Kurz­check: Eigen­heim­ver­si­che­rung von Kon­zept & Mar­ke­ting (04.2021)

Kon­zept & Mar­ke­ting bietet ihren Kunden seit Juni 2021 (Bedin­gungs­stand 04.2021) eine neue Genera­tion von all­safe casa – die Eigen­heim­ver­si­che­rung an. Zur Aus­wahl stehen die Tarife fine und prime nach dem Wohn­flä­chen­mo­dell. Der bis­he­rige Tarif all­safe casa – die Eigen­heim­ver­si­che­rung ist nicht mehr verkaufsoffen.

Sowohl über den bis­he­rigen als auch über den neuen Tarif besteht Ver­si­che­rungs­schutz sowohl für das ver­si­cherte Wohn­ge­bäude als auch für den Hausrat des Ver­si­che­rungs­neh­mers. Inso­fern kann der Tarif nicht mit einer reinen Wohn­ge­bäude- oder allei­nigen Haus­rat­ver­si­che­rung ver­gli­chen werden. Ein wesent­li­cher Vor­teil ist, dass keine Abgren­zung zwi­schen (nicht) ver­si­cherte Hausrat oder Gebäu­de­be­stand­teilen bzw. ‑zubehör erfor­der­lich ist.

Über­sicht über die Inhalte der Analyse

1. Tarif­li­ches

2. Ände­rungen gegen­über der bis­he­rigen Eigenheimversicherung

3. Aus­ge­wählte Leis­tungen des Tarifs all­safe casa prime

4. Aus­ge­wählte Ein­schrän­kungen des Tarifs all­safe casa prime

Der Anbieter defi­niert die Wohn- und Nutz­fläche wie folgt:

„10. Defi­ni­tion und Ermitt­lung der Wohn- und Nutzfläche

a) Ermitt­lung der maß­geb­li­chen Wohnfläche

Die maß­geb­liche Wohn­fläche ist die zu Wohn­zwe­cken nutz­bare Grund­fläche aller Räume des ver­si­cherten Haus­haltes. Dach­schrägen redu­zieren die Grund­fläche nicht.

Zur Wohn­fläche zählen auch Hob­by­räume (z. B. Par­ty­raum, Fit­ness­raum), Win­ter­gärten, Schwimm­bäder, Saunen, die beruf­lich oder gewerb­lich genutzten Arbeits­zimmer in der Woh­nung und ähn­liche nach allen Seiten geschlos­sene Räume.

Nicht zur Wohn­fläche zählen:

• Treppen, Bal­kone, Log­gien, Ter­rassen, Dachgärten

• Garagen oder Carports

• Treppen- und Abstellräume

• Wasch­kü­chen, Hauswirtschafts‑, Hei­zungs- oder sons­tige Zube­hör­räume (z. B. Heizöllagerraum)

• nicht zu Wohn- oder Hob­by­zwe­cken aus­ge­baute Keller- oder Dachgeschosse

Die Wohn­fläche kann auch anhand

• den Rege­lungen gemäß Wohn­flä­chen­ver­ord­nung (WoFlV)

• der dem aktu­ellen Aus­bau­zu­stands des Ein­fa­mi­li­en­hauses ent­spre­chenden Bauplänen

• des dem aktu­ellen Aus­bau­zu­stands des Ein­fa­mi­li­en­hauses ent­spre­chenden Miet- oder Kaufvertrags

• anderen gül­tigen Berech­nungs­me­thoden, sofern die Ermitt­lung durch einen sach­ver­stän­digen Dritten erfolgt

ermit­telt bzw. ent­nommen werden.

b) Ermitt­lung der Nutzfläche

Nutz­fläche ist die Gesamt­grund­fläche aller geschlos­senen Räume von Neben­ge­bäuden und Anbauten, die nicht zu Wohn­zwe­cken genutzt werden.“

Ver­si­cherbar sind Ein­fa­mi­li­en­häuser mit einer Wohn­fläche zwi­schen 60 und 400 Qua­drat­me­tern. Bei­trags­frei mit­ver­si­chert sind dabei Neben­ge­bäude (z. B. Gewächs- oder Gar­ten­häuser) bis zu einer Nutz­fläche von ins­ge­samt 50 Qua­drat­me­tern. Grö­ßere Neben­ge­bäude können im Ein­zel­fall auf Anfrage mit­ver­si­chert werden. Dafür kann der Anbieter, sofern das kon­krete Objekt ver­si­cherbar ist, Zuschläge oder Ein­schrän­kungen erheben. Nicht ver­si­chert werden können Gebäude mit einer Nutz­fläche, die größer als die Wohn­fläche ist.

Pau­schal mit­ver­si­chert sind dar­über hinaus privat genutzte Garagen bis zu einer Grund­fläche von 25 Qua­drat­me­tern, sofern sich diese Garage in der poli­ti­schen Gemeinde des Haupt­wohn­sitzes befindet. Car­ports sind unab­hängig von ihrer Grund­fläche als sons­tige Grund­stücks­be­stand­teile bei­trags­frei mitversichert.

Bei kor­rekter Angabe der Wohn­fläche besteht ein Unter­ver­si­che­rungs­ver­zicht, wäh­rend die Höchst­ent­schä­di­gung für die Wie­der­her­stel­lung des ver­si­cherten Gebäudes und den Hausrat auf ins­ge­samt 1.500.000 Euro beschränkt ist. Zusätz­lich sind die Kosten gemäß den ver­ein­barten Ver­si­che­rungs­be­din­gungen versichert.

Fol­gende Leis­tungs­bau­steine sind optional für alle Tarife hinzuwählbar:

  • Erhö­hung der Leis­tung bei Fahr­rad­dieb­stahl auf bis zu 10.000 Euro
  • Erhö­hung der maxi­malen Ent­schä­di­gung für Wert­sa­chen (im Tarif fine von 25.000 Euro auf maximal 50.000 Euro, im Tarif prime von 50.000 Euro auf maximal 100.000 Euro)

Wie üblich bedeutet die Erhö­hung der Höchst­ent­schä­di­gung für Wert­sa­chen keine Erhö­hung der Sub­li­mits für ein­zelne Wert­sa­chen­po­si­tionen wie Bar­geld oder Schmuck. Der Asse­ku­ra­deur behält sich bei Erhö­hung der Mit­ver­si­che­rung von Wert­sa­chen vor, eine erwei­terte Siche­rungs­be­schrei­bung (ab 60.000 Euro Wert­sa­chen­an­teil oder ab einer Wohn­fläche von 300 Qua­drat­me­tern) oder indi­vi­du­elle Siche­rungs­maß­nahmen zu verlangen.

  • Mit­ver­si­che­rung von Glas­bruch­schäden
  • Mit­ver­si­che­rung von Ele­men­tar­schäden
  • Mit­ver­si­che­rung von „Unter­wegs & Rei­se­schutz“ (Ver­si­che­rungs­summe zwi­schen 1.000 Euro und 10.000 Euro)

Im Rahmen der ver­schie­denen Ver­trags­ab­läufe einer ggf. zuvor bestehenden Hausrat- und Gebäu­de­ver­si­che­rung wird auto­ma­tisch eine mög­liche Kon­di­tions- und Sum­men­dif­fe­renz­de­ckung (max. 12 Monate gegen Ein­mal­bei­trag) berechnet. Da der Ein­schluss nicht optional, son­dern auto­ma­tisch erfolgt, redu­ziert dies eine mög­liche Haftung.

Die tarif­li­chen Min­dest­si­che­rungen ent­spre­chen für nor­male Schösser dem Bran­chen­stan­dard, für Smart-Home-Schlösser gehen sie über den Stan­dard hinaus:

„Sämt­liche Außen­türen und Woh­nungs­ein­gangs­türen der ver­si­cherten Wohn­ein­heit besitzen Zylin­der­schlösser bei denen der Schließ­zy­linder maximal zwei Mil­li­meter über­steht und der Sicher­heits­be­schlag nicht von außen abschraubbar ist. Fens­ter­türen werden Fens­tern gleichgesetzt.

• Bei Schlös­sern einer elek­tro­ni­schen Schließ­an­lagen bzw. bei Smar­thome-Schlös­sern ist zusätzlich

• min­des­tens eine 128-Bit-Ver­schlüs­se­lung erfor­der­lich und

• die unver­bind­liche Preis­emp­feh­lung des Her­stel­lers beträgt min­des­tens 100 Euro ein­schließ­lich der gesetz­lich Mehr­wert­steuer je ver­wen­deten Schloss

Abwei­chungen oder Ände­rungen dieser Min­dest­si­che­rung sind nicht zulässig und können gege­be­nen­falls den Ver­si­che­rungs­schutz gefährden.“

Wie bisher ver­zichtet Kon­zept & Mar­ke­ting auch im neuen Tarif auf die Erhe­bung eines Raten­zah­lungs­zu­schlags bei unter­jäh­riger Zahl­weise. Bei­träge sind zwin­gend im Last­schrift­ein­zugs­ver­fahren zu zahlen.

Zur Prä­mien­re­du­zie­rung bietet Kon­zept & Mar­ke­ting die optio­nale Ver­ein­ba­rung einer Selbst­be­tei­li­gung in Höhe von 300 Euro (11 % Rabatt), 500 Euro (20 % Rabatt), 1.000 Euro (25 % Rabatt) sowie 2.000 Euro (35 % Rabatt).

„Der tarif­liche Selbst­be­halt wird nur bei Schäden am Gebäude, Neben­ge­bäuden, dem Ver­si­che­rungs­grund­stück und Grund­stücks- und Gebäu­de­be­stand­teilen wirksam. Ist in einem Ver­si­che­rungs­fall der Hausrat im Sinne der Ver­si­che­rungs­be­din­gungen betroffen, wird von der Ent­schä­di­gungs­leis­tung, die für den Hausrat anfällt, der tarif­liche Selbst­be­halt nicht abgezogen“

Inwie­fern der Selbst­be­halt auch für Schäden an der Gebäu­de­ver­gla­sung anfällt, ist aus den vor­lie­genden Unter­lagen nicht ersichtlich.

Der Asse­ku­ra­deur gewährt 15 Pro­zent Scha­den­frei­heits­ra­batt für die die Eigen­heim­ver­si­che­rung sowie alle Bau­steine, sofern vorher unun­ter­bro­chen eine min­des­tens fünf Jahre scha­den­freie Hausrat- und Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung bestanden hat.

Ist ein Gebäude bei Antrags­stel­lung älter als 60 Jahre, so

„muss eine voll­stän­dige Erneue­rung aller Gewerke (Lei­tungs­wasser, Dach, Elek­trik, Hei­zung) inner­halb der letzten 40 Jahre erfolgt sein, damit eine Annahme erfolgen kann. Andern­falls Aus­schluss des Risikos oder Ableh­nung des Antrages.“

Anders als bei vielen Wett­be­werben sieht Kon­zept & Mar­ke­ting kein Neu­bau­ra­batt­system an. Als Folge sind gerade ältere Gebäude ver­gleichs­weise günstig zu versichern.

Nicht ver­si­chert werden können unter anderem Wohn­ge­bäude, die nicht vom Ver­si­che­rungs­nehmer selbst, son­dern von Kin­dern, Ver­wandten oder sons­tigen Dritten bewohnt werden. Ebenso grund­sätz­lich nicht ver­si­che­rungs­fähig sind Gebäude, die länger als 90 Tage unbe­wohnt sind. Liegt ein Gebäude in den ZÜRS-Zonen 3 oder 4, so können erwei­terte Ele­men­tar­ge­fahren nur mit Ein­schrän­kungen ver­si­chert werden, d. h. ohne Über­schwem­mung oder Rück­stau durch ste­hende oder flie­ßende Gewässer.

Den Annah­me­richt­li­nien zufolge wären im Rahmen von all­safe casa auch Gebäude der Bau­art­klassen III und IV, ver­si­cherbar, also z. B. solche aus Holz­fach­werk, mit Lehm­bal­ken­de­cken oder mit Dachung aus Ried, Stroh oder Schilf. Dies ist ein Fehler und werde kurz­fristig kor­ri­giert. Ver­si­cherbar sind tat­säch­lich nur Gebäude in den Bau­art­klassen I und II sowie Fer­tig­häuser der FHG I und II.

Unein­ge­schränkt ver­si­cherbar sind auch unter Denk­mal­schutz ste­hende Gebäude, aller­dings sind die damit ver­bun­denen Mehr­kosten nur im Tarif prime und auch nur bis höchs­tens 25.000 Euro versichert.

Sofern sich in einem privat genutzten Wohn­ge­bäude auch gewerb­lich genutzte Räume befinden, sind diese aktuell nur dann ver­si­chert, wenn sie aus­schließ­lich durch die Woh­nung betreten werden können. Dabei spielt es keine Rolle, ob Ange­stellte beschäf­tigt werden oder nicht. Hierzu werde es laut Kon­zept & Mar­ke­ting eine Über­ar­bei­tung geben.

Nicht ver­si­cherbar sind Gebäude mit vier oder mehr Vor­schäden wäh­rend der letzten 5 Jahre vor Antragsstellung.

Da die Eigen­heim­ver­si­che­rung nicht zwi­schen Hausrat- und Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung unter­scheidet, wird für den Fall eines Anbie­ter­wech­sels bei der Aus­wei­sung von Vor­schäden nicht zwi­schen Vor­schäden in einer der beiden Sparten unter­schieden. Gerade bei mehren Schäden, die übli­cher­weise nur als Hausrat- oder nur als Gebäu­de­schäden regu­liert worden wären, kann dies ein Nach­teil sein.

Der Ver­trag kann mit einer Frist von drei Monaten zur Haupt­fäl­lig­keit gekün­digt werden.

Neue Tarif­ge­nera­tion mit Bes­ser­stel­lungen und Ein­schrän­kungen gegen­über Alttarif

Gegen­über dem bis­he­rigen Tarif all­safe casa mit dem letzten Update im November 2018 bieten beide neuen Tarif­li­nien eine Reihe von Leis­tungs­ver­bes­se­rungen und auch ‑ver­schlech­te­rungen dar. An diese Stelle sollen nun nur die Ver­schlech­te­rungen des neuen Tarifs all­safe casa prime gegen­über dem alten Tarif all­safe casa dar­ge­stellt werden:

  • Neben­ge­bäude
    • All­safe casa, Stand 11.2018: Bei­trags­frei mit­ver­si­chert sind alle Neben­ge­bäude auf dem Ver­si­che­rungs­grund­stück bis je 50 Qua­drat­me­tern Grund­fläche, sofern deren Gesamt­grund­fläche jene des Haupt­ge­bäudes nicht übersteigt.
    • All­safe casa prime, Stand 04.2021: Bei­trags­frei mit­ver­si­chert sind Neben­ge­bäude bis maximal bis 50 Qua­drat­meter Gesamt­grund­fläche aller Neben­ge­bäude auf dem Versicherungsgrundstück
  • Grund­stücks­be­stand­teile
    • All­safe casa, Stand 11.2018: Ver­si­cherte sind sämt­liche, nicht nur benannte, Grund­stücks­be­stand­teile, sofern diese fest mit dem Grund und Boden des Ver­trags­grund­stücks ver­bunden sind. Dies gilt auch für Hecken als Grund­stücks­ein­frie­dungen. Schäden an sons­tigen Bepflan­zungen fallen nicht unter den Versicherungsschutz.
    • All­safe casa prime, Stand 04.2021: Ver­si­chert sind nur benannte Grund­stücks­be­stand­teile (z. B. Car­ports, Gar­ten­ka­mine sowie Über­wa­chungs- und Smar­tho­me­an­lagen, nicht jedoch z. B. Banken, Vitrinen, Klein­wind­kraft­an­lagen zur Strom­erzeu­gung). Schäden an Hecken sind wei­terhin ver­si­chert, Hecken selbst zählen aber nicht mehr als ver­si­cherte Sachen. Zäune oder Mauern wären nur bei ein­zel­ver­trag­li­cher Ver­ein­ba­rung mit­ver­si­chert. Nicht ver­si­cherte Sachen sind auch sämt­liche Bäume, Sträu­cher und sons­tigen Bepflanzungen.
  • Gebäu­de­zu­behör
    • All­safe casa, Stand 11.2018: Ver­si­chert ist sämt­li­ches, nicht nur benanntes, Gebäudezubehör.
    • All­safe casa prime, Stand 04.2021: Ver­si­chertes Gebäu­de­zu­behör sind aus­schließ­lich Antennen- und Sat­eli­ten­an­lagen, Mar­kisen und Über­da­chungen, Schutz- und Trenn­wände, Brenn­stoff­vor­räte für Sam­mel­hei­zungen sowie Klingel- und Brief­kas­ten­an­lagen. Nicht ver­si­chert sind somit z. B. Anbau­kü­chen und ‑möbel, Müll­tonnen oder vor­über­ge­hend aus­ge­baute Türen oder Spiegel, Bau­stoffe oder auch Kamin­holz für den eigenen Kamin.
© 2022 – Feu­er­holz für den Marder
  • Tier­biss­schäden
    • All­safe casa, Stand 11.2018: Schäden an elek­tri­schen Anlagen, Lei­tungen, Däm­mungen und Unter­spann­bahnen von Dächern und Außen­wänden durch Nage­tiere, Marder und Wasch­bären sowie Folgeschäden.
    • All­safe casa prime, Stand 04.2021: Schäden an Däm­mungen und Unter­spann­bahnen von Dächern und Außen­wänden durch Nage­tiere, Marder und Wasch­bären bis maximal 5.000 Euro inklu­sive Fol­ge­schäden, Schäden inklu­sive Fol­ge­schäden an elek­tri­schen Anlagen oder Lei­tungen abwei­chend ohne Höchstentschädigung.
  • Ein­dringen von Niederschlägen
    • All­safe casa, Stand 11.2018: Kein Aus­schluss für Schäden unmit­telbar durch Wit­te­rungs­nie­der­schläge (z. B. Sturm, Hagel, Schnee) und Schmelz­wasser, sofern das Ein­dringen durch Öff­nungen ent­standen sind, die durch Sturm oder Hagel ent­standen sind. Aus­schluss jedoch für Schäden durch Allmählichkeit.
    • All­safe casa prime, Stand 04.2021: Aus­drück­liche Mit­ver­si­che­rung im oben benannten Umfang, aller­dings mit einer Selbst­be­tei­li­gung von 5 Pro­zent der Scha­den­summe, min­des­tens 500 Euro, maximal 5.000 Euro.
  • Wet­ter­be­dingte Luftbewegungen
    • All­safe casa, Stand 11.2018: wet­ter­be­dingte Wind­be­we­gungen sind sowohl inner­halb als auch außer­halb des Ver­si­che­rungs­ortes inner­halb und außer­halb von Gebäuden mit­ver­si­chert. Kein bedin­gungs­sei­tiger Aus­schluss für Schäden durch Durchzug.
    • All­safe casa prime, Stand 04.2021: wet­ter­be­dingte Wind­be­we­gungen sind am Ver­si­che­rungsort, außer­halb des Ver­si­che­rungs­ortes nur inner­halb von Gebäuden mit­ver­si­chert. Aus­ge­schlossen sind Schäden durch Durchzug.
  • Auf­bruch von Schiffs­ka­binen / Schlafwagenabteilen
    • All­safe casa, Stand 11.2018: Im Fall eines Ein­bruch­dieb­stahls werden ein Schiff oder eine Bahn einem Gebäude gleich­ge­stellt. Nicht klar­ge­stellt wird, ob das Auf­bre­chen einer Kabine oder eines Schlaf­wa­gen­ab­teils die Ein­bruchs­de­fi­ni­tion erfüllt. Implizit besteht der Ver­si­che­rungs­schutz im Rahmen der Außen­ver­si­che­rung, womit auch eine Begren­zung für Wert­sa­chen besteht.
    • All­safe casa prime, Stand 04.2021: Ver­si­chert ist der „Dieb­stahl ver­si­cherter Sachen nach Auf­bre­chen von Schiffs­ka­binen in Pas­sa­gier­schiffen, Zug- oder Schlaf­wa­gen­ab­teilen“ im Rahmen der Rege­lungen zur Außen­ver­si­che­rung bis in Höhe von 40.000 Euro.  Gegen­über dem Alt­tarif sind die Bedin­gungen deut­lich klar­ge­stellt, die Höhe der Absi­che­rung für ver­si­cherte Schäden hin­gegen begrenzt. Auf­grund der Begren­zung auf 40.000 Euro, wird auch Schmuck abwei­chend anstatt bis 50.000 Euro nur bis 40.000 Euro entschädigt.
  • Ertrags­aus­fall von Photovoltaikanlagen
    • All­safe casa, Stand 11.2018: gegen Zuschlag Mit­ver­si­che­rung des Ertrags­aus­falls von Pho­to­vol­ta­ik­an­lagen bis maximal 10 kWp Anlagenleistung.
    • All­safe casa prime, Stand 04.2021: keine Mit­ver­si­che­rung mehr im Rahmen der Eigen­heim­ver­si­che­rung, statt­dessen kann der Ein­schluss über den sepa­raten Tarif all­safe solar erfolgen.

Aus­ge­wählte Leis­tungen des Tarifs all­safe casa prime

  • Bedin­gungs­sei­tige Garantie, dass nicht zum Nach­teil des Ver­si­che­rungs­neh­mers von den unver­bind­li­chen Mus­ter­be­din­gungen des GDV (Gesamt­ver­band der Deut­schen Ver­si­che­rungs­wirt­schaft) abge­wi­chen wird (GDV-Garantie).
  • Bedin­gungs­sei­tige Garantie, dass nicht zum Nach­teil des Ver­si­che­rungs­neh­mers von den unver­bind­li­chen Emp­feh­lungen des Arbeits­kreises Bera­tungs­pro­zesse abge­wi­chen wird (Arbeits­kreis-Garantie).
  • Kun­den­freund­lich for­mu­lierte Inno­va­ti­ons­klausel. Diese gilt nicht für Leis­tungs­er­wei­te­rungen gegen­über dem bestehenden Tarif all­safe casa, da es sich um die Ein­füh­rung einer neuen Tarif­linie handelt.
  • Best-Leis­tungs-Garantie (erwei­terte Vor­sorge) bis maximal 250.000 Euro. Dabei besteht ein jeder­zei­tiges Son­der­kün­di­gungs­recht des Ver­si­che­rers mit Frist von einem Monat.
  • Besitz­stands­ga­rantie (Vor­ver­si­che­r­er­ga­rantie) bis maximal 250.000 Euro.
  • Summen- und Bedin­gungs­dif­fe­renz­de­ckung bis maximal 12 Monate. Nicht ver­si­chert sind Leis­tungs­arten, die im Vor­ver­trag nicht ver­si­chert waren (z. B. erwei­terte Elementargefahren).
  • Bei­trags­be­freiung bei Arbeits­lo­sig­keit bis maximal 12 Monaten, frü­hes­tens jedoch 6 Monate nach Ver­si­che­rungs­be­ginn und höchs­tens bis zur Voll­endung des 55. Lebens­jahres. Kein Ver­si­che­rungs­schutz für die Arbeits­lo­sig­keit von Selbst­stän­digen oder Frei­be­ruf­lern, da ein vor­her­ge­hendes sozi­al­ver­si­che­rungs­pflich­tiges Arbeits­ver­hältnis vor­aus­ge­setzt wird.
  • Bei Ver­si­cher­erwechsel Ver­si­che­rungs­schutz bei unklarer Zuständigkeit
  • Ver­se­hens­klausel bei ver­se­hent­li­cher Obliegenheitsverletzung
  • Bei kor­rekter Wohn­flä­chen­an­gabe pau­schaler Unter­ver­si­che­rungs­ver­zicht, jedoch kein gene­reller Unter­ver­si­che­rungs­ver­zicht bei Klein­schäden bis zu einer defi­nierten maxi­malen Schadenhöhe.
  • Ver­zicht auf Kür­zung der Leis­tung bei grob fahr­läs­siger Her­bei­füh­rung des Versicherungsfalles
  • Bis zu einer Scha­den­höhe von maximal 10.000 Euro Ver­zicht auf Leis­tungs­kür­zung bei grob fahr­läs­sigem Ver­stoß gegen gesetz­liche und behörd­liche Vor­schriften sowie ver­trag­liche Oblie­gen­heiten, nicht jedoch Sicher­heits­vor­schriften, vor dem Schadenfall.

Nach Ziffer § 6 Nr. 1 b) gilt die bran­chen­üb­liche Oblie­gen­heit, wonach der Ver­si­che­rungs­nehmer gesetz­liche und behörd­liche Sicher­heits­vor­schriften ein­zu­halten habe. Diese Gene­ral­klausel wurde durch das OLG Schleswig mit Urteil vom 18.05.2017 (Az. 16 U 14/17) als unwirksam ver­worfen. Im kon­kreten Fall hatte der beklagte Ver­si­cherer nach einem Lei­tungs­was­ser­schaden ein­ge­wandt, dass der Ver­si­che­rungs­nehmer angeb­lich gegen die DIN-Norm EN 806–5 ver­stoßen habe, so dass er mit dieser Begrün­dung seine Leis­tung um 30 Pro­zent gekürzt hatte. Laut OLG sei die benannte Klausel intrans­pa­rent und daher rechts­widrig[1]. Betroffen von so einer Klausel wären auch Ver­stöße gegen einen vor­ge­schrie­benen E‑Check oder behörd­liche Vor­schriften zu Rückstauklappen.

  • Ver­si­che­rungsort ist das im Ver­si­che­rungs­schein bezeich­nete Grund­stück, also nicht wie üblich nur das kon­krete Gebäude selbst. Steht das Gebäude auf meh­reren Flur­stü­cken, so zählen alle Flur­stücke, auf denen dieses steht, zum Versicherungsort.

„Stehen auf einem Flur­stück meh­rere Gebäude, ist der­je­nige Teil des Flur­stücks Ver­si­che­rungsort, der durch Ein­frie­dung oder ander­wei­tige Abgren­zung (z. B. durch Fest­le­gung als Ihr Son­der­ei­gentum gemäß Tei­lungs­er­klä­rung) aus­schließ­lich zu Ihrem ver­si­cherten Gebäude gehört.“

  • Ver­si­chert sind privat genutzte Garagen (siehe oben). Nach den Mus­ter­be­din­gungen des GVD zählen auch solche Garagen zum Ver­si­che­rungsort, die nicht privat genutzt werden, sich jedoch in der Nähe des Ver­si­che­rungs­ortes befinden (Ziffer A 10.4 VHB 2016 Quadratmetermodell).
  • Mit­ver­si­che­rung von Teilen und Zubehör von Kraft­fahr­zeugen (z. B. mobilen Wall­boxen, Ersatz­teile von Old­ti­mern, Kin­der­sitzen) und deren Anhän­gern sowie gela­gerte Sommer- bzw. Win­ter­be­rei­fung inklu­sive Felgen, die zum Zeit­punkt des Scha­den­ein­tritts nicht mit dem Fahr­zeug ver­bunden sind und sich am Ver­si­che­rungsort befinden. Die Ent­schä­di­gung ist hierzu auf 5.000 Euro beschränkt.
  • Mit­ver­si­che­rung von Han­dels­waren und Mus­ter­kol­lek­tionen bis in Höhe von 10.000 Euro
  • Mit­ver­si­che­rung von Wert­sa­chen bis 50.000 Euro, dar­über hinaus gegen Zuschlag bis 100.000 Euro. Außer­halb ent­spre­chender Wert­be­hält­nisse ist der Dieb­stahl von z. B. Bar­geld bis 5.000 Euro, von Urkunden (z. B. Spar­bü­chern, Namens­ak­tien) bis 35.000 Euro und der von Schmuck bis 50.000 Euro mitversichert.
  • Mit­ver­si­che­rung von Schäden durch unbe­nannte Gefahren ohne Sub­limit oder Selbst­be­tei­li­gung. Es gilt eine Beweis­last­um­kehr zu Gunsten des Ver­si­che­rungs­neh­mers. Nicht ver­si­chert sind Sach­schäden, die unmit­telbar durch Per­sonen (§ 5 Nr. 26) oder durch Tiere (z. B. im Haus­halt lebende Haus- und Heim­tiere) am Ver­si­che­rungsort an ver­si­cherten Sachen (§ 5 Nr. 14). Aus­ge­nommen von diesem Aus­schluss die bereits benannte Schäden durch Marder, Wasch­bären und Nagetiere.

Im Rahmen der unbe­nannten Gefahren gelten die Aus­schlüsse nach § 5 der Bedin­gungen jeweils „ohne Rück­sicht auf mit­wir­kende Ursa­chen“ (analog auch VHV, Tarif Klassik-Garant mit Bau­stein Exklusiv und Best-Leis­tungs-Garantie, Stand 12.2021 sowie VEMA mit Risi­ko­träger Basler, Tarif VEMA-Wohn­ge­bäu­de­kon­zept, Stand 05.08.2021; ohne diese Klausel z. B. Alte Leip­ziger, Tarif com­fort, Stand 12.2021 oder Inter­Risk, Tarif XXL mit Klausel 7281, Stand 28.04.2021). Das bedeutet, dass etwa ein Aus­schluss auch dann zur Anwen­dung kommt, wenn ein Schaden durch den aus­ge­schlos­senen Umstand ledig­lich ver­grö­ßert wird[2]. Das OLG Frank­furt am Main (Az. 2/08 O 74/12) kam in seinem Urteil vom 14.02.2014 zu dem Schluss, dass die Klausel gene­rell unwirksam sei, ließ jedoch eine Revi­sion zum BGH zu, gegen die sich der beklagte große deut­sche Ver­si­cherer damals nach ein­ge­hender Bera­tung ent­schied. Die mög­liche Revi­sion wurde damit begründet, dass es ein für den Ver­si­cherer posi­ti­veres Urteil des OLG Saar­brü­cken aus dem Jahr 1996 gegeben hatte[3]. Im ver­han­delten Schaden beim OLG Frank­furt am Main ging es um einen Hausratschaden

„infolge eines bestim­mungs­wid­rigen Aus­tritts von Wasser, das teil­weise mit Fäka­lien durch­setzt war, aus einer Toi­lette und einer Dusche. Dabei han­delte es sich unstreitig um ein Gemisch aus Ver­brauchs- und Regenwasser.“

In der Urteils­be­grün­dung hieß es unter anderem wie folgt:

„Diesem Inter­esse [d. h. dem des Ver­si­che­rers] dürfte zwar auch dann noch Rech­nung getragen werden, wenn ledig­lich solche Schäden vom Ver­si­che­rungs­schutz aus­ge­nommen würden, bei denen der Mit­ver­ur­sa­chungs­an­teil der Wit­te­rungs­nie­der­schläge ein bestimmtes Maß erreicht hat, von dem an die Gefah­ren­lage schwer bere­chenbar wird. Doch ver­bietet sich eine solche Aus­le­gung der Klausel, weil für die Aus­le­gung auch die gewählte Aus­drucks­weise maß­geb­lich ist. Eine der­ar­tige Aus­le­gung wäre nicht mehr von dem ein­deu­tigen Wort­laut ein­gangs der Ziffer 4.3 a) der VHB 2008 „ohne Rück­sicht auf mit­wir­kende Ursa­chen“ gedeckt. Danach soll die Aus­schluss­klausel auch bei einem och geringen Mit­ver­ur­sa­chungs­an­teil der Wit­te­rungs­nie­der­schläge ein­greifen (so auch OLG Saar­brü­cken, a. a. O.; OLG Karls­ruhe a. a. O. Rüffer in: Beck­man­n/­Ma­tu­sche-Beck­mann, Ver­si­che­rungs­rechts­hand­buch, 2. Auf. 2009 § 32 Rn. 80). Die gegen­tei­lige Auf­fas­sung von Jula (in: Bruck/Möller, VVG, 9. Aufl. 2012, VHB 2010 A § 4 Rn. 31), wonach der Aus­schluss nicht ein­schlägig sei, wenn im Wesent­li­chen Lei­tungs­wasser den Schaden ver­ur­sacht habe, wird a. a. O. nicht begründet.“

In jedem Fall ist die For­mu­lie­rung in § 5 der Bedin­gungen von Kon­zept & Mar­ke­ting so zu ver­stehen, dass ein Schaden nicht unmit­telbar, son­dern ggf. auch mit­telbar ver­ur­sacht wurde. Hierzu wäre eine Klar­stel­lung sehr schön. Das Unter­nehmen sieht hierzu jedoch aktuell

„keine Not­wen­dig­keit einer Ergän­zung der Formulierungen.“

  • Schäden durch Stehen und Lie­gen­lassen sind nur gegen Zuschlag bis 400 Euro im Rahmen des Bau­steins Unter­wegs & Rei­se­ge­päck mitversichert.
  • Außen­ver­si­che­rung bis 12 Monate, maximal 40.000 Euro.
  • Im Rahmen des Bau­steins Unter­wegs & Rei­se­ge­päck besteht unter anderem Ver­si­che­rungs­schutz im Rahmen der ver­ein­barten Ver­si­che­rungs­summe für Schäden durch Stehen‑, Hängen- und Lie­gen­lassen oder durch ein­fa­chen Dieb­stahl. Für Ein­käufe, Geschenke und Rei­se­an­denken, die erst­mals erworben werden und vom Ver­si­che­rungs­nehmer zum Ver­si­che­rungsort mit­ge­führt werden sollen, ist die Ent­schä­di­gung auf 10 % der ver­ein­barten Ver­si­che­rungs­summe für den Bau­stein, maximal jedoch auf 400 Euro begrenzt. Obwohl die Bedin­gungen des Bau­steins Abwei­chendes sug­ge­rieren, besteht für Schäden der Grund­de­ckung (z. B. durch Ein­bruch­dieb­stahl oder Lei­tungs­wasser) umfas­sender Ver­si­che­rungs­schutz bereits im Rahmen der Außen­ver­si­che­rung[4]. Für Gegen­stände, die dem Ver­si­che­rungs­nehmer zu beruf­li­chen oder gewerb­li­chen Zwe­cken durch Arbeit­geber, Dienst­herrn oder Auf­trag­geber über­lassen wurden, besteht im Rahmen des Bau­steins nur Ver­si­che­rungs­schutz bei vor­he­riger Vereinbarung.
  • Mit­ver­si­chert ist Hausrat in einem beruf­lich bedingten Zweit­wohn­sitz (Pend­ler­woh­nung) bis in Höhe von 20.000 Euro, für Wert­sa­chen bis in Höhe von 2.500 Euro
  • Mit­ver­si­che­rung von Schäden an Lüftlma­lerei (Gebäu­de­ma­lerei) sowie Schnit­ze­reien an Gebäuden nicht aus­drück­lich klar­ge­stellt, jedoch im Rahmen der unbe­nannten Gefahren ohne Sub­limit mitversichert.
  • Mit­ver­si­che­rung von außer­halb von Gebäuden auf dem Ver­si­che­rungs­grund­stück ein­tre­tenden frost­be­dingten und sons­tigen Schäden an den Ablei­tungs­rohren von Gebäuden.  Für Rohre außer­halb des Ver­si­che­rungs­grund­stücks besteht Ver­si­che­rungs­schutz, sofern der Ver­si­che­rungs­nehmer die Gefahr dafür trägt.

Mit­ver­si­chert sind auch Schäden durch Muf­fen­ver­satz und Wur­zel­ein­wuchs sowie durch Ver­schieben oder Absenken der Ablei­tungs­rohre. Ver­si­che­rungs­schutz besteht bis in Höhe von 20.000 Euro. Positiv ist, dass der Anbieter den Ver­si­che­rungs­schutz nicht von einer etwaigen Druck­prü­fung abhängig macht.

  • Mit­ver­si­che­rung von Schäden an innen­lie­genden Ablei­tungs­rohren sowie innen­lie­genden Lüftungs‑, Gas- und Rohren der Ölver­sor­gung, nicht jedoch von sol­chen außer­halb von Gebäuden auf dem Ver­si­che­rungs­grund­stück oder sol­chen unter­ir­disch ver­legten Rohren.
  • Mit­ver­si­che­rung von frost­be­dingten und sons­tigen Schäden an Zulei­tungs­rohren auf (z. B. Ver­sor­gungs­rohre zu ver­si­cherten Neben­ge­bäuden und Gewächs­häu­sern auf dem Ver­si­che­rungs­grund­stück) und außer­halb (z. B. Rohre von Solar­ther­mie­an­lagen auf dem Nach­bar­grund­stück; Rohre eines benach­barten Brun­nens zu einer Zis­terne für Wasch­ma­schinen oder eine Toi­let­ten­spü­lung; Rohre der externen Gar­ten­be­wäs­se­rung) des Ver­si­che­rungs­grund­stücks, sofern der Ver­si­che­rungs­nehmer die Unter­halts­pflicht trägt.
  • Mit­ver­si­che­rung von frost­be­dingten und sons­tigen Bruch­schäden an Was­ser­zu­lei­tungs- und Hei­zungs­rohren, die nicht der Ver­sor­gung ver­si­cherter Anlagen und Gebäude dienen, bis 10.000 Euro (z.B. Schleusen- oder Kanal­rohr zur Ent­wäs­se­rung des Grund­stücks, um Ober­flä­chen­wasser bei Hang­lage aufzufangen).
  • Mit­ver­si­chert sind auch Schäden an innen­lie­genden, nicht jedoch unter­ir­disch, ver­legten Regen­was­ser­ab­fluss­rohren inner­halb und außer­halb von Gebäuden
  • Mit­ver­si­chert sind wet­ter­be­dingte Wind­be­we­gungen ohne Min­dest­wind­stärke. Aus­ge­schlossen bleiben Schäden durch Durchzug.
  • Ver­si­che­rungs­schutz für Seng- und Schmor­schäden, die nicht Folge eines Brandes sind
  • Schäden durch Strom­schwan­kungen im öffent­li­chen Netz sind bis in Höhe von 2.500 Euro mit­ver­si­chert. Im Rahmen der erwei­terten Vor­sor­ge­de­ckung nach § 15 kann die Höhe der Ent­schä­di­gung mit Ver­weis auf z. B. auf § 2 Nr. 3 d) der Inter­Risk (XXL, Stand 12.2016) auf die ver­ein­barte Höchst­ent­schä­di­gung von Kon­zept & Mar­ke­ting erhöht werden. Schäden durch Über­strom sind im Zweifel Schäden durch Strom­schwan­kungen, bedin­gungs­seitig jedoch nur als Blitz­fol­ge­schaden klargestellt.
  • Mit­ver­si­che­rung von Schäden unmit­telbar durch Rauch und Ruß, die nicht Folge eines Brandes sind, auch, wenn dieser nicht plötz­lich aus den auf dem Ver­si­che­rungs­grund­stück befind­li­chen Feuerungs‑, Heizungs‑, Koch- oder Tro­cken­an­lagen aus­ge­treten ist. Inwie­fern Schäden durch Fog­ging (Schwarz­staub) mit­ver­si­chert sind, geht aus den Bedin­gungen nicht ein­deutig hervor. Bei ungüns­tiger Aus­le­gung könnten diese als All­mäh­lich­keits­schäden (§ 5 Nr. 23) ange­sehen werden und daher aus­ge­schlossen sein:

„In viele Fällen von Fog­ging in der Woh­nung wurde häufig gerade neu gestri­chen oder die Räum­lich­keiten frisch bezogen. Doch warum tritt Fog­ging über­haupt erst auf? Der Grund können schwer­flüch­tige Ver­bin­dungen (SVOC), wie Weich­ma­cher, sein, welche in die Raum­luft gelangen.

[…]

Das Fog­ging tritt nicht sofort auf. Das heißt, wenn Sie die Som­mer­tage für eine Reno­vie­rungs­ak­tion nutzen, wird dieses Phä­nomen womög­lich erst im Herbst mit der ersten Heiz­pe­riode auf­treten. Ein Grund dafür ist, dass mit sin­kenden Tem­pe­ra­turen, mehr geheizt und weniger gelüftet wird. Dadurch können sich die schwer­flüch­tigen Ver­bin­dungen (SVOC) aus Tep­pi­chen, der Rau­fa­ser­ta­pete oder Kunst­stoff­ober­flä­chen mit vor­han­denen Staub­par­ti­keln ver­binden und sich als schmie­riger Film inner­halb des Raums absetzen.“[5]

Kon­zept & Mar­ke­ting stellt hierzu klar:

„Schäden durch Fog­ging werden in der Regel als All­mäh­lich­keits­schäden ein­ge­ordnet und sind damit nicht versichert.“

  • Mit­ver­si­chert sind Schäden durch die Explo­sion von Kampf­mit­teln aus been­deten Kriegen (Blind­gän­gern). Zusätz­lich ver­si­chert sind bis in Höhe von 10.000 Euro auch ohne Explo­sion Scha­den­fälle, die durch eine Kampf­mit­tel­be­sei­ti­gung an ver­si­cherten Sachen ent­stehen. Im Rahmen der erwei­terten Vor­sor­ge­de­ckung nach § 15 kann die Höhe der Ent­schä­di­gung mit Ver­weis auf z. B. auf C.3–1.5 der Interl­loyd (Euro­se­cure Plus Wohn­flä­chen­mo­dell, Stand 01.2021) auf die ver­ein­barte Höchst­ent­schä­di­gung von Kon­zept & Mar­ke­ting erhöht werden.
  • Ver­si­chert sind die Kosten für Schäden durch radio­ak­tive Iso­tope, nicht jedoch für deren Iso­lie­rung.
  • Sub­si­diäre Mit­ver­si­che­rung von Schäden durch Trans­port­mit­tel­un­fälleNicht ver­si­chert sind Schäden an ver­si­cherten Sachen durch Rei­fen­pannen, Betriebs­schäden und Schäden durch Bremsen, es sei denn, diese Ereig­nisse führen zu einem Unfall des Fahr­zeuges selbst.
  • Mit­ver­si­chert ist der Anprall oder Auf­prall von Straßen- und Schie­nen­fahr­zeugen, selbst­fah­renden Arbeits­ma­schinen sowie sons­tigen Land­fahr­zeugen wie auch der Anprall oder Auf­prall von Luft- oder Was­ser­fahr­zeugen an ver­si­cherte Sachen. Für Land- und Was­ser­fahr­zeuge besteht der Ver­si­che­rungs­schutz nur, wenn diese weder vom Ver­si­che­rungs­nehmer noch von mit­ver­si­cherten Per­sonen geführt oder gehalten werden (§ 6 Nr. 14 b). Da es sich um keine Haft­pflicht- oder Rechts­schutz­ver­si­che­rung han­delt, kommen hier als mit­ver­si­cherte Per­sonen höchs­tens die Reprä­sen­tanten des Ver­si­che­rungs­neh­mers in Frage. Ver­si­chert ist zwar der An- oder Auf­prall dieser Fahr­zeuge gegen Hecken, nicht jedoch gegen Zäune oder Mauern.
  • Ein­fa­cher Dieb­stahl von Fah­rä­dern bis 5.000 Euro, für Zubehör bis 150 Euro. Gegen Zuschlag kann der ein­fache Dieb­stahl auf bis zu 10.000 Euro erhöht werden. Klar­ge­stellt ist die Mit­ver­si­che­rung von Pedelecs und Elektrofahrrädern.
  • Im Rahmen von Ver­si­che­rungs­schutz für Ein­bruch­dieb­stahl aus Kraft­fahr­zeugen (siehe aus­ge­wählte Ein­schrän­kungen) besteht euro­pa­weiter Ver­si­che­rungs­schutz (sehr kun­den­freund­liche Defi­ni­tion), für elek­tro­ni­sche Gegen­stände bis maximal 3.000 Euro sowie Wert­sa­chen bis 250 Euro. Vor­aus­set­zung für diese teil­weise Mit­ver­si­che­rung ist, dass diese Gegen­stände von außen nicht ein­sehbar sind. Für ein­fa­chen Dieb­stahl aus Kraft­fahr­zeug-Anhän­gern, Kraft­fahr­zeug-Dach­boxen sowie Motor­rad­kof­fern gilt eine Begren­zung für elek­tro­ni­sche Gegen­stände auf 500 Euro sowie ein Aus­schluss für Wert­sachen.
  • Mit­ver­si­che­rung von Trick­dieb­stahl oder Trick­be­trug inner­halb ver­si­cherter Gebäude bis 5.000 Euro bzw. außer­halb ver­si­cherter Gebäude bis 1.000 Euro mit 250 Euro Selbst­be­halt.
  • Mit­ver­si­che­rung von Taschen­dieb­stahl bis in Höhe von 1.000 Euro.
  • Über­nahme von Repa­ra­tur­kosten für Gebäu­de­schäden, die durch Ret­tungs­kräfte (z. B. Polizei, Feu­er­wehr oder andere Insti­tu­tionen) bei der gewalt­samen Öff­nung der ver­si­cherten Woh­nung infolge eines Fehl­alarms ent­stehen (z. B. Auf­bruch­schäden an Fens­tern, Außen­türen oder anderen Gebäu­de­öff­nungen) bis in Höhe von 1.000 Euro
  • Ver­si­chert sind die Kosten für Gebühren für die infolge eines Scha­den­falls erfor­der­liche Wie­der­be­schaf­fung von amt­li­chen Aus­weisen und Visa-Doku­menten, nicht jedoch von z. B. Zeug­nissen oder Führerscheinen
  • Mit­ver­si­chert sind Schäden durch unmit­tel­bare Ein­wir­kung von Wit­te­rungs­nie­der­schlägen und Schmelz­wasser. Dabei gilt eine Selbst­be­tei­li­gung von 5 Pro­zent der Scha­den­summe, min­des­tens 500 Euro, maximal 5.000 Euro.
  • Mit­ver­si­che­rung von Hotel­kosten oder Kosten für eine ähn­liche Unter­brin­gung bis zu zwei Jahren bis 200 Euro pro Tag, ohne Neben­kosten (z. B. Früh­stück, Telefon, Internet). Kosten auch für selbst­be­wohnte Feri­en­häuser oder ‑woh­nungen, die in Folge eines Ver­si­che­rungs­falles unbe­wohnbar geworden sind, werden nicht übernommen.
  • Kosten für zusätz­lich infolge eines Ver­si­che­rungs­falles not­wen­dige Kin­der­be­treu­ungs­kosten ab einer Min­dest­scha­den­höhe von 5.000 Euro bis 1.500 Euro, höchs­tens jedoch 50 Euro je Tag.
  • Unbe­grenzte Über­nahme von Regie­kosten für die Wie­der­her­stel­lung ver­si­cherter Sachen ab einer Min­dest­scha­den­höhe von 20.000 Euro
  • Mit­ver­si­che­rung von Ver­kehrs­si­che­rungs­maß­nahmen bis in Höhe von 20.000 Euro.
  • Unbe­grenzte Mit­ver­si­che­rung von Dekon­ta­mi­na­ti­ons­kosten, z. B. für die Ent­seu­chung von Erd­reich oder Wasser.
  • Über­nahme der Kosten für die Besei­ti­gung von Rohr­ver­stop­fungen sowohl an Ab- als auch Zulei­tungs­rohren aller Art
  • Mit­ver­si­chert sind die Kosten für die Umsied­lung von Bienen‑, Wespen- oder Hor­nis­se­nes­tern bis in Höhe von 500 Euro, maximal jedoch 1.500 Euro je Ver­si­che­rungs­jahr (keine sepa­rate Assi­s­tance). Unklar ist, wes­halb eine Umsied­lung von Nes­tern, nicht jedoch die der darin lebenden Insekten, als ver­si­chert benannt wird. Der Asse­ku­ra­deur führt hierzu aus:

„Wir ori­en­tieren uns bei For­mu­lie­rung zur Umsied­lung von Insek­ten­nes­tern am Wett­be­werb. Die Umsied­lung der in den Nes­tern lebenden Insekten ist damit keine garan­tierte Leis­tung, wird aber durch den aus­füh­renden Dienst­leister ange­strebt. Weder garan­tiert K&M den Erfolg einer sol­chen Maß­nahme, noch sind die in den Nes­tern lebenden Insekten selbst Teil der Versicherungsleistung.“

  • Bei der Durch­füh­rung eines Sach­ver­stän­di­gen­ver­fah­rens zur Fest­stel­lung der Scha­den­höhe wird ab einer fest­ge­stellten Scha­den­höhe von min­des­tens 10.000 Euro der Anteil des Ver­si­che­rungs­neh­mers an den Ver­fah­rens­kosten bis in Höhe von 12.000 Euro über­nommen. Beauf­tragt der Ver­si­che­rungs­nehmer einen Sach­ver­stän­digen indi­vi­duell, werden die Kosten nur dann über­nommen, sofern der Ver­si­che­rungs­nehmer vom Ver­si­cherer zur Hin­zu­zie­hung auf­ge­for­dert wurde (siehe § 11 Nr. 2).
  • Wie­der­her­stel­lung voll­ständig ver­si­cherter Gebäude an einem anderen Ort inner­halb der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land, sofern der Ver­si­che­rungs­nehmer zum Scha­den­zeit­punkt das 70. Lebens­jahr voll­endet hat, schwer­be­hin­dert oder pfle­ge­be­dürftig ist oder, sofern die Wie­der­her­stel­lung an der bis­he­rigen Stelle recht­lich nicht mög­lich oder wirt­schaft­lich nicht zu ver­treten ist. Nicht ver­si­chert ist es dem­nach, wenn eine Wie­der­her­stel­lung z. B. aus psy­cho­lo­gi­schen Gründen nach einer schweren Über­schwem­mung am bis­he­rigen Ver­si­che­rungsort nicht ange­zeigt sein sollte.
  • Über­nahme von Dar­le­hens­kosten für eine Dauer von bis zu 18 Monaten mit einer Karenz­zeit von 100 Tagen, wenn ein Gebäude infolge eines Ver­si­che­rungs­falles voll­ständig unbe­wohnbar geworden ist. Positiv ist, dass keine Anrech­nung auf den ver­si­cherten Miet­wert- / Miet­aus­fall­ersatz erfolgt.
  • Kosten für Schäd­lings­be­kämp­fung durch eine Fach­firma bis 500 Euro, maximal bis 1.500 Euro pro Jahr (keine sepa­rate Assistance).
  • Mit­ver­si­chert sind die Kosten für die Neu­ein­stel­lung von Antennen und Satel­li­ten­schüs­seln, die durch Fremd­ein­wir­kung so ver­stellt wurden, dass eine Neu­ein­stel­lung erfor­der­lich ist, bis in Höhe von 100,00 Euro je Scha­den­fall und Versicherungsjahr
  • Vor­sor­ge­ver­si­che­rungs­schutz für An- oder Aus­bauten besteht, wenn die Anzeige einer Wohn­flä­chen­er­wei­te­rung inner­halb von 12 Monaten erfolgt.
  • Mit­ver­si­chert sind Schäden durch Van­da­lismus (z. B. Graf­fiti und Unbrauch­bar­ma­chung von Tür­schlös­sern). Dabei besteht keine Ein­schrän­kung der Mit­ver­si­che­rung sol­cher Schäden an Außen­wänden von Gebäuden oder ein Aus­schluss für Schäden durch Kratzgraffiti.
  • Dieb­stahl von außen am Gebäude ange­brachten Gebäu­de­zu­behör und Grund­stücks­be­stand­teilen bis 1.000 Euro, abwei­chend ohne Sub­limit für Überwachungsanlagen.
  • Trans­port- und Lager­kosten von in Gebäuden befind­li­chen ver­si­cherten Sachen bis zu einem Jahr
  • Über­nahme von Lecka­ge­or­tungs­kosten ohne Vor­liegen eines Ver­si­che­rungs­falles bis maximal 500 Euro
  • Kosten für die erfor­der­liche Wie­der­auf­fors­tung und ‑bepflan­zung von umge­stürzten oder abge­knickten Bäumen (inner­halb des ersten Drit­tels ab Boden) mit Jung­pflanzen (soge­nannte Setz­linge) bis 5.000 Euro. Der Ver­si­che­rungs­schutz gilt nicht nur für Schäden durch Blitz­schlag und Sturm, son­dern durch alle ver­si­cherten Gefahren.
  • Über­nahme von Rück­rei­se­kosten von Urlaubs‑, Geschäfts- und Dienst­reisen ohne Min­dest­scha­den­höhe. Die Kosten werden aller­dings nur nach vor­he­riger Abstim­mung mit dem Ver­si­cherer übernommen.

Aus­ge­wählte Ein­schrän­kungen des Tarifs all­safe casa prime

  • Die Dif­fe­renz­de­ckung gilt nicht für eine mög­liche Unter­ver­si­che­rung des bestehenden Vor­ver­trages und bietet auch keine Erwei­te­rung um im Vor­ver­trag nicht ver­si­cherte Leis­tungs­arten (z. B. eine erwei­terte Ele­men­tar­scha­den­ver­si­che­rung oder einen beim Wett­be­werber feh­lenden Ein­schluss der unbe­nannten Gefahren)
  • Nicht zu den ver­si­cherten Sachen gehört Zubehör der haus­wirt­schaft­li­chen Selbst­ver­sor­gung (u.a. Bie­nen­völker, die art­ge­recht gehalten werden; Rank­hilfen für Nutz­pflanzen und Hoch­beete; Kräuter, Obst- und Gemüsepflanzen)
  • Keine Klar­stel­lung, wonach Ver­si­che­rungs­schutz auch bei Ein­bruch­dieb­stahl über nicht ver­si­cherte Räume besteht. Trotz feh­lender Klar­stel­lung besteht hier jedoch ent­spre­chender Ver­si­che­rungs­schutz[6].
  • Kein Ver­si­che­rungs­schutz für beruf­lich genutzte Räum­lich­keiten (Arbeits­zimmer) mit sepa­ratem Ein­gang (z. B. auch durch eine nur von innen zu öff­nende Terrassentür).
  • Für Gebäude im Rohbau kann eine kos­ten­freie Feu­er­roh­bau­ver­si­che­rung für eine maxi­male Bau­phase von 18 Monaten ver­ein­bart werden. Nicht ver­si­cherbar sind hier­über jedoch Schäden durch Sturm / Hagel, Lei­tungs­wasser, erwei­terte Ele­men­tar­ge­fahren (z. B. Über­schwem­mung, Erd­beben oder Erd­sen­kung) oder unbe­nannte Gefahren.
  • Keine bedin­gungs­sei­tige Mit­ver­si­che­rung von Näs­se­schäden auf­grund undichter Fugen oder Fliesen (z. B. undichte Sili­kon­fuge zwi­schen einer Dusch­wanne und einer angren­zenden Wand). Siehe hierzu das Urteil des BGH vom 20.10.2021 (Az. IV ZR 236 / 20)[7]. Der Asse­ku­ra­deur hat hierzu jedoch am 16.12.021 seine Ver­triebs­partner mit fol­gender Klar­stel­lung angeschrieben:

„Im Inter­esse unserer gemein­samen Kunden, haben wir im Nach­gang a das BGH-Urteil Gespräche mit unseren risi­ko­tra­genden Ver­si­che­rungs­ge­sell­schaften geführt und die Zusage erhalten, dass wir aktuell an unserer bis­he­rigen Regu­lie­rungs­praxis fest­halten dürfen.

Als Ihr Mak­ler­partner möchten wir diese Leis­tung für Sie und Ihre Kunde auch dau­er­haft in unseren Ver­si­che­rungs­be­din­gungen ver­an­kern. Dafür stehen wir wei­terhin im inten­siven Aus­tausch mit unseren Risi­ko­trä­gern und werden Sie sobald mög­lich über die Fort­schritte informieren.“

  • Keine Klar­stel­lung, inwie­fern Wasser aus Whirl­pools als Lei­tungs­wasser zählt
  • Mit­ver­si­che­rung für Schäden an ver­si­cherten Sachen durch Plansch- oder Rei­ni­gungs­wasser bis 250 Euro mit 150 Euro Selbst­be­halt. Im Rahmen der erwei­terten Vor­sor­ge­de­ckung nach § 15 kann die Höhe der Ent­schä­di­gung mit Ver­weis auf z. B. auf C.3–5.1 der Interl­loyd (Euro­se­cure Plus Wohn­flä­chen­mo­dell, Stand 01.2021) auf die ver­ein­barte Höchst­ent­schä­di­gung von Kon­zept & Mar­ke­ting erhöht werden.
  • Keine Mit­ver­si­che­rung von Bruch­schäden an Lüftungsrohren
  • Wie bran­chen­üb­lich nicht ver­si­chert ist der Bruch oder das Zer­reißen von Press­luft- / Druck­luft­lei­tungen. Diese kommen z. B. zum Ein­satz, wenn eine zen­trale Kom­pres­sor­an­lage dazu ein­ge­setzt wird, um elek­tri­sche Werk­zeuge damit zu betreiben. Solche Rohre könnten aller­dings auch unter­ir­disch ver­legt werden, um damit Werk­zeuge im Garten zu betreiben. Wäh­rend ein Kom­pressor regel­mäßig als im Rahmen einer Haus­rat­ver­si­che­rung mit­ver­si­chert ange­sehen werden kann, fehlt nicht nur bei Kon­zept & Mar­ke­ting für die Druck­luft­lei­tungen regel­mäßig ein bedin­gungs­sei­tiger Ver­si­che­rungs­schutz. Solche Rohre müsste der Ver­si­che­rungs­nehmer also ein­zel­ver­trag­lich bei Kon­zept & Mar­ke­ting einschließen.
  • Eben­falls bran­chen­üb­lich fehlt eine Mit­ver­si­che­rung von elek­tri­schen Lei­tungen, die außer­halb von Gebäuden auf dem Grund­stück ver­legt sind (z. B. zur Ver­sor­gung einer Wallbox, zur Ver­sor­gung von Spei­cher­me­dien, zur Elek­tri­fi­zie­rung von Garten- und Gewächs­häu­sern). Solche Lei­tungen müsste der Ver­si­che­rungs­nehmer also ein­zel­ver­trag­lich bei Kon­zept & Mar­ke­ting einschließen.
  • Keine Klar­stel­lung, inwie­fern Ver­si­che­rungs­schutz für Rohre und Instal­la­tionen unter­halb der tra­genden oder nicht tra­genden Boden­platte steht. § 6 Nr. 18 b) der Bedin­gungen in Ver­bin­dung mit § 905 BGB schließt auch den Erd­körper unter der Grund­stücks­ober­fläche ein, so dass Ver­si­che­rungs­schutz auch für Schäden unter­halb der Boden­platte besteht.
  • Keine Mit­ver­si­che­rung von Zer­stö­rung, Beschä­di­gung oder Abhan­den­kommen durch recht­mä­ßiges Han­deln Dritter bei ver­mu­teten Scha­den­ein­tritt.
  • Keine gene­relle Mit­ver­si­che­rung poli­zei­lich ange­zeigter Straf­taten (z.B. Dieb­stahl von Solar­zellen, Hacken von Smar­thome-Anlagen, ein­fa­cher Dieb­stahl von nicht aus­drück­lich benannten Sachen, Betrug)
  • Keine Mit­ver­si­che­rung von Schäden durch wild lebende Tiere (z. B. Wild­schweine, Rehe oder Rot­hir­sche) an ver­si­cherten Sachen inner­halb des ver­si­cherten Gebäudes, an Bal­konen oder an Ter­rassen. Zur abwei­chenden Mit­ver­si­che­rung bestimmter Schäden durch Marder, Wasch­bären und Nage­tiere siehe oben.
  • Keine Mit­ver­si­che­rung von Specht­schäden.
  • Aus­schluss für Schäden durch Tsu­namis. Dieser Aus­schluss ist durch die bedin­gungs­sei­tige GDV- und Arbeits­kreis-Garantie heilbar. Hierzu heißt es in dem Kom­mentar zur Ele­men­tar­scha­den­ver­si­che­rung von Thomas Beh­rens wie folgt:

„Ver­si­che­rungs­schutz besteht in der Haus­rat­ver­si­che­rung für Rei­se­ge­gen­stände, die infolge eines Tsu­namis zer­stört werden, der seine Ursache in einem hun­derte Kilo­me­tern ent­fernten See­beben hat. Eine unmit­tel­bare Ein­wir­kung des Erd­be­bens auf ver­si­cherte Sachen for­dern die AVB Ele­mentar nicht.“[8]

  • Nicht ver­si­chert sind die Kosten für die infolge eines Ver­si­che­rungs­falls erfor­der­liche Stor­nie­rung einer gebuchten Urlaubs- oder Dienstreise
  • Nicht ver­si­chert sind Schloss­än­de­rungs­kosten für Pkws und Krafträder
  • Keine Kos­ten­pau­schale im Leis­tungs­fall oder eine pau­schale Erstat­tung per­sön­li­cher Auslagen.
  • Mit­ver­si­che­rung von Gebäu­de­be­schä­di­gungen durch unbe­fugte Dritte infolge eines ver­suchten oder erfolgten Ein­bruch­dieb­stahls nur infolge Van­da­lismus, nicht jedoch durch sons­tige wider­recht­liche Ereig­nisse (siehe § 5 Nr. 21) oder durch Per­sonen (siehe § 5 Nr. 26). Diese Ein­schrän­kung kann nicht durch Ver­weis auf die GDV-Garantie geheilt werden, da sich die Klausel PK 7361 (16) der Mus­ter­be­din­gungen nur auf Gebäu­de­be­schä­di­gungen an Mehr­fa­mi­li­en­häu­sern bezieht).
  • Keine Über­nahme der erfor­der­li­chen und nach­weis­lich tat­säch­lich ange­fal­lenen Kosten von Schäden durch Mes­sies oder Miet­van­dalen. Da es sich um eine Ver­si­che­rung für das selbst­be­wohnte Ein­fa­mi­li­en­haus des Ver­si­che­rungs­neh­mers han­delt, ist dieser Aus­schluss wenig praxisrelevant.
  • Keine Über­nahme der Kosten für die Besei­ti­gung von Gebäu­de­be­schä­di­gungen auf­grund des Alarms eines Hausnotrufs
  • Ohne Kosten einer kli­ma­freund­li­chen CO2-Kom­pen­sa­tion bei einem Feuerschaden
  • Ohne Kosten für die Rekul­ti­vie­rung von begrünten Dächern
  • Keine Über­nahme der Mehr­kosten für Primärenergie
  • Keine Über­nahme der Mehr­kosten für eine behörd­lich nicht vor­ge­schrie­bene ener­ge­ti­sche Sanie­rung oder sons­tige nach­hal­tige Modernisierung.
  • Keine Über­nahme der Kosten für die Ver­pfle­gung von Per­sonen, die anläss­lich eines Ver­si­che­rungs­falls (z. B. eines Brand­scha­dens oder einer Über­schwem­mung) Hilfe geleistet haben oder für sons­tige frei­wil­lige Zuwen­dungen an Per­sonen z. B. der Brand­be­kämp­fung nach einem Schadenfall
  • Ohne aus­drück­liche Mit­ver­si­che­rung der Auf­tau­kosten nach einem ver­si­cherten Frostschaden
  • Keine Über­nahme von scha­den­be­dingten Kosten für die not­wen­dige Stor­nie­rung einer Urlaubs- oder Dienstreise
  • Nicht ver­si­chert sind Mehr­kosten für eine nach­hal­tige Gestal­tung des Gar­tens (z. B. Anlage einer Bienen- und Hummelwiese)
  • Nicht ver­si­chert sind die Kosten für die Pflege eines Gar­tens durch eine Fach­firma, wenn der Ver­si­che­rungs­nehmer wäh­rend der Ver­trags­lauf­zeit eine schwer­wie­gende und unvor­her­ge­se­hene Ver­let­zung oder Krank­heit erleidet, die ihn an der Pflege des Gar­tens hindert
  • Nicht ver­si­chert sind nach­ge­wie­sener Kosten (z. B. für eine Online-Rechts­be­ra­tung oder das Zurück­schneiden einer Hecke) zur Bei­le­gung eines Nachbarschaftsstreites
  • Nicht mit­ver­si­chert sind die Kosten für eine qua­li­fi­zierte Ener­gie­be­ra­tung durch einen durch die BAFA (Bun­desamt für Wirt­schaft und Aus­fuhr­kon­trolle) zuge­las­senen Ener­gie­be­rater bzw. einen bau­bio­lo­gi­schen Berater.
  • Nicht ver­si­chert sind sons­tige Mehr­kosten für eine Gebäu­de­wie­der­her­stel­lung mit umwelt­freund­li­chen oder nach­hal­tigen Bau­stoffen.
  • Keine Über­nahme der Kosten für eine Gefah­ren­be­ra­tung nach Überschwemmungsschäden
  • Nicht ver­si­chert sind Trock­nungs­kosten im Rahmen erwei­terter Ele­men­tar­ge­fahren oder auch unbe­nannter Gefahren
  • Keine Über­nahme der Kosten für den Mehr­ver­brauch von Öl
  • Keine Über­nahme von alters- und behin­der­ten­be­dingten Mehr­kosten (z. B. Roll­stuhl- und rol­la­tor­be­dingtem Umbau oder Einbau eines Treppenlifts)
  • Keine Über­nahme der Kosten für einen Erho­lungs­ur­laub nach Großschäden
  • Keine Über­nahme der Kosten für die Neu­be­pflan­zung von gärt­ne­ri­schen Anlagen (z. B. Zier- oder Nutz­pflanzen). Im Rahmen der erwei­terten Vor­sor­ge­de­ckung nach § 15 kann die Höhe der Ent­schä­di­gung mit Ver­weis auf z. B.  auf Abschnitt A – Gebäude VI Nr. 5 von Hiscox (Haus & Kunst by Hiscox, Stand 09.2019) bis 15.000 Euro erhöht werden.
  • Nicht mit­ver­si­chert sind die Kosten für die Wie­der­her­stel­lung von Gar­ten­an­lagen (z. B. Blu­men­beete, Wege (z. B. Gar­ten­brunnen, Sand­kästen oder Teich­an­lagen). Aus­ge­nommen sind Schäden an Hecken als Grund­stücks­ein­frie­dungen. Im Rahmen der erwei­terten Vor­sor­ge­de­ckung nach § 15 kann die Höhe der Ent­schä­di­gung mit Ver­weis auf z. B. auf Klausel 7368 der Hel­vetia (Kom­fort, Stand 01.01.2020) auf 10.000 Euro erhöht werden.
  • Keine Über­nahme sons­tiger unbe­nannter Kosten (z. B. für Woh­nungs­über­ga­be­pro­to­kolle oder Gebäu­de­schäden infolge des unbe­merkten Todes des Ver­si­che­rungs­neh­mers). Da nur vom Ver­si­che­rungs­nehmer selbst bewohnte Ein­fa­mi­li­en­häuser ver­si­chert werden, exis­tiert keine Mit­ver­si­che­rung von Miet­aus­fall, orts­üb­li­chem Miet­wert, Miet­aus­fall bei Been­di­gung eines Miet­ver­hält­nisses wegen eines Ver­si­che­rungs­falles oder eine Mit­ver­si­che­rung von Miet­aus­fall bei Nachbarschaftsschäden.
  • Keine aus­drück­liche Anlage von Prä­mi­en­ein­nahmen in nach­hal­tigen Kapitalanlagen
  • Optio­naler Regress­ver­zicht gegen­über (grob) fahr­lässig han­delnden Ange­hö­rigen. Wird dieser Ver­zicht in Anspruch genommen, muss sich der Ver­si­che­rungs­nehmer mit 10 Pro­zent am Ent­schä­di­gungs­be­trag beteiligen.

[1] Siehe z. B. Hans Straßer „Sicher­heits­klausel unwirksam“ auf „hans​-strasser​.de“ vom 28.12.2021. Auf­zu­rufen unter https://​hans​-strasser​.de/​s​i​c​h​e​r​h​e​i​t​s​k​l​a​u​s​e​l​-​u​n​w​i​r​k​s​am/, zuletzt auf­ge­rufen am 12.01.2022.

[2] Vgl. „Schwamm“ auf „intersam​.de“. Auf­zu­rufen unter http://​www​.intersam​.de/​s​c​h​w​a​m​m​.​h​tml, zuletzt auf­ge­rufen am 10.01.2022

[3] Siehe Jürgen Hönig „Die unwirk­same Ver­trags­klausel“ auf „ra​-hoenig​.net“. Auf­zu­rufen unter https://​www​.ra​-hoenig​.net/​u​r​t​e​i​l​e​/​d​i​e​-​u​n​w​i​r​k​s​a​m​e​-​v​e​r​s​i​c​h​e​r​u​n​g​s​k​l​a​u​s​e​l​.​h​tml, zuletzt auf­ge­rufen am 10.01.2022. Diesem an dieser Stelle auch einen herz­li­chen Dank für die Bereit­stel­lung des Urteils des OLG Frank­furt am Main.

[4] Siehe z. B. Wil­fried Rüffer „§ 32. Hausrat- und Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung“, S. 1937–2026, in „Ver­si­che­rungs­rechts­hand­buch“, her­aus­ge­geben von Roland Michael Beck­mann und Anne­marie Mat­sche-Beck­mann. Mün­chen (C. H. Beck), 3. voll­ständig über­ar­bei­tete Auf­lage, 2015, S. 1967 Rn. 141.

[5] „Was ist Fog­ging? Und ist es gefähr­lich für mich?“ auf „isotec​.de“. Auf­zu­rufen unter https://​www​.isotec​.de/​r​a​t​g​e​b​e​r​/​s​c​h​i​m​m​e​l​/​w​a​s​-​i​s​t​-​f​o​g​g​i​n​g​.​h​tml, zuletzt auf­ge­rufen am 07.01.2022

[6] Siehe Ste­phan Witte „Nicht alle Ver­si­cherer bieten Leis­tungen nach GDV-Stan­dard. Besteht Versicherungsschutz

bei Ein­bruch über nicht ver­si­cherte Räume?“ in „Risiko & Vor­sorge“, Aus­gabe 2/2018, S. 11–12. Auf­zu­rufen unter https://critical-news.de/risiko-und-vorsorge-heft‑2–2018/, zuletzt auf­ge­rufen am 07.01.2022.

[7] Siehe https://​juris​.bun​des​ge​richtshof​.de/​c​g​i​-​b​i​n​/​r​e​c​h​t​s​p​r​e​c​h​u​n​g​/​d​o​c​u​m​e​n​t​.​p​y​?​G​e​r​i​c​h​t​=​b​g​h​&​A​r​t​=​e​n​&​D​a​t​u​m​=​A​k​t​u​e​l​l​&​S​o​r​t​=​3​&​n​r​=​1​2​3​9​4​5​&​p​o​s​=​2​1​&​a​n​z​=​822, zuletzt auf­ge­rufen am 05.01.2021

[8] Thomas Beh­rens „Ele­men­tar­scha­den­ver­si­che­rung. Kom­mentar.“ Karls­ruhe (Verlag Ver­si­che­rungs­wirt­schaft), 2014, S. 14, Rn. 31

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