Kurz­check: Hun­de­ope­ra­ti­ons­kos­ten­ver­si­che­rung der Balunos

Balunos – die digi­tale Hun­de­ver­si­che­rung, eine Marke der ias Inter­na­tio­nale Asse­ku­ranz Ser­vice GmbH, bietet digital eine Hun­de­ope­ra­ti­ons­kos­ten­ver­si­che­rung mit den Tarifen Bronze, Silber und Gold an. Die ias bietet ihre Pro­dukte sowohl – wie im Fall von Balunos – als Zeich­nungs­stelle eines Ver­si­che­rers als auch als Makler an[1]. Risi­ko­träger von Balunos ist die Spar­kassen-Ver­si­che­rung Sachsen, die durch die ias ver­treten wird. Die aktu­elle Tarif­ge­nera­tion trägt den Bedin­gungs­stand 01.11.2020.

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Alle drei Tarife leisten für unfall- oder krank­heits­be­dingte Ope­ra­tionen, wobei in den Tarifen „Bronze“ bzw. „Silber“ eine Begren­zung auf 4.000 bzw.  7.500 Euro pro Ver­si­che­rungs­fall besteht.

Ver­si­che­rungs­schutz kann bei Balunos zunächst auch ohne Iden­ti­fi­ka­ti­ons­nummer (Chip­nummer) bean­tragt werden:

„Du kannst auch ohne Ein­gabe der Chip/Tätowierungsnummer ver­si­chern, spä­tes­tens jedoch beim ersten Ver­si­che­rungs­fall musst du uns eine Chip­nummer bekannt geben.“

Dieser Umstand wird in den Bedin­gungen noch einmal aus­drück­lich klargestellt.

Zwin­gend erfor­der­lich für die Bean­tra­gung von Ver­si­che­rungs­schutz sind jedoch Angaben zum Gesund­heits­zu­stand:

Quelle: https://​balunos​.com/​h​u​n​d​e​-​o​p​-​v​e​r​s​i​c​h​e​r​u​n​g​-​a​n​t​r​a​g​s​f​o​r​m​u​l​a​r​/​?​v​a​r​i​a​n​t​e​=​G​OLD, zuletzt auf­ge­rufen am 24.08.2021

Die Gesund­heits­fragen sind dabei unab­hängig vom kon­kret gewählten Tarif. Ver­si­che­rungs­fähig sind dabei laut Ange­bots­rechner nur Hunde, die als „gesund“ bestä­tigt werden können:

Quelle: https://​balunos​.com/​h​u​n​d​e​-​o​p​-​v​e​r​s​i​c​h​e​r​u​n​g​-​a​n​t​r​a​g​s​f​o​r​m​u​l​a​r​/​?​v​a​r​i​a​n​t​e​=​G​OLD, Stand 24.08.2021

In den FAQ heißt es abweichend:

Quelle: https://​balunos​.com/​m​y​b​a​l​u​n​os/ vom 24.08.2021

War­te­zeit­zeiten in Abhän­gig­keit des Hundealters

Mit Aus­nahme von Unfällen besteht Ver­si­che­rungs­schutz erst nach Ablauf einer War­te­zeit:

„19.4 Die War­te­zeit für Ope­ra­tionen auf­grund von Erkran­kungen liegt bei einem Monat ab Ver­si­che­rungs­be­ginn; nach Voll­endung des 5. Lebens­jahres gilt bei Tumor­er­kran­kungen eine ver­län­gerte War­te­zeit von 6 Monaten. Die War­te­zeit für Ope­ra­tionen auf­grund von Erb­krank­heiten liegt bei 6 Monaten ab Ver­trags­be­ginn. Für Ope­ra­tionen auf­grund eines Unfalls besteht keine Wartezeit.“

Der Ver­si­che­rungs­schutz in allen Tarif­va­ri­anten besteht inner­halb Deutsch­lands und Öster­reichs im geo­gra­fi­schen Sinne, dar­über hinaus für vor­über­ge­hende Aus­lands­auf­ent­halte bis zu 12 Monate welt­weit.

Leis­tungen werden im Rahmen der Gebüh­ren­ord­nung für Tier­ärzte (GOT) in der jeweils aktu­ellen Fas­sung ohne Begren­zung erstattet, d. h. bis zum 3‑fachen Satz GOT, im Not­dienst auch mit Not­dienst­pau­schale nach § 3a GOT. Der Ver­si­cherer stellt hierzu auf seiner Web­site in den FAQ klar:

„Die GOT ist in Deutsch­land die Gebüh­ren­ord­nung für Tier­ärzte. Bei nor­malem Auf­wand dürfen die Medi­ziner den 1‑fachen GOT-Satz berechnen. Für Ope­ra­tionen oder kom­pli­zier­tere Behand­lungen, dürfen Tier­ärzte den 2‑fachen GOT-Satz berechnen. Um Deinem tie­ri­schen Weg­be­gleiter auch in kom­pli­zierten Fällen die best­mög­liche Behand­lung zu bieten, erstatten wir sogar Auf­wen­dungen bis zum 4‑fachen GOT-Satz.“

Inwie­fern im Aus­land die dort jeweils übli­chen Ver­gü­tungen erbracht werden oder ob auf die nach der deut­schen GOT gel­tenden Gebühren abge­stellt wird, ist in den Bedin­gungen nicht klargestellt.

Laut Ange­bots­rechner ver­si­che­rungs­fähig sind gesunde Hunde, die bei Ver­trags­be­ginn zwi­schen acht Wochen und acht Jahren alt sind.

Quelle: https://​balunos​.com/​h​u​n​d​e​-​o​p​-​v​e​r​s​i​c​h​e​r​u​n​g​-​a​n​t​r​a​g​s​f​o​r​m​u​l​a​r​/​?​v​a​r​i​a​n​t​e​=​B​R​O​NZE vom 24.08.2021

Laut Bedin­gungen gilt abweichend:

„Ver­si­chert sind die Hunde, die im Ver­si­che­rungs­ver­trag auf­ge­führt sind. Ver­si­che­rungs­schutz kann bean­tragt werden, für alle gesunden Tiere ab Beginn des 3. Lebens­mo­nats bis maximal zur Voll­endung des 8. Lebensjahres.“

Alters­ab­hän­gige Prämienstaffel

Der Bei­trag richtet sich nach dem Hun­de­alter bei Ver­trags­ab­schluss. Dabei gilt ein Zuschlag von 10 Pro­zent für Tiere ab 3 Jahren sowie wei­teren 10 Pro­zent ab einem Alter von 9 Jahren. Wäh­rend der Ver­trags­lauf­zeit kommt es zu alters­be­dingten Bei­trags­an­pas­sungen, sofern der Ver­si­che­rungs­schutz ab Voll­endung des 2. Lebens­jahres abge­schlossen wurde. Diese betragen jeweils 15 Pro­zent bei Errei­chen eines Alters von 5 Jahren bzw. 9 Jahren:

„12. Bei­trags­an­pas­sung auf­grund des Alters des Tieres

12.1 Der Tarif für das ver­si­cherte Tier wurde unter anderem nach dem Alter bei Ver­si­che­rungs­be­ginn ermit­telt. Ab einem Alter von über 2 und wieder ab einem Alter von über 8 Jahren ist ein Zuschlag von 10 % im Rahmen der Hun­de­un­fall­ver­si­che­rung ver­ein­bart. Um das fort­schrei­tende Alter der ver­si­cherten Tiere im Rahmen der OP-Kos­ten­ver­si­che­rung sowie den vete­ri­när­me­di­zi­ni­schen Fort­schritt berück­sich­tigen zu können, gilt ab einem Alter des ver­si­cherten Tieres von über 4 Jahren eine Bei­trags­an­pas­sung von 15%. Ab einem Alter von über 8 Jahren wird der Bei­trag im Rahmen der OP-Kos­ten­ver­si­che­rung eben­falls um 15% angepasst.

12.2 Abwei­chend von Ziffer 12.1. findet die alters­ab­hän­gige Bei­trags­an­pas­sung keine Anwen­dung, sofern der Ver­si­che­rungs­nehmer für das zu ver­si­chernde Tier – bis zur Voll­endung des 2. Lebens­jahres – doku­men­tierten Ver­si­che­rungs­schutz in der balunos Hunde-OP-Kos­ten­ver­si­che­rung oder balunos Hunde-Unfall­ver­si­che­rung nach­weisen kann.“

Der Ange­bots­rechner sieht wahl­weise eine monat­liche, vier­tel­jähr­liche, halb­jähr­liche oder jähr­liche Zahl­weise vor. Ein Raten­zah­lungs­zu­schlag ist nicht erkennbar. Bei der Zah­lung kann gewählt werden zwi­schen einem SEPA-Mandat oder Rech­nung.

Zur Prä­mien­re­du­zie­rung kommt die Ver­ein­ba­rung eines Selbst­be­haltes von 10 Pro­zent in Frage. Dieser Rabatt ist im Online­rechner vor­ein­ge­stellt und beträgt etwa 15 Prozent.

Gefähr­liche Hunde unversichert

Der Bei­trag richtet sich nach der Rasse und dem Alter des zu ver­si­chernden Tieres.  Bei Misch­lingen ist die jewei­lige Rasse der Mut­ter­tiere anzugeben:

„Bei unbe­kannten Rassen besteht kein Ver­si­che­rungs­schutz für das Halten von gefähr­li­chen Hunden/Kampfhunden (auch Kreu­zungen mit diesen), sowie Hunden, die auf­grund von Gesetzen und/oder Ver­ord­nungen einer Erlaub­nis­pflicht unter­liegen. (Anlage A der gel­tenden Vertragsgrundlagen)“

Aus­ge­schlos­sene Rassen sind u. a. Alano Español, Ame­rican Bulldog, Dober­mann, Mastiff, Pit­bull sowie Staf­fordshire Bullterrier.

Bei Ver­ein­ba­rung einer monat­li­chen Zah­lungs­weise und einer Ver­trags­lauf­zeit von einem Jahr beträgt der Bei­trag für einen rein­ras­sigen Labrador Retriever je nach Eintrittsalter:

AlterBronzeSilberGold
014,48 €19,43 €21,94 €
114,48 €19,43 €21,94 €
214,48 €19,43 €21,94 €
314,90 €19,45 €21,85 €
414,90 €19,45 €21,85 €
516,11 €20,76 €23,34 €
616,11 €20,76 €23,34 €
716,11 €20,76 €23,34 €
816,11 €20,76 €23,34 €

Bei­trags­vor­teil bei gleich­zeitig bestehender Bewegungsjagdversicherung

Bedin­gungen und Ange­bots­rechner treffen keine Unter­schei­dung, ob ein Hund privat als Haus­tier, als Jagd­hund, Wach­hund, Zucht­hündin, Blin­den­führ­hund, Ret­tungs­hund oder The­ra­pie­hund gehalten wird oder ob ein VDH-Hun­de­füh­rer­schein bzw. eine Begleit­hun­de­prü­fung bestanden wurde.

Ergän­zende Hun­de­hal­ter­haft­pflicht in den meisten Bun­des­län­dern Pflicht

Die Hun­de­kran­ken­ver­si­che­rung wird auf unbe­fris­tete Zeit geschlossen. Die Kün­di­gung kann mit Frist von drei Monaten zur jewei­ligen Haupt­fäl­lig­keit gekün­digt werden. Optional können eine Ver­trags­lauf­zeit von einem Jahr oder drei Jahren ver­ein­bart werden. In letz­terem Fall wird ein Lauf­zeit­nach­lass von 10 Pro­zent gewährt. Ein Ver­zicht auf das ordent­liche Kün­di­gungs­recht besteht nicht.

Dar­über hinaus gilt ein geson­dertes Kün­di­gungs­recht wäh­rend der War­te­zeit:

„Bei Erkran­kungen und Unfällen wäh­rend einer War­te­zeit kann der Ver­si­cherer den Ver­si­che­rungs­ver­trag inner­halb eines Monats nach Ein­gang der Anzeige mit sofor­tiger Wir­kung kün­digen. Das Kün­di­gungs­recht beschränkt sich auf das erkrankte Tier. Der Ver­si­cherer hat die auf das betrof­fene Tier ent­fal­lende Prämie zeit­an­teilig zurückzuzahlen.“

Die Haupt­fäl­lig­keit richtet sich nach dem Ver­si­che­rungs­be­ginn des Ver­trages. Das Ver­si­che­rungs­jahr weicht somit regel­mäßig vom Kalen­der­jahr ab.

Neben der Hun­de­kran­ken­ver­si­che­rung bietet die Balunos auch eine Hun­de­halter-Haft­pflicht­ver­si­che­rung sowie eine Hun­de­un­fall­ver­si­che­rung an.

Aus­ge­wählte Leis­tungen des Tarifs Gold von Balunos

  • Ver­si­che­rungs­schutz grund­sätz­lich bis zur Versicherungssumme
  • Freie Tier­arzt­wahl, hierzu aller­dings keine bedin­gungs­sei­tige Klarstellung.
  • Erstattet werden sub­si­diär Leis­tungen inner­halb der Gebüh­ren­ord­nung für Tier­ärzte (GOT), d. h. in Not­dienst­zeiten bis zum vier­fa­chen Satz. Dabei gilt:

„Ein Zeit­pro­blem des Tier­be­sit­zers stellt keinen Grund zur Behand­lung außer­halb der Pra­xis­zeiten dar. Der Tat­be­stand des Not­falls ist nachzuweisen“

  • Aus­drück­li­ches Recht des Ver­si­che­rungs­neh­mers auf Direkt­ab­rech­nung mit dem Tier­arzt. Eine Zusage der Kos­ten­über­nahme erfolgt grund­sätz­lich nach Prü­fung der ent­spre­chenden Tier­arzt­rech­nung. In Aus­nah­me­fällen kann ein Heil- und Kos­ten­plan zur Ent­schei­dung über eine vor­zei­tige Kos­ten­über­nahme ein­ge­reicht werden. Die Kosten dafür trägt der Versicherungsnehmer.
  • Inno­va­ti­ons­klausel für prä­mi­en­neu­trale Leistungsverbesserungen
  • Mit­ver­si­chert sind ope­ra­ti­ons­vor­be­rei­tende Unter­su­chungen, um zu einer Dia­gnose und Behand­lungs­me­thode zu kommen. Diese Leis­tung ist beschränkt auf den letzten Unter­su­chungstag vor der Ope­ra­tion. Laut Web­site des Ver­si­che­rers gilt hier abwei­chend eine Leis­tung für bis zu drei Unter­su­chungs­tage vor der Operation.
Quelle: https://​balunos​.com/​h​u​n​d​e​-​o​p​-​v​e​r​s​i​c​h​e​r​u​ng/, zuletzt auf­ge­rufen am 25.08.2021
  • Medi­zi­nisch not­wen­dige Nach­be­hand­lungen nach einer ver­si­cherten Ope­ra­tion werden bis zu 14 Kalen­der­tage nach einer ver­si­cherten Ope­ra­tion über­nommen. Laut Web­site gilt abwei­chend eine Nach­be­hand­lung von bis zu 42 Tagen nach der Ope­ra­tion als mitversichert.
Quelle: https://​balunos​.com/​h​u​n​d​e​-​o​p​-​v​e​r​s​i​c​h​e​r​u​ng/, zuletzt auf­ge­rufen am 25.08.2021

Mit­ver­si­chert sind die Kosten für Phy­sio­the­rapie, Osteo­pa­thie oder alter­na­tiv­me­di­zi­ni­sche Behand­lungen (z.B. Homöo­pa­thie, Laser-The­rapie, etc.) durch einen aner­kannten Phy­sio­the­ra­peuten, Osteo­pa­then oder Tier­arzt mit qua­li­fi­zierter Zusatz­aus­bil­dung bis zu einer Höhe von 500,00 Euro für einen Zeit­raum von max. 8 Wochen, welche im Rahmen einer wei­ter­füh­renden Behand­lung eines bereits erstat­tungs­pflich­tigen Ver­si­che­rungs­falles erfor­der­lich sind. Außer­halb einer ver­si­cherten Nach­be­hand­lung fallen Kosten für eine Phy­sio­the­rapie etc. nicht unter den Versicherungsschutz.

  • Kosten für die medi­zi­nisch not­wen­dige Unter­brin­gung in einer Tier­klinik bis zu 14 Tagen nach einer Operation
  • Ver­si­che­rungs­schutz sowohl bei Voll- als auch Teil­nar­kose. Ent­spre­chend dürften auch Sedie­rung und Lokal­an­äs­thesie als „Schmer­zaus­schal­tung“ unter den Begriff „Teil­nar­kose“ fallen, auch wenn dies nicht klar­ge­stellt wird. In der Regel finden Ope­ra­tionen in der Tier­me­dizin unter Voll­nar­kose statt.
  • Zuschuss von 200,00 Euro pro Jahr für Kör­per­er­satz­stücke (Pro­thesen). Dies sind etwa künst­liche Glied­maßen, künst­liche Gelenke, künst­liche Organe und Organ­teile, so z. B. ein künst­li­ches Hüft­ge­lenk). Auf­grund des Aus­schlusses für zahn­me­di­zi­ni­sche Implan­tate scheint auch ein Aus­schluss für Zahn­pro­thesen und Zahn­fleischer­satz (Ging­vio­plastik) ableitbar.
  • Über­nahme der Kosten für eine Kas­tra­tion, sofern für das ver­si­cherte Tier ein lebens­be­droh­li­cher Zustand tier­me­di­zi­nisch indi­ziert ist. Bei Kas­tra­tionen (Ope­ra­tionen) ohne Not­fall­in­di­ka­tion – jedoch mit aus­drück­li­chem Rat des Tier­arztes – leistet der Ver­si­cherer einen „Kas­tra­ti­ons­kosten-Zuschuss“ in Höhe von 50,00 Euro für einen Rüden bzw.  75,00 Euro für eine Hündin.
  • Bei (Schnitt-)Verletzungen oder Biss­wunden, dessen Behand­lung nicht dem bedin­gungs­seitig genannten Ope­ra­ti­ons­be­griff ent­spricht, gewährt der Ver­si­cherer, ohne Berück­sich­ti­gung der ver­trags­ge­mäßen Wartezeit(en), einen „Sofort­hilfe-Zuschuss“ in Höhe von 150,00 Euro unab­hängig von Rasse, Alter und Geschlecht des ver­si­cherten Tieres
  • Kein Aus­schluss für Ope­ra­tionen, die im Zusam­men­hang mit dem Decken oder der Schein­träch­tig­keit des ver­si­cherten Hundes stehen.
  • Aus­drück­liche Über­nahme der Kosten für Dia­gnostik (z. B. CT, MRT, Röntgen oder Ultra­schall). Wenn ein ver­si­cherter Hund etwa wegen eines Band­schei­ben­vor­falls ope­riert werden muss (ca. 2.000 bis 3.000 Euro), so kostet allein der MRT hierzu je nach Quelle zwi­schen 300 und 330 Euro oder sogar ab 1.200 Euro zusätzlich.
  • Kein Aus­schluss für nicht­in­va­sive und mini­mal­in­va­sive Ope­ra­ti­ons­me­thoden. Zum Teil werden minimal-inva­sive Methoden etwa zur Ent­fer­nung von Harn­steinen ver­wendet[2].

„Minimal-inva­sive Ope­ra­tionen beinhalten chir­ur­gi­sche Ein­griffe, die über kleine Ein­schnitte durch die Haut in eine Kör­per­höhle (wie etwa in den Bauch- oder Brust­raum, Gelenke) erfolgen. Die Bilder werden ver­grö­ßert auf einem Monitor im OP dar­ge­stellt.“[3]

Für die Erstat­tungs­fä­hig­keit müssen die Kri­te­rien für eine ver­si­cherte Ope­ra­tion erfüllt sein. Ist dies nicht der Fall (rein diagnostische/explorative Endo­skopie ohne Bepro­bung etc.) ist von einem Aus­schluss auszugehen.

  • Ver­si­che­rungs­schutz für sons­tige endo­sko­pi­sche Ein­griffe im Zusam­men­hang mit einer ver­si­cherten Operation.

„Mit­hilfe eines Endo­skops inspi­ziert der Tier­arzt innere Kör­per­höhlen und Organe, die sich durch eine Ultra­schall-Unter­su­chung oder Röntgen-Unter­su­chung nicht aus­rei­chend beur­teilen lassen. Ohne die Endo­skopie wäre es sonst nur durch eine Ope­ra­tion mög­lich, das Innere des Kör­pers zu betrachten.“[4]

  • Mit­ver­si­che­rung von Biop­sien (Gewebe-Probe-Ent­nahmen), sofern diese im direkten Zusam­men­hang mit einer ver­si­cherten Ope­ra­tion stehen. Um eine Biopsie zu ent­nehmen, ist unter anderem eine ört­liche Betäu­bung erfor­der­lich und es werden ent­weder Gewe­be­proben oder auch Proben von inneren Organen bzw. Kno­chen ent­nommen.[5]
  • Aus­drück­liche Über­nahme der Kosten für Arz­nei­mittel im Zusam­men­hang mit ver­si­cherten Ope­ra­tionen, jedoch keine Klar­stel­lung für sons­tige ange­wandte Ver­brauchs­ma­te­ria­lien.
  • Über­nahme der nach­ge­wie­senen Stor­no­kosten für eine mit dem ver­si­cherten Tier gebuchte Reise bis 1.000 Euro, sofern das ver­si­cherte Tier tier­ärzt­lich bestä­tigt nicht trans­port­un­fähig ist. Nicht ver­si­chert sind jedoch Rei­se­rück­tritts­kosten infolge eines Versicherungsfalles.
  • Ver­si­chert sind die Kosten für einen Not­fall­trans­port (Hin- und Rück­fahrt) zu vete­ri­när­me­di­zi­ni­schen Ein­rich­tungen (Tier­ärzte, Tier­kli­niken etc.) bis in Höhe von 100,00 Euro
  • Kos­ten­er­stat­tung für die Kosten von Fahrten zu vete­ri­när­me­di­zi­ni­schen Ein­rich­tungen wegen regel­mä­ßiger Tier­arzt­ter­mine bis 200,00 Euro, max. für 8 Fahrten inner­halb von vier Wochen, nicht jedoch für Fahrten mit dem eigenen Pkw.
  • Ver­stirbt ein ver­si­cherter Hund durch Unfalltod werden Anschaf­fungs­kosten für einen neuen Hund bis in Höhe von 1.000 Euro über­nommen. Glei­ches gilt bei Abhan­den­kommen des ver­si­cherten Tieres.

„Auf Ver­langen des Ver­si­che­rers ist ein ent­spre­chender Nach­weis (Ankaufs­rech­nung oder Bestä­ti­gung des Züch­ters) über den Wert des ver­si­cherten Tieres zu bringen. Dessen Ver­lust ist unver­züg­lich der nächst zustän­digen Poli­zei­dienst­stelle zu melden. […]

Für Inse­rate, zur Wie­der­auf­fin­dung des ver­si­cherten Tieres, leistet der Ver­si­cherer einen Zuschuss in Höhe von € 150,00.

Ist das ver­si­cherte Tier nach Ablauf einer Woche nach poli­zei­li­cher Mel­dung immer noch ver­misst, gilt der Hund als abhan­den­ge­kommen. Das Tier gilt als ver­storben, wenn vom Tier­arzt dessen Tod fest­ge­stellt wird und dem Ver­si­cherer unver­züg­lich ein ent­spre­chender Nach­weis ein­ge­reicht wird.“

  • Der Ver­si­che­rungs­schutz bleibt unab­hängig vom Alter des ver­si­cherten Tieres in vollem Umfang bestehen.

Aus­ge­wählte Ein­schrän­kungen des Tarifs Gold von Balunos

  • Ver­si­che­rungs­schutz nur mit Angaben zum Gesundheitszustand
  • Kein Ver­zicht auf das ordent­liche Kündigungsrecht
  • Im Leis­tungs­fall sind für bestimmte Hun­de­rassen sowohl ein Wesens­test als auch ein Hun­de­füh­rer­schein vor­zu­legen. Deren Nicht­vor­lage kann zur Ver­wei­ge­rung der Leis­tungs­pflicht führen:

„Bull­ter­rier, Pit­bull­ter­rier, Staf­fordshire Bull­ter­rier, Ame­rican Staf­fordshire Ter­rier, Tosa Inu, Dogo Argen­tino und Misch­linge der ange­führten Rassen. Sollte dieser Wesens­test oder der Hun­de­füh­rer­schein des Hun­de­hal­ters nicht vor­handen sein, gelten Ver­let­zungen des ver­si­cherten Hundes, die durch Strei­tig­keiten mit anderen Hunden ver­ur­sacht werden, als nicht versichert.“

  • Keine Klar­stel­lung, inwie­fern die Kosten für einen tier­me­di­zi­nisch not­wen­digen Kai­ser­schnitt infolge von Kom­pli­ka­tionen bei der Geburt mit­ver­si­chert sind. Ein Aus­schluss ist nicht erkennbar.
  • Aus­ge­schlossen sind Auf­wen­dungen für die Anfer­ti­gung, den Ein­satz und die Auf­be­rei­tung von (zahn­me­di­zi­ni­schen) Implan­taten, für kos­me­ti­sche Zahn­be­hand­lungen sowie Kor­rektur von Zahn- und Kie­fer­ano­ma­lien (z.B. Milchca­nini) nach einem Unfall. Ebenso aus­ge­schlossen sind Auf­wen­dungen für Zahn­ex­trak­tionen, für sons­tige nicht ope­ra­tive Zahn­be­hand­lung sowie für Zahn­pro­phy­laxe.
  • Aus­ge­schlossen sind Kosten für Ope­ra­tionen im Zusam­men­hang mit dem Beleg­vor­gang bei Hun­de­zucht sowie einer Träch­tig­keit. Glei­ches gilt für Stan­dard­un­ter­su­chungen zur Zuchttauglichkeit.
  • Keine Kos­ten­über­nahme bzw. kein Zuschuss zur elek­tro­ni­schen Tier­mar­kie­rung (Chip­kosten) nach ISO-Norm)
  • Keine Über­nahme der Kosten für Ein­schlä­fe­rung durch Injek­tion (Eutha­nasie).
  • Keine Über­nahme der Kosten für eine tele­fo­ni­sche Rechts­be­ra­tung oder eine tele­fo­ni­sche Aus­kunft zu Rechtsfragen
  • Kein optio­nales Doku­menten- und Daten­depot (z. B. für Kauf­ver­träge, Abstam­mungs­ur­kunden, EU-Heimtierausweise). 
  • Nicht ver­si­chert sind Auf­wen­dungen für die Folgen von Unfällen oder chro­ni­schen Erkran­kungen, die bei Beginn des Ver­si­che­rungs­schutzes bereits vor­handen waren
  • Kein Ver­si­che­rungs­schutz besteht für Dia­gnosen, Behand­lungen und chir­ur­gi­sche Ein­griffe auf­grund ange­bo­rener Fehl­ent­wick­lungen und deren Folgen (z.B. Hüft­ge­lenks­dys­plasie, Ellen­bo­gen­ge­lenks­dys­plasie, Kryptor­chismus, Brachy­ce­pha­len­syn­drom). Dies gilt auch für solche, die bei Abschluss der Ver­si­che­rung erfolgen und/oder inner­halb der War­te­zeit auftreten. 
  • Nicht ver­si­chert sind Ope­ra­tionen, die der Her­stel­lung des jewei­ligen Ras­se­stan­dards dienen und ästhe­ti­schen Cha­rakter haben. Dies gilt auch für Maß­nahmen am Gebiss des Hundes.
  • Ver­si­che­rungs­schutz nur für Ope­ra­tionen, sofern die Haut oder dar­unter lie­gendes Gewebe mehr als punkt­förmig durch­trennt werden. Dies bedeutet aller­dings auch, dass z. B. ein Aus­schluss für die Punk­tion von Flüs­sig­keits­an­samm­lungen (Ödemen) bestehen würde.
  • Keine Klar­stel­lung, inwie­fern eine Ope­ra­tion zur Fremd­kör­per­ent­fer­nung (z. B. Grannen) oder eine Fremd­kör­per­ent­fer­nung ohne Endo­skop unter den Ver­si­che­rungs­schutz fallen.
  • Keine bedin­gungs­sei­tige Über­nahme der Kosten für Tele­dia­gnostik und Tele­be­ra­tung in Bezug auf eine ver­si­cherte Ope­ra­tion durch einen Tierarzt.
  • Keine Mit­ver­si­che­rung für vom Tier­arzt durch­ge­führte rege­ne­ra­tive The­ra­pien (z. B. Auto­loges Kon­di­tio­niertes Plasma, Serum-Eigen­blut­the­rapie (IRAP), Orthokin-Ver­fahren, Platel­elet Rich Plasma (PRP) oder Stamm­zel­len­the­rapie) die z. B. im Rahmen einer Ope­ra­tion vor­ge­nommen werden
  • Nicht ver­si­chert sind Ope­ra­tionen von Krank­heiten und Unfällen, die durch Krieg, innere Unruhen, oder hoheit­liche Ein­griffe ent­stehen.
  • Nicht ver­si­chert sind Ope­ra­tionen von Krank­heiten und Unfällen, die durch Erd­beben, Über­schwem­mungen und Kern­energie entstehen.
  • Keine Über­nahme der Kosten für Tra­ge­vor­rich­tungen, Geh­hilfe und Geschirr.
  • Nicht ver­si­chert sind die Kosten für einen Herz­schritt­ma­cher für den ver­si­cherten Hund
  • Nicht ver­si­chert sind die Kosten für Gold­aku­punk­turen.
  • Nicht ver­si­chert ist die unblu­tige Repo­si­tion luxierter Gelenke., da es sich um keine Ope­ra­tionen im Sinne der Bedin­gungen han­delt. Feh­lende Klarstellung.
  • Keine Ver­sor­gung des Hundes bei medi­zi­nisch not­wen­digem Kran­ken­haus­auf­ent­halt des Hundehalters.
  • Keine Über­nahme von Rück­rei­se­kosten für das ver­si­cherte Tier bei Scha­den­fällen im Ausland
  • Keine Über­nahme von Wege­geld, Rei­se­kosten oder Ver­weil­geld für Haus­be­suche des Tier­arztes von nach­ge­wie­se­ner­maßen trans­port­un­fä­higen Tieren
  • Kein Ver­si­che­rungs­schutz für die Behand­lung von Krank­heiten, die infolge von Epi­de­mien oder Pan­de­mien ent­stehen. Unklar bleibt, ob dies auch für eine zukünftig vor­stell­bare gene­relle Impf­pflicht von Haus­tieren gilt, die dadurch impf­be­dingte Impf­schäden erleiden.
  • Keine Kos­ten­über­nahme für die Erst­be­hand­lung der Welpen einer ver­si­cherten Hündin bzw. Ope­ra­tionen von Welpen, die kurz nach der Nie­der­kunft des ver­si­cherten Mut­ter­tiers erfor­der­lich werden.
  • Nicht ver­si­chert sind

„Tier­ärzt­liche Behand­lungen, deren Not­wen­dig­keit, Ange­mes­sen­heit oder Ver­hält­nis­mä­ßig­keit nach dem all­ge­mein aner­kannten Stand der vete­ri­när­me­di­zi­ni­schen Wis­sen­schaft nicht gegeben sind.“ (Her­vor­he­bung durch den Autor)

 Kri­tisch ist, dass viele medi­zi­ni­sche Behand­lungs­me­thoden (so z. B. die Wirk­sam­keit von Imp­fungen) nicht all­ge­mein wis­sen­schaft­lich aner­kannt sind, son­dern nur von einer Aus­wahl der Wis­sen­schaftler. Wis­sen­schaft bedeutet einen wis­sen­schaft­li­chen Dis­kurs und wird nicht durch eine (angeb­liche) Mehr­heits­mei­nung begründet. Somit ist eine solche Rege­lung ten­den­ziell streitanfällig.

  • Da es sich um eine Hun­de­ope­ra­ti­ons­kosten- und keine Hun­de­kran­ken­ver­si­che­rung han­delt, besteht kein Anspruch auf prä­ven­tive Heil­maß­nahme (Vor­sorge), z. B. für Imp­fungen, Floh- und Zecken­be­kämp­fung oder Wurm­kuren. Ent­spre­chend nicht mit­ver­si­chert ist daher auch die Dia­gnose und Behand­lung von Viren- und Infek­ti­ons­er­kran­kungen (z. B. Staupe, Hepa­titis (HCC), Lep­to­s­pi­rose, Par­vo­vi­rose, und Tollwut) sowie Para­si­ten­er­kran­kungen, sofern damit keine ver­si­cherte Ope­ra­tion ver­bunden ist.

Hin­weis: der Text wurde vorab Balunos zur Ver­fü­gung gestellt. Eine Rück­mel­dung von dort erfolgte nicht.


[1] „Fir­men­gruppe“ auf „ias​-bremen​.de“. Auf­zu­rufen unter https://​www​.ias​-bremen​.de/​u​n​t​e​r​n​e​h​m​e​n​/​f​i​r​m​e​n​g​r​u​p​pe/, zuletzt auf­ge­rufen am 24.08.2021

[2] Rafael Nickel „Endo­sko­pi­sche Laser­li­tho­tripsie in der Klein­tier­me­dizin“ auf „hund​kat​ze​pferd​.com“. Auf­zu­rufen unter http://​www​.hund​kat​ze​pferd​.com/​a​r​c​h​i​v​e​/​7​8​6​7​4​7​/​E​n​d​o​s​k​o​p​i​s​c​h​e​-​L​a​s​e​r​l​i​t​h​o​t​r​i​p​s​i​e​-​i​n​-​d​e​r​-​K​l​e​i​n​t​i​e​r​m​e​d​i​z​i​n​.​h​tml, zuletzt auf­ge­rufen am 23.06.2021

[3] „MINIMAL-INVASIVE OPERATIONEN IN DER TIERKLINIK NEANDERTAL“ auf „tier​klinik​-nean​dertal​.de“. Auf­zu­rufen unter https://​www​.tier​klinik​-nean​dertal​.de/​l​e​i​s​t​u​n​g​e​n​/​c​h​i​r​u​r​g​i​e​/​m​i​n​i​m​a​l​-​i​n​v​a​s​i​v​e​-​o​p​e​r​a​t​i​o​n​e​n​.​h​tml, zuletzt auf­ge­rufen am 23.06.2021

[4] „Endo­sko­pien (Spie­gel­un­ter­su­chungen) bei Tieren“ auf „tier​me​di​zin​portal​.de“. Auf­zu­rufen unter https://​www​.tier​me​di​zin​portal​.de/​d​i​a​g​n​o​s​e​/​e​n​d​o​s​k​o​p​i​e​n​-​s​p​i​e​g​e​l​u​n​t​e​r​s​u​c​h​u​n​g​e​n​-​b​e​i​-​t​i​e​r​e​n​/​2​3​5​123, zuletzt auf­ge­rufen am 23.06.2021

[5] „Gewe­be­proben-Ent­nahme (Biopsie) bei Tieren“ auf „tier​me​di​zin​portal​.de“. Auf­zu­rufen unter https://​www​.tier​me​di​zin​portal​.de/​d​i​a​g​n​o​s​e​/​g​e​w​e​b​e​p​r​o​b​e​n​-​e​n​t​n​a​h​m​e​-​b​i​o​p​s​i​e​-​b​e​i​-​t​i​e​r​e​n​/​3​6​3​236, zuletzt auf­ge­rufen am 23.06.2021.

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