Tarifana­lyse: die Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung der Manu­faktur Augs­burg (Stand 05.2018)

Die Manu­faktur Augs­burg Augs­burg GmbH ist recht­lich als Ver­si­che­rungs­ver­treter tätig. An ihr hält die SIGNAL IDUNA AG 100 % der Stimm­rechte und des Kapi­tals. Gegründet wurde die Manu­faktur im Jahre 2013[1] von der SDV Ser­vice­partner der Ver­si­che­rungs­makler AG[2]. Dabei ist die 2009[3] als „unab­hän­giges Toch­ter­un­ter­nehmen der SIGNAL IDUNA HOLDING“ gegrün­dete SDV AG mit­tels „einer Ser­vice- und Auf­trags­da­ten­ver­ein­ba­rung mit dem Mut­ter­kon­zern[4] ver­bunden. Risi­ko­träger ist die ADLER Ver­si­che­rung AG[5] als 100 %ige Tochter der SIGNAL IDUNA.

Ange­boten werden über die Manu­faktur Unfall-, Pri­vat­haft­pflicht-, Hausrat- und Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rungen. Dabei ist der aktu­elle Wohn­ge­bäu­de­tarif bereits unver­än­dert seit Mai 2018 auf dem Markt, nachdem der Vor­gän­ger­tarif 2013 ein­ge­führt wurde und dann 2017 zwecks Neu­jus­tie­rung zunächst ohne Ersatz geschlossen wurde.

Wenige Tage schon mehr als 2 Monate

Am 16.03.2021 wurde mit­ge­teilt, dass man „in wenigen Tagen einen neuen Tarif auf den Markt bringen“ werde und den hier bespro­chenen Tarif daher schließen werde. Am 22.04.2022 wurde tele­fo­nisch ergänzt, dass die Ver­öf­fent­li­chung des neuen Tarifs vor­aus­sicht­lich noch etwa vier Wochen dauern werde. Eine erneute tele­fo­ni­sche Aus­sage vom 19.05.2022 lau­tete, dass es noch eine Weile dauern werde, bis man mit einem neuen Tarif auf den Markt komme.

Als Ver­si­che­rungs­ver­treter hat die Manu­faktur laut Aus­sagen von Mit­ar­bei­tern vom 24.02.2022 eine Regu­lie­rungs­voll­macht für Schäden bis 3.000 Euro. Abwei­chend können Schäden durch erwei­terte Ele­men­tar­ge­fahren ohne Grenze und Sturm­schäden aktuell auch über 3.000 Euro hinaus regu­liert werden. Welche wei­teren Schäden über 3.000 Euro hinaus regu­liert werden können, ist abhängig vom Ein­zel­fall. Vom Unter­nehmen wurde am 22.04.2022 mit­ge­teilt, dass man die kon­kreten Zahlen nicht nach außen tragen wolle und dass in der Praxis ein abwei­chender Spiel­raum für die Regu­lie­rung bestehen würde. In jedem Fall gäbe es für die Scha­den­re­gu­lie­rung „kein klares „Schema F“.

Zur Aus­wahl stehen in der Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung die Tarife Pre­mium und Pre­mium Plus. Ver­si­che­rungs­schutz in der Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung wird nach dem Qua­drat­me­ter­mo­dell geboten. Sofern die Wohn­fläche kor­rekt ange­geben wird, wird auf die Anrech­nung einer mög­li­chen Unter­ver­si­che­rung im Scha­den­fall verzichtet.

In den Bedin­gungen der Manu­faktur wird die Wohn­fläche wie folgt definiert

„Wohn­fläche laut dem Kauf­ver­trag, den Bau­un­ter­lagen oder der Wohn­flä­chen­ver­ord­nung, wenn diese Angabe dem aktu­ellen Bau­zu­stand ent­spricht, sowie die sons­tigen ver­ein­barten Merkmale.“

Gemäß § 2 Wohn­flä­chen­ver­ord­nung ist die Wohn­fläche unter anderem wie folgt definiert:

„Die Wohn­fläche einer Woh­nung umfasst die Grund­flä­chen der Räume, die aus­schließ­lich zu dieser Woh­nung gehören. Die Wohn­fläche eines Wohn­heims umfasst die Grund­flä­chen der Räume, die zur allei­nigen und gemein­schaft­li­chen Nut­zung durch die Bewohner bestimmt sind.“

Nach § 4 WoFlV gelten Abzüge bei der ermit­telten Grund­fläche für Räume mit einer Decken­höhe von unter 2 Metern:

„Die Grund­flä­chen

1. von Räumen und Raum­teilen mit einer lichten Höhe von min­des­tens zwei Metern sind vollständig,

2.von Räumen und Raum­teilen mit einer lichten Höhe von min­des­tens einem Meter und weniger als zwei Metern sind zur Hälfte,

3. von unbe­heiz­baren Win­ter­gärten, Schwimm­bä­dern und ähn­li­chen nach allen Seiten geschlos­senen Räumen sind zur Hälfte,

4.von Bal­konen, Log­gien, Dach­gärten und Ter­rassen sind in der Regel zu einem Viertel, höchs­tens jedoch zur Hälfte

anzu­rechnen.“

Ange­boten wird Ver­si­che­rungs­schutz von der Manu­faktur für ständig bewohnte Ein- und Zwei­fa­mi­li­en­häuser, sofern in diese kein Gewerbe aus­geübt wird. Aus­ge­nommen davon ist eine Büro­fläche von maximal 50 %, für die Ver­si­che­rungs­schutz geboten wird. Vor­über­ge­hend voll­ständig unbe­wohnte Gebäude bedeuten nach dem Wort­laut der Bedin­gungen eine Gefah­rerhö­hung im Sinne der Bedin­gungen (siehe § 10 Nr. 2.2). Inwie­fern Ver­si­che­rungs­schutz nach Antrags­stel­lung besteht, wenn ein Ver­si­cherter z. B. wegen eines Urlaubs, wegen Krank­heit oder aus anderen Gründen län­ger­fristig nicht zu Hause weilt und das ver­si­cherte Objekt daher leer steht, ist bedin­gungs­seitig nicht ersichtlich.

Der Grund­tarif Pre­mium bzw. Pre­mium Plus lässt sich optional wie folgt erweitern:

  • Wei­tere Ele­men­tar­ge­fahren (Über­schwem­mung, Erd­beben u.a.)
  • Feuer-Roh­bau­ver­si­che­rung (kos­ten­frei wäh­rend der Bau­phase, maximal für 24 Monate)

Eine Gebäude- und Mobi­li­arglas­ver­si­che­rung wird von der Manu­faktur optional als eigen­stän­diges Pro­dukt angeboten.

Ver­si­cherbar sind Gebäude der Bau­art­klassen I, II und III bzw. der Fer­tig­haus­klassen 1, 2 und 3. Nicht ver­si­chert sind Gebäude mit wei­cher Dachung (z. B. Reet, Stroh). Positiv ist, dass Gebäude mit Lehm­bal­ken­de­cken ohne Ein­schrän­kungen ver­si­che­rungs­fähig sind. Deren Vor­han­den­sein dürfte nicht jedem Haus­be­sitzer aktiv bekannt sein. Wer etwa ein ehe­ma­liges Bau­ern­haus erworben hat, dass außen ver­klin­kert ist, dürfte im Zweifel erst im Scha­den­fall das Fach­werk und die Lehm­bal­ken­de­cken im Innern erkennen.

Ver­si­cherbar sind Gebäude mit einer Wohn­fläche bis maximal 300 Qua­drat­me­tern. Das maxi­male Bau­jahr bei Ver­trags­be­ginn darf 60 Jahre betragen. Dies gilt auch für (teil-)renovierte Gebäude.

Objekte mit einem oder meh­reren Ele­men­tar­schäden in den 10 Jahren vor Antrags­stel­lung sind nicht ver­si­cherbar. Bis zu zwei Vor­schäden im Vor­ver­trag für die anderen Gefahren (z. B. Sturm oder Lei­tungs­wasser) in den letzten 5 Jahren vor Antrag­stel­lung sind je nach Scha­den­höhe versicherbar.

Bestand ein Vor­ver­trag, der vom Vor­ver­si­cherer gekün­digt worden ist, ist eine Annahme nicht mög­lich. Ver­si­che­rungs­schutz für Gebäude ohne eine Vor­ver­si­che­rung ist nur nach Ein­zel­fall­prü­fung möglich.

Eine bei­trags­freie Mit­ver­si­che­rung für Neben­ge­bäude (z. B. Schuppen, Gewächs‑, Garten- und Gerä­te­häuser) besteht nur für solche bis maximal 20 Qua­drat­me­tern Grund­fläche (Pre­mium) bzw. 30.000 Euro (Pre­mium Plus). Zudem sind auch Garagen und Car­ports auto­ma­tisch mitversichert.

Inwie­fern auch gewerb­liche, land­wirt­schaft­lich bzw. ehe­mals gewerb­lich oder land­wirt­schaft­lich genutzte Gebäude ver­si­che­rungs­fähig sind, ist aus den vor­lie­genden Unter­lagen nicht erkennbar. 

Laut tele­fo­ni­scher Aus­kunft vom 19.05.2022 könne man im beschrie­benen Rahmen auch Ver­si­che­rungs­schutz für gewerb­lich oder land­wirt­schaft­lich genutzte Objekte erhalten.

Erwei­terte Ele­men­tar­ge­fahren können optional gegen Zuschlag ein­ge­schlossen werden. Der Ein­schluss von Schäden durch erwei­terte Ele­men­tar­ge­fahren ist in der ZÜRS-Zone 4 nicht möglich.

Im Rahmen der Mit­ver­si­che­rung von Ele­men­tar­schäden hat sich der Ver­si­che­rungs­nehmer an jedem Schaden mit einer Selbst­be­tei­li­gung 250 Euro zu betei­ligen. Es gilt eine War­te­zeit von 14 Tagen.

Denk­mal­ge­schützte Gebäude sind nicht ver­si­che­rungs­fähig. Eben­falls nicht ver­si­che­rungs­fähig sind Wohn­ge­bäude in der Nähe gefah­rer­hö­hender Betriebe (z. B. Bars, Mas­sa­ge­sa­lons oder Wohnheimen).

Bran­chen­üb­lich ist das Gebäu­de­alter prä­mi­en­er­heb­lich. Eine Bei­trags­an­pas­sung in bedin­gungs­seitig unbe­nannter Höhe findet bei Errei­chen eines Alters von 8 sowie von 17 Jahren statt. Auch die Annah­me­richt­li­nien bieten hierzu keine wei­ter­füh­renden Infor­ma­tionen. Der Anbieter gibt hierzu auf Nach­frage fol­gende Auskunft:

„Das ist pau­schal nicht ganz genau zu beant­worten, nachdem hier kein abschmel­zender Nach­lass als viel­mehr ein Bei­trags­sprung hin­ter­legt ist. Der Bei­trags­sprung ist nicht an einen festen Pro­zent­satz, son­dern an ent­spre­chende risi­ko­ad­äquate Prä­mien gekop­pelt. Der Bei­trag der Gebäu­de­ver­si­che­rung passt sich wäh­rend der Ver­trags­lauf­zeit an das Bau­jahr (Gebäu­de­alter) an. Die Anpas­sung sieht Bei­trags­sprünge für Gebäude die ein Alter von 8 bzw. 17 Jahren errei­chen. Die Bei­trags­an­pas­sung greift zur Haupt­fäl­lig­keit des Ver­trages. Im ersten Schritt Im ersten Schritt steigen die Bei­träge im Schnitt um 25%, im zweiten um ca. 22.%.“

Bei­spiel­haft ergibt die Berech­nung eines Wohn­ge­bäudes mit den Bau­jahren 1962 bzw. 2022 einen Bei­trags­un­ter­schied von nahezu 35 % (349,02 Euro anschlie­ßend 225,28 Euro).

Bei Ver­ein­ba­rung einer unter­jäh­rigen Zahl­weise wird von der Manu­faktur ein Raten­zah­lungs­zu­schlag erhoben. Dieser beträgt 3 % (vier­tel­jähr­lich bzw. halb­jähr­lich). Eine monat­liche Zahl­weise ist nicht mög­lich. Die Zah­lung ist sowohl per SEPA-Mandat als auch per Rech­nung mög­lich. Der Min­dest­bei­trag je Zahl­weise betrage theo­re­tisch 10,00 Euro. Jah­res­rech­nungen erhält der Kunde nur bei Ände­rung der Bei­trags­höhe. Inso­fern han­delt es sich um Dau­er­bei­trags­rech­nungen. Auf diesen Umstand sollten Ver­si­che­rungs­makler ihre Kunden hin­weisen, damit diese nicht die frist­ge­rechte Zah­lung von Fol­ge­prä­mien ver­gessen, nur, weil sie nicht zwin­gend jähr­lich auf ihre Bei­trags­zah­lungs­pflicht hin­ge­wiesen werden.

Bei­trags­nach­lässe durch Bün­del­ra­batte, die Ver­ein­ba­rung eines Selbst­be­haltes oder die Zuge­hö­rig­keit zum Öffent­li­chen Dienst sind nicht möglich.

Net­to­ta­rife werden von der Manu­faktur nicht angeboten.

Ver­si­che­rungs­nehmer und Ver­si­cherer können den ver­ein­barten Ver­si­che­rungs­schutz jeweils mit Frist von drei Monaten zum Ende des lau­fenden Ver­si­che­rungs­jahres kün­digen.

Aus­ge­wählte Leis­tungen des Tarifs Pre­mium Plus aus dem Hause Manu­faktur Augsburg

  • Summen- und Kon­di­ti­ons­dif­fe­renz­de­ckung für einen Zeit­raum von bis zu 6 Monaten. Nicht ver­si­chert sind Leis­tungs­arten, die im Vor­ver­trag nicht ver­si­chert waren (z. B. erwei­terte Ele­men­tar­ge­fahren). Inwie­fern eine im Vor­ver­trag bestehende Unter­ver­si­che­rung durch diese Dif­fe­renz­de­ckung aus­ge­gli­chen wird, wird bedin­gungs­seitig nicht klargestellt.
  • Besitz­stands­ga­rantie (Vor­ver­si­che­r­er­ga­rantie) bei unun­ter­bro­chenem Ver­si­che­rungs­schutz zwi­schen dem bis­he­rigen Ver­si­cherer und der Manu­faktur Augs­burg als neuem Versicherer.
  • Um einen naht­losen Über­gang von Ver­si­che­rungs­schutz zu gewähren, beginnt der Ver­si­che­rungs­schutz abwei­chend von den Angaben im Ver­si­che­rungs­schein nicht um 12 Uhr, son­dern bereits um 00:00 Uhr. Dies setzt ins­be­son­dere voraus, dass der Vor­ver­trag um 24:00 Uhr des Vor­tages endet.
  • Mit­ver­si­che­rung benannter Grund­stücks­be­stand­teile ohne Sub­limit (z. B. Ein­frie­dungen, Hun­de­zwinger, im Boden ver­an­kerte Kin­der­spiel­ge­räte, Über­da­chungen sowie Geräte- und Gewächs­häuser sowie Zis­ter­nen­an­lagen, nicht jedoch z. B. Stütz­mauern, im Boden ver­an­kerte Wäsche­spinnen oder sta­tio­näre Lade­sta­tionen für Elek­tro­fahr­zeuge sowie unter­ir­di­sche Öl- und Gas­tanks).
  • Ver­zicht auf Kür­zung der Leis­tung bei grob fahr­läs­siger Her­bei­füh­rung des Versicherungsfalles.
  • Ver­zicht auf Kür­zung der Leis­tung bei grob fahr­läs­siger Ver­let­zung von gesetz­li­chen, behörd­li­chen und ver­trag­lich ver­ein­barten Sicher­heits­vor­schriften und Oblie­gen­heiten bis zur Höhe von 50.000 Euro. Der Ver­weis in § 22 Nr. 2.2 auf Ziffer 3.1 führt ins Leere. Hier ist wohl ein Ver­weis auf § 22 Ziffer 2.1 gemeint.
  • Ver­zicht auf Anrech­nung einer Unter­ver­si­che­rung für Klein­schäden bis in Höhe von 5.000 Euro, dies auch bei ver­se­hent­lich oder grob fahr­lässig falsch ange­ge­bener Wohnfläche.
  • Sub­si­diär mit­ver­si­chert sind nach­träg­lich vom Mieter ein­ge­fügte, also nicht ein­fach nur aus­ge­tauschte, Sachen (z. B. elek­tro­ni­sche Jalou­sien, Ein­bau­kü­chen), die fest mit dem Gebäude ver­bunden sind.
  • Ver­si­chert sind die auf dem Ver­si­che­rungs­grund­stück befind­li­chen elek­tri­schen Lei­tungen (z. B. zur Ver­sor­gung einer Wallbox, zur Ver­sor­gung von Spei­cher­me­dien, zur Elek­tri­fi­zie­rung von Garten- und Gewächs­häu­sern) gegen die ver­si­cherten Gefahren.
  • Mit­ver­si­chert sind Schäden durch die Explo­sion von kon­ven­tio­nellen Kampf­mit­teln aus dem 1. und 2. Welt­krieg (Blind­gän­ger­schäden).
  • Mit­ver­si­che­rung von Seng- und Schmor­schäden, ohne dass es sich um einen Feu­er­fol­ge­schaden han­deln muss.
  • Mit­ver­si­che­rung von Schäden durch Rauch und Ruß, auch, wenn dieser nicht plötz­lich bestim­mungs­widrig aus Feuerungs‑, Heizungs‑, Koch- oder Trock­nungs­an­lagen auf dem Ver­si­che­rungs­grund­stück aus­ge­treten ist. Ein Aus­schluss für Schäden durch das dau­er­hafte Ein­wirken von Rauch und Ruß auf ver­si­cherte Sachen, von sons­tigen All­mäh­lich­keits­schäden oder von Schäden durch Fog­ging (Schwarz­staub) ist nicht erkennbar.
  • Mit­ver­si­chert ist der Anprall von Luft‑, Straßen‑, Wasser‑, Schie­nen­fahr­zeugen, nicht jedoch von selbst­fah­renden Arbeits­ma­schinen, an ver­si­chere Sachen. Nicht ver­si­chert sind Schäden, wenn die benannten Land- oder Was­ser­fahr­zeuge vom Ver­si­che­rungs­nehmer, den Benut­zern des ver­si­cherten Gebäudes oder deren Arbeit­neh­mern selbst betrieben werden. Ebenso aus­ge­schlossen sind Schäden durch unbe­mannte Flug­körper (z. B. Drohnen oder Sil­ves­ter­ra­keten und ‑feu­er­werk). Nicht ver­si­chert sind Schäden an Fahr­zeugen, Zäunen und Mauern sowie an Straßen und Wegen, sofern es sich nicht um mit­ver­si­cherte Grund­stücks­be­stand­teile han­delt. Ent­spre­chend abwei­chend mit­ver­si­cherte Grund­stücks­be­stand­teile sind z. B. Grund­stücks­ein­frie­dungen (z. B. Hecken, Mauern und Zäune), Hof- und Geh­weg­s­be­fes­ti­gungen sowie Per­golen. Teil­weise lassen sich solche Eigen­schäden im Rahmen einer Kfz-Ver­si­che­rung mit­ver­si­chern, dort aller­dings meist mit einer Selbst­be­tei­li­gung an den Kosten.
  • Aus­drück­liche Mit­ver­si­che­rung von Schäden durch Ter­ro­rismus.
  • Klar­stel­lung, wonach Wasser aus Pools bedin­gungs­seitig als Lei­tungs­wasser zählt. Unklar ist, ob dazu auch Wasser aus Whirl­pools zählt.
  • Mit­ver­si­che­rung von Bruch­schäden an Rohren von Solarthermie‑, Geothermie‑, Wärmepumpen‑, Pho­to­vol­ta­ik­an­lagen oder bio­en­er­ge­ti­schen Anlagen (außer Wind­kraft­an­lagen) inner­halb von Gebäuden auf und außer­halb des Ver­si­che­rungs­grund­stücks. Eben­falls mit­ver­si­chert sind Frost­schäden, nicht jedoch sons­tige Schäden, an Solarthermie‑, Geothermie‑, Wärmepumpen‑, Pho­to­vol­ta­ik­an­lagen oder bio­en­er­ge­ti­schen Anlagen (außer Wind­kraft­an­lagen) inner­halb ver­si­cherter Gebäude
  • Mit­ver­si­che­rung u. a. von Bruch­schäden an Rohren von Regen­was­ser­nut­zungs­an­lagen, Rohren von Fäka­li­en­an­lagen / Klär­an­lagen sowie an Rohren der Gas­ver­sor­gung inner­halb von Gebäuden auf und außer­halb des Ver­si­che­rungs­grund­stücks sowie an Rohren von Lüf­tungs­an­lagen (Lüf­tungs­rohren) inner­halb von Gebäuden
  • Mit­ver­si­che­rung von außer­halb von Gebäuden auf und außer­halb des Ver­si­che­rungs­grund­stücks ein­tre­tenden frost­be­dingten und sons­tigen Bruch­schäden an den Ablei­tungs­rohren der Was­ser­ver­sor­gung, die der Ver­sor­gung ver­si­cherter Gebäude oder Anlagen dienen und für die der Ver­si­che­rungs­nehmer die Gefahr trägt. Die Ent­schä­di­gung für Rohre außer­halb ver­si­cherter Gebäude ist auf 20.000 Euro je Scha­den­fall beschränkt. Die Begren­zung ent­fällt, wenn das Gebäude im Scha­den­fall nicht älter als 30 Jahre ist und inner­halb der letzten 10 Jahre eine Dich­tig­keits­prü­fung durch­ge­führt worden ist. Schäden durch Muf­fen­ver­satz und Wur­zel­ein­wuchs fallen nicht unter den Versicherungsschutz.
  • Mit­ver­si­che­rung von frost­be­dingten und sons­tigen Bruch­schäden an Zulei­tungs­rohren der Was­ser­ver­sor­gung sowie an Rohren von Hei­zungs- und Kli­ma­an­lagen außer­halb des Gebäudes auf und außer­halb des Ver­si­che­rungs­grund­stücks. Für den Ver­si­che­rungs­schutz uner­heb­lich ist es, ob die ver­si­cherten Rohre der Ver­sor­gung ver­si­cherter Gebäude oder Anlagen dienen (z. B. Ver­sor­gungs­rohre zu ver­si­cherten Neben­ge­bäuden und Gewächs­häu­sern auf dem Ver­si­che­rungs­grund­stück; Rohre von Solar­ther­mie­an­lagen auf dem Nach­bar­grund­stück; Rohre eines benach­barten Brun­nens zu einer Zis­terne für Wasch­ma­schinen oder eine Toi­let­ten­spü­lung; Rohre der externen Gar­ten­be­wäs­se­rung) oder nicht der Ver­sor­gung dienen (z. B. Schleusen- und Kanal­rohre zur Ent­wäs­se­rung des Grund­stücks, um Ober­flä­chen­wasser bei Hang­lage auf­zu­fangen). Eben­falls uner­heb­lich ist es nach dem Wort­laut der Bedin­gungen, ob der Ver­si­che­rungs­nehmer für diese Rohre die Gefahr trägt. Schäden durch Muf­fen­ver­satz und Wur­zel­ein­wuchs fallen nicht unter den Versicherungsschutz.
  • Mit­ver­si­chert sind Schäden durch Graf­fiti (z. B. Wand­ma­le­reien durch Farben und Lacke, Kratz- oder Farb­graf­fiti) an ver­si­cherten Gebäuden. Schäden durch sons­tige mut- und bös­wil­lige Beschä­di­gung (Van­da­lismus) an Teilen des ver­si­cherten Gebäudes (z. B. Türen, Schlös­sern, Fens­tern, Roll­läden und Schutz­git­tern) infolge von Ein­bruch­dieb­stahl oder dessen Ver­such sind bis zur Ver­si­che­rungs­summe mit­ver­si­chert. Aus­ge­nommen davon sind Schäden an Schau­fens­ter­ver­gla­sung. Sons­tige Schäden durch Van­da­lismus infolge eines Ein­bruch­dieb­stahls (z. B. an Hausrat des Ver­si­che­rungs­neh­mers) sind – wenn über­haupt – nur im Rahmen einer optio­nalen Haus­rat­ver­si­che­rung versichert.
  • Mit­ver­si­che­rung des Dieb­stahls von außen am Gebäude ange­brachten, fest mit diesem ver­bun­denen, Sachen (z. B. Lampen, Brief­kästen oder Schil­dern eines Gewerbebetriebs)
  • Mit­ver­si­chert sind Schäden, die durch Tier­ver­biss (z. B. Marder, Wasch­bären) an Däm­mungen und Unter­spann­bahnen von Dächern und Außen­wänden ent­stehen. Nicht ver­si­chert sind Schäden an Gebäu­de­zu­behör oder Kratz­schäden durch Tiere. Eben­falls nicht ver­si­chert sind Fol­ge­schäden aller Art (z. B. durch das Fehlen elek­tri­scher Span­nung, durch Nisten oder Uri­nieren wild­le­bender Säu­ge­tiere). Muss durch einen sol­chen Fol­ge­schaden im Ein­zel­fall das ganze Dach abge­rissen werden, so besteht also über den Tarif kein Ver­si­che­rungs­schutz.
  • Ver­si­chert sind Specht­schäden (z. B.  Pick­schäden) an ver­si­cherten Sachen.
  • Mit­ver­si­chert sind die Kosten für in Folge eines Ver­si­che­rungs­falls not­wen­dige Hotel­un­ter­brin­gung oder eine ähn­liche Unter­brin­gung bis maximal 365 Tage und bis maximal 500 Euro Ent­schä­di­gung pro Tag. Nicht ver­si­chert sind Neben­kosten (z. B. Früh­stück, Telefon, Internet).
  • Mit­ver­si­che­rung von Dekon­ta­mi­na­ti­ons­kosten von Erd­reich ohne Sublimit.
  • Mit­ver­si­chert sind die Kosten für die Besei­ti­gung von Schäden durch innere Unruhen.
  • Mit­ver­si­chert sind die Kosten für Miet­aus­fall oder orts­üb­li­cher Miet­wert von Wohn- oder Büro­räumen für die Dauer von höchs­tens 24 Monaten. Mit­ver­si­chert ist zudem zusätz­li­cher Miet­aus­fall bei Been­di­gung eines Miet­ver­hält­nisses wegen eines Ver­si­che­rungs­falles bis zu 3 Monaten, wenn ein Miet­ver­hältnis auf­grund eines Ver­si­che­rungs­falles nicht ange­treten werden kann und der Miet­ver­trag zum Zeit­punkt des Ver­si­che­rungs­falles bereits geschlossen war.
  • Ersatz von lau­fenden, durch eine Bestä­ti­gung des Kre­dit­ge­bers nach­ge­wiesen, Dar­le­hens­zinsen nach voll­stän­diger Unbe­wohn­bar­keit für bis zu 25.000 Euro, maximal jedoch für einen Zeit­raum von 24 Monaten.
  • Mit­ver­si­chert sind die Kosten für die Wie­der­stel­lung gärt­ne­ri­scher Anlagen auf dem Ver­si­che­rungs­grund­stück, sofern eine natür­liche Rege­ne­ra­tion nicht zu erwarten ist. Ver­si­che­rungs­schutz besteht für alle ver­ein­baren Gefahren und umfasst sowohl die Neu­be­pflan­zung von gärt­ne­ri­schen Anlagen (z. B. Bäume, Hecken, Sträu­cher, Zier­pflanzen oder Topf­pflanzen) als auch die Wie­der­her­stel­lung gärt­ne­ri­scher Anlagen wie Tei­chen, Gar­ten­brunnen, Sand­kästen, Blume und Hoch­beeten Wegen etc.
  • Über­nahme von alters- und behin­der­ten­be­dingten Mehr­kosten (z. B. Roll­stuhl- und rol­la­tor­be­dingtem Umbau oder Einbau eines Trep­pen­lifts) ab 25.000 Euro Min­dest­scha­den­höhe. Vor­aus­set­zung ist, dass der Ver­si­che­rungs­nehmer das Gebäude oder die Eigen­tums­woh­nung ständig bewohnt.
  • Mit­ver­si­chert sind die Mehr­kosten für eine behörd­lich nicht vor­ge­schrie­bene ener­ge­ti­sche Sanie­rung (ver­bes­serte Ener­gie­ef­fi­zienz) bis 25.000 Euro, nicht jedoch für sons­tige nach­hal­tige Sanierung.
  • Über­nahme von Rück­rei­se­kosten von Urlaubs- oder Dienst­reisen, ab 5.000 Euro Min­dest­scha­den­höhe. Die Kos­ten­über­nahme erfolgt sowohl für den Ver­si­che­rungs­nehmer als auch für mit­rei­sende Per­sonen, die im Haus­halt des Ver­si­che­rungs­neh­mers leben.
  • Über­nahme der Kosten für den Mehr­ver­brauch von Wasser, Gas und Öl (Flüs­sig­keits­ver­lust) nach einem ver­si­cherten Schaden. Nicht ver­si­chert sind die damit ver­bun­denen Mehr­kosten für Strom bzw. Strom­ver­lust aus Stromspeichern.
  • Über­nahme der Kosten für die scha­den­be­dingte Neu­ein­stel­lung von Antennen und Satel­li­ten­schüs­seln nach einem ver­si­cherten Schadenfall.
  • Mit­ver­si­che­rung der Kosten infolge des Fehl­alarms eines Rauch- oder Rauch­warn­mel­ders, nicht jedoch eines Gas- oder Wassermelders.
  • Kosten für die Besei­ti­gung oder Umsied­lung von Bienen‑, Wespen‑, Hornissennestern.
  • Mit­ver­si­che­rung von Mehr­kosten für Wie­der­her­stel­lungs­be­schrän­kungen für Rest­werte ver­si­cherter Sachen.
  • Mit­ver­si­chert sind die Kosten für die Wie­der­her­stel­lung oder Repro­duk­tion von pri­vaten Unter­lagen (z.B. Notar­ver­träge, Urkunden, Zer­ti­fi­kate) sowie elek­tro­nisch gespei­cherten Daten das ver­si­cherte Gebäude betreffend
  • Vor­sor­ge­de­ckung für wert­stei­gernde bau­liche Maß­nahmen (Um‑, An- oder Aus­bauten) bis zum Ende der lau­fenden Versicherungsjahres.

Aus­ge­wählte Ein­schrän­kungen des Tarifs Pre­mium Plus aus dem Hause Manu­faktur Augsburg

  • Garantie hin­sicht­lich der unver­bind­li­chen Mus­ter­be­din­gungen des Gesamt­ver­bandes der Deut­schen Ver­si­che­rungs­wirt­schaft (GDV-Garantie), aller­dings mit Stand 01.01.2013 anstatt mit dem aktu­ellen Stand 26.05.2017.
  • Keine Garantie hin­sicht­lich der unver­bind­li­chen Emp­feh­lungen des Arbeits­kreises Bera­tungs­pro­zesse (Arbeits­kreis-Garantie).
  • Inno­va­ti­ons­klausel (Inno­va­tions-Garantie) gilt nur, wenn durch ein Tari­f­up­date aus­schließ­lich Ver­bes­se­rungen vor­ge­nommen werden, d.h. es besteht kein Anspruch auf diese Leis­tung, wenn ein Tari­f­up­date neben bei­spiels­weise 20 Ver­bes­se­rungen eine ein­zige Stelle besitzt, die auch zum Nach­teil des Kunden führen könnte. Außerdem gelten diverse Ein­schrän­kungen (z. B. Bei­trags­be­freiung bei Arbeits­lo­sig­keit, Schäden durch unbe­nannte Gefahren sowie erwei­terte Elementargefahren).
  • Keine Best-Leis­tungs-Garantie (Erwei­terte Vor­sorge) für Leis­tungen eines anderen, zum Scha­den­zeit­punkt ver­kaufs­of­fenen Versicherers.
  • Kein aus­drück­li­cher Ver­si­che­rungs­schutz für Scha­den­fälle bei unklarer Zustän­dig­keit nach Ver­si­cher­erwechsel.
  • Kein Regress­ver­zicht gegen­über (grob) fahr­lässig han­delnden Ange­hö­rigen, die keinen Anspruch über eine etwaige Haft­pflicht­ver­si­che­rung gel­tend machen können.
  • Für Gebäude im Rohbau kann eine kos­ten­freie Roh­bau­ver­si­che­rung nur gegen die Gefahr Feuer. Nicht ver­si­cherbar sind hier­über jedoch Schäden z. B. durch Sturm / Hagel, Lei­tungs­wasser, erwei­terte Ele­men­tar­ge­fahren (z. B. Über­schwem­mung, Erd­beben oder Erd­sen­kung) oder unbe­nannte Gefahren.
  • Bedin­gungs­seitig gene­relle Annahme einer mög­lich Gefah­rerhö­hung, wenn ein ansonsten ständig bewohntes Wohn­ge­bäude vor­über­ge­hend unbe­wohnt ist (z. B. wegen Urlaubs oder aus anderen Gründen). Gegen­über einem Makler wurde vom Anbieter hierzu fol­gende Klar­stel­lung benannt:

„Die Woh­nung muss ständig bewohnt sein, eine Beauf­sich­ti­gung reicht nicht aus. Ständig bewohnt heißt, eine berech­tigte voll­jäh­rige Person hält sich zumin­dest nachts (außer an Wochen­enden, Fei­er­tagen oder Urlaub) in der ver­si­cherten Woh­nung auf.“

Das bedeutet, dass bereits die Über­nach­tung bei der Freundin / dem Freund oder eine Hotel­über­nach­tung anläss­lich eines Kon­zert­be­su­ches wäh­rend der Woche den Ver­si­che­rungs­schutz aus­höhlen würde.

  • Keine aus­drück­liche Mit­ver­si­che­rung von Gebäu­de­zu­behör, das künftig in das Gebäude ein­ge­fügt werden soll (z.B. Vor­räte an Fliesen, Boden­be­lägen, Tapeten).
  • Keine Mit­ver­si­che­rung von beweg­li­chem Gebäu­de­zu­behör wie Kamin­holz oder Bau­stoffen (außer­halb der Roh­bau­phase) sowie daraus abge­leitet des ein­fa­chen Dieb­stahls sol­chen Zubehörs.
  • Nicht zu den ver­si­cherten Sachen gehört Zubehör der haus­wirt­schaft­li­chen Selbst­ver­sor­gung (u.a. Bie­nen­völker, die art­ge­recht gehalten werden; Rank­hilfen für Nutz­pflanzen und Hoch­beete; Kräuter, Obst- und Gemüsepflanzen).
  • Nicht zu den ver­si­cherten Sachen zählen Klein­wind­kraft­an­lagen zur Strom­erzeu­gung.
  • Keine Mit­ver­si­che­rung von Schäden an Grund­stücks­zu­behör (z. B. einer Umwälz­pumpe), das der Nut­zung oder Instand­hal­tung eines Schwimm­be­ckens dient.
  • Keine aus­drück­liche Mit­ver­si­che­rung von Beschä­di­gungen oder Zer­stö­rung an Lüftlma­lerei (Gebäu­de­ma­lerei) sowie Schnit­ze­reien an Gebäuden. Ein Aus­schluss für solche Schäden ist bedin­gungs­seitig nicht erkennbar.
  • Keine Mit­ver­si­che­rung von Schäden durch unbe­nannte Gefahren.
  • Nicht mit­ver­si­chert sind Schäden durch Wind­be­we­gungen unter­halb von Wind­stärke 8 oder infolge von Durchzug.
  • Keine Mit­ver­si­che­rung von Schäden an ver­si­cherten Sachen durch Über­strom, Strom­schwan­kungen oder Kurz­schluss.
  • Keine Mit­ver­si­che­rung von Schäden durch Ent­schär­fung von Blind­gän­gern, ohne damit ein­her­ge­hende Explosion.
  • Nicht ver­si­chert sind Schäden durch unmit­tel­bare Ein­wir­kung von ein­drin­genden Regen, Hagel, Schnee, Schmelz­wasser oder Schmutz durch nicht ord­nungs­gemäß geschlos­sene Fenster, Außen­türen oder andere Öff­nungen.
  • Keine Mit­ver­si­che­rung für Schäden an ver­si­cherten Sachen durch Plansch- oder Rei­ni­gungs­wasser.
  • Keine bedin­gungs­sei­tige Mit­ver­si­che­rung von Näs­se­schäden auf­grund undichter Fugen oder Fliesen (z. B. undichte Sili­kon­fuge zwi­schen einer Dusch­wanne und einer angren­zenden Wand). Siehe hierzu das Urteil des BGH vom 20.10.2021 (Az. IV ZR 236 / 20)[6].
  • Kein Ver­si­che­rungs­schutz für Bruch­schäden an Zulei­tungs­rohren von ganz­jährig im Boden ein­ge­las­senen Schwimm­be­cken auf dem Versicherungsgrundstück.
  • Nicht ver­si­chert sind Bruch­schäden an unter­ir­disch auf dem Ver­si­che­rungs­grund­stück ver­legten Regen­was­ser­ab­fluss­rohren, son­dern nur solche an Regen­rohren auf und außer­halb des Grund­stücks. Solche Schäden können in der Praxis recht teuer sein.
  • Wie bran­chen­üb­lich nicht ver­si­chert ist der Bruch oder das Zer­reißen von Press­luft- / Druck­luft­lei­tungen. Diese kommen z. B. zum Ein­satz, wenn eine zen­trale Kom­pres­sor­an­lage dazu ein­ge­setzt wird, um elek­tri­sche Werk­zeuge damit zu betreiben. Solche Rohre könnten aller­dings auch unter­ir­disch ver­legt werden, um damit Werk­zeuge im Garten zu betreiben. Wäh­rend ein Kom­pressor regel­mäßig als im Rahmen einer Haus­rat­ver­si­che­rung mit­ver­si­chert ange­sehen werden kann, fehlt nicht nur bei der Manu­faktur für die Druck­luft­lei­tungen regel­mäßig ein bedin­gungs­sei­tiger Ver­si­che­rungs­schutz. Solche Rohre müsste der Ver­si­che­rungs­nehmer also ein­zel­ver­trag­lich bei der Manu­faktur einschließen.
  • Kein Ver­si­che­rungs­schutz für Rohre und Instal­la­tionen unter­halb der tra­genden oder nicht tra­genden Boden­platte. Nach § 7 Nr. 1 besteht nur Ver­si­che­rungs­schutz für „Bruch­schäden inner­halb ver­si­cherter Gebäude“.
  • Keine gene­relle Mit­ver­si­che­rung poli­zei­lich ange­zeigter Straf­taten (z.B. Dieb­stahl von Solar­zellen, Hacken von Smar­thome-Anlagen, Betrug).
  • Nicht ver­si­chert sind Schäden an ver­si­cherten Sachen durch wild­le­bende Tiere (z. B. durch Scha­len­wild wie Wild­schweine, Rehe oder Rothirsche).
  • Nicht mit­ver­si­chert sind Lager- und Trans­port­kosten.
  • Über­nahme von Leck­or­tungs­kosten ohne Vor­liegen eines Ver­si­che­rungs­falles (Ursa­chen­suche bei an ver­si­cherten Gebäuden fest­ge­stellter Nässe).
  • Mit­ver­si­chert sind die Kosten für das Ent­fernen, den Abtrans­port und die Ent­sor­gung von durch Sturm umge­stürzten (aber nicht abge­knickten oder beschä­digten) Bäumen oder deren Star­kästen sowie für durch Blitz­schlag zer­störte (aber nicht abge­knickte oder beschä­digte) Bäume (aber nicht deren Star­kästen). Nicht ver­si­chert sind Schäden durch sons­tige ver­si­cherte benannte oder unbe­nannte Gefahren (z. B. durch Hagel, Erd­beben oder Überschwemmung).
  • Keine Über­nahme von Kosten für Daten­ret­tungs­kosten infolge eines ver­si­cherten Schadens.
  • Keine aus­drück­liche Über­nahme per­sön­li­cher Aus­lagen nach einem Schadenfall.
  • Keine Über­nahme von Regie­kosten für die Wie­der­her­stel­lung ver­si­cherter Sachen. 
  • Keine Über­nahme von psy­cho­lo­gi­scher Erst­be­ra­tung oder sons­tiger psy­cho­lo­gi­scher Betreuung, Bera­tung oder Behand­lung nach einem Scha­den­fall.
  • Keine Mit­ver­si­che­rung der Mehr­kosten für Primärenergie.
  • Nicht ver­si­chert sind Schäden an bzw. der Dieb­stahl von Garten- oder Teich­zu­behör (z. B. Gar­ten­möbel, Hän­ge­matten, Strand­körbe, Bas­ket­ball­körbe sowie Blu­men­kästen und ‑kübel) gegen ver­si­cherte Gefahren.
  • Nicht ver­si­chert sind Mehr­kosten für eine nach­hal­tige Gestal­tung des Gar­tens (z. B. Anlage einer Bienen- und Hummelwiese).
  • Nicht ver­si­chert sind die Kosten für die Pflege eines Gar­tens durch eine Fach­firma, wenn der Ver­si­che­rungs­nehmer wäh­rend der Ver­trags­lauf­zeit eine schwer­wie­gende und unvor­her­ge­se­hene Ver­let­zung oder Krank­heit erleidet, die ihn an der Pflege des Gar­tens hindert.
  • Nicht ver­si­chert sind nach­ge­wie­sener Kosten (z. B. für eine Online-Rechts­be­ra­tung oder das Zurück­schneiden einer Hecke) zur Bei­le­gung eines Nach­bar­schafts­streites.
  • Nicht mit­ver­si­chert sind die Kosten für eine qua­li­fi­zierte Ener­gie­be­ra­tung durch einen durch die BAFA (Bun­desamt für Wirt­schaft und Aus­fuhr­kon­trolle) zuge­las­senen Ener­gie­be­rater bzw. einen bau­bio­lo­gi­schen Berater.
  • Nicht aus­drück­lich ver­si­chert sind Trock­nungs­kosten ins­be­son­dere in Folge eines Lei­tungs­wasser- oder Über­schwem­mungs­scha­dens. In der Regel werden diese Kosten auch ohne Klar­stel­lung übernommen.
  • Keine Über­nahme der erfor­der­li­chen und nach­weis­lich tat­säch­lich ange­fal­lenen Kosten für das Auf­räumen, die Ent­sor­gung, Rei­ni­gung, Des­in­fek­tion und Schäd­lings­be­kämp­fung von durch Mes­sies gemie­teten Woh­nungen, soweit diese wegen eines zwang­haften Ver­hal­tens vor allem nutz­lose Gegen­stände unor­dent­lich und chao­tisch in der Woh­nung ange­sam­melt oder die Woh­nung dadurch ver­müllt haben. Glei­ches gilt für sons­tige Schäden durch Mes­sies oder Miet­van­dalen (z. B. eine her­aus­ge­ris­sene Türzarge).
  • Keine Mit­ver­si­che­rung von Schäden infolge von Gebäu­de­schäden durch den unbe­merkten Tod eines Mie­ters.
  • Nicht ver­si­chert ist die Über­nahme der Kosten für die Ver­pfle­gung von Per­sonen, die anläss­lich eines Ver­si­che­rungs­falls (z. B. eines Brand­scha­dens oder einer Über­schwem­mung) Hilfe geleistet haben oder die Kosten für sons­tige frei­wil­lige Zuwen­dungen an Per­sonen (z. B. im Zusam­men­hang mit der Brand­be­kämp­fung) nach einem Schadenfall.
  • Keine aus­drück­liche Über­nahme der Kosten von Gebäu­de­be­schä­di­gungen im Zusam­men­hang mit Ret­tungs­maß­nahmen (z. B. durch Polizei oder Feu­er­wehr) oder auf­grund des Alarms eines Haus­not­rufs.
  • Bei der Durch­füh­rung eines Sach­ver­stän­di­gen­ver­fah­rens zur Fest­stel­lung der Scha­den­höhe wird erst ab einer fest­ge­stellten Scha­den­höhe von min­des­tens 25.000 Euro der Anteil des Ver­si­che­rungs­neh­mers an den Ver­fah­rens­kosten in voller Höhe über­nommen. Der Ver­si­che­rungs­nehmer kann ein Sach­ver­stän­di­gen­ver­fahren auch durch ein­sei­tige Erklä­rung gegen­über dem Ver­si­cherer verlangen.
  • Keine Über­nahme der Kosten für die not­wen­dige Hotel­un­ter­brin­gung oder eine ähn­liche Unter­brin­gung, wenn eine eigen­ge­nutzte Feri­en­woh­nung oder ein eigen­ge­nutztes Feri­en­haus durch einen Ver­si­che­rungs­fall unbe­wohnbar wird.
  • Keine Über­nahme der Kosten für Miet­aus­fall bei Nach­bar­schafts­schäden.
  • Nicht ver­si­chert sind sons­tige Mehr­kosten für eine Gebäu­de­wie­der­her­stel­lung mit umwelt­freund­li­chen oder nach­hal­tigen Bau­stoffen.
  • Keine Über­nahme der Kosten für eine Gefah­ren­be­ra­tung nach Über­schwem­mungs­schäden.
  • Ohne Kosten einer kli­ma­freund­li­chen CO2-Kom­pen­sa­tion bei einem Feuerschaden.
  • Ohne Kosten für die Rekul­ti­vie­rung von begrünten Dächern.
  • Ohne aus­drück­liche Mit­ver­si­che­rung der Auf­tau­kosten nach einem ver­si­cherten Frostschaden.
  • Keine Über­nahme von scha­den­be­dingten Kosten für die not­wen­dige Stor­nie­rung einer Urlaubs- oder Dienstreise.
  • Nicht ver­si­chert ist Ertrags­aus­fall von Pho­to­vol­taik- und Solar­an­lagen nach einem Versicherungsfall.
  • Kein Ein­schluss einer Ver­se­hens­klausel bei ein­fa­chen (grob) fahr­lässig began­genen Oblie­gen­heits­ver­let­zungen.
  • Keine aus­drück­liche Anlage von Prä­mi­en­ein­nahmen in nach­hal­tigen Kapi­tal­an­lagen.
  • Wie­der­aufbau bei Total­schaden an einem anderen Ort inner­halb der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land nur dann, wenn die Wie­der­her­stel­lung des Wohn­ge­bäudes an der bis­he­rigen Stelle recht­lich nicht mög­lich oder wirt­schaft­lich nicht zu ver­treten ist (§ 17 Nr. 5), also nicht z. B. wenn aus psy­cho­lo­gi­schen Gründen nach einer schweren Über­schwem­mung ein Wie­der­aufbau am bis­he­rigen Ver­si­che­rungsort nicht anzeigt sein sollte.
  • Keine Bei­trags­be­freiung bei Arbeits­lo­sig­keit oder Arbeits­un­fä­hig­keit.
  • Kein Ver­si­che­rungs­schutz für denk­mal­ge­schützte Gebäude.

Hin­weis:

Eine inhalt­liche Über­prü­fung durch die Manu­faktur Augs­burg oder durch den Risi­ko­träger ist nicht erfolgt.

Am 16.03.2022 wurde unter anderem fol­gendes mitgeteilt:

herz­li­chen Dank für die Zusen­dung Ihrer Zusam­men­fas­sung. Leider können wir Sie der­zeit in Ihren Aus­füh­rungen nicht unter­stützen. Das hat vor allem den Grund, dass wir in wenigen Tagen einen neuen Tarif auf den Markt bringen und der bis­he­rige Tarif dadurch nicht mehr weiter ange­boten wird.  Eine ent­spre­chende Tarifana­lyse eines Alt­ta­rifes halten wir daher nicht mehr für sinn­voll.

Sollte die Ana­lyse etwaige Fehler ent­halten, wird der auf­merk­same Leser um einen ent­spre­chenden Hin­weis gebeten.


[1] „Ver­si­che­rungs­lö­sungen wie von Hand gemacht“ auf „sdv​.ag“. Auf­zu­rufen unter https://​www​.sdv​.ag/​m​a​n​u​f​a​k​t​u​r​-​a​u​g​s​b​u​rg/, zuletzt auf­ge­rufen am 24.02.2022.

[2] „Kun­den­in­for­ma­tion zur Erfül­lung der gesetz­li­chen Infor­ma­ti­ons­pflicht gemäß § 15 Vers­VermV sowie § 12 Fin­VermV“ auf „sdv​.ag“. Auf­zu­rufen unter https://​www​.sdv​.ag/​e​r​s​t​i​n​f​o​r​m​a​t​i​on/, zuletzt auf­ge­rufen am 24.02.2022.

[3] „Auf uns können Sie sich ver­lassen“ auf „sdv​.ag“. Auf­zu­rufen https://​www​.sdv​.ag/​w​e​r​-​w​i​r​-​s​i​nd/, zuletzt auf­ge­rufen am 24.02.2022.

[4] „Ver­si­che­rungs­lö­sungen wie von Hand gemacht“ auf „sdv​.ag“. Auf­zu­rufen unter https://​www​.sdv​.ag/​m​a​n​u​f​a​k​t​u​r​-​a​u​g​s​b​u​rg/, zuletzt auf­ge­rufen am 24.02.2022.

[5] „Test: Manu­faktur Augs­burg Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung“ auf „bes​ser​be​rater​.de“. Auf­zu­rufen unter https://​bes​ser​be​rater​.de/​t​e​s​t​-​m​a​n​u​f​a​k​t​u​r​-​a​u​g​s​b​u​r​g​-​w​o​h​n​g​e​b​a​e​u​d​e​v​e​r​s​i​c​h​e​r​u​ng/, zuletzt auf­ge­rufen am 24.02.2022

[6] Siehe https://​juris​.bun​des​ge​richtshof​.de/​c​g​i​-​b​i​n​/​r​e​c​h​t​s​p​r​e​c​h​u​n​g​/​d​o​c​u​m​e​n​t​.​p​y​?​G​e​r​i​c​h​t​=​b​g​h​&​A​r​t​=​e​n​&​D​a​t​u​m​=​A​k​t​u​e​l​l​&​S​o​r​t​=​3​&​n​r​=​1​2​3​9​4​5​&​p​o​s​=​2​1​&​a​n​z​=​822, zuletzt auf­ge­rufen am 05.01.2021

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