Tarifana­lyse: die Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung der Würt­tem­ber­gi­sche (Stand 06.2022)

Zum 01.06.2022 hat die Würt­tem­ber­gi­sche Ver­si­che­rung AG ihre bis­he­rige Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung auf Basis der VGB 2022 über­ar­beitet. Zur Aus­wahl stehen die Tarif­li­nien Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung Kom­pakt 2022, Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung Kom­fort 2022 sowie Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung Pre­mium 2022. Auf­grund der aktu­ellen Bau­preis­ent­wick­lung werde nach Unter­neh­mens­an­gaben bereits an einer Tarifak­tua­li­sie­rung gearbeitet.

Hin­weis: eine Zusam­men­fas­sung der wich­tigsten Punkte finden Sie am Ende dieses Beitrages.

Kal­ku­la­ti­ons­grund­lage ist jeweils die Ver­si­che­rungs­summe Wert 1914. Im Rahmen des Ange­bots­rech­ners wird dabei bran­chen­üb­lich unter anderem die Wohn­fläche erfragt. Diese ist wie folgt definiert:

„Wohn­fläche ist die Grund­fläche einer Woh­nung ein­schliess­lich Hob­by­räume, aus­ge­nommen sind jedoch: Treppen, Kel­ler­räume und Spei­cher­räume (soweit nicht zu Wohn- und Hob­by­zwe­cken aus­ge­baut), Bal­kone, Log­gien und Terassen.“

Ein Unter­ver­si­che­rungs­ver­zicht besteht nur, wenn die Beschrei­bung des Gebäudes und seiner Aus­stat­tung kor­rekt ange­geben wurde. Um im Scha­den­fall keine mög­liche Unter­ver­si­che­rung zu ris­kieren, sind sämt­liche bau­li­chen Ände­rungen nach Antrags­stel­lung zwin­gend anzu­geben, sofern damit eine Ver­bes­se­rung des Wertes 1914 ver­bunden ist (z. B. Dach­aus­bauten, Ände­rungen der Wohn­fläche). Ein Unter­ver­si­che­rungs­ver­zicht für Klein­schäden ist nicht vorgesehen.

Ver­si­che­rungs­schutz besteht als glei­tende Neu­wert­ver­si­che­rung. Ver­si­cherbar sind in diesem Tarif sowohl Ein‑, Zwei- als auch Mehr­fa­mi­li­en­häuser. Der Gewer­be­an­teil im Rahmen der ver­bun­denen Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung darf maximal 50 Pro­zent betragen.

Vor­über­ge­hend voll­ständig unbe­wohnte Gebäude bedeuten nach dem Wort­laut der Bedin­gungen nur dann eine Gefah­rerhö­hung, wenn dieser Umstand mehr als zwölf Monate andauert. Im Gegen­satz zu vielen Wett­be­werbs­ta­rifen, die keine ent­spre­chende Klar­stel­lung besitzen, ist dies seine sehr posi­tive Rege­lung. Ist ein Wohn­ge­bäude bereits bei Antrags­stel­lung ganz oder über­wie­gend leer­ste­hend, so sind solche Gebäude grund­sätz­lich nicht ver­si­cherbar. Ist im Ein­zel­fall das Ende des Leer­standes kon­kret absehbar, kann im Ein­zel­fall eine Ver­si­cher­bar­keit geprüft werden.

Viel­fäl­tige Erweiterungsoptionen

Optional können die Gefahren Feuer, Lei­tungs­wasser sowie Sturm / Hagel aus­ge­wählt werden.

Die Grund­ta­rife Kom­pakt, Kom­fort bzw. Pre­mium lassen sich optional wie folgt erweitern:

  • Bau­stein Pho­to­vol­ta­ikPlus, Stand 01.06.2022 (erwei­terter Ver­si­che­rungs­schutz für betriebs­fer­tige Pho­to­vol­ta­ik­an­lagen inklu­sive Ertragsausfall)
  • Bau­stein Haus­tech­nikPlus, Stand 01.06.2022 (Ver­si­che­rungs­schutz für betriebs­fer­tige elek­tro­ni­sche und elek­tro­tech­ni­sche Anlagen der Haus­technik ein­schließ­lich deren Ver­ka­be­lung. Die Mit­ver­si­che­rung beinhaltet eine Mit­ver­si­che­rung auch unbe­nannter Gefahren)
  • Bau­stein Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung Schutz­brief, Stand 01.06.2022 (diverse Assi­s­tance­leis­tungen, z. B. Schlüs­sel­dienst sowie Rohr­rei­ni­gungs-Ser­vice. Der Bau­stein kann nur in den Tarifen Kom­fort und Pre­mium, nicht jedoch in Kom­pakt ein­ge­schlossen werden)
  • Mit­ver­si­che­rung von Ablei­tungs­rohren außer­halb des Gebäudes auf und außer­halb des Ver­si­che­rungs­grund­stücks bis 5.000 Euro, 10.000 Euro oder 15.000 Euro, sofern der Ver­si­che­rungs­nehmer für diese die Gefahr trägt.
  • Wei­tere Ele­men­tar­ge­fahren (Schäden durch Über­schwem­mung, Rück­stau, Erd­beben, Erd­fall, Erd­sen­kung, Erd­rutsch, Schnee­druck, Lawinen und Vul­kan­aus­bruch. In der ZÜRS-Zone 4 ist eine Mit­ver­si­che­rung für vor­scha­den­freie Ver­träge mit 5.000 Euro Selbst­be­halt mög­lich. Für Ver­träge mit einem Vor­schaden (Rück­stau / Über­schwem­mung) in den letzten 10 Jahren ist eine Zeich­nung mit 10.000 Selbst­be­halt mög­lich. In den ZÜRS-Zone 1, 2 und 3 kann zwi­schen 0 Euro, 150 Euro, 250 Euro, 500 Euro, 750 Euro, 1.000 Euro, 2.500 Euro, 5.000 Euro sowie 10.000 Euro gewählt werden. Bei Ein­schluss wei­terer Ele­men­tar­ge­fahren, ohne unmit­tel­bare Vor­ver­si­che­rung in diesem Bereich, gilt eine War­te­zeit von 14 Tagen)
  • Bau­stein Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung Pre­mium Plus, Stand 01.06.2022 (Erwei­te­rung der Pre­mium-Deckung um wei­tere Leis­tungen, so z. B. Schäden durch unbe­nannte Gefahren. Der Ein­schluss unbe­nannter Gefahren ist somit nicht zu den Tarifen Kom­pakt und Kom­fort mög­lich)

Schäden an der Gebäude- und Mobi­liar­ver­gla­sung können auf Basis der AGIB 2019 (Stand 01.09.2019) als eigen­stän­diges Risiko mit­ver­si­chert werden.

Ver­si­cherbar sind Gebäude aller Bauart- und Fer­tig­bau­klassen. Für Gebäude mit einem Dach­belag auf Holz, Ried, Schilf oder Stroh (weiche Dachung) oder solche mit Außen­wänden über­wie­gend aus Holz wird ein Zuschlag erhoben. Da Objekte der Bau­art­klassen 3 bis 5 zu den unge­wollten Risiken gehören, ist eine Absi­che­rung nur im Rahmen einer Ein­zel­fall­ent­schei­dung mög­lich. Hinzu kommen „Abwehr­prä­mien“ des Ver­si­che­rers, da hier oft 100 bis 200 Pro­zent Zuschlag genommen werden.

Ver­si­cherbar sind Gebäude unab­hängig von der jewei­ligen Wohn­fläche oder dem berech­neten Wert 1914.

Grund­sätz­lich sind Wohn­ge­bäude unab­hängig von ihrem Bau­jahr ver­si­cherbar. Ist ein Gebäude bei Antrags­stel­lung über 19 Jahre alt, ist ein Bau­zu­stands­be­richt mit Angaben zu kon­kreten Sanie­rungs­maß­nahmen erfor­der­lich. Dabei sollten Nach­weise über alle vor­ge­nom­menen Reno­vie­rungs- und Sanie­rungs­maß­nahmen bei­gebracht werden, da ansonsten ent­spre­chende Zuschläge erhoben werden. Ist eine Vor­ver­si­che­rer­an­frage mög­lich, ist die
Auf­nahme des Bau­zu­stands­be­richts nicht erforderlich

Bei Antrags­stel­lung sind alle Vor­schäden (im Zweifel also Feuer‑, Leitungswasser‑, Sturm­schäden sowie ggf. Schäden gegen wei­tere Natur­ge­fahren oder an der Ver­gla­sung) der letzten fünf Jahre vor Antrags­stel­lung anzu­geben. Grund­sätz­lich ver­si­cherbar sind Wohn­ge­bäude mit bis zu einem Vor­schaden wäh­rend der letzten 5 Jahre vor Antrags­stel­lung. Bei zwei Vor­schäden ist obli­ga­to­risch eine Selbst­be­tei­li­gung fällig. Bei drei oder mehr Vor­schäden wird die Anfrage auf Ver­si­che­rungs­schutz in der Regel abge­lehnt. Sofern eine Annahme erfolgt, wird oft ein Selbst­be­halt von z. B. 1.000 oder 5.000 Euro ver­ein­bart. Ein Mit­ar­beiter beschrieb die Annah­me­po­litik am 15.08.2022 als aktuell sehr restriktiv.

Bestand ein Vor­ver­trag, der vom Vor­ver­si­cherer gekün­digt worden ist, ist eine Annahme nicht mög­lich. Wird Ver­si­che­rungs­schutz ohne zuvor bestehende Vor­ver­si­che­rung bean­tragt, ist eine Direk­ti­ons­an­frage mit Ein­zel­fall­ent­schei­dung erfor­der­lich. Hierfür wird dann ein Fra­ge­bogen mit einem Bau­zu­stands­be­richt benö­tigt

Ver­si­che­rungs­schutz besteht sowohl für das ver­si­cherte Haupt­ge­bäude als auch bei­trags­frei für auf dem Grund­stück befind­liche, frei­ste­hende, nicht mit dem Haupt­ge­bäude ver­bun­dene, Neben­ge­bäude z. B. Seiten‑, Rück­ge­bäude, Garten- oder Gerä­te­häuser, Hob­by­werk­stätten, Lager, Schuppen, Scheunen) bis zu einer Grund­fläche von jeweils bis zu 40 Qua­drat­me­tern, maximal jedoch bis zu einem Wert von 50.000 Euro. Dabei sind im Tarif Pre­mium auch Gewächs­häuser bis zu einem Neu­bau­wert in Höhe von 2.500 Euro mit­ver­si­chert, wäh­rend solche im Tarif Kom­pakt nicht ein­ge­schlossen sind. Unmit­telbar an das Haupt­ge­bäude anschlie­ßende (also nicht frei­ste­hende) Neben­ge­bäude zählen zur Wohn­fläche des Hauptgebäudes.

Wird ein Neben­ge­bäude gewerb­lich oder land­wirt­schaft­lich genutzt, wird ein Zuschlag erhoben. Glei­ches gilt für Neben­ge­bäude mit einer Fläche von mehr als 40 Qua­drat­me­tern. Diese werden dann im Rahmen der Sum­men­er­mitt­lung Wert 1914 ent­spre­chend berücksichtigt.

Außer­halb des Gebäudes befind­liche Garagen und Car­ports sind nur dann ver­si­chert, wenn sie aus­drück­lich im Ver­si­che­rungs­schein benannt wurden und sich in einer Ent­fer­nung von maximal 500 Metern vom Ver­si­che­rungsort ent­fernt befinden. Für diese wird dann im Rahmen der Sum­men­er­mitt­lung pau­schal ein Wert 1914 von je 700 Mark zugrunde gelegt. Weiter ent­fernte Garagen oder Car­ports sind nur nach geson­derter Ver­ein­ba­rung mitversichert.

Denk­mal­ge­schützte Gebäude sind bei Antrags­stel­lung als solche zu dekla­rieren. Sie sind gene­rell ver­si­cherbar, sind jedoch im Ein­zel­fall dies­be­züg­lich zu prüfen. Dabei sind die Vor­gaben der zustän­digen Denk­mal­schutz­be­hörde ein­zu­rei­chen und teil­weise ergän­zende Wertgutachten.

Gefah­rer­hö­hender Betriebe (z. B. Bars, Dis­ko­theken, Bor­delle, Mas­sa­ge­sa­lons, Recy­cling­höfe, Tabak­wa­ren­handel oder Wohn­heimen) in der Nähe (bis maximal 10 Metern Ent­fer­nung vom Ver­si­che­rungsort) sind geson­dert anzu­geben. Liegen diese in einer Ent­fer­nung von bis zu 10 Metern oder sogar auf dem Ver­si­che­rungs­grund­stück ist in der Regel keine Absi­che­rung möglich.

Bran­chen­üb­lich ist das Gebäu­de­alter prä­mi­en­er­heb­lich. Wie bei vielen Wett­be­wer­bern findet eine auto­ma­ti­sche Bei­trags­an­pas­sung mit stei­gendem Alter des Objekts statt. Für Neu­bauten kann im ersten Ver­si­che­rungs­jahr nach Fer­tig­stel­lung des Gebäudes ein Rabatt von 45 % ver­geben werden. Ab dem zweiten Ver­si­che­rungs­jahr redu­ziert sich dieser Rabatt zu jeder Haupt­fäl­lig­keit um 3 %. Bei Gebäuden ab einem Alter von 40 Jahren wird ein Risi­ko­zu­schlag von 10 % auf die Gefahren Feuer, Wasser und Sturm / Hagel erhoben.

Bei Ver­ein­ba­rung einer unter­jäh­rigen Zahl­weise wird von der Würt­tem­ber­gi­schen ein Raten­zah­lungs­zu­schlag erhoben. Dieser beträgt 5 % (monat­lich), 5 % (vier­tel­jähr­lich) bzw. 3 % (halb­jähr­lich). Sofern sowohl eine Last­schrift als auch eine Anbün­de­lung noch wei­terer Ver­träge ver­ein­bart wird, ent­fällt dieser Zuschlag. Bün­del­fä­hige Ver­träge sind pri­vate Haft­pflicht­ver­träge, nicht jedoch eine eigen­stän­dige Glasversicherung.

Eine Prä­mi­en­zah­lung per Rech­nung ist nur bei jähr­li­cher Zahl­weise möglich.

Der Ver­si­cherer bietet einen Nach­lass bei Ver­ein­ba­rung einer Selbst­be­tei­li­gung. Fol­gende Selbst­be­halts­stufen sind möglich:

  • 150 Euro Selbstbeteiligung
  • 250 Euro Selbstbeteiligung
  • 500 Euro Selbstbeteiligung
  • 750 Euro Selbstbeteiligung
  • 1.000 Euro Selbstbeteiligung
  • 2.500 Euro Selbstbeteiligung
  • 5.000 Euro Selbstbeteiligung
  • 10.000 Euro Selbstbeteiligung

Wird eine Mit­ver­si­che­rung erwei­terter Ele­men­tar­ge­fahren ver­ein­bart, so wird hier in der ZÜRS-Zone 1 vom System auto­ma­tisch eine Selbst­be­tei­li­gung von 0 Euro hin­ter­legt, kann aber optional erhöht werden.

Sofern der Ver­si­che­rungs­nehmer bei der Würt­tem­ber­gi­schen für den glei­chen Ver­si­che­rungsort eine Wohn­ge­bäude- und eine Haus­rat­ver­si­che­rung mit Ein­schluss wei­terer Ele­men­tar­ge­fahren abge­schlossen hat, wird der Selbst­be­halt für Ele­men­tar­schäden nur einmal abgezogen.

Bei­trags­nach­lässe durch die Zuge­hö­rig­keit zum Öffent­li­chen Dienst sind nicht mög­lich. Bün­del­nach­lässe können gewährt werden.

Die Würt­tem­ber­gi­sche bietet keine Net­to­ta­rife für eine etwaige Hono­rar­be­ra­tung an.

Ver­ein­bart werden kann eine Ver­trags­lauf­zeit von einem Jahr, drei Jahren (5 % Rabatt) oder fünf Jahren (10 % Rabatt). Dabei spiele die Lauf­zeit von fünf Jahren laut Aus­sage der Würt­tem­ber­gi­schen für den Mak­ler­ver­trieb nur eine unter­ge­ord­nete Rolle. Ver­si­che­rungs­nehmer und Ver­si­cherer können den ver­ein­barten Ver­si­che­rungs­schutz jeweils mit Frist von drei Monaten zum Ende des lau­fenden Ver­si­che­rungs­jahres kün­digen. Bei Fünf­jah­res­ver­trägen gilt das ent­spre­chende Kün­di­gungs­recht des Ver­si­che­rungs­neh­mers bereits zum Ablauf des dritten Versicherungsjahres.

Aus­ge­wählte Leis­tungen des Tarifs Pre­mium mit Bau­stein Pre­mi­um­Plus aus dem Hause Württembergische

  • Summen- und / oder Kon­di­ti­ons­dif­fe­renz­de­ckung für einen Zeit­raum von maximal drei Jahren, sofern der „Sofort-Schutz“ ver­ein­bart wurde. Für die Mit­ver­si­che­rung wird nur dann der ent­spre­chende Dif­fe­renz­be­trag erhoben, falls der bis­he­rige Ver­si­che­rungs­bei­trag geringer als der neue bei der Würt­tem­ber­gi­schen ist.
  • Aus­drück­li­cher Ver­si­che­rungs­schutz für Scha­den­fälle bei unklarer Zustän­dig­keit nach Versichererwechsel.
  • Auf­grund von Ziffer 4 der Klausel „Ver­si­cher­erwechsel“ gilt:

„Wenn das Risiko zuvor schon bei einem anderen Unter­nehmen ver­si­chert war und dieser Schutz am Tag vor Beginn des Ver­trags bei der Würt­tem­ber­gi­schen Ver­si­che­rung AG endete, beginnt der Ver­si­che­rungs­schutz lückenlos im Anschluss an den Vorvertrag“

Obwohl der grund­sätz­liche Ver­si­che­rungs­be­ginn pau­schal bei 00:00 Uhr liegt (Poli­cie­rung mit dem Tages­datum), kann dadurch eine Unter­bre­chung des Ver­si­che­rungs­schutzes ver­mieden werden, falls etwa der Vor­ver­trag bereits um 12:00 Uhr des Vor­tages endet.

  • Eine Gefah­rerhö­hung wird nach Antrags­stel­lung erst ab einem Leer­stand von mehr als zwölf Monaten angenommen.
  • Zu den ver­si­cherten Sachen gehören alle Grund­stücks­be­stand­teile im Garten, die mit dem ver­si­cherten Grund­stück dau­er­haft fest ver­bunden sind (z. B. Hun­de­hütten, Klein­klär­an­lagen zur Rei­ni­gung von häus­li­chen Abwäs­sern, Luft­wär­me­pum­pen­an­lagen, Mauern, Müll­be­häl­ter­boxen, Schwimm­bäder, Ter­rassen, Über­da­chungen, Zäune und Zis­ternen). Für manche Bestand­teile gelten Ein­schrän­kungen (z. B. Klein­wind­kraft­an­lagen bis maximal 5 kW; Skulp­turen, Figuren und Plas­tiken, wenn diese fest ver­an­kert oder min­des­tens 50 kg schwer sind und aus robustem, für Außen­flä­chen geeig­netem Mate­rial gear­beitet sind, mit einer Ent­schä­di­gungs­grenze von 10.000 EUR je Ver­si­che­rungs­fall). Aus­ge­nommen von der Mit­ver­si­che­rung sind Pflanzen mit Aus­nahme von Grund­stücks­ein­frie­dungen (auch Hecken). Die Kosten für das Auf­räume von Hecken als Grund­stücks­ein­frie­dungen sind ver­si­chert im Rahmen von § 7 Nr. 1 VGB 2022. Nicht über­nommen werden die Kosten für die Ent­sor­gung von Hecken oder die Kosten für die Wie­der­be­pflan­zung von Hecken nach einem ver­si­cherten Schaden, wenn es sich bei ihnen nicht um Teile einer Grund­stücks­ein­frie­dung handelt.
  • Zu den ver­si­cherten Sachen gehören unter anderem Bie­nen­stöcke und Bie­nen­völker, die art­ge­recht auf dem Ver­si­che­rungs­grund­stück gehalten werden. Glei­ches gilt für Gar­ten­hoch­beete und Pflanz­kübel (sofern massiv gebaut oder min­des­tens 50 kg (Leer­ge­wicht) schwer). Sons­tiges Zubehör der haus­wirt­schaft­li­chen Selbst­ver­sor­gung (u.a. Rank­hilfen für Nutz­pflanzen sowie Kräuter, Obst- und Gemü­se­pflanzen) fallen nicht unter den Versicherungsschutz.
  • Zu den wei­teren Grund­stücks­be­stand­teilen zählen auch Schwimm­be­cken und Whirl­pools ein­schließ­lich der dazu­ge­hö­rigen Technik (z. B. einer Umwälz­pumpe). Vor­aus­set­zung ist, dass das Schwimm­be­cken voll­ständig im Erd­reich ein­ge­lassen oder min­des­tens 50 kg (Leer­ge­wicht) schwer ist. Eben­falls als mit­ver­si­chert gilt die Abde­ckung des Schwimm­be­ckens.
  • Mit­ver­si­che­rung von Garagen und Car­ports ohne zah­len­mä­ßige Ein­schrän­kung. Zu beachten ist, dass für solche, die sich mehr als 500 Meter vom Ver­si­che­rungs­grund­stü­cken ent­fernt nur mit aus­drück­li­cher Ver­ein­ba­rung ver­si­chert sind.
  • Eben­falls ver­si­chert ist im Gebäude befind­li­ches bzw. dort außen ange­brachtes Gebäu­de­zu­behör (z. B. Antennen, Lei­tern und Mar­kisen, ther­mi­sche Solar­an­lagen, Elek­tro­la­de­sta­tionen) ohne abschlie­ßende Auf­zäh­lung. Vor­aus­set­zung ist aller­dings, dass sie der über­wie­genden Zweck­be­stim­mung des ver­si­cherten Gebäudes dienen. Für Wall­boxen gilt abwei­chend eine Mit­ver­si­che­rung, ohne dass es auf diese über­wie­gende Zweck­be­stim­mung ankommt.
  • Mit­ver­si­chert sind Öltanks (mit direkter Ver­bin­dung zur Hei­zungs­an­lage), Gas­tanks sowie Pel­let­spei­cher auf dem Versicherungsgrundstück.
  • Auto­ma­ti­scher Ver­si­che­rungs­schutz für Neben­ge­bäude bis zu jeweils 40 Qua­drat­me­tern (max. 50.000 Euro).
  • Ver­zicht auf Kür­zung der Leis­tung bei grob fahr­läs­siger Her­bei­füh­rung des Versicherungsfalles. 
  • Bis in Höhe von 10.000 Euro Ver­zicht auf Kür­zung der Leis­tung bei grob fahr­läs­siger Ver­let­zung von ver­trag­lich ver­ein­barten Oblie­gen­heiten (z. B. Heiz­o­b­lie­gen­heit) vor dem Scha­den­fall, nicht jedoch von Oblie­gen­heiten im Scha­den­fall (z. B. Scha­den­min­de­rungs­pflicht) oder von Sicherheitsvorschriften.
  • Bis in Höhe von 10.000 Euro Ver­zicht auf Kür­zung der Leis­tung bei grob fahr­läs­siger Ver­let­zung von gesetz­li­chen, und behörd­li­chen Sicher­heits­vor­schriften und Oblie­gen­heiten.
  • Im Rahmen des Bau­steins Pre­mi­um­Plus Mit­ver­si­che­rung auch von Schäden durch unbe­nannte Gefahren. Eine aus­drück­liche Beweis­last­um­kehr zu Gunsten des Ver­si­che­rungs­neh­mers ist nicht ein­ge­schlossen. Aus­ge­schlossen sind wie all­ge­mein üblich u. a. Schäden durch Grund­wasser. Es gilt eine Selbst­be­tei­li­gung von 150 Euro. Es finden die Aus­schluss­be­stim­mungen aus den VGB 2022 sowie den BB Wohn­ge­bäude Pre­mium 2022, Anwen­dung (siehe § 1 PremiumPlus).
  • Mit­ver­si­chert sind im Rahmen der All­ge­fah­ren­de­ckung Schäden durch Sturm und sons­tige wet­ter­be­dinge Wind­be­we­gungen auch unter­halb von Wind­stärke 8. Ein­ge­schlossen sind auch (ohne ent­spre­chende Klar­stel­lung) Schäden durch wet­ter­be­dingten Durchzug.
  • Ver­si­chert sind Schäden durch das Ein­dringen von Regen, Hagel, Schnee, Schmelz­wasser und Eis durch ord­nungs­gemäß geschlos­sene Fenster, Außen­türen und andere Öff­nungen sowie durch bau­lich nicht vor­ge­se­hene Gebäu­de­öff­nungen, sofern diese Schäden nicht selbst unter eine Aus­schluss­be­stim­mung fallen. Ent­spre­chend nicht ver­si­chert sind z. B .Schäden etwa durch nicht ord­nungs­gemäß geschlos­sene Fenster, Außen­türen oder andere Öff­nungen (siehe § 4 Nr. 4 b VGB 2022), durch Luft­feuch­tig­keit (siehe § 3 Nr. 2 l BB Pre­mi­um­Plus 2022), Kon­struk­tions- oder Mate­ri­al­fehler sowie Staub (siehe § 3 Nr. 2 q BB Pre­mi­um­Plus 2022). Die Ent­schä­di­gung ist auf 5.000 Euro je Ver­si­che­rungs­fall begrenzt.
  • Mit­ver­si­chert sind Schäden durch die Explo­sion von unent­deckter Kriegs­mu­ni­tion aus dem Ersten und Zweiten Welt­krieg (Blind­gän­ger­schäden). Schäden an ver­si­cherten Sachen, die durch die Ent­schär­fung von Blind­gän­gern ohne damit ein­her­ge­hende Explo­sion ent­stehen, sind im Rahmen der unbe­nannten Gefahren mit­ver­si­chert. Der sonst übliche Aus­schluss für Schäden durch hoheit­liche Ver­fü­gungen ist nicht erkennbar.
  • Mit­ver­si­che­rung von Seng- und Schmor­schäden, ohne dass es sich um einen Feu­er­fol­ge­schaden han­deln muss. Vor­aus­set­zung ist aller­dings, dass sich der Schaden auf dem Ver­si­che­rungs­grund­stück ereignet hat. Dies schließt etwa ent­spre­chende Schäden an mit­ver­si­cherten Rohren außer­halb des Ver­si­che­rungs­schutzes aus.
  • Mit­ver­si­chert ist der Anprall von Luft‑, Straßen‑, Wasser- und Schie­nen­fahr­zeugen sowie einer fahr­baren oder selbst fah­renden Arbeits­ma­schine an ver­si­chere Sachen. Dies gilt auch, wenn das ent­spre­chende Fahr­zeug vom Ver­si­che­rungs­nehmer oder von in seinem Haus befind­li­chen Per­sonen gefahren wurde. Schäden durch unbe­nannte Flug­körper sind mit 150 Euro Selbst­be­halt als mit­ver­si­chert im Rahmen der unbe­nannten Gefahren anzu­sehen. Da u. a. auch Grund­stücks­ein­frie­dungen inklu­sive Heckenzu den ver­si­cherten Sachen gehören, ist auch der Anprall gegen diese mit­ver­si­chert. Der Ver­si­cherer stellt weiter klar:

„Wenn Mauern/Zäune fest mit dem Grund­stück ver­bunden sind und somit zu den Grund­stücks­be­stand­teilen (=ver­si­cherte Sachen) gehören, ist der Anprall dagegen ver­si­chert, auch wenn es keine Grund­stücks­ein­frie­dungen sind. Bei den genannten wei­teren Grund­stücks­be­stand­teilen han­delt es sich um eine bei­spiel­hafte Aufzählung.“

  • Mit­ver­si­che­rung u. a. von Bruch­schäden an Rohren von Anlagen zur Regen­was­ser­auf­be­rei­tung. Dies gilt, sofern sich diese Rohre auf dem Ver­si­che­rungs­grund­stück (z. B. im Gebäu­de­in­nern oder auf dem Dach) befinden und der Ver­sor­gung ver­si­cherter Gebäude dienen. Für Zulei­tungs­rohre besteht die Mit­ver­si­che­rung ab dem (selbst, außer durch Frost, nicht mit­ver­si­cherten) Regen­was­ser­filter. Eben­falls mit­ver­si­chert sind frost­be­dingte Bruch­schäden an Tanks und Regen­was­ser­fil­tern von Zis­ter­nen­an­lagen sowie Näs­se­schäden durch Rohre einer Regenwassernutzungsanlage.
  • Mit­ver­si­chert sind frost­be­dingte Bruch­schäden an Tanks und Regen­was­ser­fil­tern von Zis­ter­nen­an­lagen sowie Näs­se­schäden durch Rohre einer Regenwassernutzungsanlage.
  • Mit­ver­si­che­rung von außer­halb von Gebäuden auf und außer­halb des Ver­si­che­rungs­grund­stücks ein­tre­tenden frost­be­dingten und sons­tigen Bruch­schäden an den Ablei­tungs­rohren der Was­ser­ver­sor­gung, die der Ent­sor­gung ver­si­cherter Gebäude oder Anlagen dienen. Für Rohre, die außer­halb des Ver­si­che­rungs­grund­stück ver­legt sind, gilt die Mit­ver­si­che­rung, sofern der Ver­si­che­rungs­nehmer die Gefahr trägt. Die Ent­schä­di­gung für Rohre außer­halb ver­si­cherter Gebäude ist je Scha­den­fall auf die ver­ein­barte Summe beschränkt. Diese kann wahl­weise mit 5.000 Euro, 10.000 Euro oder 15.000 Euro fest­ge­legt werden. Schäden durch Muf­fen­ver­satz, Wur­zel­ein­wuchs oder ein­fache Undich­tig­keit fallen nicht unter den Ver­si­che­rungs­schutz. Wur­zel­ein­wuchs ist abwei­chend nur dann ver­si­chert, wenn es sich um einen Sach­sub­stanz­schaden handelt.
  • Mit­ver­si­che­rung von frost­be­dingten und sons­tigen Bruch­schäden an Was­ser­zu­lei­tungs- und Hei­zungs­rohren außer­halb ver­si­cherter Gebäude auf und außer­halb des Ver­si­che­rungs­grund­stücks. Für Rohre, die sich auf dem Grund­stück befinden, besteht Ver­si­che­rungs­schutz auch dann, wenn sie nicht der Ver­sor­gung ver­si­cherter Gebäude oder Anlage dienen. Liegen die Rohre außer­halb des Ver­si­che­rungs­grund­stücks, gilt die Mit­ver­si­che­rung nur, sofern die benannten Rohre der benannten Ver­sor­gung dienen und der Ver­si­che­rungs­nehmer die Gefahr trägt.
  • Klar­stel­lung, dass Wasser aus Pools oder Whirl­pools bedin­gungs­seitig als Lei­tungs­wasser zählt.
  • Bei Ein­schluss der erwei­terten Ele­men­tar­ge­fahren sind ab einer Min­dest­scha­den­höhe von 10.000 Euro Mehr­kosten für Prä­ven­ti­ons­maß­nahmen nach einem Über­schwem­mungs- oder Rück­s­tauschaden bis in Höhe von 1.000 Euro mitversichert.
  • Bei Ein­schluss der erwei­terten Ele­men­tar­ge­fahren sind gemäß § 4 Nr. 1 c) Pre­mi­um­Plus Über­schwem­mungs­schäden auch dann ver­si­chert, wenn zwar (Dach)terrassen, Bal­kone, Licht­schächte oder Kel­ler­ab­gänge, nicht jedoch der Grund und Boden des Ver­si­che­rungs­grund­stücks über­flutet wurden. Daraus ist jedoch keine gene­relle Mit­ver­si­che­rung von Schäden durch Stark­regen, der als Ober­flä­chen­wasser unmit­telbar durch Türen, Schächte (außer Licht­schächten) oder Wände bzw. durch Fenster im Keller, Erd­ge­schoss oder Sou­ter­rain ein­dringt, abzu­leiten. Vor­aus­set­zung für eine Kos­ten­über­nahme im Rahmen der erwei­terten Ele­men­tar­ge­fahren nach § 4 Nr.3 a) VGB 2022 ist wie üblich die

„Über­flu­tung von Grund und Boden des Ver­si­che­rungs­grund­stücks mit erheb­li­chen Men-
gen von Oberflächenwasser.“

Liegt also nur eine Teil­über­schwem­mung vor, lässt sich hier­über in der Regel kein Ver­si­che­rungs­schutz her­leiten. Glei­ches gilt in sol­chen Fällen, wenn das Ober­flä­chen­wasser durch Gara­gen­tore und ‑türen ein­ge­drungen ist. Dringen Nie­der­schläge inklu­sive Stark­regen hin­gegen durch ord­nungs­gemäß geschlos­sene Fenster, Außen­türen oder bau­lich nicht vor­ge­se­hene Gebäu­de­öff­nungen ein, so ist dies jedoch im Sinne von § 3 Nr. 2 o) Pre­mi­um­Plus bis in Höhe von 5.000 Euro ver­si­chert (siehe weiter oben).

  • Mit­ver­si­che­rung von Bruch­schäden an Lüf­tungs­rohren inner­halb ver­si­cherter Gebäude.
  • Mit­ver­si­chert sind vor­sätz­liche Beschä­di­gungen und Zer­stö­rungen durch unbe­fugte Dritte bis in Höhe von 25.000 Euro die not­wen­digen Kosten für die Besei­ti­gung von Schäden an ver­si­cherten Gebäuden (aus­ge­nommen Schau­fens­ter­ver­gla­sungen) ein­schließ­lich unmit­telbar daran anschlie­ßenden Ter­rassen und außen ange­brachtem Gebäu­de­zu­behör sowie an sons­tigen mit­ver­si­cherten Grund­stücks­be­stand­teilen, die nicht Gebäude sind. Die Mit­ver­si­che­rung gilt auch für Schäden durch Graf­fiti. Ohne Sum­men­be­gren­zung mit­ver­si­chert sind Schäden, die durch Dritte bei Ein­bruch bzw. Ein­bruch­ver­such entstehen.
  • Im Rahmen des Bau­steins Pre­mi­um­Plus Mit­ver­si­che­rung des Abhan­den­kom­mens ver­si­cherter Sachen durch ver­si­cherte Gefahren (z. B. durch Sturm). Da diese Leis­tung ohne Sub­limit erfolgt und der Dieb­stahl ver­si­cherter Sachen (z. B. Brief­kästen, Wall­boxen) bzw. Grund­stücks­be­stand­teilen gemäß Pre­mium-Deckung nur bis 10.000 Euro ver­si­chert sind, kann diese Erwei­te­rung als Erhö­hung der Ver­si­che­rungs­summe für Dieb­stahl ver­standen werden.
  • Über­nahme der Kosten von Gebäu­de­be­schä­di­gungen infolge von Ein­bruch­dieb­stahl oder dessen Ver­suchs (nicht jedoch Raub)sowie im Zusam­men­hang mit Ret­tungs­maß­nahmen durch Ret­tungs­kräfte (z. B. Polizei oder Feu­er­wehr) sowie Erst­helfer, um Leben zu retten. Nicht aus­drück­lich ver­si­chert sind die Kosten für solche Gebäu­de­be­schä­di­gungen infolge des Alarms eines Haus­not­rufs, wenn damit kein Leben unmit­telbar gefährdet war und somit gerettet werden musste (z. B. auf­grund eines Fehl­alarms bei urlaubs­be­dingter Abwe­sen­heit der Bewohner). Hierzu stellt die Würt­tem­ber­gi­sche klar:

„Sofern zum Zeit­punkt der gewalt­samen Öff­nung davon aus­ge­gangen werden muss, dass Leben in Gefahr ist bzw. die Öff­nung in der Absicht erfolgt, Leben zu retten, über­nehmen wir die Kosten für die Gebäu­de­schäden, die durch die Öff­nung ent­stehen. Also auch im Falle eines Fehl­alarms wäh­rend einer urlaubs­be­dingten Abwe­sen­heit, über die der Anbieter des Haus­not­rufs nicht infor­miert war.“

  • Mit­ver­si­che­rung von Schäden an ver­si­cherten Sachen durch Über­span­nung, Kurz­schluss infolge Blitzes sowie Über­strom infolge Blitzes, dar­über hinaus im Rahmen der All­ge­fah­ren­de­ckung mit 150 Euro Selbst­be­halt auch sons­tige Schäden durch Kurz­schluss, Über­strom sowie Schäden durch Stromschwankungen.
  • Mit­ver­si­chert sind im Rahmen der All­ge­fah­ren­de­ckung mit 150 Euro Selbst­be­halt Schäden an ver­si­cherten Sachen durch den Ein­schlag eines Meteo­riten sowie durch den Anprall oder Absturz von Welt­raum­schrott.
  • Mit­ver­si­chert sind Schäden an ver­mie­teten Anbau­kü­chen /-möbeln bis in Höhe von 10.000 Euro.
  • Mit­ver­si­chert sind Schäden an ver­si­cherten Sachen durch wild lebendes Scha­len­wild (z. B. Wild­schweine, Rehe und Rotwild).
  • Ver­si­chert sind Schäden am Haupt­ge­bäude durch wild lebende Wir­bel­tiere (außer Scha­len­wild). Nicht ver­si­chert sind Fol­ge­schäden durch Stromausfall.
  • Sub­si­diär mit­ver­si­chert sind die Kosten für in Folge eines Ver­si­che­rungs­falls not­wen­dige Hotel­un­ter­brin­gung oder eine ähn­liche Unter­brin­gung für maximal 24 Monate à 250 Euro pro Tag. Implizit ein­ge­schlossen sind auch Neben­kosten (z. B. Früh­stück, Telefon, Internet).Ebenfalls mit­ver­si­chert sind im Rahmen des Bau­steins Pre­mi­um­Plus solche Kosten, wenn für die Woh­nung des Ver­si­che­rungs­neh­mers ein Betre­tungs­verbot wegen der unmit­tel­baren Bedro­hung durch eine ver­si­cherte Natur­ge­fahr besteht oder weil Kampf­mittel aus dem 1. oder 2. Welt­krieg (Blind­gänger) besei­tigt werden müssen. Nicht erstattet werden Hotel­kosten, soweit Miet­wert bean­tragt werden kann.
  • Mit­ver­si­chert sind die Kosten für Miet­aus­fall oder orts­üb­li­cher Miet­wert von Wohn­räumen für die Dauer von höchs­tens 36 Monaten. Eben­falls mit­ver­si­chert sind der orts­üb­liche Miet­wert bzw. Miet­aus­fall für gewerb­lich genutzte Räume.
  • Mit­ver­si­chert sind die in Folge eines Ver­si­che­rungs­falles not­wen­digen Lager- und Trans­port­kosten für eine Dauer von bis zu drei Jahren.
  • Mit­ver­si­chert sind die Kosten für das Ent­fernen und den Abtrans­port von Bäumen und Sträu­chern durch eine ver­si­cherte Gefahr. Dies gilt auch, wenn diese Pflanzen auf ein fremdes Grund­stück gefallen sind. Nicht ver­si­chert sind die Kosten für das Ent­fernen, den Abtrans­port und die Ent­sor­gung von Hecken (sofern es sich nicht um Ein­frie­dungen und damit um ver­si­cherte Grund­stücks­be­stand­teile han­delt), die durch einen Ver­si­che­rungs­fall zer­stört wurden. Nicht klar­ge­stellt ist, inwie­fern die Kosten auch einer Stump­f­ent­sor­gung mit­ver­si­chert sind.
  • Mit­ver­si­chert ist die Wie­der­be­pflan­zung von Gar­ten­be­pflan­zungen (Blumen- oder Gemü­se­beete – auch in Hoch­beeten und in ver­gleich­baren Pflanz­kü­beln -, ent­spre­chend also nicht jedoch von Sträu­chern, Klet­ter­pflanzen, Topf­pflanzen oder Hecken als Grund­stücks­ein­frie­dungen) bis maximal 500 Euro (siehe zu Sträu­chern den nächsten Punkt). Anders als bei vielen Wett­be­werben sind somit auch die Kosten für die Wie­der­be­pflan­zung von Zier­pflanzen mit­ver­si­chert. Die Mit­ver­si­che­rung besteht nur für Schäden durch Brand- oder Sturm, nicht jedoch für Schäden durch sons­tige Gefahren (z. B. Schäden durch Erbeben oder Überschwemmung).Ebenfalls nicht mit­ver­si­chert ist die Wie­der­her­stel­lung gärt­ne­ri­scher Anlagen wie Tei­chen, Gar­ten­brunnen, Sand­kästen, Blume und Hoch­beeten Wegen etc.
  • Mit­ver­si­chert ist die Wie­der­auf­fors­tung von umge­stürzten, abge­knickten oder infolge von schwerer Beschä­di­gung zu ent­fer­nenden Bäumen und Sträu­chern durch eine ver­si­cherte Gefahr.
  • Ab einer vor­aus­sicht­li­chen Scha­den­höhe von 10.000 Euro Über­nahme von Regie­kosten für die Wie­der­her­stel­lung ver­si­cherter Sachen bis in Höhe von 10 % des ent­schä­di­gungs­pflich­tigen Scha­dens, maximal bis in Höhe von 5.000 Euro.
  • Über­nahme von Rück­rei­se­kosten bis 25.000 Euro einer vom Ver­si­che­rungs­nehmer getä­tigten Urlaubs‑, nicht jedoch Dienst‑, Bil­dungs- oder Geschäfts­reise, ab 5.000 Euro Min­dest­scha­den­höhe.  Der Ver­si­che­rungs­schutz gilt auch für mit­rei­sende Fami­li­en­an­ge­hö­rige. Aus­drück­lich richtet sich die Ange­mes­sen­heit „nach dem benutzte Urlaubsrei­se­mittel und der Dring­lich­keit der Reise an den Scha­denort“ (Her­vor­he­bung durch den Autor). Das Unter­nehmen hat sich mit Schreiben vom 20.10.2022 wie folgt dazu geäußert:

„Ihre Ein­schät­zung ist nach­voll­ziehbar, jedoch nicht die Inten­tion der Klausel. Gemäß Ziff. 2 gilt als Reise jede Abwe­sen­heit des VN/Partners vom Ver­si­che­rungsort. Folg­lich auch die Abwe­sen­heit auf­grund einer Dienst‑, Bil­dungs- oder Geschäfts­reise. Inso­fern tragen wir auch diese Rück­rei­se­kosten, wenn die wei­teren Vor­aus­set­zungen der Klausel erfüllt sind.

Wir werden uns einen Merker für die nächste Bedin­gungs­über­ar­bei­tung setzen, um die Klausel ein­deu­tiger zu formulieren.“

  • Über­nahme der Kosten für den Mehr­ver­brauch von Wasser und Gas nach einem ver­si­cherten Schaden.
  • Mit­ver­si­che­rung der Kosten infolge des Fehl­alarms eines Rauch­warn­mel­ders, Gas- oder Was­ser­mel­ders sowie einer Einbruchmeldeanlage.
  • Ab einer vor­aus­sicht­li­chen Scha­den­höhe von 10.000 Euro Mehr­kosten für eine behörd­lich nicht vor­ge­schrie­bene ener­ge­ti­sche Sanie­rung (ver­bes­serte Ener­gie­ef­fi­zienz) sowie für eine behörd­lich nicht ange­ord­nete öko­lo­gi­sche Wie­der­her­stel­lung von beschä­digten Grund­stücks­flä­chen (auch Dach­flä­chen) jeweils bis in Höhe von 10.000 Euro. Wett­be­werber kennen diese Leis­tungen als „Mehr­kosten für eine Gebäu­de­wie­der­her­stel­lung mit umwelt­freund­li­chen oder nach­hal­tigen Bau­stoffen“.
  • Ab einer vor­aus­sicht­li­chen Scha­den­höhe von 10.000 Euro Über­nahme der Kosten für eine qua­li­fi­zierte Ener­gie­be­ra­tung durch einen durch die BAFA (Bun­desamt für Wirt­schaft und Aus­fuhr­kon­trolle) zuge­las­senen Ener­gie­be­rater bzw. einen bau­bio­lo­gi­schen Berater bis in Höhe von 1.000 Euro.
  • Mit­ver­si­che­rung von Dekon­ta­mi­na­ti­ons­kosten von Erd­reich ohne Sublimit.
  • Mit­ver­si­che­rung der Auf­tau­kosten zur Ver­mei­dung eines Lei­tungs­was­ser­scha­dens. Eine Klar­stel­lung, wonach sich dies auch auf Rohr­bruch­schäden beziehen soll, ist nicht direkt erkennbar. Der Ver­si­cherer stellt jedoch klar, dass § 3 VGB 2022 alle Lei­tungs­was­ser­schäden und somit auch Rohr­bruch­schäden umfasse.
  • Über­nahme der Kosten für psy­cho­lo­gi­sche Erst­be­ra­tung und Behand­lung nach einem erheb­li­chen Ver­si­che­rungs­fall (Scha­den­höhe min­destes 10.000 Euro) bis in Höhe von 5.000 Euro für maximal 12 Monate.
  • Ab einer Min­dest­scha­den­höhe von 10.000 Euro Über­nahme der Kosten für sons­tige frei­wil­lige Zuwen­dungen an Per­sonen (z. B. im Zusam­men­hang mit der Brand­be­kämp­fung) nach einem Scha­den­fall bis in Höhe von 500 Euro.
  • Über­nahme der erfor­der­li­chen und nach­weis­lich tat­säch­lich ange­fal­lenen Renovierungs‑, Aufräumungs‑, Aufbewahrungs‑, Ent­sor­gungs- und Schäd­lings­be­kämp­fungs­kosten von durch Mes­sies gemie­teten Woh­nungen, soweit diese wegen eines zwang­haften Ver­hal­tens vor allem nutz­lose Gegen­stände unor­dent­lich und chao­tisch in der Woh­nung ange­sam­melt oder die Woh­nung dadurch ver­müllt haben. Über­nommen werden Kosten für die Auf­be­wah­rung von bis zu drei Monaten, höchs­tens jedoch bis 5.000 Euro. Nicht ver­si­chert sind sons­tige Schäden durch Mes­sies oder Miet­van­dalen (z. B. eine her­aus­ge­ris­sene Türzarge).
  • Mit­ver­si­che­rung von Gebäu­de­schäden durch den unbe­merkten Tod eines Mie­ters. Ein­ge­schlossen sind auch die Kosten für die Des­in­fek­tion der betrof­fenen Gebäu­de­teile. Nicht ver­si­chert ist dadurch bedingter Mietausfall.
  • Ab einer vor­aus­sicht­li­chen Scha­den­höhe von 10.000 Euro Über­nahme von alters- und behin­der­ten­be­dingten Mehr­kosten (z. B. Roll­stuhl- und rol­la­tor­be­dingtem Umbau oder Einbau eines Trep­pen­lifts) bis in Höhe von 10.000 Euro.
  • Ab einer vor­aus­sicht­li­chen Scha­den­höhe von 10.000 Euro Über­nahme der Kosten für die Ver­pfle­gung von Pri­vat­per­sonen bis in Höhe von 500 Euro, die anläss­lich eines Ver­si­che­rungs­falls (z. B. eines Brand­scha­dens oder einer Über­schwem­mung) Hilfe geleistet haben.
  • Ver­si­che­rungs­schutz für denk­mal­ge­schützte Gebäude auf Anfrage grund­sätz­lich mög­lich. Ent­spre­chende Mehr­kosten für behörd­liche Wie­der­her­stel­lungs­be­schrän­kungen sind als ver­si­chert anzu­sehen, bedin­gungs­seitig jedoch nicht aus­drück­lich klar­ge­stellt.
  • Über­nahme von Leck­or­tungs­kosten ohne Vor­liegen eines Ver­si­che­rungs­falles (Ursa­chen­suche bei an ver­si­cherten Gebäuden fest­ge­stellter Nässe). Gemäß Klausel „Kosten für die Ermitt­lung der Scha­den­ur­sache von Ablei­tungs­rohren der Was­ser­ver­sor­gung außer­halb ver­si­cherter Gebäude.

Aus­ge­wählte Ein­schrän­kungen des Tarifs Pre­mium mit Bau­stein Pre­mi­um­Plus aus dem Hause Württembergische

  • Keine Garantie hin­sicht­lich der unver­bind­li­chen Mus­ter­be­din­gungen des Gesamt­ver­bandes der Deut­schen Ver­si­che­rungs­wirt­schaft (GDV-Garantie)
  • Keine Garantie hin­sicht­lich der unver­bind­li­chen Emp­feh­lungen des Arbeits­kreises Bera­tungs­pro­zesse (Arbeits­kreis-Garantie)
  • Inno­va­ti­ons­klausel (Update-Garantie) für prä­mi­en­freie Leis­tungs­ver­bes­se­rungen bestehender Ver­si­che­rungs­ver­träge. Diese gilt aller­dings nur für die ersten fünf Jahre ab Ver­trags­be­ginn. Anschlie­ßend gilt wieder der Ver­si­che­rungs­schutz bei Ver­trags­be­ginn. Dies ist haf­tungs­tech­nisch pro­ble­ma­tisch, wenn etwa ein Schaden im Rahmen der Update-Garantie regu­liert wird und ein zweiter iden­ti­scher Schaden z. B. sechs oder sieben Jahre nach Ver­trags­be­ginn aus­ge­schlossen sein soll.
  • Keine Best-Leis­tungs-Garantie (Erwei­terte Vor­sorge) für Leis­tungen eines anderen, zum Scha­den­zeit­punkt ver­kaufs­of­fenen Versicherers.
  • Besitz­stands­ga­rantie (Vor­ver­si­cher­ga­rantie). Diese gilt aller­dings nur für die ersten fünf Jahre ab Ver­trags­be­ginn. Anschlie­ßend gilt nur der Ver­si­che­rungs­schutz aus dem bestehenden Ver­trag bei der Würt­tem­ber­gi­schen. Dies kann haf­tungs­tech­nisch pro­ble­ma­tisch sein, wenn ein Schaden nach den Bedin­gungen des Vor­ver­trages ver­si­chert wäre und nun nach über fünf Jahren nicht mehr mit­ver­si­chert wäre.
  • Keine Bei­trags­be­freiung bei Arbeits­lo­sig­keit oder Arbeits­un­fä­hig­keit.
  • Kein Regress­ver­zicht gegen­über (grob) fahr­lässig han­delnden Ange­hö­rigen als Mit­ei­gen­tü­mern des ver­si­cherten Gebäudes, gegen­über Mit­ar­bei­tern oder ander­weitig berech­tigten Nut­zern der ver­si­cherten Sache sowie gegen­über Mit­ar­bei­tern von War­tungs- oder Reparaturunternehmen.
  • Für die optio­nale Mit­ver­si­che­rung von Rück­s­tau­schäden gilt, dass alle „not­wen­digen und zumut­baren Vor­keh­rungen gegen Ele­men­tar­schäden […] zu treffen“ sind. „Die Abfluss­lei­tungen auf dem Ver­si­che­rungs­grund­stück müssen frei gehalten werden. Rück­stau­si­che­rungen müssen nach der jeweils gel­tenden Lan­des­bau­ord­nung funk­ti­ons­be­reit gehalten werden.“ Diese Rege­lung findet sich bei vielen Wett­be­wer­bern und kann bei Miss­ach­tung im Leis­tungs­fall zu einer mehr oder minder hohen Kür­zung der Leis­tung führen (Oblie­gen­heits­ver­let­zung).
  • Für Gebäude im Rohbau kann (außer für Bau­träger) eine kos­ten­freie Feu­er­roh­bau­ver­si­che­rung ver­ein­bart werden. Diese besteht pau­schal für einen Zeit­raum von 24 Monaten. Ver­si­che­rungs­schutz auch für Schäden durch Lei­tungs­wasser, Sturm / Hagel, erwei­terte Ele­men­tar­ge­fahren (z. B. Über­schwem­mung, Erd­beben oder Erd­sen­kung) ist mög­lich, aber frü­hes­tens, wenn u. a. das ver­si­cherte Gebäude fertig gedeckt ist oder alle Außen­türen ein­ge­setzt wurden. Nicht ver­si­cherbar sind Frost­schäden sowie Schäden durch unbe­nannte Gefahren. Gegen Zuschlag ist eine Erwei­te­rung des Ver­si­che­rungs­schutzes bis zu 36 Monaten möglich.
  • Kein Ver­zicht auf Anrech­nung einer Unter­ver­si­che­rung bei fal­scher Berech­nung der Ver­si­che­rungs­summe Wert 1914. Wurde bei­spiels­weise die für die Berech­nung rele­vante Wohn­fläche (grob) fahr­lässig auch nur gering­fügig falsch ange­geben, so wird die Leis­tung anteilig im Ver­hältnis zu der im Antrag ange­ge­benen im Ver­gleich zur tat­säch­li­chen Ver­si­che­rungs­summe Wert 1914 gekürzt.
  • Keine aus­drück­liche Mit­ver­si­che­rung von Gebäu­de­zu­behör, das künftig in das Gebäude ein­ge­fügt werden soll(z.B. Vor­räte an Fliesen, Boden­be­lägen, Tapeten). Der Ver­si­cherer stellt hierzu klar:

„Solange das Gebäu­de­zu­behör im wei­testen Sinne der Instand­hal­tung des Gebäudes dient, muss zukünftig ein­zu­bau­endes Zubehör nicht extra dekla­riert werden.“

  • Keine Mit­ver­si­che­rung von Gebäu­de­zu­behör wie Kamin­holz oder Bau­stoffen sowie daraus abge­leitet die feh­lende Mit­ver­si­che­rung des ein­fa­chen Dieb­stahls sol­chen Zube­hörs. Die Dieb­stahl­po­si­tion bezieht sich nur auf die am Gebäude ange­brachten Sachen, nicht jedoch auf beweg­liche Sachen.
  • Kein Ver­si­che­rungs­schutz für nach­träg­lich vom Mieter ein­ge­fügte, also nicht ein­fach nur aus­ge­tauschte, Sachen (z. B. elek­tro­ni­sche Jalou­sien, Ein­bau­kü­chen), die fest mit dem Gebäude ver­bunden sind.  Dies gilt nur, wenn der Ver­si­che­rungs­nehmer diese als Mieter auf seine Kosten beschafft oder über­nommen hat und für diese die Gefahr trägt. Bekommt der Mieter die Koste vom Eigen­tümer ersetzt oder geht die Gefahr­tra­gung auf den Eigen­tümer über, besteht Ver­si­che­rungs­schutz, andern­falls greift eine etwaige Haus­rat­ver­si­che­rung des Mieters.
  • Keine aus­drück­liche Mit­ver­si­che­rung von Beschä­di­gungen oder Zer­stö­rung an Lüftlma­lerei (Gebäu­de­ma­lerei) sowie Schnit­ze­reien an Gebäuden. Ein Aus­schluss für solche Schäden ist bedin­gungs­seitig nicht erkennbar.
  • Mit­ver­si­che­rung von Schäden durch Rauch und Ruß, aller­dings nur, wenn dieser plötz­lich bestim­mungs­widrig aus den am Ver­si­che­rungsort befind­li­chen Feuerungs‑, Heizungs‑, Koch- oder Tro­cken­an­lagen (gemeint sind ver­mut­lich „Trock­nungs­an­lagen“) aus­ge­treten ist, nicht jedoch aus z. B. Anlagen auf dem Nach­bar­grund­stück. Eben­falls aus­ge­schlossen Schäden durch Fog­ging (Schwarz­staub).
  • Keine Mit­ver­si­che­rung von Schäden durch Ent­schär­fung von Blind­gän­gern (Kampf­mittel aus dem 1. und 2. Welt­krieg), ohne damit ein­her­ge­hende Explosion.
  • Keine Mit­ver­si­che­rung von Näs­se­schäden auf­grund undichter Fugen oder Fliesen (z. B. undichte Sili­kon­fuge zwi­schen einer Dusch­wanne und einer angren­zenden Wand oder von eben­erdigen Duschen). Siehe hierzu das Urteil des BGH vom 20.10.2021 (Az. IV ZR 236 / 20)[1]. Der Aus­schluss ergibt sich für die unbe­nannten Gefahren aus § 3 Nr. 2 d) BB Wohn­ge­bäude Pre­mi­um­Plus 2022.
  • Nicht ver­si­chert sind Bruch­schäden an unter­ir­disch auf dem Ver­si­che­rungs­grund­stück ver­legten Regen­was­ser­ab­fluss­rohren, son­dern nur solche an Regen­ab­lei­tungs­rohren inner­halb von Gebäuden. Die aus­ge­schlos­senen Schäden können in der Praxis recht teuer sein.
  • Mit­ver­si­che­rung von frost­be­dingten und sons­tigen Bruch­schäden an Zulei­tungs­rohren der Was­ser­ver­sor­gung sowie an Rohren von Heizungs‑, Klima- sowie an Gas­rohren außer­halb des Gebäudes auf dem Ver­si­che­rungs­grund­stück. Die außer­halb von Gebäuden ver­legten Rohre sind nur dann ver­si­chert, sofern der Ver­si­che­rungs­nehmer hierfür die Gefahr trägt.  Für den Ver­si­che­rungs­schutz uner­heb­lich ist es, ob die auf dem Ver­si­che­rungs­grund­stück ver­si­cherten Rohre der Ver­sor­gung ver­si­cherter Gebäude oder Anlagen dienen (z. B. Ver­sor­gungs­rohre zu ver­si­cherten Neben­ge­bäuden und Gewächs­häu­sern auf dem Ver­si­che­rungs­grund­stück; Rohre von Solar­ther­mie­an­lagen auf dem Nach­bar­grund­stück; Rohre eines benach­barten Brun­nens zu einer Zis­terne für Wasch­ma­schinen oder eine Toi­let­ten­spü­lung) oder nicht der Ver­sor­gung dienen (z. B. Schleusen- und Kanal­rohre zur Ent­wäs­se­rung des Grund­stücks, um Ober­flä­chen­wasser bei Hang­lage auf­zu­fangen). Kein Ver­si­che­rungs­schutz besteht für Zulei­tungs­rohre sowie die Rohre von Heizungs‑, Klima- und Gas­rohren außer­halb des Ver­si­che­rungs­grund­stücks (z. B. Rohre einer externen Gar­ten­be­wäs­se­rung oder die oben benannten Schleusen- und Kanal­rohre zur Grund­stücks­ent­wäs­se­rung), sofern diese nicht der Ver­sor­gung ver­si­cherter Gebäude oder Anlage dienen oder der Ver­si­che­rungs­nehmer für diese nicht die Gefahr trägt. Glei­ches gilt für Rohre von Solar­hei­zungs­an­lagen auf und außer­halb des Ver­si­che­rungs­grund­stücks. Schäden durch Muf­fen­ver­satz, Wur­zel­ein­wuchs oder Undich­tig­keit von Rohren fallen gene­rell nicht unter den Ver­si­che­rungs­schutz. Wur­zel­ein­wuchs ist abwei­chend nur dann ver­si­chert, wenn es sich um einen Sach­sub­stanz­schaden han­delt.
  • Bruch­schäden an Heiz­kö­pern, Heiz­kes­seln, Boi­lern oder ver­gleich­baren Teilen von Hei­zungs- oder Kli­ma­an­lagen sind nur dann ver­si­chert, wenn es frost­be­dingt dazu gekommen ist.
  • Wie bran­chen­üb­lich nicht ver­si­chert ist der Bruch oder das Zer­reißen von Press­luft- / Druck­luft­lei­tungen. Diese kommen z. B. zum Ein­satz, wenn eine zen­trale Kom­pres­sor­an­lage dazu ein­ge­setzt wird, um elek­tri­sche Werk­zeuge damit zu betreiben. Solche Rohre könnten aller­dings auch unter­ir­disch ver­legt werden, um damit Werk­zeuge im Garten zu betreiben. Wäh­rend ein Kom­pressor regel­mäßig als im Rahmen einer Haus­rat­ver­si­che­rung mit­ver­si­chert ange­sehen werden kann, fehlt nicht nur bei der Würt­tem­ber­gi­schen für die Druck­luft­lei­tungen regel­mäßig ein bedin­gungs­sei­tiger Ver­si­che­rungs­schutz. Solche Rohre müsste der Ver­si­che­rungs­nehmer also ein­zel­ver­trag­lich bei der Würt­tem­ber­gi­schen einschließen.
  • Kein Ver­si­che­rungs­schutz besteht für die auf dem Ver­si­che­rungs­grund­stück befind­li­chen elek­tri­schen Lei­tungen (z. B. zur Ver­sor­gung einer Wallbox, zur Ver­sor­gung von Spei­cher­me­dien, zur Elek­tri­fi­zie­rung von Garten- und Gewächs­häu­sern), aus­ge­nommen Frei­lei­tungen, gegen die ver­si­cherten Gefahren. Abwei­chend davon mit­ver­si­chert sind Biss­schäden durch Marder, Wasch­bären und wild­le­bende Klein­nager an elek­tri­schen Anlagen.
  • Keine Mit­ver­si­che­rung von Buch­schäden an Rohren von Fäka­li­en­an­lagen / Klär­an­lagen inner­halb von Gebäuden oder auf dem Versicherungsgrundstück.
  • Kein Ver­si­che­rungs­schutz für Rohre und Instal­la­tionen unter­halb der tra­genden oder nicht tra­genden Boden­platte.
  • Keine Mit­ver­si­che­rung für Schäden an ver­si­cherten Sachen durch Plansch- oder Rei­ni­gungs­wasser.
  • Mit­ver­si­chert sind bis in Höhe von 10.000 Euro Biss­schäden, nicht jedoch Kratz- oder Pick­schäden, die durch Marder, Wasch­bären und wild lebende Klein­nager (z. B. Ratten und Mäuse) ent­stehen. Nicht ver­si­chert sind Biss­schäden u. a. durch Haus­tiere, Spechte, Rehe, Rot­hir­sche oder Wild­schweine. Ver­si­chert sind Biss­schäden an elek­tri­schen Anlagen und Lei­tungen. Schäden an Däm­mungen oder Unter­spann­bahnen sind im Rahmen der Klausel „Wild lebende Wir­bel­tiere“ am Haupt­ge­bäude bis zur Ver­si­che­rungs­summe mit­ver­si­chert (ohne Bau­stein Pre­mi­um­Plus bis 1.000 Euro). Aus­drück­lich aus­ge­schlossen sind Fol­ge­schäden durch das Fehlen elek­tri­scher Span­nung, implizit jedoch zumin­dest im Rahme der Mit­ver­si­che­rung von Biss­schäden auch Fol­ge­schäden durch z. B. Nisten oder Uri­nieren. Eben­falls aus­ge­schlossen sind reine Beein­träch­ti­gungen der Funk­ti­ons­fä­hig­keit (z. B. eine Geruchs­be­läs­ti­gung). Da gerade solche Fol­ge­schäden in Ein­zel­fällen 100.000 Euro über­schreiten können, aber auch Schäden an Däm­mungen in vielen Fällen bei über 10.000 Euro liegen, ist der von der Würt­tem­ber­gi­sche vor­ge­se­hene Ver­si­che­rungs­schutz hier sehr lückenhaft.
  • Aus­ge­schlossen sind Schäden durch innere Unruhen sowie damit ver­bun­dene Kosten.
  • Keine aus­drück­liche Über­nahme der Kosten für infolge eines Ver­si­che­rungs­falles not­wen­dige Dach- und Fas­sa­den­be­grü­nung auf dem Ver­si­che­rungs­grund­stück. Der Ver­si­cherer sieht dies über die Klausel Mehr­kosten für behörd­lich nicht ange­ord­nete öko­lo­gi­sche Wie­der­her­stel­lung(dort Ziffer 2) als mit­ver­si­chert an:

„In Erwei­te­rung von § 7 VGB 2022 ersetzt der Ver­si­cherer bei der Wie­der­her­stel­lung der ver­si­cherten und durch einen erheb­li­chen Ver­si­che­rungs­fall beschä­digten Grund­stücks­flä­chen (auch Dach­flä­chen) die tat­säch­lich ange­fal­lenen Mehr­kosten für Maß­nahme für die Ent­sie­ge­lung dieser Flächen.“

Im Rahmen dieser Klausel gilt eine vor­aus­sicht­liche Min­dest­scha­den­höhe von 10.000 Euro sowie eine Höchst­ent­schä­di­gung von 10.000 Euro.

Zur Aus­le­gung der Klausel schreibt das Unternehmen:

„Eine nach­träg­liche Dach­be­grü­nung zählen wir zur Ent­sie­ge­lung der durch einen erheb­li­chen Ver­si­che­rungs­fall beschä­digten Grundstücksflächen.“

  • Nicht mit­ver­si­chert ist zusätz­li­cher Miet­aus­fall bei Been­di­gung eines Miet­ver­hält­nisses wegen eines Ver­si­che­rungs­falles, wenn ein Miet­ver­hältnis auf­grund eines Ver­si­che­rungs­falles nicht ange­treten werden kann und der Miet­ver­trag zum Zeit­punkt des Ver­si­che­rungs­falles bereits geschlossen war. Eine solche Mit­ver­si­che­rung über § 9 dieser Bedin­gungen hinaus bieten aktuell z. B. die Alte Leip­ziger oder die degenia.
  • Keine Über­nahme der Kosten für Miet­aus­fall bei Nach­bar­schafts­schäden.
  • Kein Ersatz von lau­fenden, durch eine Bestä­ti­gung des Kre­dit­ge­bers nach­ge­wiesen, Dar­le­hens­zinsen nach voll­stän­diger Unbewohnbarkeit.
  • Nicht mit­ver­si­chert sind die Kosten für eine Feh­ler­dia­gnose, Arbeits­kosten und Klein­teile bei defekten Haus­halts-Groß­ge­räten.
  • Mit­ver­si­che­rung der Kosten für die Besei­ti­gung oder Umsied­lung von Bienen‑, Wespen- oder Hor­nis­sen­nes­tern nur, wenn gegen Zuschlag ein Schutz­brief ver­ein­bart wurde.
  • Nicht mit­ver­si­chert ist der Ertrags­aus­fall von Anlagen zur Strom­ge­win­nung (z. B. Photovoltaik‑, Solar- und Geo­ther­mie­an­lagen) nach einem Ver­si­che­rungs­fall. Eine Mit­ver­si­che­rung ist gegen Zuschlag im Rahmen der BB Pho­to­vol­ta­ikPlus 2022 ver­si­cherbar für die Dauer von maximal 12 Monaten (je Scha­den­fall) mög­lich. Die Ent­schä­di­gung erfolgt pau­schal in Höhe von 2,50 EUR je Tag und kWp.
  • Keine Mit­ver­si­che­rung von Mehr­kosten für Wie­der­her­stel­lungs­be­schrän­kungen für Rest­werte ver­si­cherter Sachen.
  • Keine Mit­ver­si­che­rung der Mehr­kosten für Pri­mär­energie. Abwei­chend mit­ver­si­chert ist der Mehr­ver­brauch von Gas.
  • Keine gene­relle Mit­ver­si­che­rung poli­zei­lich ange­zeigter Straf­taten (z.B. Dieb­stahl von Solar­zellen, Hacken von Smar­thome-Anlagen, Betrug).
  • Keine aus­drück­liche Mit­ver­si­che­rung von Schäden durch Ter­ro­rismus. Ein Aus­schluss im Rahmen der All­ge­fah­ren­de­ckung ist nicht vorhanden.
  • Kein Ver­si­che­rungs­schutz für Schäden durch Ver­schleiß.
  • Keine Über­nahme von Kosten für Daten­ret­tungs­kosten infolge eines ver­si­cherten Schadens.
  • Keine Mit­ver­si­che­rung der Kosten für die Wie­der­her­stel­lung oder Repro­duk­tion von pri­vaten Unter­lagen (z.B. Notar­ver­träge, Urkunden, Zer­ti­fi­kate) sowie für elek­tro­nisch gespei­cherte Daten das ver­si­cherte Gebäude betreffend.
  • Keine Über­nahme der Kosten für die scha­den­be­dingte Neu­ein­stel­lung von Antennen und Satel­li­ten­schüs­seln nach einem ver­si­cherten Schadenfall.
  • Keine aus­drück­liche Über­nahme per­sön­li­cher Aus­lagen nach einem Schadenfall.
  • Nicht ver­si­chert sind Schäden an bzw. der Dieb­stahl von Garten- oder Teich­zu­behör (z. B. Gar­ten­möbel, Hän­ge­matten, Strand­körbe, Bas­ket­ball­körbe sowie Blu­men­kästen) gegen ver­si­cherte Gefahren. Dies ergibt sich daraus, dass es sich hier nicht um ver­si­cherte Sachen handelt.
  • Nicht ver­si­chert sind Mehr­kosten für eine nach­hal­tige Gestal­tung des Gar­tens (z. B. Anlage einer Bienen- und Hummelwiese).
  • Nicht ver­si­chert sind die Kosten für die Pflege eines Gar­tens durch eine Fach­firma, wenn der Ver­si­che­rungs­nehmer wäh­rend der Ver­trags­lauf­zeit eine schwer­wie­gende und unvor­her­ge­se­hene Ver­let­zung oder Krank­heit erleidet, die ihn an der Pflege des Gar­tens hindert.
  • Nicht ver­si­chert sind nach­ge­wie­sener Kosten (z. B. für eine Online-Rechts­be­ra­tung oder das Zurück­schneiden einer Hecke) zur Bei­le­gung eines Nachbarschaftsstreites.
  • Nicht aus­drück­lich ver­si­chert sind Trock­nungs­kosten ins­be­son­dere in Folge eines Lei­tungs­wasser- oder Über­schwem­mungs­scha­dens. In der Regel werden diese Kosten auch ohne Klar­stel­lung übernommen.
  • Bei der Durch­füh­rung eines Sach­ver­stän­di­gen­ver­fah­rens zur Fest­stel­lung der Scha­den­höhe wird erst ab einer fest­ge­stellten Scha­den­höhe von min­des­tens 25.000 Euro der Anteil des Ver­si­che­rungs­neh­mers an den Ver­fah­rens­kosten über­nommen.  Beauf­tragt der Ver­si­che­rungs­nehmer einen Sach­ver­stän­digen indi­vi­duell, werden die Kosten nur dann über­nommen, sofern der Ver­si­che­rungs­nehmer vom Ver­si­cherer zur Hin­zu­zie­hung auf­ge­for­dert wurde (siehe § 32 Nr. 2 a) VGB 2022).
  • Keine Über­nahme der Kosten für die not­wen­dige Hotel­un­ter­brin­gung oder eine ähn­liche Unter­brin­gung, wenn eine eigen­ge­nutzte Feri­en­woh­nung oder ein eigen­ge­nutztes Feri­en­haus durch einen Ver­si­che­rungs­fall unbe­wohnbar wird.
  • Keine Über­nahme der Kosten für den Mehr­ver­brauch von Öl sowie für Strom bzw. Strom­ver­lust aus Stromspeichern.
  • Keine Über­nahme der Kosten für eine Gefah­ren­be­ra­tung nach Über­schwem­mungs­schäden.
  • Keine Kosten einer kli­ma­freund­li­chen CO2-Kom­pen­sa­tion bei einem Feuerschaden.
  • Keine Kosten für die Rekul­ti­vie­rung von begrünten Dächern.
  • Kein Ein­schluss einer Ver­se­hens­klausel bei ein­fa­chen (grob) fahr­lässig began­genen Oblie­gen­heits­ver­let­zungen.
  • Keine aus­drück­liche Anlage von Prä­mi­en­an­lagen in nach­hal­tigen Kapi­tal­an­lagen.
  • Wie­der­aufbau bei Total­schaden an einem anderen Ort inner­halb der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land nur dann, wenn die Wie­der­her­stel­lung des Wohn­ge­bäudes an der bis­he­rigen Stelle recht­lich nicht mög­lich oder wirt­schaft­lich nicht zu ver­treten ist (§ 14 Nr. 7 VGB 2022), also nicht z. B., wenn aus psy­cho­lo­gi­schen Gründen nach einer schweren Über­schwem­mung ein Wie­der­aufbau am bis­he­rigen Ver­si­che­rungsort nicht anzeigt sein sollte.
  • Wie bei den meisten Wett­be­wer­bern erfolgt keine Neu­wert­er­stat­tung, sofern kein Wie­der­aufbau des Gebäudes erfolgt. Dies liegt darin begründet, dass es sich um keine Wie­der­auf­bau­ver­si­che­rung handelt.
  • Kein bei­trags­freier Ein­schluss eines „Home Ser­vice“ (Hot­line zur Ver­mitt­lung von Hand­wer­kern und Dienst­leis­tern bzw. 24-Stunden-Hot­line). Bei bestimmten Schäden kann Ver­si­che­rungs­schutz über den optional abschließ­baren Schutz­brief mit inte­grierter Hot­line her­ge­leitet werden.

Aus­ge­wählte Punkte zum Tarif Pre­mium 2022 mit Bau­stein Pre­mium Plus im Überblick

• Tarif mit vielen optio­nalen Leis­tungs­bau­steinen sowie Mög­lich­keiten zur Beitragsreduktion

• sehr weit­ge­hende Mit­ver­si­che­rung von Grundstücksbestandteilen

• Ver­si­che­rungs­schutz bei unmit­tel­barer Über­schwem­mung von (Dach)terrassen, Bal­konen, Licht­schächten und Kellerabgängen

• Mit­ver­si­che­rung von Schäden durch wild lebendes Scha­len­wild und durch wild lebende Wirbeltiere

Ohne Fol­ge­schäden durch Tierverbiss

• Keine Mit­ver­si­che­rung von Näs­se­schäden auf­grund undichter Fugen oder Fliesen

• Besitz­stands­ga­rantie und Inno­va­ti­ons­klausel jeweils auf nur 5 Jahre befristet

• Keine GDV- oder Arbeitskreis-Garantie


[1] Siehe https://​juris​.bun​des​ge​richtshof​.de/​c​g​i​-​b​i​n​/​r​e​c​h​t​s​p​r​e​c​h​u​n​g​/​d​o​c​u​m​e​n​t​.​p​y​?​G​e​r​i​c​h​t​=​b​g​h​&​A​r​t​=​e​n​&​D​a​t​u​m​=​A​k​t​u​e​l​l​&​S​o​r​t​=​3​&​n​r​=​1​2​3​9​4​5​&​p​o​s​=​2​1​&​a​n​z​=​822, zuletzt auf­ge­rufen am 05.01.2021

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