Nach BREXIT: Rechts­schutz und Aus­lands­schutz für Auto­fahrer wichtig

Seit Ende 2020 sind die Über­gangs­re­ge­lungen zwi­schen Groß­bri­tan­nien und der EU aus­ge­laufen. Das R+V Info­center, eine Initia­tive der R+V Ver­si­che­rung in Wies­baden, rät vor diesem Hin­ter­grund dazu, dass

„Auto­fahrer die Grüne Karte mit­führen [sollten], wenn sie auf die Insel reisen –und dar­über hinaus eine Rechts­schutz­ver­si­che­rung abschließen. Denn bei einem Unfall wird es komplizierter“. 

Risiko & Vor­sorge rät dar­über hinaus zum Abschluss eines Aus­lands­scha­den­schutzes. Dieser deckt Ver­si­che­rungs­lü­cken ab, die dadurch ent­stehen können, dass der Fahrer eines Kfz im Aus­land unver­schuldet in einen Unfall ver­wi­ckelt wird. Ent­schei­dend dabei ist, dass der Ver­si­che­rungs­nehmer seine Ansprüche nun­mehr direkt bei seinem deut­schen Kfz-Ver­si­cherer gel­tend machen kann, sich also nicht in einer fremden Sprache aus­drü­cken muss.

Grüne Karte zur Ein­reise mög­li­cher­weise vorgeschrieben

 „Seit dem 1. Januar könnten die bri­ti­schen Behörden von EU-Bür­gern bei der Ein­reise ver­langen, dass sie ihren Ver­si­che­rungs­schutz nachweisen“,

erläu­tert Hans-Peter Luck­haupt, Kfz-Experte bei der R+V‑Versicherung. Das geht ein­fach und unkom­pli­ziert mit der Inter­na­tio­nalen Ver­si­che­rungs­karte für den Kraft­ver­kehr, im all­ge­meinen Sprach­ge­brauch „Grüne Karte“ genannt. Auto­be­sitzer erhalten dieses Doku­ment kos­tenlos von ihrer Kfz-Versicherung.

© 2021 Cri­tical News – Zum Knei­pen­be­such nach England?

Inner­halb der Euro­päi­schen Union können sich deut­sche Auto­fahrer, die im Aus­land durch ein Fahr­zeug aus einem anderen EU-Land­ge­schä­digt werden, an den deut­schen Reprä­sen­tanten des geg­ne­ri­schen Haft­pflicht­ver­si­che­rers wenden. 

„So können sie Ansprüche auf Scha­dens­er­satz schneller und ein­fa­cher gel­tend machen“,

erläu­tert Luck­haupt. Nach dem BREXIT sieht das anders aus. Wenn Deut­sche bei einer Reise nach Eng­land, Schott­land, Wales oder Nord­ir­land in einen Unfall ver­wi­ckelt werden, ist ihr Ansprech­partner jetzt aus­schließ­lich der bri­ti­sche Versicherer. 

„Dann brau­chen die Auto­fahrer in vielen Fällen einen bri­ti­schen Anwalt, der sie unter­stützt. Doch das kann zeit­rau­bend und teuer werden, vor allem wenn eine Klage not­wendig ist. Eine Ver­kehrs­rechts­schutz­ver­si­che­rung ist bei Reisen nach Groß­bri­tan­nien daher auf jeden Fall sinnvoll“, 

rät Luck­haupt. Bei einem Unfall mit einem bri­ti­schen Fahr­zeug in Deutsch­land ändert sich jedoch nichts: Hier besteht wei­terhin die Unter­stüt­zung durch das Deut­sche Büro Grüne Karte in Berlin.

Leis­tungs­um­fang der pri­vaten Haft­pflicht­ver­si­che­rung überprüfen

Ergän­zend rät „Risiko & Vor­sorge“ dazu zu über­prüfen, ob in der eigenen pri­vaten Haft­pflicht­ver­si­che­rung eine For­de­rungs­aus­fall­de­ckung mit erwei­terter Kfz-Klausel vor­handen ist. Bei­spiel­haft kann eine solche wie folgt for­mu­liert sein:

„Ver­si­che­rungs­schutz besteht zudem auch für die Eigen­schaft des Scha­den­ver­ur­sa­chers als Eigen­tümer, Besitzer, Halter oder Fahr­zeug­führer eines Kraftfahrzeuges“

Quelle:  Basis ist eine Pres­se­er­klä­rung des R+V Info­cen­ters. Diese wurde hier in Teilen bear­beitet und kommentiert.

Kon­takt­daten zur Unter­neh­mens­kom­mu­ni­ka­tion des R+V Infocenters

Bri­gitte Römstedt

Raiff­ei­sen­platz 1
65189 Wies­baden

Telefon: 0611 533‑4656
E‑Mail: brigitte.​roemstedt@​ruv.​de

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