Tarifana­lyse: Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung der Allianz (Stand 10.2019 bzw. 07.2020)

Zuletzt hat die Allianz Ver­si­che­rungs-AG ihre bis­he­rige Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung in den Jahren 2019 und 2020 über­ar­beitet. Die ver­schie­denen Tarif­li­nien sind unter der Bezeich­nung „Pri­vat­schutz 2.0“ zusam­men­ge­fasst. Zur Aus­wahl stehen die Tarif­li­nien Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung Basis (Stand 07.2020), Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung Smart (Stand 07.2020), Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung Kom­fort (Stand 07.2020) sowie Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung Pre­mium (Stand 10.2019).

Hin­weis: eine Zusam­men­fas­sung der wich­tigsten Punkte finden Sie am Ende dieses Beitrages.

Kal­ku­la­ti­ons­grund­lage ist jeweils das Qua­drat­me­ter­mo­dell:

„Für die Bestim­mung der Wohn­fläche gilt fol­gende Regelung:

• Die anzu­ge­bende Wohn­fläche ist die Grund­fläche aller Räume eines Gebäudes ein­schließ­lich der Hobbyräume.

• Nicht zu berück­sich­tigen sind:

- Treppen, Bal­kone, Log­gien, Terrassen

- Keller‑, Spei­cher-/Bo­den­räume, die nicht zu Wohn- oder Hob­by­zwe­cken aus­ge­baut sind

• Wenn Ihnen ein Kauf‑, Miet­ver­trag oder Bau­un­ter­lagen vor­liegen, denen die Wohn­fläche zu ent­nehmen ist, können Sie diese angeben.

Aus­nahme: Sie wissen oder hätten erkennen können, dass diese Angaben nicht kor­rekt sind.

Für Neben­ge­bäude gilt: Es ist die Wohn- und Nutz­fläche anzugeben.

Sollte Ihr Gebäude teil­weise gewerb­lich genutzt sein, gilt: Die Nutz­fläche ist als Wohn­fläche mit anzugeben.“

Eine bedin­gungs­sei­tige Klar­stel­lung zu einer mög­li­chen Unter­ver­si­che­rung ist nicht gegeben. Da eine kor­rekte Angabe der Wohn­fläche zu den vor­ver­trag­li­chen Oblie­gen­heiten gehört, ist bei kor­rekter Angabe der Wohn­fläche von einem Unter­ver­si­che­rungs­ver­zicht aus­zu­gehen, andern­falls könnte der Ver­si­cherer das Recht zur Leis­tungs­kür­zung haben.

Absi­che­rung nur für reine Privatgebäude

Ver­si­che­rungs­schutz besteht bei Wie­der­stel­lung / Wie­der­aufbau des ver­si­cherten Gebäudes als glei­tende Neu­wert­ver­si­che­rung für die dafür not­wen­digen orts­üb­li­chen Kosten ohne Begren­zung der ohne Höchst­ent­schä­di­gung. Ver­si­cherbar sind in diesem Tarif nur Ein- und Zwei­fa­mi­li­en­häuser, nicht jedoch Mehr­fa­mi­li­en­häuser. Der Ver­si­che­rungs­schutz setzt außerdem voraus, dass in diesen Gebäuden kein Gewerbe aus­geübt wird. Dies gilt auch für Büro- und Pra­xis­räume. Gegen­über vielen Wett­be­werben, die einen Gewer­be­an­teil von bis unter 50 Pro­zent ver­si­chern, kann dies nach­teilig sein. Für ent­spre­chende Risiken ist bei der Allianz der ent­spre­chende Gewer­be­tarif anzu­wenden. Unklar bleibt, was pas­siert, wenn ein Kunde den Ver­trag zunächst als reinen Pri­vat­ver­trag abschließt und später im Objekt ein Gewerbe anmelden sollte (spä­tere Nutzungsänderung).

Vor­über­ge­hend voll­ständig unbe­wohnte Gebäude bedeuten nach dem Wort­laut der Bedin­gungen nur dann eine Gefah­rerhö­hung, wenn dieser Umstand mehr als drei Monate andauert. Im Gegen­satz zu vielen Wett­be­werbs­ta­rifen, die keine ent­spre­chende Klar­stel­lung besitzen, ist dies seine posi­tive Rege­lung. Bei Antrags­stel­lung können ganz oder über­wie­gend leer­ste­hende Gebäude nur in der Tarif­linie Kom­fort ver­si­chert werden.

Viel­fäl­tige Erweiterungsoptionen

Die Grund­ta­rife Basis, Smart, Kom­fort bzw. Pre­mium lassen sich optional wie folgt erweitern:

  • Bau­stein Extrem­wet­ter­schutz – Wei­tere Natur­ge­fahren (Schäden durch Über­schwem­mung, Rück­stau, Erd­beben, Erd­fall, Erd­rutsch, Schnee­druck, Lawinen, Vul­kan­aus­bruch. Es gilt für den Bau­stein eine Selbst­be­tei­li­gung von 500 Euro (Über­schwem­mungs­schäden, Rück­stau) bzw. 3.000 Euro (Erd­be­ben­schäden). Außerdem gilt eine War­te­zeit von 7 Tagen ab Ver­si­che­rungs­be­ginn. Die War­te­zeit ent­fällt, sofern unmit­telbar vor Ver­si­che­rungs­be­ginn ander­weitig bereits ent­spre­chender Ver­si­che­rungs­schutz bestanden hat. Die Leis­tung ist im Tarif Pre­mium bereits inklusive).
  • Bau­stein Not­fall­ser­vice Zuhause (diverse Assi­s­tance­leis­tungen, z. B. Schlüs­sel­dienst sowie Rohr­rei­ni­gungs-Ser­vice. In den Tarifen Kom­fort und Pre­mium ist dieser Bau­stein bereits bei­trags­frei eingeschlossen)
  • Bau­stein Glas­schutz Gebäude (Schäden an der Gebäu­de­ver­gla­sung. Im Tarif Pre­mium ist dieser Bau­stein bereits bei­trags­frei eingeschlossen)
  • Bau­stein Öltank-Haft­pflicht­schutz (Ver­si­che­rungs­schutz als pri­vater Inhaber von Öltanks)
  • Bau­stein Haus-Haft­pflicht­schutz (Ver­si­che­rungs­schutz als Haus- und Grundbesitzer)

Kun­den­freund­liche Annahmerichtlinien

Ver­si­cherbar sind Gebäude aller Bauart- und Fer­tig­bau­klassen. Für Gebäude mit einem Dach­belag auf Natur­schiefer, Holz, Ried, Schilf oder Stroh (weiche Dachung) oder solche mit Außen­wänden über­wie­gend aus Holz, wird ein Zuschlag erhoben.

Online ver­si­cherbar sind Gebäude mit einer Wohn­fläche zwi­schen 10 und maximal 1.000 Qua­drat­me­tern. Für Gebäude mit einer grö­ßeren Wohn­fläche ist eine Direk­ti­ons­an­frage erforderlich.

Laut Ange­bots­rechner sind auch sehr alte Gebäude grund­sätz­lich ver­si­cherbar. Ein maxi­males Bau­jahr ist nicht erkennbar, aller­dings werden teil­weise, gerade im Tarif Pre­mium, extreme Abwehr­prä­mien erhoben. Ist ein Gebäude älter als 25 Jahre, ist die Vor­lage eines Prüf­be­richts über die Dich­tig­keit der Rohre erfor­der­lich. Ein­zige Aus­nahme: es han­delt sich um einen Lei­tungs­wasser-Ersatz­an­trag und im Allianz-Vor­ver­trag waren die Ablei­tungs­rohre auf und / oder außer­halb des Grund­stü­ckes versichert.

Bei Antrags­stel­lung sind Feuer‑, Leitungswasser‑, Sturm­schäden sowie Schäden gegen wei­tere Natur­ge­fahren der letzten fünf Jahre vor Antrags­stel­lung anzugeben.

Gebäude mit bis zu vier Vor­schäden in den letzten fünf Jahren vor Antrags­stel­lung sind grund­sätz­lich ver­si­cherbar. Die indi­vi­du­elle Ver­si­cher­bar­keit ist jedoch jeweils für den Ein­zel­fall zu prüfen. So muss gerade bei „nicht geheilten“ Lei­tungs­was­ser­schäden unter Umständen eine erhöhte Selbst­be­tei­li­gung von 1.500 Euro, für andere Gefahren von 500 Euro akzep­tiert werden und / oder ein Zuschlag in Kauf genommen werden. Werden bei­spiels­weise zwei Lei­tungs­wasser- und drei Sturm­schäden wäh­rend der letzten 5 Jahre ange­geben, so können die Tarife Basis und Smart nicht ange­boten werden. Vor­scha­den­be­las­tete Gebäude sind (auch bei z. B. nur einem Sturm­schaden in den letzten 5 Jahren vor Antrags­stel­lung) nur gegen Zuschlag versicherbar.

Im Ver­gleich zu vielen anderen Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rern gilt die Annah­me­po­litik der Allianz für vor­scha­den­be­las­tete Risiken in der Branche als ver­gleichs­weise kundenfreundlich.

Bestand ein Vor­ver­trag, der vom Vor­ver­si­cherer gekün­digt worden ist, ist eine Annahme nur nach Ein­zel­fall­an­frage möglich.

Ver­si­che­rungs­schutz besteht für im Antrag ange­ge­bene Haupt­ge­bäude sowie für pri­vate, nicht jedoch gewerb­lich oder land­wirt­schaft­lich genutzte, Neben­ge­bäude (z. B. Seiten‑, Rück­ge­bäude, Garten- oder Gerä­te­häuser, Gewächs­häuser, Hob­by­werk­stätten, Lager, Schuppen, Scheunen). Außer im Tarif Basis besteht eine bei­trags­freie Mit­ver­si­che­rung bis zu einer Nutz­fläche von ins­ge­samt 50 Qua­drat­me­tern. Dar­über hinaus besteht in allen Tarifen bei­trags­freier Ver­si­che­rungs­schutz für Garagen und Car­ports auf und außer­halb des Ver­si­che­rungs­grund­stücks. Dabei gilt jedoch:

„Garagen sind dann als Neben­ge­bäude anzu­geben, wenn sich inner­halb der Garage eine Wohn- oder Nutz­fläche befindet (z.B. aus­ge­bauter Hob­by­raum ober­halb der Garage).“

Unklar bleibt, ob dies auch für solche Garagen gilt, die nicht zur Fahr­zeug­ab­stel­lung genutzt werden, son­dern z. B. zur Ein­la­ge­rung von Fahr­rä­dern, Rasen­mä­hern oder anderen Sachen.

Denk­mal­ge­schützte Gebäude sind bei Antrags­stel­lung als solche zu dekla­rieren. Sie sind gene­rell ver­si­cherbar, sind jedoch im Ein­zel­fall dies­be­züg­lich zu prüfen. Bei Antrags­stel­lung können solche Gebäude nur in der Tarif­linie Kom­fort ver­si­chert werden.

Anders als bei vielen Wett­be­wer­bern sind gefah­rer­hö­hender Betriebe (z. B. Bars, Mas­sa­ge­sa­lons oder Wohn­heimen) in der Nähe nicht geson­dert anzugeben.

Bran­chen­üb­lich ist das Gebäu­de­alter prä­mi­en­er­heb­lich. Anders als bei vielen Wett­be­wer­bern gibt es jedoch keine auto­ma­ti­sche Bei­trags­an­pas­sung mit stei­gendem Alter des Objekts. Viel­mehr findet wie viel­fach üblich eine Bei­trags­an­pas­sung auf Basis des glei­tenden Neu­wert­fak­tors sowie bei scha­den­be­dingter Mehr­auf­wen­dungen statt.

Rabatt­op­tionen

Bei Ver­ein­ba­rung einer unter­jäh­rigen Zahl­weise wird von der Allianz in den Tarifen Basis und Smart ein Raten­zah­lungs­zu­schlag erhoben. Dieser beträgt 6 % (monat­lich), 5 % (vier­tel­jähr­lich) bzw. 3 % (halb­jähr­lich). In den Tarifen Kom­fort und Pre­mium wird im Mak­ler­markt auf einen sol­chen Zuschlag ver­zichtet. Eine monat­liche Zahl­weise ist nur per SEPA-Mandat mög­lich. Rech­ne­risch sind Bei­träge von unter 5 Euro brutto monat­lich möglich.

Eine Prä­mi­en­zah­lung per Rech­nung ist nur bei jähr­li­cher Zahl­weise möglich.

Der Ver­si­cherer bietet einen Nach­lass bei Ver­ein­ba­rung einer Selbst­be­tei­li­gung. Fol­gende Selbst­be­halts­stufen sind möglich:

  • 150 Euro Selbst­be­halt (ca. 5,7 bis 6,1 % Rabatt je nach Zahlweise)
  • 300 Euro Selbst­be­halt (ca. 10,8 bis 11,4 % Rabatt je nach Zahlweise)
  • 500 Euro Selbst­be­halt (ca. 16,4 bis 17,1 % Rabatt je nach Zahlweise)
  • 1.000 Euro Selbst­be­halt (ca. 26,9 bis 62,5 % Rabatt je nach Zahlweise)

Wird eine Selbst­be­tei­li­gung ver­ein­bart, gilt diese nicht für Schäden durch wei­tere Natur­ge­fahren sowie für die Leis­tungen des Not­fall­ser­vice Zuhause.

Schließt ein Ver­si­che­rungs­nehmer meh­rere Ver­träge bei der Allianz ab, die als „Zähl­stücke“ ent­spre­chend rabat­tie­rungs­fähig sind, wird ein Bün­del­nach­lass von 5 % (2 Ver­träge), 10 % (3 Ver­träge), 15 % (4 Ver­träge) bzw. 20 % (ab 5 Ver­träge) gewährt. Dies gilt z. B. für eine ander­weitig bei der Allianz bestehende Privathaftpflicht‑, Hausrat- oder Unfall­ver­si­che­rung. Letz­tere muss aller­dings bestimmte Vor­aus­set­zungen erfüllen.

Bei­trags­nach­lässe durch die Zuge­hö­rig­keit zum Öffent­li­chen Dienst sind nicht möglich.

Ver­si­che­rungs­schutz im Pre­mium auch bei Schäden durch Verschleiß

Unter bestimmten Tarif­kon­stel­la­tionen (bei­spiel­haft berechnet anhand einer Selbst­be­tei­li­gung von 1.000 Euro) kann es sein, dass der Smart-Tarif in der Berech­nung teurer als der Kom­fort-Tarif ist. In jedem Fall deut­lich teurer als alle anderen Tarif­va­ri­anten ist der Pre­mium-Tarif. Bei der Bewer­tung der Prämie des Pre­mium-Tarifs ist dessen (soweit bekannt) Allein­stel­lungs­merkmal am deut­schen Wohn­ge­bäu­de­markt zu beachten: Ver­si­che­rungs­schutz besteht auch für jede unvor­her­ge­se­hene Beschä­di­gung, Zer­stö­rung oder Abhan­den­kommen (All­ge­fah­ren­de­ckung inklu­sive Ver­schleiß).

Die Allianz bietet keine Net­to­ta­rife für eine etwaige Hono­rar­be­ra­tung an.

Ver­si­che­rungs­nehmer und Ver­si­cherer können den ver­ein­barten Ver­si­che­rungs­schutz jeweils mit Frist von drei Monaten zum Ende des lau­fenden Ver­si­che­rungs­jahres kün­digen.

Aus­ge­wählte Leis­tungen des Tarifs Pre­mium im Überblick

  • Bei­trags­neu­trale Mit­ver­si­che­rung der Bau­steine Glas- und Extrem­wet­ter­schutz. Anders als bei den meisten Wett­be­wer­bern sieht die Allianz keine beson­deren Oblie­gen­heiten zur Ver­mei­dung mög­li­cher Rück­s­tau­schäden vor (z. B. den Einbau von Rückstauventilen).
  • Mit­ver­si­che­rung von Schäden auch durch Ver­schleiß. Dadurch kann im Zweifel auf die Bil­dung von Rück­lagen für regel­mä­ßige Repa­ra­turen ver­zichtet werden. Aus­ge­schlossen bleiben jedoch z. B. Schäden durch Schwamm, durch Kli­ma­ein­wir­kungen (z. B. Luft­feuch­tig­keit) oder durch Her­stel­lungs­fehler. Bedin­gungs­seitig nicht klar­ge­stellt ist, inwie­fern auch Ver­si­che­rungs­schutz für Schäden an bzw. durch einen nicht abge­nom­menen Eigenbau bzw. Eigen­re­pa­ra­turen frü­herer Schäden vom Ver­si­che­rungs­schutz umfasst sein sollen.
Quelle: https://​www​.allianz​.de/​r​e​c​h​t​-​u​n​d​-​e​i​g​e​n​t​u​m​/​w​o​h​n​g​e​b​a​e​u​d​e​v​e​r​s​i​c​h​e​r​u​ng/

Laut einer Umfrage des Ver­si­che­rungs­jour­nals vom 06.09.2022 unter den Ver­si­che­rern mit dem größten Markt­an­teil in Deutsch­land sei unter diesen die Allianz der ein­zige Anbieter, der Ver­si­che­rungs­schutz auch für das dür­re­be­dingte Absa­cken von Häu­sern („Som­mer­frost“) biete würde. Das Unter­nehmen wird hierzu wie folgt zitiert:

„Somit können Gebäu­de­schäden sowohl durch Grund­was­ser­ab­sen­kung als auch durch Schrumpf- und Quell­pro­zesse ent­stehen. Diese natur­be­dingten Ereig­nisse sind über den Zusatz­bau­stein ‚Extrem­wet­ter­schutz‘ mit­ver­si­chert“ [1].

  • Eine Gefah­rerhö­hung wird erst ab einem Leer­stand von mehr als drei Monaten angenommen.
  • Zu den ver­si­cherten Sachen gehören alle Grund­stücks­be­stand­teile im Garten, die mit dem ver­si­cherten Grund­stück dau­er­haft fest ver­bunden sind (z. B. Hun­de­hütten, Mauern, Müll­be­häl­ter­boxen, Schwimm­bäder, Ter­rassen, Über­da­chungen, Zäune und Zis­ternen, aber auch im Garten dau­er­haft mit Fun­da­ment auf­ge­stellte Solar­an­lagen). Obwohl nicht aus­drück­lich benannt, dürfte die Mit­ver­si­che­rung auch z. B. Klein­klär­an­lagen, Lade­sta­tionen für Elek­tro­fahr­zeuge, Wind­kraft­an­lagen sowie unter­ir­di­sche Öl- und Gas­tanks ein­schließen. Nicht ver­si­chert sind Stütz­wände zur Ver­hin­de­rung des Abrut­schens von Erd­reich sowie Bäume Sträu­cher und Klet­ter­pflanzen. Für die letzten drei Posi­tionen werden jedoch Kosten (z. B. Kosten für das Ent­fernen von Bäumen oder für die Wie­der­be­pflan­zung von Gärten) im ver­ein­barten Umfang übernommen.
  • Mit­ver­si­che­rung von Garagen und Car­ports ohne zah­len­mä­ßige Ein­schrän­kung. Unklar bleibt, ob dies auch für Garagen gilt, die nicht zur Fahr­zeug­ab­stel­lung, son­dern z. B. als pri­vater Stau­raum oder als pri­vate Werk­statt genutzt werden.
  • Eben­falls ver­si­chert ist im Gebäude befind­li­ches bzw. dort außen ange­brachtes Gebäu­de­zu­behör (z. B. Antennen, Lei­tern und Mar­kisen) ohne abschlie­ßende Aufzählung.
  • Ver­zicht auf Kür­zung der Leis­tung bei grob fahr­läs­siger Her­bei­füh­rung des Versicherungsfalles. 
  • Ver­zicht auf Kür­zung der Leis­tung bei grob fahr­läs­siger Ver­let­zung von gesetz­li­chen, und behörd­li­chen Sicher­heits­vor­schriften und Oblie­gen­heiten.
  • Mit­ver­si­che­rung auch unbe­nannter Gefahren. Eine aus­drück­liche Beweis­last­um­kehr zu Gunsten des Ver­si­che­rungs­neh­mers ist nicht ein­ge­schlossen. Aus­ge­schlossen sind wie all­ge­mein üblich u. a. Schäden durch Grund­wasser. Da es sich um eine echte All­ge­fah­ren­de­ckung han­delt, besteht das Bedin­gungs­werk nicht aus einer Auf­zäh­lung ver­si­cherter Gefahren, deren Aus­schlüsse dann oft auch für die unbe­nannten Gefahren Anwen­dung finden. Viel­mehr sind die rele­vanten Aus­schlüsse zen­tral unter Ziffer 2.4.1 geregelt.
  • Mit­ver­si­chert sind im Rahmen der All­ge­fah­ren­de­ckung Schäden durch Sturm und sons­tige Wind­be­we­gungen auch unter­halb von Wind­stärke 8. Ein­ge­schlossen sind auch Schäden durch Durchzug.
  • Im Rahmen der unbe­nannten Gefahren ver­si­chert sind z. B. Schäden durch das Ein­dringen von Nie­der­schlägen (z. B. Regen, Hagel, Schnee, Schmelz­wasser oder Schmutz), nicht jedoch von Staub, durch nicht sturm­be­dingte Öff­nungen (nicht ord­nungs­gemäß geschlos­sene Fenster, Außen­türen oder andere Öff­nungen). Aus­ge­schlossen sind Schäden etwa durch Luft­feuch­tig­keit, Kon­struk­tions- oder Materialfehler.
  • Im Rahmen der auto­ma­ti­schen Mit­ver­si­che­rung von u. a. Stark­re­ge­n­er­eig­nissen sowie unbe­nannten Gefahren besteht Ver­si­che­rungs­schutz auch für ver­si­cherte Sachen, die durch Stark­regen, der als Ober­flä­chen­wasser durch Türen, Schächte oder Wände bzw. durch Fenster im Keller, Erd­ge­schoss oder Sou­ter­rain ein­dringt, beschä­digt werden. Glei­ches gilt, wenn das Ober­flä­chen­wasser durch Gara­gen­tore und ‑türen bzw. über Ter­rassen und Bal­kone ein­ge­drungen ist. Bedin­gungs­seitig wird zwar nur klar­ge­stellt, dass eine Über­schwem­mung vor­aus­setzt, dass der Grund und Boden durch z. B. Wit­te­rungs­nie­der­schläge über­flutet wurde, doch greift bei feh­lendem Erfüllen dieser Defi­ni­tion die Mit­ver­si­che­rung unbe­nannter Gefahren.
  • Mit­ver­si­chert sind Schäden durch die Explo­sion von unent­deckter Kriegs­mu­ni­tion aus dem Ersten und Zweiten Welt­krieg (Blind­gän­ger­schäden). Nicht ver­si­chert sind jedoch Schäden an ver­si­cherten Sachen, die durch die Ent­schär­fung ohne damit ein­her­ge­hende Explo­sion ent­stehen. Hier greift der Aus­schluss für „Hoheit­liche Verfügungen“.
  • Mit­ver­si­che­rung von Seng- und Schmor­schäden, ohne dass es sich um einen Feu­er­fol­ge­schaden han­deln muss.
  • Mit­ver­si­chert ist im Rahme der All­ge­fah­ren­de­ckung der Anprall von Luft‑, Kraft- und Schie­nen­fahr­zeugen an ver­si­cherten Sachen. Glei­ches gilt für Schäden durch selbst­fah­rende Arbeits­ma­schinen, durch Was­ser­fahr­zeuge oder durch unbe­nannte Flug­körper. Da u. a. auch Zäune und Mauern zu den ver­si­cherten Sachen gehören, ist auch der Anprall gegen diese mit­ver­si­chert. Ein Aus­schluss für Park- und Ran­gier­schäden oder Schäden durch den Anprall selbst­ge­nutzter Fahr­zeuge des Eigen­tü­mers, seiner Mit­be­wohner oder Besu­cher ist nicht vorhanden.
  • Mit­ver­si­che­rung u. a. von Bruch­schäden an Rohren von Anlagen zur Regen­was­ser­auf­be­rei­tung. Dies gilt aber nur, wenn sich diese Rohre im ver­si­cherten Gebäude befinden, nicht jedoch für Anlagen auf dem Dach (kein Gebäu­de­be­stand­teil im Sinne der Bedin­gungen). Die Mit­ver­si­che­rung gilt sowohl für frost­be­dingte als auch für sonstig Bruchschäden.
  • Im Rahmen der All­ge­fah­ren­de­ckung Mit­ver­si­che­rung von Bruch­schäden an Heiz­kö­pern, Heiz­kes­seln, Boi­lern oder ver­gleich­baren Teilen von Hei­zungs- oder Kli­ma­an­lagen, auch wenn dies nicht frost­be­dingt erfolgt. Solche Schäden treten durchaus häu­figer auf. Für einen Boiler sind Kosten von bis zu 1.000 Euro realistisch.
  • Mit­ver­si­che­rung für Schäden durch Lei­tungs­wasser aus undichten Fugen in der Dusche. Eine aus­drück­liche Klar­stel­lung auch zu eben­erdigen Duschen ist in den Bedin­gungen nicht ent­halten, dürfte aber im Rahmen der unbe­nannten Gefahren als mit­ver­si­chert ange­sehen werden.
  • Mit­ver­si­che­rung von inner­halb sowie außer­halb von Gebäuden auf und außer­halb des Ver­si­che­rungs­grund­stücks ein­tre­tenden frost­be­dingten und sons­tigen Schäden an allen Rohren des Ver­si­che­rungs­grund­stücks, unter anderem an Ab- und Zulei­tungs­rohren (z. B. zu ganz­jährig im Boden ein­ge­las­senen Schwimm­be­cken), Lüf­tungs­rohren, Regen­was­ser­ab­fluss­ohren, Rohren von Solarheizungs‑, Klima- und Hei­zungs­an­lagen, von Schleusen- und Kanal­rohren zur Grund­stücks­ent­wäs­se­rung, Rohren von Fäka­lien- / Klär­an­lagen oder von Ver­sor­gungs­rohren zu ver­si­cherten Neben­ge­bäuden und Gewächs­häu­sern. Ein­ge­schlossen sind im Rahmen der All­ge­fah­ren­de­ckung auch Schäden durch Muf­fen­ver­satz und Wur­zel­ein­wuchs sowie Schäden an Rohren unter­halb der (nicht) tra­genden Boden­platte.  Für solche Schäden sind jeweils Kosten ab etwa 4.000 Euro bis 5.000 Euro als rea­lis­tisch anzusetzen.
  • Glei­ches gilt für Schäden durch undicht gewor­dene Rohre, ohne dass ein Bruch­schaden vor­liegt. Rohre außer­halb des Ver­si­che­rungs­grund­stücks sind nur ver­si­chert, sofern der Ver­si­che­rungs­nehmer hierfür die Gefahr trägt .Für den Ver­si­che­rungs­schutz uner­heb­lich ist es, ob die auf dem Ver­si­che­rungs­grund­stück ver­si­cherten Rohre der Was­ser­ver­sor­gung ver­si­cherter Gebäude oder Anlagen dienen (z. B. Ver­sor­gungs­rohre zu nicht ver­si­cherten Neben­ge­bäuden und Gewächs­häu­sern auf dem Ver­si­che­rungs­grund­stück; Rohre von Solar(thermie)anlagen auf dem Nach­bar­grund­stück; Rohre eines benach­barten Brun­nens zu einer Zis­terne für Wasch­ma­schinen oder eine Toi­let­ten­spü­lung; Lei­tungen der Gar­ten­be­wäs­se­rung aus einem sepa­raten Brunnen). Sofern Druck­luft oder Press­luft durch Rohre, nicht jedoch sons­tige Lei­tungen, geleitet wird, fallen auch Schäden an sol­chen unter den Ver­si­che­rungs­schutz. Solche Lei­tungen kommen z. B. zum Ein­satz, wenn eine zen­trale Kom­pres­sor­an­lage dazu ein­ge­setzt wird, um elek­tri­sche Werk­zeuge damit zu betreiben. Solche Rohre könnten aller­dings auch unter­ir­disch ver­legt werden, um damit Werk­zeuge im Garten zu betreiben.
  • Im Rahmen der All­ge­fah­ren­de­ckung kein Aus­schluss für Näs­se­schäden auf­grund undichter Fugen oder Fliesen (z. B. undichte Sili­kon­fuge zwi­schen einer Dusch­wanne und einer angren­zenden Wand). Siehe hierzu das Urteil des BGH vom 20.10.2021 (Az. IV ZR 236 / 20)[2].
  • Im Rahmen der All­ge­fah­ren­de­ckung Mit­ver­si­che­rung für Schäden an ver­si­cherten Sachen durch Plansch- oder Rei­ni­gungs­wasser.
  • Mit­ver­si­chert im Rahmen der All­ge­fah­ren­de­ckung sind mut­wil­lige Beschä­di­gungen durch unbe­fugte Dritte sowie Schäden durch Graf­fiti (z. B. Farben und Lacke, aber auch Kratz- oder Farb­graf­fiti) an den Innen- und Außen­seiten von ver­si­cherten Sachen. Mit­ver­si­chert ist eine mög­li­cher­weise trotz Repa­ratur ver­blei­bende Wertminderung.
  • Mit­ver­si­che­rung des Abhan­den­kom­mens (z. B. durch Dieb­stahl oder Sturm) von außen am Gebäude ange­brachten, fest mit diesem ver­bun­denen, Sachen (z. B. Brief­kästen, Lampen oder Mar­kisen) oder von ver­si­cherten Sachen, die sich auf dem Grund­stück befanden.
  • Im Rahmen der All­ge­fah­ren­de­ckung mit­ver­si­chert sind Schäden (z. B. Biss‑, Kratz- und Pick­schäden), die durch Haus­tiere oder wild­le­bende Tiere (z. B. Marder, Wasch­bären, Spechte, Rehe, Rot­hir­sche oder Wild­schweine) an ver­si­cherten Sachen (z. B. elek­tri­sche Anlagen und Lei­tungen, Däm­mungen und Unter­spann­bahnen) ver­ur­sacht werden. Eben­falls mit­ver­si­chert sind Fol­ge­schäden aller Art (z. B. durch das Fehlen elek­tri­scher Span­nung, durch Nisten oder Uri­nieren wild­le­bender Säu­ge­tiere).  Ein­ge­schlossen sind auch reine Beein­träch­ti­gungen der Funk­ti­ons­fä­hig­keit (z. B. eine Geruchsbelästigung).
  • Im Rahmen der All­ge­fah­ren­de­ckung Mit­ver­si­che­rung von Schäden an ver­si­cherten Sachen durch Über­span­nung, Über­strom, Kurz­schluss sowie Strom­schwan­kungen.
  • Mit­ver­si­chert sind Schäden an ver­si­cherten Sachen durch den Ein­schlag eines Meteo­riten sowie durch den Anprall oder Absturz von Welt­raum­schrott.
  • Wird das ver­si­cherte Gebäude infolge eines Ver­si­che­rungs­falles unbe­wohnbar, so werden de Kosten für eine dadurch not­wen­dige Hotel­un­ter­brin­gung oder eine ähn­liche Unter­brin­gung für maximal 24 Monate erstattet. Nicht ver­si­chert sind Neben­kosten (z. B. Früh­stück, Telefon, Internet).
  • Mit­ver­si­chert sind die in Folge eines Ver­si­che­rungs­falles not­wen­digen Lager- und Transportkosten.
  • Mit­ver­si­che­rung von Dekon­ta­mi­na­ti­ons­kosten von Erd­reich ohne Sublimit
  • Mit­ver­si­chert sind die Kosten für die Besei­ti­gung von Schäden durch innere Unruhen.
  • Mit­ver­si­chert sind die Kosten für Miet­aus­fall oder der orts­üb­liche Miet­wert von Wohn­räumen für die Dauer von höchs­tens 24 Monaten.
  • Mit­ver­si­chert ist die Wie­der­be­pflan­zung von Gärten mit Bäumen, Sträu­chern und Klet­ter­pflanzen, nicht jedoch mit Hecken, Blumen oder sons­tigen Zier- oder Topf­pflanzen. Ein­ge­schlossen ist das Ein­pflanzen junger Bäume bis maximal 1,50 m Höhe. Nicht mit­ver­si­chert ist die Wie­der­her­stel­lung gärt­ne­ri­scher Anlagen wie Tei­chen, Gar­ten­brunnen, Sand­kästen, Blume und Hoch­beeten Wegen etc.
  • Mit­ver­si­chert sind die Kosten für das Ent­fernen und den Abtrans­port von Bäumen durch eine ver­si­cherte Gefahr. Da es hier an einer Klar­stel­lung fehlt, ist der Ver­si­che­rungs­schutz so zu ver­stehen, dass sowohl umge­stürzte, abge­nickte als auch voll­kommen zer­störte Bäume mit­ver­si­chert sind, sofern die Bäume nicht bereits abge­storben waren. Nicht ver­si­chert sind die Kosten für das Ent­fernen, den Abtrans­port und die Ent­sor­gung von Hecken, die durch einen Ver­si­che­rungs­fall zer­stört wurden. Nicht klar­ge­stellt ist, inwie­fern die Kosten auch einer Stump­f­ent­sor­gung mit­ver­si­chert sind.
  • Über­nahme von Rück­rei­se­kosten einer vom Ver­si­che­rungs­nehmer getä­tigten Urlaubs- oder Dienst­reise, nicht jedoch Bil­dungs- oder Geschäfts­reise, ab 1.000 Euro Min­dest­scha­den­höhe.  Eine Klar­stel­lung, inwie­fern auch für mit­rei­sende Per­sonen, die im Haus­halt des Ver­si­che­rungs­neh­mers leben, Ver­si­che­rungs­schutz besteht, ist bedin­gungs­seitig nicht vor­handen. Nach dem Wort­laut der Bedin­gungen ist anzu­nehmen, dass ent­spre­chende Kosten nur für den Ver­si­che­rungs­nehmer über­nommen werden.
  • Über­nahme der Kosten für den Mehr­ver­brauch von Wasser und Gas nach einem ver­si­cherten Schaden.
  • Mit­ver­si­che­rung der Auf­tau­kosten zur Ver­mei­dung eines Lei­tungs­wasser- oder Rohrbruchschadens.
  • Mit­ver­si­che­rung von Mehr­kosten für Wie­der­her­stel­lungs­be­schrän­kungen für Rest­werte ver­si­cherter Sachen, aller­dings unter Anrech­nung der Rest­werte der nicht wie­der­ver­wend­baren Teile.
  •  Bis 500 Euro mit­ver­si­chert sind die Kosten für eine Feh­ler­dia­gnose, Arbeits­kosten und Klein­teile bei defekten Haus­halts-Groß­ge­räten. Klein­teile sind in dieser Summe bis maximal 25 Euro mitversichert.
  • Ein­ge­schlossen ist die Über­nahme von Leck­or­tungs­kosten ohne Vor­liegen eines Ver­si­che­rungs­falles (Ursa­chen­suche bei an ver­si­cherten Gebäuden fest­ge­stellter Nässe).
  • Über­nahme der Kosten für die Ver­pfle­gung von Pri­vat­per­sonen, die anläss­lich eines Ver­si­che­rungs­falls (z. B. eines Brand­scha­dens oder einer Über­schwem­mung) Hilfe geleistet haben. Die Leis­tung wird für maximal 48 Stunden erbracht.
  • Mit­ver­si­che­rung der Kosten für die Besei­ti­gung oder Umsied­lung von Wespen- oder Hor­nis­sen­nes­tern, nicht jedoch Bie­nen­nes­tern, bis in Höhe von 500 Euro.
  • Mit­ver­si­chert ist der Ertrags­aus­fall von Anlagen zur Strom­ge­win­nung (z. B. Photovoltaik‑, Solar- und Geo­ther­mie­an­lagen nach einem Ver­si­che­rungs­fall (max. 12 Monate.) Eine Begren­zung der Ent­schä­di­gung auf eine bestimmte Höhe je kWp ist bedin­gungs­seitig nicht erkennbar.
  • Ver­si­che­rungs­schutz für denk­mal­ge­schützte Gebäude auf Anfrage grund­sätz­lich mög­lich. Ent­spre­chende Mehr­kosten für behörd­liche Wie­der­her­stel­lungs­be­schrän­kungen sind als ver­si­chert anzu­sehen, bedin­gungs­seitig jedoch nicht aus­drück­lich klar­ge­stellt.

Aus­ge­wählte Ein­schrän­kungen des Tarifs Pre­mium aus dem Hause Allianz

  • Keine Garantie, dass nicht zum Nach­teil des Ver­si­che­rungs­neh­mers von den unver­bind­li­chen Emp­feh­lungen des unver­bind­li­chen Mus­ter­be­din­gungen des Gesamt­ver­bandes der Deut­schen Ver­si­che­rungs­wirt­schaft abge­wi­chen wird (GDV-Garantie).
  • Keine Garantie, dass nicht zum Nach­teil des Ver­si­che­rungs­neh­mers von den unver­bind­li­chen Emp­feh­lungen des Arbeits­kreises Bera­tungs­pro­zesse abge­wi­chen wird (Arbeits­kreis-Garantie).
  • Keine Inno­va­ti­ons­klausel (Update-Garantie) für prä­mi­en­freie Leis­tungs­ver­bes­se­rungen bestehender Versicherungsverträge.
  • Keine Best-Leis­tungs-Garantie (Erwei­terte Vor­sorge) für Leis­tungen eines anderen, zum Scha­den­zeit­punkt ver­kaufs­of­fenen Ver­si­che­rers. Eine solche Leis­tung bietet bei­spiels­weise der Tarif Top-Schutz der Dom­cura (Stand 10.2020).
  • Keine Summen- und / oder Kon­di­ti­ons­dif­fe­renz­de­ckung.
  • Keine Besitz­stands­ga­rantie (Vor­ver­si­cher­ga­rantie).
  • Kein aus­drück­li­cher Ver­si­che­rungs­schutz für Scha­den­fälle bei unklarer Zustän­dig­keit nach Versichererwechsel.
  • Keine Bei­trags­be­freiung bei Arbeits­lo­sig­keit oder Arbeits­un­fä­hig­keit.
  • Kein Regress­ver­zicht gegen­über (grob) fahr­lässig han­delnden Ange­hö­rigen als Mit­ei­gen­tü­mern des ver­si­cherten Gebäudes, gegen­über Mit­ar­bei­tern oder ander­weitig berech­tigten Nut­zern der ver­si­cherten Sache sowie gegen­über Mit­ar­bei­tern von War­tungs- oder Reparaturunternehmen.
  • Für Gebäude im Rohbau kann eine kos­ten­freie Feu­er­roh­bau­ver­si­che­rung ver­ein­bart werden. Diese besteht pau­schal für einen Zeit­raum von sechs Monaten. Ver­si­che­rungs­schutz auch für Schäden durch Lei­tungs­wasser, Sturm / Hagel, erwei­terte Ele­men­tar­ge­fahren (z. B. Über­schwem­mung, Erd­beben oder Erd­sen­kung) oder gegen unbe­nannte Gefahren ist nicht möglich.
  • Ver­si­che­rungs­schutz nur für im Antrag ange­ge­bene Neben­ge­bäude. Dabei gilt eine bei­trags­freie Mit­ver­si­che­rung bis zu einer gesamten Nutz­fläche von 50 Qua­drat­me­tern. Kommen nach Ver­trags­be­ginn neue Neben­ge­bäude hinzu, ohne dass diese aktiv vom Ver­si­che­rungs­nehmer ange­zeigt werden, ent­fällt der Ver­si­che­rungs­schutz. Dabei gelten die ein­gangs beschrie­benen Pro­bleme für den Fall einer spä­teren Nutzungsänderung.
  • Kein Ver­zicht auf Kür­zung der Leis­tung bei grob fahr­läs­siger Ver­let­zung von ver­trag­lich ver­ein­barten Oblie­gen­heiten und Sicher­heits­vor­schriften (z. B. Heiz­o­b­lie­gen­heit) sowie von Oblie­gen­heiten im Scha­den­fall (z. B. Schadenminderungspflicht).
  • Ver­zicht auf Anrech­nung einer Unter­ver­si­che­rung, sofern die Wohn­fläche kor­rekt ange­geben wurde. Wurde diese (grob) fahr­lässig auch nur gering­fügig falsch ange­geben, so wird die Leis­tung anteilig im Ver­hältnis zu der im Antrag ange­ge­benen im Ver­gleich zur tat­säch­li­chen Wohn­fläche gekürzt.
  • Ver­si­che­rungs­be­ginn pau­schal um 00:00 Uhr. Somit kann es zu einer Unter­bre­chung des Ver­si­che­rungs­schutzes kommen, wenn der Vor­ver­trag statt um 00:00 Uhr bereits um 12:00 Uhr geendet hat.
  • Keine aus­drück­liche Mit­ver­si­che­rung von Gebäu­de­zu­behör, das künftig in das Gebäude ein­ge­fügt werden soll (z.B. Vor­räte an Fliesen, Boden­be­lägen, Tapeten).
  • Keine Mit­ver­si­che­rung von beweg­li­chem Gebäu­de­zu­behör wie Kamin­holz oder Bau­stoffen sowie daraus abge­leitet des ein­fa­chen Dieb­stahls sol­cher Sachen.
  • Sofern nicht ein­zel­ver­trag­lich ver­ein­bart, kein Ver­si­che­rungs­schutz für nach­träg­lich vom Mieter ein­ge­fügte, also nicht ein­fach nur aus­ge­tauschte, Sachen (z. B. elek­tro­ni­sche Jalou­sien, Ein­bau­kü­chen), die fest mit dem Gebäude ver­bunden sind.  Dies gilt auch, wenn der Ver­si­che­rungs­nehmer diese als Mieter auf seine Kosten beschafft oder über­nommen hat und für diese die Gefahr trägt.
  • Nicht zu den ver­si­cherten Sachen gehört Zubehör der haus­wirt­schaft­li­chen Selbst­ver­sor­gung (u.a. Bie­nen­völker, die art­ge­recht gehalten werden; Rank­hilfen für Nutz­pflanzen und Hoch­beete; Kräuter, Obst- und Gemü­se­pflanzen). Eine ent­spre­chende Mit­ver­si­che­rung bietet bei­spiels­weise der Tarif com­fort aus dem Hause Alte Leip­ziger.
  • Kein Ver­si­che­rungs­schutz besteht für die auf dem Ver­si­che­rungs­grund­stück befind­li­chen elek­tri­schen Lei­tungen (z. B. zur Ver­sor­gung einer Wallbox, zur Ver­sor­gung von Spei­cher­me­dien, zur Elek­tri­fi­zie­rung von Garten- und Gewächs­häu­sern) gegen die ver­si­cherten Gefahren.
  • Keine Mit­ver­si­che­rung von Schäden an Grund­stücks­zu­behör (z. B. einer Umwälz­pumpe), das der Nut­zung oder Instand­hal­tung eines Schwimm­be­ckens dient.
  • Keine aus­drück­liche Mit­ver­si­che­rung von Beschä­di­gungen oder Zer­stö­rung an Lüftlma­lerei (Gebäu­de­ma­lerei) sowie Schnit­ze­reien an Gebäuden. Ein Aus­schluss für solche Schäden ist bedin­gungs­seitig nicht erkennbar.
  • Im Rahmen der All­ge­fah­ren­de­ckung sollten Schäden durch Rauch und Ruß eigent­lich mit­ver­si­chert sein. Dabei gilt jedoch bei der Allianz ein Aus­schluss für Schäden durch Kon­ta­mi­na­tion (z. B. Ver­rußung), sofern es sich nicht um die Folgen eines ver­si­cherten Sach­scha­dens han­delt (nur eine Feu­er­fol­ge­schäden). Inso­fern besteht an dieser Stelle keine Deckung, die über den Umfang der unver­bind­li­chen Mus­ter­be­din­gungen des GDV hinausgeht.
  • Keine Mit­ver­si­che­rung von Schäden durch Ent­schär­fung von Blind­gän­gern, ohne damit ein­her­ge­hende Explosion.
  • Nicht mit­ver­si­chert ist zusätz­li­cher Miet­aus­fall bei Been­di­gung eines Miet­ver­hält­nisses wegen eines Ver­si­che­rungs­falles, wenn ein Miet­ver­hältnis auf­grund eines Ver­si­che­rungs­falles nicht ange­treten werden kann und der Miet­ver­trag zum Zeit­punkt des Ver­si­che­rungs­falles bereits geschlossen war. Eben­falls nicht ver­si­chert ist der Miet­aus­fall oder Ersatz eines orts­üb­li­chen Miet­wertes von Gewer­be­räumen, da diese in keinem Fall zum Ver­si­che­rungsort gehören können.
  • Kein Ersatz von lau­fenden, durch eine Bestä­ti­gung des Kre­dit­ge­bers nach­ge­wiesen, Dar­le­hens­zinsen nach voll­stän­diger Unbewohnbarkeit.
  • Keine Über­nahme von Regie­kosten für die Wie­der­her­stel­lung ver­si­cherter Sachen.
  • Keine Über­nahme von alters- und behin­der­ten­be­dingten Mehr­kosten (z. B. Roll­stuhl- und rol­la­tor­be­dingtem Umbau oder Einbau eines Treppenlifts).
  • Nicht mit­ver­si­chert sind die Mehr­kosten für eine behörd­lich nicht vor­ge­schrie­bene ener­ge­ti­sche Sanie­rung (ver­bes­serte Ener­gie­ef­fi­zienz) sowie für sons­tige nach­hal­tige Sanierung.
  • Keine Mit­ver­si­che­rung der Mehr­kosten für Primärenergie.
  • Keine Über­nahme der Kosten für psy­cho­lo­gi­sche Betreuung / The­rapie nach einem erheb­li­chen Ver­si­che­rungs­fall.
  • Keine Mit­ver­si­che­rung der Kosten infolge des Fehl­alarms eines Rauch­warn­mel­ders, Brand‑, Gas- oder Wassermelders.
  • Keine Über­nahme der Kosten für eine qua­li­fi­zierte Ener­gie­be­ra­tung durch einen durch die BAFA (Bun­desamt für Wirt­schaft und Aus­fuhr­kon­trolle) zuge­las­senen Ener­gie­be­rater bzw. einen bau­bio­lo­gi­schen Berater.
  • Keine Vor­sor­ge­de­ckung für wert­stei­gernde bau­liche Maß­nahmen (Um‑, An- oder Ausbauten).
  • Keine Klar­stel­lung, inwie­fern Wasser aus Pools oder Whirl­pools bedin­gungs­seitig als Lei­tungs­wasser zählt. Da es sich um eine All­ge­fah­ren­de­ckung han­delt und hier kein Aus­schluss erkennbar ist, sind Schäden durch sol­ches Wasser als mit­ver­si­chert anzusehen.
  • Keine gene­relle Mit­ver­si­che­rung poli­zei­lich ange­zeigter Straf­taten (z.B. Dieb­stahl von Solar­zellen, Hacken von Smar­thome-Anlagen, Betrug). Eine ent­spre­chende Mit­ver­si­che­rung bietet bei­spiels­weise die VEMA (Risi­ko­träger: Basler) mit ihrem Tarif VEMA-Wohn­ge­bäu­de­kon­zept mit Stand 19.06.2018.
  • Keine aus­drück­liche Mit­ver­si­che­rung von Schäden durch Ter­ro­rismus. Ein Aus­schluss im Rahmen der All­ge­fah­ren­de­ckung ist nicht vorhanden.
  • Keine Über­nahme von Kosten für Daten­ret­tungs­kosten infolge eines ver­si­cherten Schadens.
  • Keine Mit­ver­si­che­rung der Kosten für die Wie­der­her­stel­lung oder Repro­duk­tion von pri­vaten Unter­lagen (z.B. Notar­ver­träge, Urkunden, Zer­ti­fi­kate) sowie für elek­tro­nisch gespei­cherte Daten das ver­si­cherte Gebäude betref­fend.  Eine ent­spre­chende Mit­ver­si­che­rung bietet bei­spiels­weise der Tarif Pre­mium Plus der Manu­faktur Augs­burg (Stand 05.2018).
  • Keine Über­nahme der Kosten für die scha­den­be­dingte Neu­ein­stel­lung von Antennen und Satel­li­ten­schüs­seln nach einem ver­si­cherten Schadenfall.
  • Keine aus­drück­liche Über­nahme per­sön­li­cher Aus­lagen nach einem Schadenfall.
  • Nicht ver­si­chert sind Schäden an bzw. der Dieb­stahl von Garten- oder Teich­zu­behör (z. B. Gar­ten­möbel, Hän­ge­matten, Strand­körbe, Bas­ket­ball­körbe sowie Blu­men­kästen und ‑kübel) gegen ver­si­cherte Gefahren. Dies ergibt sich daraus, dass es sich hier nicht um ver­si­cherte Sachen han­delt. Eine ent­spre­chende Mit­ver­si­che­rung bietet bei­spiels­weise der Tarif com­fort mit ein­ge­schlos­senem Paket Garten & Co. aus dem Hause Alte Leip­ziger.
  • Keine Über­nahme der Kosten für infolge eines Ver­si­che­rungs­falles not­wen­dige Dach- und Fas­sa­den­be­grü­nung auf dem Ver­si­che­rungs­grund­stück. Eine ent­spre­chende Mit­ver­si­che­rung bietet bei­spiels­weise der Tarif Pre­mium der Rhion​.digital (Stand 03.2022). Ein Urteil des OLG Hamm vom 03.06.2022 (Az. 20 U 173 / 22)[3] stellt klar, dass bei­spiels­weise an einem Gebäude ran­kender Efeu übli­cher­weise (so auch hier bei der Allianz) keine ver­si­cherte Sache ist. Wird er also durch einen Sturm abge­rissen und führt dadurch zu Schäden an einem ver­si­cherten Gebäude abge­rissen, so hat dieser nicht unmit­telbar auf ver­si­cherte Sachen ein­ge­wirkt. Ent­spre­chend wäre dann kein Ver­si­che­rungs­schutz herzuleiten.
  • Nicht ver­si­chert sind Mehr­kosten für eine nach­hal­tige Gestal­tung des Gar­tens (z. B. Anlage einer Bienen- und Hum­mel­wiese). Eine ent­spre­chende Mit­ver­si­che­rung bietet bei­spiels­weise der Tarif com­fort mit ein­ge­schlos­senem Paket Garten & Co. aus dem Hause Alte Leip­ziger.
  • Nicht ver­si­chert sind die Kosten für die Pflege eines Gar­tens durch eine Fach­firma, wenn der Ver­si­che­rungs­nehmer wäh­rend der Ver­trags­lauf­zeit eine schwer­wie­gende und unvor­her­ge­se­hene Ver­let­zung oder Krank­heit erleidet, die ihn an der Pflege des Gar­tens hin­dert. Eine ent­spre­chende Mit­ver­si­che­rung bietet bei­spiels­weise der Tarif com­fort mit ein­ge­schlos­senem Paket Garten & Co. aus dem Hause Alte Leip­ziger.
  • Nicht ver­si­chert sind nach­ge­wie­sener Kosten (z. B. für eine Online-Rechts­be­ra­tung oder das Zurück­schneiden einer Hecke) zur Bei­le­gung eines Nach­bar­schafts­streites. Eine ent­spre­chende Mit­ver­si­che­rung bietet bei­spiels­weise der Tarif com­fort mit ein­ge­schlos­senem Paket Garten & Co. aus dem Hause Alte Leip­ziger.
  • Nicht aus­drück­lich ver­si­chert sind Trock­nungs­kosten ins­be­son­dere in Folge eines Lei­tungs­wasser- oder Über­schwem­mungs­scha­dens. In der Regel werden diese Kosten auch ohne Klar­stel­lung übernommen.
  • Nicht ver­si­chert sind Trock­nungs­kosten für Grund­wasser, das infolge von Wit­te­rungs­nie­der­schlägen oder Aus­ufe­rung von ober­ir­di­schen Gewäs­sern nicht an die Erd­ober­fläche gedrungen ist. Eine ent­spre­chende Mit­ver­si­che­rung bietet bei­spiels­weise der Tarif com­fort mit ein­ge­schlos­sener erwei­terter Ele­men­tar­scha­den­de­ckungaus dem Hause Alte Leip­ziger.
  • Keine Über­nahme der erfor­der­li­chen und nach­weis­lich tat­säch­lich ange­fal­lenen Kosten für das Auf­räumen, die Ent­sor­gung, Rei­ni­gung, Des­in­fek­tion und Schäd­lings­be­kämp­fung von durch Mes­sies gemie­teten Woh­nungen, soweit diese wegen eines zwang­haften Ver­hal­tens vor allem nutz­lose Gegen­stände unor­dent­lich und chao­tisch in der Woh­nung ange­sam­melt oder die Woh­nung dadurch ver­müllt haben. Glei­ches gilt für sons­tige Schäden durch Mes­sies oder Miet­van­dalen (z. B. eine her­aus­ge­ris­sene Türzarge).
  • Keine Mit­ver­si­che­rung von Schäden infolge von Gebäu­de­schäden durch den unbe­merkten Tod eines Mie­ters.
  • Keine Über­nahme der Kosten für sons­tige frei­wil­lige Zuwen­dungen an Per­sonen (z. B. im Zusam­men­hang mit der Brand­be­kämp­fung) nach einem Schadenfall.
  • Keine aus­drück­liche Über­nahme der Kosten von Gebäu­de­be­schä­di­gungen infolge von Ein­bruch­dieb­stahl, Raub, deren Ver­suchs, im Zusam­men­hang mit Ret­tungs­maß­nahmen (z. B. durch Polizei oder Feu­er­wehr), infolge von Fehl­alarm eines Rauch‑, Gas- oder Feu­er­mel­ders oder auf­grund des Alarms eines Haus­not­rufs. Im Rahmen der All­ge­fah­ren­de­ckung mit­ver­si­chert sind jedoch die ent­spre­chenden Schäden, sofern hier kein Aus­schluss (z. B. für hoheit­liche Maß­nahmen) greift.
  • Bei der Durch­füh­rung eines Sach­ver­stän­di­gen­ver­fah­rens zur Fest­stel­lung der Scha­den­höhe wird erst ab einer fest­ge­stellten Scha­den­höhe von min­des­tens 25.000 Euro der Anteil des Ver­si­che­rungs­neh­mers an den Ver­fah­rens­kosten in Höhe von 90 % über­nommen.  Der Ver­si­che­rungs­nehmer trägt also in jedem Fall einen Selbst­be­halt von min­des­tens 10 Pro­zent. Beauf­tragt der Ver­si­che­rungs­nehmer einen Sach­ver­stän­digen indi­vi­duell, werden die Kosten nur dann über­nommen, sofern der Ver­si­che­rungs­nehmer vom Ver­si­cherer zur Hin­zu­zie­hung auf­ge­for­dert wurde (siehe Ziffer 4.10).
  • Keine Über­nahme der Kosten für die not­wen­dige Hotel­un­ter­brin­gung oder eine ähn­liche Unter­brin­gung, wenn eine eigen­ge­nutzte Feri­en­woh­nung oder ein eigen­ge­nutztes Feri­en­haus durch einen Ver­si­che­rungs­fall unbe­wohnbar wird. Eine ent­spre­chende Mit­ver­si­che­rung bietet bei­spiels­weise die VHV mit ihrem Tarif Klassik-Garant mit Bau­stein Exklusiv mit Stand 06.2021.
  • Keine Über­nahme der Kosten für Miet­aus­falls wegen Unbe­wohn­bar­keit des ver­si­cherten Gebäudes infolge eines Scha­dens an nicht ver­si­cherten Sachen (z.B. Schaden auf dem Nachbargrundstück).
  • Nicht ver­si­chert sind sons­tige Mehr­kosten für eine Gebäu­de­wie­der­her­stel­lung mit umwelt­freund­li­chen oder nach­hal­tigen Bau­stoffen.
  • Keine Über­nahme der Kosten für den Mehr­ver­brauch von Öl sowie für Strom bzw. Strom­ver­lust aus Stromspeichern.
  • Keine Über­nahme der Kosten für eine Gefah­ren­be­ra­tung nach Über­schwem­mungs­schäden.
  • Keine Kosten einer kli­ma­freund­li­chen CO2-Kom­pen­sa­tion bei einem Feuerschaden.
  • Keine Kosten für die Rekul­ti­vie­rung von begrünten Dächern.
  • Kein Ein­schluss einer Ver­se­hens­klausel (aus­führ­liche Erläu­te­rung siehe unten) bei ein­fa­chen (grob) fahr­lässig began­genen Oblie­gen­heits­ver­let­zungen.
  • Keine aus­drück­liche Anlage von Prä­mi­en­an­lagen in nach­hal­tigen Kapi­tal­an­lagen.
  • Wie­der­aufbau bei Total­schaden an einem anderen Ort inner­halb der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land nur dann, wenn die Wie­der­her­stel­lung des Wohn­ge­bäudes an der bis­he­rigen Stelle recht­lich nicht mög­lich oder wirt­schaft­lich nicht zu ver­treten ist Ziffer 4.8), also nicht z. B., wenn aus psy­cho­lo­gi­schen Gründen nach einer schweren Über­schwem­mung ein Wie­der­aufbau am bis­he­rigen Ver­si­che­rungsort nicht anzeigt sein sollte.
  • Wie bei den meisten Wett­be­wer­bern erfolgt keine Neu­wert­er­stat­tung, sofern kein Wie­der­aufbau des Gebäudes erfolgt. Dies liegt darin begründet, dass es sich um keine Wie­der­auf­bau­ver­si­che­rung handelt.
  • Kein bei­trags­freier Ein­schluss eines „Home Ser­vice“ (Hot­line zur Ver­mitt­lung von Hand­wer­kern und Dienstleistern).

Info Ver­se­hens­klausel

Grund­sätz­lich führt eine solche Klausel dazu, dass die Beweis­last für das Nicht-Vor­liegen eines Ver­se­hens beim Ver­si­cherer liegt. Das OLG Düs­sel­dorf (Urteil vom 10.10.1996, Az. 18 U 4 / 95; VersR 1998, 1015) kam in seiner Aus­le­gung einer Ver­se­hens­klausel für Spe­di­teure zu fol­gender Bewertung:

„Aller­dings hat die Bekl. zu 1 die Anmel­dung und Prä­mi­en­zah­lung vor­sätz­lich unter­lassen. Aber auch vor­sätz­li­ches Han­deln fällt unter die „Versehens“-Klausel, weil dieser Begriff weit aus­zu­legen ist. Das folgt aus Nr. 11.3 SVS/RVS n. F.; danach bleibt bei vor­sätz­li­cher Oblie­gen­heits­ver­let­zung des Spe­di­teurs dem Ver­si­cherer nur die Mög­lich­keit des Rück­griffs. Abge­sehen davon beruht hier das vor­sätz­liche Unter­lassen der Anmel­dung auf einem Irrtum (= Ver­sehen) der Bekl. zu 1, die fälsch­li­cher­weise davon aus­ge­gangen war – den Stand­punkt ver­tritt sie auch im Ver­fahren noch -, sie sei Zwi­schen­spe­di­teurin und des­halb über die O. GmbH gem. Nr. 3.3.3 SVS/RVS n. F. versichert.“

Eine solche Klausel führe, sofern abwei­chend ein­ge­schlossen, laut OLG Jena vom 03.02.2011 (Az. 4 U 787 / 10) allerdings

„nicht dazu, dass Deckungs­schutz auch für Scha­dens­fälle besteht, die nicht von den ein­schlä­gigen Ver­si­che­rungs­be­din­gungen erfasst werden bzw. für die eine Haf­tung aus­ge­schlossen ist.“

Eine eben­falls sehr weite Aus­le­gung der Ver­se­hens­klausel sieht der bekannte Rechts­an­walt Dr.  Johannes Fiala:

„In zahl­rei­chen Bedin­gungs­werken gibt es eine „Ver­se­hens­klausel“. Danach bleiben gewisse Ver­let­zungen von Oblie­gen­heiten (z.B. Anzeigen, Mel­dungen über Gefah­ren­er­hö­hungen, Risiken usw.) stets aussen vor. Für den Fall von Gefah­ren­er­hö­hungen behält sich der VR eine Prä­mi­en­nach­be­rech­nung vor. Der­ar­tige Klau­seln schützen auch den Ver­si­che­rungs­makler, wenn er als Reprä­sen­tant des VN den Ver­trag ver­waltet. Bei man­chem Makler ist die Ver­trags­ver­wal­tung stän­dige Praxis, mit der Folge einer zunächst unab­seh­baren Haf­tung aus einem Dau­er­schuld­ver­hältnis. Inso­fern bedeuten der­ar­tige Klau­seln eine Erleich­te­rung, denn der Ver­si­che­rungs­makler wäre im Rahmen von Dau­er­schuld­ver­hält­nissen im Zweifel gezwungen „Risiko- und Objekt­prü­fung“ ständig vor­zu­nehmen.“ [4]

Aus­ge­wählte Punkte zum Tarif Pre­mium im Überblick

Wohn­ge­bäu­de­tarif nach dem Wohn­flä­chen­mo­dell (Höchst­ent­schä­di­gung anstatt fester Ver­si­che­rungs­summe Wert 1914) für Ein- und Zwei­fa­mi­li­en­häuser, nicht jedoch für Mehrfamilienhäuser.

• Ver­si­che­rungs­schutz besteht auch für jede unvor­her­ge­se­hene Beschä­di­gung, Zer­stö­rung oder Abhan­den­kommen (All­ge­fah­ren­de­ckung inklu­sive Ver­schleiß).

•  Glas- und Extrem­wet­ter­schutz ohne Mehr­prämie eingeschlossen

•  Umfas­sender Ver­si­che­rungs­schutz auch bei grober Fahrlässigkeit

•  Ver­si­che­rungs­schutz auch für Rohre unter­halb der tra­genden Bodenplatte

•  Schäden sowie Fol­ge­schäden durch Haus- oder Wild­tiere an ver­si­cherten Sachen ohne Begren­zung mitversichert

•  Keine auch nur teil­weise gewerb­liche Nut­zung ver­si­cherter Gebäude

•  Unter­jäh­rige Zahl­weise nur mit Ratenzahlungszuschlag

•  Mög­lich Lücken bei Ver­si­cher­erwechsel auf­grund feh­lender Besitz­stands­ga­rantie und nicht aus­drück­lich bestehendem Ver­si­che­rungs­schutz bei unklarer Zuständigkeit

• Kein Ver­si­che­rungs­schutz für Schäden unmit­telbar durch Kon­ta­mi­na­tion (z. B. Verrußung)

Hin­weis: Die Allianz weist darauf hin, dass aktuell keine Über­prü­fung der Inhalte der Tarifana­lyse mög­lich war. Sollten Sie auf etwaige Fehler auf­merksam werden, wird u eine kurze Mit­tei­lung gebeten.


[1] Monika Back­haus „Dürre lässt Häuser absa­cken: Welche Ver­si­cherer zahlen bei Som­mer­frost?“ auf „ver​si​che​rungs​journal​.de“ vom 06.09.2022Aufzurufen unter https://​www​.ver​si​che​rungs​journal​.de/​v​e​r​s​i​c​h​e​r​u​n​g​e​n​-​u​n​d​-​f​i​n​a​n​z​e​n​/​d​u​e​r​r​e​-​l​a​e​s​s​t​-​h​a​e​u​s​e​r​-​a​b​s​a​c​k​e​n​-​w​e​l​c​h​e​-​v​e​r​s​i​c​h​e​r​e​r​-​z​a​h​l​e​n​-​b​e​i​-​s​o​m​m​e​r​f​r​o​s​t​-​1​4​5​6​2​8​.​php, zuletzt auf­ge­rufen am 16.09.2022.

[2] Siehe https://​juris​.bun​des​ge​richtshof​.de/​c​g​i​-​b​i​n​/​r​e​c​h​t​s​p​r​e​c​h​u​n​g​/​d​o​c​u​m​e​n​t​.​p​y​?​G​e​r​i​c​h​t​=​b​g​h​&​A​r​t​=​e​n​&​D​a​t​u​m​=​A​k​t​u​e​l​l​&​S​o​r​t​=​3​&​n​r​=​1​2​3​9​4​5​&​p​o​s​=​2​1​&​a​n​z​=​822, zuletzt auf­ge­rufen am 05.01.2021

[3] Siehe hierzu auch Wolf­gang A. Lei­dig­keit „Gebäu­de­ver­si­che­rung: Wenn der Efeu dem Sturm zum Opfer fällt“ auf „ver​si​che​rungs​journal​.de“ vom 13.09.2022. Auf­zu­rufen auf https://​www​.ver​si​che​rungs​journal​.de/​v​e​r​s​i​c​h​e​r​u​n​g​e​n​-​u​n​d​-​f​i​n​a​n​z​e​n​/​g​e​b​a​e​u​d​e​v​e​r​s​i​c​h​e​r​u​n​g​-​w​e​n​n​-​d​e​r​-​e​f​e​u​-​d​e​m​-​s​t​u​r​m​-​z​u​m​-​o​p​f​e​r​-​f​a​e​l​l​t​-​1​4​5​7​8​5​.​p​h​p​?​v​c​=​r​s​s​_​a​r​t​i​k​e​l​&​v​k​=​1​4​5​785, zuletzt auf­ge­rufen am 15.09.2022.

[4] „BGH: Nicht­an­gabe wei­teren Ver­si­che­rungs­ver­trages – Ver­se­hens­klausel“ auf „fiala​.de“ vom 13.08.2007. Auf­zu­rufen unter https://​www​.fiala​.de/​b​g​h​-​n​i​c​h​t​a​n​g​a​b​e​-​w​e​i​t​e​r​e​n​-​v​e​r​s​i​c​h​e​r​u​n​g​s​v​e​r​t​r​a​g​e​s​-​v​e​r​s​e​h​e​n​s​k​l​a​u​s​el/, zuletzt auf­ge­rufen am 16.09.2022.

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