Kurz­check: Hun­de­hal­ter­haft­pflicht der Schwarz­wälder (2019)

Das letzte Update zur Hun­de­hal­ter­haft­pflicht­ver­si­che­rung „Tier­hal­ter­haft­pflicht­ver­si­che­rung Direkt“ der Schwarz­wälder Ver­si­che­rung Ver­si­che­rungs­verein auf Gegen­sei­tig­keit erfolgte zum April 2019. Risi­ko­träger ist die Ost­angler Brand­gilde.

Die Zeit­schrift „Finanz­test“ stellt den Tarif in ihrer im Dezember 2021 erschie­nenen Aus­gabe 01/2022 als Tarif heraus, der nicht nur den dort defi­nierten Grund­schutz erfüllt, son­dern dar­über hinaus die nied­rigste Prämie der getes­teten Tarife hat. Abwei­chend nicht erfüllt sind die Min­dest­an­for­de­rungen für eine emp­feh­lens­wert Hun­de­hal­ter­haft­pflicht­ver­si­che­rung von Witte Finan­cial Ser­vices. Unter anderem bestehen Aus­schlüsse für Ent­schä­di­gungen mit Straf­cha­rakter im Rahmen der welt­weiten Deckung.

Ange­boten wird der Ver­si­che­rungs­schutz von der Schwarz­wälder mit den Deckungs­summen 10, 20 und 50 Mil­lionen Euro, maximal jedoch 15 Mil­lionen Euro je geschä­digter Person.

Die gewählte Deckungs­summe ist auf die zwei­fache Leis­tung pro Jahr begrenzt (Maxi­mie­rung).  Die Vor­sor­ge­de­ckung besteht bis in Höhe der Deckungssumme.

Auch Lis­ten­hunde pro­blemlos versicherbar

Die Brut­to­jah­res­prämie ist anders als bei vielen Wett­be­wer­bern unab­hängig von der Rasse des zu ver­si­chernden Hundes. Sie beträgt je nach gewünschter Deckungs­summe 47,60 Euro (10 Mio. Euro), 50,46 Euro (20 Mio. Euro) bzw. 57,12 Euro (50 Mio. Euro) pro Jahr.

Sollen zwei Hunde ver­si­chert werden, gewährt der Ver­si­cherer einen Mehr-Hunde-Nach­lass. Die ent­spre­chenden Prä­mien betragen dann 95,20 Euro, 100,92 Euro bzw. 114,24 Euro.

Für unter­jäh­rige Zahl­weise wird ein Raten­zah­lungs­zu­schlag in Höhe von 5 % (monat­lich bzw. vier­tel­jähr­lich) bzw. 3 % (halb­jähr­lich) erhoben. Der Min­dest­bei­trag je Rate beträgt 29,75 Euro netto, so dass bei Ver­si­che­rung von nur einem oder zwei Hunden keine monat­liche Zahl­weise mög­lich ist. Der Ver­si­cherer begründet dies mit Buchungs­kosten je Zahlungsbeleg.

Die Schwarz­wälder bietet einen Rabatt von 5 % bei Ver­ein­ba­rung einer Lauf­zeit von drei Jahren.

Der Ver­trag ist zum Ablauf der ursprüng­lich ver­ein­barten Lauf­zeit von ein oder drei Jahren, anschlie­ßend um Ablauf des jewei­ligen Ver­si­che­rungs­jahres mit Frist von drei Monaten zur Haupt­fäl­lig­keit kündbar.

Aus­ge­wählte Leis­tungen des Tarifs Tier­hal­ter­haft­pflicht­ver­si­che­rung Direkt der Schwarzwälder

  • Inno­va­ti­ons­klausel
  • Garantie, dass nicht zum Nach­teil des Ver­si­che­rungs­neh­mers von den unver­bind­li­chen Mus­ter­be­din­gungen des GDV (Gesamt­ver­band der Deut­schen Ver­si­che­rungs­wirt­schaft) abge­wi­chen wird (GDV-Garantie). Dabei bezieht sich die Garantie auf die GDV-Vari­ante mit AHB. An ver­schie­denen Stellen wider­spre­chen die dem Ver­trag zugrun­de­lie­genden Bedin­gungen dieser Garantie (siehe „aus­ge­wählte Ein­schrän­kungen“).
  • Aus­drück­lich mit­ver­si­chert ist der Mit­halter der ver­si­cherten Hunde
  • Unbe­grenzter Ver­si­che­rungs­schutz für vor­über­ge­hende Aus­lands­auf­ent­halte.
  • Mit­ver­si­chert sind Schäden an beweg­li­chen Ein­rich­tungs­ge­gen­ständen (z. B. Mobi­liar, Heim­tex­ti­lien oder Geschirr) in zu pri­vaten Zwe­cken gemie­teten Feri­en­woh­nungen oder ‑häu­sern oder in Hotel­zim­mern. Die maxi­male Ent­schä­di­gung beträgt hier 10 Mil­lionen Euro.
  • Mit­ver­si­che­rung sind Mietsach­schäden an sowie die Ver­nich­tung von gelie­henen oder gemie­teten Tier­trans­port­an­hän­gern bis zu 3.000 Euro je Versicherungsfall
  • Mit­ver­si­chert sind Mietsach­schäden sowie die Zer­stö­rung oder das Abhan­den­kommen von fremden, beweg­li­chen Sachen, die der Ver­si­che­rungs­nehmer mit Bezug auf die Hal­tung des ver­si­cherten Hundes gemietet, gepachtet oder geliehen hat. Die Ersatz­leis­tung ist je Ver­si­che­rungs­fall. Die Ent­schä­di­gung ist auf 3.000 Euro je Ver­si­che­rungs­fall begrenzt. Als Bei­spiel nennt der Ver­si­cherer gegen­über „Risiko & Vor­sorge“ eine sta­bile Hun­debox, die unter 1.000 Euro kosten würde.
  • Aus­drück­lich mit­ver­si­chert sind Schäden durch tie­ri­sche Ausscheidungen
  • Sofern zur Prä­mi­en­be­rech­nung ange­geben, besteht auch Ver­si­che­rungs­schutz für den Ver­si­che­rungs­nehmer als pri­vater Hun­de­züchter oder ‑dres­seur. Dies gilt auch für nicht zum Ver­kauf bestimmte Hunde (Stamm­hunde) oder die zum Ver­kauf bestimmten Zucht­tiere. Aus­ge­nommen davon sind Jagd­hunde, für die Ver­si­che­rungs­schutz durch eine Jagd­haft­pflicht­ver­si­che­rung besteht.
  • Aus­drück­liche Mit­ver­si­che­rung von Schäden durch gewollten sowie unge­wollten Deckakt
  • Ein­schluss einer For­de­rungs­aus­fall­de­ckung ohne Min­dest­scha­den­höhe und ohne Selbst­be­halt bzw. Min­dest­scha­den­höhe. Diese leistet aller­dings nur für Per­sonen- und Sach­schäden, nicht jedoch für echte Ver­mö­gens­schäden. Die Ent­schä­di­gung ist auf maximal 20 Mil­lionen Euro je Scha­de­n­er­eignis begrenzt.  Hierzu äußerte sich der Ver­si­cherer am 12.01.2022 wie folgt:

„von uns sprach­lich unglück­lich – Seite 59 Ziffer 1.7.1 2. Absatz wird auf den Inhalt der Deckung der Hun­de­hal­ter­haft­pflicht ver­wiese, also ein­schließl. Ver­mö­gens­schäden, im 6. Absatz wird die Ersatz­leis­tung auf 20.000.000 Euro für Per­sonen- und Sach­schäden begrenzt, für Ver­mö­gens­schäden besteht bereits gemäß Ziffer 1.6 eine Begren­zung auf 10.000.000 Euro“

Mit­ver­si­chert ist die Eigen­schaft des Schä­di­gers auch als Halter sons­tiger Tiere (z. B. wenn der Hund des Ver­si­che­rungs­neh­mers durch den Tritt eines Pferdes geschä­digt wird. Mit­ver­si­chert ist auch ein vor­sätz­li­ches Han­deln des fremden Tier­hal­ters oder ‑hüters.

  • Erstat­tung von Rechts­ver­fol­gungs­kosten (Scha­den­er­satz­rechts­schutz zur Aus­fall­de­ckung) im Rahmen der For­de­rungs­aus­fall­de­ckung, aller­dings erst ab einer Min­dest­scha­den­höhe von 5.000 Euro. Anders als die zugrunde lie­gende For­de­rungs­aus­fall­de­ckung (hier muss ein zunächst ein voll­streck­bares Urteil vor einem Gericht inner­halb der EU, Nor­we­gens oder der Schweiz gegen den Dritten erwirkt worden sein) gilt für diesen Bau­stein eine welt­weite Deckung.
  • Kosten für Ber­gungs- und Ret­tungs­kosten für ver­si­cherte Hunde bis zu 3.000 Euro
  • Ver­si­che­rungs­schutz als pri­vater Nut­zung der ver­si­cherten Hunde zu the­ra­peu­ti­schen Zwecken
  • Ver­si­che­rungs­schutz für neu­ge­bo­rene Welpen für bis zu 12 Monate, sofern im Besitz des Versicherungsnehmers
  • Ver­se­hens­klausel (ver­se­hent­lich ver­spä­tete Schadenmeldung)

Aus­ge­wählte Ein­schrän­kungen des Tarifs Tier­hal­ter­haft­pflicht­ver­si­che­rung Direkt der Schwarzwälder

  • Keine Garantie, dass nicht zum Nach­teil des Kunden von den unver­bind­li­chen Emp­feh­lungen des Arbeits­kreises Bera­tungs­pro­zesse abge­wi­chen wird (Arbeits­kreis-Garantie)
  • Keine Best-Leis­tungs-Garantie (Erwei­terte Vorsorge)
  • Keine Besitz­stands­ga­rantie (Vor­ver­si­che­r­er­ga­rantie). Das Unter­nehmen hält hier eine Tarif­kal­ku­la­tion für nicht möglich.
  • Keine Dif­fe­renz­de­ckung
  • Feh­lende Bei­trags­frei­stel­lung bei Arbeitslosigkeit
  • Vor­aus­set­zung für einen welt­weiten Ver­si­che­rungs­schutz ist eine Kor­re­spon­den­z­an­schrift im Inland und, sofern sich der Ver­si­che­rungs­nehmer über die jeweils fol­gende Bei­trags­fäl­lig­keit hinaus im Aus­land auf­hält, auch ein SEPA-Mandat für die Abbu­chung von einem deut­schen Konto. Der Ver­si­cherer hat mit­ge­teilt, dass man das SEPA-Mandat auf eine Abbu­chung von einem „EU-Konto“ ändern müsse.

Bei Ver­si­che­rungs­fällen in den USA, US-Ter­ri­to­rien oder Kanada werden die Auf­wen­dungen des Ver­si­che­rers als Kosten als Leis­tungen auf die Ver­si­che­rungs­summe ange­rechnet. Aus­ge­schlossen vom Ver­si­che­rungs­schutz bleiben Ansprüche auf Ent­schä­di­gungen mit Straf­cha­rakter (z. B. puni­tive und exem­plary damages oder Ent­schä­di­gungen nach dem fran­zö­si­schen Code Civil). Eine wei­tere Aus­nahme für den welt­weiten Ver­si­che­rungs­schutz gilt wie bran­chen­üb­lich im Rahmen der For­de­rungs­aus­fall­de­ckung.

  • Nicht welt­weit, son­dern nur inner­halb des euro­päi­schen Aus­lands, wird bei ent­spre­chender behörd­li­cher Anord­nung ein Straf­kau­ti­ons­dar­lehen zur Ver­fü­gung gestellt wird. Es fehlt eine Klar­stel­lung, inwie­fern die dem Ver­si­che­rungs­nehmer bereit gestellte Kau­tion zinslos oder zu ver­zinsen ist. Der Ver­si­cherer sieht hier einen nur „arg ein­ge­schränkten“ Bedarf. „Ohne Aus­sagen zur Ver­zin­sung gelten hierzu die gesetz­li­chen Bestim­munen“.
  • Kein Ver­si­che­rungs­schutz für unmit­tel­bare Per­so­nen­schäden der ver­si­cherten Per­sonen unter­ein­ander (z. B. von Ehe­part­nern oder Ange­hö­rigen in häus­li­cher Gemein­schaft). Abwei­chend davon sind mit­ver­si­chert gesetz­liche Haft­pflicht­an­sprüche des Hüters gegen den Ver­si­che­rungs­nehmer und gegen die Mit­halter des Hundes. Aus­ge­schlossen bleiben jedoch Ansprüche gegen den Ver­si­che­rungs­nehmer und die Mit­halter aus sol­chen Schäden, die durch ein bewusstes Abwei­chen von Gesetzen, Ver­ord­nungen oder behörd­li­chen Ver­fü­gungen und Anord­nungen am Wohnort des Ver­si­che­rungs­neh­mers, welche der Hal­tung und Züch­tung von Hunden dienen, ver­ur­sacht wurden.
  • Keine Mit­ver­si­che­rung von Regress­an­sprü­chen von Sozi­al­ver­si­che­rungs­trä­gern, pri­vaten Kran­ken­ver­si­che­rern und pri­vaten oder öffent­li­chen Arbeit­ge­bern bzw. Dienst­herren bei Per­so­nen­schäden. Solche Schäden kommen in der Praxis relativ häufig vor.
  • Mit­ver­si­chert sind Mietsach­schäden an Wohn­räumen sowie Räumen in Gebäuden bis maximal 20 Mil­lionen Euro, nicht jedoch an z. B. Car­ports, Garagen, Stal­lungen oder Bal­konen. Aus­ge­schlossen sind unter anderem Haft­pflicht­an­sprüche wegen Abnut­zung, Ver­schleiß und über­mä­ßiger Bean­spru­chung (All­mäh­lich­keits­schäden). Eben­falls nicht ver­si­chert sind Schäden an einer unent­gelt­lich in Obhut genom­menen Woh­nung (z. B. wäh­rend einer urlaubs­be­dingten Abwesenheit).
  • Keine Mit­ver­si­che­rung von Schäden durch ver­si­cherte Hunde an sons­tigen fremden gemie­teten, gepach­teten, gelie­henen oder in Obhut genom­menen beweg­li­chen Sachen, die keinen Bezug auf die Hal­tung ver­si­cherter Hunde haben (z. B. die Schuhe, Brille oder Laptop mit Lap­top­kabel des Nach­barn oder Schäden an fremden Kraft‑, Luft- oder Wasserfahrzeugen).
  • Kein Ver­si­che­rungs­schutz für Schäden im Zusam­men­hang mit einer ehren­amt­li­chen, neben­be­ruf­li­chen oder gewerb­li­chen Tätig­keit (z. B. als The­ra­pie­hund). In diesem Zusam­men­hang fehlt auch eine Klar­stel­lung, ob etwa Preis­gelder für die Teil­nahme an Hun­de­s­chauen bis zu einer bestimmten Summe pro Jahr noch unter den Ver­si­che­rungs­schutz fallen – oder nicht. Hierzu äußert sich der Ver­si­cherer wie folgt:

„Ehrenamt sollte man ggf. klar­stel­lend ein­schließen (z. B. ehren­amt­li­cher Such­hun­de­ein­satz mit dem ver­si­cherten Hund im Kata­stro­phen­fall. Neben­be­ruf­lich oder gewerb­lich ist bewusst aus­ge­schlossen, da hier eine ent­spre­chende Gewer­be­haft­pflicht abge­schlossen werden muss – steht aber auch so in den Bedin­gungen. Das Preis­geld­thema – ent­weder ist das eine beruf­liche Nut­zung oder nicht – das hängt von der SW-Seite aber nicht an einer Summe“

  • Keine ver­bes­serte Kfz-Klausel (z. B. Be- und Ent­la­de­schäden oder Voll­kas­ko­schäden an einem fremden gemie­teten oder gelie­henen Kfz, ver­ur­sacht durch einen ver­si­cherten Hund). Zu dieser und vielen anderen Klau­seln ver­weist das Unter­nehmen auf die Bezahl­bar­keit des Versicherungsschutzes.
  • Keine Mit­ver­si­che­rung von Klei­der­schäden und Kör­per­ver­let­zung durch ver­si­cherte Hunde an Figu­ranten (Schein­ver­bre­cher). Dies stellt eine Schlech­ter­stel­lung gegen­über der bedin­gungs­sei­tigen GDV-Garantie dar, die keine solche Ein­schrän­kung vor­sieht. Der Ver­si­cherer schreibt hierzu:

„Da es sich nach unserer Ansicht um dop­pelten Vor­satz (durch Hun­de­halter und Figu­ranten) han­delt, greift der Vor­satz­aus­schluss. Eine ent­spre­chende Deckung müsste daher aktiv ein­ge­schlossen werden“

  • Keine aus­drück­liche Mit­ver­si­che­rung von Haft­pflicht­an­sprü­chen gegen den Ver­si­che­rungs­nehmer aus der Teil­nahme am Unter­richt eines Hun­de­ver­eins oder Unter­richts einer Hun­de­schule. Der Ver­si­cherer stellt klar, dass hierzu „kein Aus­schluss“ bestehe.
  • Keine aus­drück­liche Mit­ver­si­che­rung von Haft­pflicht­an­sprü­chen gegen den Ver­si­che­rungs­nehmer in seiner Funk­tion als Hun­de­trainer (aus­ge­nommen davon ist eine mög­liche Dres­s­ur­tä­tig­keit). Das Unter­nehmen sieht es so, dass sich

„die Tätig­keit als Hun­de­trainer […] nur auf fremde Hunde beziehen“ könne, „diese wären über diesen Ver­trag aber gar nicht ver­si­chert, dass hier ist eine Hun­de­hal­ter­haft­pflicht für bestimmte Hunde und keine Berufs­haft­pflicht­ver­si­che­rung

Selbst­ver­ständ­lich können bei der Tätig­keit als Hun­de­trainer auch durch einen vom Trainer ein­ge­setzten eigenen Hund oder durch andere Umstände fremde Hunde zu Schaden kommen. Der Argu­men­ta­tion des Ver­si­che­rers kann also an dieser Stelle nicht gefolgt werden.

  • Keine Klar­stel­lung, inwie­fern Ver­si­che­rungs­schutz besteht, wenn ein ver­si­cherter Hund als Wach­hund ein­ge­setzt wird, ohne dass eine ehren­amt­liche oder gewerb­liche Tätig­keit vor­liegt. Der Ver­si­cherer stellt klar, dass hierzu „kein Aus­schluss“ bestehe.
  • Keine aus­drück­liche Mit­ver­si­che­rung ver­si­cherter Tiere als Assis­tenz­hund (z. B. Such‑, Rettungs‑, Blinden- oder Begleit­hund, aus­ge­nommen als pri­vater The­ra­pie­hund). Für einen pri­vaten Assis­tenz­hund gäbe es laut Ver­si­cherer keinen Aus­schluss, Blinden- und Begleit­hunde seien im Rahmen der Pri­vaten Haft­pflicht­ver­si­che­rung mit­ver­si­chert. Diese Aus­sage trifft jedoch nicht all­ge­mein zu, son­dern hängt vom Bestehen eines sol­chen Ver­trages sowie vom kon­kret gewählten Tarif ab.
  • Kein aktiver Rechts­schutz (im Unter­schied zum im Tarif ent­hal­tenen Scha­den­er­satz­rechts­schutz in Ergän­zung der Forderungsausfalldeckung)
  • Keine Mit­ver­si­che­rung von Opfer­hilfe für den Ver­si­che­rungs­nehmer als Geschä­digten. Eine solche setzt im Unter­schied zur For­de­rungs­aus­fall­de­ckung voraus, dass der Schä­diger nicht bekannt ist.
  • Kein Ver­zicht auf Anrech­nung einer Mit­haf­tung (z.B. bei Hund gegen Hund oder Pferd gegen Hund)
  • Keine Neu­wert­ent­schä­di­gung über die gesetz­liche Haf­tung (Anspruch auf Zeit­wert­er­satz) hinaus
  • Keine Mit­ver­si­che­rung von Tier­arzt­kosten, z. B. nach Ver­let­zung ver­si­cherter Hunde durch einen fremden Hund oder einen fremden Täter, der nicht ohne erheb­li­chen Auf­wand zu ermit­teln ist
  • Schäden durch Klein­ge­binde (z. B. von Hunden umge­wor­fene Farben oder Lacke) bis maximal 50 l / Kg je Ein­zel­ge­binde bzw. 500 l / kg Gesamt­fas­sungs­ver­mögen. Dies stellt eine Schlech­ter­stel­lung gegen­über dem bedin­gungs­seitig garan­tierten GDV-Stan­dard dar, der das all­ge­meine Umwelt­ri­siko ohne Begren­zung einschließt.
  • Keine Mit­ver­si­che­rung von Schäden nach dem Umweltschadengesetz
  • Gemäß IV § 23 der Sat­zung kann eine Nach­schuss­pflicht in Höhe von 50 % eines Jah­res­bei­trags ver­langt werden. Das Unter­nehmen begründet dies damit, dass man als Ver­si­che­rungs­nehmer „Mit­glied“ eines Ver­eins sei und dass dieser nicht gewinn‑, son­dern deckungs­ori­en­tiert sei.
0 0 Stimmen
Article Rating
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
0 Comments
Interne Rückmeldungen
Alle Kommentare anzeigen