Tarifana­lyse all­safe lavida (K&M), Stand 05.2018

Nachdem die erste Genera­tion der Funk­ti­ons­in­va­li­di­täts­ver­si­che­rungen (FIV) jeweils von dem Rück­ver­si­cherer E+S Rück unter Füh­rung von Dr. Nicola-Alex­ander Sit­taro ent­wi­ckelt wurde, haben seitdem ver­schie­dene Anbieter Pro­dukte unter eigener Regie kon­zi­piert. Dazu gehört auch der Tarif „all­safe lavida – DIE Lebens­stan­dard­ver­si­che­rung“ von Kon­zept & Mar­ke­ting (K & M) mit der VHV All­ge­meine Ver­si­che­rung AG als Risi­ko­träger. Rück­ver­si­cherer ist anders als bei den meisten Kon­kur­renz­pro­dukten die GenRe. Der Tarif wurde damals unter Feder­füh­rung von Thomas Rader, zuvor Geschäfts­führer bei K & M, gestaltet.

Hin­weis: eine Zusam­men­fas­sung der wich­tigsten Punkte finden Sie am Ende dieses Beitrages.

Tarif­his­torie

Der Tarif all­safe lavida kam erst­mals im August 2015 (noch ohne eine Ver­si­ons­nummer) auf den Markt. Eine aus­führ­liche Tarif­be­spre­chung erfolgte damals in der Aus­gabe 04.2015 von „Risiko & Vor­sorge“ (siehe dort Seiten 8 bis 16).

Ein erstes Update erfolgte zum 01.06.2016 (Vers. 1.01). Fol­gende Ände­rungen wurden umgesetzt:

  • Klar­stel­lung zum Schwe­re­grad 2 (siehe A § 2 IV 2 b)
  • Klar­stel­lung zur vor­sätz­li­chen Her­bei­füh­rung des Ver­si­che­rungs­falls (siehe C § 1 III)
  • Klar­stel­lung zur Fest­stel­lung des Ver­lustes von Grund­fä­hig­keiten (siehe A § 2 III)
  • Klar­stel­lung zur Fest­stel­lung von Krebs­er­kran­kungen (siehe A § 2 II)
  • Beginn der Ren­ten­zah­lung (siehe A § 1 II 1 c)

Zum Mai 2018 wurde das Merk­blatt zur Daten­ver­ar­bei­tung aktua­li­siert (Vers. 1.02). Anders als bei dem Update aus 2016 erfolgten zu 2018 keine Leis­tungs­an­pas­sungen. An dieser Stelle hätte man zumin­dest eine Anpas­sung der Pfle­ge­de­fi­ni­tion von K & M erwartet. Ange­merkt sei hier, dass die bis­he­rigen Pfle­ge­stufen im SGB (Sozi­al­ge­setz­buch) bereits seit dem 01.01.2017 durch Pfle­ge­grade ersetzt wurden.

Leis­tungs­tech­nisch fällt bei einer flüch­tigen Ana­lyse auf, dass es neben einer vollen Ren­ten­höhe bei beson­ders schwer­wie­genden Beein­träch­ti­gungen in vielen Fällen auch eine Teil­rente in Höhe von 25 Pro­zent bei min­der­schwerer Funk­ti­ons­in­va­li­dität geleistet wird.

Ver­si­cher­barer Personenkreis

Ver­si­cherbar sind Per­sonen ab einem Min­dest­ein­tritts­alter von 4 Jahren bis zu einem Höchst­ein­tritts­alter von 59 Jahren. Maxi­male Ver­si­che­rungs­dauer ist das voll­endete 67. Lebens­jahr, wobei die Ren­ten­leis­tung grund­sätz­lich – außer bei Krebs – gene­rell lebens­lang besteht.

Ein­kom­mens- und alters­un­ab­hängig ist eine monat­liche Rente zwi­schen 300 Euro und 3.000 Euro mög­lich. Diese Leis­tungen können zusätz­lich zu den Leis­tungen einer Unfall‑, Berufsunfähigkeits‑, Grund­fä­hig­keits- oder sons­tigen Rente bean­tragt werden.

Zum Grund­tarif gibt es fol­gende optio­nale Leis­tungen:

  • Pas­siv­dy­namik (wahl­weise 0 % oder 1,5 % p. a. Die Pas­siv­dy­namik erhöht die ver­si­cherte Ren­ten­leis­tung ab Ein­tritt des Leis­tungs­falles jähr­lich um den ver­ein­barten Pro­zent­satz. Dadurch kann die ver­si­cherte Rente auch über 3.000 Euro hinaus erhöht werden)
  • Aktiv­dy­namik (wahl­weise 0 %, 1 %, 2 %, 3 %, 4 % oder 5 %. Die Aktiv­dy­namik erhöht die ver­ein­barte monat­liche Ren­ten­leis­tung bis zum Ein­tritt des Leis­tungs­falles jähr­lich um den ver­ein­barten Pro­zent­satz, höchs­tens jedoch auf 3.000 Euro pro Monat. Soll eine Aktiv­dy­namik in Höhe von 5 % gewählt werden, so darf die anfäng­liche Ren­ten­höhe max. 2.857 Euro betragen)
  • Best-Bau­stein I (Kapi­tal­so­fort­leis­tung von drei Monats­renten im Leis­tungs­fall; 12 Monats­renten bei schwerer Ope­ra­tion eines Min­der­jäh­rigen, sofern kein Anspruch auf eine Haupt­leis­tung besteht)
  • Best-Bau­stein II (lebens­lange Krebs­leis­tung bei Grad bzw. Sta­dium IV; Kapi­tal­so­fort­leis­tung von sechs Monats­renten im Leis­tungs­fall; 12 Monats­renten bei schwerer Ope­ra­tion eines Min­der­jäh­rigen, sofern kein Anspruch auf eine Haupt­leis­tung besteht. Hierbei keine Rück­for­de­rung im Fall des Todes; Ver­län­ge­rung der Bei­trags­be­freiung bei Arbeits­lo­sig­keit von 6 auf 12 Monate. Im Leis­tungs­fall Aus­zah­lung von bis zu 12 Monats­renten statt nur 6 Monatsrenten)
  • Best-Bau­stein III (lebens­lange Krebs­leis­tung ab Grad bzw. Sta­dium III; Kapi­tal­so­fort­leis­tung von sechs Monats­renten im Leis­tungs­fall; 12 Monats­renten bei schwerer Ope­ra­tion eines Min­der­jäh­rigen, sofern kein Anspruch auf eine Haupt­leis­tung besteht. Hierbei keine Rück­for­de­rung im Fall des Todes; Ver­län­ge­rung der Bei­trags­be­freiung bei Arbeits­lo­sig­keit von 6 auf 12 Monate. Im Leis­tungs­fall Aus­zah­lung von bis zu 12 Monats­renten statt nur 6 Monatsrenten)

Für die Bean­tra­gung des Ver­si­che­rungs­schutzes bei K & M ist eine voll­dy­na­mi­sche elek­tro­ni­sche Risi­ko­prü­fung auf Basis von ins­be­son­dere Gewicht, Größe und Gesund­heits­zu­stand erfor­der­lich.  Dabei nutzt das Unter­nehmen im Hin­ter­grund das Abfra­ge­tool COMPASS aus dem Hause GenRe. Dieses kann anbie­ter­ab­hängig so ein­ge­stellt werden, dass eher mehr oder eher weniger Anträge direkt vor Ort ent­schieden werden können. Bei K&M hatte man sich zunächst dafür ent­schieden, im Rahmen des voll­dy­na­mi­schen Antrags­pro­zesses eine mög­lichst hohe Zahl von Anfragen fall­ab­schlie­ßend zu klären. Natur­gemäß hat dies zur Folge, dass in „Pro­blem­fällen“ eine Ableh­nung wahr­schein­li­cher als eine Annahme sein muss.  Der Asse­ku­ra­deur hat natür­lich gewisse Stell­schrauben imple­men­tiert, um eine Mani­pu­la­tion von Seiten der Ver­mittler oder Kunden durch eine „opti­mierte Beant­wor­tung von Antrags­fragen“ zu ver­meiden. Ob sich die „Scharf­stel­lung“ von COMPASS seit Tarif­auf­le­gung geän­dert hat, ist nicht bekannt.

Der Abfra­ge­zeit­raum für die Gesund­heits­fragen ist teil­weise auf fünf, teil­weise auf zehn Jahre befristet. Ein­zelne Fragen sind sogar zeit­lich unbefristet:

Quelle: Ange­bots­rechner von Kon­zept & Mar­ke­ting, auf­ge­rufen am 04.10.2022

Für den Fall einer unter­jäh­rigen Zahl­weise ver­zichtet K & M auf Raten­zah­lungs­zu­schläge.

Bei­träge steigen alters­be­dingt auch für Bestandskunden

Analog zu den aktu­ellen Tarifen z. B. der Janitos steigen die Prä­mien bei K & M tech­nisch ein­jährig kal­ku­liert mit dem Alter an. Eine optio­nale Level­prämie (glei­ches Prä­mi­en­ni­veau über die ganze Lauf­zeit) wird nicht angeboten.

Der Brut­to­jah­res­bei­trag für eine Rente von 1.000 Euro beträgt für Min­der­jäh­rige zwi­schen 201,36 Euro und 343,47 Euro, für Erwach­sene zwi­schen 240,75 Euro und 3.194,52 Euro.

Die Bei­trags­höhe unter­scheidet nicht zwi­schen ver­schie­denen Berufs­gruppen (z. B. Schüler, Büro­kauf­mann, Dachdecker).

Bei­spiel 1:

Tarif all­safe lavida mit Pas­siv­dy­namik, ohne Bausteine

  • Alter 5 Jahre: 259,13 Euro brutto p. a. je 1.000 € Monatsrente
  • Alter 10 Jahre: 259,13 Euro brutto p. a. je 1.000 € Monatsrente
  • Alter 20 Jahre: 296,35 Euro brutto p. a. je 1.000 € Monatsrente
  • Alter 30 Jahre: 296,35 Euro brutto p. a. je 1.000 € Monatsrente
  • Alter 40 Jahre: 418,53 Euro brutto p. a. je 1.000 € Monatsrente
  • Alter 50 Jahre: 763,28 Euro brutto p. a. je 1.000 € Monatsrente

Bei­spiel 2:

Tarif all­safe lavida mit Pas­siv­dy­namik, Bau­stein I

  • Alter 5 Jahre: 275,31 Euro brutto p. a. je 1.000 € Monatsrente
  • Alter 10 Jahre: 275,31 Euro brutto p. a. je 1.000 € Monatsrente
  • Alter 20 Jahre: 299,94 Euro brutto p. a. je 1.000 € Monatsrente
  • Alter 30 Jahre: 301,61 Euro brutto p. a. je 1.000 € Monatsrente
  • Alter 40 Jahre: 430,53 Euro brutto p. a. je 1.000 € Monatsrente
  • Alter 50 Jahre: 798,20 Euro brutto p. a. je 1.000 € Monatsrente

Bei­spiel 3:

Tarif all­safe lavida mit Pas­siv­dy­namik, Bau­stein II

  • Alter 5 Jahre: 312,54 Euro brutto p. a. je 1.000 € Monatsrente
  • Alter 10 Jahre: 312,54 Euro brutto p. a. je 1.000 € Monatsrente
  • Alter 20 Jahre: 342,40 Euro brutto p. a. je 1.000 € Monatsrente
  • Alter 30 Jahre: 353,51 Euro brutto p. a. je 1.000 € Monatsrente
  • Alter 40 Jahre: 586,44 Euro brutto p. a. je 1.000 € Monatsrente
  • Alter 50 Jahre: 1.218,46 Euro brutto p. a. je 1.000 € Monatsrente

Bei­spiel 4:

Tarif all­safe lavida mit Pas­siv­dy­namik, Bau­stein III

  • Alter 5 Jahre: 343,47 Euro brutto p. a. je 1.000 € Monatsrente
  • Alter 10 Jahre: 343,47 Euro brutto p. a. je 1.000 € Monatsrente
  • Alter 20 Jahre: 369,60 Euro brutto p. a. je 1.000 € Monatsrente
  • Alter 30 Jahre: 397,09 Euro brutto p. a. je 1.000 € Monatsrente
  • Alter 40 Jahre: 680,35 Euro brutto p. a. je 1.000 € Monatsrente
  • Alter 50 Jahre: 1.458,23 Euro brutto p. a. je 1.000 € Monatsrente

Umstel­lung vom Kinder- auf den Erwachsenentarif

Erreicht ein ver­si­chertes Kind die Voll­jäh­rig­keit, erfolgt auto­ma­tisch und ohne erneute Gesund­heits- oder Risi­ko­prü­fung eine Umstel­lung in den Tarif für Erwach­sene. Außerdem berech­tigt das Errei­chen des 18. Lebens­jahres zur Inan­spruch­nahme der bedin­gungs­sei­tigen Nach­ver­si­che­rungs­ga­rantie.

Ver­si­cherte Leistungsarten

Als Funk­ti­ons­in­va­li­di­täts­ver­si­che­rung aus Basis einer Unfall­ver­si­che­rung sieht K & M fol­gende Leis­tungs­arten vor:

  • Organ­schä­di­gung
  • Krebs­er­kran­kung
  • Ver­lust von Grundfähigkeiten
  • Ein­tritt einer Pflegebedürftigkeit
  • Inva­li­dität durch Unfall
  • HIV-Infek­tion

Ein Leis­tungs­fall liegt vor, wenn die in den Bedin­gungen jeweils benannten Ein­tritts­vor­aus­set­zungen erfüllt sind. Die ver­si­cherten Ren­ten­leis­tungen erfolgen grund­sätz­lich lebens­lang, sofern eine Neu­be­mes­sung inner­halb der ersten drei Jahre (bei Kin­dern bis 14 Jahren abwei­chend fünf Jahre) keinen Weg­fall der Leis­tungs­vor­aus­set­zungen begründet. Die Leis­tung bei Krebs ist grund­sätz­lich zeit­lich befristet:

  • Sta­dium I: 25 % der Rente für 18 Monate bei Brustkrebs‑, Darm­krebs- und Lungenkrebserkrankungen
  • Sta­dium / Grad II: 25 % der ver­ein­barten Rente, max. 18 Monate
  • Sta­dium / Grad III: max. 36 Monate, abwei­chend mit Leis­tungs­bau­stein III max. lebenslang
  • Sta­dium / Grad IV: max. 60 Monate, abwei­chend mit Leis­tungs­bau­stein II oder III max. lebenslang

Im Rahmen der Inva­li­dität bei Unfall (Unfall­rente) muss die bedin­gungs­ge­mäße Inva­li­dität inner­halb von 24 Monaten nach einem ver­si­cherten Unfall ein­ge­treten sein und inner­halb von wei­teren 12 Monaten ärzt­lich fest­ge­stellt sowie beim Ver­si­cherer gel­tend gemacht werden.

War­te­zeit

Für Leis­tungs­fälle infolge von Krebs und anderen Tumor­er­kran­kungen, auch des blut­bil­denden und lympha­ti­schen Sys­tems, besteht eine War­te­zeit von sechs Monaten zwi­schen Ver­trags­be­ginn und dem ersten Auf­treten kli­nisch rele­vanter Sym­ptome von Erkran­kungen oder der Dia­gno­se­er­stel­lung. Bei Dia­gno­se­stel­lung inner­halb der War­te­zeit sind auch die Folgen der Krank­heit, die danach auf­treten, dau­er­haft nicht mit­ver­si­chert. Abwei­chend beträgt die ent­spre­chende War­te­zeit für einen Leis­tungs­an­spruch wegen Mul­ti­pler Skle­rose 12 Monate.

„Dies gilt auch dann, wenn zunächst als unauf­fällig inter­pre­tierte Befunde nach­träg­lich umge­deutet werden.

Wird bei der Leis­tungs­fall­prü­fung fest­ge­stellt, dass min­des­tens einer der Hin­weise auf eine Erkran­kung vor Ablauf der War­te­zeit ein­ge­treten ist, aber nicht ärzt­lich fest­ge­stellt wurde, so bleibt unsere Leis­tungs­pflicht erhalten.“

Eine War­te­zeit von drei Monaten ab Ver­trags­ab­schluss besteht ferner für die Mit­ver­si­che­rung einer Ein­mal­zah­lung für Kinder nach Ein­tritt einer ver­si­cherten schweren Krank­heit. Zudem gilt für diese Fälle eine zusätz­liche Karenz­zeit von 28 Tagen, die das betrof­fene Kind nach der ärzt­li­chen Dia­gnose min­des­tens über­leben muss, um Anspruch auf die Leis­tung zu erhalten.

Leis­tungs­be­ginn

Der Anspruch auf eine Leis­tung aus all­safe lavida ent­steht rück­wir­kend ab Beginn des Monats, in dem die Leis­tungs­vor­aus­set­zung ein­ge­treten ist, höchs­tens jedoch 24 Monate rück­wir­kend. Abwei­chend werden Leis­tungen infolge einer unfall­be­dingten Inva­li­dität im Rahmen der gesetz­li­chen Ver­jäh­rungs­fristen rück­wir­kend ohne eine zeit­liche Befris­tung erbracht.

Für alle Leis­tungs­arten ist der Ver­si­che­rungs­nehmer dazu ver­pflichtet, den Weg­fall der ent­spre­chenden Anspruchs­vor­aus­set­zungen für eine ver­si­cherte Leis­tung, unver­züg­lich anzu­zeigen. Dies gilt also auch für eine nur gering­fü­gige Min­de­rung der Funktionsunfähigkeit.

Ver­zicht auf das ordent­liche Kün­di­gungs­recht des Versicherers?

Der Ver­si­che­rungs­nehmer kann seinen Ver­si­che­rungs­ver­trag jähr­lich mit Frist von min­des­tens drei Monaten zur jewei­ligen Haupt­fäl­lig­keit kün­digen. Ein Ver­zicht auf das ordent­liche Kün­di­gungs­recht gilt wie auch bei den Tarifen von z. B. Arag (Tarif: ARAG Exis­tenz-Schutz, Stand 12.2018, Fas­sung 12.2021) oder Janitos (Tarif: Multi-Rente, Stand 04.2016) nur teilweise:

„Wir können unser Kün­di­gungs­recht nur aus­üben, wenn wir mit Schreiben vom glei­chen Tag auch alle anderen Ver­si­che­rungs­ver­träge des Teil­be­stands kün­digen, zu denen Ihr Ver­si­che­rungs­ver­trag gehört. Ein Teil­be­stand besteht aus allen mit uns abge­schlos­senen Ver­si­che­rungs­ver­trägen, denen die­selben Kal­ku­la­ti­ons­me­thoden und ‑größen sowie die­selben Ver­si­che­rungs­be­din­gungen zugrunde liegen.

[…]

Für den Fall, dass wir zum Zeit­punkt der Kün­di­gung einen Nach­fol­ge­tarif anbieten, werden wir Ihnen zusammen mit unserer Kün­di­gung anbieten, einen Ver­si­che­rungs­ver­trag in diesem Nach­fol­ge­tarif ohne erneute Gesund­heits­prü­fung abzu­schließen. Ihren Wunsch nach einem Neu­ab­schluss ohne Gesund­heits­prü­fung müssen Sie uns inner­halb von zwei Wochen nach Erhalt unseres Kün­di­gungs­schrei­bens mit­teilen. Für den neuen Ver­trag sind die dann gel­tenden Rech­nungs­grund­lagen und das dann erreichte Alter maßgeblich.“

Dass solche Teil­kün­di­gungen real vor­kommen können, zeigte die AXA, die 2018 große Bestände der Unfall-Kombi-Rente kün­digte und damit die Ver­brau­cher­zen­trale Ham­burg auf den Plan rief.

Aus­ge­wählte Vor­teile des Tarifs all­safe lavida von Kon­zept & Marketing

  • Für die Leis­tungsart Inva­li­dität durch Unfall (Unfall­rente) garan­tiert der Ver­si­cherer, nicht zum Nach­teil des Ver­si­che­rungs­neh­mers von den unver­bind­li­chen Mus­ter­be­din­gungen des GDV (Gesamt­ver­band der Deut­schen Ver­si­che­rungs­wirt­schaft) abzu­wei­chen (GDV-Garantie). Da für die anderen Leis­tungs­arten keine ver­gleich­baren Mus­ter­be­din­gungen exis­tieren, ist für diese keine ent­spre­chende Garan­tie­er­klä­rung mög­lich. Die im Tarif benannten aus­ge­schlos­senen beruf­li­chen Tätig­keiten bleiben von der Garantie ausgeschlossen.

 Aus der GDV-Garantie von K & M könnte unter Ver­weis auf Ziffer 2.1.2.1 AUB 2020 ggf. ein Leis­tungs­an­spruch für Inva­li­di­täts­grade auch von unter 25 % her­ge­leitet werden:

„Bei­spiel: Bei einer Ver­si­che­rungs­summe von 100.000 Euro und einem unfall­be­dingten Inva­li­di­täts­grad von 20% zahlen wir 20.000 Euro.“

Dagegen spricht Ziffer 2.2.1, wo bezogen auf die Unfall­rente fest­ge­legt ist, dass der Leis­tungs­an­spruch „min­des­tens X%“ betragen müsse.

  • Inno­va­ti­ons­klausel für bei­trags­neu­trale Leis­tungs­ver­bes­se­rungen der glei­chen Tarif­ge­nera­tion, also für alle Ver­sionen der FIV mit dem Stand 08.2015. Bis­lang wurde diese Update­klausel kaum belebt. Positiv ist jedoch die bereits 2016 erfolgte Ver­bes­se­rung, wonach mit Aus­nahme der Leis­tung Inva­li­dität durch Unfall Leis­tungen rück­wir­kend für bis zu 24 Monate anstatt nur für bis zu sechs Monate bean­sprucht werden können (siehe A. § 1 II. 1.c).
  • Keine Mel­de­frist bei Berufs­wechsel, aber Aus­schluss für ansonsten ver­si­cherte Beein­träch­ti­gungen der Gesund­heit für benannte Berufs­bilder (z. B. Unfälle als Ber­gungs­tau­cher, als Luft­sport­ge­rä­te­führer, als Mit­ar­beiter von Munitions‑, Such- und Räu­mungs­trupps oder als Werk­fahrer) oder ver­gleich­bare Frei­zeit­tä­tig­keiten. Der Aus­schluss auch für die „gleich­arten“ Frei­zeit­tä­tig­keiten ist eine deut­liche Schlech­ter­stel­lung gegen­über Wett­be­werbs­ta­rifen wie z. B. der Exis­tenz­schutz­ver­si­che­rung der AXA oder der Multi-Rente aus dem Hause Janitos.
  • Ein­ge­schränkter Ver­zicht auf das ordent­liche Kün­di­gungs­recht (siehe oben).
  • Ver­si­che­rungs­schutz besteht nach Ein­tritt eines ersten Leis­tungs­falles in unein­ge­schränktem Umfang fort.
  • Prä­mi­en­be­freiung wäh­rend des berech­tigten Rentenbezugs.
  • Im Rahmen der Multi-Rente für Kinder besteht Anspruch auf eine Prä­mi­en­be­freiung für das ver­si­cherte Kind, wenn der Ver­si­che­rungs­nehmer wäh­rend der Ver­trags­lauf­zeit stirbt, der Ver­trag unge­kün­digt war und der Ver­si­che­rungs­nehmer bei Ver­si­che­rungs­be­ginn noch nicht das 45. Lebens­jahr voll­endet hat.

Wir führen die Ver­si­che­rung mit dem zu diesem Zeit­punkt gel­tenden Leis­tungs­um­fang bis zum

Ablauf des Ver­si­che­rungs­jahres bei­trags­frei weiter, in dem das ver­si­cherte Kind das 18. Lebens­jahr vollendet.

Der gesetz­liche Ver­treter des Kindes wird neuer Ver­si­che­rungs­nehmer, wenn nichts anderes

ver­ein­bart ist.“

  • Bei­trags­be­freiung bei Arbeits­lo­sig­keit des Ver­si­che­rungs­neh­mers, sofern diese vor Voll­endung des 58. Lebens­jahres ein­tritt. Die Befreiung gilt für einen Zeit­raum von maximal 6 Monaten, abwei­chend in den Best-Bau­steinen II bzw. III bis 12 Monate. Anders als z. B. im Rahmen der Multi-Rente von Janitos (Stand 04.2016) können Selbst­stän­dige, die die bedin­gungs­ge­mäßen Anspruchs­vor­aus­set­zungen erfüllen, diese Leis­tung auch mehr­fach wäh­rend der Ver­trags­lauf­zeit bean­spru­chen. Erst­malig kann eine Befreiung frü­hes­tens 24 Monate nach Ver­trags­be­ginn bean­sprucht werden.
  • Ein­mal­leis­tung in Höhe einer Jah­res­rente bei Ein­tritt defi­nierter schwerer Erkran­kungen (z. B. bei Krebs, Menin­gitis, Läh­mung, Koma), aller­dings nur für Kinder bis zu 4 ½ Jahren.
  • Ein­ma­lige Kapi­tal­so­fort­leis­tung in Höhe von zwölf Monats­renten bei Ein­tritt defi­nierter schwerer Ope­ra­tionen (nur im Rahmen von all­safe lavida für Min­der­jäh­rige).
  • Ein­ma­lige Kapi­tal­so­fort­leis­tung in Höhe von drei Monats­renten (Best-Bau­stein I) bzw. sechs Monats­renten (Best-Bau­steine II und III), sofern eine Haupt­leis­tung (z. B. Organ­schä­di­gung, Krebs­er­kran­kung oder Ver­lust von Grund­fä­hig­keiten) aus dem Ver­trag erbracht wurde.
  • 25 % der ver­si­cherten Rente bereits bei Krebs im Grad / Sta­dium I. Die maxi­male Leis­tungs­dauer beträgt 18 Monate.
  • Ein­ma­liges Recht auf Vor­schuss­leis­tungen:

„Ein­malig im Laufe der Ver­trags­lauf­zeit haben Sie im Leis­tungs­fall das Recht, sich maximal die ersten sechs Monats­renten ent­spre­chend des Schwe­re­grades in einer Summe aus­zahlen zu lassen. Sollten Sie als ver­si­cherte Person oder die in Ihrem Ver­trag ver­si­cherte Person inner­halb dieser sechs Monate versterben, erfolgt keine Rück­for­de­rung dieser erbrachten Leistung.“

  • Da der Ver­si­cherer zwi­schen den Schwe­re­graden I (Inva­li­dität >=35 % und <50 %) und II (Inva­li­dität >= 50 %) unter­schiedet, Ren­ten­leis­tung auch bei einem unfall­be­dingten Inva­li­di­täts­grad unter den meist übli­chen 50 %.
  • Ver­bes­serte Glie­der­taxe im Rahmen der Inva­li­dität durch Unfall (u. a. Ver­lust des Dau­mens, der Arme oder der Stimme).
  • Ver­zicht auf Kür­zung des Pro­zent­satzes der unfall­be­dingten Inva­li­dität infolge der Mit­wir­kung von Krank­heiten und Gebre­chen. Dies gilt für alle Leistungsarten.
  • Ver­si­che­rungs­schutz für Unfälle infolge wil­lens­ge­steu­erter Eigen­be­we­gungen, sowie erhöhter Kraft­an­stren­gungen.
  • Im Rahmen der unfall­be­dingten Inva­li­dität Ver­si­che­rungs­schutz auch für Inva­li­dität infolge von Ver­gif­tungen (auch Nah­rungs­mit­tel­ver­gif­tungen, aller­dings ohne Alko­hol­ver­gif­tungen infolge von Alko­hol­miss­brauch), Infek­tionen oder Impf­schäden.
  • Aus­drück­liche Mit­ver­si­che­rung von tauch­ty­pi­schen Unfall­schäden, nicht jedoch einer Über­nahme etwaiger Dekom­pres­si­ons­kam­mer­kosten.
  • Mit­ver­si­chert sind Unfälle infolge von Bewusst­seins­stö­rungen u. a. durch Alkohol, beim Lenken moto­ri­sierter Fahr­zeuge bis maximal 1,3 ‰.  Eben­falls besteht Ver­si­che­rungs­schutz für Unfälle der ver­si­cherten Person durch Geistes- oder Bewusst­seins­stö­rungen, soweit diese durch Schlag­an­fälle, Herz­in­farkt, Medi­ka­men­ten­ein­fluss, Herz- oder Kreis­lauf­stö­rungen, durch Wit­te­rungs­be­din­gungen, Über­mü­dung, epi­lep­ti­sche Anfälle oder andere Krampf­an­fälle, die den ganzen Körper des Ver­si­cherten betreffen, her­vor­ge­rufen werden.
  • Mit­ver­si­che­rung von Unfällen infolge von Hitze oder Kälte, d. h. auch infolge extremer Wit­te­rungs­be­din­gungen (z. B. durch Erfrierungen).
  • Im Rahmen der Unfall­rente für Kinder auch dann Ver­si­che­rungs­schutz, wenn die ver­si­cherte Person ein Land- oder Was­ser­fahr­zeug lenkt oder fährt, ohne im Besitz einer gül­tigen Fahr­erlaubnis zu sein. Vor­aus­set­zung für den Ver­si­che­rungs­schutz ist, dass keine wei­tere Straftat zur Ermög­li­chung der Fahrt begangen wurde.
  • Mit­ver­si­che­rung von Funk­ti­ons­in­va­li­dität infolge von Erkran­kungen des Gehirns und des zen­tralen Ner­ven­sys­tems mit der Folge einer defi­nierten Läh­mung des Schwe­re­grades 1 (Läh­mung eines Beines oder eines Armes) bzw. des Schwe­re­grades 2 (Läh­mung beider Arme, beider Beine oder eines Beines und eines Armes). Im Schwe­re­grad 1 wird eine Leis­tung in Höhe von 25 % der ver­ein­barten Rente, im Schwe­re­grad 2 in voller Höhe erbracht. Gegen­über den meisten Wett­be­wer­bern, die nur bei min­des­tens halb­sei­tiger Läh­mung zahlen, ist dies eine deut­liche Bes­ser­stel­lung. Nicht ver­si­chert ist ein krank­heits­be­dingter Ver­lust der Kom­mu­ni­ka­ti­ons­fä­hig­keit. Hier lässt sich ggf. Ver­si­che­rungs­schutz im Rahmen der Grund­fä­hig­keiten „Sehen“ bzw. „Hören“ her­leiten.
  • Rente wegen Organ­schä­di­gung bei Funk­ti­ons­in­va­li­dität durch Nieren‑, Lungen- und Leber­er­kran­kungen. Unter­schieden wird jeweils zwi­schen den Schwe­re­graden 1 (Anspruch auf 25 % der ver­si­cherten Rente) bzw. Schwe­re­grad 2 (volle Rentenleistung).Positiv ist jeweils, dass der Leis­tungs­an­spruch auch nach einer Trans­plan­ta­tion erhalten bleibt.
  • Rente wegen Organ­schä­di­gung bei Funk­ti­ons­in­va­li­dität durch Herz­funk­ti­ons­stö­rungen (z. B. Herz­in­farkt, Herz­rhyth­mus­stö­rung). Positiv ist die ver­gleichs­weise kun­den­freund­liche Defi­ni­tion. So wird eine erheb­liche Min­de­rung der Pump­leis­tung (Ejek­ti­ons­frak­tion) unter anderem bereits bei einer Ejek­ti­ons­frak­tion von > 30 %, maximal jedoch 40 % (Schwe­re­grad 1 mit 25 % der ver­si­cherten Rente) bzw. <=30 % (Schwe­re­grad 2 mit 100 % der ver­si­cherten Rente) erreicht. Anders als bei den meisten Wett­be­wer­bern, die nur bei einer Ejek­ti­ons­frak­tion von unter 30 % leisten, bedeutet dies nach Unter­neh­mens­an­gaben eine Erhö­hung der ver­si­cherten Herz­in­farkte von etwa 8,36 % (hier Schwe­re­grad II) auf 24 % (Leis­tung im Schwe­re­grad I)[1].

Weiter ist zu beachten, dass Ver­si­cherer, die nur bei einer Ejek­ti­ons­frak­tion von bis zu 30 Pro­zent leisten, diese Leis­tung meist nur sehr kurze Zeit zu erbringen haben, da in diesen Fällen eine stark über­durch­schnitt­liche Sterb­lich­keit besteht (siehe dazu obiges Schau­bild). Mithin dient eine Leis­tung bereits bei einer EF von >30 Pro­zent erheb­lich dem Kun­den­in­ter­esse. [2]

  • Mit­ver­si­che­rung einer dia­sto­li­schen Herz­in­suf­fi­zienz:

„Bei der dia­sto­li­schen Herz­in­suf­fi­zienz, auch als dia­sto­li­sche Dys­funk­tion oder dia­sto­li­sche Funk­ti­ons­stö­rung bezeichnet, besitzt das Herz genug Pump­kraft. Aller­dings nimmt es nicht genü­gend Blut auf, da die linke Herz­kammer ihre Elas­ti­zität ver­loren hat oder gar ver­steift ist. Medi­zi­ne­rinnen und Medi­ziner spre­chen bei der dia­sto­li­schen Herz­schwäche von einer links­sei­tigen Herz­in­suf­fi­zienz mit erhal­tener Ejek­ti­ons­frak­tion, kurz HFpEF („Heart Failure with pre­served Ejec­tion Frac­tion“).“[3]

Vor­aus­set­zung für den Leis­tungs­fall bei der K & M ist eine „Herz­in­suf­fi­zienz NYHA (New York Heart Asso­cia­tion) IV“. Ent­spre­chend besteht kein Leis­tungs­an­spruch im Schwe­re­grad III NYHA. Eine posi­ti­vere Leis­tung bietet z. B. die AXA mit ihrer Exis­tenz­schutz­ver­si­che­rung.

  • Grund­fä­hig­keits­rente bei Funk­ti­ons­in­va­li­dität durch Ver­lust des Seh­ver­mö­gens, des Sprech­ver­mö­gens, des Hör­ver­mö­gens sowie der Ori­en­tie­rung (Ver­lust einer dieser Grund­fä­hig­keiten gilt als Leistungsauslöser).
  • Grund­fä­hig­keits­rente bei Funk­ti­ons­in­va­li­dität durch Ver­lust von Hand­funk­tionen, durch Ver­lust der Fähig­keit Heben und Tragen, Arme bewegen, Nicht gehen können, Stehen, Treppen steigen, Knien und Bücken, Sitzen und Erheben, Beugen, Treppe steigen sowie Auto fahren (Ver­lust min­des­tens drei dieser Grund­fä­hig­keiten lösen einen vollen Leis­tungs­an­spruch aus, Ver­lust von min­des­tens zwei dieser Grund­fä­hig­keiten lösen einen Anspruch auf 25 % der ver­si­cherten Rente aus). Bei der Grund­fä­hig­keit Auto fahren gibt es ein gene­relles Pro­blem, das auch beim Wett­be­werb ver­breitet ist: der Leis­tungs­fall setzt voraus, dass der ver­si­cherten Person aus medi­zi­ni­schen Gründen ihre Fahr­be­rech­ti­gung der Klasse B ent­zogen wurde. In der Praxis wird aller­dings von Ärzten oft nur dazu geraten, das Fahr­zeug lieber nicht zu nutzen anstatt das gleich eine Ent­zie­hung der Fahr­erlaubnis ange­ordnet wird. Anders als z. B. in der Multi-Rente der Janitos (Stand 04.2016)ist die Grund­fä­hig­keit „Kraftrad fahren“ nicht mitversichert.
  • Volle Pfle­gerente in Anleh­nung an §§ 14 und 15 SGB XI ab Pfle­ge­stufe I (Schwe­re­grad 2), 25% der Rente bei gerin­gerer Pfle­ge­be­dürf­tig­keit im Sinne der Defi­ni­tion des Schwergrades I. Bei unver­än­derter gesetz­li­cher Pfle­ge­de­fi­ni­tion wird eine volle Rente auch bei Aner­ken­nung einer gesetz­li­chen Ein­stu­fung in min­des­tens die Pfle­ge­stufe I geleistet. Die durch die letzte Pfle­ge­re­form erfolgte Ände­rung von Pfle­ge­stufen zu Pfle­ge­graden ist bei K & M bis­lang nicht umge­setzt worden.
  • Im Rahmen der Ren­ten­leis­tung bei schwerer Erkran­kung besteht bei Erfül­lung der Leis­tungs­vor­aus­set­zungen auch Ver­si­che­rungs­schutz für eine infolge einer Blut­trans­fu­sion oder durch Berufs­aus­übung erwor­bene HIV-Infek­tion. Die Leis­tung wird in Höhe der ver­ein­barten Rente (Schwe­re­grad 2) erbracht. Nicht im Rahmen dieser Klausel ver­si­chert sind Gesund­heits­schäden infolge einer Trans­fu­sion von allo­genem Blut [4], [5], [6] oder dem Blut einer mit mRNA-Vak­zinen „geimpften“ Person[7], [8]. Ent­spre­chend wurde bereits im April 2021 in Japan ein Verbot von Blut­spender von gegen Covd-19 „geimpften“ Per­sonen aus­ge­spro­chen[9].
  • Anlass­un­ab­hän­gige Nach­ver­si­che­rungs­ga­rantie bis zu einem Alter der ver­si­cherten Person von 40 Jahren, frü­hes­tens jedoch nach Ablauf von fünf Jahren nach Ver­trags­ab­schluss. Zulässig ist eine Erhö­hung um maximal 25 % der bisher ver­si­cherten monat­li­chen Rente, maximal je um 500 Euro. Maximal ist eine Erhö­hung um 50 % der ursprüng­lich ver­si­cherten Rente und höchs­tens auf 3.000 Euro im Monat möglich.
  • Anlass­be­zo­gene Nach­ver­si­che­rungs­op­tion ohne erneute Gesund­heits­prü­fung, jeweils um maximal 25 % der bisher ver­si­cherten monat­li­chen Rente, maximal je um 500 Euro. Eine Erhö­hung ist maximal bis zu einem Alter der ver­si­cherten Person von 50 Jahren mög­lich und um nicht mehr als 50 % der ursprüng­lich ver­si­cherten Rente, höchstes jedoch um 1.000 Euro. Es gilt eine maxi­male Erhö­hung auf 3.000 Euro im Monat. Eine Inan­spruch­nahme der Nach­ver­si­che­rungs­ga­rantie ist nur solange mög­lich, wie keine Leis­tungen aus dem Ver­trag bezogen worden sind. Sie bleibt aber bestehen, wenn ein Leis­tungs­fall zwar feh­ler­haft gemeldet wurde, dieser aber tat­säch­lich gar nicht vorlag.
  • Ver­zicht auf Raten­zah­lungs­zu­schläge bei unter­jäh­rige Zahlweise.

Aus­ge­wählte Ein­schrän­kungen des Tarifs all­safe lavida von Kon­zept & Marketing

  • Bezogen auf die Leis­tungsart Inva­li­dität durch Unfall keine Garantie, dass nicht zum Nach­teil des Ver­si­che­rungs­neh­mers den unver­bind­li­chen Emp­feh­lungen des Arbeits­kreises Bera­tungs­pro­zesse abge­wi­chen wird (Arbeits­kreis-Garantie).
  • Prä­mi­en­an­pas­sungs­klausel. § 9 der Bedin­gungen regelt das Recht des Ver­si­che­rers auf Bei­trags­an­pas­sungen für bestehende Ver­träge. Zulässig ist dies im Abstand von drei Jahren, bedin­gungs­gemäß als nächstes zum 01.01.2023, dann zum 01.01.2026. Die Anpas­sungs­klausel ori­en­tiert sich am Wort­laut des § 163 Nr. 1 VVG für einen Lebens­ver­si­cherer, gilt aller­dings abwei­chend zur benannten VVG-Rege­lung auch dann, wenn sich später her­aus­stellen sollte, dass der Ver­si­cherer  „die Ver­si­che­rungs­leis­tungen zum Zeit­punkt der Erst- oder Neu­kal­ku­la­tion unzu­rei­chend kal­ku­liert [hatte…] und ein ordent­li­cher und gewis­sen­hafter Aktuar dies ins­be­son­dere anhand der zu diesem Zeit­punkt ver­füg­baren sta­tis­ti­schen Kal­ku­la­ti­ons­grund­lagen hätte erkennen müssen“. Die Rege­lungen nach § 163 Nr. 2 und 4 VVG wurden nicht über­nommen. Zu Gunsten des Kunden werden mög­liche Bei­trags­re­du­zie­rungen auto­ma­tisch wei­ter­ge­geben. Dies ent­spricht dem Sym­me­trie­gebot von AVB (vgl. BGH, Urteil vom 06.07.2016, Az. IV ZR 44 / 15 Rn. 27 ff.).
  • Anders als etwa in den aktu­ellen Tarifen Multi-Rente für Kinder und Erwach­sene der Janitos (Stand 04.2016), erfolgt eine mög­liche Abän­de­rung der bis­he­rigen Bei­trags­höhe ohne aus­drück­liche Ein­schal­tung eines Treu­hän­ders.
  • Kein bedin­gungs­ge­mäßer Ver­zicht auf das Kün­di­gungs­recht bei schuld­loser Anzei­ge­pflicht­ver­let­zung nach § 19 VVG. Bei­spiel: ein Kunde fragt bei seinem oder Arzt nach bestimmten medi­zi­ni­schen Daten und gibt diese unge­prüft an den Ver­si­cherer weiter. Im Leis­tungs­fall stellt sich jedoch heraus, dass der der Arzt ver­se­hent­lich Angaben zu einem fal­schen Pati­enten gegeben hat oder gar eine wesent­liche Infor­ma­tion zum Gesund­heits­zu­stand über­sehen hat. In diesen Fällen ist der Kunde zwar sub­jektiv schuldlos, objektiv liegt aller­dings den­noch eine vor­ver­trag­liche Anzei­ge­pflicht­ver­let­zung vor, die den Ver­si­cherer zum Rück­tritt berech­tigen könnte. In jedem Fall dürfte in so einem Fall der Vor­wurf des arg­lis­tigen Ver­schwei­gens aus­fallen, so dass bes­ten­falls eine fahr­läs­sige Anzei­ge­pflicht­ver­let­zung anzu­nehmen wäre[10]. Ein ent­spre­chender Ver­zicht auf Kün­di­gung des Ver­trages unter Bezug­nahme auf § 19 VVG findet sich bei­spiels­weise in Ziffer 14.2.5 der AVB_EV_GFV_2022_01 der selbst­stän­digen Grund­fä­hig­keits­ver­si­che­rung (Swiss Life Vital­schutz Power, Spirit und Com­plete) der Swiss­Life (Stand 01.2022).
  • Kein Ver­zicht auf eine Scha­den­min­de­rungs­pflicht des Ver­si­che­rungs­neh­mers[11]. Viel­mehr gilt:

 „IX. Sie als ver­si­cherte Person oder die in Ihrem Ver­trag ver­si­cherte Person haben sich allen zumut­baren ärzt­li­chen und medi­zi­ni­schen Maß­nahmen zu unter­ziehen, die eine wesent­liche Bes­se­rung Ihrer gesund­heit­li­chen Beein­träch­ti­gungen erwarten lassen.

Zumutbar sind aller­dings nur Unter­su­chungen und Behand­lungen, bei denen ein Schaden für Leben oder Gesund­heit mit hoher Wahr­schein­lich­keit aus­ge­schlossen werden kann, mit denen keine erheb­li­chen Schmerzen ver­bunden sind und die keinen erheb­li­chen Ein­griff in die kör­per­liche Unver­sehrt­heit bedeuten.

Immer zumutbar sind damit Maß­nahmen im Rahmen der medi­zi­ni­schen Grund­ver­sor­gung (z. B. Blut­kon­trollen, das Ein­halten von Diäten, Phy­sio­the­rapie, All­er­gie­be­hand­lung) und die Ver­wen­dung all­ge­mein gebräuch­li­cher medi­zi­nisch-tech­ni­scher Hilfs­mittel (z. B. Ver­wen­dung von Pro­thesen, Seh- oder Hörhilfen).

Nicht unter die zumut­baren ärzt­li­chen und medi­zi­ni­schen Maß­nahmen fallen ope­ra­tive Behand­lungen, spe­zi­elle The­ra­pien wie Chemo- oder Strah­len­the­rapie oder medi­ka­men­töse Behand­lungen, mit denen regel­mäßig unan­ge­messen hohe Neben­wir­kungen einhergehen.

Eine Ableh­nung der­ar­tiger Maß­nahmen hat keinen Ein­fluss auf die Aner­ken­nung unserer Leistungspflicht.“

  • Der Ver­si­che­rungs­schutz gilt welt­weit, aller­dings kann der Ver­si­cherer ver­langen, dass die für die Über­prü­fung des Leis­tungs­falles erfor­der­li­chen ärzt­li­chen Unter­su­chungen in der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land durch­zu­führen sind. Vor­aus­ge­setzt ist eine Trans­port­fä­hig­keit der ver­si­cherten Person. Dabei über­nimmt der Ver­si­cherer die hierbei anfal­lenden Unter­su­chungs- und ange­mes­senen Reisekosten.
  • Kein defi­nierter Inva­li­di­täts­grad im Rahmen der unfall­be­dingten Inva­li­dität für die Beein­träch­ti­gung oder den Ver­lust innerer Organe. Ent­spre­chende Klar­stel­lungen finden sich z. B. beim ARAG Exis­tenz-Schutz (Stand 12.2021) oder bei der Gothaer Unfall­rente Plus (Stand 01.2022).
  • Keine aus­drück­liche Mit­ver­si­che­rung von Unfällen infolge von Ter­ror­an­schlägen. Abschnitt C § 1 IV könnte als Aus­schluss ange­sehen werden. Ein Ter­ror­an­schlag ist in jedem Fall eine aus­ge­schlos­sene Straftat, wobei die Bedin­gungen nicht klar­stellen, ob diese durch einen Ver­si­che­rungs­nehmer oder durch eine belie­bige dritte Person verübt sein muss. Dies ist eine Schlech­ter­stel­lung gegen­über Wett­be­werbs­ta­rifen von z. B. AXA oder Janitos):

„Abschnitt C § 1: „IV. Straftat

Kein Ver­si­che­rungs­schutz besteht für unmit­tel­bare oder mit­tel­bare Beein­träch­ti­gungen durch vor­sätz­liche Aus­füh­rung einer Straftat oder den Ver­such einer Straftat. Bitte beachten Sie jedoch den Ver­si­che­rungs­schutz bei Inva­li­dität durch Unfall. (vgl. Abschnitt A § 2 V. 3. (Seite 30))“

Das Unter­nehmen äußert sich hierzu wie folgt:

„Hierzu kann ich Dir nach Rück­sprache mit dem Leiter unseres Pro­dukt­ma­nage­ments, Dr. Marco Felten, mit­teilen, dass der Bedin­gungs­text an dieser Stelle tat­säch­lich unvoll­ständig ist. Unfälle in Folge von Ter­ror­an­schlägen sind versichert.

Wir werden den Bedin­gungs­text in naher Zukunft wie folgt ergänzen:

„Abschnitt C § 1: „IV. Straftat

Kein Ver­si­che­rungs­schutz besteht für unmit­tel­bare oder mit­tel­bare Beein­träch­ti­gungen durch vor­sätz­liche Aus­füh­rung einer Straftat durch die ver­si­cherte Person oder den Ver­such einer Straftat. Bitte beachten Sie jedoch den Ver­si­che­rungs­schutz bei Inva­li­dität durch Unfall. (vgl. Abschnitt A § 2 V. 3. (Seite 30))““

  • Kein aus­drück­li­cher Ver­si­che­rungs­schutz bei unfall­be­dingter Inva­li­dität infolge Ein­at­mung plötz­lich aus­strö­mender gas­för­miger Stoffe (z. B. Gase und Dämpfe). Klar­ge­stellt ist aller­dings, dass Ver­gif­tungen unter den Ver­si­che­rungs­schutz fallen.
  • Keine ein­ma­lige Kapi­tal­leis­tung bei Tod der ver­si­cherten Person. So eine Leis­tung bietet bei­spiels­weise die Multi-Rente für Kinder aus dem Hause Janitos.
  • Kein Anspruch auf Bei­trags­be­freiung bei Arbeits­un­fä­hig­keit oder Berufs­un­fä­hig­keit. Eine Bei­trags­be­freiung bei Berufs­un­fä­hig­keit bietet z. B. der auf Lebens­ver­si­che­rungs­basis kal­ku­lierte Tarif Prisma Mul­ti­Safe aus dem Hause Pris­ma­Life (Stand 07.2022).
  • Eben­falls kein Anspruch auf Bei­trags­stun­dung wegen Arbeits­lo­sig­keit, Arbeits­un­fä­hig­keit oder Berufs­un­fä­hig­keit.
  • Im Unter­schied zu FIV-Pro­dukten auf Lebens­ver­si­che­rungs­basis (z. B. Grund­fä­hig­keits­ver­si­che­rung 4Future aus dem Hause Nürn­berger (Stand 01.2022) oder dem Tarif Prisma Mul­ti­Safe aus dem Hause Pris­ma­Life, Stand 07.2022) besteht kein auto­ma­ti­scher Leis­tungs­an­spruch bei unfall­be­dingter Berufs­un­fä­hig­keit.
  • Kein Anspruch auf Bei­trags­stun­dung bei Zah­lungs­pro­blemen. So eine Leis­tung bieten bei­spiel­weise die auf Basis einer Lebens­ver­si­che­rung kal­ku­lierten Tarife der Nürn­berger (Tarif: NÜRNBERGER Grund­fä­hig­keits­ver­si­che­rung, Stand 01.2022), Prisma Life (Tarife: Prisma Mul­ti­Safe, Stand 07.2022) oder Swiss­Life (Tarife: Swiss Life Vital­schutz Power, Stand 01.2022; Swiss Life Vital­schutz Spirit, Stand 01.2022; Swiss Life Vital­schutz Com­plete, Stand 01.2022).
  • Keine Ver­se­hens­klausel[12] bei ver­se­hent­li­chem Unter­bleiben einer Anzeige bzw. der ver­se­hent­li­chen Nicht­er­fül­lung einer ver­trag­li­chen Oblie­gen­heit.
  • Sehr ein­ge­schränkter Ver­si­che­rungs­schutz für Funk­ti­ons­in­va­li­dität infolge psy­chi­scher Erkran­kungen. Aus­drück­lich aus­ge­schlossen ist z. B. psy­cho­gener Sprach­ver­lust. Als mit­ver­si­chertes Unfall­ereignis zählen unter anderem krank­hafte Stö­rungen infolge psy­chi­scher Reak­tionen auf­grund eines Unfalls. Mit­ver­si­chert ist der Ver­lust der geis­tigen Selbst­stän­dig­keit (nur Schwe­re­grad 2) durch Anord­nung einer Total­un­ter­brin­gung, den Ver­lust der zeit­li­chen und räum­li­chen Ori­en­tie­rung oder der ange­ord­neten Unter­brin­gung in einer geschlos­senen Ein­rich­tung. Eben­falls mit­ver­si­chert ist eine Pfle­ge­be­dürf­tig­keit des Schwe­re­grades 2, sofern unter anderem fol­gende Vor­aus­set­zung erfüllt ist:

„Gedächtnis- oder Ori­en­tie­rungs­stö­rungen sowie endo­gene Psy­chosen, Neu­rosen oder geis­tige Behinderungen.“

Eine Funk­ti­ons­in­va­li­dität infolge sons­tiger psy­chi­scher „see­li­schen“ Erkran­kungen (z. B. Depres­sionen, Schi­zo­phrenie oder Antriebs­lo­sig­keit), die keine der oben benannten Vor­aus­set­zungen erfüllen, fallen nicht unter den Ver­si­che­rungs­schutz des Tarifs all­safe lavida von K & M. Für eine solche Absi­che­rung sollt über den Abschluss einer Berufs­un­fä­hig­keits­ver­si­che­rung oder z. B. einer Grund­fä­hig­keits­ver­si­che­rung nach dem Tarif Vital­schutz Com­plete aus dem Haus Swiss Life (Stand 01.2022) nach­ge­dacht werden.

  • Im Rahmen der Organ­rente keine Mit­ver­si­che­rung von Funk­ti­ons­in­va­li­dität infolge von Erkran­kungen des Stütz- und Bewe­gungs­ap­pa­rats. Teil­weise ist diese Leis­tung über die Grund­fä­hig­keiten „Sitzen“ und „Sich Erheben“ bzw. über Pfle­ge­be­dürf­tig­keit des Schwe­re­grades 2 abgedeckt.
  • Im Rahmen der Grund­fä­hig­kei­ten­rente keine Mit­ver­si­che­rung von Funk­ti­ons­in­va­li­dität infolge von Ver­lust des Gleich­ge­wichtsinns, Ver­lust der Fähig­keit zu Schreiben, Greifen und Halten (teil­weise ein­ge­schlossen im Rahmen der Grund­fä­hig­keiten „Arme bewegen“ und „Hand­funk­tion“), Schi­zo­phrenie, Schwere Depres­sion. So leistet bei­spiels­weise die als Lebens­ver­si­che­rung kal­ku­lierte Grund­fä­hig­keits­ver­si­che­rung der Bar­menia (Stand 01.2022) für den Ver­lust der Grund­fä­hig­keit „Gleich­ge­wichts­sinn“.
  • Im Zusam­men­hang der Mit­ver­si­che­rung der Grund­fä­hig­keit „Hören“ kommt es auf die „all­ge­meine medi­zi­ni­sche Mei­nung“ an, dass es nicht mög­lich sei „durch ein Hör­gerät, Implantat oder anderes Hilfs­mittel oder durch the­ra­peu­ti­sche Maß­nahmen nicht derart ver­bes­sert werden kann, dass auch Schall­reize unter­halb von 90 Dezibel gehört werden können.“
  • Für diverse Grund­fä­hig­keiten (Kate­gorie B) besteht nur dann ein Anspruch auf die volle Rente, wenn gleich min­des­tens drei davon ver­loren gehen (z. B. Ver­lust der Hand­funk­tion, Ver­lust der Grund­fä­hig­keit Heben und Tragen), bei Ver­lust von nur zwei Grund­fä­hig­keiten der Kate­gorie B werden 25 % der ver­si­cherten Rente erbracht. Gegen­über vielen Wett­be­wer­bern auf Basis einer Unfall­ver­si­che­rung ist dies den­noch ver­gleichs­weise positiv.
  • Kein Ver­si­che­rungs­schutz aus der Grund­fä­hig­keiten- oder Pfle­ger­ente bei gericht­lich ange­ord­neter Betreu­ungs­be­dürf­tig­keit ohne Ein­ord­nung in einen gesetz­li­chen Pfle­ge­grad. Im Rahmen des Organ­kon­zepts ggf. Leis­tung bei defi­nierten psy­chi­schen Erkrankungen.
  • Auch bei Vor­liegen einer Ein­stu­fung in einen gesetz­li­chen Pfle­ge­grad besteht kein auto­ma­ti­scher Anspruch auf Pfle­ger­ente. Viel­mehr sind die kon­kreten Leis­tungs­vor­aus­set­zungen von K & M zu erfüllen, die sich an den Pfle­ge­stufen der §§ 14 und 15 SGB XI mit Stand Juli 2014 orientieren.
  • Kein Anspruch auf Erst-Pfle­ge­be­ra­tung bei Ver­dacht einer bedin­gungs­ge­mäßen Pflegebedürftigkeit.
  • Keine Mit­ver­si­che­rung der Grund­fä­hig­keiten Auf­fas­sung, Gedächtnis, Hand­lungs­pla­nung oder Kon­zen­tra­tion. Eine ent­spre­chende Mit­ver­si­che­rung bieten jeweils z. B. die als Lebens­ver­si­che­rung kal­ku­lierten Pro­dukte Kör­per­Schutz­Po­lice aus dem Hause Allianz (Stand 12.2021) oder der Vital­schutz Power sowie Com­plete aus dem Hause Swiss Life (Stand 01.2022).
  • Keine Mit­ver­si­che­rung der Grund­fä­hig­keiten „Nut­zung des öffent­li­chen Per­so­nennah- oder ‑fern­ver­kehrs“, „Ziehen und Schieben“, „Bedie­nung von Touch­screen(Bedie­nung einer Tas­tatur ist im Rahmen der Grund­fä­hig­keit „Hand­funk­tionen“ mit­ver­si­chert) sowie „Rie­chen und Schme­cken“ sowie „Beein­träch­ti­gung auf­grund eines Tätig­keits­ver­bots nach dem Infek­ti­ons­schutz­ge­setz“. Diese sind z. B. ver­si­chert im Lebens­ver­si­che­rungs­tarif Kör­per­Schutz­Po­lice der Allianz (Stand 12.2021). Ver­gleichbar nicht ver­si­chert sind die bei der Grund­fä­hig­keits­ver­si­che­rung der Bar­menia (Stand 01.2022) benannten Grund­fä­hig­keiten „Fin­ger­fer­tig­keit / Game­con­troller-Nut­zung“, „Benut­zung Smart­phone“, „Tippen“ bzw. „Bild­schirm­ar­beit“. Im Ein­zel­fall han­delt es sich um Grund­fä­hig­keiten, deren Ver­lust bei K & M durch andere Leis­tungs­aus­löser abge­deckt wird, so z. B. „Bedie­nung von Tas­tatur oder Touch­screen“ im Rahmen der Grund­fä­hig­keit „Hand­funk­tionen“ oder „Arme bewegen“ oder der Grund­fä­hig­keit „Bild­schirm­ar­beit“ im Rahmen der Grund­fä­hig­keit „Sehen“.
  • Keine Mit­ver­si­che­rung von Funk­ti­ons­in­va­li­dität infolge der Beein­träch­ti­gung bei der Aus­übung bestimmter Berufe (z. B. dau­er­hafter Weg­fall der Erlaubnis als Bus- oder Lkw-Fahrer; dau­ernde gesund­heit­liche Bedenken für das Arbeiten bei Lärm­ex­po­si­tion; dau­ernde gesund­heit­liche Bedenken für die Eig­nung für Fahr‑, Steuer- und Über­wa­chungs­tä­tig­keiten; dau­ernde gesund­heit­liche Bedenken für das Tragen von Atem­schutz­masken). Diese sind z. B. optional ver­si­chert im Tarif Kör­per­Schutz­Po­lice der Allianz (Stand 12.2021). Der Ein­schluss auch solche Grund­fä­hig­keiten rückt ent­spre­chende Pro­dukte zumin­dest teil­weise in deut­liche Nähe einer Berufsunfähigkeitsversicherung.
  • Keine Ren­ten­leis­tung bei fort­ge­schrit­tener Demenz (ein­schließ­lich Alzheimer‘scher Krank­heit), Creutz­feld-Jakob-Syn­drom, schwerer Moto­neu­ro­nen­er­kran­kung, Polio (Kin­der­läh­mung), Organ­trans­plan­ta­tionen sowie bei schweren Ver­bren­nungen. Eine solche Leis­tung bietet z. B. die Multi-Rente der Janitos (Stand 04.2016) im Rahmen ihrer Leis­tungsart „Ren­ten­leis­tung bei einer schweren Krank­heit“.  Für Kinder bis 4,5 Jahren bietet K & M die Leis­tungsart „Schwere Erkran­kungen bei Kin­dern“ mit einer Jah­res­rente auch wegen schwerer Verbrennungen.
  • Keine Mit­ver­si­che­rung von Rehaleis­tungen, Kur­bei­hilfe, Nach­hilfe oder von Assi­s­tance­leis­tungen. Eine solche Mit­ver­si­che­rung bieten in unter­schied­li­chem Umfang bei­spiels­weise die Exis­tenz­schutz­ver­si­che­rung der Axa (Stand 01.2017) oder die Unfall­rente Plus der Gothaer (Stand 02.2018).
  • Die anfangs güns­ti­geren Ein­stiegs­prä­mien steigen mit zuneh­mendem Alter je nach Alters­stufe an (tech­nisch ein­jäh­rige Kal­ku­la­tion). Abwei­chend eine Level­prämie bietet aktuell z. B. die AXA (Tarif: Exis­tenz­schutz­schutz­ver­si­che­rung, Stand 01.2017) an.

Aus­ge­wählte Punkte zum Tarif all­safe lavida im Überblick

• Tarif unter­scheidet zwei Schwe­re­grade. Im Schwe­re­grad 1 bereits Teil­rente in Höhe von 25 %

• Teil­weise Krebs­rente bereits ab Sta­dium I

• Im Zusam­men­hang mit der Mit­ver­si­che­rung von Herz­funk­ti­ons­stö­rungen Leis­tungen bereits bei einer Ejek­ti­ons­frak­tion (Pump­leis­tung) > 30%

• Optional lebens­lange Krebs­rente ab Stadium/ Grad III

• Nur teil­weiser Ver­zicht auf das ordent­liche Kündigungsrecht

• Prä­mi­en­an­pas­sungs­klausel

• Tech­nisch ein­jäh­rige Kal­ku­la­tion, damit höhere Prä­mien mit stei­gendem Alter

• Dia­sto­li­sche Herz­in­suf­fi­zienz erst ab NYHA IV


[1] Ste­phan Witte „Pro­dukt-Check. All­safe lavida – eine neue Funk­ti­ons­in­va­li­di­täts­ver­si­che­rung aus dem

Hause Kon­zept & Mar­ke­ting. Ver­glei­chende Posi­tio­nie­rung im Markt.“ in „Risiko & Vor­sorge“ Aus­gabe 04/2015, S. 8–9. Auf­zu­rufen unter Aus­gabe 04.2015 von „Risiko & Vor­sorge, zuletzt auf­ge­rufen am 07.10.2022.

[2] Ste­phan Witte „Pro­dukt-Check. All­safe lavida – eine neue Funk­ti­ons­in­va­li­di­täts­ver­si­che­rung aus dem

Hause Kon­zept & Mar­ke­ting. Ver­glei­chende Posi­tio­nie­rung im Markt.“ in „Risiko & Vor­sorge“ Aus­gabe 04/2015, S. 9. Auf­zu­rufen unter Aus­gabe 04.2015 von „Risiko & Vor­sorge, zuletzt auf­ge­rufen am 07.10.2022.

[3] „Steife Herz­kammer? Dia­sto­li­sche Herz­in­suf­fi­zienz ver­stehen“ auf „rat​geber​-herz​in​suf​fi​zienz​.de“. Auf­zu­rufen unter https://​www​.rat​geber​-herz​in​suf​fi​zienz​.de/​h​e​r​z​i​n​s​u​f​f​i​z​i​e​n​z​/​f​o​r​m​e​n​/​d​i​a​s​t​o​l​i​s​c​h​e​-​h​e​r​z​i​n​s​u​f​f​i​z​i​e​n​z​#​d​e​f​i​n​i​t​ion, zuletzt auf­ge­rufen am 30.09.2022.

[4] „“Böses Blut” – Blut­trans­fu­sionen mit Risiken? Das “Hor­ror­ka­bi­nett” der Blut­spende“ auf „natur​heilt​.com“ vom 04.05.2015. Auf­zu­rufen unter https://​natur​heilt​.com/​b​l​o​g​/​b​o​e​s​e​s​-​b​l​u​t​-​b​l​u​t​t​r​a​n​s​f​u​s​i​o​n​e​n​-​m​i​t​-​r​i​s​i​k​en/, zuletzt auf­ge­rufen am 06.10.2022.

[5] Deut­sche Gesell­schaft für Trans­fu­si­ons­me­dizin und Immun­hä­ma­to­logie „Stel­lung­nahme der Sek­tion «Trans­plan­ta­tion und Zell­the­rapie» zur Trans­plan­ta­tion häma­to­poe­ti­scher Stamm­zellen mit Blut­grup­pen­dif­fe­renz“ auf „Society Bul­le­tins“ (Transfus Med Hemo­ther 2004;31:56–60). Auf­zu­rufen unter https://​www​.karger​.com/​A​r​t​i​c​l​e​/​P​d​f​/​7​6​989, zuletzt auf­ge­rufen am 06.10.2022.

[6] Vgl. Dr. Dr. Erwin Strobel und Prof. Dr. Dr. h.c. Wolf­gang Schramm „Blut­grup­pen­kom­pa­tible Aus­wahl der Blut­pro­dukte“ auf „Baye­ri­sches Ärz­te­blatt 10/2003“, S. 484–486. Auf­zu­rufen unter https://​www​.baye​ri​sches​-aerz​te​blatt​.de/​f​i​l​e​a​d​m​i​n​/​a​e​r​z​t​e​b​l​a​t​t​/​a​u​s​g​a​b​e​n​/​2​0​0​3​/​1​0​/​e​i​n​z​e​l​p​d​f​/​4​8​3​_​4​8​6​_​1​0​_​0​3​.​pdf, zuletzt auf­ge­rufen am 06.10.2022.

[7] Vgl. z. B. „SERIOUS: Stan­ford Study Finds Cyto­toxic Spike Pro­tein Level in Vac­ci­nees “Over­laps with the Range of Spike Antigen… in… Acute Infec­tion!”“ auf „news​recue​.com“ vom 11.04.2022. Auf­zu­rufen unter https://​news​rescue​.com/​s​t​a​n​f​o​r​d​-​s​t​u​d​y​-​f​i​n​d​s​-​c​y​t​o​t​o​x​i​c​-​s​p​i​k​e​-​p​r​o​t​e​i​n​-​l​e​v​e​l​-​i​n​-​v​a​c​c​i​n​e​e​s​-​o​v​e​r​l​a​p​s​-​w​i​t​h​-​t​h​e​-​r​a​n​g​e​-​o​f​-​s​p​i​k​e​-​a​n​t​i​g​e​n​-​i​n​-​a​c​u​t​e​-​i​n​f​e​c​t​i​on/, zuletzt auf­ge­rufen am 06.10.2022.

[8] Stew Peters „Blut­trans­fu­sion – ein Tro­ja­ni­sches Pferd für Unge­impfte?!“ auf „https://t.me“ vom 20.03.2022. Auf­zu­rufen unter https://t.me/coronawahrheit/8940

[9] Japan Red Cross „Japan For­bids Blood Dona­tions by Covid-19 Injec­tion Reci­pi­ents” auf „home​.solari​.com” vom 02.04.2021. Auf­zu­rufen unter https://​home​.solari​.com/​j​a​p​a​n​-​f​o​r​b​i​d​s​-​b​l​o​o​d​-​d​o​n​a​t​i​o​n​-​b​y​-​c​o​v​i​d​-​1​9​-​r​e​c​i​p​i​e​n​ts/, zuletzt auf­ge­rufen am 06.10.2022.

[10] Vgl. z. B. Neu­haus Kai-Jochen „Die vor­ver­trag­liche Anzei­ge­pflicht­ver­let­zung in Recht und Praxis“. Karls­ruhe (Verlag Ver­si­che­rungs­wirt­schaft), 2014, ins­be­son­dere S. 58−59172−173,233, 246. Hier spe­ziell S. 233: „Schuld­loses Han­deln ist grund­sätz­lich nicht sank­tio­niert. Eine Aus­nahme macht § 19 Abs. 4 VVG, indem auch bei einer schuld­losen Anzei­ge­pflicht­ver­let­zung eine Ver­trags­an­pas­sung mög­lich ist (strittig).“

[11] Juris­tisch findet sich den Hin­weis auf die auch für die Unfall­ver­si­che­rung gel­tende Scha­den­min­de­rungs­pflicht bei­spiels­weise in der 4. Auf­lage des Unfall­kom­men­tars von Grimm auf S. 157 und 166 (2 19, 2 31) sowie S. 302 (7 6) aus­führ­li­cher beschrieben und begründet. Im spe­zi­ellen Teil des VVG für die Unfall­ver­si­che­rung (Kapitel) ist aller­dings im § 184 VVG gere­gelt, dass die §§ 82 und 83 sind auf die Unfall­ver­si­che­rung nicht anzu­wenden seien

[12] Siehe hierzu Ste­phan Witte „Tarifana­lyse: Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung der Allianz (Stand 10.2019 bzw. 07.2020)“ auf „cri​tical​-news​.de“ vom 28.09.2022. Auf­zu­rufen unter https://​cri​tical​-news​.de/​t​a​r​i​f​a​n​a​l​y​s​e​_​w​o​h​n​g​e​b​a​e​u​d​e​_​a​l​l​i​a​n​z​_​2​0​2​0​-​07/, zuletzt auf­ge­rufen am 06.10.2022.

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