Kurz­check: Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung der Grundeigentümer

Seit Juni 2020 bietet die Grund­ei­gen­tümer-Ver­si­che­rung VVaG – Deutsch­land ihren Kunden im Direkt­ver­trieb die aktu­elle Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung VGB 2018 Home­care in den Tarif­stufen Smart, Top und Max an. Im Mak­ler­ver­trieb heißt der Tarif VGB 2018 Pro­tect mit den Tarif­stufen Basis, Kom­pakt bzw. Pre­mium. Daneben gibt es hier die Tarif­linie Pre­mium Plus.

© 2021-08-28 Cri­tical News – kein Haus am See

Jede dieser Tarif­li­nien besteht aus meh­reren Bausteinen.

  • Der Tarif Smart bzw. Basis ent­hält nur das Modul Basis-Schutz
  • Der Top-Schutz bzw. Tarif Kom­pakt besteht aus den Modulen Basis-Schutz, Plus Schutz und WasserPlus
  • Der Max-Schutz bzw. Tarif Pre­mium besteht aus den Modulen Basis-Schutz, Plus Schutz, Was­ser­Plus, Gar­ten­schutz, Tech­nik­schutz und dem Sicher­heits­Bonus. Für Pho­to­vol­ta­ik­an­lagen, die älter als 5 Jahre sind, besteht abwei­chend kein Tech­nik­Schutz. Glei­ches gilt für gewerb­lich oder land­wirt­schaft­lich genutzte PV-Anlagen.
  • Alle diese Tarif­li­nien können optional durch die Module Ele­men­tar­schutz, Glas­schutz, Sofort­hilfe, Ver­mie­ter­Plus sowie Ver­wal­ter­Plus erwei­tert werden.
  • Der Tarif Pre­mium Plus beinhaltet über den Tarif Pre­mium hinaus die Bau­steine Ele­men­tar­schutz, Glas­schutz sowie Soforthilfe.
  • Im Mak­ler­tarif gilt: die Bau­steine über das Modul Basis-Schutz hinaus können frei kom­bi­niert werden. Sofern der Ver­si­che­rungs­nehmer die Module Plus Schutz, Wasser Schutz, Gar­ten­schutz und Tech­nik­schutz aus­ge­wählt hat erhalt dieser den Sicher­heits­Bonus ohne Mehrbeitrag.

Die für den Direkt­ver­trieb vor­ge­se­henen Tarife sind zwar gering­fügig preis­güns­tiger als die ver­gleich­baren Tarife des Mak­ler­ver­triebs, dafür jedoch auch ent­spre­chend weniger leis­tungs­stark. Fern­münd­lich wurde der Preis­un­ter­schied am 16.08.2021 durch das Unter­nehmen mit etwa 5 bis 10 Pro­zent ange­geben, die Leis­tungs­un­ter­schiede sind deut­lich gra­vie­render (siehe Leis­tungs­dar­stel­lung weiter unten).

Der Tarif ist kon­zi­piert für Ein- und Zwei­fa­mi­li­en­häuser bis zu einer Wohn­fläche von 400 Qua­drat­meter bzw. Mehr­fa­mi­li­en­häuser bis 1.500 Qua­drat­me­tern Wohn­fläche. Die Wohn­fläche wird vom Ver­si­cherer dabei wie folgt definiert:

„Die Wohn- und Nutz­fläche ist die Grund­fläche aller Räume in allen Geschossen ein­schließ­lich Dach­ge­schoss, Hob­by­räumen und Win­ter­gärten. Nicht zu berück­sich­tigen sind Treppen, Bal­kone, Log­gien und Ter­rassen sowie Keller‑, Spei­cher- und Boden­räume, die nicht zu Wohn- oder Hob­by­zwe­cken genutzt werden.

Alter­nativ ist die Angabe der Gesamt­fläche kor­rekt, sofern diese nach einem der auf­ge­führten Methoden ermit­telt wurde:

- der Wohn­flä­chen­ver­ord­nung (WoFlV),

- der DIN-Normen 277 und 283,

- dem Kauf­ver­trag, sofern dieser den aktu­ellen Aus­bau­zu­stand wiedergibt,

- anderen gül­tigen Berech­nungs­me­thoden, sofern die Ermitt­lung durch einen sach­ver­stän­digen Dritten erfolgt.“

Im Online­rechner für den Mak­ler­ver­trieb ist diese abwei­chende Grund­lage zur Wohn­flä­chen­be­rech­nung nicht ausgewiesen:

Defi­ni­tion Wohn­fläche gemäß Online­rechner der Grund­ei­gen­tümer vom 17.08.2021

Für nach­fol­gend beschrie­bene Gebäude, ist Ver­si­che­rungs­schutz nur im Ein­zel­fall, mit Objekt­fotos sowie unter Ein­rei­chung des Fra­ge­bo­gens „Gebäude“ möglich:

  • Ein- und Zwei­fa­mi­li­en­häuser mit einer Wohn­fläche von über 400 Qua­drat­me­tern, Mehr­fa­mi­li­en­häuser mit einer Gesamt­fläche von über 1.500 Qua­drat­me­tern (hier nur Objekt­fotos, nicht jedoch Fra­ge­bogen „Gebäude“). Ver­si­che­rungs­fähig sind in Deutsch­land lie­gende Gebäude bis zu einer Gesamt­wohn­fläche von 5.000 Quadratmetern.
  • Gebäude mit einem Gebäu­de­alter über 30 Jahren.
  • Wohn­ge­bäude mit zwei oder mehr Vor­schäden inner­halb der letzten fünf Jahre vor Antrags­stel­lung. Dies gilt unab­hängig davon, ob bereits Ver­si­che­rungs­schutz bestand oder nicht
  • Gebäude, die drei Monate oder länger unbe­wohnt waren. In der Regel: für Makler mit inten­siver Zusam­men­ar­beit mit dem Ver­si­cherer, für Kunden mit bereits bestehenden anderen Ver­trägen oder wenn ein bereits ver­si­chertes Gebäude zum Ver­kauf steht und daher leer­ste­hend ist, ist Ver­si­che­rungs­schutz auf Anfrage gege­be­nen­falls möglich.
  • Risiken, für die in den ver­gan­genen 12 Monaten vor Antrags­stel­lung keine Vor­ver­si­che­rung bestand – aus­ge­nommen davon sind Neubauten
  • Ferien- und Wochen­end­häuser (für diese bietet das Unter­nehmen ein spe­zi­elles Deckungskonzept)

Für den Ein­schluss erwei­terter Natur­ge­fahren ist bei Gebäuden, die in der ZÜRS-Zone 3 stehen, der ergän­zende Fra­ge­bogen „Ergän­zende Angaben zur Mit­ver­si­che­rung von Ele­men­tar­schäden“ erfor­der­lich. Für Gebäude, die in der ZÜRS—Zone 4 stehen ist kein Ver­si­che­rungs­schutz gegen Über­schwem­mungs- und Rück­s­tau­schäden mög­lich, in bestimmten Post­leitahlen ist auch eine Mit­ver­si­che­rung von Erd­beben aus­ge­schlossen. Bei Ele­men­tar­schäden inner­halb der letzten 10 Jahre vor Antrags­stel­lung ist eine Ein­zel­fall­prü­fung erfor­der­lich. Dazu sind dann zwin­gend Fotos des Gebäudes mit angren­zender Land­schaft einzureichen.

Im Rahmen der Mit­ver­si­che­rung von Ele­men­tar­schäden hat sich der Ver­si­che­rungs­nehmer an jedem Schaden mit einer Selbst­be­tei­li­gung von 10 Pro­zent, min­des­tens 500 Euro, maximal 5.000 Euro, zu betei­ligen. Es gilt eine War­te­zeit von 7 Tagen. Diese ent­fällt, wenn der Ver­si­che­rungs­nehmer nach­weisen kann, dass bis zum Ver­si­che­rungs­be­ginn eine Vor­ver­si­che­rung gegen alle bei der Grund­ei­gen­tümer ver­ein­baren Ele­men­tar­ge­fahren bestanden hat.

Im Ver­gleichs­rechner für Makler ist das Vor­han­den­sein einer Rück­stau­si­che­rung vor­ein­ge­stellt, auch wenn eine Mehr­heit gerade älterer Gebäu­de­ei­gen­tümer – zumin­dest in Nord­deutsch­land – erfah­rungs­gemäß über keine sol­chen Siche­rungen ver­fügen oder die Frage nach deren Vor­han­den­sein in der Praxis oft nicht beant­worten können. Wird Ver­si­che­rungs­schutz ohne Rück­stau­ventil bean­tragt, erhöht sich der Bei­trag nach Unter­neh­mens­an­gaben um etwa 2 Pro­zent, der Selbst­be­halt für Rück­s­tau­schäden von 500 Euro auf 10 % des Scha­dens, min. 1.000 Euro, max. 5.000 Euro.

Unter Denk­mal­schutz ste­hende Gebäude sind im Ein­zel­fall über das Form­blatt „Denk­mal­schutz­bogen“ auf Ver­si­che­rungs­fä­hig­keit zu über­prüfen. Gene­rell nicht ver­si­cherbar sind Gebäude der Bau­art­klassen III (z. B. Holz­fach­werk mit Lehm­fül­lung oder Holz­kon­struk­tion mit Ver­klei­dungen jeg­li­cher Art) und V (z. B. Dach­ein­de­ckung mit Ried oder Stroh). Positiv ist, dass es keine gene­rellen Ein­schrän­kungen der Ver­si­cher­bar­keit für Gebäude mit Lehm­bal­ken­de­cken gibt.

Gebäude mit Gewer­be­an­teil sind über den vom Ver­si­cherer online zur Ver­fü­gung ste­henden Ange­bots­rechner nicht ver­si­cherbar. Hierzu ist ein Angebot direkt beim Ver­si­cherer, einen Ver­si­che­rungs­ver­treter oder ‑makler einzuholen.

Der jähr­liche Min­dest­bei­trag beträgt 50,00 Euro netto pro Jahr. Bei unter­jäh­riger Zahl­weise gilt ein Min­dest­bei­trag von 25,00 Euro je Rate und ein SEPA-Mandat ist zwin­gend erforderlich.

Für Neu­bauten wird ein Nach­lass von 54,2 Pro­zent berück­sich­tigt. Je nach Gebäu­de­alter baut sich dieser ab (z. B. auf 32,5 % nach 10 Jahren bzw. 10,8 % nach 20 Jahren) und ent­fällt voll­ständig für Gebäude, die min­des­tens 25 Jahre alt sind:

„Dabei bewerten wir eine erfolgte Kern­sa­nie­rung wie die erste Bezugs­fer­tig­keit Ihrer Immo­bilie. Unser Bei­trags­nach­lass läuft über 25 Jahre und wird dabei jähr­lich abgebaut.“

In seinen Bedin­gungen defi­niert der Ver­si­cherer, wie er eine Kern­sa­nie­rung definiert:

„Eine Kern­sa­nie­rung erfor­dert eine kom­plette Neu­in­stal­la­tion der:

– Lei­tungs­wasser füh­renden Anlage und Hei­zungs­an­lage (sofern diese mit Flüs­sig­keiten betrieben werden)

und

– Zu- und Ablei­tungen außer­halb des Gebäudes und Beda­chung (Dach­ein­de­ckung ein­schließ­lich Lattung

– nicht Unterbau/Dachstuhl) und des mit dem Dach ver­bun­denem Zubehör (z. B. Regen­rinnen, Schneefangvorrichtungen)

und

– Elek­tro­an­lage ein­schließ­lich Leitungen.

Der Ver­si­che­rungs­nehmer hat die Durch­füh­rung einer Kern­sa­nie­rung durch ent­spre­chend geeig­nete Nach­weise zu belegen.“

Der Neu­bau­nach­lass bezieht sich auf den „Basis­Schutz“ und je nach gewählter Tarif­va­ri­ante auf die Bau­steine „PlusSchutz“ bzw. „Was­ser­Schutz“, nicht jedoch auf wei­tere Tarif­bau­steine wie z. B. „Gar­ten­schutz“ oder „Ele­men­tar­schutz“.

Dar­über hinaus besteht bei der Grund­ei­gen­tümer Ver­si­che­rung ein Scha­den­frei­heits­ra­batt. Dabei wird unter­schieden zwi­schen dem Rabatt bei Neu­ein­stu­fung und dem Rabatt wäh­rend der Ver­trags­lauf­zeit. Bei Ver­trags­be­ginn liegt der Bei­trag zwi­schen 90 und 200 Pro­zent der Grundprämie:

Quelle: Ziffer A 29.3 VGB 2018

Wäh­rend der Lauf­zeit kann der Bei­trag je nach Scha­den­ver­lauf zwi­schen 66 und 200 Pro­zent der Grund­prämie liegen. Die Anpas­sung liegt bei 3 Pro­zent pro Jahr. Maximal ist die Scha­den­frei­heits­klasse SF 11 erreichbar:

Quelle: Ziffer A 29.4 VGB 201

Aus den Bedin­gungen ersicht­lich ist die Höhe der Rück­stu­fung im Schadenfall.

Bei­spiel:

Ein Kunde schließt eine scha­den­freie Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung bei der Grund­ei­gen­tümer Ver­si­che­rung ab. Bei Antrags­stel­lung erfolgt eine Ein­stu­fung in die SF 3, die Brut­to­jah­res­prämie liegt bei 436,02 Euro. Bei nur einem Schaden im kom­menden Ver­si­che­rungs­jahr erfolgt eine Rück­stu­fung in die SF 0, käme im glei­chen Jahr noch ein wei­terer Schaden hinzu, würde der Ver­trag in die SF ‑2 hoch­ge­stuft werden. Daraus ergeben sich dann fol­gende Prä­mien: 484,67 Euro (SF 0) bzw. 702,48 Euro (SF 2).

Um eine Rück­stu­fung der Scha­den­frei­heits­klasse gemäß Ziffer A 29.5 VGB 2018 zu ver­meiden, besteht die Mög­lich­keit eines Schadenrückkaufs:

„Bei Schäden mit einer Gesamt­ent­schä­di­gungs­zah­lung bis zu 2.000, – € gilt der Ver­trag als scha­den­frei, sofern dem Ver­si­cherer die gesamte Ent­schä­di­gungs­zah­lung inner­halb von sechs Monaten nach Zugang der ersten Ent­schä­di­gungs­zah­lung durch den Ver­si­che­rungs­nehmer und/oder einen Dritten in vollem Umfang erstattet wird. Kommt es nach dem Rück­kauf zu einer wei­teren Ent­schä­di­gungs­zah­lung, ist ein erneuter Rück­kauf nicht mög­lich, die Rück­stu­fung richtet sich dann nach der ersten Ent­schä­di­gungs­zah­lung nach dem Rückkauf.“

Die Bestim­mungen zum Scha­den­frei­heits­ra­batts gelten nicht für das etwaig ver­ein­barte Modul „Sofort­hilfe“.

Um den Zahl­bei­trag zu senken, besteht des Wei­teren die Mög­lich­keit, eine Selbst­be­tei­li­gung für den Scha­den­fall zu ver­ein­baren. Zur Aus­wahl stehen die Selbst­be­halts­va­ri­anten 250 Euro (15% Nach­lass), 500 Euro (25% Rabatt) bzw. 1.000 Euro (35% Rabatt). Zudem besteht die Mög­lich­keit auf eine Rabat­tie­rung einer par­allel abge­schlos­senen Haus­rat­ver­si­che­rung mit 25 Pro­zent. Ein Bün­del­nach­lass auch für die Gebäu­de­ver­si­che­rung ist damit nicht verbunden.

Für eine unter­jäh­rige Zahl­weise wird ein Raten­zah­lungs­zu­schlag von 3 Pro­zent für halb­jähr­liche bzw. 5 Pro­zent für vier­tel­jähr­liche sowie monat­liche Zahl­weise erhoben. Positiv ist, dass das Unter­nehmen hierfür auch den effek­tiven Jah­res­zins mit 12,75 % (halb­jähr­lich), 14,1 % (vier­tel­jähr­lich) bzw. 11,35 % (monat­lich) ausweist.

Net­to­ta­rife werden von der Grund­ei­gen­tümer Ver­si­che­rung nicht angeboten.

Trans­pa­rent weist die Grund­ei­gen­tümer Kosten für Last­schrift­rück­läufer (3,00 Euro), Mah­nungen nach § 38 VVG (10,00 Euro), nicht ein­ge­löste Last­schriften (10,00 Euro) oder die Geschäfts­ge­bühr bei Rück­tritt infolge Nicht­zah­lung der Erst­prämie gemäß § 39 VVG in Ver­bin­dung mit § 37 VVG (30,00 Euro) aus. Auch die Bestä­ti­gung der erfolgten Bei­trags­zah­lung (3,00 Euro) oder Abschriften / Kopien von Ver­trags­un­ter­lagen gemäß § 3 Abs. 4 VVG werden extra in Rech­nung gestellt (5,00 Euro). Ob die Kosten der Höhe nach ange­messen sind, sollte jeder Kunde selbst ent­scheiden, im Ver­gleich zu ver­schie­denen Wett­be­wer­bern erscheinen diese jedoch eher hoch.

Das ordent­liche Kün­di­gungs­recht beträgt drei Monate zum Ablauf des jewei­ligen Ver­si­che­rungs­jahres. Alle Bau­steine können vom Ver­si­cherer jeder­zeit mit Frist von drei Monaten gekün­digt werden.

Aus­ge­wählte Leis­tungen des Tarifs VGB 2018 Pro­tect Pre­mium / Home­Care Max aus dem Hause Grundeigentümer

  • Im Rahmen Bau­stein Plus Ver­zicht auf Anrech­nung einer etwaigen Unter­ver­si­che­rung bei Schäden bis 5.000 Euro (Tarif Max abwei­chend bis 3.000 Euro)
  • Im Rahmen Bau­stein Sicher­heits­Bonus Mit­ver­si­che­rung unbe­nannter Gefahren, jedoch bis maximal 200.000 Euro mit einem Selbst­be­halt von 10 % des Scha­dens, min. 500 Euro, maximal 5.000 Euro (Tarif Max abwei­chend Höchst­ent­schä­di­gung 100.000 Euro)
  • Ver­zicht auf Kür­zung der Leis­tung bei grob fahr­läs­siger Her­bei­füh­rung des Versicherungsfalles
  • Im Rahmen Bau­stein Plus bei Schäden bis 5.000 Euro Scha­den­höhe (Tarif Max abwei­chend bis 3.000 Euro) Ver­zicht auf Kür­zung der Leis­tung bei grob fahr­läs­siger Ver­let­zung von gesetz­li­chen, behörd­li­chen und ver­trag­lich ver­ein­barten Sicher­heits­vor­schriften nach Ziffer B 3.3.1.1 a) VGB 2018 sowie ver­trag­lich ver­ein­barten Sicher­heits­vor­schriften nach A 21 VGB 2018. Aus­ge­schlossen sind sons­tige ver­trag­lich ver­ein­barte Oblie­gen­heiten gemäß Ziffer B 3.3.1.1 b) VGB 2018; in der Regel betrifft dies ein­zel­ver­trag­lich ver­ein­barte Obliegenheiten.
  • Im Rahmen Bau­stein Sicher­heits­Bonus Mit­ver­si­che­rung benannter bau­li­cher Grund­stücks­be­stand­teile ohne Sub­limit (z. B. Car­ports, Garagen, Schuppen und sons­tige Neben­ge­bäude bis 40 m² Grund­fläche, Hecken, Gartenkamine)
  • Im Rahmen Bau­stein Sicher­heits­Bonus besteht eine Best-Leis­tungs-Garantie bis in Höhe von 200.000 Euro (Tarif Max abwei­chend max. 100.000 Euro) mit 250 Euro Selbstbehalt
  • Im Rahmen Bau­stein Sicher­heits­Bonus besteht eine Besitz­stands­ga­rantie (Vor­ver­si­che­r­er­ga­rantie) bei naht­losem Über­gang vom Vor­ver­si­cherer und ohne bei­trags­pflich­tige Bau­steine desselben
  • Der Ver­si­cherer garan­tiert, dass die dem Ver­trag zugrunde lie­genden Bedin­gungen den Kunden nicht schlechter stellen als die unver­bind­li­chen Mus­ter­be­din­gungen des Gesamt­ver­bandes der Deut­schen Ver­si­che­rungs­wirt­schaft (GDV) mit Stand VGB 2016 Privat – Wohn­flä­chen­mo­dell (GDV-Garantie)
  • Im Rahmen Bau­stein Sicher­heits­Bonus Summen- und Bedin­gungs­dif­fe­renz­de­ckung für einen Zeit­raum bis zu 15 Monaten
  • Im Rahmen Bau­stein Sicher­heits­Bonus Bei­trags­be­freiung bei Arbeits­lo­sig­keit bis max. 12 Monate. Es gilt eine War­te­zeit von 3 Monaten ab Ver­trags­be­ginn. Nicht ver­si­chert ist die Arbeits­lo­sig­keit von Selbst­stän­digen. Vor­aus­set­zung für den Ver­si­che­rungs­schutz ist unter anderem, dass der Ver­si­che­rungs­nehmer bei Ein­tritt der Arbeits­lo­sig­keit das 58. Lebens­jahr noch nicht voll­endet hat.
  • Im Rahmen Bau­stein Plus Mit­ver­si­che­rung von Schäden unmit­telbar durch Rauch und Ruß. Abwei­chend zu vielen Wett­be­wer­bern ist auch eine all­mäh­liche Ein­wir­kung für einen Zeit­raum von maximal 2 Tagen mitversichert.
  • Im Rahmen Bau­stein Plus Mit­ver­si­che­rung von Seng- und Schmor­schäden an ver­si­cherten Sachen
  • Im Rahmen Bau­stein Plus mit­ver­si­chert ist der Anprall von Luft‑, Straßen‑, Wasser‑, Schie­nen­fahr­zeugen sowie sons­tigen Flug­kör­pern an ver­si­chere Gebäude. Nicht ver­si­chert ist der Anprall von Straßen- und Was­ser­fahr­zeugen sowie sons­tigen Flug­kör­pern, die vom Ver­si­che­rungs­nehmer bzw. von Bewoh­nern oder Besu­chern des ver­si­cherten Gebäudes gelenkt wurden. Eben­falls nicht ver­si­chert sind Schäden an Fahr­zeugen, Zäunen, Boots­an­le­gern, Straßen und Wegen. Dis gilt hier abwei­chend auch für Schie­nen­fahr­zeuge. Teil­weise lassen sich solche Eigen­schäden im Rahmen einer Kfz-Ver­si­che­rung mit­ver­si­chern, dort aller­dings meist mit einer Selbst­be­tei­li­gung an den Kosten. Schäden durch sons­tige Land­fahr­zeuge, z. B. Arbeits­ma­schinen, fallen nicht unter den Versicherungsschutz.
  • Im Rahmen Bau­stein Tech­nik­Schutz und Sicher­heits­Bonus mit­ver­si­chert sind Schäden an elek­tri­schen Lei­tungen und Anlagen inner­halb von ver­si­cherten Gebäuden sowie Schäden an Däm­mungen und Unter­spann­bahnen von Dächern und Außen­wänden, die unmit­telbar durch den Biss von Mar­dern oder sons­tigen wild lebenden Klein­nagern ent­stehen. Aus­ge­schlossen sind sowohl Schäden durch Wasch­bären als auch Fol­ge­schäden aller Art (z. B. durch das Fehlen elek­tri­scher Span­nung). Eben­falls nicht ver­si­chert sind Schäden, die dadurch ent­stehen, dass ein Marder, Waschbär oder sons­tiges Tier zunächst einen ver­si­cherten Biss­schaden ver­ur­sacht und sich anschlie­ßend durch die gesamte Däm­mung durch­wühlt, dort Gänge baut und überall Kot hin­ter­lässt. Muss durch einen solche Fol­ge­schaden das ganze Dach abge­rissen werden, so besteht über den Tarif kein Versicherungsschutz.
  • Im Rahmen Bau­stein Was­ser­Plus mit­ver­si­chert sind frost­be­dingte und sons­tige Bruch­schäden an nicht aus­schließ­lich gewerb­lich genutzten Ablei­tungs­rohren der Was­ser­ver­sor­gung, die auf dem oder außer­halb des Ver­si­che­rungs­grund­stücks ver­legt sind, der Ent­sor­gung ver­si­cherter Gebäude oder Anlagen dienen und dem Stand der Technik ent­spre­chend her­ge­stellt und ver­legt wurden. Ver­si­che­rungs­schutz besteht bis in Höhe von 10.000 Euro. Die Höchst­ent­schä­di­gung erhöht sich auf 20.000 Euro, wenn der Ver­si­che­rungs­nehmer in den letzten 10 Jahren vor Ein­tritt des Scha­den­falls eine Dich­tig­keits­prü­fung der Ablei­tungs­rohre durch­ge­führt hat und dabei keine Mängel oder Schäden fest­ge­stellt wurden (Tarif Max abwei­chend bis 5.000 Euro bzw. 15.000 Euro)
  • Im Rahmen Bau­stein Was­ser­Plus Mit­ver­si­che­rung von frost­be­dingten und sons­tigen Bruch­schäden an Zulei­tungs­rohren der Was­ser­ver­sor­gung sowie an Rohen von Hei­zungs- und Kli­ma­an­lagen, die nicht der Ver­sor­gung ver­si­cherter Gebäude oder Anlagen dienen, sofern sich diese inner­halb des Gebäudes auf dem Ver­si­che­rungs­grund­stück befinden und der Ver­si­che­rungs­nehmer die Gefahr trägt (Tarif Max abwei­chend bis 50.000 Euro)
  • Im Rahmen Bau­stein Was­ser­Plus Mit­ver­si­che­rung von frost­be­dingten und sons­tigen Bruch­schäden an Zulei­tungs­rohren der Was­ser­ver­sor­gung sowie an Rohren von Hei­zungs- und Kli­ma­an­lagen außer­halb des Ver­si­che­rungs­grund­stücks, sofern diese Rohre der Ver­sor­gung ver­si­cherter Gebäude oder Anlagen dienen und der Ver­si­che­rungs­nehmer die Gefahr dafür trägt (Tarif Max abwei­chend bis 50.000 Euro)
  • Im Rahmen Bau­stein Was­ser­Plus mit­ver­si­chert sind bis in Höhe von 5.000 Euro (Tarif Max abwei­chend bis 2.500 Euro) die not­wen­digen Kosten für die Besei­ti­gung von Schäden an ver­si­cherten Sachen, die durch unmit­tel­bare Ein­wir­kung von Regen­wasser, Schmelz­wasser, Schnee und Eis sowie deren Folgen ver­ur­sacht worden sind. Schäden durch Rück­stau oder sons­tige Über­schwem­mungen sind nur im Rahmen optional ver­si­cherter Ele­men­tar­ge­fahren gegen Zuschlag mitversichert.
  • Im Rahmen Bau­steine PlusSchutz und Sicher­heits­Bonus mit­ver­si­chert sind Schäden durch bös­wil­lige Beschä­di­gung, Ein­bruch- und Graf­fi­ti­schäden mit einer Selbst­be­tei­li­gung von 150 Euro im Scha­den­fall. Aus­ge­nommen vom Ver­si­che­rungs­schutz sind Schäden, die durch Mieter des Gebäudes ver­ur­sacht werden. Schäden an Glas­scheiben sind nur als Folge eines Ein­bruchs oder Ein­bruch­ver­suchs ver­si­chert und nur soweit es sich nicht um Schau­fens­ter­scheiben han­delt. Gemäß Ziffer II Nr. 1 Pro­tect Plus Schutz / Home­Care Plus Schutz bestehe abwei­chend von Ziffer A.5.5.5 eine Mit­ver­si­che­rung auch von Schäden an Laden- und Schau­fens­ter­scheiben, aller­dings weisen die Bedin­gungen keine solche Ziffer auf, auf die sich die Abwei­chung kon­kret beziehen könnte.
  • Im Rahmen Bau­steine PlusSchutz und Sicher­heits­Bonus mit­ver­si­chert sind die Kosten für in Folge eines Ver­si­che­rungs­falls not­wen­dige Hotel­un­ter­brin­gung oder eine ähn­liche Unter­brin­gung bis maximal 365 Tage ohne Begren­zung der Ent­schä­di­gung pro Tag. Nicht ver­si­chert sind Neben­kosten (z. B. Früh­stück, Telefon)
  • Im Rahmen PlusSchutz Mit­ver­si­che­rung von Dekon­ta­mi­na­ti­ons­kosten von Erd­reich ohne Höchstentschädigung
  • Im Rahmen Tech­nik­Schutz Mehr­kosten durch Tech­no­lo­gie­fort­schritt (Tarif Max abwei­chend bis 10.000 Euro für Ein- und Zwei­fa­mi­lien- bzw. 25.000 Euro bis Mehrfamilienhäuser)
  • Im Rahmen PlusSchutz mit­ver­si­chert sind die Kosten für Miet­aus­fall oder Miet­wert für die Dauer von höchs­tens 36 Monaten bei Ein- und Zwei­fa­mi­li­en­häu­sern bzw. 24 Monaten bei Mehrfamilienhäusern.

Der Ersatz des Miet­aus­falls gilt über die ver­ein­barte Dauer für bis zu 12 Monate fort, wenn das Miet­ver­hältnis auf­grund eines Scha­den­falls beendet wurde und die Woh­nung auf­grund des Scha­den­falls nicht wieder ver­mietet werden kann. In diesem Fall gelten eine Selbst­be­tei­li­gung von 20 Pro­zent und eine Höchst­ent­schä­di­gung von 30.000 Euro (Tarif Max abwei­chend 20.000 Euro). Die Leis­tung kann nur einmal je Ver­si­che­rungs­fall aus dem Ver­trag bean­sprucht werden. Diese Leis­tung kann im Rahmen des Bau­steins Ver­mie­ter­Plus auf 24 Monate bei Mehr­fa­mi­li­en­häu­sern bzw. 36 Monaten bei Ein- und Zwei­fa­mi­li­en­häu­sern erwei­tert werden. Für gewerb­lich genutzte Räume gilt eine Dauer von 12 Monaten (Tarif Max abwei­chend 6 Monate) als versichert.

  • Im Rahmen des Bau­steins Gar­ten­Schutz mit­ver­si­chert sind die Kosten für die Besei­ti­gung umge­stürzter Bäume infolge von Blitz oder Sturm (ab Wind­stärke 8), nicht jedoch durch sons­tige ver­si­cherte Gefahren (z. B. Erwei­terte Ele­men­tar­ge­fahren wie Über­schwem­mung oder Erdbeben)
  • Im Rahmen des Bau­steins Gar­ten­Schutz mit­ver­si­chert sind die Kosten für die Wie­der­auf­fors­tung gärt­ne­ri­scher Anlagen (Bäume, Hecken, sons­tige Sträu­cher und Zier­pflanzen), nicht jedoch von bereits abge­stor­benen Pflanzen, Topf- und Kübel­pflanzen. Ersetzt werden die not­wen­digen Kosten für die Wie­der­be­pflan­zung durch han­dels­üb­liche Jung­pflanzen. Eine gän­gige Defi­ni­tion von Jung­pflanzen lautet (hier aus­zugs­weise) etwa wie folgt:

„Im gärt­ne­ri­schen Sprach­ge­brauch beschreibt das Wort Jung­pflanze eine Pflan­zen­qua­lität, die weiter ver­ar­beitet, getopft oder gepflanzt werden kann. Hierbei werden Größen und Anzucht­sys­teme unter­schieden. […] Typisch für eine Jung­pflanze ist der feste Wur­zel­ballen, der ein sicheres und rasches Wei­ter­wachsen ermöglicht. […]

Je nach Gat­tung kann die Kultur- bzw. Bewur­ze­lungs­zeit zwi­schen drei und acht Wochen betragen.“[1]

Ent­spre­chend fallen Bäume mit einer Höhe von 1,50 m oder Höhe nicht unter den Begriff einer „Jung­pflanze“. Die fest mit dem Grund und Boden des Ver­si­che­rungs­grund­stücks ver­bun­denen Sachen (z. B.  Hof- und Geh­weg­s­be­fes­ti­gungen, Grund­stücks­ein­frie­dungen (auch Hecken), Gar­ten­ka­mine, Sand­kästen, Spiel­ge­räte, Teich­an­lagen) gemäß A 6.4 sowie A 7.4 der VGB 2018 gehören als sons­tige Grund­stücks­be­stand­teile zu den ver­si­cherten Sachen. Die Kosten für die Wie­der­her­stel­lung werden daher bereits im Rahmen der ori­gi­nären Sach­ent­schä­di­gung ersetzt. 

Inwie­fern Ziffer A 6.4 VGB 2018 auch die Bepflan­zung des Grund­stücks ein­schließt, ist bedin­gungs­seitig nicht ein­deutig klar­ge­stellt. Ziffer A 6.4 VGB 2018 benennt „Ter­rassen und wei­tere bau­liche Grund­stücks­be­stand­teile“. Diese sind abschlie­ßend auf­ge­führt. Dann heißt es:

„Wei­tere Grund­stücks­be­stand­teile sind nur ver­si­chert, soweit dies aus­drück­lich ver­ein­bart ist.“

Ziffer A 7.4 VGB 2018 definiert

„Was ver­steht man unter Gebäuden, Gebäu­de­be­stand­teilen, Gebäu­de­zu­behör, Ter­rassen und wei­teren Grund­stücks­be­stand­teilen? Welche Sachen sind nicht ver­si­chert und welche zusätz­lich versicherbar?“

Hierbei heißt es:

„Als wei­tere Grund­stücks­be­stand­teile gelten die mit dem Grund und Boden des Ver­si­che­rungs­grund­stücks fest ver­bun­denen Sachen.“

In Frage kommen hier zwei Aus­le­gungen: ent­weder sind auch wei­tere, also auch nicht bau­liche, Grund­stücks­be­stand­teile nach Ziffer A 7.4 VGB 2018 mit­ver­si­chert oder nur abschlie­ßend die in Ziffer A 6.4 VHB 2018 benannten Bestandteile.

Fern­münd­lich teilte der Ver­si­cherer mit, dass man Pflanzen als lebende Orga­nismen ansehe, die somit nicht unter den Begriff der „Grund­stücks­be­stand­teile“ fallen würden. Ob Ziffer 7.5 als Erwei­te­rung von Ziffer A 6.4 zu ver­stehen sei oder als reine Defi­ni­tion ohne wei­ter­ge­henden Ein­schluss wurde leider nicht klar­ge­stellt. Wahr­schein­lich erscheint es, dass Ziffer A 6.4 VGB 2018 abschlie­ßend gemeint sein soll.

§ 94 BGB defi­niert Grund­stücks­be­stand­teile wie folgt:

„(1) Zu den wesent­li­chen Bestand­teilen eines Grund­stücks gehören die mit dem Grund und Boden fest ver­bun­denen Sachen, ins­be­son­dere Gebäude, sowie die Erzeug­nisse des Grund­stücks, solange sie mit dem Boden zusam­men­hängen. Samen wird mit dem Aus­säen, eine Pflanze wird mit dem Ein­pflanzen wesent­li­cher Bestand­teil des Grundstücks.“

Im von Horst Dietz gegrün­deten Wohn­ge­bäu­de­kom­mentar heißt es unter anderem:

„Auch Erzeug­nisse des Grund­stücks sind, solange sie mit dem Boden zusam­men­hängen, Grund­stücks­be­stand­teile. Hiermit sind in erster Linie Getreide und Obst, aber auch Holz auf dem Stamm gemeint.“[2]

Aus­drück­lich klar­ge­stellter und somit unstrit­tiger Ver­si­che­rungs­schutz für Bepflan­zungen besteht aus­schließ­lich im Rahmen der oben benannten Kostenpositionen.

  • Im Rahmen der Bau­steine Was­ser­Plus und Sicher­heits­Bonus Über­nahme von Leck­or­tungs­kosten ohne Vor­liegen eines Ver­si­che­rungs­falles bis maximal 5.000 Euro
  • Im Rahmen Bau­stein PlusSchutz Mit­ver­si­che­rung unbe­wohnter Gebäude bis maximal 180 Tage
  • Im Rahmen PlusSchutz besteht eine Vor­sor­ge­de­ckung bis zum Ende der lau­fenden Ver­si­che­rungs­pe­riode für wert­stei­gernde bau­liche Maß­nahmen bis 100.000 Euro für Ein- und Zwei­fa­mi­li­en­häuser bzw. bis 250.000 Euro für Mehr­fa­mi­li­en­häuser (Tarif Max. abwei­chend bis 30.000 bzw. bis 60.000 Euro)
  • Scha­den­über­nahme bei unklaren Zustän­dig­keiten wegen eines Versicherungswechsels
  • Im Rahmen Bau­stein PlusSchutz Versehensklausel
  • Im Rahmen des optio­nalen Bau­steins Ver­mie­ter­Plus Mit­ver­si­che­rung von Schäden infolge von Gebäu­de­schäden durch Lei­chen im Haus bis maximal 10.000 Euro

Aus­ge­wählte Ein­schrän­kungen des Tarifs VGB 2018 Pro­tect Pre­mium / Home­Care Max aus dem Hause Grundeigentümer

  • Inno­va­ti­ons­klausel gilt nur, wenn durch ein Tari­f­up­date aus­schließ­lich Ver­bes­se­rungen vor­ge­nommen werden, d.h. es besteht kein Anspruch auf diese Leis­tung, wenn ein Tari­f­up­date neben bei­spiels­weise 20 Ver­bes­se­rungen eine ein­zige Stelle besitzt, die auch zum Nach­teil des Kunden führen könnte.

„Sofern sich der Kunde unter Angabe einer aktu­ellen E‑Mail-Adresse für den News­letter des Ver­si­che­rers hat regis­trieren lassen, wird der Ver­si­cherer den Ver­si­che­rungs­nehmer über Leis­tungs­än­de­rungen aktuell informieren.“

  • Feh­lende Garantie, dass nicht zum Nach­teil des Ver­si­che­rungs­neh­mers von den unver­bind­li­chen Emp­feh­lungen des Arbeits­kreises Bera­tungs­pro­zesse abge­wi­chen wird (Arbeits­kreis-Garantie)
  • Für Gebäude im Rohbau kann eine optio­nale Feu­er­roh­bau­ver­si­che­rung mit Ver­si­che­rungs­schutz wäh­rend der Bau­phase für maximal 12 Monate ver­ein­bart werden. Nicht ver­si­cherbar sind hier­über jedoch Schäden durch Lei­tungs­wasser, Sturm / Hagel oder erwei­terte Ele­men­tar­ge­fahren (z. B. Über­schwem­mung, Erd­beben oder Erdsenkung)
  • Da es sich bei der Grund­ei­gen­tümer Ver­si­che­rung um einen Ver­si­che­rungs­verein auf Gegen­sei­tig­keit han­delt, ist laut § 12 der Sat­zung eine Nach­schuss­pflicht bis in Höhe eines Jah­res­bei­trages möglich.
  • Bei Pho­to­vol­ta­ik­an­lagen, die bei Antrags­stel­lung älter als 5 Jahre alt sind, kein Ver­si­che­rungs­schutz für Schäden, die durch Über­span­nung, Über­strom und Kurz­schluss infolge sons­tiger nach­ge­wie­sener Netz­werk­schwan­kungen ent­stehen (Bau­stein Tech­nik­schutz mit Pho­to­vol­taik-Modul gemäß Annah­me­richt­li­nien nicht abschließbar, daher Aus­schluss nach Abschnitt III Ziffer 7 b) des Bau­steins Plus Schutz)
  • Anlagen zur Regen­was­ser­auf­be­rei­tung (z. B. Zis­ternen) sind im Rahmen des Moduls Tech­nik­Schutz bis 200.000 Euro (Tarif Max abwei­chend 25.000 Euro) mit­ver­si­chert, es gilt aller­dings ein Selbst­be­halt von 10 % des Scha­dens, min. 500 Euro, max. 5.000 Euro
  • Mit­ver­si­chert sind im Rahmen des Bau­steins PlusSchutz Schäden durch die Explo­sion von Kampf­mit­teln aus been­deten Kriegen, nicht jedoch Schäden, die durch das Ent­schärfen von Blind­gän­gern ent­stehen. Hier greift im Rahmen der unbe­nannten Gefahren der Aus­schluss nach Ziffer 9 b) ff) Pro­tect Sicher­heits­Bonus bzw. Home­Care Sicher­heits­Bonus für „berech­tigte oder unbe­rech­tigte Maß­nahmen der Staats­ge­walt (Ver­fü­gung von hoher Hand)“
  • Kein Ver­si­che­rungs­schutz für Schäden durch Wind­be­we­gungen unter­halb von Wind­stärke 8
  • Keine Über­nahme der Kosten für den Mehr­ver­brauch von Öl
  • Keine Über­nahme von Daten­ret­tungs­kosten
  • Ohne Über­nahme der Kosten von Gebäu­de­be­schä­di­gungen im Zusam­men­hang mit Ret­tungs­maß­nahmen (z. B. durch Polizei oder Feuerwehr)
  • Bei der Durch­füh­rung eines Sach­ver­stän­di­gen­ver­fah­rens zur Fest­stel­lung der Scha­den­höhe wird im Rahmen des Bau­steins PlusSchutz erst ab einer fest­ge­stellten Scha­den­höhe von min­des­tens 25.000 Euro der Anteil des Ver­si­che­rungs­neh­mers an den Ver­fah­rens­kosten in voller Höhe über­nommen Ziffer 13 Plus Schutz). Beauf­tragt der Ver­si­che­rungs­nehmer einen Sach­ver­stän­digen indi­vi­duell, werden die Kosten nur dann über­nommen, sofern der Ver­si­che­rungs­nehmer vom Ver­si­cherer zur Hin­zu­zie­hung auf­ge­for­dert wurde (siehe B 4.10.2.1 VGB 2018).
  • Ohne Regie­kosten für die Wie­der­her­stel­lung ver­si­cherter Sachen
  • Ohne Mehr­kosten für behörd­liche Auf­lagen zum Denkmalschutz
  • Ohne alters- und behin­der­ten­be­dingte Mehrkosten
  • Ohne Kosten für die Wie­der­her­stel­lung gärt­ne­ri­scher Anlagen wie z. B. Gar­ten­brunnen, Sand­kästen, Teich­an­lagen oder der Befes­ti­gung von Wegen
  • Ohne Über­nahme von Darlehenskosten
  • Ohne Über­nahme der Kosten für frei­wil­lige Zuwen­dungen an Per­sonen der Brand­be­kämp­fung nach Schadenfall
  • Keine Über­nahme der Kosten für die Besei­ti­gung von Spechtschäden
  • Kein Ver­si­che­rungs­schutz für Kosten durch Ver­mül­lung nach Auszug von Mes­sies oder Miet­no­maden
  • Kein Ver­si­che­rungs­schutz für Schäden durch sämt­liche poli­zei­lich ange­zeigte Straftaten
  • Keine Klar­stel­lung, inwie­fern eine Neu­wert­er­stat­tung auch dann erfolgt, wenn kein Wie­der­aufbau an Ort und Stelle erfolgt (siehe ins­be­son­dere Ziffer 18.6 VGB 2018).
  • Ohne Kosten für die Neu­ein­stel­lung von Antennen und Satellitenschüsseln
  • Ohne Kosten einer kli­ma­freund­li­chen CO2-Kom­pen­sa­tion bei einem Feuerschaden
  • Ohne Kosten für die Rekul­ti­vie­rung von begrünten Dächern
  • Ohne Miet­aus­fall durch Schaden in der Nachbarschaft
  • Ohne Klar­stel­lung zur etwaigen Mit­ver­si­che­rung von Schäden durch Lei­tungs­wasser über undichte Sili­kon­fugen der Bade­wanne oder Duschtasse
  • Weit­ge­hend keine Ver­si­che­rung für Sachen auf fremden Grund­stü­cken (z. B. Geh­wege, gemein­same Zaun­an­lagen), soweit diese zuge­hörig zum ver­si­cherten Grund­stück sind. Mit­ver­si­chert sind jedoch inner­halb der ver­si­cherten Grenzen Bruch­schäden an Zulei­tungs­rohren der Wasser- oder Gas­ver­sor­gung, Ablei­tungs­rohren der Was­ser­ver­sor­gung, Rohren von Hei­zungs- oder Kli­ma­an­lagen und Rohren von Regen­was­ser­nut­zungs­an­lagen, sofern diese der Ver­sor­gung bzw. Ent­sor­gung ver­si­cherter Gebäude oder Anlagen dienen und der Ver­si­che­rungs­nehmer für diese die Gefahr trägt.
  • Ohne aus­drück­liche Mit­ver­si­che­rung der Auf­tau­kosten nach einem ver­si­cherten Frostschaden
  • Son­der­kün­di­gungs­recht der Bau­steine Pro­tect Plus Schutz, Home­Care Was­ser­Plus, Gar­ten­schutz, Tech­nik­schutz und Sicher­heits­Bonus jeder­zeit 3 Monate

Hin­weis: Eine Über­prü­fung der Inhalte durch den Ver­si­cherer ist aus Kapa­zi­täts­gründen nicht erfolgt.


[1] „Jung­pflanze“ auf „bio​logie​-seite​.de“. Auf­zu­rufen unter https://​www​.bio​logie​-seite​.de/​B​i​o​l​o​g​i​e​/​J​u​n​g​p​f​l​a​nze, zuletzt auf­ge­rufen am 02.09.2021.

[2] Horst Dietz, Sven Fischer und Christan Gier­schek „Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung. Kom­mentar.“ Begründet von Horst Dietz. Karls­ruhe (Verlag Ver­si­che­rungs­wirt­schaft), 3. Auf­lage, 2015, S. 140 Rn. 25.

0 0 Stimmen
Article Rating
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
0 Comments
Interne Rückmeldungen
Alle Kommentare anzeigen