Übersterb­lich­keit in Deutsch­land seit KW 40

Seit Kalen­der­woche 40 stellt Coro­na­Da­ten­ana­lyse für Deutsch­land eine zuneh­mend aus­ge­prägte Übersterb­lich­keit anhand zweier Berech­nungs­an­sätze fest, die nicht auf Covid-19-Todes­fälle zurück­zu­führen sei. Diese Berech­nungs­an­sätze werden im Fol­genden vorgestellt.

Ansatz 1: Übersterb­lich­keit Deutsch­land, pro KW, alters­be­rei­nigt, trendbereinigt

Bild 1: Coro­na­Da­ten­ana­lyse, https://t.me/AnalyseSterbedatenDeutschland/267[3]

Der Erwar­tungs­wert (gestri­chelte Linie) in Bild 1, den Coro­na­Da­ten­ana­lyse in diesem Fall zugrunde legt, basiert auf dem trend- und alters­be­rei­nigten Mit­tel­wert der wöchent­li­chen Ster­be­fälle von 2000 bis 2020.

• Die Alters­be­rei­ni­gung berück­sich­tigt die demo­gra­fi­sche Ent­wick­lung in diesem Zeit­raum.[1]
• Die Trend­be­r­ei­ni­gung berück­sich­tigt die gestie­gene Lebens­er­war­tung in diesem Zeit­raum.[2]

Im Ergebnis stellt Coro­na­Da­ten­ana­lyse fest, dass sich die Übersterb­lich­keit nicht durch Covid-19-Todes­fälle erklären lässt.

Das Ausmaß der Übersterb­lich­keit seit KW 40 beträgt hierbei:

  • 15.047 Ster­be­fälle ggü. d. Erwartungswert,
  • 10.488 Ster­be­fälle ggü. d. Erwar­tungs­wert plus eine Standardabweichung.

Eine derart aus­ge­prägte und andau­ernde Übersterb­lich­keit bedarf einer Erklä­rung. Politik und Alt­me­dien schweigen hierzu bisher.

Ansatz 2: Übersterb­lich­keit Deutsch­land, pro KW, altersbereinigt

Bild 2: Coro­na­Da­ten­ana­lyse, https://t.me/AnalyseSterbedatenDeutschland/268

Die Übersterb­lich­keits­be­trach­tung in Bild 1 basierte auf einer Trend­be­r­ei­ni­gung der Ster­be­daten von 2000 bis 2020. Obwohl diese Methode zu einem zuver­läs­si­geren Erwar­tungs­wert führt, ist sie ver­gleichs­weise unüb­lich.[3]

Die meisten Übersterb­lich­keits­be­trach­tungen basieren auf den Mit­tel­werten weniger Vor­jahre. Damit sind jedoch fol­gende Pro­bleme verbunden:

  • Bezieht man zu wenige Vor­jahre ein, so können Aus­reißer das Ergebnis verfälschen.
  • Bezieht man zu viele Vor­jahre ein, so bleibt der Aspekt der stei­genden Lebens­er­war­tung (=Trend) unberücksichtigt.

Coro­na­Da­ten­ana­lyse hat exem­pla­risch eine solche Ver­gleichs­rech­nung auf Basis der Jahre 2016 bis 2020 durch­ge­führt, die in Bild 2 dar­ge­stellt sind. Die Ergeb­nisse sind in diesem Fall ver­gleichbar mit denen aus Ansatz 1.

Das Ausmaß der Übersterb­lich­keit seit KW 40 beträgt hierbei:

  • 15.100 Ster­be­fälle ggü. d. Erwartungswert,
  • 9.650 Ster­be­fälle ggü. d. Erwar­tungs­wert plus eine Standardabweichung.

Fuß­noten:

[1] https://​www​.who​.int/​h​e​a​l​t​h​i​n​f​o​/​p​a​p​e​r​3​1​.​pdf

[2] Die Trend­be­r­ei­ni­gung erfolgte mit­tels qua­dra­ti­scher Regression

[3] Coro­na­Da­ten­ana­lyse, https://t.me/AnalyseSterbedatenDeutschland/267
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