Offene Briefe an den Prä­si­denten der Öster­rei­chi­schen Ärztekammer

Bereits am 14. Dezember 2o21 hatte Univ.-Prof. Andreas Sön­nichsen, Fach­arzt für Innere Medizin, stell­ver­tre­tend für zahl­reiche Ärzte und Ärz­tinnen in Öster­reich einen offenen Brief an den Prä­si­denten der Öster­rei­chi­schen Ärz­te­kammer, Herrn a.o. Univ.-Prof. Dr. Thomas Sze­keres geschrieben. 

Anlass war ein Rund­schreiben vom 02.12.2021 des Prä­si­denten der Öster­rei­chi­schen Ärz­te­kammer, Herrn a.o. Univ.-Prof. Dr. Thomas Sze­keres, in dem dieser mitteilt:

„Im Zusam­men­hang mit der gegen­wär­tigen Pan­demie darf klar­ge­stellt werden, dass es der­zeit auf­grund der vor­lie­genden Daten­lage aus wis­sen­schaft­li­cher Sicht und unter Hin­weis auf dies­be­züg­liche Emp­feh­lungen des Natio­nalen Impf­gre­miums grund­sätz­lich keinen Grund gibt, Patientinnen/Patienten von einer Covid-19-Imp­fung abzuraten.“

Des Wei­teren wird in diesem Rund­brief allen Ärzten und Ärz­tinnen bei Zuwi­der­hand­lungen mit Sank­tionen gedroht, wenn diese ihren Pati­enten und Pati­en­tinnen von der COVID-Imp­fung abraten. Unmiss­ver­ständ­lich wird mitgeteilt:

„Abschlie­ßend wird darauf hin­ge­wiesen werden, dass eine all­fäl­lige Ver­let­zung einer Berufs­pflicht in diesem Zusam­menhang durch die Dis­zi­pli­nar­or­gane der öster­rei­chi­schen Ärz­te­kammer geprüft wird und bei Fest­stel­lung einer sol­chen dies ent­spre­chend sank­tio­niert wird.

Wohin das führt, zeigt die Repor­tage „Im Stich gelassen – die Covid-Imp­fopfer“ von Ser­vusTV, in dem unter anderem eine Pati­entin davon berichtet, dass sie bereits schwer­wie­gende Neben­wir­kungen erlitten habe, nachdem sie sich zweimal habe impfen lassen, obwohl bereits nach dem ersten Schuss gesund­heit­liche Pro­bleme auf­ge­treten waren. Sie und auch ihre Haus­ärztin glauben, dass sie eine dritte Injek­tion nicht über­leben würde, falls sie dazu gezwungen würde, ein­fach, weil schon die erste Imp­fung schon gesund­heit­liche Nach­teile gebracht hatte und weint daher bit­ter­lich. Sie denke aus diesem Grund daran, das Land zu ver­lassen. Ser­vusTV stellt dar:

„Die öffent­liche Debatte um die Covid-Impf­pflicht in Öster­reich ist am Höhe­punkt. Noch nie ver­ur­sachte eine Imp­fung so eine Spal­tung der Gesell­schaft. Die Imp­fopfer und Geschä­digten fühlen sich im Stich gelassen. Bisher gibt es hun­derte Beschwerden von „Impf­ge­schä­digten“, die über phy­si­sche und psy­chi­sche Neben­wir­kungen nach ihrer Covid-Imp­fung klagen, die Dun­kel­ziffer dürfte noch viel höher sein und es wird dar­über ein Mantel des Schwei­gens gebreitet. Aber wer haftet für Impf­schäden? Die öffent­liche Debatte um die Covid-Impf­pflicht in Öster­reich ist am Höhe­punkt. Noch nie ver­ur­sachte eine Imp­fung so eine Spal­tung der Gesell­schaft. Die Imp­fopfer und Geschä­digten fühlen sich im Stich gelassen. Bisher gibt es hun­derte Beschwerden von „Impf­ge­schä­digten“, die über phy­si­sche und psy­chi­sche Neben­wir­kungen nach ihrer Covid Imp­fung klagen, die Dun­kel­ziffer dürfte noch viel höher sein und es wird dar­über ein Mantel des Schwei­gens gebreitet. Die Covid-Imp­fung – Schutz oder Gefahr? Noch nie wurden den Behörden so viele Neben­wir­kungen gemeldet wie bei den Covid-Imp­fungen. Dass genau diese Imp­fung nun gesetz­lich ver­pflich­tend werden soll, stößt in weiten Kreisen der Bevöl­ke­rung auf Unver­ständnis. Die Angst vieler Men­schen vor der Imp­fung wird nicht ernst genommen. Diese Repor­tage zeigt Schick­sale von Impf­ge­schä­digten und spricht mit Experten, die die aktu­elle Lage ein­schätzen. Und viele stellen sich die Frage, wer haftet für Impf­schäden? Eine klare Ant­wort darauf gibt weder die Ärz­te­kammer noch die Bundesregierung.“

Univ.-Prof. Andreas Sön­nichsen hat daher, stell­ver­tre­tend für zahl­reiche Ärzte und Ärz­tinnen, dem Prä­si­denten der Öster­rei­chi­schen Ärz­te­kammer unter anderem in dem hier ein­ge­stellten offenen Brief mit­ge­teilt, dass dieser „gegen die Grund­prin­zi­pien der evi­denz­ba­sierten Medizin und der ärzt­li­chen Behand­lungs­frei­heit ver­stoßen“ würde und ihnen „pau­schal Dis­zi­pli­nar­strafen ange­droht“ habe.

Auf diesen offenen Brief hin wurde von der Ärz­te­kammer am 23.12.2021 an alle Ärz­tinnen und Ärzte Öster­reichs ein Rund­schreiben (344÷2021) mit dem Titel „Replik und Fak­ten­check Offener Brief von Sön­nichsen“, dessen Haupt­teil hier zu lesen ist, versandt. 

Auf diesen Brief hat sich nun am 24.01.2022 Univ.-Prof. Andreas Sön­nichsen stell­ver­tre­tend für zahl­reiche Ärzte und Ärz­tinnen in Öster­reich erneut an den Prä­si­denten der Öster­rei­chi­schen Ärz­te­kammer, Herrn a.o. Univ.-Prof. Dr. Thomas Sze­keres gewandt. Er stellt zu Beginn seines offenen Briefes vom 24.02.2022 den Anlass für den offenen Brief vom 14.12.2021 noch einmal wie folgt heraus: 

„In unserem Brief stellten wir den der­zei­tigen wis­sen­schaft­li­chen Kennt­nis­stand zur Effek­ti­vität und Sicher­heit der COVID-Imp­fung dar und for­derten im Sinne evi­denz­ba­sierter Medizin, dass die indi­vi­du­elle Imp­f­ent­schei­dung aus­schließ­lich als par­ti­zi­pa­tive infor­mierte Ent­schei­dung von der behan­delnden ÄrztIn und ihrer Pati­entIn getroffen werden kann.“

Univ.-Prof. Andreas Sön­nichsen begrüßt die Reak­tion auf den offenen Brief, in seinem offenen Brief vom 24.01.2022 stellt er aber klar, dass zukünftig auf abwer­tende Begriffe ver­zichtet wird. Er schreibt:

„Wir freuen uns, dass die Öster­rei­chi­sche Ärz­te­kammer sich offenbar zum ersten Mal seit Beginn der Corona-Krise einem wis­sen­schaft­li­chen Dis­kurs öffnet, auf den wir gerne ein­gehen. Wir würden uns aller­dings für die Zukunft wün­schen, dass in einer wis­sen­schaft­li­chen Dis­kus­sion auf abwer­tende Begriffe wie z.B. „Des­in­for­ma­tion“ oder
„halbe Wahr­heit“ ver­zichtet wird. Auch von „Fak­ten­check“ sollte man in einem wis­sen­schaft­li­chen Dis­kurs eher nicht spre­chen, da die Ergeb­nisse kli­ni­scher Stu­dien eben gerade nicht „Fakten“ sind, son­dern dem momen­tanen Kennt­nis­stand ent­spre­chende Wahr­schein­lich­keits­aus­sagen, die zu dis­ku­tieren sind.

So wichtig Bei­träge der Ärz­te­kammer zu wis­sen­schaft­li­chen Dis­kus­sionen sind, so klar ist auch, dass es nicht Auf­gabe der Ärz­te­kammer ist, letzt­end­liche „Wahr­heiten“ zu dia­gnos­ti­schen oder the­ra­peu­ti­schen Aspekten zu ver­künden und alle anders­lau­tenden Stimmen zu sanktionieren.

Wie bereits in unserem offenen Brief vom 14.12. dar­ge­legt, ist die medi­zi­ni­sche Wis­sen­schaft beständig im Fluss, und vor allem die Ergeb­nisse kli­ni­scher Stu­dien zu neuen Wirk­stoffen sollten als vor­läufig betrachtet werden. So machte der aner­kannte Epi­de­mio­loge John Ioann­idis durch seine für die medi­zi­ni­sche Wis­sen­schafts­me­thodik bahn­bre­chende Arbeit mit dem pro­vo­kanten Titel „Why most published rese­arch fin­dings are false“ darauf auf­merksam, dass kli­ni­sche Stu­dien einer äußerst kri­ti­schen Beur­tei­lung bedürfen. Spre­chen wir also auf­grund des noch kurzen Beob­ach­tungs­zeit­raums und der ins­ge­samt dürf­tigen Daten­lage zu den COVID-Impf­stoffen lieber von Wahr­schein­lich­keiten und nicht von Fakten.“

In diesem Ant­wort­schreiben wird ins­be­son­dere auf die schwer­wie­genden Neben­wir­kungen ein­ge­gangen und auf die Folgen, wenn die Imp­fung in sechs­mo­na­tigen Abständen wie­der­holt wird, der­weil man die Krank­heit aber im All­ge­meinen nur einmal durch­macht. Univ.-Prof. Andreas Sön­nichsen schreibt:

„Das Miss­ver­hältnis wird noch größer, wenn die Imp­fung – wie vor­ge­sehen – in sechs­mo­na­tigen Abständen wie­der­holt wird, man die Krank­heit aber nur einmal durch­macht, weil das Reer­kran­kungs­ri­siko für Gene­sene sehr gering ist, siehe z.B. die Studie aus Qatar [17]. In glei­cher Weise müssen die anderen uner­wünschten Wir­kungen der Imp­fungen (throm­bembo­li­sche Ereig­nisse, Vasku­lit­iden, throm­bo­zy­to­pe­ni­sche Blu­tungen etc.) betrachtet werden.

Das Neben­wir­kungs­ri­siko der COVID-Imp­fungen wird mit großer Wahr­schein­lich­keit durch Under­re­por­ting unter­schätzt. Davon gehen jeden­falls alle mit der Regis­trie­rung von Arz­nei­mit­tel­ne­ben­wir­kungen befassten Insti­tu­tionen aus.

Zudem ist es voll­kommen unbe­deu­tend, wie hoch das Neben­wir­kungs­ri­siko ist, wenn für den betrof­fenen indi­vi­du­ellen Men­schen der Nutzen der Imp­fung nicht nach­ge­wiesen ist, denn dann ist eine ein­zige schwer­wie­gende uner­wünschte Wir­kung schon eine zu viel.“

Im Fol­genden kann hier der zweite offene Brief in Gänze gelesen werden.

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