s​u​n​d​h​e​i​t​/​c​o​r​o​n​a​v​i​r​u​s​/​n​o​r​w​e​g​e​n​-​w​e​i​t​e​r​e​-​f​a​e​l​l​e​-​v​o​n​-​b​l​u​t​g​e​r​i​n​n​s​e​l​n​-​n​a​c​h​-​a​s​t​r​a​-​z​e​n​e​c​a​-​i​m​p​f​u​n​g​-​1​7​2​4​3​2​9​0​.​h​tml, zuletzt auf­ge­rufen am 15.05.2021

[11] „Kein Verbot von AZD1222: EMA beschränkt sich auf Hin­weis in den Fach­in­for­ma­tionen – Throm­bosen auch in Groß­bri­tan­nien“ auf „aer​te​blatt​.de“ vom 07.04.2021. Auf­zu­rufen unter https://​www​.aerz​te​blatt​.de/​n​a​c​h​r​i​c​h​t​e​n​/​1​2​2​7​0​0​/​K​e​i​n​-​V​e​r​b​o​t​-​v​o​n​-​A​Z​D​1​2​2​2​-​E​M​A​-​b​e​s​c​h​r​a​e​n​k​t​-​s​i​c​h​-​a​u​f​-​H​i​n​w​e​i​s​-​i​n​-​d​e​n​-​F​a​c​h​i​n​f​o​r​m​a​t​i​o​n​e​n​-​T​h​r​o​m​b​o​s​e​n​-​a​u​c​h​-​i​n​-​G​r​o​s​s​b​r​i​t​a​n​n​ien, zuletzt auf­ge­rufen am 15.05.2021

[12] „Däne­mark stellt Imp­fungen mit Astra­ze­neca dau­er­haft ein“ auf „aerz​te​blatt​.de“ vom 14.04.2021. Auf­zu­rufen unter https://​www​.aerz​te​blatt​.de/​n​a​c​h​r​i​c​h​t​e​n​/​1​2​2​9​6​0​/​D​a​e​n​e​m​a​r​k​-​s​t​e​l​l​t​-​I​m​p​f​u​n​g​e​n​-​m​i​t​-​A​s​t​r​a​z​e​n​e​c​a​-​d​a​u​e​r​h​a​f​t​-​ein, zuletzt auf­ge­rufen am 15.05.2021

0 0 Stimmen
Article Rating
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
0 Comments
Interne Rückmeldungen
Alle Kommentare anzeigen