Die Kfz-Ver­si­che­rung der uni­Versa
Lösungen für Elektro- und Hybridfahrzeuge?

Zum 01.04.2021 hat die uni­Versa ihren Kfz-Tarif aktua­li­siert. Der Basis­schutz wird unter dem Namen FLEXX­drive (Tarif U2021) ange­boten. Laut Pres­se­mit­tei­lung des Ver­si­che­rers vom 06.04.2021 sei das Prä­mi­en­ni­veau stabil geblieben.

Der Tarif kann optional um fol­gende Bau­steine erwei­tert werden:

  • Teil­kasko
  • Voll­kasko
  • Mit­ver­si­che­rung von Spe­zi­al­auf­bauten (z. B. Kran‑, Tank‑, Silo‑, Kühl- und Ther­mo­auf­bauten) und Spe­zi­al­ein­rich­tungen (z. B. für Werk­statt­wagen, Mess­fahr­zeuge, Krankenwagen)
  • Mit­ver­si­che­rung von zuge­las­senen Ver­än­de­rungen an Fahr­werk, Trieb­werk, Aus­puff, Innen­raum oder Karos­serie (Tuning), die der Stei­ge­rung der Motor­leis­tung, des Motor­dreh­mo­ments, der Ver­än­de­rung des Fahr­ver­hal­tens dienen oder zu einer Wert­stei­ge­rung des Fahr­zeugs führen
© 2021 Cri­tical News — Elek­tro­mo­bi­lität für Einzelne
  • Werk­statt-Ser­vice“ (Werk­statt­bin­dung; Rabatt von 15 Pro­zent auf die Tarifprämie)
  • Rabatt­schutz (nur für Pkw)
  • Fah­rer­schutz (nur für Pkw und Wohn­mo­bile; Zuschlag von 10 Pro­zent auf die Tarifprämie)
  • Aus­lands­scha­den­schutz (nur für Pkw, Kraft­räder und Wohnmobile)
  • GAP-Deckung (nur für kre­dit­fi­nan­ziere und geleaste Pkw und Lieferwagen)
  • Kfz-Schutz­brief (nur für Pkw und Kräder)

Als Deckungs­summen stehen wahl­weise 100 Mil­lionen Euro für Personen‑, Sach- und Ver­mö­gens­schäden, maximal jedoch 15 Mio. Euro je geschä­digter Person oder die gesetz­li­chen Min­dest­ver­si­che­rungs­summen (7,5 Mio. Euro für Personen‑, 1,12 Mio. Euro für Sach- und 50.000 Euro für Ver­mö­gens­schäden) zur Verfügung.

Weit­ge­hend übliche Rabattmerkmale

Rabatt­merk­male sind:

  • Elektro-Pkw (Nach­lass von 10 Pro­zent. Dies gilt nicht für Hybridfahrzeuge)
  • Jähr­liche Fahrleistung
  • Fah­rer­kreis und etwaige häus­liche Gemein­schaft der berech­tigten Fahrer
  • Fahr­zeug­alter
  • Ver­si­che­rungs­nehmer als Eigen­tümer von selbst­be­wohnten Ein‑, Zwei- oder Drei­fa­mi­li­en­häu­sern sowie von Wohnungen
  • Alter der Fahr­zeug­nutzer (Zuschlag für Fahr­zeug­nutzer unter 23 Jahren)
  • Beglei­tetes Fahren unter 18 Jahren bei­trags­frei und bis 20 Jahren beitragsreduziert
  • 15 Pro­zent Nach­lass bei Ver­ein­ba­rung des „Werk­statt-Ser­vice“

Einen sepa­raten Raten­zah­lungs­zu­schlag bei unter­jäh­riger Zahl­weise gibt es bei der uni­Versa schon seit einigen Jahren nicht mehr. Statt­dessen habe man

„ein Abschlags­ver­fahren, wel­ches in den Prä­mien bereits ent­halten ist und dem indi­vi­du­elle kal­ku­la­to­ri­sche Ansätze zu Grunde liegen.“

In seinen Ver­triebs­un­ter­lagen wirbt der Ver­si­cherer damit, dass eine hin­ter­legte Scha­den­frei­heits­klasse (SFR) bis zu zehn Jahre erhalten bleibe und die Frist für eine Über­tra­gung des Scha­den­frei­heits­ra­batts von Dritten auf den Ver­si­che­rungs­nehmer eben­falls auf zehn Jahre ver­län­gert worden sei. Dabei gäbe es 

„keine Ein­schrän­kung auf engste Fami­li­en­an­ge­hö­rige sowie Ver­zicht auf Ein­rei­chung einer Kopie der Sterbeurkunde“.

Sofern die Eltern bereits bei der uni­Versa ver­si­chert sind, können Fahr­an­fänger hier eine Ein­stu­fung in die Scha­den­frei­heits­klasse 1 erlangen.

Leis­tungs­up­dates von der uni­Versa kurz zusammengefasst

Der Ver­si­cherer selbst fasst die wich­tigsten Leis­tungs­ver­bes­se­rungen in seiner Pres­se­mit­tei­lung vom 06.04.2021 wie folgt zusammen:

„Ein Schwer­punkt bei den Leis­tungs­ver­bes­se­rungen des neuen Kfz-Tarifes liegt beim Ver­si­che­rungs­schutz für Elektro- und Hybrid-Fahr­zeuge. Neben dem Akku sind neu­er­dings beim Lade­vor­gang auch Über­span­nungs­schäden durch Blitz­schlag sowie Dieb­stahl der Lade­kabel und des Adap­ters mit­ver­si­chert. Ebenso Fol­ge­schäden, die durch einen Kurz­schluss an der Ver­ka­be­lung ent­stehen. Für Elektro-Pkw wird zudem ein zehn­pro­zen­tiger Bei­trags­nach­lass gewährt. 

Ver­bes­serte und neue Leistungen 

Die Ent­schä­di­gungs­leis­tung für Eigen­schäden wurde im neuen Tarif auf 100.000 Euro ver­dop­pelt. Werk­seitig ver­baute Fahr­zeug- und Zube­hör­teile sind jetzt ohne Zuschlag unbe­grenzt mit­ver­si­chert (bisher bis 10.000 Euro). Bei Tier­bissen wird der Fol­ge­schaden bis 10.000 Euro (vorher 3.000 Euro) über­nommen. Bei einem Total­schaden ist eine Neu- und Kauf­preis­ent­schä­di­gung bis zu 24 Monate (bisher 1218 Monate) ent­halten. Zudem werden anfal­lende Zulas­sungs- und Über­füh­rungs­kosten über­nommen. Neu auf­ge­nommen wurden Smart-Repair-Klein­schäden bis 200 Euro, die einmal pro Ver­si­che­rungs­jahr in Anspruch genommen werden können. Damit lassen sich kleine Schäden wie Dellen oder Kratzer besei­tigen, ohne dass dies zu einer prä­mi­en­stei­gernden Höher­stu­fung in der Voll­kas­ko­ver­si­che­rung führt. Bei einem Dieb­stahl oder Raub des Fahr­zeug­schlüs­sels werden jetzt auch die Kosten für den Aus­tausch der Schlösser und die Neu­co­die­rung bezahlt.

Scha­den­freies Fahren wird länger belohnt 

Scha­den­freies Fahren wird im neuen Kfz-Tarif länger belohnt: Bei Pkw bis zu 50 Jahren (vorher 45) und bei Leicht­kraft­rä­dern bis zu 20 Jahren (vorher 3). Die Frist zur Über­tra­gung des Scha­den­frei­heits­ra­battes auf einen anderen Ver­si­che­rungs­nehmer wurde von 18 Monaten auf zehn Jahre aus­ge­dehnt. Damit bleibt der Scha­den­frei­heits­ra­batt für eine Über­tra­gung länger erhalten. Über ein Bau­stein­kon­zept lässt sich der Ver­si­che­rungs­schutz indi­vi­duell zusam­men­stellen und erwei­tern. Hierzu bietet die uni­Versa sechs Leis­tungs­bau­steine für Aus­land­scha­den­schutz, Fah­rer­schutz, Kfz-Schutz­brief, Werk­statt­ser­vice, Rabatt­schutz und eine GAP-Deckung für Lea­sing­fahr­zeuge und kre­dit­fi­nan­zierte Fahr­zeuge an.“

Aus­ge­wählte Vor­teile des Tarifs FLEXX drive der uniVersa

  • Ein­schluss von Fah­rer­schutz unab­hängig vom Alter des ver­si­cherten Fahrers
  • Bei einem durch Rabatt­schutz geschützten Schäden im Jahr nach einem Schaden Wei­ter­stu­fung der Scha­den­frei­heits­klasse (Bei­spiel: Schaden im Jahre 2021. Nächste Wei­ter­stu­fung in der Scha­den­frei­heits­klasse bereits 2022 und nicht wie bei vielen Wett­be­wer­bern erst 2023)
  • Im Rahmen der Voll­kas­ko­ver­si­che­rung mit­ver­si­chert sind „Schäden durch mut- oder bös­wil­lige Hand­lungen eines unmit­telbar gegen Ihr Fahr­zeug gerich­teten Hacker­an­griffes (z.B. Mani­pu­la­tion der Fahr­zeug­soft­ware). Nicht als unmit­tel­barer Angriff gilt, wenn ein Hacker den Server oder die digi­tale Platt­form eines mit Ihrem Fahr­zeug kom­mu­ni­zie­renden Unter­neh­mens angreift (z.B. Hacker­an­griff gegen den Server des Fahr­zeug­her­stel­lers). Dies gilt auch dann, wenn sich der Angriff mit­telbar auf die Funk­tion Ihres Fahr­zeuges aus­wirkt. Auch Pro­gram­mier- und War­tungs­fehler des Her­stel­lers sind nicht versichert.“
  • Kurz­schluss­schäden an der Ver­ka­be­lung des Fahr­zeugs sind im Rahmen der Teil­kas­ko­ver­si­che­rung ver­si­chert, für Fol­ge­schäden (z.B. an Licht­ma­schine oder Anlasser) jedoch maximal 3.000 Euro.
  • Mit­ver­si­chert sind im Rahmen der Teil­kas­ko­de­ckung Fol­ge­schäden durch Tier­biss an Kabeln, Schläu­chen, Lei­tungen, Dämm­matten und Achs­man­schetten (also nicht im Fahr­zeu­g­in­nen­raum) bis maximal 10.000 Euro. „Guter Rat“ zufolge gelte bezogen auf Elek­tro­autos:

„Wichtig ist auch eine unbe­grenzte Erstat­tung von Tier­biss- und Kurz­schluss­fol­ge­schäden. Marder nagen sehr erfolg­reich Elek­tro­lei­tungen an. Die Folgen machen sich oft erst später bemerkbar. Sie können oft Kurz­schluss-Aus­löser sein.“[1]

Im Ein­zel­fall können die Kosten für den Aus­tausch der Bat­terie eines Elek­tro­autos zwi­schen etwa 3.000 und 15.000 Euro inklu­sive Ein­bau­kosten schwanken.[2]

  • Bei Ein­schluss einer Kas­ko­de­ckung für Pkw Kauf­preis- bzw. Neu­preis­ent­schä­di­gung bis 24 Monate ab Erst­zu­las­sung. Das ver­si­cherte Fahr­zeug darf im Rahmen der Kauf­preis­ent­schä­di­gung „ab Erst­zu­las­sung zum Zeit­punkt des Ver­trags­be­ginns nicht älter als 60 Monate“ sein.
  • Weit­ge­hender Ver­zicht auf Kür­zung der Leis­tung bei grob fahr­läs­siger Her­bei­füh­rung des Ver­si­che­rungs­falles im Rahmen der Kaskodeckung
  • Mit­ver­si­chert ist im Rahmen der Teil­kas­ko­ver­si­che­rung die Ent­wen­dung des Ladekabels/Adapters von Hybrid-/Elektro-Pkw, wenn unter Ver­schluss im Fahr­zeug bzw. beim Ladevorgang
  • Im Rahmen der Teil­kas­ko­ver­si­che­rung Ein­schluss von Über­span­nungs­schäden durch Blitz­schlag z. B. beim Lade­vor­gang von Hybrid-/Elektro-Pkw. Daraus resul­tie­rende Umwelt­schäden nach dem Umwelt­scha­den­ge­setz auf dem eigenen Grund und Boden wäh­rend des Lade­vor­gangs (also außer­halb des Fahr­zeug­ge­brauchs) fallen somit nicht unter den Versicherungsschutz.
  • Kos­ten­freie Mit­ver­si­che­rung von Son­der­aus­stat­tung, dies bezogen auf werks­seitig fest im Fahr­zeug ein­ge­baute oder fest am Fahr­zeug ange­baute Fahr­zeug­teile und Fahr­zeug­zu­behör (z. B. Mul­ti­me­dia­sys­teme oder Spoiler). Dies umfasst bei Elektro- und Hybrid­fahr­zeugen auch fest ein­ge­baute Akkus. Gene­rell gehören auch sons­tige Lade­kabel und dazu­ge­hö­rige Akkus zu den ver­si­cherten Sachen, wenn diese unter Ver­schluss im Fahr­zeug ver­wahrt werden oder es zu einem ver­si­cherten Schaden wäh­rend des Lade­vor­gangs kommt. Fest ein­ge­baute Son­der­aus­stat­tung ist bis maximal 10.000 Euro mit­ver­si­chert. Bis zu dieser Höhe wird auf einen Abzug wegen Unter­ver­si­che­rung ver­zichtet. Nicht zu den ver­si­cherten Sachen gehören Wal-Boxen von Elektro- und Hybrid­fahr­zeugen. Es ist emp­feh­lens­wert eine etwaige Mit­ver­si­che­rung im Rahmen der Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung zu überprüfen.
  • Im Rahmen der Teil­kas­ko­ver­si­che­rung Smart-Repair bei Klein­schäden (Park­scha­den­schutz) bis 200 Euro mit 50 Euro Selbst­be­halt bei Nut­zung des Smart-Repair-Ver­fah­rens. Maximal ein Schaden pro Jahr

Aus­ge­wählte Ein­schrän­kungen des Tarifs FLEXX drive der uniVersa

  • Feh­lende bedin­gungs­sei­tige Garantie, dass nicht zum Nach­teil des Ver­si­che­rungs­neh­mers von den unver­bind­li­chen Mus­ter­be­din­gungen des GDV abge­wi­chen wird (GDV-Garantie). Der Ver­si­cherer äußert sich hierzu wie folgt:

„Grund­sätz­lich richten wir uns an den GDV-Mus­ter­be­din­gungen aus. Alle Bestand­teile, die die aktu­ellen GDV-Mus­ter­be­din­gungen beinhalten, sind in unseren AKB ver­an­kert. Unser Leis­tungs­ni­veau ist jedoch deut­lich höher.“

  • Feh­lende Garantie, dass nicht zum Nach­teil des Ver­si­che­rungs­neh­mers von den unver­bind­li­chen Emp­feh­lungen des Arbeits­kreises Bera­tungs­pro­zesse abge­wi­chen wird (Arbeits­kreis-Garantie)
  • Feh­lende Inno­va­ti­ons­klausel (Leis­tungs-Update-Garantie) für bei­trags­freie Leistungsverbesserungen
  • Kein Ein­schluss einer Best-Leis­tungs-Garantie
  • Optio­naler Ein­schluss des Rabatt­schutzes für Pkw ab SFR 5. Ver­si­chert gilt für maximal einen Schaden pro Jahr. Ver­si­che­rungs­schutz besteht nur für Fahrer, die älter als 23 Jahre alt sind. Hierzu äußert sich die uni­Versa wie folgt:

„Vor­teil dieses Modells: Besteht der Fah­rer­kreis aus Vater, Mutter und Kind, bleibt der Rabatt­schutz Ver­trags­be­stand­teil und greift, wenn Vater oder Mutter einen Unfall ver­ur­sacht haben. Bei anderen VU’s wird der Rabatt­schutz aus dem Ver­trag ent­fernt, wenn der Fah­rer­kreis zu jung ist.“

  • Keine Mit­ver­si­che­rung von Schäden durch unbe­nannte Gefahren (z.B. plötz­li­ches Auf­schlagen der Motor­haube wäh­rend einer Fahrt, die dann gegen das Fahr­zeug­dach schlägt; Ladung gerät durch Erschüt­te­rung in Bewe­gung und beschä­digt das Fahrzeug)
  • Bei­trags­freier Ein­schluss einer Mal­lor­ca­de­ckung (Mietsach­scha­den­de­ckung im Aus­land) für Aus­lands­auf­ent­halte bis maximal 6 Monate, aller­dings Ent­fall des Ver­si­che­rungs­schutzes für Fahrer vor Voll­endung des 23. Lebensjahres
  • Schmer­zens­geld im Rahmen des Fah­rer­schutzes mit­ver­si­chert, aber nur wenn ein ver­si­cherter Unfall zu einem „unun­ter­bro­chenen Kran­ken­haus­auf­ent­halt von min­des­tens 5 Tagen“ geführt haben sollte
  • Keine Mit­ver­si­che­rung von Brems‑, Bruch- und Betriebs­schäden (z.B. durch sich lösende Schnee­kette Schaden am Kot­flügel oder Achs­bruch beim Fahren durch ein tiefes Schlag­loch) oder auch Verwindungsschäden
  • Kein Ver­zicht auf Abzug „neu für alt“. Für Elektro- und Hybrid­fahr­zeuge gilt ausdrücklich:

„Muss ein alter Akku­mu­lator durch einen neuen ersetzt werden, ziehen wir vom Kauf­preis für jedes Betriebs­jahr des Akku­mu­la­tors einen Abzug „neu für alt“ in Höhe von 10 % ab.“

  • Aus­land­scha­den­schutz­ver­si­che­rung (Aus­lands­schutz) besteht in der Euro­päi­schen Union – ohne das Gebiet der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land – sowie in Andorra, Groß­bri­tan­nien, Island, Liech­ten­stein, Monaco, Nor­wegen, San Marino, Schweiz und Vati­kan­stadt. Es fehlen also gegen­über dem sons­tigen Gel­tungs­be­reich Alba­nien, Arme­nien, Aser­bai­dschan, Bos­nien und Her­ze­go­wina, Geor­gien, der Kosovo, Mol­da­wien, der euro­päi­sche Teil der Türkei und Russ­lands, die Ukraine sowie Weißrussland.
  • Kein optio­naler Ein­schluss eines Ver­kehrs­rechts­schutzes im Rahmen der Kfz-Versicherung.
  • Keine Mit­ver­si­che­rung des Dieb­stahls von mobilen Navi­ga­ti­ons­ge­räten aus ver­schlos­senen Kfz
  • Keine Mit­ver­si­che­rung von Ele­men­tar­schäden durch Erd­rutsch oder Stein­schlag (ggf. im Ein­zel­fall im Rahmen Muren­de­fi­ni­tion) an der Karos­serie. Ver­si­chert sind jedoch im Rahmen der Kas­ko­de­ckung Bruch­schäden an der Ver­gla­sung des Fahr­zeugs. Zusätz­lich werden 50 Euro für auf der Scheibe befind­li­chen Umwelt­pla­ketten und einer gül­tigen Stra­ßen­be­nut­zungs­vi­gnette  bei Schei­ben­aus­tausch sowie die Kosten für die Rei­ni­gung des Innen­raums über­nommen. Das Unter­nehmen ver­weist auf die ihres Erach­tens nach sehr umfas­sende Elementarschadendeckung:

„A.2.2.1.3 Ver­si­chert ist die unmit­tel­bare Ein­wir­kung von Sturm, Hagel, Blitz­schlag, Über­schwem­mung, Erd­beben, Erd­sen­kung, Erd­rutsch, Muren, Lawinen, Schnee­druck oder Vul­kan­aus­bruch auf das Fahr­zeug. Als Sturm gilt eine wet­ter­be­dingte Luft­be­we­gung von min­des­tens Wind­stärke 8. Zu den Lawinen zählen an Berg­hängen nie­der­ge­hende Schnee- und Eis­massen sowie Dach­la­winen. Erd­beben sind natur­be­dingte Erschüt­te­rungen des Erd­bo­dens, die durch geo­phy­si­ka­li­sche Vor­gänge im Erd­in­neren aus­ge­löst werden. Ein Erd­rutsch ist ein natur­be­dingtes Abrut­schen oder Abstürzen von Gestein- und Erd­massen von Berg­hängen. Eine Mure ist ein natur­be­dingter Abgang von Geröll, Schlamm und Gesteins­massen an Abhängen. […]“

  • Keine erwei­terte Mit­ver­si­che­rung von Schäden durch Unter­schla­gung
  • Kein Kos­ten­über­nahme für scha­den­be­dingten Treib­stoff­er­satz in Teil- und Vollkasko
  • Keine Mit­ver­si­che­rung von Schäden durch Nut­zung einer auto­ma­ti­schen Por­tal­wasch­an­lage / Auto­wasch­straße im Rahmen der Teilkaskoversicherung
  • Keine Mit­ver­si­che­rung von Betriebs­schäden an Motor und Getrieben (Motor­scha­den­de­ckung)
  • Kein Ein­schluss einer Schlin­ger­de­ckung (Schäden im Rahmen einer Kas­ko­de­ckung, die am zie­henden Fahr­zeug durch einen Anhänger ohne Ein­wir­kung von außen geschehen). Siehe Ziffer A.2.2.2.2
  • Kein Ver­si­che­rungs­schutz für Dieb­stahl von Haus­rat­ge­gen­ständen aus KFZ
  • Nicht ver­si­chert für Elektro- und Hybrid­fahr­zeuge sind Schäden durch all­mäh­liche Ein­wir­kung oder durch den gewöhn­li­chen Alte­rungs­pro­zess (z. B. Leis­tungs­min­de­rung bei ord­nungs­ge­mäßem Gebrauch), durch Kon­struk­tions- und/oder Mate­ri­al­fehler des Her­stel­lers sowie solche, die durch che­mi­sche Reak­tionen (z. B. Oxi­da­tion) ent­standen sind.
  • Mit­ver­si­chert sind Umwelt­schäden bis 5 Mil­lionen Euro (max. 10 Mil­lionen Euro pro Jahr). Für Elektro- und Hybrid­fahr­zeuge, die sich nicht im Gebrauch befinden (z.B. wäh­rend eines Lade­vor­gangs), besteht kein Ver­si­che­rungs­schutz im Rahmen der Umwelt­scha­den­de­ckung. Im Ein­zel­fall kann Ver­si­che­rungs­schutz für Schäden an Dritten aus der Betriebs­ge­fahr des Fahr­zeugs bestehen. Die Eigen­scha­den­de­ckung der uni­Versa (100.000 Euro mit 500 Euro Selbst­be­halt) greift nicht für Schäden am eigenen Grund und Boden des Ver­si­che­rungs­neh­mers, da auch diese nur wäh­rend des Fahr­zeug­ge­brauchs gilt. Inso­fern sind Eigen­schäden am eigenen Grund und Boden des Ver­si­che­rungs­neh­mers weder im Rahmen der Umwelt­scha­den­de­ckung noch im Rahmen der Eigen­scha­den­de­ckung ver­si­chert (z.B. Brand­schaden mit anschlie­ßender Dekon­ta­mi­nie­rung von Grund und Boden infolge eines Lade­vor­gangs). Hierfür wäre im Ein­zel­fall zu prüfen, inwie­fern Ver­si­che­rungs­schutz für Schäden am eigenen Grund und Boden im Rahmen einer sons­tigen Haft­pflicht­ver­si­che­rung (Privat‑, Haus- und Grund­be­sitzer- bzw. Betriebs­haft­pflicht­ver­si­che­rung) besteht. Dabei sollte unbe­dingt nach den Besitz­ver­hält­nissen (z.B. Ver­si­che­rungs­nehmer als Eigen­tümer eines E‑Autos, Ehe­partner als Eigen­tümer des Wohn­ge­bäudes sowie Erben­ge­mein­schaft als Eigen­tümer einer Pho­to­vol­ta­ik­an­lage) gefragt werden, um opti­malen Ver­si­che­rungs­schutz zu realisieren.
  • Keine Mit­ver­si­che­rung von Schäden durch Strom­schwan­kungen. Diese Leis­tung kann für Elektro- und Hybrid­fahr­zeuge rele­vant sein; dies gilt ins­be­son­dere, wenn der Ver­si­che­rungs­nehmer Eigen­tümer einer eigenen Pho­to­vol­ta­ik­an­lage ist. Das Fahr­zeug kann durch die Wal-Box sowohl durch das nor­male Strom­netz, eine alter­na­tive Strom­quelle (z.B. Solar­strom) oder einen Strom­spei­cher geladen werden. Durch den zwi­schen­zeit­li­chen Wechsel der Strom­zu­fuhr kann es zu Strom­schwan­kungen kommen. Ähn­liche Gefahren birgt das Laden von E‑Autos an öffent­li­chen Ladesäulen.
  • Kein Ver­si­che­rungs­schutz für Schäden durch fal­sches Laden von Elektro- und Hybridfahrzeugen
  • Kein Ver­si­che­rungs­schutz für das Abschleppen von Elektro- und Hybrid­fahr­zeugen bei leerer Bat­terie im Rahmen der ver­si­cherten Schutzbriefleistungen
  • Keine Mit­ver­si­che­rung der Kosten für die Ent­sor­gung der Bat­te­rien von Elektro- und Hybridfahrzeugen.
  • Mög­lich­keit des Scha­den­rück­kaufs in der Kfz-Haft­pflicht- und Voll­kas­ko­de­ckung nur bei Schäden bis maximal 500 Euro

[1] Ilona Her­mann „E‑Auto: Beson­der­heiten beim Ver­si­che­rungs­schutz“ auf „guter​-rat​.de“ vom 05.07.2020. Auf­zu­rufen unter https://​www​.guter​-rat​.de/​m​a​g​a​z​i​n​/​f​i​n​a​n​z​e​n​-​v​e​r​s​i​c​h​e​r​u​n​g​e​n​/​v​e​r​s​i​c​h​e​r​u​n​g​s​s​c​h​u​t​z​-​b​e​i​m​-​e​-​a​u​t​o​-​416, zuletzt auf­ge­rufen am 08.04.2021

[2] Siehe hierzu z.B. Gerd Steg­maier „Kos­ten­ri­siko Bat­terie beim Elek­tro­auto Akku-Repa­ratur – nicht teurer als ein Turbo-Tausch“ auf „auto​-motor​-und​-sport​.de“ vom 19.03.2021. Auf­zu­rufen unter https://​www​.auto​-motor​-und​-sport​.de/​t​e​c​h​-​z​u​k​u​n​f​t​/​e​l​e​k​t​r​o​-​a​u​t​o​-​g​e​b​r​a​u​c​h​t​-​k​o​s​t​e​n​r​i​s​i​k​o​-​b​a​t​t​e​r​i​e​-​g​a​r​a​n​t​ie/, zuletzt auf­ge­rufen am 08.04.2021

Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
0 Comments
Interne Rückmeldungen
Alle Kommentare anzeigen