Tarifana­lyse: die Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung der Axa für Ein- und Zwei­fa­mi­li­en­häuser (Stand 09.2014)

Jüngst erregte die Axa Ver­si­che­rung AG Auf­merk­sam­keit mit dem Kauf von Land im vir­tu­ellen Sandbox Uni­ve­ersum. Dort wolle man spe­zi­elle Gemein­schafts­räume anbieten[1]. Auf „Tech News Inc.“ wird die Axa unter anderem damit zitiert, dass man die Zukunft von Morgen neu erdenken wolle („inno­vate the secu­rity of tomorrow“)[2]. Das heu­tige Kern­ge­schäft des Ver­si­che­rers ist jedoch Ver­si­che­rungs­schutz, so z. B. für reale Gebäude.

Die aktu­elle Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung der Axa für das Mak­ler­ge­schäft ist seit Sep­tember 2014 der Tarif BOX­flex auf Basis der VGB 2014. Einen deut­lich abge­speckten Schutz können Ver­mittler über die Tarif­linie alter­nativ abschließen, die an dieser Stelle jedoch nicht weiter the­ma­ti­siert werden soll. Ver­si­che­rungs­schutz auf Basis der Ver­si­che­rungs­summe Wert 1914 wird ange­boten für Ein- und Zwei­fa­mi­li­en­häuser. Eine wei­tere Tarif­va­ri­ante wird auch für Mehr­fa­mi­li­en­häuser ange­boten, soll aber an dieser Stelle eben­falls nicht näher the­ma­ti­siert werden.

Der Grund­tarif BOX­flex lässt sich optional wie folgt erweitern:

  • Wohn­ge­bäude-Bau­stein Pre­mium (Erwei­te­rung vor­han­dener und Erwei­te­rung um Leis­tungen, die im Grund­schutz nicht ent­halten sind)
  • Wohn­ge­bäude-Bau­stein Optimum (Erwei­te­rung u. a. um unbe­nannte Gefahren)

Der Bau­stein Optimum kann nur dann ein­ge­schlossen werden, wenn die 3 Gefahren-Kom­bi­na­tion (Feuer, Lei­tungs­wasser, Sturm/Hagel) ver­si­chert wird.

  • Wohn­ge­bäude-Bau­stein Erneu­er­bare Ener­gien (Pho­to­vol­ta­ik­an­lagen bis maximal 50 KWp bzw. Geo- / Solarthermieanlagen)
  • Wohn­ge­bäude-Bau­stein Ele­mentar (Über­schwem­mung, Rück­stau, Erd­beben oder Vulkanausbruch)

Für den Bau­stein gilt eine War­te­zeit von einem Monat nach Antrags­stel­lung. Frü­hes­tens tritt der Ver­si­che­rungs­schutz zum ver­ein­barten Ver­trags­be­ginn in Kraft. Es gilt eine Selbst­be­tei­li­gung von 10 % des Scha­dens, min­des­tens 500 Euro, maximal 5.000 Euro.

  • Bau­stein Not­fall­ser­vice (Orga­ni­sa­tion und Ersatz not­wen­diger Kosten infolge defi­nierter Notfälle)
  • Ergän­zungs­de­ckung (Summen- und Kon­di­ti­ons­dif­fe­renz­de­ckung; Zuschlag in Höhe von 1 % der ver­ein­barten Jah­res­net­to­prämie; max. 3 Jahre Laufzeit)

Eine Gebäu­de­glas­ver­si­che­rung wird von der Axa als sepa­rate Sparte angeboten.

Ver­si­che­rungs­schutz besteht bis in Höhe der ver­ein­barten Ver­si­che­rungs­summe. Bei kor­rekter Wert­ermitt­lung wird auf die Anrech­nung einer mög­li­chen Unter­ver­si­che­rung ver­zichtet. Für die Bau­steine Pre­mium und Optimum gilt eine Höchst­ent­schä­di­gung je Leis­tungs­fall von 2,5 Mil­lionen Euro.

Die Wohn­fläche wird vom Ver­si­cherer in den Bedin­gungen wie folgt definiert:

„Wohn­fläche ist die Grund­fläche aller Räume (kein Abzug für Dach­schrägen) des Gebäudes ein­schließ­lich der dazu­ge­hö­rigen Hob­by­räume sowie Win­ter­gärten; aus­ge­nommen sind dabei Treppen, Keller- und Spei­cher­räume, Bal­kone, Log­gien und Ter­rassen soweit sie nicht zu Wohn­zwe­cken aus­ge­baut sind. Dem gleich­ge­stellt ist die Über­nahme der Angaben aus Miet­ver­trägen oder Bau­plänen. Wohn­flä­chen, die nach Erstel­lung des Miet­ver­trages oder Bau­plans hin­zu­ge­kommen sind, sind eben­falls zu berück­sich­tigen. Die Boden­fläche eines sich im Gebäude befind­li­chen Schwimm­be­ckens muss nicht berück­sich­tigt werden. Zusätz­lich ist – sofern vor­handen – die Nutz­fläche von aus­schließ­lich zu beruf­li­chen oder gewerb­li­chen Zwe­cken genutzten Räumen und Anbauten anzu­geben. Anzu­geben ist die Wohn­fläche ohne einen aus­ge­bauten Keller. Dieser wird separat im Rahmen der Wert­ermitt­lung erfasst.“

Ist ein ver­si­chertes Gebäude unbe­wohnt, so wird eine Gefah­rerhö­hung erst dann ange­nommen, wenn das Unbe­wohnt­sein länger als sechs Monate andauert. Gebäude, die bereits bei Antrags­stel­lung unbe­wohnt sind, können nur im Rahmen einer Ein­zel­fall­prü­fung gege­be­nen­falls ver­si­chert werden.

Anders als bei vielen Wett­be­wer­bern sind auch Gebäude mit wei­cher Dachung (z. B. Reet, Stroh) ver­si­cherbar. Positiv ist auch, dass Gebäude mit Lehm­bal­ken­de­cken ohne Ein­schrän­kungen ver­si­che­rungs­fähig sind. Deren Vor­han­den­sein dürfte nicht jedem Haus­be­sitzer aktiv bekannt sein. Wer etwa ein ehe­ma­liges Bau­ern­haus erworben hat, dass außen ver­klin­kert ist, dürfte im Zweifel erst im Scha­den­fall das Fach­werk und die Lehm­bal­ken­de­cken im Innern erkennen.

Ver­si­cherbar sind Gebäude mit einer Wohn­fläche ab 1 Qua­drat­meter bis maximal 999 Qua­drat­me­tern bzw. ab einer Ver­si­che­rungs­summe Wert 1914 von min­des­tens 1.000 Mark.

Soll ein mit Lei­tungs­was­ser­schäden inner­halb der letzten 12 Monate vor Antrags­stel­lung vor­be­las­tetes Gebäude ver­si­chert werden, bedeutet dies wenigs­tens einen Bei­trags­zu­schlag. Gebäude mit meh­reren Vor­schäden wäh­rend der letzten fünf Jahre vor Antrags­stel­lung, bei Ele­men­tar­schäden inner­halb der letzten 10 Jahre vor Antrags­stel­lung, sind je nach Art des Scha­dens und Scha­den­höhe gegen Zuschlag oder gar nicht versicherbar.

Bestand ein Vor­ver­trag, der vom Vor­ver­si­cherer gekün­digt worden ist, ist eine Annahme nur nach Ein­zel­fall­prü­fung mög­lich. Glei­ches gilt, wenn Ver­si­che­rungs­schutz ohne eine Vor­ver­si­che­rung bean­tragt werden soll.

Eine bei­trags­freie Mit­ver­si­che­rung für Neben­ge­bäude (z. B. Schuppen, Gewächs‑, Garten- und Gerä­te­häuser) besteht nur für solche bis maximal 10 Qua­drat­me­tern Grundfläche:

„Mit­ver­si­chert gelten unbe­deu­tende Neben­ge­bäude auf dem Ver­si­che­rungs­grund­stück, und zwar Gebäude ohne gewerb­liche Nut­zung aus Stein, Beton, Blech, Stein­fach­werk bis 10 qm Grund­fläche sowie Gar­ten­häuser und Gar­ten­ge­rä­te­schuppen aus Holz und Hobbygewächshäuser.“

Grö­ßere Objekte können bis maximal 99 Qua­drat­me­tern Grund­fläche gegen Zuschlag in den Ver­trag ein­ge­schlossen werden. Für Neben­ge­bäude wird auf die Berech­nung einer Ver­si­che­rungs­summe Wert 1914 ver­zichtet. Viel­mehr sind sie ohne Begren­zung mitversichert.

Inwiefern auch land­wirt­schaft­lich bzw. ehe­mals gewerb­lich oder land­wirt­schaft­lich genutzte Gebäude ver­si­che­rungs­fähig sind, ist aus den vor­lie­genden Unter­lagen nicht erkennbar. 

Privat genutzte Garagen und Car­ports, die sich „in der Nähe des Ver­si­che­rungs­ortes“ befinden, sind mit­ver­si­chert, aller­dings sind Garagen bei der Wert­ermitt­lung zu berück­sich­tigen und daher im Antrag anzu­geben. Hierzu heißt es im Ange­bots­rechner wie folgt:

„Für Garagen ist ein durch­schnitt­li­cher Wert von 700 Mark (Wert 194) pro Garage pro­gramm­tech­nisch hiter­legt. Anzu­geben sind nur Garagen außer­halb des Gebäudes. Garagen inner­halb des Gebäudes (zumeist Garagen im Kel­ler­ge­schoss) sind bei der Wert­ermitt­lung bereits berücksichtigt.“

Erwei­terte Ele­men­tar­ge­fahren können optional gegen Zuschlag ein­ge­schlossen werden. Der Ein­schluss von Schäden durch Über­schwem­mung oder Rück­stau ist in der ZÜRS-Zone 4 nicht möglich.

Im Rahmen der Mit­ver­si­che­rung von Ele­men­tar­schäden hat sich der Ver­si­che­rungs­nehmer an jedem Schaden mit einer Selbst­be­tei­li­gung von 10 Pro­zent, min­des­tens 500 Euro, maximal 5.000 Euro, zu betei­ligen. Es gilt eine War­te­zeit von einem Monat. Diese War­te­zeit ent­fällt, soweit für das zu ver­si­chernde Objekt bereits Ver­si­che­rungs­schutz für die ver­ein­barten Ele­men­tar­ge­fahren über einen anderen Ver­trag bestanden hat und der Ver­si­che­rungs­schutz nahtlos durch den Ver­trag bei der Axa fort­ge­setzt wird.

Denk­mal­ge­schützte Gebäude sind ver­si­che­rungs­fähig. Beson­dere Ein­schrän­kungen der Bedin­gungen gegen­über nicht denk­mal­ge­schützten Gebäuden (z. B. damit ver­bun­dene Mehr­kosten) sind nicht vorhanden.

Bran­chen­üb­lich ist das Gebäu­de­alter prä­mi­en­er­heb­lich. Für Neu­bauten gilt ein Nach­lass von gut 63 %. Dieser baut sich für Gebäude bis zu einem Alter von 36 in 14 Alters­klassen all­mäh­lich ab. So erhöht sich etwa der Bei­trag für Gebäude der Alters­klasse 3–4, 5–6, 7–8 und 9–10 Jahre jeweils um 6 %, in den Alters­klassen 11–12, 12–13 und 13–14 Jahre um jeweils 3,5 %.

Bei Ver­ein­ba­rung einer unter­jäh­rigen Zahl­weise wird von der Axa ein Raten­zah­lungs­zu­schlag erhoben. Dieser beträgt je nach Zahl­weise 3 % (halb­jähr­lich) bzw. 5 % (vier­tel­jähr­lich oder monat­lich). Eine Zah­lung ist fle­xibel monat­lich zum 1., 5. oder 28. eines Monats per SEPA-Last­schrift, abwei­chend auch per Rech­nung, mög­lich. Rein rech­ne­risch ist ein Min­dest­jah­res­bei­trag von unter 10 Euro brutto mög­lich. Eine unter­jäh­rige Zahl­weise setzt jedoch einen Min­dest­bei­trag von 10,00 Euro monat­lich voraus.

Der Ver­si­cherer bietet einen Bün­del­ra­batt von 5 %, 10 % bzw. 15 % bei 2, 3 bzw. mehr als 3 Deckungen (z. B. Privathaftpflicht‑, Hausratgebäude‑, Glas oder Unfall­ver­si­che­rung). Um diesen in Anspruch nehmen zu können, müssen die jewei­ligen Pro­dukte zunächst ohne einen sol­chen Rabatt berechnet werden. Erst im Rahmen der Poli­cie­rung würde man laut Axa den ent­spre­chenden Bün­del­nach­lass auch für bereits bestehende Ver­träge auto­ma­tisch poli­cieren. Aus dem Ange­bots­rechner ist diese Gewäh­rung nicht ersichtlich.

Vergleichs­weise teuer werden aktuell Mah­nungen mit je 7,50 Euro und Last­schrift­rück­läufer mit je 10,00 Euro in Rech­nung gestellt. Wird der Erst­be­trag nicht gezahlt, kann der Ver­si­cherer zudem „ange­mes­sene Geschäfts­ge­bühren“ in Rech­nung stellen.

Um den Zahl­bei­trag zu senken, besteht die Mög­lich­keit der Ver­ein­ba­rung einer sin­kenden Policen-Selbst­be­tei­li­gung für den Scha­den­fall. Die Grund-SB beträgt 600 Euro. Diese sinkt nach einem scha­den­freien Jahr auf 300 Euro, nach zwei Jahren auf 150 Euro und nach vier Jahren auf 0 Euro. Treten Ver­si­che­rungs­fälle mit Zah­lungen ein, beginnen die Fristen erneut und die ursprüng­lich ver­ein­barte Selbst­be­tei­li­gung von 600 Euro gilt wieder erneut für alle Ver­si­che­rungs­sparten. Falls indi­vi­duell höhere Selbst­be­tei­li­gungen ver­ein­bart sind, gehen diese vor.

Alter­nativ kann auch eine kon­stante Selbst­be­tei­li­gung von 150 Euro oder 300 Euro ver­ein­bart werden.

Für Beamte und Ange­stellte des Öffent­li­chen Dienstes gilt ein Berufs­grup­pen­nach­lass in Höhe von 15 %.

Net­to­ta­rife werden von der Axa nicht angeboten.

Der Ver­si­che­rungs­nehmer kann den ver­ein­barten Ver­si­che­rungs­schutz jeweils monat­lich zum Monats­ersten kün­digen, der Ver­si­cherer jeweils mit Frist von min­des­tens einem Monat zum Ende des lau­fenden Versicherungsjahres.

Aus­ge­wählte Leis­tungen des Tarifs BOX­flex mit Bau­steinen Pre­mium und Optimum aus dem Hause Axa

  • Optio­nale Summen- und Kon­di­ti­ons­dif­fe­renz­de­ckung (Ergän­zungs­de­ckung) für einen Zeit­raum von bis zu drei Jahren. Anders als üblich besteht hier­über auch Ver­si­che­rungs­schutz für Leis­tungen, die im Vor­ver­trag nicht ver­si­chert waren (z. B. erwei­terte Ele­men­tar­ge­fahren), die bei der Axa jedoch ein­ge­schlossen wurden. Eben­falls unüb­lich ist, dass sogar eine etwaige Unter­ver­si­che­rung im Alt­ver­trag aus­ge­gli­chen werde kann. Die Ergän­zungs­ver­si­che­rung der Axa gilt für alle hier ein­ge­schlos­senen Bausteine.
  • Etwa 6 bis 8 Wochen vor der jewei­ligen Haupt­fäl­lig­keit erhalten die Kunden der Axa ein Anschreiben mit einer BOX­flex-Jah­res­mel­dung, damit der Ver­si­che­rungs­schutz stets auf dem neu­esten Stand bleibt.
  • Um einen naht­losen Über­gang von Ver­si­che­rungs­schutz zu gewähren, beginnt der Ver­si­che­rungs­schutz abwei­chend von den Angaben im Ver­si­che­rungs­schein nicht um 12 Uhr, son­dern bereits mit dem Tagesbeginn.
  • Mit­ver­si­che­rung aller Grund­stücks­be­stand­teile ohne Sub­limit (z. B. Antennen auf dem Grund­stück, Grund­stücks­ein­frie­dungen inklu­sive Hecken, Zis­ternen, Stütz­mauern, Wäsche­spinnen im Boden, ver­an­kerte Spiel­ge­räte). Dis schließt dem Wort­laut der Bedin­gungen nach auch dort nicht benannte sta­tio­näre Lade­sta­tionen für Elek­tro­fahr­zeuge, Öl- und Gas­tanks ein.
  • Mit­ver­si­chert sind Schäden an Grund­stücks­zu­behör (z. B. einer Umwälz­pumpe), das der Nut­zung oder Instand­hal­tung eines Schwimm­be­ckens dient
  • Aus­drück­lich „zum Gebäu­de­zu­behör gehören auch Sachen, die künftig in das Gebäude ein­ge­fügt werden sollen (z.B. Vor­räte an Fliesen, Boden­be­lägen, Tapeten).
  • Im Rahmen des optio­nalen „Wohn­ge­bäude-Bau­stein Optimum“ optio­nale Mit­ver­si­che­rung unbe­nannter Gefahren mit 500 Euro Selbst­be­halt im Scha­den­fall. Anders als bei den meisten Wett­be­wer­bern gelten für die Mit­ver­si­che­rung nur die hier benannten Aus­schlüsse, nicht jedoch die Aus­schlüsse aus dem Grund­tarif BOX­flex. Eben­falls positiv her­vor­zu­heben ist, dass im Rahmen der unbe­nannten Gefahren auch Schäden an z. B. Glas, Keramik oder elek­tro­ni­schen Geräten ein­ge­schlossen sind. Nicht ver­si­chert sind u. a. Schäden durch „Vögel, Nage­tiere, Haus­tiere, Schäd­linge, Unge­ziefer aller Art sowie Pflanzen“ sowie Schäden durch „Abhan­den­kommen ver­si­cherter Sachen infolge Ver­lieren, Liegen‑, Hängen- und Ste­hen­lassen“ ver­si­cherter Sachen. Keine aus­drück­liche Beweis­last­um­kehr zu Gunsten des Versicherungsnehmers.

Die Axa benennt zu ihrem Bau­stein Optimum bei­spiel­haft fol­gende unbe­nannte Gefahren als mitversichert:

  • „Schäden, die dadurch ent­stehen, dass ein Ast auf­grund Schnee­last abbricht und ver­si­cherte Sachen beschä­digt oder zerstört
  • Glas­bruch an Gebäu­de­ver­gla­sungen, wenn z.B. ein Kind einen Fuß­ball in die Scheibe schießt
  • Frost in der Roh­bau­phase oder aber auch an der Terrasse
  • Ein­fa­cher Dieb­stahl von z.B. Zubehör wie eine am Gebäude befes­tigte Videokamera
  • Beschä­di­gung ver­si­cherten Sachen infolge eines Feu­er­wehr­ein­satzes auf­grund eines Scha­dens, der kein Feu­er­schaden ist. Z.B. Ret­tungs­maß­nahmen für Men­schen oder Tiere. Die Feu­er­wehr bricht Woh­nungs­türen in einem Mehr­fa­mi­li­en­haus auf, um sich zu ver­ge­wis­sern, dass sich keine Per­sonen mehr in dem Gebäude befinden
  • Beschä­di­gungen an ver­si­cherten Sachen auf­grund „Not­hilfe“
  • Schäden infolge her­ab­fal­lender Eis­stücke von einem Windrad
  • Gebäu­de­be­schä­di­gungen infolge eines Ein­bruch­ver­su­ches, der ohne Dieb­stahl­ab­sicht erfolgt ist. Z.B. durch Jugend­liche oder andere Per­sonen, die in dem Gebäude Schutz oder Wärme suchen.
  • Beschä­di­gung von ver­si­cherten Sachen, weil Sachen dagegen geworfen wurden, obwohl kein Sturm der Wind­stärke 8 vorlag.
  • Beschä­di­gung an der Mar­kise, weil vom Nach­barn ein Blu­men­topf vom Balkon gefallen ist.
  • Schäden an der Hei­zungs­an­lage durch Strom­schwan­kung, ohne dass eine Blitz­ein­wir­kung vor­ge­legen hat.
  • Schäden am Heiz­kessel durch Über­hit­zung infolge feh­lender Wasserzuführung.
  • Abstürzen einer Haus­wand, weil auf dem Nach­bar­grund­stück eine Bau­grube aus­ge­hoben wurde, ohne dass die not­wen­dige Abfan­gung erfolgt ist.
  • Der Par­kett­boden quillt auf, weil die Wanne, in der die Eis­ge­kühlten Getränke wäh­rend einer Feier auf­be­wahrt wurden, ein Leck hatte
  • Schäden durch Marder und Wasch­bären (diese Tier­arten sind keine Nage­tiere. Nage­tiere gelten in der Grund­de­ckung BOX­flex bis 500 EUR mitversichert)
  • Schäden durch Schmelzwasser“

Im Rahmen des optio­nalen „Wohn­ge­bäude-Bau­stein Optimum“ Mit­ver­si­che­rung unbe­nannter Kosten infolge eines ver­si­cherten Scha­dens mit 500 Euro Selbst­be­halt im Scha­den­fall.  Diese Mit­ver­si­che­rung unter Bezug auf § 2 b) der Bau­stein-Bedin­gungen erscheint streit­an­fällig. Dem Wort­laut nach gilt:

„2. Ent­schä­digt werden:

[…]

b) die infolge § 2 Nr. 2 a) not­wendig ange­fal­lenen Kosten (siehe Abschnitt A § 7 VGB 2014);“

Eine mög­liche Aus­le­gung ist, dass sämt­liche infolge einer ver­si­cherten benannten oder unbe­nannten Gefahr anfal­lenden Kosten unter den Ver­si­che­rungs­schutz fallen, sofern kein kon­kreter Aus­schluss besteht. Dies wären dann z. B. Löse­geld­for­de­rungen, um an gestoh­lenes Gebäu­de­zu­behör zu kommen oder die über die aus­drück­lich mit­ver­si­cherten Kosten für die Wie­der­her­stel­lung eine Gar­ten­be­pflan­zung hin­aus­ge­henden Kosten für die Orga­ni­sa­tion einer Neu­ge­stal­tung der Gar­ten­an­lage nach einem ver­si­cherten Scha­de­n­er­eignis. Laut Ver­si­cherer sollen solche Schäden aus­ge­schlossen sein. Eine andere Aus­le­gung der Klausel ist dem­nach, dass der Ver­weis auf Abschnitt A § 7 VGB 2014 dazu dienen soll, die Aus­le­gung nur auf ver­si­cherte Kosten ein­zu­schränken. Ob dann auch die Erwei­te­rungen des Pre­mium-Schutzes aus­ge­schlossen sein sollen, bleibt offen.  Folgt man dieser nega­tiven Aus­le­gung, so ent­fällt eine posi­tive Mit­ver­si­che­rung auch unbe­nannter Kosten bei der Axa. Aus dem Schrift­wechsel mit der Axa wurden zwar kon­krete Scha­den­bei­spiele als nicht mit­ver­si­chert benannt, gleich­wohl aber nicht bestritten, dass auch unbe­nannte Kosten unter den Ver­si­che­rungs­schutz fallen würden. Sofern eine Mit­ver­si­che­rung unbe­nannter Kosten bestä­tigt werden sollte, stellt sich auch die Frage, ob diese auch im Rahme der unten beschrie­benen Roh­bau­ver­si­che­rung ein­ge­schlossen wären.

  • Ver­zicht auf Kür­zung der Leis­tung bei grob fahr­läs­siger Her­bei­füh­rung des Versicherungsfalles.
  • Keine Annahme einer Gefah­rerhö­hung, wenn ein ansonsten ständig bewohntes Wohn­ge­bäude bis maximal sechs Monate unbe­wohnt ist.
  • Für Gebäude im Rohbau kann eine kos­ten­freie Roh­bau­ver­si­che­rung gegen die Gefahren Feuer (Brand, Blitz­schlag, Über­span­nung durch Blitz, Explo­sion, Implo­sion, Ver­puf­fung, Luft­fahr­zeuge) und Lei­tungs­wasser (ohne Frost) für eine maxi­male Bau­phase von 24 Monaten ver­ein­bart werden. Gleich­zeitig gelten in dieser Zeit Schäden durch Sturm/Hagel vor Bezugs­fer­tig­keit mit­ver­si­chert, wenn das Gebäude fertig gedeckt ist und alle Außen­türen ein­ge­setzt sind und alle Fenster ver­glast oder in anderer Weise gleich­wertig ver­schlossen ist.  Vor­aus­set­zung für die bei­trags­freie Mit­ver­si­che­rung ist, dass nach Fer­tig­stel­lung die Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung noch min­des­tens ein Jahr bestehen bleibt. Nicht ver­si­cherbar sind hier­über jedoch Schäden durch erwei­terte Ele­men­tar­ge­fahren (z. B. Über­schwem­mung, Erd­beben oder Erd­sen­kung), unbe­nannte Gefahren oder eine Bün­de­lung mit der Ver­si­che­rung gegen Glas­bruch­schäden am Gebäude.

Alter­nativ kann der erste Jah­res­bei­trag für die Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung für die Zeit nach Ablauf der Roh­bau­ver­si­che­rung direkt bei Beginn der Roh­bau­de­ckung oder erst mit Beginn der Voll­de­ckung erhoben werden.

  • Mit­ver­si­chert sind Schäden durch die Explo­sion von Kampf­mit­teln aus been­deten Kriegen (Blind­gän­ger­schäden)
  • Mit­ver­si­che­rung von Seng­schäden, ohne dass es sich um einen Feu­er­fol­ge­schaden han­deln muss. Eine ent­spre­chende Mit­ver­si­che­rung auch von Schmor­schäden ist bedin­gungs­seitig nicht vorhanden.
  • Mit­ver­si­che­rung von Schäden durch Rauch und Ruß, auch, wenn dieser nicht plötz­lich bestim­mungs­widrig aus Feuerungs‑, Heizungs‑, Koch- oder Trock­nungs­an­lagen auf dem Ver­si­che­rungs­grund­stück aus­ge­treten ist. Inwie­fern Schäden durch Fog­ging (Schwarz­staub) mit­ver­si­chert sind, geht aus den Bedin­gungen nicht ein­deutig hervor. Bei ungüns­tiger Aus­le­gung könnten diese als aus­ge­schlos­sener Schaden durch dau­er­hafte Ein­wir­kung im Sinne von Abschnitt B1 Ziffer 1.1 ange­sehen werden und daher aus­ge­schlossen sein:

„In viele Fällen von Fog­ging in der Woh­nung wurde häufig gerade neu gestri­chen oder die Räum­lich­keiten frisch bezogen. Doch warum tritt Fog­ging über­haupt erst auf? Der Grund können schwer­flüch­tige Ver­bin­dungen (SVOC), wie Weich­ma­cher, sein, welche in die Raum­luft gelangen.

[…]

Das Fog­ging tritt nicht sofort auf. Das heißt, wenn Sie die Som­mer­tage für eine Reno­vie­rungs­ak­tion nutzen, wird dieses Phä­nomen womög­lich erst im Herbst mit der ersten Heiz­pe­riode auf­treten. Ein Grund dafür ist, dass mit sin­kenden Tem­pe­ra­turen, mehr geheizt und weniger gelüftet wird. Dadurch können sich die schwer­flüch­tigen Ver­bin­dungen (SVOC) aus Tep­pi­chen, der Rau­fa­ser­ta­pete oder Kunst­stoff­ober­flä­chen mit vor­han­denen Staub­par­ti­keln ver­binden und sich als schmie­riger Film inner­halb des Raums absetzen.“[3]

  • Mit­ver­si­che­rung von Schäden an ver­si­cherten Sachen durch Über­strom, Strom­schwan­kungen oder Kurz­schluss nur infolge von Blitz­schlag. Bei Ein­schluss des „Wohn­ge­bäude-Bau­stein Optimum“ sind solche Schäden im Rahmen der unbe­nannten Gefahren mit 500 Euro Selbst­be­tei­li­gung mitversichert.
  • Nach den zugrund­lie­genden Bedin­gungen des Grund­ta­rifs BOX­flex setzt Sturm eine Wind­stärke von min­des­tens Wind­stärke 8 voraus. Da etwa eine Wind­stärke 6 oder 7 nicht unter die Sturm­de­fi­ni­tion fallen würde, fallen Schäden durch sons­tige Luft­be­we­gungen (also ohne Min­dest­wind­stärke und mit 500 Euro Selbst­be­halt) unter den Ver­si­che­rungs­schutz des optio­nalen „Wohn­ge­bäude-Bau­stein Optimum“. Dies schließt auch Schäden durch Durchzug mit ein.
  • Mit­ver­si­che­rung von Bruch­schäden an Lüf­tungs­rohren von Abwas­ser­lei­tungen im Gebäude oder sol­chen, die sich außer­halb des Gebäudes befinden, aber fest mit diesem ver­bunden sind. Aus­drück­lich nicht unter den Ver­si­che­rungs­schutz fallen Regenrohre.
  • Mit­ver­si­chert sind frost­be­dingte und sons­tige Bruch­schäden an Rohren von Anlagen zur Regen­was­ser­nut­zung (Zis­ternen) außer­halb von Gebäuden auf dem Ver­si­che­rungs­grund­stück, die der Ver­sor­gung ver­si­cherter Gebäude dienen.
  • Sofern gegen Zuschlag mit­ver­si­chert, gelten auch Anlagen der ober­flä­chen­nahen Geo­thermie (Geo­ther­mie­an­lagen) zu den ver­si­cherten Sachen.
  • Mit­ver­si­chert sind Schäden durch den Anprall von Luft‑, Straßen‑, Wasser‑, Schie­nen­fahr­zeugen, nicht jedoch von selbst­fah­renden Arbeits­ma­schinen, an ver­si­cherte Sachen. Nicht ver­si­chert sind Schäden, wenn die benannten Land- oder Was­ser­fahr­zeuge vom Ver­si­che­rungs­nehmer selbst betrieben werden. Ebenso aus­ge­schlossen sind Schäden durch unbe­mannte Flug­körper (z. B. Drohnen oder Sil­ves­ter­ra­keten und ‑feu­er­werk). Weiter aus­ge­schlossen ver­si­chert sind Schäden an Fahr­zeugen, Zäunen, Straßen und Wegen, sofern diese nicht über wei­teres Zubehör und sons­tige Grund­stücks­be­stand­teile mit­ver­si­chert gelten. Ent­spre­chend abwei­chend mit­ver­si­cherte Grund­stücks­be­stand­teile sind z. B. Grund­stücks­ein­frie­dungen (auch Hecken), Hof- und Geh­weg­s­be­fes­ti­gungen, Trenn­wände sowie Per­golen. Teil­weise lassen sich solche Eigen­schäden im Rahmen einer Kfz-Ver­si­che­rung mit­ver­si­chern, dort aller­dings meist mit einer Selbst­be­tei­li­gung an den Kosten.
  • Mit­ver­si­che­rung von außer­halb von Gebäuden auf und außer­halb des Ver­si­che­rungs­grund­stücks ein­tre­tenden frost­be­dingten und sons­tigen Bruch­schäden an den Ablei­tungs­rohren der Was­ser­ver­sor­gung, die der Ver­sor­gung ver­si­cherter Gebäude oder Anlagen dienen. Die Ent­schä­di­gung ist auf 20.000 Euro je Scha­den­fall beschränkt. Schäden durch Muf­fen­ver­satz und Wur­zel­ein­wuchs fallen nicht unter den Ver­si­che­rungs­schutz. Positiv ist, dass der Ver­si­cherer den Ver­si­che­rungs­schutz nicht von einer etwaigen Druck­prü­fung abhängig macht.
  • Mit­ver­si­che­rung von frost­be­dingten und sons­tigen Bruch­schäden an Zulei­tungs­rohren der Was­ser­ver­sor­gung sowie an Rohren von Hei­zungs- und Kli­ma­an­lagen außer­halb des Gebäudes auf dem Ver­si­che­rungs­grund­stück. Dar­unter fallen z. B. Ver­sor­gungs­rohre zu ver­si­cherten Neben­ge­bäuden und Gewächs­häu­sern auf dem Ver­si­che­rungs­grund­stück. Schäden durch Muf­fen­ver­satz und Wur­zel­ein­wuchs fallen nicht unter den Versicherungsschutz.
  • Mit­ver­si­che­rung von frost­be­dingten und sons­tigen Bruch­schäden an Zulei­tungs­rohren der Was­ser­ver­sor­gung sowie an Rohren von Hei­zungs- und Kli­ma­an­lagen auf dem Ver­si­che­rungs­grund­stück, die nicht der Ver­sor­gung ver­si­cherter Gebäude oder Anlagen dienen, sofern der Ver­si­che­rungs­nehmer hierfür die Gefahr trägt (z.B. Schleusen- oder Kanal­rohr zur Ent­wäs­se­rung des Grund­stücks, um Ober­flä­chen­wasser bei Hang­lage auf­zu­fangen). Schäden durch Muf­fen­ver­satz und Wur­zel­ein­wuchs fallen nicht unter den Versicherungsschutz.
  • Mit­ver­si­chert sind frost­be­dingte und sons­tige Bruch­schäden von außer­halb von Gebäuden lie­genden Zulei­tungs­rohren außer­halb des Ver­si­che­rungs­grund­stücks (z. B. Rohre von Solar­ther­mie­an­lagen auf dem Nach­bar­grund­stück; Rohre eines benach­barten Brun­nens zu einer Zis­terne für Wasch­ma­schinen oder eine Toi­let­ten­spü­lung; Rohre der externen Gar­ten­be­wäs­se­rung), die der Ver­sor­gung ver­si­cherter Gebäude oder Anlagen dienen, für die der Ver­si­che­rungs­nehmer die Gefahr trägt und die nicht aus­schließ­lich gewerb­li­chen Zwe­cken dienen. Schäden durch Muf­fen­ver­satz und Wur­zel­ein­wuchs fallen nicht unter den Versicherungsschutz.
  • Mit­ver­si­che­rung von Bruch­schäden an Rohren der Gas­ver­sor­gung auf und außer­halb des Versicherungsgrundstücks
  • Mit­ver­si­chert sind Schäden durch Graf­fiti (z. B. Wand­ma­le­reien durch Farben und Lacke, Kratz- oder Farb­graf­fiti) an Außen­seiten ver­si­cherter Sachen (Außen­wänden), nicht jedoch an Innen­wänden oder Fuß­böden, bis maximal 10.000 Euro. Schäden durch sons­tige mut- und bös­wil­lige Beschä­di­gung (Van­da­lismus) an Teilen des ver­si­cherten Gebäudes (z. B. Türen, Schlös­sern, Fens­tern Roll­läden und Schutz­git­tern) infolge von Ein­bruch­dieb­stahl oder dessen Ver­such sind bis zur Ver­si­che­rungs­summe mit­ver­si­chert. Sons­tige Schäden durch Van­da­lismus infolge eines Ein­bruch­dieb­stahls (z. B. an Hausrat des Ver­si­che­rungs­neh­mers) sind – wenn über­haupt – nur im Rahmen einer optio­nalen Haus­rat­ver­si­che­rung ver­si­chert. Schäden durch anders­ar­tige mut- und bös­wil­lige Beschä­di­gung (z. B. Graf­fiti an Fuß­böden und Innen­wänden) von Ein- und Zwei­fa­mi­li­en­häu­sern sind bis 10.000 Euro versichert.
  • Mit­ver­si­che­rung des Dieb­stahls von außen am Gebäude ange­brachten, fest mit diesem ver­bun­denen, Sachen (z. B. Lampen, Brief­kästen oder Schil­dern eines Gewer­be­be­triebs) bis 5.000 Euro.
  • Mit­ver­si­chert sind die Kosten für in Folge eines Ver­si­che­rungs­falls not­wen­dige Hotel­un­ter­brin­gung oder eine ähn­liche Unter­brin­gung bis maximal 200 Tage und bis maximal 200 Euro Ent­schä­di­gung pro Tag. Nicht ver­si­chert sind Neben­kosten (z. B. Früh­stück, Telefon, Internet).
  • Mit­ver­si­chert sind Scha­den­be­dingte externe Lager­kosten bis 12 Monate, jedoch ohne dazu­ge­hö­rige Trans­port­kosten, für die von einem Schaden nicht betrof­fene Sachen.
  • Mit­ver­si­che­rung von Dekon­ta­mi­na­ti­ons­kosten von Erd­reich bis 100.000 Euro.
  • Mit­ver­si­chert sind die Kosten für Miet­aus­fall oder orts­üb­li­cher Miet­wert von Wohn­räumen für die Dauer von höchs­tens 36 Monaten. Dies gilt sowohl für Wohn­räume als auch für gewerb­lich genutzte Räume. Mit­ver­si­chert ist zudem zusätz­li­cher Miet­aus­fall bei Been­di­gung eines Miet­ver­hält­nisses wegen eines Ver­si­che­rungs­falles bis zu 12 Monaten (Wohn­räume, nicht jedoch Gewer­be­räume), wenn ein Miet­ver­hältnis auf­grund eines Ver­si­che­rungs­falles nicht ange­treten werden kann und der Miet­ver­trag zum Zeit­punkt des Ver­si­che­rungs­falles bereits geschlossen war.
  • Ersatz von lau­fenden, durch eine Bank­be­stä­ti­gung nach­ge­wiesen, Dar­le­hens­zinsen nach voll­stän­diger Unbe­wohn­bar­keit für bis zu 18 Monate, frü­hes­tens jedoch ab dem 101. Tag.
  • Mit­ver­si­chert sind die Kosten für die Besei­ti­gung und Wie­der­auf­fors­tung umge­stürzter oder im Starkast beschä­digter Bäume durch Blitz­schlag oder Sturm. Nicht ver­si­chert sind Schäden durch sons­tige ver­si­cherte benannte oder unbe­nannte Gefahren (z. B. durch Hagel, Erd­beben oder Über­schwem­mung). Vor­aus­set­zung für die Ent­schä­di­gung ist, dass eine natür­liche Rege­ne­ra­tion nicht zu erwarten ist. Die Wie­der­auf­fors­tung umfasst das Ein­pflanzen junger Bäume bis 1,50 m Höhe.
  • Mit­ver­si­chert sind die Kosten für die Neu­be­pflan­zung von gärt­ne­ri­schen Anlagen (z. B. Hecken, Sträu­cher und Zier­pflanzen) infolge von Brand, Blitz­schlag, Explo­sion, Implo­sion, Ver­puf­fung, Luft­fahr­zeugen, Lei­tungs­wasser oder Sturm, nicht jedoch durch erwei­terte Ele­men­tar­ge­fahren oder unbe­nannte Gefahren, bis 10.000 Euro. Nicht ver­si­chert sind die Kosten für die Wie­der­be­pflan­zung von Topfpflanzen.
  • Über­nahme von Leck­or­tungs­kosten (Scha­den­such­kosten) ohne Vor­liegen eines Ver­si­che­rungs­falles bis maximal 500 Euro.
  • Kosten für die Ret­tung aus­schließ­lich privat genutzter Daten bis 1.000 Euro infolge eines ver­si­cherten Scha­dens. Nicht ver­si­chert wäre damit z. B. Kon­takt­daten in einem sowohl privat als auch gewerb­lich genutzten Outlook.
  • Über­nahme per­sön­li­cher Aus­lagen nach einem Scha­den­fall. Eine Mit­ver­si­che­rung lässt sich ggf. mit 500 Euro Selbst­be­tei­li­gung über den „Wohn­ge­bäude-Bau­stein Optimum“ im Rahmen der unbe­nannten Kosten her­leiten. Dies setzt voraus, dass die Aus­le­gung der Axa auch unbe­nannte Kosten als mit­ver­si­chert ansieht.
  • Über­nahme von alters- und behin­der­ten­be­dingten Mehr­kosten (z. B. Roll­stuhl- und rol­la­tor­be­dingtem Umbau oder Einbau eines Trep­pen­lifts) ab 25.000 Euro Mindestschadenhöhe
  • Über­nahme von Rück­rei­se­kosten von Urlaubs-, nicht jedoch von Geschäfts- oder Dienst­reisen, ab 5.000 Euro Min­dest­scha­den­höhe bis in Höhe von 5.000 Euro. Die Kos­ten­über­nahme erfolgt sowohl für den Ver­si­che­rungs­nehmer als auch für mit­rei­sende Per­sonen, die im Haus­halt des Ver­si­che­rungs­neh­mers leben.
  • Unbe­grenzte Über­nahme von Regie­kosten für die Wie­der­her­stel­lung ver­si­cherter Sachen ab einer Min­dest­scha­den­höhe von 10.000 Euro.
  • Sofern der „Bau­stein Not­fall­ser­vice“ ver­ein­bart wurde, besteht Anspruch auf eine tele­fo­ni­sche psy­cho­lo­gi­sche Erst­be­ra­tung bis zu 45 Minuten über die Hel­pline der Axa, nicht jedoch eine wei­ter­ge­hende psy­cho­lo­gi­sche Betreuung, Bera­tung oder Behand­lung nach einem Schadenfall.
  • Über­nahme der Kosten für den Mehr­ver­brauch von Frisch­wasser, Gas, Öl oder Dampf nach einem ver­si­cherten Schaden. Nicht ver­si­chert sind die damit ver­bun­denen Mehr­kosten für Abwasser sowie Strom bzw. Strom­ver­lust aus Strom­spei­chern. Eine Mit­ver­si­che­rung lässt sich ggf. mit 500 Euro Selbst­be­tei­li­gung über den „Wohn­ge­bäude-Bau­stein Optimum“ im Rahmen der unbe­nannten Kosten her­leiten. Dies setzt voraus, dass die Aus­le­gung der Axa auch unbe­nannte Kosten als mit­ver­si­chert ansieht.
  • Mit­ver­si­chert sind Mehr­kosten für Pri­mär­energie bis in Höhe von 2.000 Euro mit 250 Euro Selbst­be­halt, sofern „Wohn­ge­bäude-Bau­stein Erneu­er­bare Ener­gien“ ein­ge­schlossen wurde.
  • Sub­si­diäre Über­nahme der Kosten für Gebäu­de­be­schä­di­gungen durch Ein­bruch oder dessen Ver­such in Zwei­fa­mi­li­en­häu­sern, nicht jedoch in Ein­fa­mi­li­en­häu­sern.
  • Mit­ver­si­che­rung auch der Mehr­kosten für behörd­liche Auf­lagen (Abschnitt A § 8 Nr. 2 VGB 2014 in Ver­bin­dung mit Abschnitt C Nr. 12) zum Denk­mal­schutz, sofern Denk­mal­schutz als Gefah­rerhö­hung ange­geben und der dafür erfor­der­liche Zuschlag bezahlt wurde. Eine bedin­gungs­sei­tige Klar­stel­lung erfolgt nicht.
  • Mit­ver­si­chert sind bis in Höhe von 500 Euro Schäden (z. B. Tier­biss- und Kratz­schäden) an ver­si­cherten Gebäuden, Gebäu­de­be­stand­teilen (z. B. Däm­mungen, Unter­spann­bahnen von Dächern) und Gebäu­de­zu­behör durch wild­le­bende Nage­tiere (z. B. Mäuse oder Ratten). Schäden durch Marder, Wasch­bären oder andere wild­le­bende Tiere fallen unter den Schutz der unbe­nannten Gefahren des Bau­steins Optimum mit 500 Euro Selbst­be­halt. Solche Schäden können in etli­chen Fällen Kosten von vielen tau­send Euro errei­chen, so dass der Umfang der Mit­ver­si­che­rung trotz des Selbst­be­halts positiv zu bewerten ist. Nicht ver­si­chert sind Fol­ge­schäden durch wild­le­bende Nage­tiere (z.B. durch das Fehlen elek­tri­scher Span­nung, durch Nisten oder Urinieren).
  • Kosten für die Besei­ti­gung oder Umsied­lung von Bienen‑, Wespen‑, Hor­nis­sen­nes­tern bis 500 Euro (max. 1.500 Euro pro Jahr) nur, sofern der Bau­stein „Not­fall­ser­vice“ mit­ver­si­chert wird.
  • Vor­sor­ge­de­ckung nach Ziffer A 14.1.1.4 für wert­stei­gernde bau­liche Maß­nahmen (Um‑, An- oder Aus­bauten) bis zum Ende der lau­fenden Ver­si­che­rungs­pe­riode. Dar­über hinaus besteht ein­ge­schränkt auch Ver­si­che­rungs­schutz für Neu­bauten nach Vertragsbeginn:

„Für Neu­bauten von Ein- und Zwei­fa­mi­li­en­häu­sern oder Neben­ge­bäuden, auch mit teil­ge­werb­li­cher Nut­zung auf dem­selben Ver­si­che­rungs­grund­stück besteht bei­trags­freier Vor­sor­ge­schutz bis zum Schluss des Ver­si­che­rungs­jahres, in dem der Neubau erfolgt.“

  • Keine Klar­stel­lung, wonach Wasser aus Whirl­pools bedin­gungs­seitig als Lei­tungs­wasser zählt.
  • Mit­ver­si­che­rung von Schäden durch unmit­tel­bare Ein­wir­kung von ein­drin­genden Regen, Hagel, Schnee, Schmelz­wasser oder Schmutz durch nicht ord­nungs­gemäß geschlos­sene Fenster, Außen­türen oder andere Öff­nungen nur bei Ein­schluss des optio­nalen „Wohn­ge­bäude-Bau­stein Optimum“ im Rahmen der unbe­nannten Gefahren mit 500 Euro Selbstbehalt
  • Keine Mit­ver­si­che­rung von Schäden durch Ent­schär­fung von Blind­gän­gern, ohne damit ein­her­ge­hende Explo­sion (Aus­schluss nach § 3 b) Wohn­ge­bäude-Bau­stein Optimum)
  • Feh­lende Klar­stel­lung, inwie­fern beweg­li­ches Gebäu­de­zu­behör wie Kamin­holz oder Bau­stoffe zu den ver­si­cherten Sachen gehören und daraus abge­leitet, inwie­fern der ein­fache Dieb­stahl sol­chen Zube­hörs unter den bedin­gungs­sei­tigen Ver­si­che­rungs­schutz nach § 14 Pre­mium fällt.
  • Nicht zu den ver­si­cherten Sachen gehört Zubehör der haus­wirt­schaft­li­chen Selbst­ver­sor­gung (u.a. Bie­nen­völker, die art­ge­recht gehalten werden; Rank­hilfen für Nutz­pflanzen und Hoch­beete; Kräuter, Obst- und Gemüsepflanzen)
  • Keine Mit­ver­si­che­rung für Schäden an ver­si­cherten Sachen durch Plansch- oder Rei­ni­gungs­wasser.
  • Keine bedin­gungs­sei­tige Mit­ver­si­che­rung von Näs­se­schäden auf­grund undichter Fugen oder Fliesen (z. B. undichte Sili­kon­fuge zwi­schen einer Dusch­wanne und einer angren­zenden Wand). Siehe hierzu das Urteil des BGH vom 20.10.2021 (Az. IV ZR 236 / 20)[5].
  • Keine Mit­ver­si­che­rung von frost­be­dingten und sons­tigen Bruch­schäden an Zulei­tungs­rohren der Was­ser­ver­sor­gung sowie an Rohren von Hei­zungs- und Kli­ma­an­lagen außer­halb des Ver­si­che­rungs­grund­stücks, die nicht der Ver­sor­gung ver­si­cherter Gebäude oder Anlagen dienen (z.B. Schleusen- oder Kanal­rohr zur Ent­wäs­se­rung des Grund­stücks, um Ober­flä­chen­wasser bei Hang­lage aufzufangen)
  • Kein Ver­si­che­rungs­schutz für Bruch­schäden an Zulei­tungs­rohren von ganz­jährig im Boden ein­ge­las­senen Schwimm­be­cken auf dem Versicherungsgrundstück.
  • Nicht ver­si­chert sind Bruch­schäden an unter­ir­disch ver­legten Regen­was­ser­ab­fluss­rohren.
  • Wie bran­chen­üb­lich nicht ver­si­chert ist der Bruch oder das Zer­reißen von Press­luft- / Druck­luft­lei­tungen. Diese kommen z. B. zum Ein­satz, wenn eine zen­trale Kom­pres­sor­an­lage dazu ein­ge­setzt wird, um elek­tri­sche Werk­zeuge damit zu betreiben. Solche Rohre könnten aller­dings auch unter­ir­disch ver­legt werden, um damit Werk­zeuge im Garten zu betreiben. Wäh­rend ein Kom­pressor regel­mäßig als im Rahmen einer Haus­rat­ver­si­che­rung mit­ver­si­chert ange­sehen werden kann, fehlt nicht nur bei der Axa für die Druck­luft­lei­tungen regel­mäßig ein bedin­gungs­sei­tiger Ver­si­che­rungs­schutz. Solche Rohre müsste der Ver­si­che­rungs­nehmer also ein­zel­ver­trag­lich bei der Axa einschließen.
  • Eben­falls bran­chen­üb­lich fehlt eine Mit­ver­si­che­rung von elek­tri­schen Lei­tungen, die außer­halb von Gebäuden auf dem Grund­stück ver­legt sind (z. B. zur Ver­sor­gung einer Wallbox, zur Ver­sor­gung von Spei­cher­me­dien, zur Elek­tri­fi­zie­rung von Garten- und Gewächs­häu­sern). Solche Lei­tungen müsste der Ver­si­che­rungs­nehmer also ein­zel­ver­trag­lich bei der Axa einschließen.
  • Kein Ver­si­che­rungs­schutz für Rohre und Instal­la­tionen unter­halb der tra­genden oder nicht tra­genden Boden­platte
  • Keine gene­relle Mit­ver­si­che­rung poli­zei­lich ange­zeigter Straf­taten (z.B. Dieb­stahl von Solar­zellen, Hacken von Smar­thome-Anlagen, Betrug)
  • Nicht ver­si­chert sind Pick­schäden (z. B. Specht­schäden) oder sons­tige Schäden durch Vögel (z. B. Kratzschäden)
  • Nicht mit­ver­si­chert sind die Kosten für die Wie­der­her­stel­lung von Gar­ten­an­lagen (z. B. Blu­men­beete, Wege (z. B. Gar­ten­brunnen, Sand­kästen oder Teichanlagen).
  • Nicht ver­si­chert sind Schäden an bzw. der Dieb­stahl von Garten- oder Teich­zu­behör (z. B. Gar­ten­möbel, Hän­ge­matten, Strand­körbe, Bas­ket­ball­körbe sowie Blu­men­kästen und ‑kübel) gegen ver­si­cherte Gefahren
  • Nicht ver­si­chert sind Mehr­kosten für eine nach­hal­tige Gestal­tung des Gar­tens (z. B. Anlage einer Bienen- und Hummelwiese)
  • Nicht ver­si­chert sind die Kosten für die Pflege eines Gar­tens durch eine Fach­firma, wenn der Ver­si­che­rungs­nehmer wäh­rend der Ver­trags­lauf­zeit eine schwer­wie­gende und unvor­her­ge­se­hene Ver­let­zung oder Krank­heit erleidet, die ihn an der Pflege des Gar­tens hindert
  • Nicht ver­si­chert sind nach­ge­wie­sener Kosten (z. B. für eine Online-Rechts­be­ra­tung oder das Zurück­schneiden einer Hecke) zur Bei­le­gung eines Nachbarschaftsstreites
  • Nicht mit­ver­si­chert sind die Kosten für eine qua­li­fi­zierte Ener­gie­be­ra­tung durch einen durch die BAFA (Bun­desamt für Wirt­schaft und Aus­fuhr­kon­trolle) zuge­las­senen Ener­gie­be­rater bzw. einen bau­bio­lo­gi­schen Berater.
  • Nicht aus­drück­lich ver­si­chert sind Trock­nungs­kosten ins­be­son­dere in Folge eines Lei­tungs­wasser- oder Über­schwem­mungs­scha­dens. In der Regel werden diese Kosten auch ohne Klar­stel­lung über­nommen. Eine Mit­ver­si­che­rung lässt sich dar­über hinaus mit 500 Euro Selbst­be­tei­li­gung über den „Wohn­ge­bäude-Bau­stein Optimum“ im Rahmen der unbe­nannten Kosten her­leiten. Dies setzt voraus, dass die Aus­le­gung der Axa auch unbe­nannte Kosten als mit­ver­si­chert ansieht.
  • Keine Über­nahme der erfor­der­li­chen und nach­weis­lich tat­säch­lich ange­fal­lenen Kosten für das Auf­räumen, die Ent­sor­gung, Rei­ni­gung, Des­in­fek­tion und Schäd­lings­be­kämp­fung von durch Mes­sies gemie­teten Woh­nungen, soweit diese wegen eines zwang­haften Ver­hal­tens vor allem nutz­lose Gegen­stände unor­dent­lich und chao­tisch in der Woh­nung ange­sam­melt oder die Woh­nung dadurch ver­müllt haben. Glei­ches gilt für sons­tige Schäden durch Mes­sies oder Miet­van­dalen (z. B. eine her­aus­ge­ris­sene Türzarge).
  • Keine Mit­ver­si­che­rung von Schäden infolge von Gebäu­de­schäden durch den unbe­merkten Tod eines Mie­ters.
  • Nicht mit­ver­si­chert sind die Mehr­kosten für eine behörd­lich nicht vor­ge­schrie­bene ener­ge­ti­sche oder sons­tige nach­hal­tige Sanierung.
  • Keine Mit­ver­si­che­rung von Mehr­kosten für Wie­der­her­stel­lungs­be­schrän­kungen für Rest­werten ver­si­cherter Sachen.
  • Nicht ver­si­chert ist die Über­nahme der Kosten für die Ver­pfle­gung von Per­sonen, die anläss­lich eines Ver­si­che­rungs­falls (z. B. eines Brand­scha­dens oder einer Über­schwem­mung) Hilfe geleistet haben oder die Kosten für sons­tige frei­wil­lige Zuwen­dungen an Per­sonen (z. B. im Zusammenhang mit der Brand­be­kämp­fung) nach einem Schadenfall.
  • Keine aus­drück­liche Über­nahme der Kosten von Gebäu­de­be­schä­di­gungen im Zusam­men­hang mit Ret­tungs­maß­nahmen (z. B. durch Polizei oder Feu­er­wehr) oder auf­grund des Alarms eines Haus­not­rufs. Eine Mit­ver­si­che­rung lässt sich ggf. mit 500 Euro Selbst­be­tei­li­gung über den „Wohn­ge­bäude-Bau­stein Optimum“ im Rahmen der unbe­nannten Kosten her­leiten. Dies setzt voraus, dass die Aus­le­gung der Axa auch unbe­nannte Kosten als mit­ver­si­chert ansieht.
  • Bei der Durch­füh­rung eines Sach­ver­stän­di­gen­ver­fah­rens zur Fest­stel­lung der Scha­den­höhe wird erst ab einer fest­ge­stellten Scha­den­höhe von min­des­tens 50.000 Euro der Anteil des Ver­si­che­rungs­neh­mers an den Ver­fah­rens­kosten in voller Höhe über­nommen. Beauf­tragt der Ver­si­che­rungs­nehmer einen Sach­ver­stän­digen indi­vi­duell, werden die Kosten nur dann über­nommen, sofern der Ver­si­che­rungs­nehmer vom Ver­si­cherer zur Hin­zu­zie­hung auf­ge­for­dert wurde (siehe Abschnitt A § 7 Nr. 3 VGB 2014).
  • Keine Über­nahme der Kosten für die not­wen­dige Hotel­un­ter­brin­gung oder eine ähn­liche Unter­brin­gung, wenn eine eigen­ge­nutzte Feri­en­woh­nung oder ein eigen­ge­nutztes Feri­en­haus durch einen Ver­si­che­rungs­fall unbe­wohnbar wird.
  • Keine Über­nahme der Kosten für Miet­aus­fall bei Nach­bar­schafts­schäden.
  • Feh­lende Mit­ver­si­che­rung der Kosten infolge des Fehl­alarms eines Rauch‑, Gas- oder Was­ser­mel­ders.
  • Nicht ver­si­chert sind sons­tige Mehr­kosten für eine Gebäu­de­wie­der­her­stel­lung mit umwelt­freund­li­chen oder nach­hal­tigen Bau­stoffen.
  • Keine Über­nahme der Kosten für eine Gefah­ren­be­ra­tung nach Über­schwem­mungs­schäden.
  • Ohne aus­drück­liche Über­nahme der Kosten für die scha­den­be­dingte Neu­ein­stel­lung von Antennen und Satel­li­ten­schüs­seln. Eine Mit­ver­si­che­rung lässt sich ggf. mit 500 Euro Selbst­be­tei­li­gung über den „Wohn­ge­bäude-Bau­stein Optimum“ im Rahmen der unbe­nannten Kosten her­leiten. Dies setzt voraus, dass die Aus­le­gung der Axa auch unbe­nannte Kosten als mit­ver­si­chert ansieht.
  • Ohne Kosten einer kli­ma­freund­li­chen CO2-Kom­pen­sa­tion bei einem Feuerschaden.
  • Ohne Kosten für die Rekul­ti­vie­rung von begrünten Dächern.
  • Ohne aus­drück­liche Mit­ver­si­che­rung der Auf­tau­kosten nach einem ver­si­cherten Frost­schaden. Eine Mit­ver­si­che­rung lässt sich ggf. mit 500 Euro Selbst­be­tei­li­gung über den „Wohn­ge­bäude-Bau­stein Optimum“ im Rahmen der unbe­nannten Kosten herleiten.
  • Keine Über­nahme von scha­den­be­dingten Kosten für die not­wen­dige Stor­nie­rung einer Urlaubs- oder Dienst­reise. Eine Mit­ver­si­che­rung lässt sich ggf. mit 500 Euro Selbst­be­tei­li­gung über den „Wohn­ge­bäude-Bau­stein Optimum“ im Rahmen der unbe­nannten Kosten her­leiten. Dies setzt voraus, dass die Aus­le­gung der Axa auch unbe­nannte Kosten als mit­ver­si­chert ansieht.
  • Kein Ein­schluss einer Ver­se­hens­klausel bei ein­fa­chen (grob) fahr­lässig began­genen Oblie­gen­heits­ver­let­zungen.
  • Keine aus­drück­liche Anlage von Prä­mi­en­ein­nahmen in nach­hal­tigen Kapi­tal­an­lagen.
  • Wie­der­aufbau bei Total­schaden an einem anderen Ort inner­halb der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land nur dann, wenn die Wie­der­her­stel­lung des Wohn­ge­bäudes an der bis­he­rigen Stelle recht­lich nicht mög­lich oder wirt­schaft­lich nicht zu ver­treten ist (Abschnitt A § 13 Nr. 7 VGB 2014), also nicht z. B. wenn aus psy­cho­lo­gi­schen Gründen nach einer schweren Über­schwem­mung ein Wie­der­aufbau am bis­he­rigen Ver­si­che­rungsort nicht anzeigt sein sollte.
  • Keine Bei­trags­be­freiung bei Arbeits­lo­sig­keit oder Arbeits­un­fä­hig­keit.

Aus­ge­wählte Ein­schrän­kungen des Tarifs BOX­flex mit Bau­steinen Pre­mium und Optimum aus dem Hause Axa

  • Keine Garantie hin­sicht­lich der unver­bind­li­chen Mus­ter­be­din­gungen des Gesamt­ver­bandes der Deut­schen Ver­si­che­rungs­wirt­schaft (GDV-Garantie)
  • Keine Garantie hin­sicht­lich der unver­bind­li­chen Emp­feh­lungen des Arbeits­kreises Bera­tungs­pro­zesse (Arbeits­kreis-Garantie)
  • Inno­va­ti­ons­klausel (Leis­tungs-Update-Garantie) gilt nur, wenn durch ein Tari­f­up­date aus­schließ­lich Ver­bes­se­rungen vor­ge­nommen werden, d.h. es besteht kein Anspruch auf diese Leis­tung, wenn ein Tari­f­up­date neben bei­spiels­weise 20 Ver­bes­se­rungen eine ein­zige Stelle besitzt, die auch zum Nach­teil des Kunden führen könnte.
  • Keine Best-Leis­tungs-Garantie (Erwei­terte Vor­sorge) für Leis­tungen eines anderen, zum Scha­den­zeit­punkt ver­kaufs­of­fenen Versicherers
  • Feh­lende Besitz­stands­ga­rantie (Vor­ver­si­che­r­er­ga­rantie)
  • Kein aus­drück­li­cher Ver­si­che­rungs­schutz für Scha­den­fälle bei unklarer Zustän­dig­keit nach Ver­si­cher­erwechsel
  • Kein Ver­zicht auf Anrech­nung einer Unter­ver­si­che­rung für Klein­schäden bis zu einer benannten Höhe
  • Kein Regress­ver­zicht gegen­über (grob) fahr­lässig han­delnden Ange­hö­rigen, die keinen Anspruch über eine etwaige Haft­pflicht­ver­si­che­rung gel­tend machen können
  • Nicht mit­ver­si­chert sind nach­träg­lich vom Mieter ein­ge­fügte – nicht aber aus­ge­tauschte – Sachen (z. B. elek­tro­ni­sche Jalou­sien, Ein­bau­kü­chen), die fest mit dem Gebäude ver­bunden sind.
  • Nicht zu den ver­si­cherten Sachen zählen Klein­wind­kraft­an­lagen zur Strom­erzeu­gung.
  • Keine aus­drück­liche Mit­ver­si­che­rung von Beschä­di­gungen oder Zer­stö­rung an Lüftlma­lerei (Gebäu­de­ma­lerei) sowie Schnit­ze­reien an Gebäuden. Ein Aus­schluss für solche Schäden ist bedin­gungs­seitig nicht erkennbar.
  • Feh­lender Ver­zicht auf Kür­zung der Leis­tung bei grob fahr­läs­siger Ver­let­zung von gesetz­li­chen, behörd­li­chen und ver­trag­lich ver­ein­barten Sicher­heits­vor­schriften sowie Oblie­gen­heits­ver­let­zungen. Eben­falls aus­ge­schlossen ist die grob fahr­läs­sige Ver­let­zung der Mel­dung von Gefah­rerhö­hungen.

Nach Abschnitt B § 8 a) VGB 2014 gilt die bran­chen­üb­liche Oblie­gen­heit, wonach der Ver­si­che­rungs­nehmer gesetz­liche, behörd­liche sowie ver­trag­lich ver­ein­barte Sicher­heits­vor­schriften ein­zu­halten habe. Diese Gene­ral­klausel wurde durch das OLG Schleswig mit Urteil vom 18.05.2017 (Az. 16 U 14/17) als unwirksam ver­worfen. Im kon­kreten Fall hatte der beklagte Ver­si­cherer nach einem Lei­tungs­was­ser­schaden ein­ge­wandt, dass der Ver­si­che­rungs­nehmer angeb­lich gegen die DIN-Norm EN 806–5 ver­stoßen habe, so dass er mit dieser Begrün­dung seine Leis­tung um 30 Pro­zent gekürzt hatte. Laut OLG sei die benannte Klausel intrans­pa­rent und daher rechts­widrig[4].

Hin­weis: Trotz mehr­fa­cher E?Mails und Rück­ruf­ver­suche hat der Ver­si­cherer diese Tarifana­lyse nicht über­prüft. Kri­ti­sche Hin­weise sind daher sehr willkommen.


[1] Andreas Harms „Axa kauft Land in der digi­talen Welt“ auf „pfef​fer​minzia​.de“ vom 21.02.2022 um 16:05 Uhr. Auf­zu­rufen unter https://​www​.pfef​fer​minzia​.de/​a​b​-​i​n​-​d​e​n​-​s​a​n​d​k​a​s​t​e​n​-​a​x​a​-​k​a​u​f​t​-​l​a​n​d​-​i​n​-​d​e​r​-​d​i​g​i​t​a​l​e​n​-​w​e​lt/, zuletzt auf­ge­rufen am 23.02.2022.

[2] Frank Mccarthy „Axa France has ent­ered the Meta­verse” auf „tech​new​sinc​.com” vom 18.02.2022. Auf­zu­rufen unter https://​tech​new​sinc​.com/​a​x​a​-​f​r​a​n​c​e​-​h​a​s​-​e​n​t​e​r​e​d​-​t​h​e​-​m​e​t​a​v​e​r​se/, zuletzt auf­ge­rufen am 23.02.2022.

[3] „Was ist Fog­ging? Und ist es gefähr­lich für mich?“ auf „isotec​.de“. Auf­zu­rufen unter https://​www​.isotec​.de/​r​a​t​g​e​b​e​r​/​s​c​h​i​m​m​e​l​/​w​a​s​-​i​s​t​-​f​o​g​g​i​n​g​.​h​tml, zuletzt auf­ge­rufen am 07.01.2022

[4] Siehe z. B. Hans Straßer „Sicher­heits­klausel unwirksam“ auf „hans​-strasser​.de“ vom 28.12.2021. Auf­zu­rufen unter https://​hans​-strasser​.de/​s​i​c​h​e​r​h​e​i​t​s​k​l​a​u​s​e​l​-​u​n​w​i​r​k​s​am/, zuletzt auf­ge­rufen am 12.01.2022.

[5] Siehe https://​juris​.bun​des​ge​richtshof​.de/​c​g​i​-​b​i​n​/​r​e​c​h​t​s​p​r​e​c​h​u​n​g​/​d​o​c​u​m​e​n​t​.​p​y​?​G​e​r​i​c​h​t​=​b​g​h​&​A​r​t​=​e​n​&​D​a​t​u​m​=​A​k​t​u​e​l​l​&​S​o​r​t​=​3​&​n​r​=​1​2​3​9​4​5​&​p​o​s​=​2​1​&​a​n​z​=​822, zuletzt auf­ge­rufen am 05.01.2021


 [S1]Dieser Satz ist NICHT für die Ver­öf­fent­li­chung gedacht

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