Ich weiß zwar nicht mehr als Sie, bin aber dafür! – Teil 3

Am Don­nerstag, 14.01.2021, erhielten die Ange­hö­rigen ein wei­teres Mal Post eines in pri­vater Trä­ger­schaft ste­henden Senio­ren­heims. Auch dieses Schreiben vom 12.01.2021 war von Herrn K. ver­fasst – und auch von Frau K.! War die Letzt­ge­nannte Teil dieses ‚wir‘, das unbe­nannt durch die Schreiben vom 18.12.2020 und 28.12.2020 geisterte?

Auch dieses Schreiben hat es erneut in sich. Zeit­gleich mit der Imp­fung des Ange­hö­rigen sei ein posi­tives Test­ergebnis einer Mit­ar­bei­terin bekannt geworden.

Was zuvor geschah und die Ange­hö­rigen seit der Vor­weih­nachts­zeit in große Besorgnis gestürzt hat, lesen Sie hier in Teil 1 und Teil 2:

Das ‚wir‘ bekommt einen wei­teren Namen

Diesmal ent­hält das Schreiben sogar die Funk­tionen von Herrn K. und Frau K. Herr K. fir­miert als „Ein­rich­tungs­lei­tung“, Frau K. als „Pfle­ge­dienst­lei­tung“. Warum wurde Frau K. zuvor nicht auf­ge­führt? War sie im Dezember nicht zugegen? Wurde sie des­wegen nicht benannt? Wurde für ’sie‘ mit ihrer Zustim­mung oder ohne ihr Wissen ein ‚wir‘ formuliert?

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Sym­bol­bild (Free Images from Pixabay) – Covid-19 Imp­fung zur Befreiung aus der Iso­la­tion in Pflegeheimen?

Her­denim­mu­nität nur durch Impfung?

In einem Tele­fonat mit dem Ein­rich­tungs­leiter Herrn K. wurde der Tochter des zu Imp­fenden mit­ge­teilt, dass, wenn sie ihn jetzt nicht impfen lassen würde und sie diese Zustim­mung nicht abgeben würde, keine Her­denim­mu­nität zustande käme. Sie müsste dann auch damit rechnen, dass er – ihr Vater – auch aus­ge­schlossen würde, weil sich dann ja auch Andere anste­cken könnten, wenn er Covid-19 hätte. Dar­aufhin habe die Tochter dem Ein­rich­tungs­leiter mit­ge­teilt, das sie die Voll­macht für ihren Vater habe, wenn ihm etwas geschähe, er der­zeit aber noch selbst ent­scheiden könne. Sie selbst würde der Imp­fung nicht zustimmen.

Der Sinn und Zweck des Auf­baus einer Her­denim­mu­nität soll gerade die vul­nerable (ver­wund­bare) Risi­ko­gruppe bei feh­lender Immu­nität schützen. 

Quelle: Screen­shot für Google-Such­aufruf „Her­denim­mu­nität“

Die WHO hat kürz­lich mehr oder weniger unbe­merkt die Defi­ni­tion der Her­denim­mu­nität geän­dert, so dass eine natür­liche Her­denim­mu­nität nur noch durch Imp­fung erreicht werden könne.

https://​cri​tical​-news​.de/​w​h​o​-​a​e​n​d​e​r​t​-​e​r​n​e​u​t​-​e​i​n​e​-​d​e​f​i​n​i​t​i​o​n​-​k​o​m​m​t​-​n​u​n​-​d​i​e​-​z​w​a​n​g​s​i​m​p​f​u​n​g​-​w​e​l​t​w​e​it/

Auf Face­book gibt es eine Seite des in freier Trä­ger­schaft befind­li­chen Senioren- und Pfle­ge­heims. Dort ist zu lesen, dass es ein „nach den neu­esten pfle­ge­wis­sen­schaft­li­chen Erkennt­nissen kon­zi­piertes Pfle­ge­heim in pri­vater Trä­ger­schaft mit acht Haus­ge­mein­schaften in Wohn­be­reichs­form für ins­ge­samt 80 Bewohner“ sei, zen­tral gelegen, „mit kurzen Wegen zu Ein­kaufs­mög­lich­keiten, Ärzten und Apo­theken“. Der letzte Ein­trag datiert vom Oktober 2019, bei dem man „fest­lich mit Musi­ka­li­scher Unter­stüt­zung das Okto­ber­fest zu unseren Bewoh­nern geholt“ habe, „mit Bier und kleinen Snack Bre­zeln wurde gesungen und geschun­kelt“. Sah man bis dahin Men­schen dicht bei dicht in fröh­li­cher Runde, ver­ein­samen die alten Men­schen un offen­kundig zu ihrem ver­meint­li­chen Schutz. So geht es zumin­dest dem Vater von Viola Lau­renz (Name durch die Redak­tion geän­dert), der end­lich wieder raus möchte.

Zwangs­imp­fung durch Ausgrenzung?

Tochter Viola Lau­renz hat erst im Nach­gang erfahren, dass ihr Vater, der auf­grund eines Schlag­an­falls in diesem Senio­ren­heim lebt, geimpft wurde. Aus dem Schreiben des Senio­ren­heimes vom 12.01.2021 geht hervor, dass am „Don­nerstag, den 07.01.2021 […] zwei Impf­teams […] vor Ort [waren], um die impf­be­reiten Bewohner*innen und Mitarbeiter*innen gegen das Corona-Virus zu impfen“. Wei­terhin wird mit­ge­teilt, dass man „den Termin selber […] erst einen Tag vorher mit­ge­teilt bekommen“ habe, daher hätte man die „Angehörige(n) leider nicht groß­flä­chig schnell info­mieren“ können. Die Impf­ak­tion sei als solche gut gelaufen. „Bis auf zwei Aus­nahmen konnten alle Bewohner*innen geimpft werden. Herr K. und Frau K. teilen zudem mit, dass „mit­ar­bei­ter­seitig […] eben­falls eine sehr gute Impf­be­reit­schaft von 75 % erzielt“ worden sei. „Alle geimpften Bewohner*innen und Mitarbeiter*innen“ hätten die „Imp­fung ohne groß­ar­tige Neben­wir­kungen ver­tragen“. In diesem Schreiben werden die Ange­hö­rigen zudem über „die zweite not­wen­dige Imp­fung“, die am 28.01.2021 statt­finden soll, infor­miert, die erfor­der­lich sei, „um den Impf­status zu ver­voll­stän­digen“. Dafür sollen diese die „bei­gefügte Ein­wil­li­gung (bitte neu unter­schreiben und die ent­spre­chenden Punkte für die Impf­be­reit­schaft ankreuzen) bis zum 25.01.2021 zurück“ gesandt werden. „Die Ana­mnese“ bräuchten die Ange­hö­rigen nicht aus­füllen. Das bei­gefügte Blatt ent­hält die Ver­si­ons­nummer 001, Stand 09.12.2020. Ein aktua­li­sierter Auf­klä­rungs­bogen ist dem Schreiben nicht bei­gefügt. Anläss­lich der Tat­sache, dass es sich ledig­lich um eine Not­zu­las­sung für den ver­impften mRNA-“Impfstoff” der Firma Bio­N­Tech han­delt und bei diesem somit die kli­ni­sche Studie noch nicht abge­schlossen ist, ist dies ein Skandal.

Offenbar geht man auch anderswo auf dem Stand der Studie von vor den ersten Imp­fungen aus. Dies ergibt sich, wenn man sich das You­Tube-Video „Auf­klä­rung zur Schutz­imp­fung gegen COVID-19“ anschaut, das wie folgt ange­kün­digt wurde; 

„Am Samtag, 16. Januar 2021 infor­mierte um 10 Uhr Frau Dr. Lioba Kühne über die Schutz­imp­fung. Begrüßt wurde sie von Ein­rich­tungs­leiter Peter Baake. Die Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tung wurde in der Haus­ka­pelle der Alten- und Pfle­ge­ein­rich­tung „St. Cyriak – Wohnen und Pflege im Herzen der Stadt Furt­wangen“ auf­ge­zeichnet. Zugleich wurde sie über die Video­ein­rich­tung live auf die Sta­tionen des Hauses übertragen.“ 

So teilt die Ärztin Frau Dr. Lioba Kühne in ihrem unre­flek­tierten Vor­trag mit:

„es gibt in ganz ganz ganz sel­tenen Fällen auch mal vor­über­ge­hend … ist beob­achtet worden, von extrem vielen Imp­fungen, die bereits schon überall gelaufen sind, auch eine vor­über­ge­hende Gesichts­läh­mung, die sich aber wieder zurück­ge­bildet hat. Das waren 4 vor­über­ge­hende Gesichts­läh­mungen und all­er­gi­sche Reak­tionen sind so gut wie nicht vorgekommen.“

Dieser Vor­trag ist auf­grund wei­terer Fehler, aber auch wegen der offen­kun­digen Ver­leug­nung diverser Artikel zu Impf­vor­fällen, in einem sepa­raten Artikel beson­ders zu würdigen.

In einem Gespräch mit ihrem Vater teilte Viola Lau­renz ihm anläss­lich der nun aus­ste­henden zweiten Imp­fung mit, dass es anderswo bereits Todes­fälle und Fälle mit schweren Neben­wir­kungen gegeben habe. Er stünde offenbar unter Druck und wolle sich trotz des Wis­sens um diese teils noch unge­klärten Todes­fälle impfen lassen. So ist unter anderem auch ihr bekannt geworden, dass es nach Covid-19 Imp­fungen u. a. in Nor­wegen zu zahl­rei­chen Todes­fällen (mitt­ler­weile wurden 29 Todes­fälle gemeldet) gekommen ist, siehe u. a. hier.

„Bloom­berg berichtet, dass in Nor­wegen die Anzahl der Toten nach Corona-Imp­fungen von 23 auf 29 Per­sonen gestiegen ist. Alle gemel­deten Todes­fälle betrafen „ältere Men­schen mit schwer­wie­genden Grund­stö­rungen (…) Für die­je­nigen mit der schwersten Gebrech­lich­keit können selbst relativ milde Neben­wir­kungen des Impf­stoffs schwer­wie­gende Folgen haben“, so die nor­we­gi­sche Arz­nei­mit­tel­be­hörde. In Nor­wegen wurden bisher 42.000 Men­schen geimpft.“

Viola Lau­renz sagt besorgt:

„Die Leute werden so unter Druck gesetzt, dass man im End­ef­fekt gar keine andere Lösung hat als Betrof­fener, wenn man in so einem Heim ist, frei­willig zu sagen: Ich mache es oder ich mache es nicht. Du wirst heut­zu­tage dazu gezwungen. Wenn du es nicht machst, wirst du aus­ge­schlossen. Dass wird dir mal so nebenbei durch die Blume gesagt. Also, dass man damit rechnen muss, dass man aus­ge­schlossen wird.“

Der BIVA Pfle­ge­schutz­bund hat anläss­lich der Imp­fungen eine Umfrage gestartet, die mit fol­genden Worten ein­ge­leitet wird: 

„Seit einigen Tagen haben in Pfle­ge­ein­rich­tungen die ersten Imp­fungen gegen das Coro­na­virus SARS-CoV‑2 begonnen. Nach langen, kräf­te­zeh­renden Monaten ver­spre­chen sich viele Bewohner/innen, Besucher/innen und Mitarbeiter/innen davon ein bal­diges Ende der Besuchs­ein­schrän­kungen. Doch gibt es auch Berichte über Pannen in der Orga­ni­sa­tion und beim Ablauf der Impfungen.“

Dies bestä­tigt letzt­end­lich Viola Lau­renz im Gespräch mit dem Ein­rich­tungs­leiter, der an der erfolgten Imp­fung ein Ende der Besuchs­ein­schrän­kungen bzw. Iso­la­tion knüpft. Wer unter anderem Prof. Dr. Karl Lau­ter­bach (SPD) zuge­hört hat, hätte bereits seit Wochen mit­be­kommen können, dass die neu­ar­tige mRNA-„Impfung“ nicht vor Anste­ckung, somit auch nicht vor dem Anste­cken anderer Men­schen schützen soll. Die Hoff­nung auf ein bal­diges Ende der Besuchs­ein­schrän­kungen erscheint somit illu­so­risch, unab­hängig davon ist es offen­kundig in vielen Fällen will­kür­lich und kommt einer Inhaf­tie­rung der Bewohner gleich.

Besuchs­ein­schrän­kungen in den Pflegeheimen

Der BIVA Pfle­ge­schutz­bund hat auf seiner Web­seite Infor­ma­tionen zu den Rege­lungen in den ein­zelnen Bun­des­län­dern bei den Besuchs­ein­schrän­kungen in Alten- und Pfle­ge­heimen wegen Corona zusam­men­ge­stellt. Sie finden diese hier. Dort finden Sie auch die bereits erwähnte anonyme Blitz­um­frage zur aktu­ellen Impf­si­tua­tion in sta­tio­nären Pfle­ge­ein­rich­tungen, der Link zur Umfrage lautet https://​de​.sur​vey​m​onkey​.com/​r​/​X​N​W​6​BS2

Über­ra­schung. Es kommt das Impfteam.

Inwie­weit der Vater von Viola Lau­renz am 07.01.2021 auf­ge­klärt wurde, ob man mit ihm am Tag der Imp­fung den Auf­klä­rungs­bogen voll­ständig durch­ge­gangen ist, inwie­weit ein Gespräch mit seinem Haus­arzt durch­ge­führt wurde, ob er über die bis­lang bekannten Todes­fälle und Neben­wir­kungen auf­ge­klärt wurde, die sicher oder mög­li­cher­weise mit den Imp­fungen im Zusam­men­hang stehen, ist bis dato unbe­kannt. Es exis­tieren letzt­end­lich auch keine For­mu­lare, die beim Impf­ling bleiben, mit denen ein Impf­arzt dezi­diert belegen muss, über welche Inhalte er kon­kret den zu Imp­fenden auf­ge­klärt hat. Bei Men­schen in Pfle­ge­heimen, die auf­grund gesund­heit­li­cher Ein­schrän­kungen dort im All­ge­meinen die letzten ein bis zwei Jahre ihres Lebens ver­bringen, ist zudem kaum zu erwarten, dass alle einen Auf­klä­rungs­bogen im vollen Umfang lesen und ver­stehen können.

Neues Auf­klä­rungs­merk­blatt ist nicht dabei

Der Ein­rich­tungs­leiter Herr K. musste bereits mit seinem zweiten Schreiben vom Montag, 28.12.2020, den Ange­hö­rigen und “Betreuer*innen” mit­teilen[x]:

“… leider haben wir vom nie­der­säch­si­schen Minis­te­rium für Soziales, Gesund­heit und Gleich­stel­lung die Auf­lage bekommen, das “Auf­klä­rungs­merk­blatt” der Imp­fung gegen Covid-19 noch­mals in aktua­li­sierter Form an Sie zu versenden.”

Hätte ihm dies nicht auf­grund des Sach­ver­halts, dass ein not­zu­ge­las­sener mRNA-“Impfstoff” ver­wendet wird, mit­ge­teilt werden müssen, dass sich das Auf­klä­rungs­merk­blatt im Prinzip täg­lich ändern könnte? Eine kurze Recherche auf die Seiten des Robert-Koch-Insti­tutes reichte aus, um fest­zu­stellen, dass mitt­ler­weile Ver­sion 003 des Auf­klä­rungs­merk­blattes vom 11.01.2021 vor­liegt. Sie finden Sie hier. Auf Seite 1 ist zudem in Klam­mern ste­hend ver­merkt: „(dieses Auf­klä­rungs­merk­blatt wird lau­fend aktua­li­siert)“. Das Auf­klä­rungs­merk­blatt zur Covid-19 Imp­fung mit mRNA-Impf­stoff kann neben dem Ana­mnese- und Ein­wil­li­gungs­bogen zur Schutz­imp­fung gegen COVID-19 mit mRNA-Impf­stoff hier in deut­scher sowie in vielen wei­teren Spra­chen down­gel­oadet werden. Es ist dort ins­be­son­dere vermerkt;

„Dieser Auf­klä­rungs­bogen wird lau­fend aktua­li­siert (zuletzt am 11.01.2021, die fremd­spra­chigen Mate­ria­lien werden der­zeit über­ar­beitet).“

Daraus ergibt sich, dass offen­kundig für andere Spra­chen zum Tag einer Imp­fung nicht gleich­zeitig die glei­chen Infor­ma­tionen für einen zu Imp­fenden vor­liegen dürften. Dies ist leider Fakt: Für die Spra­chen Alba­nisch, Ara­bisch, Bul­ga­risch, Dari, Eng­lisch, Fran­zö­sisch, Kroa­tisch, Kur­disch, Paschtu, Per­sisch, Pol­nisch, Rumä­nisch, Rus­sisch, Ser­bisch, Spa­nisch, Tigri­nisch, Tür­kisch, Urdu und Viet­na­me­sich liegen der­zeit immer noch ver­al­tete – auf dem Stand vom 30.12.2020 datie­rende – Auf­klä­rungs­bögen vor. Die Mit­ar­beiter des RKI und des Grünen Kreuzes haben es offen­sicht­lich nicht in Zusam­men­ar­beit mit Bio­N­Tech und Moderna geschafft, inner­halb der letzten 20 bzw. 8 Tage die Auf­klä­rungs­merk­blätter zu aktua­li­sieren. Ange­sichts der Ereig­nisse, die unter anderem in Nor­wegen und Kali­for­nien zu einem Stopp der Imp­fung für bestimmte Men­schen geführt haben, da es dort zu gehäuften Todes­fällen gekommen ist, muss sich jeder Impf­arzt dar­über bewusst sein, dass er bei Unter­zeich­nung des Auf­klä­rungs­bo­gens zusammen mit dem jewei­ligen Impf­ling dem aktu­ellen Wis­sens­stand nicht nur einen Tag, son­dern zum Teil über 20 Tage und mehr hin­terher hinken kann und wird. Dies ist ange­sichts der Schwere der Neben­wir­kungen, die Men­schen bis hin zum Tod erleiden können, in keiner Weise hinnehmbar.

RKI – Aus­schnitt der Web­seite mit den Aufklärungsmerkblättern

Beim Ver­si­ons­ver­gleich zwi­schen dem Auf­klä­rungs­merk­blatt Ver­sion 002 und 003 ergeben sich fol­gende Änderungen:

Abschnitt “Was ist COVID-19?”: bisher Fieber über 38 °C, jetzt nur “Fieber” sowie “Ver­lust des Geruchs- / Geschmacks­innes”, jetzt “vor­über­ge­hender Ver­lust des Geruchs- / Geschmacksinnes”.

Erst­mals im Abschnitt ” Um wel­chen Impf­stoff han­delt es sich?” ist nicht nur die Benen­nung “Comirnaty® von BioNTech/Pfizer”, son­dern ” COVID-19 Vac­cine Moderna® von Moderna”. Analog auch in den wei­teren Abschnitten. Nir­gends wird klar­ge­stellt, welche Impf­stoff im kon­kreten Fall tat­säch­lich ver­impft werden soll.

Im Abschnitt “Wie wirksam ist die Imp­fung?” wird auf die “ver­füg­baren COVID-19-mRNA-Impf­stoffe” hin­ge­wiesen, dies aber so, dass offenbar nur die Benannten von Bio­N­Tech und Moderna gemeint seien. Kor­rekt wäre darauf hin­zu­weisen, dass nur diese beiden Impf­stoffe bis­lang in Deutsch­land per Not­zu­las­sung bzw. bedingter Zulas­sung ver­fügbar sind.

Die Art der Ver­imp­fung in den Ober­arm­muskel fand sich bisher im Abschnitt “Um wel­chen Abschnitt han­delt es sich?, nun­mehr im Abschnitt “Wie wird der Impf­stoff ver­ab­reicht?”. Wich­tiger Hin­weis im neuen Text: “Bei der 2. Imp­fung muss der gleiche Impf­stoff des­selben Her­stel­lers ver­wendet werden wie bei der 1. Imp­fung.” Vorher war bezogen auf Bio­N­Tech die Rede von einem Abstand zwi­schen en Imp­fungen “von 3 Wochen”, nun­mehr von “min­des­tens 3 Wochen”, “jedoch nicht mehr als 6 Wochen”. “Bei der 2. Imp­fung muss der gleiche Impf­stoff des­selben Her­stel­lers ver­wendet werden wie bei der 1. Impfung”.

“Wie wirksam ist die Imp­fung” wurde stark geän­dert. Neu ist u.a. die Erwäh­nung der angeb­lich ver­gleich­baren Wirk­sam­keit und der mög­li­chen Impf­re­ak­tionen und Kom­pli­ka­tionen (also auch eine Neben­wir­kungs­quote von 23,9 % bei Bio­N­Tech!?) der ein­zelnen Impf­stoffe. Siehe hierzu hier.

Bisher heißt es, dass „etwa 95 von 100 geimpften Per­sonen vor einer Erkran­kung geschützt“, nun­mehr wird „eine hohe Wirk­sam­keit von bis zu 95 %“ benannt. Was diese angeb­lich hohe Wirk­sam­keit wirk­lich bedeutet, bezeichnet Dr. Wolf­gang Wodarf auf seiner Web­seite als „Amt­liche Irreführung“.

Quelle: www​.wodarg​.com

Durch­gängig werden im Text immer wieder die Unter­schiede der beiden benannte Impf­stoffe her­vor­ge­hoben. Dazu gehört u.a. das Min­dest­alter von 16 Jahren bei Bio­N­Tech bzw. 18 Jahren bei Moderna.

Im neuen Text heißt es unter “Wer pro­fi­tiert beson­ders von der Imp­fung?” , dass die Fest­le­gung der zunächst zu imp­fenden Per­sonen gemäß “Ein­schät­zung der STIKO (Stän­dige Impf­kom­mis­sion beim Robert Koch-Institut) unter Berück­sich­ti­gung der gemeinsam mit dem Deut­schen Ethikrat und der Leo­pol­dina erar­bei­teten Kri­te­rien zur Prio­ri­sie­rung” erfolgte. In der alten Text­fas­sung war statt­dessen von einem “gemeinsam mit dem Deut­schen Ethikrat und der Leo­pol­dina erstellten Posi­ti­ons­pa­piers” die Rede.

Im Abschnitt „Wer soll nicht geimpft werden?“ gibt es diverse Ände­rungen, z.B. was Imp­fung von Schwan­geren betrifft. Bisher hieß es „Da noch nicht aus­rei­chend Erfah­rungen vor­liegen, ist die Imp­fung in der Schwan­ger­schaft und Still­zeit der­zeit nur nach indi­vi­du­eller Risiko-Nutzen-Abwä­gung emp­fohlen“. Nun­mehr heißt es unter anderem „Die STIKO hält es für unwahr­schein­lich, dass eine Imp­fung der Mutter wäh­rend der Still­zeit ein Risiko für den Säug­ling dar­stellt.“ Woraus die neue Ein­schät­zung resul­tiert, ist nicht bekannt.

Neu ist fol­gendes Abraten: “Wer nach der 1. Imp­fung eine all­er­gi­sche Sofort­re­ak­tion (Ana­phy­laxie) hatte, sollte die 2. Imp­fung nicht erhalten.”

Eben­falls neu ist, dass es keine Hin­weise darauf gäbe, dass die Imp­fung eine Gefähr­dung dar­stellte, wenn für die Ver­gan­gen­heit eine Infek­tion mit dem “neu­ar­tigen Coro­na­virus” durch­ge­macht wurde. Somit bestehe also keine medi­zi­ni­sche Not­wen­dig­keit, dies vor der Imp­fung auszuschließen.

Unver­än­dert ist der Abschnitt “Wie ver­halte ich mich nach der Imp­fung?”. Wei­terhin fehlt ein Hin­weis darauf, dass Per­sonen mit gewissen Gen­de­fekten kein Par­acet­amol vertragen.

Der Abschnitt “Welche Impf­re­ak­tionen können nach der Imp­fung auf­treten?” weist erst­mals beide hier benannten Her­steller aus.

Bezogen auf den Impf­stoff von Bio­N­Tech heiß es bisher, dass Lokal- und All­ge­mein­re­ak­tionen “meist inner­halb von 2 Tagen”, nun­mehr “inner­halb von Tagen” auf­träten. Bis­lang hielten diese “selten länger als 1 bis 2 Tage”, nun­mehr “selten länger als 3 Tage”. Anstelle einer bisher zwei­mo­na­tigen Beob­ach­tungs­zeit, wird nun auf eine “mehr­mo­na­tige” Beob­ach­tungs­zeit hin­ge­wiesen. Aus “Kopf­schmerzen und Frös­teln” wurden “Kopf­schmerzen und Schüttelfrost”.

Die ins­ge­samt sehr hohe Neben­wir­kungs­quote von über 20 Pro­zent (siehe oben) bei Moderna wird nicht the­ma­ti­siert und in Ver­hältnis zu übli­chen Quoten von Impf­re­ak­tionen gesetzt. Warn­hin­weise zu ein­zelnen Per­sonen, die nach einer Imp­fung einer inten­siv­me­di­zi­ni­schen Behand­lung bedurften, werden nicht gegeben.

Betrachtet man die im Auf­klä­rungs­bogen zu Moderna und Bio­N­Tech benannten mög­li­chen Impf­re­ak­tionen, so erkennt man eine deut­lich höhere Neben­wir­kungs­quote bei Moderna, was die oben im Text gemachten Aus­sagen zu angeb­lich ver­gleich­baren Neben­wir­kungen ad absurdum führt.

Wei­terhin ist von den “umfang­rei­chen kli­ni­schen Prü­fungen” die Rede, ohne dass irgendwo erwähnt wird, dass es sich bei dem Impf­stoff von Bio­N­Tech um eine Not­zu­las­sung, bei Moderna um eine bedingte Zulas­sung han­delt. Auch wird im Auf­klä­rungs­bogen nicht erläu­tert, dass noch nie eine regu­läre Zulas­sung eines mRNA-Impf­stoffes erfolgte.

Unge­klärt bleibt wei­terhin, wie jemand mit schweren Impf­re­ak­tionen seinen Haus­arzt über­haupt kon­tak­tieren können soll, wenn er oder sie allein­ste­hend ist. Und wie soll dieser über­haupt helfen können, wenn im All­ge­meinen auf­grund von Geschäfts­ge­heim­nissen der Her­steller viel­fach nicht bekannt ist, was in diesem Impf­cock­tail über­haupt alles drin ist?

Es fehlen Hin­weise auf die bisher zumin­dest in Ver­bin­dung mit den Imp­fungen ste­henden Todes­fälle, gleich­zeitig gibt es aber wei­terhin Hin­weise auf den gefürch­teten töd­li­chen Ver­lauf ohne Impfung.

Der effek­tive Nutzen der Imp­fung und die Risi­ko­ab­wä­gung gehen aus den Unter­lagen so nicht hervor.

Und ein posi­tiver Test

Inwie­weit der Vater von Viola Lau­renz auf­ge­klärt wurde, dass am Tag der Imp­fung ein posi­tives Test­ergebnis einer Mit­ar­bei­terin vor­ge­legen hat, konnte bis dato nicht eru­iert werden, da der ent­spre­chende Kon­takt nur ein­ge­schränkt her­ge­stellt werden kann. Auf­grund dieses Vor­falls bestand für die Ein­rich­tung bis ein­schließ­lich 15.01.2021 ein Betre­tungs­verbot, das aber noch ver­län­gert werden könnte. Nach einer Rei­hen­tes­tung der gerade erst geimpften „Bewohner*innen und Mitarbeiter*innen durch die Johan­niter“ zwei Tage nach der Imp­fung konnte „kein groß­flä­chiger Aus­bruch des Virus fest­ge­stellt“ werden. Wie viele Men­schen tat­säch­lich ein posi­tives Test­ergebnis hatten, erfährt man hin­gegen nicht.

Iso­la­tion macht krank

Auf­grund des Betre­tungs­ver­botes bleibt den Ange­hö­rigen der­zeit erneut nur die Mög­lich­keit, Auf­merk­sam­keiten in eine Kiste vor der Haupt­ein­gangstür zu depo­nieren, die man mit dem „Namen der Bewohner*in“ ver­sehen soll. Es ist somit auch davon aus­zu­gehen, dass die negativ getes­teten Bewohner dieses Heimes, ihr Zimmer über Wochen nicht ver­lassen können, was einer Ein­zel­haft gleich kommt. 


[1] AUFKLÄRUNGSMERKBLATT, Zur Schutz­imp­fung gegen COVID-19 (Corona Virus Disease 2019) – mit mRNA-Impf­stoffen –, Aus­gabe 1 Ver­sion 003 (Stand 11. Januar 2021), RKI, 11.01.2021, https://​www​.rki​.de/​D​E​/​C​o​n​t​e​n​t​/​I​n​f​e​k​t​/​I​m​p​f​e​n​/​M​a​t​e​r​i​a​l​i​e​n​/​D​o​w​n​l​o​a​d​s​-​C​O​V​I​D​-​1​9​/​A​u​f​k​l​a​e​r​u​n​g​s​b​o​g​e​n​-​d​e​.​p​d​f​;​j​s​e​s​s​i​o​n​i​d​=​0​5​9​2​2​5​5​C​F​D​6​7​4​D​6​F​C​3​B​7​3​0​8​2​C​8​2​3​3​E​1​A​.​i​n​t​e​r​n​e​t​0​8​1​?​_​_​b​l​o​b​=​p​u​b​l​i​c​a​t​i​o​n​F​ile, zuletzt auf­ge­rufen am 19.01.2021 [2] Auf­klä­rungs­merk­blatt zur COVID-19-Imp­fung mit mRNA-Impf­stoff, RKI, https://​www​.rki​.de/​D​E​/​C​o​n​t​e​n​t​/​I​n​f​e​k​t​/​I​m​p​f​e​n​/​M​a​t​e​r​i​a​l​i​e​n​/​C​O​V​I​D​-​1​9​-​A​u​f​k​l​a​e​r​u​n​g​s​b​o​g​e​n​-​T​a​b​.​h​tml, zuletzt auf­ge­rufen am 19.01.2021
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