Tarif­ana­ly­se Unfall­ver­si­che­rung aus dem Hau­se Die Haft­pflicht­kas­se (Stand 01.2024)

Seit Janu­ar 2024 bie­tet Die Haft­pflicht­kas­se VVaG ihre Unfall­ver­si­che­rung mit den Tarif­stu­fen Ein­fach Gut, Ein­fach Bes­ser sowie Ein­fach Kom­plett auf Basis der AUB 2014 an. Bedin­gungs­stand ist der 01.01.2024 anstatt des bis­he­ri­gen Stan­des 01.01.2023. Die Beson­de­ren Bedin­gun­gen tra­gen wei­ter­hin abwei­chend den Stand 01.06.2019.

Zum Jah­res­wech­sel neu ein­ge­führt wur­den Ände­run­gen bei der Mit­ver­si­che­rung von Unfäl­len infol­ge von Bewusst­seins­stö­run­gen sowie ent­ge­gen dem bis­he­ri­gen Ein­schluss von Blu­tun­gen inne­rer Orga­ne bzw.  Gehirn­blu­tun­gen ein Aus­schluss, sofern die­sen Ereig­nis­sen kein ver­si­cher­tes Unfall­ereig­nis zugrun­de liegt.

Wäh­rend zu den Tari­fen Ein­fach Gut bzwEin­fach Bes­ser die Glie­derta­xen Stan­dard bzw. Kom­fort obli­ga­to­risch ver­ein­bart sind, kön­nen sich Kun­den bei Wahl des Tarifs Ein­fach Kom­plett zwi­schen den Glie­derta­xen Stan­dard, Kom­fort oder Pre­mi­um Plus entscheiden.

Zu den ein­zel­nen Tari­fen kön­nen fol­gen­de Leis­tungs­ar­ten optio­nal abge­si­chert werden:

  • Inva­li­di­tät (Min­dest­leis­tung von 1.000 Euro. Die maxi­ma­le Grund­in­va­li­di­tät beträgt 1.000.000 Euro.  Bei Ver­ein­ba­rung einer Pro­gres­si­on von 225 % beträgt die maxi­ma­le Grund­in­va­li­di­tät abwei­chend 440.000 Euro, bei 350 % abwei­chend statt­des­sen 280.000 Euro und bei 500 % Pro­gres­si­on nur 200.000 Euro. Die Ver­si­che­rung der Inva­li­di­täts­leis­tung ist auch ohne gleich­zei­ti­gen Abschluss einer Unfall­ren­te mög­lich. Die Absi­che­rung ist nur in 1.000-Euro-Schritten mög­lich, abwei­chend im Online-Ange­bots­rech­ner sogar in 1‑Eu­ro-Schrit­ten)
  • Pro­gres­si­on (225 % mit 1‑facher Leis­tung bis 25 % Inva­li­di­tät, mit 2‑facher Leis­tung ab über 25 % Inva­li­di­tät bzw. 3‑facher Leis­tung ab über 50 % Inva­li­di­tät; 225%Plus mit 1‑facher Leis­tung bis 25 % Inva­li­di­tät, mit 4‑facher Leis­tung ab über 25 % Inva­li­di­tät und vol­ler Leis­tung ab 75 % Inva­li­di­tät; 350 % mit 1‑facher Leis­tung bis 25 % Inva­li­di­tät, mit 3‑facher Leis­tung ab über 25 % Inva­li­di­tät bzw. 5‑facher Leis­tung ab über 50 % Inva­li­di­tät; 350 % Plus mit 1‑facher Leis­tung bis 25 % Inva­li­di­tät, mit 6‑facher Leis­tung bis 50 % Inva­li­di­tät, mit 7‑facher Leis­tung bis unter 75 % Inva­li­di­tät und vol­ler Leis­tung ab 75 % Inva­li­di­tät; 500 % mit 1‑facher Leis­tung bis 25% Inva­li­di­tät, mit 3‑facher Leis­tung bis 50 % Inva­li­di­tät und mit 8‑facher Leis­tung bei über 50 % Inva­li­di­tät; 500 % Plus mit 1‑facher Leis­tung bis 25 % Leis­tung, mit 9‑facher Leis­tung bis 50 % Inva­li­di­tät, mit 10-facher Sum­me bis unter 75 % Inva­li­di­tät und mit vol­ler Leis­tung ab 75 % Invalidität)
  225%-Progression225% Plus-Pro­gres­si­on350%-Progression350% Plus-Pro­gres­si­on500%-Progression500% Plus-Pro­gres­si­on
Glie­derta­xe Komfort       
Ver­lust eines Zeigefingers20%20%20%20%20%20%20%
Ver­lust eines Daumens30%35%45%40%55%40%70%
Ver­lust einer Hand75%150%225%225%350%300%500%
Ver­lust eines Bei­nes bis zur Mit­te des Oberschenkels80%165%225%250%350%340%500%
Ver­lust eines Fußes60%105%165%150%245%180%350%
Ver­lust einer Niere25%25%25%25%25%25%25%
  225%-Progression225% Plus-Pro­gres­si­on350%-Progression350% Plus-Pro­gres­si­on500%-Progression500% Plus-Pro­gres­si­on
Glie­derta­xe PremiumPlus       
Ver­lust eines Zeigefingers30%35%45%40%55%40%70%
Ver­lust eines Daumens45%65%105%85%145%85%205%
Ver­lust einer Hand90195%225%300%350%420%500%
Ver­lust eines Bei­nes bis zur Mit­te des Oberschenkels100225%225%350%350%500%500%
Ver­lust eines Fußes70135%205%200%315%260%450%
Ver­lust einer Niere3035%45%40%55%40%70%
  • Unfall­ren­te ab einem Inva­li­di­täts­grad von min­des­tens 50 % (min­des­tens 100 Euro pro Monat, maxi­mal 2.500 Euro pro Monat. Für die Kom­bi­na­ti­on aus Unfall-Ren­te und Inva­li­di­tät wer­den im Ange­bots­rech­ner anders als in den Tarif­un­ter­la­gen Höchst­gren­zen benannt)
  • Unfall­tod (Min­dest­sum­me 1.000 Euro. Für Kin­der bis 17 Jah­ren höchs­tens 10.000 Euro, für Erwach­se­ne bis 64 Jah­ren bis 600.000 Euro, für Senio­ren ab 65 Jah­ren laut Tarif maxi­mal 100.000 Euro, abwei­chend laut Bedin­gungs­werk für Senio­ren ab Voll­endung des 70. Lebens­jah­res. Die Absi­che­rung ist nur in 1.000-Euro-Schritten möglich)
  • Unfall­kran­ken­haus­ta­ge­geld (zwi­schen 1 € und 30 € für Kin­der  bis 17 Jah­ren bzw. 75 € pro Tag für Erwach­se­ne. Die Mit­ver­si­che­rung ist auf 1 ‰ der Grund­in­va­li­di­tät begrenzt. Nach dem Wort­laut der Tarif­be­stim­mun­gen scheint ein Ein­schluss von Unfall­kran­ken­haus­ta­ge­geld nicht mög­lich zu sein, wenn eine rei­ne Unfall­ren­te ver­ein­bart wur­de) mit Gene­sungs­geld in glei­cher Höhe.
  • Über­gangs­leis­tung (zwi­schen 1.000 Euro und 10 % der Grund­in­va­li­di­tät, bei Kin­dern bis maxi­mal 10.000 Euro, für Erwach­se­ne bis 20.000 Euro. Leis­tung bei voll­stän­di­ger unfall­be­ding­ter Arbeits­un­fä­hig­keit von min­des­tens drei Mona­ten bzw. min­des­tens 50 %iger Arbeits­un­fä­hig­keit für eine Zeit­raum von min­des­tens 6 Mona­ten, jeweils bezo­gen auf die nor­ma­le kör­per­li­che und geis­ti­ge Leis­tungs­fä­hig­keit. Die Absi­che­rung ist nur in 1.000-Euro-Schritten möglich)

Nur zum Kom­plett-Schutz kön­nen ergän­zend fol­gen­de Bau­stei­ne ein­ge­schlos­sen werden:

  • Inte­gral­fran­chise (Leis­tung erst ab einer Inva­li­di­tät von min­des­tens 25 %. Da die weit über­wie­gen­de Zahl aller Scha­den­fäl­le nur zu einem Inva­li­di­täts­grad von unter 25 % führt, ist die Ver­ein­ba­rung der Inte­gral­fran­chise eher nicht anzu­ra­ten)
  • Schmer­zens­geld (Der Min­dest­bei­trag für die­sen Bau­stein liegt bei 6,55 Euro brut­to p. a. Ver­si­che­rungs­schutz kann in 1.000 Euro-Schrit­ten zwi­schen 1.000 Euro und 10.000 Euro abge­schlos­sen wer­den.  Anspruch auf die Leis­tung besteht, wenn eine ver­si­cher­te Per­son eine der im Tarif benann­ten Gesund­heits­schä­den (z. B. Schä­del­dach­frak­tur ohne Hirn­be­tei­li­gung) erlit­ten hat und es nicht inner­halb von 72 Stun­den nach dem Unfall zum Tod der ver­si­cher­ten Per­son gekom­men ist. Die Leis­tung muss inner­halb von drei Mona­ten nach ärzt­li­cher Fest­stel­lung gel­tend gemacht wer­den. Ob dies als Aus­schluss­frist zu ver­ste­hen ist, bleibt unklar, denn bedin­gungs­sei­tig heißt es „[…] und erlischt nach Ablauf von 15 Mona­ten, vom Unfall­tag an gerech­net.“ Mit Voll­endung des 65. Lebens­jah­res erlischt der Leis­tungs­an­spruch aus die­sem Baustein)
  • Krebs­geld (Der Min­dest­bei­trag für die­sen Bau­stein liegt bei 2,38 Euro brut­to p. a. (Kin­der) bzw. 7,07 Euro brut­to p. a. (Erwach­se­ne) Ver­si­che­rungs­schutz kann in 1.000 Euro-Schrit­ten zwi­schen 1.000 Euro und 10.000 Euro abge­schlos­sen wer­den.  Ver­si­che­rungs­schutz besteht bei Dia­gno­se von Brust­krebs, Hoden­krebs, Gehirn­tu­mor, Gebär­mut­ter­hals­krebs, Eier­stock­krebs, aku­ter mye­loi­scher oder lympha­ti­scher Leuk­ämie, mul­ti­plem Mye­lom, mali­gnem Lym­phom sowie Mor­bus Hodgkin. Anspruch auf eine Leis­tung besteht erst nach Ablauf einer War­te­zeit von 12 Mona­ten. Die Sofort­leis­tung ist inner­halb von sie­ben Mona­ten nach der Dia­gno­se unter Vor­la­ge eines ärzt­li­chen Attests gelten+d zu machen. Stirbt der Kun­de vor die­sem Anspruch, erlischt der Leis­tungs­an­spruch. Eben­falls mit­ver­si­chert sind die Kos­ten für krebs­be­ding­te kos­me­ti­sche Ope­ra­tio­nen bis in Höhe von 10.000 Euro sowie nach­ge­wie­se­ne Kos­ten für ent­spre­chen­de Hilfs­mit­tel bis 1.500 Euro. Mit Voll­endung des 65. Lebens­jah­res erlischt der Leis­tungs­an­spruch aus die­sem Bau­stein)
  • Hil­fe-Paket (für Kin­der ist die­ses Paket bei­trags­frei mit­ver­si­chert, für Erwach­se­ne wird ein Zuschlag von 11,90 Euro brut­to erho­ben. Der Bau­stein beinhal­tet diver­se Assis­tance-Leis­tun­gen, u. a. Waschen und Pfle­gen von Wäsche und Klei­dung, Ver­mitt­lung von Pfle­ge­hilfs­mit­teln und Tier­be­treu­ung sowie eine Pflegeplatzgarantie)
  • Reha-Manage­ment (für das Paket wird ein Zuschlag in Höhe von 11,90 Euro brut­to erho­ben. Ver­si­cher­te Leis­tun­gen sind u. a. Bera­tung und Orga­ni­sa­ti­on ambu­lan­ter und sta­tio­nä­rer Reha­bi­li­ta­ti­ons­be­hand­lun­gen, Reha­bi­li­ta­ti­ons­maß­nah­men und The­ra­pien bzw. Bera­tung, Ver­mitt­lung und Kos­ten­über­nah­me für Pro­the­sen, Roll­stüh­le und Geh­hil­fen. Leis­tungs­vor­aus­set­zung ist, dass die Leis­tun­gen in Deutsch­land erbracht wer­den kön­nen und defi­nier­te schwe­re Ver­let­zun­gen ein­ge­tre­ten sind (z. B.  Ampu­ta­ti­on min­des­tens des gan­zen Fußes oder der gan­zen Hand bzw. Ver­bren­nun­gen 2. oder 3. Gra­des von mehr als 30 % der Kör­per­ober­flä­che). Die maxi­ma­le Erstat­tung beträgt 10.000 Euro. Eine etwa­ige Mit­wir­kung von Krank­heit und Gebre­chen an den Fol­gen des Reha-Manage­ments wer­den nicht angerechnet.

Ein Unfall­ta­ge­geld wird von der Haft­pflicht­kas­se  im Rah­men der beschrie­be­nen Tarif­li­ni­en nicht angeboten.

Höhe­re als die oben ange­ge­be­nen Ver­si­che­rungs­sum­men sind nicht mög­lich. Dies gilt auch für den Fall einer etwa­igen Direktionsanfrage.

Bei­trags­frei ver­si­cher­te Leis­tun­gen sind unter anderem:

  • Ber­gungs- und Trans­port­kos­ten bis 100.000 Euro (Ein­fach Gut), bis 500.000 Euro (Ein­fach Bes­ser) bzw. unbe­grenzt (Ein­fach Kom­plett)
  • Kos­me­ti­sche Ope­ra­ti­ons­kos­ten bis 100.000 Euro (Ein­fach Gut), bis 500.000 Euro (Ein­fach Bes­ser) bzw. unbe­grenzt (Ein­fach Kom­plett)
  • Kur­kos­ten­bei­hil­fe bis 100.000 Euro (Ein­fach Gut), bis 500.000 Euro (Ein­fach Bes­ser) bzw. unbe­grenzt (Ein­fach Kom­plett)

Eine dyna­mi­sche Anpas­sung der ver­ein­bar­ten Leis­tun­gen um 3 % oder 5 % p. a. kann ver­ein­bart wer­den. Die­se Dyna­mik gilt für die Leis­tungs­ar­ten Inva­li­di­tät, Unfall­ren­te, Unfall­tod, Über­gangs­leis­tung sowie Unfall­kran­ken­haus­ta­ge­geld und Gene­sungs­geld. Die Dyna­mik ent­fällt spä­tes­tens mit Voll­endung des 65. Lebens­jah­res. Die Ver­ein­ba­rung einer optio­na­len Pas­siv­dy­na­mik zur Unfall­ren­te (jähr­li­che Leis­tungs­dy­na­mi­sie­rung nach Ein­tritt des Leis­tungs­fal­les) ist nicht möglich.

Schrift­li­che Absi­che­rungs­emp­feh­lun­gen aus dem Hau­se Die Haft­pflicht­kas­se sind nicht vorhanden.

Eine tech­nisch ein­jäh­ri­ge Prä­mi­en­kal­ku­la­ti­on fin­det nicht statt. Ent­spre­chend han­delt es sich um Level­prä­mi­en, die bei Kin­dern nur bei Errei­chen der Voll­jäh­rig­keit, bei Erwach­se­nen bei Umstel­lung auf den Senio­ren­ta­rif ange­passt wer­den. Die kon­kre­ten Bei­trags­an­pas­sun­gen im Rah­men des Senio­ren­ta­rifs gehen aus den Bedin­gun­gen nicht her­vor. Bedin­gungs­sei­tig klar­ge­stellt wird hier­zu bei­spiel­haft anhand des Tari­fes Ein­fach Kom­plett folgendes:

  • Wahl­wei­se Redu­zie­rung der Leis­tun­gen oder Erhö­hung des Versicherungsbeitrags
  • Zwin­gen­de Ver­ein­ba­rung der Inte­gral­fran­chise mit Leis­tun­gen erst ab einer Inva­li­di­tät von min­des­tens 25 %
  • Kür­zung der Leis­tung ab einem Mit­wir­kungs­an­teil von min­des­tens 75 % (aus Zif­fer 20 der Beson­de­ren Bedin­gun­gen ergibt sich, dass für die Unfall­ren­te abwei­chend eine Kür­zung des Pro­zent­sat­zes vom Inva­li­di­täts­grad bereits ab einem Mit­wir­kungs­an­teil von 25 % gilt)

Die Leis­tun­gen Krebs­geld und Schmer­zens­geld enden bei Voll­endung des 65.  Lebens­jah­res. Bei augen­ärzt­li­cher Dia­gno­se von „Blind­heit“ besteht Anspruch auf eine Kapi­tal­zah­lung in Höhe von 2.000 Euro.

Die Bei­trags­hö­he rich­tet sich neben dem Umfang der ver­si­cher­ten Leis­tun­gen und dem gewähl­ten Tarif sowohl nach dem Ein­tritts­al­ter (nach Ver­trags­ab­schluss: dem ent­spre­chend erreich­ten Alter) wie auch der aus dem aus­ge­üb­ten Beruf resul­tie­ren­den Gefah­ren­grup­pe. Das gilt auch bei einem Berufs­wech­sel wäh­rend der Ver­trags­lauf­zeit, der dem Ver­si­che­rer anzu­zei­gen ist. Dabei gilt:

„Frei­wil­li­ger Wehr­dienst, mili­tä­ri­sche Reser­ve­übun­gen und befris­te­te frei­wil­li­ge sozia­le Diens­te (z.B. Bun­des­frei­wil­li­gen­dienst) fal­len nicht darunter.“

Ver­si­che­rungs­fä­hig sind Per­so­nen ab Geburt.

Die Haft­pflicht­kas­se unter­schei­det die Gefah­ren­grup­pen A, B1 und B2 sowie die Gefah­ren­grup­pe  K für Kin­der und Jugend­li­che bis zur Voll­endung des 17. Lebensjahres.

Die Ein­stu­fung in Berufs­grup­pe A erfolgt für Erwach­se­ne ohne kör­per­li­che Tätig­keit sowie für Aus­zu­bil­den­de aber auch für z. B. Fri­seu­re. Die Ein­stu­fung in die Berufs­grup­pen B 1 (z. B. Bäcker, Post­bo­ten oder Tisch­ler) und B+ (z. B. Dach­de­cker, Flei­scher, Flie­sen­le­ger oder Klemp­ner) erfolgt für Erwach­se­ne mit kör­per­li­cher, prak­ti­scher, hand­werk­li­cher oder beson­ders Gefah­ren geneig­ter Berufstätigkeit.

Für eini­ge beson­ders gefahr­träch­ti­ge Beru­fe (z. B. Stunt­men, Geld­trans­port­fah­rer, Schiffs­per­so­nal oder Artis­ten) wird kein Ver­si­che­rungs­schutz angeboten.

Der Ver­si­che­rungs­bei­trag kann wahl­wei­se monat­lich, vier­tel­jähr­lich, halb­jähr­lich oder jähr­lich gezahlt wer­den. Bei unter­jäh­ri­ger Zahl­wei­se wird ein Raten­zah­lungs­zu­schlag in Höhe von 3 % (halb­jähr­li­che Zahl­wei­se), 5 % (vier­tel­jähr­li­che Zahl­wei­se) bzw. 7 % (monat­li­che Zahl­wei­se) erhoben. 

Wer bei der Haft­pflicht­kas­se zusätz­lich eine Pri­vat­haft­pflicht- oder Haus­rat­ver­si­che­rung bzw. eine Pri­vat­haft­pflicht- und eine Haus­rat­ver­si­che­rung abschließt, erhält einen Bün­del­nach­lass von 5 bzw. 10 Pro­zent (Kom­bi­na­ti­ons-Nach­lass).

Wird Ver­si­che­rungs­schutz für min­des­tens zwei Per­so­nen bean­tragt, so wird ein Mehr­per­so­nen­nach­lass von 10 % gewährt. Dabei gilt, dass weitere

 „unter dem sel­ben Ver­trag zu versichernde(n) Person(en) […]  dem Gedan­ken der Unfall­ver­si­che­rung Rech­nung tra­gen [müs­sen] und […] nicht allein zum Zweck der Gewäh­rung des Personennachlasses“

den Ver­si­che­rungs­schutz bean­tra­gen dürfen.

„Vor Abzug des Per­so­nen­ra­bat­tes darf der nied­rigs­te Bei­trag pro Per­son nicht 15 % des höchs­ten Bei­tra­ges pro Per­son unter­schrei­ten. Bei­spiel: Der höchs­te Bei­trag pro Per­son beträgt 100,00 EUR. Der nied­rigs­te Bei­trag pro Per­son darf 15,00 EUR nicht unter­schrei­ten. Der Per­so­nen­nach­lass wird nur gewährt, wenn die zu versichernde(n) Person(en) in einer nach­voll­zieh­ba­ren ver­wandt­schaft­li­chen Bezie­hung (bzw. in einer die­ser ver­gleich­ba­ren Bezie­hung) zum Ver­si­che­rungs­neh­mer stehen.“

Grund­sätz­lich ist Ver­si­che­rungs­schutz ohne Anga­ben zum Gesund­heits­zu­stand mög­lich. Abwei­chen­des gilt, wenn sich der Antrags­stel­ler die Tarif­li­nie Ein­fach Kom­plett abschlie­ßen möch­te. In die­sem Fall sind fünf Fra­gen zu beantworten:

Antrags­fra­gen der Haftpflichtkasse

Über den Ange­bots­rech­ner lässt sich eine umfang­rei­che Lis­te von Krank­hei­ten auf­ru­fen, in der jene aus­ge­wie­sen sind, die im Rah­men der Antrags­stel­lung anzu­ge­ben sind (z. B. Herz­rhyth­mus­stö­run­gen, Arthro­se, Burn-Out, Neu­ro­sen, Dia­be­tes Mel­li­tus, Tumo­re, Horn­haut­ver­let­zun­gen, Fehl­bil­dun­gen oder Erkran­kun­gen / Gebre­chen unter Ein­nah­me von Kor­ti­son (Cor­ti­son)).

Inwie­fern Ver­si­che­rungs­schutz mög­lich ist, wenn eine der benann­ten Fra­gen bejaht wird, muss im Ein­zel­fall im Rah­men einer Direk­ti­ons­an­fra­ge geklärt werden.

Laut Ange­bots­rech­ner liegt der Min­dest­bei­trag je nach Tarif bei 5,00 Euro pro Monat bzw. 30,00 Euro brut­to p. a. Dabei ist eine monat­li­che Zahl­wei­se nur mit Ein­zugs­er­mäch­ti­gung mög­lich. Net­to­ta­ri­fe wer­den von der Haft­pflicht­kas­se nicht angeboten.

Bei Antrags­stel­lung anzu­ge­ben ist eine mög­li­che Vor­ver­si­che­rung, die zuvor bestan­den hat (sie­he oben). Inwie­fern Ver­si­che­rungs­schutz gewährt wird, falls ein Vor­ver­trag vom Vor­ver­si­che­rer und nicht vom Ver­si­che­rungs­neh­mer gekün­digt wur­de, geht aus den vor­han­de­nen Tarif­un­ter­la­gen nicht hervor.

Eben­falls anzu­ge­ben sind etwa­ige Vor­schä­den wäh­rend der letz­ten fünf Jah­re vor Antrags­stel­lung. Ande­re Wett­be­wer­ber (z. B. pro­kun­do mit ihrem Tarif Aus­Gleich best, Stand 04.2023) ver­lan­gen hier nur Anga­ben zu den letz­ten drei Jah­ren vor Antrags­stel­lung. Unklar ist, inwie­fern Ver­trä­ge bei Anga­be von einem oder meh­re­ren Vor­schä­den gezeich­net wer­den können.

Die Ver­trags­lauf­zeit beträgt pau­schal ein Jahr. Beginn ist jeweils um 00:00 Uhr des ver­ein­bar­ten Datums. Haupt­fäl­lig­keit ist stets zum Zeit­punkt des ent­spre­chend ver­ein­bar­ten Datums. Ent­spre­chend kön­nen Ver­si­che­rungs­jahr und Kalen­der­jahr von­ein­an­der abwei­chen. Ver­si­che­rungs­neh­mer und Ver­si­che­rer kön­nen den Ver­trag mit Frist von drei Mona­ten zur jewei­li­gen Haupt­fäl­lig­keit um 24:00 Uhr ordent­lich kün­di­gen.

Eine wei­te­re Bei­trags­re­du­zie­rung um 10 % bie­tet der Ver­si­che­rer bei Ver­ein­ba­rung eines Papier­los-Nach­las­ses. In die­sem Fall erfolgt die gesam­te Kom­mu­ni­ka­ti­on mit dem Ver­si­che­rer auf elek­tro­ni­schem Wege über die ange­ge­be­ne E‑Mail-Adres­se.

Aus­ge­wähl­te Leis­tun­gen des Tarifs Ein­fach Kom­plett aus dem Hau­se Die Haftpflichtkasse

  • Garan­tie hin­sicht­lich der unver­bind­li­chen Mus­ter­be­din­gun­gen des Gesamt­ver­ban­des der Deut­schen Ver­si­che­rungs­wirt­schaft (GDV-Garan­tie) zum jeweils aktu­el­len Stand.
  • Garan­tie, dass nicht zum Nach­teil der ver­si­cher­ten Per­son von den unver­bind­li­chen Emp­feh­lun­gen des Arbeits­krei­ses Bera­tungs­pro­zes­se (Arbeits­kreis-Garan­tie) mit Stand 02.2011 (anstel­le des aktu­el­len Stan­des 28.09.2015) abge­wi­chen wird. Ein Emp­feh­lung mit Stand 02.2011 ist nicht bekannt.
  • Bes­ser­stel­lungs­ga­ran­tie (Vor­ver­si­che­rer­ga­ran­tie). Zwi­schen dem Ver­trags­be­ginn bei der Haft­pflicht­kas­se und dem Ablauf des vor­her­ge­hen­den Ver­tra­ges darf eine Ver­si­che­rungs­lü­cke von maxi­mal 3 Mona­ten bestehen. Außer­dem muss der Vor­ver­trag min­des­tens drei Jah­re lang bestan­den haben.  Nicht mit­ver­si­chert sind u. a.  Prämien-/Sparanteil(e) der vor­her­ge­hen­den Unfall­ver­si­che­rung (z.B. Unfall­ver­si­che­rung mit Prä­mi­en-Rück­ge­währ) oder Luft­fahrt­un­fäl­le. Bei­trags­freie Leis­tun­gen, die im Vor­ver­trag ver­ein­bart waren, kön­nen durch die Besitz­stands­ga­ran­tie der Haft­pflicht­kas­se nur um maxi­mal 25.000 Euro erhöht werden.
  • Gering­fü­gig­keits­klau­sel, d. h. kei­ne Ein­re­de einer Oblie­gen­heits­ver­let­zung bei zunächst nur gering­fü­gig erschei­nen­den Unfallfolgen.
  • Mel­de­frist für den Ein­tritt einer unfall­be­ding­ten Inva­li­di­tät von 24 Mona­ten bzw. von 36 Mona­ten für die ärzt­li­che Fest­stel­lung und Gel­tend­ma­chung der Inva­li­di­täts­leis­tung.
  • Frist für die Neu­be­mes­sung einer Inva­li­di­tät von 5 Jah­ren für den Ver­si­che­rungs­neh­mer, für den Ver­si­che­rer abwei­chend von 2 Jahren.
  • Kapi­tal­leis­tung bei Inva­li­di­tät ohne Höchst­al­ter.
  • Wird der Wech­sel in einen gefahr­träch­ti­ge­ren Beruf (nicht jedoch eine sons­ti­ge gefahr­träch­ti­ge­re Beschäf­ti­gung) ver­se­hent­lich nicht ange­zeigt, unter­bleibt eine Min­de­rung der Ver­si­che­rungs­sum­me wenn der Ver­si­che­rungs­neh­mer bzw. der Ver­si­cher­te nach­weist, dass es sich hier­bei nur um ein Ver­se­hen han­del­te, und nach Erken­nen die Anzei­ge unver­züg­lich nach­holt. Die Prä­mi­en­be­rech­nung und ‑berich­ti­gung erfolgt nach­träg­lich vom Zeit­punkt der Ände­rung an. Bedin­gungs­sei­tig wird nicht von einer sonst mög­li­chen „Min­de­rung der Ver­si­che­rungs­sum­me“ gespro­chen, son­dern davon, dass die „Leis­tungs­pflicht“ des Ver­si­che­rers durch eine ver­se­hent­li­che Nicht­an­zei­ge einer sol­chen Anzei­ge­pflicht nicht beein­träch­ti­ge (Ver­se­hens­klau­sel).
  • Über­nah­me von Eigen­be­halts­kos­ten bei sta­tio­nä­rer Behand­lung für einen Zeit­raum von maxi­mal 28 Tagen bis zur Höhe von 11,00 Euro pro Tag übernommen.
  • Bei Wahl der Glie­derta­xe Kom­fort oder Pre­mi­um Plus Ver­bes­ser­te Glie­derta­xe für die Inva­li­di­täts­leis­tung, im Rah­men der Glie­derta­xe Kom­fort u. a. mit Inva­li­di­täts­grad 100 % bei Stimm­ver­lust, 80% eines Bei­nes, 80 % bei Ver­lust eines Armes, 75 % Ver­lust einer Hand, 30 % bei Ver­lust eines Dau­mens sowie defi­nier­ten Inva­li­di­täts­gra­den für benann­te inne­re Orga­ne, im Rah­men der Glie­derta­xe Pre­mi­um Plus u. a. mit Inva­li­di­täts­grad 100 % bei Stimm­ver­lust, 100% eines Bei­nes, 100 % bei Ver­lust eines Armes, 90 % Ver­lust einer Hand, 45 % bei Ver­lust eines Dau­mens sowie defi­nier­ten Inva­li­di­täts­gra­den für benann­te inne­re Orga­ne.
  • Voll­stän­di­ger Ver­zicht auf Kür­zung der Leis­tung bei Mit­wir­kung von Krank­hei­ten oder Gebre­chen. Dies gilt unab­hän­gig vom Alter der ver­si­cher­ten Per­son, abwei­chend jedoch nicht für die Unfall­ren­te. Ab Voll­endung des 65. Lebens­jah­res fin­det eine Kür­zung  der Leis­tung (gilt für alle Leis­tungs­ar­ten) bereits ab einem Mit­wir­kungs­an­teil von 70% statt.
  • Leis­tung von optio­nal mit­ver­si­cher­tem  Kran­ken­haus­ta­ge­geld und Gene­sungs­geld auch dann, wenn ein sta­tio­nä­rer Kran­ken­haus­auf­ent­halt infol­ge eines durch erhöh­te Kraft­an­stren­gung ver­ur­sach­ten Leis­ten­bruchs, Nasen­bruchs oder Bauch­bruchs erfor­der­lich wird.
  • Mit­ver­si­che­rung von durch Eigen­be­we­gun­gen oder erhöh­te Kraft­an­stren­gun­gen ver­ur­sach­te Bauch‑, Unterleibs‑, Kno­chen­brü­che, Schä­di­gun­gen an Glied­ma­ßen oder Wir­bel­säu­le, Ver­ren­kun­gen eines Gelenks, Zer­run­gen oder Zer­rei­ßun­gen von Mus­keln, Seh­nen, Bän­der, Kap­seln oder Menis­ken. Aus­ge­schlos­sen blei­ben Schä­den an Knor­peln und Band­schei­ben durch Eigenbewegungen.
  • Ver­si­che­rungs­schutz für eine Inva­li­di­tät infol­ge von Ober­schen­kel­hals­frak­tur oder Ober­arm­frak­tur unab­hän­gig von der Scha­den­ur­sa­che. Dies gilt auch als Fol­ge einer erhöh­ten Kraft­an­stren­gung oder einer Eigenbewegung.
  • Mit­ver­si­chert sind Infek­tio­nen durch gering­fü­gi­ge Haut- und Schleim­haut­ver­let­zun­gen, Wund­in­fek­tio­nen und Blut­ver­gif­tun­gen ein­schließ­lich all­er­gi­scher Reak­tio­nen. Vor­aus­set­zung ist unter ande­rem, dass dem Ver­si­che­rer das ursäch­li­che Ereig­nis inner­halb von 4 Wochen ange­zeigt wurde.
  • Mit­ver­si­che­rung einer Inva­li­di­tät infol­ge all­er­gi­scher Reak­tio­nen infol­ge der Bis­se oder Sti­che von Insek­ten (z. B. Bie­nen, Wes­pen), nicht jedoch Spin­nen­tie­ren (z. B. Zecken).
  • Kran­ken­haus­auf­ent­hal­te, die zur Desen­si­bi­li­sie­rung nach einer all­er­gi­schen Reak­ti­on statt­fin­den, gel­ten als Kran­ken­haus­ta­ge­geld- und Gene­sungs­geld­aus­lö­sen­der Kran­ken­haus­auf­ent­halt.
  • Erwei­ter­te Immun­klau­sel (mit­ver­si­chert sind u.a. Gesund­heits­schä­den infol­ge von Infek­tio­nen durch Bor­re­lio­se, Gür­tel­ro­se, Menin­gi­tis, Mala­ria, Masern, Para­ty­phus, Pfeif­fer­sches Drü­sen­fie­ber, Pocken, spi­na­le Kin­der­läh­mung, Tuber­ku­lo­se oder Typhus). Chi­kun­gun­ja-Fie­ber, Den­gue-Fie­ber, Japa­ni­sche Enze­pha­li­tis sind impli­zit mit­ver­si­chert, da die­ses durch Bis­se oder Sti­che von Mücken (Insek­ten) ver­ur­sacht wird, Läu­se­rück­fall­fie­ber ent­spre­chend der Über­tra­gung durch Läu­se, also eben­falls Insek­ten. Ver­si­che­rungs­schutz im Rah­men der Immun­klau­sel gilt für alle Leis­tungs­ar­ten. Dabei gilt für benann­te Infek­ti­ons­krank­hei­ten eine War­te­zeit von drei Mona­ten ab Ver­si­che­rungs­be­ginn. Dies gilt nicht für Infek­ti­ons­krank­hei­ten, die durch Insek­ten­sti­che/-bis­se oder sons­ti­ge von Tie­ren ver­ur­sach­te Haut­ver­let­zun­gen über­tra­gen wurden.
  • Erwei­ter­te Infek­ti­ons­klau­sel für Ange­hö­ri­ge von Heil­be­ru­fen. Da die Bedin­gun­gen kei­ne abschlie­ßen­de Lis­te aus­wei­sen, umfasst die­se Klau­sel u. a.  Ärz­te, Zahn­ärz­te, Zahn­tech­ni­ker, Heil­prak­ti­ker, Heb­am­men, Stu­den­ten der Medi­zin und der Zahn­heil­kun­de, Heil­per­so­nal (Krankenpfleger/innen und Kran­ken­schwes­tern, medi­zi­ni­sche Fach­an­ge­stell­te), Tier­ärz­te und Stu­den­ten der Tier­heil­kun­de sowie je nach Tätig­keits­feld auch Che­mi­ker und Des­in­fek­to­ren. Ver­si­che­rungs­schutz gilt für Infek­tio­nen, die in Aus­übung der Berufs­tä­tig­keit ent­ste­hen. Dabei muss aus der Krank­heits­ge­schich­te, dem Befund oder der Natur der Erkran­kung her­vor­ge­hen, dass die Krank­heits­er­re­ger durch eine Beschä­di­gung der Haut, wobei min­des­tens die äuße­re Haut­schicht durch­trennt sein muss oder durch das Ein­sprit­zen infek­tiö­ser Sub­stan­zen in Auge, Mund oder Nase, wobei Anhau­chen, Annie­sen oder Anhus­ten den Tat­be­stand des Ein­sprit­zens nicht erfül­len (Ver­si­che­rungs­schutz besteht jedoch für Diph­the­rie und Tuber­ku­lo­se) ent­stan­den ist.
  • Ver­si­che­rungs­schutz für eine Inva­li­di­tät infol­ge von Schutz­imp­fun­gen gegen ver­si­cher­te und nicht ver­si­cher­te Infek­ti­ons­krank­hei­ten. Ent­spre­chend ist anzu­neh­men, dass auch die so genann­te „Coro­na-Schutz­imp­fung“ als ver­si­chert gel­ten dürf­te, auch, wenn die­se kei­nen nach­weis­ba­ren Schutz vor einer Infek­ti­on bzw. eine ste­ri­le Immu­ni­tät bie­tet [1], [2], [3], [4], [5], [6], [7] und somit streng­ge­nom­men eher als Gen­be­hand­lung[8] denn als Schutz­imp­fung anzu­se­hen wäre.  Ob der Ver­si­che­rer dies ver­gleich­bar sieht, ist unklar (sie­he hier). Dafür spricht eine Äuße­rung, die der Ver­si­che­rer gegen­über den selbst­er­nann­ten „Fak­ten­che­ckern“ von CORRECTIV (gegrün­det von David Schra­ven, zuvor ver­ant­wort­lich für das Recher­cheres­sort der Fun­ke-Medi­en­grup­pe[9]) gegen­über abge­ge­ben habe:

„Tat­säch­lich steht auf der Web­sei­te der Haft­pflicht­kas­se zu der „Einfach“-Unfallversicherung, dass „Gesund­heits­schä­den durch Schutz­imp­fun­gen“ ver­si­chert sei­en. In den aktu­el­len Ver­brau­cher­infor­ma­tio­nen wird nicht nach ver­schie­de­nen Imp­fun­gen unter­schie­den. Auf Nach­fra­ge bestä­tig­te der Spre­cher der Haft­pflicht­kas­se, dass daher alle Arten von Imp­fun­gen, auch die gegen Covid-19, abge­deckt sei­en.“[10]

Die Mit­ver­si­che­rung gilt für alle Leis­tungs­ar­ten, inso­fern z.B. auch für ein Kran­ken­haus­ta­ge­geld. Unklar bleibt, ob für die Gewäh­rung des Ver­si­che­rungs­schut­zes Beweis­erleich­te­run­gen nach § 287 ZPO mög­lich sind oder ob ein Voll­be­weis zu erbrin­gen ist.  In der Pra­xis wird die behörd­li­che Aner­ken­nung eines Impf­scha­dens nur sehr sel­ten gewährt. So schrieb etwa der Arzt Dr. Chris­ti­an Kret­schmer am 02.02.2023:

„In Deutsch­land wur­den bis­lang 253 Impf­schä­den infol­ge einer Coro­na-Imp­fung aner­kannt. Die Bun­des­län­der haben 253 Anträ­ge auf Ent­schä­di­gung wegen einer schwe­ren uner­wünsch­ten Neben­wir­kung der Covid-19-Imp­fung bewil­ligt. 1.808 Anträ­ge wur­den abge­lehnt.“ [11]

Das ent­spricht einer Quo­te von gera­de ein­mal 12,28 %. Nur vier Mona­te spä­ter, im Juni 2023, benann­te die Tages­schau Medi­en­be­rich­te von 8.886 Men­schen, die einen Antrag auf Aner­ken­nung eines Impf­scha­dens gestellt hät­ten. Davon sei­en nur etwa 40 % der Anträ­ge bereits bear­bei­tet worden:

„davon sei­en ledig­lich 379 Fäl­le aner­kannt wor­den. Das ent­spricht einer Aner­ken­nungs­quo­te von rund elf Pro­zent.“[12]

Bedenkt man wei­ter, dass die meis­ten Geschä­dig­ten gar nicht erst einen Antrag auf behörd­li­che Aner­ken­nung stel­len[13], weil sie z. B. kei­nen Arzt fin­den, der über­haupt dazu bereit ist, eine mög­li­che Imp­fur­säch­lich­keit anzu­er­ken­nen[14], so hält sich aktu­ell das Risi­ko der Ein­tritts­pflicht für den Ver­si­che­rer noch arg in Gren­zen. Zudem könn­te man sogar Prof. Dr. Tho­mas Mer­tens, bis Novem­ber 2023 Vor­sit­zen­der der Stän­di­gen Impf­kom­mis­si­on (Sti­Ko) [15], so ver­ste­hen, dass es bes­ser wäre, einen mög­li­chen Zusam­men­hang mit einer „Imp­fung“ zu ver­mei­den und statt­des­sen lie­ber auf mög­li­ches Long-COVID abzu­stel­len[16], [17].

Die Mit­ver­si­che­rung gilt für alle Leis­tungs­ar­ten, inso­fern z.B. auch für ein Kran­ken­haus­ta­ge­geld infol­ge einer im Ein­zel­fall mit­ver­si­cher­ten Imp­fung gegen SARS-CoV‑2.

Gemäß tele­fo­ni­scher Aus­kunft eines Mit­ar­bei­ters vom 19.12.2023 habe es bis­lang nur eine „über­schau­ba­re Anzahl von Impf­schä­den“ gege­ben, die im Hau­se gemel­det wor­den sei­en. Es gäbe jedoch „prak­tisch kei­ne Aner­kennt­nis­se“. Falls über­haupt, sei­en dies wohl zur Leis­tungs­art Unfall­kran­ken­haus­ta­ge­geld und dann wohl „ohne Aner­ken­nung einer Rechts­pflicht“ ergan­gen.

  • Helm­klau­sel: um 25 Pro­zent, max. 100.000 Euro, erhöh­te Inva­li­di­täts­leis­tung bei Kopf­ver­let­zun­gen trotz Tra­gens eines han­dels­üb­li­chen geeig­ne­ten Helms, sofern die­se Unfäl­le infol­ge sport­li­cher Akti­vi­tä­ten (z. B. Ski­fah­ren, Fahr­rad­fah­ren, Ska­ten oder Rei­ten) ent­ste­hen. Die Leis­tung gilt auch, wenn Kin­dern ein Lauf­rad benut­zen. Nicht mit­ver­si­chert sind jedoch die Kos­ten für die Repa­ra­tur von Schutz­klei­dung, die die ver­si­cher­te Per­son wäh­rend des Unfalls getra­gen hat oder für Wir­bel­säu­len­ver­let­zun­gen. Eine sol­che Leis­tung erbringt abwei­chend z. B. der Tarif Aus­Gleich Best aus dem Hau­se pro­kun­do (Stand 04.2023).
  • Ein optio­nal ver­si­cher­tes Unfall­kran­ken­haus­ta­ge­geld wird für einen Zeit­raum von bis zu 1.825 Tagen (5 Jah­ren) erbracht, ein Gene­sungs­geld für bis zu 750 Tage (etwa 2 Jah­re). Die Leis­tung wird auch im Fall einer unfall­be­ding­ten voll­sta­tio­nä­ren Heil­be­hand­lung in einem Sana­to­ri­um, in einer Reha­bi­li­ta­ti­ons­ein­rich­tung, in einer Kur­an­stalt oder im Erho­lungs­heim gewährt. Für ambu­lan­te chir­ur­gi­sche Ope­ra­tio­nen wird die Leis­tung für einen Zeit­raum von maxi­mal 7 Tagen geleistet.
  • Kom­ageld für bis zu 3 Jah­re in Höhe eines ver­ein­bar­ten Unfall­kran­ken­haus­ta­ge­gel­des, min­des­tens jedoch (also auch ohne eine sol­che Absi­che­rung) in Höhe von 30 Euro / Tag. Die Leis­tung wird auch bei künst­li­chem Koma erbracht.
  • Roo­ming-In-Leis­tun­gen für die Dau­er einer medi­zi­nisch not­wen­di­gen voll­sta­tio­nä­ren Heil­be­hand­lung à 60 Euro je Nacht für mit­ver­si­cher­te Kin­der auch dann, wenn kein Unfall­kran­ken­haus­ta­ge­geld als Leis­tung ver­ein­bart wurde
  • Im Fall einer unfall­be­dingt medi­zi­nisch not­wen­di­gen Kur oder teil­sta­tio­nä­ren Reha­bi­li­ta­ti­on von min­des­tens einer Woche Dau­er besteht unter den bedin­gungs­sei­tig defi­nier­ten Vor­aus­set­zun­gen Anspruch auf eine Kur­kos­ten­bei­hil­fe. Ver­si­chert sind die inner­halb von drei Jah­ren vom Unfall­tag vom Ver­si­che­rungs­neh­mer selbst getra­ge­nen Kurkosten.
  • Mit­ver­si­chert sind Ver­gif­tun­gen durch Ein­nah­me fes­ter oder flüs­si­ger Stof­fe durch den Schlund.
  • Alters­un­ab­hän­gi­ge Mit­ver­si­che­rung von Nah­rungs­mit­tel­ver­gif­tun­gen sowie Ver­gif­tun­gen durch Pflan­zen, wel­che durch Berüh­ren, Schlu­cken, Kau­en und/oder Aus­spu­cken von Pflan­zen oder Pflan­zen­tei­len her­vor­ge­ru­fen wer­den, wenn deren Schäd­lich­keit der ver­si­cher­ten Per­son nicht bewusst war. Da die Bedin­gun­gen kei­nen ent­spre­chen­den Aus­schluss vor­se­hen, besteht auch Ver­si­che­rungs­schutz wegen sol­cher Gesund­heits­schä­den infol­ge von Ver­gif­tun­gen durch z. B. psy­cho­tro­pe Pflan­zen wie Kal­mus, Teu­fels­baum, Wer­mut­kraut, Schwar­ze Toll­kir­sche, Engels­trom­pe­te, Hanf oder Schlafmohn.
  • Bei Kin­dern unter 18 Jah­ren sind mit­ver­si­chert Ver­gif­tun­gen durch Medi­ka­men­te, Tabak sowie Alko­hol, die das ver­si­cher­te Kind, auch wenn es von den ent­spre­chend ver­ant­wort­li­chen Per­so­nen nicht beauf­sich­tigt war, ein­ge­nom­men, aus­pro­biert, aus­ge­spuckt oder her­un­ter­ge­schluckt hat. Mit­ver­si­chert sind eben­falls Ver­ät­zun­gen der Haut bzw. Schleim­haut durch che­mi­sche Stof­fe, in Mund- oder Rachen­raum, Spei­se­röh­re, Magen und Darm sowie im Augenbereich.
  • Aus­drück­li­che Mit­ver­si­che­rung von benann­ten Ein­grif­fen am Kör­per der ver­si­cher­ten Per­son (Gesund­heits­schä­den durch Schnei­den von Nägeln, Hüh­ner­au­gen oder Horn­haut, nicht jedoch durch das Fei­len und Abschmir­geln von Fin­ger- und Fuß­nä­geln oder dem Schnei­den von Haa­ren). Einen wei­ter­ge­hen­den Ver­si­che­rungs­schutz erbringt hier abwei­chend z. B. der Tarif Aus­Gleich Best aus dem Hau­se pro­kun­do (Stand 04.2023).
  • Aus­drück­li­che Mit­ver­si­che­rung von unfrei­wil­li­gem Flüssigkeits‑, Nah­rungs­mit­tel- oder Sauerstoffentzug.
  • Bei­trags­be­frei­ung bei Arbeits­lo­sig­keit bis zu 36 Mona­te. Dabei gilt eine War­te­zeit von 12 Mona­ten ab Ver­si­che­rungs­be­ginn in die­sem Tarif. Für Selbst­stän­di­ge (auch Ange­hö­ri­ge frei­er Beru­fe) sowie nicht Berufs­tä­ti­ge (auch Schü­ler und Stu­den­ten) gilt die Bei­trags­be­frei­ung bei Arbeits­lo­sig­keit des Ver­si­che­rungs­neh­mers nicht. Die Ver­si­che­rung ver­län­gert sich um die Dau­er der Beitragsbefreiung.
  • Bei­trags­be­frei­ung für min­der­jäh­ri­ge Kin­der bis zur Voll­endung des 21. Lebens­jah­res, sofern die ver­si­cher­te Per­son stirbt oder durch einen ver­si­cher­ten Unfall einen Inva­li­di­täts­grad von min­des­tens 50 % erlit­ten hat. Ist über den­sel­ben Ver­trag auch der Ehe­gat­te bzw. der ein­ge­tra­ge­ne Lebens­part­ner der ver­si­cher­ten Per­son mit­ver­si­chert, so gilt die­se Bei­trags­be­frei­ung auch für die­sen. Sie endet gleich­zei­tig mit der Voll­endung des 21. Lebens­jah­res des ver­si­cher­ten Kindes.
  • Mit­ver­si­che­rung unfall­be­ding­ter psy­chi­scher und ner­vö­ser Stö­run­gen, sofern es sich um eine durch den Unfall ver­ur­sach­te orga­ni­sche Erkran­kung des Ner­ven­sys­tems oder eine durch den Unfall neu ent­stan­de­ne Epi­lep­sie handelt.
  • Führt eine bedin­gungs­sei­tig defi­nier­te unfall­be­ding­te psy­chi­sche  Schä­di­gung der Sprach­zen­tren bei einer über den Ver­trag ver­si­cher­ten Per­son zu einer Apha­sie (Sprach­ver­lust) oder zu Schwie­rig­kei­ten beim Lesen, Schrei­ben, Spre­chen, Nicht­spre­chen oder beim Sprach­ver­ständ­nis auf­grund einer psy­chi­schen Reak­ti­on, so über­nimmt der Ver­si­che­rer die Kos­ten für eine not­wen­di­ge logo­pä­di­sche oder psy­cho­the­ra­peu­ti­sche Behand­lung zur Wie­der­her­stel­lung oder Ver­bes­se­rung der kom­mu­ni­ka­ti­ven Fähig­kei­ten sub­si­di­är bis maxi­mal 1.500 Euro. Einen wei­ter­ge­hen­den Ver­si­che­rungs­schutz erbringt bis in Höhe von 2.000 Euro erbringt z. B. der Tarif Aus­Gleich Best aus dem Hau­se pro­kun­do (Stand 04.2023).
  • Ver­si­che­rungs­schutz, wenn die ver­si­cher­te Per­son das 18.Lebensjahr noch nicht voll­endet hat oder sich unter gesetz­li­cher Betreu­ung befin­det und der Unfall durch Her­stel­lung oder Gebrauch selbst­ge­bau­ter Feu­er­werks­kör­per ent­stan­den ist und kei­ne Sach­be­schä­di­gung oder Kör­per­ver­let­zung damit beab­sich­tigt wurde.
  • Ver­si­che­rungs­schutz besteht, wenn die ver­si­cher­te Per­son das 18. Lebens­jahr noch nicht voll­endet hat oder sich unter gesetz­li­cher Betreu­ung befin­det und die Straf­tat im Füh­ren eines Land- oder Was­ser­fahr­zeugs ohne hier­für erfor­der­li­che Fahr­erlaub­nis (§ 21 StVG) besteht. Vor­aus­set­zung ist, dass kei­ne wei­te­re Straf­tat zur Ermög­li­chung der Fahrt began­gen wur­de. Kein Ver­si­che­rungs­schutz besteht jedoch beim Füh­ren eines Luft­fahr­zeugs oder bei unbe­fug­tem Gebrauch eines Fahr­zeugs nach § 248 b Strafgesetzbuch.
  • Mit­ver­si­che­rung von Gesund­heits­schä­den durch recht­mä­ßi­ge Ver­tei­di­gung oder Bemü­hung zur Ret­tung von Men­schen, Tie­ren oder Sachen (z. B. zwi­schen Ein­grei­fen in den Kampf zwi­schen zwei Hun­den oder in einen Über­fall auf Sei­ten des Angegriffenen).
  • Vor­schuss­leis­tung, auch wenn kei­ne Leis­tung bei Unfall­tod ver­ein­bart wur­de. Die­se Leis­tung kann inner­halb eines Jah­res nach dem Unfall bis maxi­mal in Höhe der erwar­te­ten Inva­li­di­täts­leis­tung bean­sprucht wer­den. Dis gilt unab­hän­gig davon, ob eine Lebens­ge­fahr oder kei­ne Lebens­ge­fahr für die ver­si­cher­te Per­son besteht.
  • Kos­ten­be­tei­li­gung für unfall­be­ding­te Repa­ra­tu­ren von Glied­ma­ßen­pro­the­sen bis in Höhe von  2.500 Euro wäh­rend der ers­ten drei Jah­re nach einem Unfall.
  • Optio­na­le Kos­ten­über­nah­me für die Ver­mitt­lung, nicht jedoch die Unter­brin­gung, von Haus­tie­ren der ver­si­cher­ten Per­so­nen nach einem ver­si­cher­ten Unfall im Rah­men des Hil­fe-Pakets Die Kos­ten auch für die Unter­brin­gung erbringt optio­nal z. B. der Tarif com­fort aus dem Hau­se Alte Leip­zi­ger (Stand 12.2022).
  • Optio­na­le Sofort­leis­tung bei Ein­tritt einer defi­nier­ten Krebs­er­kran­kung (Dread-Dise­a­se) unab­hän­gig vom ent­spre­chen­den Grad oder Sta­di­um. Ver­si­cher­te Krebs­er­kran­kun­gen sind Brust‑, Eierstock‑, Gebär­mut­ter­hals– und Hoden­krebs sowie Gehirn­tu­mor, Mul­ti­ples Mye­lom, Mali­gnes Lym­phom sowie Mor­bus Hodgkin. Wei­te­re schwe­re Erkran­kun­gen (z. B. Herz­in­farkt, Schlag­an­fall oder Pro­sta­ta­krebs) fal­len nicht unter den Ver­si­che­rungs­schutz. Die Sofort­leis­tung bei Krebs­er­kran­kun­gen kann nicht aus­ge­zahlt wer­den, wenn eine der genann­ten Krebs­er­kran­kun­gen inner­halb von 12 Mona­ten seit Beginn des Ver­si­che­rungs­schut­zes dia­gnos­ti­ziert wird oder bei Antrag­stel­lung bereits bestan­den hat. Soll­te die ver­si­cher­te Per­son ver­ster­ben, bevor der Anspruch auf die Sofort­leis­tung bei schwe­ren Krebs­er­kran­kun­gen gel­tend gemacht wur­de, besteht kein Anspruch auf die Aus­zah­lung der Leis­tung. Die Sofort­leis­tung ist spä­tes­tens 7 Mona­te nach der dia­gnos­ti­zier­ten Erkran­kung unter Vor­la­ge eines ärzt­li­chen Attes­tes gel­tend zu machen. Der Ver­si­che­rungs­schutz aus die­ser Klau­sel endet auto­ma­tisch mit Voll­endung des 65. Lebensjahres.
  • Sofort­leis­tung bei defi­nier­ten Schwer­ver­let­zun­gen (z. B. Ampu­ta­ti­on min­des­tens eines gan­zen Fußes oder einer gan­zen Hand) bis in Höhe von 20 % der Grund­in­va­li­di­tät, maxi­mal bis 20.000 Euro.  Die Leis­tung ist inner­halb von sie­ben Mona­ten nach dem Unfall gel­tend zu machen. Erhöht wird die Leis­tung bei Bau oder Kauf eines Eigen­heims um zusätz­lich zwi­schen 6.000 Euro und 30.000 Euro.
  • Im Rah­men des optio­na­len Bau­steins Schmer­zens­geld bei voll­stän­di­gen unfall­be­ding­ten Frak­tu­ren (Kno­chen­bruch) oder unfall­be­ding­ten Bän­der- oder Seh­nen­ris­sen bis zu 10.000 Euro. Je nach Art der Frak­tur wer­den zwi­schen 2 % und 100 % der ver­ein­bar­ten Leis­tung erbracht.
  • Über­nah­me der Kos­ten für ein Reha­ma­nage­ment bis maxi­mal 10.000 Euro, sofern die dafür bedin­gungs­sei­tig beschrie­be­nen Vor­aus­set­zun­gen (z. B. Schä­del-Hirn-Trau­ma 2. oder 3. Gra­des) vor­lie­gen. Die Leis­tung wird für einen Zeit­raum von maxi­mal 3 Jah­ren erbracht.
  • Inner­halb von vier Jah­ren nach einem ver­si­cher­ten Unfall wer­den die not­wen­di­gen Kos­ten für einen behin­der­ten­ge­rech­ten Umbau des Pkw oder der Woh­nung  der ver­si­cher­ten Per­son über­nom­men. Glei­ches gilt für die Kos­ten eines Umzugs in eine behin­der­ten­ge­rech­te Woh­nung sowie die Kos­ten für Pro­the­sen, Hilfs­mit­tel (z. B. Roll­stuhl), künst­li­che Orga­ne, Organ­trans­plan­ta­tio­nen, Schu­lungs- und Umschu­lungs­maß­nah­men inklu­si­ve der Kos­ten für Unter­brin­gung und Ver­pfle­gung sowie die Kos­ten für die Anschaf­fung eines Blin­den­hun­des. Die maxi­ma­le Kos­ten­er­stat­tung ist auf 30.000 Euro inner­halb von vier Jah­ren nach dem Unfall begrenzt.
  • Pfle­ge­geld für 3 Jah­re à 30 Euro je Tag, wenn eine ver­si­cher­te Per­son durch einen ver­si­cher­ten Unfall inner­halb von drei Jah­ren nach einem Unfall einen Pfle­ge­grad von min­des­tens 2 erleidet.
  • Im Rah­men des optio­na­len Hil­fe-Pakets Über­nah­me der Kos­ten für eine Fami­li­en­hil­fe (z. B. Menü­se­rvice sowie Waschen und Pfle­ge von Wäsche und Klei­dung) für bis zu vier Wochen. Ande­re Wett­be­wer­ber ken­nen die­se Leis­tung als „Haus­halts­hil­fe“, wo sie ohne Mehr­bei­trag ein­ge­schlos­sen ist.
  • Nach­ge­wie­se­ne Kos­ten für Nach­hil­fe bei unfall­be­ding­ter Schul­un­fä­hig­keit für ein min­der­jäh­ri­ges Kind bis 30 Euro je Tag, maxi­mal bis in Höhe von 3.000 Euro.
  • Für die Fol­gen psy­chi­scher und ner­vö­ser Stö­run­gen, die auf­grund Über­fall, Gei­sel­nah­me, Ver­ster­ben einer ver­si­cher­ten Per­son bzw. eines Ver­wand­ten 1. Gra­des oder auf­grund schwe­rer im Sin­ne der Bestim­mun­gen zur Sofort­leis­tung für schwe­re Ver­let­zun­gen auf­tre­ten, über­nimmt die Haft­pflicht­kas­se die Kos­ten für bis zu  10 Sit­zun­gen einer psy­cho­lo­gi­schen Betreu­ung. Führt bei­spiels­wei­se eine Prü­gel­at­ta­cke zu Ver­let­zun­gen, die nicht unter die Defi­ni­ti­on von Zif­fer 17 der Bedin­gun­gen fal­len, besteht kein Anspruch auf Kostenübernahme.
  • Mit­ver­si­chert sind Unfäl­le durch Bewusst­seins­stö­run­gen, die durch ´Trun­ken­heit ver­ur­sacht sind. Bei Bewusst­seins­stö­run­gen, die infol­ge von Trun­ken­heit beim Len­ken von Kraft­fahr­zeu­gen besteht der Ver­si­che­rungs­schutz bis (ein­schließ­lich) 1,6 Pro­mil­le (im Tarif mit Stand 01.2023 abwei­chend bis zu einem „Blut­al­ko­hol­ge­halt unter 1,6 Pro­mil­le“). Kein Ver­si­che­rungs­schutz besteht für Unfäl­le infol­ge von Bewusst­seins­stö­run­gen durch Dro­gen­ein­fluss.
  • Mit­ver­si­chert sind Unfäl­le durch Bewusst­seins­stö­run­gen infol­ge der Ein­nah­me von Medi­ka­men­ten (auch, wenn die­se nicht ärzt­lich ver­ord­net wur­den). Kein Ver­si­che­rungs­schutz besteht für Unfäl­le infol­ge von Bewusst­seins­stö­run­gen durch Dro­gen­ein­fluss.
  • Mit­ver­si­che­rung von Unfäl­len infol­ge von Über­mü­dung (Schlaf­trun­ken­heit) bzw. Ein­schla­fen infol­ge Über­mü­dung, von Schlaf­wan­deln und Erschre­cken.
  • Mit­ver­si­che­rung von Unfäl­len infol­ge von sons­ti­gen Bewusst­seins­stö­run­gen, z. B.  durch Zucker­schock (Über- oder Unterzuckerung),die Ein­wir­kung von Wit­te­rungs­be­din­gun­gen (z. B. Frost, Son­nen­ein­strah­lung, Sturm), durch Schlag­an­fall / Herz­in­farkt, epi­lep­ti­sche Anfäl­le sowie Krampf­an­fäl­le, durch sons­ti­ge Herz- und Kreis­lauf­stö­run­gen (z. B. Ohn­machts­an­fäl­le, Schwin­del (Syn­ko­pe)) sowie infol­ge einer unge­woll­ten Ein­nah­me von K.-o.-Tropfen (z. B. Ben­zo­dia­ze­pi­ne oder Gamma-Hydroxy-Buttersäure).
  • Ver­si­che­rungs­schutz besteht für Gesund­heits­schä­den unmit­tel­bar durch einen Schlag­an­fall oder Herz­in­farkt, sofern die­se inner­halb von einer Stun­de nach dem  Unfall ein­tre­ten.
  • Ver­si­che­rungs­schutz bei Unfäl­len im Zusam­men­hang mit Frei­zeit­fahr­ten mit Gokarts, die von einem Kart­cen­ter zur Ver­fü­gung gestellt wer­den. Dies setzt vor­aus, dass die Fahr­ten rei­nen Frei­zeit­cha­rak­ter auf­wei­sen, nicht von Ver­bän­den orga­ni­siert wer­den, kei­ner Kart-Serie ange­hö­ren und nicht dem Kart­sport zuzu­rech­nen sind.
  • Ver­stirbt der Bezie­her einer Unfall­ren­te, so besteht für den Ehe­part­ner oder ein­ge­tra­ge­nen Lebens­part­ner Anspruch auf eine Part­ner­ren­te in Höhe von 70 % der zuletzt gezahl­ten Unfall­ren­te. Die­se Ren­te wird für einen Zeit­raum von 36 Mona­ten geleis­tet. Für Kin­der oder Adop­tiv­kin­der der ver­si­cher­ten Per­son wird eine Voll­wai­sen-Ren­te in glei­cher Höhe gezahlt und dies bis zur Voll­endung des 18. Lebens­jah­res. Bei meh­re­ren erb­be­rech­tig­ten Kin­dern wird die Ren­te anteils­mä­ßig aufgeteilt.
  • Frist­be­ginn für die Immun­klau­sel (erwei­ter­ter Ver­si­che­rungs­schutz für eine infek­ti­ons­be­ding­te Inva­li­di­tät) ist für abschlie­ßend benann­te Infek­ti­ons­krank­hei­ten (u. a. Gür­tel­ro­se, Masern oder Schar­lach) der Aus­bruch der­sel­ben.Für die bei­spiel­haft auf­ge­führ­ten Infek­tio­nen infol­ge von Insek­ten­sti­chen / ‑bis­sen oder sons­ti­ge von Tie­ren ver­ur­sach­te Haut­ver­let­zun­gen (z. B. Bor­re­lio­se, Gelb­fie­ber oder Mala­ria) die ärzt­li­che Dia­gno­se einer ent­spre­chen­den Infek­ti­on. Die Mel­de­frist für eine infek­ti­ons­be­ding­te Inva­li­di­tät bei der Haft­pflicht­kas­se beträgt 24 Mona­te ab der erst­ma­li­gen Infek­ti­on. Für die Gel­tend­ma­chung einer sol­chen Inva­li­di­tät beträgt die Frist 36 Mona­te ab dem Unfallereignis.
  • Bedin­gungs­ge­mä­ßer Ver­zicht, zur Scha­den­min­de­rung eine Ope­ra­ti­on durch­füh­ren zu müs­sen (Ope­ra­ti­ons­ob­lie­gen­heit).
  • Kein Ver­lust der Ver­si­cher­bar­keit und des Ver­si­che­rungs­schut­zes bei Ein­tritt von (nicht unfall­be­ding­ter) Pfle­ge­be­dürf­tig­keit der ver­si­cher­ten Per­son nach Ver­trags­be­ginn (z. B. als Fol­ge eines nach Ver­trags­be­ginn ein­ge­tre­ten Impfschadens).
  • Kein Ver­lust der Ver­si­cher­bar­keit und des Ver­si­che­rungs­schut­zes bei Ein­tritt von (nicht unfall­be­ding­ter) Geis­tes­krank­heit der ver­si­cher­ten Per­son nach Ver­trags­be­ginn.
  • Sofern eine zeit­li­che Deckungs­lü­cke vom Ablauf des bis­he­ri­gen Ver­tra­ges (12:00 Uhr mit­tags) und des Beginns des neu­en Ver­tra­ges (24:00 Uhr bzw. 0:00 Uhr) besteht, wird für die­sen Zeit­raum Ver­si­che­rungs­schutz gewährt.
  • Die Unfall­ren­te kann unab­hän­gig vom Alter und der Höhe der Inva­li­di­täts­sum­me bis zur Maxi­mal­sum­me ver­ein­bart wer­den.

Aus­ge­wähl­te Ein­schrän­kun­gen des Tarifs Ein­fach Kom­plett aus dem Hau­se Die Haftpflichtkasse

  • Kei­ne Best-Leis­tungs-Garan­tie für Leis­tun­gen eines ande­ren, zum Scha­den­zeit­punkt ver­kaufs­of­fe­nen Ver­si­che­rers. Eine sol­che Leis­tung bie­tet z. B. der Tarif com­fort aus dem Hau­se Alte Leip­zi­ger (Stand 12.2022).
  • Kei­ne Sum­men- und Bedin­gungs­dif­fe­renz­de­ckung. Eine sol­che bie­tet z. B. Con­cep­tIF mit ihrem Tarif best pro­tect plus mit Stand 29.04.2021.
  • Inno­va­ti­ons­klau­sel gilt nur, wenn durch ein Tari­f­up­date aus­schließ­lich Ver­bes­se­run­gen vor­ge­nom­men wer­den, d.h. es besteht kein Anspruch auf die­se Leis­tung, wenn ein Tari­f­up­date neben bei­spiels­wei­se 20 Ver­bes­se­run­gen eine ein­zi­ge Stel­le besitzt, die auch zum Nach­teil des Kun­den füh­ren könn­te. Ent­spre­chend greift die Inno­va­ti­ons­klau­sel nicht auf die Schlech­ter­stel­lun­gen von Stand 01.2023 auf Stand 01.2024.
  • Kei­ne Update-Garan­tie für den Fall der Ein­füh­rung neu­er Tari­fe und Bedin­gungs­wer­ke bzw. sol­cher Leis­tungs­er­wei­te­run­gen, die nur gegen Zuschlag in zukünf­ti­ge Ver­trä­ge ein­ge­schlos­sen wer­den kön­nen. Eine sol­che Garan­tie bie­tet z. B. der Tarif Aus­Gleich Best aus dem Hau­se pro­kun­do (Stand 04.2023).
  • Im Rah­men der Unfall­ren­te Kür­zung des Pro­zent­sat­zes vom Inva­li­di­täts­grad bereits ab einem Mit­wir­kungs­an­teil von 25 % (Zif­fer 20 Pro­dukt­li­nie UV Ein­fach Kom­plett in Ver­bin­dung mit Zif­fer 3.2.2AUB 2014).
  • Kei­ne erneu­te Zah­lung der zum Unfall­tag gül­ti­gen Inva­li­di­täts­sum­me nach einem Zeit­raum von zehn Jah­ren. Die­se Leis­tung erbringt bei­spiels­wei­se der Anbie­ter Con­cep­tIF mit sei­nem Tarif best pro­tect plus mit Stand 29.04.2021.
  • Kei­ne Mit­ver­si­che­rung unfall­be­ding­ter Blu­tun­gen aus inne­ren Orga­nen sowie der Gehirn­blu­tun­gen, sofern die­sen kein ver­si­cher­tes Unfall­ereig­nis zugrun­de liegt. Dies ist eine Schlech­ter­stel­lung zu allen vor­her­ge­hen­den Bedin­gungs­wer­ken der Haft­pflicht­kas­se seit Stand 06.2019). Gemäß tele­fo­ni­scher Aus­kunft eines Mit­ar­bei­ters vom 19.12.2023 sei der Rück­ver­si­che­rer nicht mehr bereit, die­ses Risi­ko zu ver­si­chern. Abwei­chend mit­ver­si­chert sind sol­che Schä­den für Per­so­nen bis zur Voll­endung des 67. Lebens­jah­res bei der Interl­loyd im Tarif Infi­ni­tus (Stand 05.2022.
  • Wie bei den bekann­ten Wett­be­wer­bern nicht mit­ver­si­chert sind Schä­den an Band­schei­ben.
  • Kein defi­nier­ter Inva­li­di­täts­grad für den unfall­be­ding­ten Ver­lust einer Gebär­mut­ter, eines Penis oder eines Hodens. Ent­spre­chend fin­det im Scha­den­fall eine indi­vi­du­el­le Bemes­sung außer­halb der Glie­derta­xe statt. Einen aus­drück­li­chen Inva­li­di­täts­grad  für den Ver­lust der Gebär­mut­ter (hier mit 15 %) fin­det sich z. B. im mitt­ler­wei­le nicht mehr ver­kaufs­of­fe­nen Tarif Unfall­ver­si­che­rung Ren­te PLUS (AUB-RP 2011) aus dem Hau­se Volks­wohl Bund (Stand 06.2011). Der Ver­si­che­rer Ide­al defi­niert in sei­nem Tarif IDEAL Unfall­Ren­te Exklu­siv (Stand 02.2020) den Inva­li­di­täts­grad bei Ver­lust eines Penis mit 50 %.
  • Kein Ver­si­che­rungs­schutz für Infek­tio­nen durch Anhus­ten oder Annie­sen bzw. plötz­li­ches Ein­sprit­zen von Erre­gern durch Augen, Mund oder Nase (außer für Ange­hö­ri­ge tarif­lich benann­ter Heil­be­ru­fe). Die­se Leis­tung erbringt bei­spiels­wei­se Kon­zept & Mar­ke­ting mit ihrem Tarif all­safe body­guard per­fect 2.0 (Stand 05.2019).
  • Kein Ver­si­che­rungs­schutz für Gesund­heits­schä­den auf­grund von Tröpfchen‑, Kon­takt- und Schmier­in­fek­tio­nen. Die­se Leis­tung erbringt bei­spiels­wei­se die Han­se­Mer­kur mit ihrem Tarif Unfall­ver­si­che­rung Best 2022 (Stand 02.2022).
  • Kein Ver­si­che­rungs­schutz für eine Inva­li­di­tät infol­ge einer Infek­ti­on z. B. mit epi­de­mi­scher Kin­der­läh­mung / Polio­mye­li­tis), Echi­no­kok­ko­se (Fuchs­band­wurm, Hun­de­band­wurm), Genick­star­re, Lyme– Bor­re­lio­se (Neu­rob­or­re­lio­se),  Rin­gel­rö­teln, Schlaf­krank­heit (afri­ka­ni­sche Try­pa­no­so­mia­sis, Tse­t­se­krank­heit) oder Tularä­mie (Hasen­opest). Kein Ver­si­che­rungs­schutz besteht wei­ter z. B. für Zecken­rück­fall­fie­ber, da die­ses durch Zecken (Spin­nen­tie­re) ver­ur­sacht wird.
  • Über­nah­me von Dekom­pres­si­ons­kam­mer­kos­ten bis in Höhe von 100.000 Euro, dies jedoch nur infol­ge einer unfall­be­ding­ten Dekom­pres­si­ons­krank­heit (Caisson­krank­heit) Typ I und II. Nicht ver­si­chert sind jedoch Druck­kam­mer­kos­ten, die nicht im Zusam­men­hang mit Tauch­un­fäl­len ste­hen (z. B. Dekom­pres­si­ons­kam­mer­be­hand­lun­gen nach einer Koh­len­mon­oxyd­ver­gif­tung oder Gas­brand-Infek­ti­on). Die­se Leis­tung erbringt bei­spiels­wei­se Kon­zept & Mar­ke­ting mit ihrem Tarif all­safe body­guard per­fect 2.0 (Stand 05.2019). Der Ver­si­che­rungs­schutz besteht auch, wenn die gül­ti­gen Richt­li­ni­en für das Auf­tau­chen und Dekom­pri­mie­ren grob fahr­läs­sig oder vor­sätz­lich miss­ach­tet wurden.
  • Kein aus­drück­li­cher Ver­si­che­rungs­schutz bei Höhen­lun­gen­ödem (HAPE) oder Höhen­hirn­ödem (HACE) auf­grund aku­ter Höhen­krank­heit (AMS). In der Regel könn­te hier­für auch ohne aus­drück­li­che Klar­stel­lung Ver­si­che­rungs­schutz ange­nom­men wer­den[18].
  • Kein Ver­si­che­rungs­schutz für Unfäl­le infol­ge einer Bewusst­seins­stö­rung auf­grund einer unge­woll­ten Ein­nah­me von Ecsta­sy. Die­se Leis­tung erbringt z. B. der Tarif com­fort aus dem Hau­se Alte Leip­zi­ger (Stand 12.2022).
  • Kein Ver­si­che­rungs­schutz unmit­tel­bar durch einen epi­lep­ti­schen Anfall oder ande­re Krampf­an­fäl­le, die den gan­zen Kör­per der ver­si­cher­ten Per­son erfas­sen (Aus­schluss nach Zif­fer 4.1.1 AUB 2014; nach Abschnitt D Zif­fer 34 der beson­de­ren Bedin­gun­gen abwei­chend mit­ver­si­chert sind jedoch Unfäl­le infol­ge von Bewusst­seins­stö­run­gen durch epi­lep­ti­sche Anfäl­le oder ande­re Krampf­an­fäl­le). Die  Mit­ver­si­che­rung von Unfäl­len unmit­tel­bar infol­ge der benann­ten Anfäl­le erbringt z. B. der Tarif com­fort aus dem Hau­se Alte Leip­zi­ger (Stand 12.2022).
  • Nicht mit­ver­si­chert ist der unfall­be­ding­te Ver­lust von künst­li­chem Zahn­ersatz (Zahn­brü­cken, ‑kro­nen, ‑implan­ta­te, Gebis­se und Pro­the­sen). Ver­si­chert ist allein der unfall­be­ding­te Ver­lust bzw. die Beschä­di­gung von natür­li­chen Zäh­nen im Rah­men der kos­me­ti­schen Operationskosten.
  • Kei­ne Über­nah­me der Kos­ten für Osteo­pa­thie infol­ge von Unfall­ver­let­zun­gen. Die­se Leis­tung erbringt bei­spiels­wei­se der Tarif LBN-BESSER+ aus dem Hau­se LBN (Stand 08.2018).
  • Kei­ne unfall­be­ding­te Kos­ten­er­stat­tung für Zahn­span­ge eines min­der­jäh­ri­gen Kin­des. Die­se Leis­tung erbringt bei­spiels­wei­se der Tarif com­fort aus dem Hau­se Alte Leip­zi­ger (Stand 12.2022).
  • Kei­ne Über­nah­me von unfall­be­ding­ten Dol­met­scher­kos­ten bei Unfäl­len im Aus­land. Die­se Leis­tung erbringt bei­spiels­wei­se der Tarif all­safe body­guard aus dem Hau­se Kon­zept & Mar­ke­ting (Stand 05.2019, Vers. 1.04).
  • Kei­ne Über­nah­me nach­ge­wie­se­ne Beer­di­gungs­kos­ten, etwa, wenn nor­ma­ler­wei­se eine nicht mit­ver­si­cher­te Bewusst­seins­stö­rung vor­lie­gen soll­te oder ein ande­rer Aus­schluss (z. B. das vor­sätz­li­che Bege­hen oder der Ver­such einer Straf­tat) zur Anwen­dung kom­men soll­te. Die­se Leis­tung erbringt z. B. der Tarif com­fort aus dem Hau­se Alte Leip­zi­ger (Stand 12.2022).
  • Kei­ne Ein­mal­leis­tung bei unfall­be­ding­ter Fehl­ge­burt. Die­se Leis­tung erbringt bei­spiels­wei­se der Tarif TOP – Deckungs­kon­zept 2013 aus dem Hau­se Baden-Bade­ner Ver­si­che­rung AG (Stand 10.2013).
  • Kei­ne Über­nah­me von Heil­kos­ten bei unfall­be­ding­ter Unter­brin­gung in einem Ein- oder Zwei­bett­zim­mer sowie der Kos­ten für eine pri­vat­ärzt­li­che Behand­lung. Bei­spiels­wei­se erbringt der Tarif Best Sel­ec­tion aus dem Hau­se Jani­tos (Stand 01.04.2021) sol­che Leis­tun­gen bei einem Unfall im Ausland.
  • Kei­ne bedin­gungs­sei­ti­ge Kur­bei­hil­fe. Die­se Leis­tung erbringt bei­spiels­wei­se der Unfall­ta­rif Pre­mi­um-Schutz aus den Hau­se Adcu­ri und Bar­me­nia (Stand 06.2020).
  • Kei­ne Über­nah­me der Kos­ten für einen Selbst­ver­tei­di­gungs­kurs nach Gewalt­straf­ta­ten. Die­se Leis­tung wird z. B. von der Han­se­Mer­kur mit ihrem Tarif Unfall­ver­si­che­rung Best 2022 (Stand 02.2022) übernommen.
  • Kein Ersatz von Dar­le­hens­be­trä­gen für Eigen­tü­mer von Pri­vatim­mo­bi­li­en. Die­se Leis­tung wird z. B. von der Han­se­Mer­kur mit ihrem Tarif Unfall­ver­si­che­rung Best 2022 (Stand 02.2022) übernommen.
  • Kei­ne Mit­ver­si­che­rung des akti­ven Luft­fahrt­ri­si­kos (z. B. als Pilot von Flug­zeu­gen). Eine sol­che Leis­tung bie­tet z. B. gegen Zuschlag der Tarif  Klas­sik-Garant aus dem Hau­se VHV (Stand 07.2022).
  • Kei­ne Bei­trags­be­frei­ung bei einem unfall­be­ding­ten Inva­li­di­täts­grad von min­des­tens 50 % für mit­ver­si­cher­te Kin­der bis zum Ablauf des Ver­si­che­rungs­jah­res, in dem das ver­si­cher­te Kind das 18. Lebens­jahr voll­endet bzw. für den Ver­si­che­rungs­neh­mer sowie sei­nen mit­ver­si­cher­ten Ehe­gat­ten oder Lebens­ge­fähr­ten bis zum Ablauf des Ver­si­che­rungs­jah­res, in dem das jüngs­te mit­ver­si­cher­te Kind das 18. Lebens­jahr voll­endet. Die­se Leis­tung erbringt abwei­chend z. B. der Tarif Aus­Gleich Best aus dem Hau­se pro­kun­do (Stand 04.2023).
  • Kei­ne Ren­ten­ga­ran­tie­zeit im Rah­men der Unfall­ren­te. Eine sol­che bie­tet z. B. der Tarif Aus­Gleich Best aus dem Hau­se pro­kun­do (Stand 04.2023).
  • Kei­ne (optio­na­le) Pas­siv­dy­na­mik im Rah­men der Unfallrente.
  • Kein Ver­zicht auf Erhö­hung der Prä­mie bei frist­ge­rech­ter Mel­dung eines Berufs­wech­sels in einen gefahr­träch­ti­ge­ren Beruf. Eine sol­che Leis­tung bie­tet z. B. der Tarif com­fort aus dem Hau­se Alte Leip­zi­ger (Stand 12.2022).
  • Kei­ne Bei­trags­be­frei­ung bei Kurz­ar­beit. Die­se Leis­tung erbringt z. B. der Tarif com­fort aus dem Hau­se Alte Leip­zi­ger (Stand 12.2022).
  • Kein optio­na­les Unfalltagegeld.
  • Kei­ne bedin­gungs­sei­ti­ge Nach­ver­si­che­rungs­ga­ran­tie ohne Gesund­heits­prü­fung.
  • Kei­ne Mit­be­rück­sich­ti­gung defi­nier­ter nach­hal­ti­ger Kri­te­ri­en für die Kapi­tal­an­la­ge. Dies macht z. B. die Tarif­va­ri­an­te Bes­ser­grün aus dem Hau­se NV-Ver­si­che­run­gen mit den Tari­fen NV Unfall­S­par 5.0, NV Unfall­max 5.0 sowie NV Unfall­Pre­mi­um 5.0 (Stand 08.2022).

Hin­weis: Eine Über­prü­fung der Inhal­te durch die Haft­pflicht­kas­se ist nicht erfolgt. Alle Inhal­te wur­den nach bes­tem Wis­sen und Gewis­sen erfasst. Soll­ten Ihnen bei der Lek­tü­re Punk­te auf­fal­len, die zu kor­ri­gie­ren oder zu ergän­zen wären, wür­de ich mich über einen ent­spre­chen­den Hin­weis sehr freuen.


[1] Dr. Tho­mas Har­der, Dr. Judith Koch, Dr. Sabi­ne Vygen-Bon­net, Ste­fan Scholz, Anto­nia Pilic, Sarah Reda und PD Dr. Ole Wich­mann „Wie gut schützt die COVID-19-Imp­fung vor SARS-CoV-2-Infek­tio­nen und ‑Trans­mis­si­on? Sys­te­ma­ti­scher Review und Evi­denz­syn­the­se“, S. 14 – 23, hier S. 14, in „Epi­de­mio­lo­gi­schen Bul­le­tin“ 19/2021 vom 12.05.2021. Her­aus­ge­ge­ben vom Robert-Koch-Institut.

[2] Sie­he z. B. „Fach­kun­di­ger heu­te zur Impf­pflicht: „Hät­te mich mehr weh­ren sol­len““ auf „repor​t24​.news“ vom 29.09.2023. Auf­zu­ru­fen unter https://​repor​t24​.news/​f​a​c​h​k​u​n​d​i​g​e​r​-​h​e​u​t​e​-​z​u​r​-​i​m​p​f​p​f​l​i​c​h​t​-​h​a​e​t​t​e​-​m​i​c​h​-​m​e​h​r​-​w​e​h​r​e​n​-​s​o​l​l​e​n​/​?​f​e​e​d​_​i​d​=​3​3​886, zuletzt auf­ge­ru­fen am 03.11.2023:

„Der Lei­ter der Infek­tio­lo­gie an der Kli­nik Favo­ri­ten äußer­te jüngst im ORF Kri­tik am Irr­weg der Impf­pflicht und stell­te fest, dass er sich mehr hät­te weh­ren sol­len. Denn dass die Imp­fung kei­ne ste­ri­le Immu­ni­tät bewirkt, war ihm bewusst“

[3] „Kei­ne ste­ri­le Immu­ni­tät mög­lich. Stre­eck erklärt Ableh­nung der Impf­pflicht“ auf „n‑tv.de“ vom 20.01.2022 um 11:03 Uhr. Auf­zu­ru­fen unter https://www.n‑tv.de/panorama/Hendrik-Streeck-im-Interview-Darum-sieht-er-eine-Impfpflicht-kritisch-article23069656.html, zuletzt auf­ge­ru­fen am 03.11.2023:

Das ist bei ande­ren vira­len Erkran­kun­gen, für die wir eine Impf­pflicht hat­ten oder haben, ganz anders. Dort kön­nen wir durch eine Impf­pflicht das Virus aus­rot­ten, was bei den Pocken gesche­hen ist und bei den Masern theo­re­tisch auch mög­lich ist. Das sind ganz ande­re Vor­aus­set­zun­gen, weil wir da eine ste­ri­le Immu­ni­tät erzeu­gen. Das haben wir gegen das Coro­na­vi­rus lei­der nicht.“

[4] Tweet von Ste­fan Hom­burg mit der ent­spre­chen­den Pas­sa­ge der Anhö­rung vom 11.10.2022. Auf­zu­ru­fen unter https://​twit​ter​.com/​s​h​o​m​b​u​r​g​/​s​t​a​t​u​s​/​1​5​7​9​8​5​0​3​1​2​6​5​0​9​8​5​480, zuletzt auf­ge­ru­fen am 08.01.2023.

[5] Sumpf, Tim „Pfi­zer-Direk­to­rin: „Impf­stof­fe zuvor nicht getes­tet, ob sie Über­tra­gung stop­pen““ auf „epocht​i​mes​.de“ vom 12.10.2022. Auf­zu­ru­fen unter https://​www​.epocht​i​mes​.de/​p​o​l​i​t​i​k​/​a​u​s​l​a​n​d​/​p​f​i​z​e​r​-​d​i​r​e​k​t​o​r​i​n​-​i​m​p​f​s​t​o​f​f​e​-​z​u​v​o​r​-​n​i​c​h​t​-​g​e​t​e​s​t​e​t​-​o​b​-​s​i​e​u​e​b​e​r​t​r​a​g​u​n​g​-​s​t​o​p​p​e​n​-​a​3​9​9​6​3​1​7​.​h​tml, zuletzt auf­ge­ru­fen am 09.03.2023.

[6] Vgl. Sumpf, Tim „Ein völ­lig selt­sa­mer Fall in Halle:Vgl. Sumpf, Tim „Ein völ­lig selt­sa­mer Fall in Hal­le: Super-Sprea­der nach Imp­fung?“ auf „epocht​i​mes​.de“ vom 30.01.2021. Auf­zu­ru­fen unter https://​www​.epocht​i​mes​.de/​g​e​s​u​n​d​h​e​i​t​/​o​h​n​e​-​s​t​e​r​i​l​e​-​i​m​m​u​n​i​t​a​e​t​-​v​e​r​s​c​h​l​i​m​m​e​r​n​-​i​m​p​f​u​n​g​e​n​-​d​i​e​-​c​o​r​o​n​a​-​s​i​t​u​a​t​i​o​n​-​a​3​4​3​5​9​7​9​.​h​tml, zuletzt auf­ge­ru­fen am 09.03.2023.

[7] Tweet von Ste­fan Hom­burg mit der ent­spre­chen­den Pas­sa­ge der Anhö­rung vom 11.10.2022. Auf­zu­ru­fen unter https://​twit​ter​.com/​s​h​o​m​b​u​r​g​/​s​t​a​t​u​s​/​1​5​7​9​8​5​0​3​1​2​6​5​0​9​8​5​480, zuletzt auf­ge­ru­fen am 08.01.2023.

[8] Sie­he z. B. „Pfi­zer bestä­tigt, was vie­le schon lan­ge ver­mu­tet haben“ auf „uncut​news​.ch“ vom 01.11.2023. Auf­zu­ru­fen unter https://​uncut​news​.ch/​p​f​i​z​e​r​-​b​e​s​t​a​e​t​i​g​t​-​w​a​s​-​v​i​e​l​e​-​s​c​h​o​n​-​l​a​n​g​e​-​v​e​r​m​u​t​e​t​-​h​a​b​en/, zuletzt auf­ge­ru­fen am 03.01.2023: „Sena­tor Ren­nick hat meh­re­re Doku­men­te von Pfi­zer, der TGA und der Ame­ri­can Socie­ty of Cell and Gene The­ra­py aus­ge­gra­ben, die bestä­ti­gen, dass es sich bei den mRNA-Coro­na-Impf­stof­fen um Gen­the­ra­pie­pro­duk­te han­delt. Wäh­rend die Behör­den seit Jah­ren behaup­ten, dass mRNA-Impf­stof­fe kei­ne Gen­the­ra­pie sind.“

[9] Well­nitz, Lot­ta „Recher­che zu AfD-Tref­fen. Was ist Cor­rec­tiv?“ auf „stutt​gar​ter​-zei​tung​.de“ vom 11.01.2024 um 17:37 Uhr. Auf­zu­ru­fen unter https://​www​.stutt​gar​ter​-zei​tung​.de/​i​n​h​a​l​t​.​r​e​c​h​e​r​c​h​e​-​z​u​-​a​f​d​-​t​r​e​f​f​e​n​-​r​e​c​h​e​r​c​h​e​n​e​t​z​w​e​r​k​-​c​o​r​r​e​c​t​i​v​.​8​f​b​5​e​d​c​8​-​5​e​1​9​-​4​8​7​1​-​a​9​5​6​-​0​c​f​f​8​9​b​b​d​0​3​7​.​h​tml, zuletzt auf­ge­ru­fen am 18.01.2024.

[10] Tim­mer­mann, Sophie und Jonas, Uschi „Brief der Haft­pflicht­kas­se ist ohne Kon­text irre­füh­rend: Neue­re Tari­fe umfas­sen auch Covid-19-Impf­schä­den“ auf „cor​rec​tiv​.org“. Auf­zu­ru­fen unter https://​cor​rec​tiv​.org/​f​a​k​t​e​n​c​h​e​c​k​/​2​0​2​2​/​0​2​/​0​3​/​b​r​i​e​f​-​d​e​r​-​h​a​f​t​p​f​l​i​c​h​t​k​a​s​s​e​-​i​s​t​-​o​h​n​e​-​k​o​n​t​e​x​t​-​i​r​r​e​f​u​e​h​r​e​n​d​-​n​e​u​e​r​e​-​t​a​r​i​f​e​-​u​m​f​a​s​s​e​n​-​a​u​c​h​-​c​o​v​i​d​-​1​9​-​i​m​p​f​s​c​h​a​e​d​en/, zuletzt auf­ge­ru­fen am 21.12.2023.

[11] Kret­schmer, Chris­ti­an „Covid-19-Imp­fung: 253 aner­kann­te Impf­schä­den“ auf „gel​be​-lis​te​.de“ vom 02.02.2023. Auf­zu­ru­fen unter https://​www​.gel​be​-lis​te​.de/​n​a​c​h​r​i​c​h​t​e​n​/​c​o​v​i​d​-​1​9​-​i​m​p​f​u​n​g​-​2​5​3​-​a​n​e​r​k​a​n​n​t​e​-​i​m​p​f​s​c​h​a​e​den, zuletzt auf­ge­ru­fen am 30.09.2023.

[12] „Imp­fung gegen das Coro­na­vi­rus Fast 9000 Anträ­ge auf Aner­ken­nung von Impf­schä­den“ auf „tages​schau​.de“ vom 15.06.2023 um 13:16 Uhr. Auf­zu­ru­fen unter https://​www​.tages​schau​.de/​i​n​l​a​n​d​/​g​e​s​e​l​l​s​c​h​a​f​t​/​i​m​p​f​s​c​h​a​e​d​e​n​-​b​u​n​d​e​s​l​a​e​n​d​e​r​-​1​0​0​.​h​tml, zuletzt auf­ge­ru­fen am 30.09.2023.

[13] Als Indiz dafür vgl. Wit­te, Ste­phan „Impf­scha­den­de­ckung bei der KS / AUXILIA?“ auf „cri​ti​cal​-news​.de“ vom 14.09.2023. Auf­zu­ru­fen unter https://​cri​ti​cal​-news​.de/​i​m​p​f​s​c​h​a​d​e​n​d​e​c​k​u​n​g​-​b​e​i​-​d​e​r​-​k​s​-​a​u​x​i​l​ia/, zuletzt auf­ge­ru­fen am 30.09.2023.

[14] Vgl. z. B. „Ent­lar­ven­der Bericht: Mel­dung zu auf­wän­dig – Ärz­te notie­ren Long Covid statt Impf­scha­den als Dia­gno­se“ auf „repor​t24​.news“ vom 30.03.2023. Auf­zu­ru­fen vom https://​repor​t24​.news/​e​n​t​l​a​r​v​e​n​d​e​r​-​b​e​r​i​c​h​t​-​m​e​l​d​u​n​g​-​z​u​-​a​u​f​w​a​e​n​d​i​g​-​a​e​r​z​t​e​-​n​o​t​i​e​r​e​n​-​l​o​n​g​-​c​o​v​i​d​-​s​t​a​t​t​-​i​m​p​f​s​c​h​a​d​e​n​-​a​l​s​-​d​i​a​g​n​o​s​e​/​?​f​e​e​d​_​i​d​=​2​9​010, zuletzt auf­ge­ru­fen am 03.11.2023.

[15] Schul­ze, Han­nah „Umbruch in der Stän­di­gen Impf­kom­mis­si­on. Tho­mas Mer­tens hört als STI­KO-Chef auf: „Ich habe kei­ne Bad Fee­lings damit““ auf „swr​.de“ vom 23.11.2023 um 14:53 Uhr. Auf­zu­ru­fen unter https://​www​.swr​.de/​s​w​r​a​k​t​u​e​l​l​/​b​a​d​e​n​-​w​u​e​r​t​t​e​m​b​e​r​g​/​u​l​m​/​t​h​o​m​a​s​-​m​e​r​t​e​n​s​-​n​i​c​h​t​-​m​e​h​r​-​s​t​i​k​o​-​c​h​e​f​-​1​0​0​.​h​tml, zuletzt auf­ge­ru­fen am 18.01.2024.

[16] Sie­he Här­ing, Nor­bert „Sti­ko-Chef emp­fiehlt Impf­ge­schä­dig­ten den Impf­zu­sam­men­hang zu ver­schwei­gen, damit ihnen gehol­fen wird“ auf „nor​bert​haer​ing​.de“ vom 28.05.2023. Auf­zu­ru­fen unter https://​nor​bert​haer​ing​.de/​n​e​w​s​/​m​e​r​t​e​n​s​-​p​o​s​t​-​v​ac/, zuletzt auf­ge­ru­fen am 03.11.2023:

„Mit die­ser Emp­feh­lung gibt der Sti­ko-Chef zu, dass es für Impf­ge­schä­dig­te einen star­ken, regu­la­to­risch erzeug­ten Anreiz gibt, ihre Sym­pto­me nicht in Zusam­men­hang mit einer Imp­fung zu stel­len, weil sie sonst mit Ver­wei­ge­rung der Kos­ten­über­nah­me bestraft werden.“

[17] „Phar­ma­lob­by­ist Mer­tens for­dert zum Lügen auf: Impf­ge­schä­dig­te sol­len den Impf­zu­sam­men­hang leug­nen, damit Kas­sen die Kos­ten über­neh­men!“ auf „coro​na​-blog​.net“ vom 28.05.2023. Auf­zu­ru­fen unter https://​coro​na​-blog​.net/​2​0​2​3​/​0​5​/​2​8​/​p​h​a​r​m​a​l​o​b​b​y​i​s​t​-​m​e​r​t​e​n​s​-​f​o​r​d​e​r​t​-​z​u​m​-​l​u​e​g​e​n​-​a​u​f​-​i​m​p​f​g​e​s​c​h​a​e​d​i​g​t​e​-​s​o​l​l​e​n​-​d​e​n​-​i​m​p​f​z​u​s​a​m​m​e​n​h​a​n​g​-​l​e​u​g​n​e​n​-​d​a​m​i​t​-​k​a​s​s​e​n​-​d​i​e​-​k​o​s​t​e​n​-​u​e​b​e​r​n​e​h​m​en/, zuletzt auf­ge­ru­fen am 03.11.2023:

In dem Moment, wo ich sage, „ich habe das nach der Imp­fung ent­wi­ckelt“, nimmt mich nie­mand auf. Die Uni­kli­ni­en [sic!] sagen Long-Covid nach Infek­ti­on, ja, nach Imp­fung nein und dann ste­he ich allei­ne da.“ bzw. „Am Ende schlägt Mer­tens dann mit sei­ner Aus­sa­ge dem Fass den Boden aus. Wäre Retzlaff nicht direkt in den Kli­ni­ken mit der Dia­gno­se Impf­scha­den vor­stel­lig gewor­den, wären die Behand­lungs­kos­ten doch von der Kran­ken­kas­se über­nom­men wor­den. Auch spricht er beim „Post-Vac-Syn­drom“ von Selbst­dia­gno­se und dass er sich nicht sicher wäre ob die Imp­fung wirk­lich ursäch­lich die­se Men­schen geschä­digt hätte.“

[18] Vgl. Grimm, Wolf­gang „Unfall­ver­si­che­rung. Kom­men­tar zu den All­ge­mei­nen Unfall­ver­si­che­rungs-Bedin­gun­gen (AUB) mit Son­der­be­din­gun­gen“  Mün­chen (C.H. Beck), 5. Auf­la­ge, 2013, S. 114 – 115 (Rn 27).

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